Archiv 23. Februar 2005

A Call to Action in OASIS

A Call to Action in OASIS ist ein offener Brief einer ganzen Reihe von Open Source Grössen gegen die neuesten Standardrahmenbedingungen von OASIS. OASIS beschäftigt sich mit der Standardisierung von Datenformaten und Webservices und in den neuesten Rahmenbedingungen sollen auch Standards erlauben die auf patentierten Techniken aufbauen - und damit im Endeffekt den Firmen Mittel an die Hand gäben mit diesen Standards Open Source Programme auszuschliessen. Im Prinzip der Neu-Aufguss der gleichen blöden Idee vom W3C - das auf die Proteste dann diese Idee wieder von Deck gezogen hat.

Abmahnungen für Gmail-Einladungen

Abmahnungen für Gmail-Einladungen - na toll. Der Wahnsinn kreist weiter. Jetzt werden Leute abgemahnt, die Gmail Einladungen auf eBay verkaufen oder in Blogs verschenken wollen. Und natürlich geht der Markeninhaber nicht an Google - die ja den Gmail-Dienst betreiben - sondern an die Endbenutzer, die nur einen im Netz etablierten Namen benutzen um das zu beschreiben was sie verschenken.

Besonders albern an der Sache: der Markeninhaber sitzt in der gleichen Stadt wie Google Deutschland - wenn die Marke (die ganz professionell natürlich bei Schlund + Partner betrieben wird, wie jedes grosse und wichtige Portal) wirklich so bedroht ist, wieso hat er dann nicht mal ein Ortsgespräch mit Google dafür übrig? Und das die Domain einen Created-Eintrag von August 2004 hat, ist sicherlich auch rein zufällig - natürlich ist ein Schelm wer dabei an Trittbrettfahren denkt ...

Für nich ganz klar das es hier garnicht um die Marke geht. Da wittert jemand Morgenluft und will ans schnelle Geld. Weil Gier ist ja Geil.

Die Google-Justitiarin Lena Tangermann empfiehlt sich im Falle einer Abmahnung zu dem Thema telefonisch an Google Deutschland (040/808179-0) zu wenden.

BA will Betreuung älterer ostdeutscher Arbeitsloser abgeben - wie man neue Leibeigene schafft und nebenbei noch die Arbeitslosenstatistik verschönert ...

Bush in Mainz berichtet über die Auflagen die Anwohner in Mainz erhalten haben wärend des Bush-Besuches. Willkommen im Polizeistaat Deutschland - wo nicht mal Friedenssymbole im Fenster erlaubt sind aus fadenscheinigen Sicherheitsgründen ...

Dialerwahn - die nächste Phase

In Dialerwahn - die nächste Phase berichtet Isotopp über ein IP-Payment-System das nur aufgrund geloggter IPs und Zugehörigkeit dieser IP zu einem Benutzer entsprechend kostenpflichtige Seitenabrufe produziert. Bisher nur in Österreich im Einsatz - aber hochgradig dämlich. Von IP-Spoofing haben die wohl noch nie was gehört, aber wohl auch nicht von anonymen Proxies und tor ...

IP-basierte kostenpflichtige Dienste müssen auf einer Form von Authorisierung aufbauen. Entweder die klassische Passwort-Technik oder besser auf Client-Zertifikaten. Alles andere ist hochgradiger Schwachsinn und dazu verdammt ein Rohrkrepierer zu werden. Wer Abrechnung gegenüber Endkunden auf der Basis der geloggten IP-Adresse aufbaut hat schlichtweg TCP/IP und das Internet nicht kapiert.

EU-Parlament beschließt Aus für Papierführerscheine - Saubande!

Freier multidimensionaler OLAP-Server für Linux angekündigt - könnte interessant sein, wenn er aus dem Status angekündigt in den Status implementiert wechselt.

Neue iPod-Modelle zu günstigeren Preisen - na dann sollte ich mir eigentlich mal für März eine Neuanschaffung einplanen. So ein kleiner iPod Photo mit Kamera-Adapter könnte ziemlich nett sein für Unterwegs ...

Ole von Beust für einen Nordstaat

Ole von Beust will scheinbar einen Nordstaat aus S.-H., HH und McPomm - ob das eine gute Idee ist? Bezweifle ich mal.

Allerdings hätten alle drei Bundesländer zusammen ein noch grösseres Übergewicht der ländlichen Regionen gegenüber den städtischen Regionen - was die Bewohneranzahlen angeht. Und damit wäre die Aussicht darauf, das dieser Nordstaat fest in Unionshänden liegt - trotz ein paar roter grösserer Städte und trotz Hamburg. Vermutlich ist das die simple Hauptmotivation, das sie sich da was ausrechnen.

Ob allerdings die Hamburger ihre Eigenständigkeit aufgeben und nicht einfach bei der nächsten Wahl diesen Spinner vor die Tür setzen, ist ne andere Sache.

Optic Nerve Cameras for the Blind - hat zwar was von CyberPunk, aber für Blinde ist es natürlich ein echter Hoffnungsschimmer. Auch wenn sicherlich nicht jeder von der Vorstellung einer Plugin-Schnittstelle zu seinem Sehnerv begeistert sein wird, oder davon das in seinem Kopf und Gehirn rumgeschraubt wird.

Plugin API for WordPress listet Actions und Filter auf, die WordPress definiert. Wird gerade mit Inhalt gefüllt.

Spruchband zum 23.2.2005

Da ich ja bekanntermaßen unter Verdacht des Salon-Antiamerikanismus stehe, mach ich dabei natürlich mit und schmettere dem Präsidenten ein herzliches: You're Not Welcome, Mr. Bush!

entgegen. Und ja, das bezieht sich auf Bush und seine Administration - nicht auf Amerikaner generell. Von daher stopft mich doch bitte in die Schublade der Anti-Religionsfanatiker und Anti-Kriegshetzer und Anti-Weltpolizeiler, wenn ihr mich das nächste mal Zitiert (und dann dürft ihr auch den Salon davor weglassen) ...

Woraus T-Online die angebliche Marktführerschaft von Musicload ableitet habe ich auch noch nie begriffen. Warscheinlich einfach bloss eine stumpfe Marketinglüge mit absurd schöngerechnetem Zahlenwerk ala "alle T-Online-User sind per Definition Musicload-Kunden, auch wenn sie nie was gekauft haben oder kaufen werden" ...