
Denn die Innenminister wollen einjährige Speicherung von Verbindungsdaten. Und die Forderungen sind sehr weitreichend:
Die Innenministerkonferenz hat sich auf ihrer unter dem Motto "Mit Sicherheit was los" stehenden Tagung am gestrigen Freitag in Stuttgart für eine mindestens zwölfmonatige Aufbewahrung von Telefon- und Internetdaten durch die Telekommunikationsanbieter ausgesprochen. Die tief in die Grundrechte einschneidende Maßnahme halten die Sicherheitsexperten insbesondere im Cyberspace für nötig.
Das diese Datenwüste gegen Datenschutzbestimmungen verstossen und vom Bundestag bisher immer abgelehnt wurden, ist den Innenministern völlig egal. Und Schily hat auch schon konkrete Pläne, wie er diese Hürde umgehen kann:
Der SPD-Politiker verwies in Stuttgart aber auf die Pläne zur pauschalen Überwachung der Nutzer, welche die nationalen Regierungsvertreter in Brüssel über den EU-Rat unter Missachtung des EU-Parlamentes gerade vorantreiben. Dabei geht es um die Verpflichtung der Anbieter zur Aufbewahrung sämtlicher Verbindungs- und Standortdaten über Monate und Jahre hinweg, die bei der Abwicklung von Diensten wie Telefonieren, E-Mailen, SMS-Versand, Surfen, Chatten oder Filesharing anfallen.
Ganz einfache Lösung - nutzen wir die undemokratischen EU-Entscheidungen, da kann eine Regierung am Bundestag vorbei entscheiden. Das hat die Bundesregierung bei den Softwarepatenten ja schon vorgemacht. Und dann kann man sich hinterher darauf berufen, das man ja nur EU-Recht umsetzen würde. Hat zwar mit Demokratie nichts mehr zu tun, aber scheiss drauf. Demokratie interessiert Otto Orwell und seine Kollegen sowieso nicht mehr.
Nett auch, wie die Innenminister mit der - berechtigten - Kritik umgehen:
Bedenken von Bürgerrechtlern, dass mit der Vorratsdatenspeicherung die komplette elektronische Kommunikation der Menschen überwacht und die Nutzer unter einen unverhältnismäßigen Generalverdacht gestellt würden, wies Rech zurück. Der Begriff des "gläsernen Bürgers" ist seiner Meinung nach "überstrapaziert".
Notfalls wird dann den Datenschutzbeauftragten einfach mal das Maul verboten, so wie Otto Orwell das ja schon versucht hat. Das auch die Wirtschaft massiv dagegen ist, weil das ganze unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen wird, ist denen auch egal. Schwachsinnige Entscheidungen im Namen der angeblichen Sicherheit und angeblichen Bösartigkeit des Internet haben ja sogar vor Gericht bestand - wie man an den absurden Sperrverfügungen des Düsseldorfer Regierungspräsidiums sehen kann. Zum Glück darf man noch darüber berichten, wie ein Gericht erst kürzlich festgestellt hat. Noch. Da wird Otto sicher auch was einfallen ...
Das Netz dürfe "nicht zu einem rechtsfreien Raum verkommen", erklärte Rech unter Bezugnahme auf die oft geäußerte Angst der Sicherheitspolitiker vor angeblich unregulierten Online-Gefilden.
Sorry, aber wenn die Bestrebungen der Innenminister durchkommen, ist das Internet ein rechtsfreier Raum. Frei vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Frei von Datenschutz. Frei von Verhältnismäßigkeit der Mittel.
Für mich folgt daraus eines ganz klar: der Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit von Projekten wie gnupg, tor und mixmaster muss auf der Client-Seite deutlich steigen, damit wir überhaupt eine Chance haben um uns vor dieser Sammelwut der Innenminister zu schützen. Ausser man will irgendwann sein Bewegungsprofil im Internet öffentlich zum Download finden oder dem netten Herrn vom Verfassungsschutz erklären, warum man auf der linksradikalen Website war ...
To The Citizens Of The United States Of America:
In the light of your failure to elect a competent President of the USA and thus to govern yourselves, we hereby give notice of the revocation of your independence, effective today. Her Sovereign Majesty Queen Elizabeth II will resume monarchical duties over all states, commonwealths and other territories. Except Utah, which she does not fancy.
Lesen. Wirklich.

Ich hab mir gerade mal LiveSearch angeguckt und ein bischen herumgespielt damit. Liess sich mit etwas Hacken in WordPress integrieren. Wenn ihr jetzt in das Suchformular rechts einen Begriff eingebt, kommt nach einer kurzen Verzögerung eine Liste von Suchergebnissen - und zwar die Titel der Postings. Das ganze benutzt die normale WordPress-Suche, das sind also die gleichen Ergebnisse die ihr auch bekämt wenn ihr einfach Enter drücken würdet - nur dank Ajax einfach fixer und als direkte Inline-Liste. Witzige Sache. Sollte mit aktuellen IEs, mit Mozilla-Abkömmlingen und aktuellen Safaris funktionieren.
Was allerdings seltsamerweise bei mir nicht funktioniert, obwohl meines Erachtens der Code identisch ist zu der BitFlux-Seite, sind die Cursor-Tasten zur Bewegung in den Suchergebnissen. Irgendwie findet der nicht die erste Zeile oder sowas - sehr seltsam. Aber der Teil interessiert mich eigentlich eh nicht so doll, von daher störts mich nicht wenn der nicht funktioniert.
Hmm. Safari funktioniert tadellos, aber mein FireFox unter OS X will irgendwie nicht. Sehr seltsam das ganze. Genauer gesagt tuts das mit dem FireFox erst, wenn ich einmal ein Zeichen mit Backspace gelöscht habe oder einmal Space eingebe. Danach läufts sauber. Kann mir das mal jemand erklären? Witzigerweise funktioniert die Cursortastennavigation in den Suchergebnissen mit dem FireFox - wenn man denn mal eine Liste von Ergebnissen hat ...
Update: seltsamerweise funktioniert jetzt im Safari die Cursor-Tasten-Navigation. Irgendwas ist hier sehr strange ...
Na toll, Microsoft springt auf RSS auf und was machen sie? Klar, eine Erweiterung, die natürlich mit vielen Parsern Probleme machen wird: Simple List Extensions Specification.
Wo die Probleme liegen können? Nunja, Phil Ringnalda hat es ziemlich gut beschrieben. Und wenn ich mir obige Formatbeschreibung von Microsoft angucke ist mir nicht wirklich klar warum sie überhaupt diese Erweiterung brauchen ...
Weiss irgendjemand warum sich der Safari von Tiger auf dem Rabenhorst verabschiedet? Und wenn es jemand weiss, kann er es dem Kai mitteilen, damit der das behebt und ich nicht jedesmal einen Artikel neu schreiben muss, nur weil ich wieder mal was dafür bei ihm nachgucken wollte?
Das seltsame: wenn ich mit PithHelmet bei seiner Site JavaScript abschalte, passiert nix. Nur hat seine Site kein JavaScript - einzig der Jabber-Status (der übrigens ohne JavaScript-Aktivierung extrem gross angezeigt wird) wird über ein OBJECT-Tag statt über ein img-Tag eingebunden. Obs das OBJECT-Tag für PNGs ist, was den Safari in den Orkus schickt?
Ah, ja, nach ein bischen graben, es scheint wirklich so zu sein. Geht zu dieser Seite und ihr werden das gleiche Problem haben - der Safari crashed. Anscheinend wird das OBJECT-Tag benutzt um PNGs auch auf älteren IEs anzuzeigen - dabei wird das gleiche PNG per OBJECT Tag und enthaltenem IMG Tag referenziert. Führt nur leider zu crashes mit Safari 2.0.
Warum jetzt aber das deaktivieren von JavaScript (nicht das deaktivieren von Plugins, was man ja beim OBJECT-Tag eher vermuten würde!) dazu führt das der Safari nicht crashed und das PNG falsch (zu gross) darstellt, das kapier ich ehrlich gesagt nicht so ganz ...
Oh, und der Bug mit object-Tags scheint schon länger zu existieren - älteste Reports aus 2003 die ich in Google gefunden habe. Wäre doch mal nett wenn Apple den Bug auch wirklich fixen würde. Oder irgendjemand anderes, wo doch jetzt der Source frei verfügbar ist.
Bei der Suche nach Debugging-Hilfe bin ich übrigens über diesen Artikel über CrashReporterPrefs gestolpert - in Tiger kann man den Crash-Dialog erweitern und dann auch gleich einen Debugger anhängen wenn ein Crash auftritt. Sehr nett zum Wühlen in CrashDumps
Übrigens hat OmniWeb - obwohl es auch auf dem WebCore-Framework aufsetzt - das Problem nicht. Wär ja auch zu einfach gewesen ...
Update: der Übeltäter ist gefunden. Es waren die WebDevAdditions für Safari - ich habe einfach die aktuelle b11 installiert und schon fluppt alles wieder ganz normal.