Archiv 21. Juni 2005

Altfühl-Surfing

Softlanding Linux System war die erste Linux-Distribution die ich benutzt habe. Hatte sie mir auf 5 1/4" Floppies von einem Bekannten um drei Ecken über die Uni kopieren lassen. Slackware - die daraus entstanden ist - habe ich natürlich als High-Tech-User nur belächelt und ignoriert, benutzte sie doch weiter das veraltete a.out-Executable-Format. Gewechselt bin ich dann ziemlich früh auf Debian(noch eine 0.9er Version) - der ich allerdings erst seit der Version 1.2 durchgängig treu bin.

Auf meinen Desktoprechnern alle möglichen Systeme - und leider viel zu viele PC-Systeme davon, denn meinen Mac hatte ich ja noch nicht von Anfang an. Also schlug ich mich mit OS/2, diversen Windows-Versionen und immer wieder DOS mit irgendwelchen Multitasker-Aufsätzen ( Desqview war cool) rum.

Auch Exoten bekamen eine Chance: mit dem Mac auch mal BeOS für eine ganze Weile - aber das Angebot an Software war mir zu öde. Und auf dem PC war die schrägste Nummer ein von mir abgespecktes Windows 3.1 das als Bootloader für ObjectWorks (in Visual Works aufgegangen) diente und dann in Smalltalk mein System verwaltet - war aber wegen des Systembruchs auch keine Lösung.

Linux auf dem Desktop? Ich eigentlich nur ungern. In der Firma eine Zeit lang, zu Hause auch immer mal wieder (gerne auch auf einem Mac), aber irgendwie hats nie richtig klick gemacht. Zu sehr vom Mac verwöhnt, denke ich mal. Obwohl es seltsam ist - denn gerade für Linux gibts die meisten Programmiersprachen-Implementationen, und Programmieren in exotischen Sprachen ist bis heute mein liebstes Spiele-Genre geblieben ...

Server? Seit Debian nur noch Linux. 9 Jahre jetzt. Wobei das in Zeiten von Apache+Gedöns eigentlich schon fast wurscht geworden ist, was drunter läuft. Auch seltsam wie wir den heiligen Gral der Programmierung - voll portable Software, die sich nicht um Betriebssysteme schert - erreicht haben. Ganz ohne Java übrigens. Der neue Desktop ist eh der Webbrowser.

In meiner beruflichen Laufbahn kommen übrigens noch so Sachen wie MVS Systemprogrammierung in Assembler und längere Jahre Cobol-Knechten hinzu. Aber ich erspar uns mal die Links ...

Apple sued over iTunes interface

Patentwahnsinn diesmal gegen Apple:

These areas include iTunes' menu selection process, the ability of the software to transfer music tracks to a portable music player, and search capabilities such as sorting music tracks by genre, artist and album.

Übersetzt: der Typ behauptet Patente darauf zu haben wie man Menüs in iTunes selektiert, auf das Kopieren von Musikdateien auf einen portablen Player und auf die Sortierung von Musikstücken nach Genre, Interpret und Album. Toll. Ganz grossartige Schöpfungshöhe.

Natürlich werden jetzt wieder die Patentbeführworter haufenweise Gründe haben warum das angeblich in Europa nicht möglich wäre. Und werden solchen Humbug wie den da oben so lange ins Reich der Phantasie verweisen, bis die Fälle real in Europa vor Gerichten verhandelt werden.

Klar, es lässt einen grinsen wenn ein Laden der selber gerne mit der Prozesskeule gegen nachgeäffte Oberflächen vorgeht mal selber am empfangenden Ende einer solchen Prozesskeule steht. Aber die Sache an sich ist sehr bedenklich - was mit Patenten heutzutage getrieben wird, hat nichts mehr mit der ursprünglichen Intention - dem Schutz des Erfinders vor Ausbeutung durch die mächtigen Firmen - zu tun.

Der Horror von Sony DRM

Wer wissen will was das digital Rights Management von Sony wirklich für einen Windows-User bedeutet: Michael Amor Righi beschreibt die Freuden die er mit einer CD und der DRM-Software, speziell der Entfernung derselben hatte ...

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Der Staat sieht alles

Owl Content

Beim Kulturblog ein Hinweis auf einen FAZ-Artikel über die steuerliche Identifikationsnummer und das darauf aufbauende Zentralregister der gesamten Bundesbevölkerung. Ja, die steuerliche Identifikationsnummer kriegt jeder - auch Neugeborene. Kommentar vom Kulturblog:

Die BRD als Staat ist auf dem besten Wege jeden Bürger generell zu verdächtigen und zu kriminialisieren und die Ausführenden machen sich mitschuldig an dieser Entwicklung. 1984, Brave New World und Globalia lassen grüßen.

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Google Sitemap Generator for WordPress

Wer an Googles neueste Spielerei teilhaben will, es gibt ein WordPress Plugin dafür. Ich selber habe mich noch nicht so ganz entschieden wer eigentlich von den Sitemaps mehr hat - die Site-Admins oder Google. Ich tippe mal das es - ähnlich wie bei rel="nofollow" - wohl eher zu Googles Gunsten ist.