Archiv 16. März 2005

Aktionsbündnis gegen Spam

Aktionsbündnis gegen Spam. Und dabei sind der eco Verband (ja, genau, die mit dem tollen Whitelist-Projekt das sicherstellen soll das die Werbung ihrer Mitglieder auch ja in deinen Postkorb ungestört von Providerfiltern landet) und die WBZ (ja, genau diejenige welche eleg.antville.org damals in 2003 abgemahnt hat wegen fehlendem Impressum). Äh - hey Bock, wie wärs mit dem Job als Gärtner?

Ok, vielleicht hat der Verbraucherzentrale Bundesverband da einen positiven Einfluss in der Geschichte, aber ich kann mir nicht vorstellen das dort so richtig was sinnvolles bei rauskommt ...

In der jungen Welt gefunden: Bayerns Blinde sollen gefälligst zu Hause bleiben. Da fühlt man sich als Blinder warscheinlich ganz doll gut versorgt, bei so einer Krankenkasse ...

Clement kapiert Demokratie nicht

Anders kann man die Lügen um die Position des Wirtschaftsministerium zur Patentrichtlinie nicht interpretieren. Es gibt einen eindeutigen und von allen Fraktionen getragenen Beschluss des Bundestages. Aber das Wirtschaftsministerium scheisst auf die Meinung des Parlamentes wie auch der Experten.

Übrigens ist das angebrachte Beispiel von der "zeit und platzsparenden Speicherung von Daten" eines das genau die Probleme anzeigt: es gab immer wieder Probleme mit Patenten auf Kompressionsalgorithmen die Formate defakto versiegelten für die Nutzung in Open Source Programmen - was gerade der in aller Munde geführten Interoperabilität ein ziemliches Bein stellt. Microsoft bräuchte nur die XML-Formate einfach in einem eigenen binären XML-Format speichern und könnte so per Patent in Europa verhindern das Open Source Software die Dokumente liest.

Andere - ältere - Beispiele für genau dieses Problem sind die GIF-Speicherung und der LZW-Algorithmus. Beides hat massive Probleme bereitet bei der Interoperabilität und genau das steht uns mit der vorliegenden Richtlinie auch in Europa bevor.

Die Behauptung des Wirtschaftsministerium das da nichts zu befürchten wäre ist also nichts weiter als eine dumme und durchschaubare Lüge. Letzten Endes wird hier von der Bundesregierung den Branchenriesen in die Hände gespielt und das auf Kosten des Mittelstandes und auf Kosten der Open Source Software.

Mehr dazu wie üblich beim FFII.

Wer mit XMLHTTPRequest und Common Lisp spielen will, CLiki : cl-ajax liefert das dafür nötige Framework zur einfachen Integration von Common Lisp Funktionen in Webanwendungen auf Araneida-Basis.

Ich hab noch nie verstanden was die Tatsache das ein Java Applet eine Signatur hat mit Vertrauenswürdigkeit zu tun haben soll und warum es dann erweiterte Rechte haben soll. Das ganze Konzept der signierten Applets mit erweiterten Rechten ist meiner Meinung nach eine dumme Idee - auch wenn der Anwender gezielt darauf hingewiesen würde, was das bedeutet (eben die erweiterten Rechte) - auf Grund welcher Fakten soll er entscheiden ob er dem Applet traut?

Google mit eigenen Waffen schlagen

Mark Pilgrim hat mit Butler ein User-Script für Greasemonkey entwickelt das sich an die Google-Seiten (leider nur die google.com - mit den google.de tuts nicht) hängt und dort zum Beispiel Links einbaut, die auf andere Suchmaschinen verweisen, Google-Ads entfernt und ein bischen an der Typographie arbeitet.

Im Prinzip also sowas wie Autolinking, geht funktional aber weit darüber hinaus - man kann mit Greasemonkey mit kleinen Userscripten (in JavaScript, das muss dafür also aktiviert sein) die Unzulänglichkeiten reparieren. Und das macht Mark eben mit den Google Suchergebnisseiten

Es gibt ein ganzes Repository mit weiteren UserScripts für Greasemonkey. Besonders klasse finde ich das Script zur Erstellung von "persistent searches" in Google-Mail. Das integriert sich so gut in Google-Mail das man kaum merkt das es garnicht von Google stammt.

Naked Objects sind keine Schweinerei und Unanständigkeit, sondern einfach die Idee seine Objekte in Smalltalk direkt der Welt auszusetzen - jedes Objekt hat also sozusagen sein eigenes Mini-GUI mit dabei. Dadurch arbeiten Benutzer direkt mit den eigentlichen Objekten und viele Probleme von GUI-Frameworks fallen weg - es muss nicht mehr explizit zwischen GUI und Objekt vermittelt werden, das machen die Objekte selber.

O2 mahnt Sauerstoff-Abfüller ab - jau, ist klar. Was für ein grober Unfug ...

Und wer kein Lisp mag oder kann, vielleicht hilft ja SAJAX - Simple Ajax Toolkit by ModernMethod - XMLHTTPRequest Toolkit for PHP das nicht nur PHP sondern auch noch Io, Lua, Perl, Python und Ruby unterstützt.

SCO OpenServer 6 mit viel Open Source - ja, auch das bedeutet Open Source: das Firmen wie SCO sie benutzen dürfen. Ist auch in Ordnung: wenn die SCO-Kunden erst auf die ganzen Open Source Anwendungen und Plattformen umgestellt sind, wird der Umstieg auf Linux für diese wesentlich einfacher

Usable XMLHttpRequest in Practice ist ein interessanter kleiner Artikel der anhand eines Beispiels die Nutzung von XMLHttpRequest erläutert und auf Useability-Aspekte eingeht.