Archiv 20. Mai 2005

Blogbücher schreiben, aber RSS nicht kapieren

Das jedenfalls ist die Zusammenfassung von Dons Beschwerde über RSS-Leser. Sorry, aber irgendwie geht mir das mitlerweile auf den Keks (Don ist nicht der erste, nur der lauteste zu dem Thema): wenn man einen RSS-Feed zur Verfügung stellt, muss man mindestens eines akzeptieren: das die Leute diesen benutzen. Wenn mann dann so arm ist und keinen Volltext-Feed anbietet, aber gleichzeitig zu faul zu einem Artikel einen Excerpt zu schreiben, dann darf man sich nicht darüber auskotzen das die Leute einen nach den ersten paar Sätzen beurteilen - man gibt denen ja nur die ersten paar Sätze zu sehen.

Nein, es ist albern zu erwarten das jeder Blogs nur im Original auf der Webseite liest. Ja, damit geht zum Beispiel das Layout der Blogs flöten, weil man es im RSS-Reader nicht sieht. Ja, das ist durchaus positiv zu sehen - ganz besonders bei diversen Kackbraunen oder bei Blogs mit bescheuerter Farbwahl mit unzureichendem Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund.

Wers nicht schafft mich mit seinen Einträgen im RSS-Feed dazu zu reizen einen Artikel (sofern er nicht im Feed vollständig ist dann auch auf der Website) zu lesen, der hat was mit seinem RSS-Feed falsch gemacht. Punkt.

User mit RSS-Readern jedenfalls zu beschimpfen ist eine seltem dämliche Aktion für jemanden der für sich in Diskussionen immer wieder in Anspruch nimmt Blogs kapiert zu haben und sich immer wieder dick über andere Blogger lustig macht - sei es wegen derer Technikverliebtheit, wegen derer Arroganz oder was auch immer sonst dem Herrn missfällt ...

Dive Into Greasemonkey ist ein freies Online-Buch von Mark Pilgrim über die Programmierung von Userscripts für Greasemonkey. Mit diesen Userscripts kann man Webseiten bei Anzeige per JavaScript verändern - z.B. fest integrierte Werbeblöcke ausschneiden, Links mit Afiliate-IDs umschreiben so das die eigene benutzt wird, einfach nur seltsames HTML reparieren so das man mit der Webseite überhaupt was anfangen kann oder alle möglichen anderen spassigen Sachen.

FramerD ist eine Objektdatenbank (ok, ein Framestore - ist aber was ähnliches) mit integriertem DB-Server, CGI-Interface und Scheme-Scriptsprache. Ideal um Wissensdatenbanken aufzubauen, da FramerD auf die dabei anfallenden pointerlastigen Strukturen optimiert ist. Aber auch so sehr spannend, da man ein Scheme mit Server und ODB bekommt. Muss ich unbedingt mal mit spielen, zumal es auch auf OS X kompilieren soll (was es bei mir aber derzeit nicht tut). Und es ist unter GPL lizensiert. Und für die Schlangenbeschwörer unter den Klammeraffen gibts auch eine experimentelle Pythonlibrary zum Zugriff auf FramerD...

Bei Tim Pritlove gefunden: Lehmanns hat ein Neuerscheinungsblog mit Beschreibungen: Neues bei Lehmanns. Nett. Ist sowieso meine Lieblingsbuchhandlung (auch wenn ich ja hauptsächlich mit deren Versandabteilung zu tun habe und gelegentlich mit Ständen auf Messen).