Archiv 26. März 2003

Esser kann auf Schmerzensgeld hoffen

Irgendwie halte ich das für reichlich absurd das jemand der ein Unternehmen abwirtschaftet, dieses Unternehmen und seine Mitarbeiter verscherbelt und sich selber noch dafür eine extra grosse Belohnung genehmigt, und der jetzt wegen diverser Delikte vor Gericht steht, in einer anderen Klage auf Schmerzensgeld wegen angeblich ungerechtfertigter Verdächtigung gute Aussichten haben soll

Bei tagesschau im Internet gibts den Originalartikel.

Klauen Klauen Klauen

Na das ist ja mal effizienter Journalismus

Teufelsgrinsen

Bei Der Rollberg gibts den Originalartikel.

McDonald's-Rubbellos ist sittenwidrig

Nicht nur das Rubbellos

Teufelsgrinsen

Bei tagesschau im Internet gibts den Originalartikel.

Perl, python

Was mich bei dem ganzen Virtuelle-Maschine-Gerede immer wieder wundert: warum gucken diese Leute nicht mal vor ihrer Implementierung von solchen Sachen da, wo wirklich schon lange mit virtuellen Maschinen gearbeitet wird? Ich mein, Smalltalk hat schon seit Existenz eine virtuelle Maschine und seit den mittleren 80ern einen hocheffizienten Garbage-Collector sowie eine ganze Reihe erweiterter Features. Genause Common Lisp Implementierungen - viele benutzen intern transportablen Code auf Basis von virtuellen Maschinen. Da gibt es auch entsprechende Erfahrungen mit Closures und Continuations. Ist doch nicht so als ob diese Themen so fürchterlich neu wären - im Gegenteil, es sind ziemlich alte Hüte.

Aber statt dort zu gucken, wo es nicht nur funktionierende Implementierungen gibt, sondern auch gleich den vollen Source zwecks Studium dazu, wühlt man lieber in eigenen Sachen rum und bezieht sich allenfalls auf die JVM oder die .NET CLR - zwei der armseligsten Implementierungen von virtuellen Maschinen, die existieren (unter anderem weil deren Designer genau den gleichen Fehler machen und meinen sie wüssten alles besser und bräuchten nicht auf den Code und die Ideen alter Hacker gucken).

Besonders lächerlich ist wirklich diese Continuations und Closure Debatte. Beides sind essentielle Features von Scheme und in allen Scheme-Implementierungen adressiert, denn ohne würde nix funktionieren. Und viele von denen haben hocheffiziente Implementierungen für virtuelle Maschinen oder reale CPUs.

Leute, guckt euch bitte an was andere schon vor Jahrzehnten gemacht haben, bevor ihr meint die tolle neue Idee zu haben. Oder wundert euch nicht allzusehr wenn ihr bei denen die diese alten Systeme kennen nicht wirklich ernst genommen werdet ...

Bei Squawks of the Parrot gibts den Originalartikel.

Schröder will Bundeswehr stärken

Bitte? Für das Sozialsystem ist kein Geld da, aber für dumme Waffenspielchen ist?

erstauntes Gesicht

Bei tagesschau im Internet gibts den Originalartikel.

Seilschaften

Zustimmung Beipflicht. Vor allem wenn sich diese Seilschaften schon mit Bücher Plattenverbrennungen vergnügen Bei MEHRZWECKBEUTEL gibts den Originalartikel.

soksoksoksok

Hmm. Also wenn ich den Text und die Effekte der Geschichte mir angucke und mal ein bischen drüber nachdenke, würde ich folgendes schliessen: eine japanischer Pornosite benutzt weblogs.com und die dort angekündigten Weblogs für Pornospam, in dem sie diese Sites spiegeln (scheinbar nur einen Teil der Seiten), alle Bezüge auf die originale Site rauswerfen und durch Bezüge auf eigenen Content ersetzen. Damit wird dann von Google der Inhalt dieser Weblogs nicht nur auf dem Weblog selber gefunden, sondern eben auch auf dem verpornoten Spiegel.

Als Ergebnis nutzt diese Pornosite parasitär den Content aus um selber höher im Ranking zu steigen. Aber da sie alle Links austauschen, gehen die Verlinkungen verloren - und natürlich linkt niemand auf den Pornomirror (ok, niemand ausser Ben Hammersley ). Damit können sie den eigentlichen Rankingfaktor von Blogs - die hohe Verlinkung - nicht für eigene Zwecke ausnutzen.

Also alles in allem eigentlich eine ziemlich dämliche Aktion, speziell da die Site primär auf den asiatischen Raum zielt - und wer gibt dort zum Beispiel deutsche Suchbegriffe ein?

Es ist natürlich möglich das bei Nutzung von japanischen Suchmaschinen oder bei Einschränkung von Suchergebnissen auf den japanischen Domainraum diese Sites wegen des Inhalts nach oben wandern, da sie scheinbar die Änderungen von weblogs.com benutzen um die Spiegelseiten auch zu ändern - und damit häufig ändernde Seiten vorspiegeln, die im Scanning der Suchmaschinen höher gehen und damit evtl. auch im Ranking.

Aber obs das wirklich bringt? Ich habe jedenfalls noch keine Pornospam-Spiegel in meinen Suchergebnissen gehabt. Allerdings was das zeigt ist, das wir damit zu rechnen haben das sich Spam auch in ganz anderen Bereichen zeigen wird. Kommentarspam gibt es ja schon in der Blog-Szene, aber Website-Spam ist derzeit noch nicht so gängig. Das wird aber kommen.

Inwiefern man rechtlich gegen diesen Content-Klau vorgehen kann ist leider auch fraglich, da Copyright nicht überall gilt.

Bei Ben Hammersley.com gibts den Originalartikel.