Archiv 24. Februar 2005

BA soll Accenture bei Online-Jobbörse begünstigt haben

BA soll Accenture bei Online-Jobbörse begünstigt haben - wundert das noch jemanden? Der Pfusch an dem Teil kennt keine Grenzen. Und jetzt ist es halt Pfusch und Kungelei - war bei dem miesen Ergebnis zu erwarten.

Was mich daran immer wieder wütend macht: wenn man selber in der Branche tätig ist, wundert man sich nur darüber was für horrende Preise bei solchen Geschäften gemacht werden - und wie mies die Leistung dann ist, die geliefert wird. Man selber muss aber bei jeder Stunde die geleistet wird am besten drei Stunden Nachweistätigkeit investieren um sein Geld zu bekommen, weil bei kleineren Geschäften ist Geiz ja Geil.

Der Elefant der Maus wird 30

Der kleine blaue Elefant aus der Sendung mit der Maus wird 30. Da gratulieren wir doch mal alle ganz herzlich: Trööööööööt

Komisch. Ich kann älter werden wie ich will, aber die Maus und den Elefanten liebe ich noch immer. Hab sogar ein Bild von den Zweien an der Wand hängen. Nur noch keinen Plüschelefant. Und keine Plüschmaus.

Energiedrink für RWE - auf unsere Kosten

Energiedrink für RWE. Klasse, RWE macht trotz Pfuschmanagement Gewinne und wir finanzieren deren Eskapaden mit höheren Energiepreisen. Ganz toll. Da jubeln wir doch alle der RWE zu.

Börsennachrichten sind manchmal an Blödheit kaum zu überbieten - das RWE einfach nur ein Monopol ausnutzt und den Markt auspresst ohne echte Mehrwerte zu schaffen ist denen wurscht. Hauptsache der Börsenkurs stimmt.

Und die Verbrauche? Ihre Stromrechnung ist zwar um einiges mehr gestiegen als die Dividende die sie für ihre drei Aktien bekommen, aber wir alle träumen ja davon die tollen Börsenabzocker zu sein ...

Künstler der Brücke in Essen und Münster. In Münster geh ich natürlich auf jeden Fall hin, aber Essen liegt nur einen Regionalzug entfernt und das werde ich mir wohl auch nicht entgehen lassen.

US-Ministerium beruft Adware-Hersteller als Datenschutz-Berater - gibt dem Spruch vom Bock der zum Gärtner gemacht wird ganz neue Dimensionen. Vielleicht sollten sie auch den KuKluxKlan-Chef zum Berater für Multikulturelle Angelegenheiten machen? Den Unabomber zum Sicherheitsberater? Bush zum Präsidenten? Achne, das haben die ja schon ...

Virtualisierte Server unter Linux

rHype ist ein IBM Projekt das ganz frisch unter Open Source Lizenz (GPL) gestellt veröffentlicht wurde. Dieses Projekt ist im Prinzip eine Virtualisierungsmaschine für Linux. Vergleichbar mit den LPARs von IBM-Grossrechnern, nur natürlich für deutlich kleinere Maschinen ausgelegt.

Es könnte die ideale Ergänzung zu Xen sein - einem anderen GPL Projekt zur Virtualisierung auf Linux-Basis. Beides zusammen genommen könnte dann eine interessante Open Source Alternative zu VMWare werden.

Virtualisierte Server sind für viele Zwecke sehr interessant, da man in der Regel bei Problemen nur eine virtuelle Maschine verliert und die Migration von Diensten auf virtuellen Maschinen einfacher ist als mit realer Hardware rumzuschieben. Lieber einige dicke Kisten mit virtualisierten Servern drauf als viele kleinere Kisten mit dediziertem System.

Virtualisierte Server im realen Einsatz kann man mit User Mode Linux übrigens schon heute machen. Dabei wird ein Linux Kernel statt direkt auf der Hardware über spezielle APIs im User Modus als eigener Prozess unter dem eigentlichen Hardware-Kernel betrieben. Jede virtualisierte Maschine hat ihren eigenen User Mode Kernel, ihren eigenen Speicher, ihre eigenen virtuellen Plattenbereiche.

Vorsicht bei kostenlosen SSL-Zertifikaten

Vorsicht bei kostenlosen SSL-Zertifikaten - die Kritik an den ungeprüften Zertifikaten ist ja durchaus korrekt. Aber einem Irrtum sitzen da die Experten auf: warum soll ich den zufällig mit meinem Browser ausgelieferten CAs mehr vertrauen als irgendeiner anderen CA?

Klar, wenn ich bei denen versuche ein Zertifikat zu bekommen (z.B. beim Trustcenter), muss ich durch allerlei Reifen springen um das Zertifikat zu bekommen. Das wirkt dann schön sicher. Nur wer garantiert mir, das alle Zertifikate dieser CA nach dem gleichen Muster vergeben wurden? Das nicht irgendjemand keinen Bock hatte und ein Zertifikat einfach so bestätigt hat, ohne zu prüfen? Oder das irgendwas gemauschelt wurde?

Eben. Es gibt dort nur die Garantie des Ausstellers. Die Firma, die mir das Zertifikat ausstellt, überprüft sich sozusagen selber. Klar, in Deutschland gibt es Vorschriften für Zertifikatsstellen und dazu gehören meines Wissens auch Prüfungen - aber wer garantiert mir das dort alles sauber abläuft? Bei dem was an Korruption im Gange ist ...

Ich will damit jetzt nicht dem Trustcenter irgendwas unterstellen - im Gegenteil, in der Firma benutzen wir auch deren Dienstleistungen. Aber zentrale Zertifizierungsstellen haben ein gravierendes Problem: die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit hängt einzig an der Vertrauenswürdigkeit der zentralen Stelle. Und bei Browsern werden diverse vom Browserhersteller als Vertrauenswürdig eingestufte Zertifizierungsstellen mitgeliefert - ich entscheide da nicht drüber, jemand anders entscheidet.

Das ist der klassische Konflikt zwischen zentraler Zertifizierung und dezentraler Zertifizierung über ein Web of Trust wie es bei OpenPGP oder GPG existiert. Natürlich kann ich dort auch nicht jedem trauen - aber wenn ich einem traue, lege ich selber das bei mir lokal fest. Und dieses Vertrauen ist nicht abhängig davon ob das eine grosse Firma mit tollen Boilerplate-Dokumenten ist.

Ohne Web of Trust Struktur ist Zertifzierung immer noch mehr Schein als Sein. Neben den Perlen gibts halt auch Säue - und genau das hat die ct festgestellt. Toller Erkenntnis - haben wir aus dem PGP-Lager schon vor Jahren gesagt.