Archiv 4. Dezember 2003

Deutsche Schule: sechs, setzen

Logisch wäre eine grundlegende Überarbeitung des Schulsystems. Bessere Ausbildungsmöglichkeiten für Lehrer ergeben auch besser ausgebildete Lehrer - entgegen landläufigen Meinungen sind durchaus Lehrer mit Motivation vorhanden (selbst ich hab in meiner Schulzeit den einen oder anderen kennen gelernt ). Und schlussendlich sind schliesslich die Lehrer es, die unsere Zukunft ausbilden - oder eben vernichten.

Andererseits kann man wohl kaum erwarten das in Zeiten, in denen danach geschriehen wird, das Schulen und Universitäten noch fixierter auf spätere Nutzung in der Wirtschaft hin ausbilden sollen, tatsächlich die Wissensvermittlung an sich noch im Mittelpunkt steht. Guckt euch doch an wonach Politiker im Moment schreien, wenn sie ihre tollen Reformen des Schulwesens vorstellen. Verkürzung der Gesamtschulzeit, frühere Einschulung - was soll sowas bringen? Die Ansätze bei Problemen im Schulwesen müssen an den Lehrmassnahmen und dem Personal ansetzen. Kinder wollen lernen. Je älter sie werden, desto mehr muss aber Motivation mit reinkommen, warum sie weiter lernen sollen - lernen ist immerhin nicht ganz ohne Anstrengung und kein Kind hält das ohne Motivation 10-13 Jahre durch. Ausserdem gehört dazu auch die weitere Ausbildung nach der Schule - Studienplätze und Ausbildungsplätze müssen da sein, damit den Kids Perspektiven gezeigt werden, wohin ihr Lernen führt. Ansonsten kann der Lehrer noch so oft ne rote Pappnase tragen, spätestens in der Mittelstufe wird ihn keiner mehr ernst nehmen, wenn er nicht auf eine potentielle Zukunft zeigen kann. Und dazu gehören auch eigene Konzepte - das nachplappern von Konzepten von vorgestern aus anderen Ländern hilft da auch nicht weiter.

Wo zum Beispiel sind die Weiterführungen der alternativen Schulsysteme, die untersucht wurden? Was ist mit der Förderung von Spezialschulformen, die Kindern mit Problemen im Schulalltag helfen sollten? Guckt euch die Sparprogramme der Länder an, auch diese Bereiche sind betroffen. Anstatt gerade hier zu investieren - immerhin ist es unsere Zukunft - wird auch hier gekürzt und gestrichen. Statt Perspektiven beinhalten Konzepte die Verteuerung höherer Schulformen - als ob Geld ein Garant für Kompetenz sei.

Das Debakel sowohl im Schulwesen als auch in der Berufsausbildung ist ein eklatanter Mangel in unserer Gesellschaft, die nicht mehr bereit ist ihre eigene Zukunft aufzubauen, sondern lieber alles kaputt schlägt und sich verkauft.

Bei TAZ fand ich den den Originalartikel.

Microsoft's FAT charges

Na super. Microsoft will die Patente im Bereich des gammeligen FAT-Dateisystems ausschlachten. Wann wird Microsoft gegen die FAT-Implementierungen in offenen Systemen vorgehen? Absurd das ganze. Dateisysteme sind Standards zum Datenaustausch, darauf Lizenzen zu nehmen ist völlig absurd. Zumal die Implementierung von FAT sowas von primitiv ist, das schon zu Zeiten seiner Erfindung die tatsächliche erfinderische Leistung nicht sonderlich hoch gewesen sein kann ...

Bei Digital Photography Review (dpreview.com) gibts den Originalartikel.

rsync übers Netz verwundbar

Och menno, keine gute Woche.

Bei heise online news gibts den Originalartikel.

What The Copywright Law Really Says (Score:0)

Falls sich jemand für die Moppelkotze interessiert die Darl McBride absondert, hier ein Link auf einen offenen Brief von SCO. Absurd bis zum Abwinken, was er da zusammenspinnt. Immerhin geht es bei der GPL in diesem Fall nicht um irgendwelche höheren Rechte die hergeleitet werden, sondern um explizite Lizenzen, die die Autoren einer Software willentlich für ihre eigenen Werke definieren. Ich glaube kaum das die US-Verfassung herhalten kann das Copyright eines Autors so auszulegen, das der Autor selber nicht über die Lizenz entscheiden darf, unter der er sein Werk freigibt. Das wäre selbst für amerikanische Verhältnisse zu absurd, glaube ich

Ganz abgesehen davon das SCO selber die GPL ja explizit genutzt hat - da hiess es von denen nicht, das die GPL illegal und ungültig wäre. Denn wäre sie es wirklich, unter welchem Recht hätte SCO dann Linux überhaupt vertreiben dürfen?

Das erschreckende daran ist eigentlich nur das dieses Lügengebäude tatsächlich an der Börse Erfolg hat und die SCO-Aktie - die keinerlei Backing in irgendeiner Form auf ihrem Stammgeschäft oder in Produkten hat - hoch hält. Ich hoffe ja das die Börse irgendwann bemerkt was für ein Mist das ist und noch vor (oder noch besser mitten drin) im Verfahren der Aktienwert ins Bodenlose fällt. Ich würde dann gerne die Gesichter der Anwälte sehen, die im Moment wohl noch die Millionen in den Augen haben, und dann plötzlich nur noch Nieten sehen

Teufelsgrinsen

Bei XMLMania.com - Google News Search: SCO fand ich den den Originalartikel.