Wenn man einen Schauspieler findet der den gleichen Namen wie man selber hat, wünscht man sich natürlich das wäre einer der in Actionfilmen mitmacht, coole Rollen spielt, vielleicht auch irgendwas ernstes, wichtiges macht - halt jemanden, den zu erwähnen nicht peinlich wäre. Tja, shit happens.
ist für mich die Tatsache, das der WDR sein Radioprogramm als Streams nur als RealAudio oder Windows Media Format anbietet - nichts mit halbwegs offenen Formaten wie MP3. Schwach. Sehr schwach. Ich halte nix davon wenn meine GEZ-Gebühren dafür benutzt werden um noch mehr Leuten Spyware auf den Rechner zu kippen und per ÖR die Benutzung dieser Formate auch noch zu fördern ...
News - Bombenstimmung im WWW - da regt sich jemand drüber auf, das Otto Orwell nicht schon gleich das ganze Internet zensiert, weil ja so viele Bombenbauanleitungen im Netz stünden. Wenn man dann den Artikel genauer liest, findet man so eine Perle:
Sein Unternehmen, ein Hamburger Internet-Filter-Anbieter, hat bei der regelmäßigen Aktualisierung ihrer Sperrsysteme einen erschreckenden Rekord festgestellt.
Ok, also hat hier ein Online-Magazin nichts weiter gemacht als einem Filterunternehmen kostenlose Werbung zu schalten und das als journalistischen Beitrag zu verkleiden. Und dann als Quelle einfach nur den Link auf den Filterhersteller - klar, Filterhersteller sind ja immer sowas von neutral in der Beurteilung des Netzes ...
Da laut Impressum das Onlinemagazin eine Chefredaktion hat, meinen die wohl das sie unter die Schublade "professionelle Journalisten" fallen. Nunja, da nehme ich mir doch zehnmal lieber einen Stapel schlechter Blogs als Lektüre als so einen Schleichwerberhaufen ...
Pugs - pugscode ist eine Perl6 Implementierung in Haskell. Noch verrückter: das ganze Projekt wird primär in einem IRC-Chat koordiniert und die gemeinsame Arbeit wird mit SubEthaEdit gemacht. Ist das schon Nirvana?
Das Urteil in Sachen Musikindustrie gegen heise online liegt schriftlich vor - und die Richter beweisen mal wieder ihre Internetinkompetenz:
Nach Ansicht der Münchener Richter hat heise online durch das Setzen des Links auf die Eingangsseite der Unternehmenspräsenz vorsätzlich Beihilfe zu einer unerlaubten Handlung geleistet und hafte daher als Gehilfe gemäß § 830 BGB wie der Hersteller selbst. Dem stehe nicht entgegen, dass ein Download der Software erst mit zwei weiteren Klicks möglich sei. Maßgeblich sei allein, dass die Leser der Meldung über den gesetzten Link direkt auf den Internetauftritt geführt werde. Auch sei es nicht relevant, dass die Leser das Produkt auch über eine Suchmaschine finden könnten. Durch das Setzen des Links werde das Auffinden "um ein Vielfaches bequemer gemacht" und damit die Gefahr von Rechtsgutverletzungen erheblich erhöht.
Ich halte mich - und einen Grossteil der deutschen Internetuserschaft - durchaus für fähig mit einer Suchmaschine und einem Herstellernamen sowie Produktnamen das Produkt mindestens genauso schnell zu finden wie mit einem Herstellerlink (je nach Herstellerpräsenz kann der Weg über Suchmaschine sogar effizienter sein).
Ok, wenn sich die Richter explizit aus diesem Kreis von minimalkompetenten Usern ausgrenzen wollen, nur zu. Aber ich betrachte ein Urteil das solche Unfähigkeit bei Usern voraussetzt als persönliche Beleidigung.
Das sie nicht gleich noch die Pressefreiheit mit über Bord geworfen haben kann man da ja schon fast als Glücksfall sehen ...
Zeugen Jehovas: Bald Kirche in NRW? - was für ein Schwachsinn. Mich nervt schon das diese andere Sekte da - die katholische Kirche - als Kirche anerkannt ist und damit staatlich subventioniert wird, aber bei den Zeugen Jehovas hörts doch nun wirklich auf. Die sind nicht einfach nur frauenfeindlich und stur hierarchisch aufgebaut wie die katholische Kirche, deren Struktur baut noch mehr auf der Unterdrückung der Einzelnen auf. Aber irrationaler Unfug hat ja Hochkonjunktur