Jetzt ist es offiziell: Contax brand comes to an end. Kein Verkauf an einen anderen, keine Weiterführung - der Name Contax als Kameramarke ist erstmal wieder vom Markt fort. Vielleicht wird Zeiss (die ja wohl den Namen Contax selber besitzen und nur lizensiert haben) ja jemand anderen dafür holen - die Contax Sucherkamera (nicht die G-Serie, sondern die neue auf dem Voigtländer-Gerät aufbauende) hat ja auch schon einen anderen Partner. Aber das Contax das wir seit den späteren 70ern kennen ist damit Geschichte.
Archiv 12. Apr. 2005
dvddisaster ist ein kleines Programm das für DVDs und CDs auf einem externen Medium Fehlerkorrekturdaten speichert so das eine CD oder DVD die durch Alterung Probleme bekommt unter Umständen trotzdem gelesen werden kann. Dazu werden Kontrolldaten im Volumen von ca. 15% des Originaldatenträgers woanders gespeichert.
Geeignet ab 6 Jahre
Beim Spreeblick drüber gestolpert: was eine Spielefirma unter ab 6 Jahren geeignet versteht:
Ihre Aufgabe: herrschen Sie über Ihre Insel, auf der Piraten und Gefangene hausen. Diese zwei Bevölkerungsgruppen müssen völlig unterschiedlich behandelt werden. Die Piraten möchten ein möglichst ungestörtes Luxusleben genießen, um sich von ihren anstrengenden Raubzügen zu erholen. Die Produktivität der Gefangenen steigern Sie am besten durch die Verbreitung von Angst und Schrecken.
Bordelle bauen (und mit weiblichen Gefangenen füllen), wahllose Hinrichtungen, Kielholen - halt alles um die Piraten zu vergnügen und die Gefangenen zu ängstigen. Schönes Trainig für die Kleinen für unsere herrliche Welt.
Hey, mit Politikern, Bänkern und Wirtschaftsbossen statt Piraten und Arbeitslosen und Ausländern statt der Gefangenen könnte es fast realistisch sein ...
PostgreSQL 8.0.2 released with patent fix
Gerade gefunden: PostgreSQL 8.0.2 released with patent fix. PostgreSQL hat also eine neue Minor-Version bekommen in der ein patentierter Caching-Algorithmus (arc) gegen einen nicht patentierten (2Q) ausgetauscht wurde. Das interessante: das ist eines der Patente die IBM für Open Source freigegeben hat. Und warum haben die trotzdem gewechselt? Weil IBM diese Patente für Open Source Nutzung zwar freistellt, aber nicht für kommerzielle Nutzung - PostgreSQL ist aber unter BSD Lizenz, die explizit auch kommerzielle Nutzung völlig frei stellt.
Für PostgreSQL selber hätte das kein Problem bedeutet: solange es BSD bleibt, hätte weiter die Nutzung des IBM-Patents keine Probleme gemacht. Nur ein späterer Lizenzwechsel - wie er z.B. entsteht wenn jemand die BSD-Software für ein kommerzielles Produkt als Basis wählt - wäre ausgeschlossen.
Ein schönes Beispiel wie selbst liberal gehandhabte Softwarepatente Probleme machen. Denn gerade mittelständische Firmen die kommerzielle Produkte auf Open Source aufbauen hätten also eine bisher verfügbare Basis verloren - nur aufgrund des patentierten Cachingalgorithmus (effiziente Speicherung von und effizienter Zugriff auf Daten - also nach Clements' Vorstellung patentierbar).
Im Falle von PostgreSQL ist es unkritisch abgelaufen: der patentierte Algorithmus ist nicht schneller oder besser als sein nicht patentierter. Und für die Software selber ist nichts wirklich weltbewegendes verändert worden. Aber das muss (und wird) nicht immer so glimpflich ablaufen. Im Bereich Audioprocessing und Videoprocessing sind die patentierten Minenfelder viel weiter ausgebaut und damit viel kritischer für freie Projekte.
Ok, man mag jetzt noch argumentieren das mit GPL Lizenz dem PostgreSQL das nicht passiert wäre. Aber mit GPL Lizenz sind eben manche Formen der Verwendung wie sie bei PostgreSQL heute schon existieren (z.B. das Firmen Spezialdatenbanken auf PostgreSQL aufbauen ohne diese Spezialdatenbanken zu Open Source zu machen) nicht möglich. Man mag dazu stehen wie man will - Ideologie hin oder her - das PostgreSQL Projekt hat nunmal die BSD Lizenz als Basis gewählt.
Selbst wohlwollende Patenthandhabung im Kontext von Open Source Software wäre also problematisch. Genau sowas ist der Grund warum ich generell gegen Softwarepatente bin.