Archiv 15. Juli 2005

Django - neues Webframework für Python

Mal wieder ein weiteres Web-Framework für Python, diesmal mit dem markigen Namen Django. Ich bin zwar skeptisch was weitere Webframeworks angeht - gibt schon haufenweise, und ich muss gestehen das ich zu dem einen oder anderen auch was beigetragen habe - aber dieses bietet einige interessante Ansätze.

Zum Einen addressiert es ähnliche Lösungen wie Ruby on Rails - erwähnt Ruby on Rails aber mit keinem Wort. Das ist schon mal positiv, man hat in letzter Zeit fast den Eindruck das die Python-Programmierer wegen ROR in Panik verfallen und meinen alles müsse sich nur noch daran orientieren.

Zum Anderen bietet Django automatisch generierte Backendseiten. Das ist etwas das ich sehr mag und was ich z.B. an Zope so nett finde - man hat gleich einen Weg mit dabei mit dem man mit den eigentlichen Daten rumspielen kann, noch bevor das eigentliche Frontend steht. Sehr praktisch gerade in der ersten Entwicklungsphase.

Auch einige der anderen Ideen sind ganz witzig - zum Beispiel das Mapping von URLs zu Handlern im Python-Code über regular Expressions. Erinnert ein bischen an mod_rewrite im Apache (wobei bei solchen Lösungen immer die Frage der Priorisierung von sich überlappenden regulären Ausdrücken bleibt). Und ein integrierter object-relation-Manager ist auch nicht schlecht, auch wenn man da natürlich auch genausogut auf fertige Lösungen zurückgreifen kann. Und das die Entwickler gleich daran gedacht haben das man effiziente Cache-Systeme braucht und dabei dann auf memcached setzen ist auch nett - viele Projekte sterben irgendwann den Tod der Load, nur weil nicht rechtzeitig an Caching gedacht wurde.

Die Template-Sprache sieht allerdings etwas gewöhnungsbedürftig aus und irgendwie frage ich mich dabei schon warum es davon fast noch mehr geben muss als von Webframeworks

SCO stolpert über die eigenen Füsse

Zumindestens scheint es so wenn es eine eMail über No 'smoking gun' in Linux code gibt.

The e-mail, which was sent to SCO Group CEO Darl McBride by a senior vice president at the company, forwards on an e-mail from a SCO engineer. In the Aug. 13, 2002, e-mail, engineer Michael Davidson said "At the end, we had found absolutely nothing ie (sic) no evidence of any copyright infringement whatsoever."

Die Mail ist schon länger bekannt, aber jetzt erst veröffentlicht worden - vorher war sie als Teil der Gerichtsunterlagen noch unter Verschluss. Schon peinlich für SCO wenn so nach und nach die ganzen traurigen Details zum Vorschein kommen. Vor allem peinlich: SCO argumentiert mit dem gleichen Consultant der wohl hier nix gefunden hat aber vorher mal behauptet hat es gäbe gleichen Code. Irgendwie sollte SCO mal so langsam die Argumentation auf die Reihe bringen, sonst bringts das ganze Gelüge und Erpressen auf Dauer nicht ...