Archiv 17. Aug. 2005

1&1 spinnt

Denn da gibts jetzt eine Zwangsumleitung:

Wenn Karlsruher Kunden des Providers 1&1 eine neue DSL-Verbindung aufbauen und danach den Browser starten, bekommen sie neuerdings stets das 1&1-Portal angezeigt.

Na toll. Und wenn diese ersten Requests von irgendwelchen Scripten eines Servers an dem DSL-Anschluss stammen, fallen Scripte da auf die Nase. Nur weil 1&1 mal wieder eine selten dumme Idee hatte. Und wir dürfen das dann den Kunden wieder erklären, warum da irgendwas obskures nicht funktioniert - und das alles nur für Marketingscheiss.

2029 geht die Welt unter

Weil uns dann der Himmel auf den Kopf fällt. Was auch gut so ist, denn 2037 läuft die Unix Epoch über und alle Computer spielen verrückt. Und so bleibt uns das Chaos erspart.

Achso, und wer mir das alles glaubt, ich hätte da noch eine recht nette Brücke zu verkaufen ...

Django hat einen wichtigen Schritt für den Release 1.0 gemacht: anonyme Sessions. Bisher waren ja Sessions bei Django an eine Benutzeranmeldung gekoppelt, aber jetzt gehts auch ohne Registrierung. Wesentlich netter als tausende Cookies beim Benutzer zu erzeugen.

Cooperative Linux ist ein Port des Linux-Kernel als Windows-Applikation. Dadurch kann man Linux als Windows-Anwendung laufen lassen, ohne einen Virtualisierer wie VMWare bemühen zu müssen.

CRUD mit Django

Create, Read, Update, Delete - die Standardfunktionen klassischer Interfaces - kann man mit Django sehr einfach zusammenbauen. Dazu gibt es die Generic Views. Auf Postneo gibts jetzt ein CRUD Tutorial, welches zeigt wie simpel solche Oberflächen mit Django zusammengestellt werden können.

London: Zweifel an Polizeiversion im Fall Menezes

Es gibt berechtigte Zweifel an Polizeiversion im Fall Menezes in London:

Ein Überwachungsvideo zeige, dass der 27-Jährige eine leichte Jeansjacke getragen und sich in der U-Bahn-Station nicht auffällig verhalten habe, berichtete der Sender. Er habe die Haltestelle ruhig betreten, eine Gratiszeitung entgegengenommen und sei mit dem Aufzug zum Bahnsteig gefahren. Erst dort sei Menezes zu einem Zug gerannt und habe in einem Wagon Platz genommen. Ein Zeuge habe zudem ausgesagt, der gelernte Elektriker sei von einem Beamten überwältigt worden. Wenig später schossen Polizisten Menezes mehrfach gezielt in den Kopf. Eine Obduktion ergab, dass die Leiche sieben Kopfschüsse und einen Einschuss in der Schulter aufwies. Allerdings hätten die Polizisten noch drei weitere Schüsse abgefeuert, deren Projektile noch nicht gefunden worden seien, heißt es bei ITV weiter.

Und wie erklären sich die ganzen Shoot-To-Kill-Verfechter das jetzt beiseite? Damit sie nicht über den Wahnsinn ihrer Haltung nachdenken müssen?

Mal was interessantes in Rails

Endlich mal eine Anwendung in Ruby on Rails die über die üblichen Beispielanwendungen hinaus geht - und nicht einfach ein Weblog oder eine total sinnlose Todo-Listen-Verwaltung oder Artverwandtes ist: VitalSource ist eine iTunes-ähnliche Anwendung für Bücher mit einem entsprechenden Backend und einem ebenfalls auf Rails aufbauenden (aber in der Anwendung integrierten) Frontend:

Apparently their backend applications have been running Rails for a while. But they've recently released their client software, and it runs Rails as well. Except... you won't see it running in a conventional browser. As the picture shows, the Rails app runs embedded within the client executable: in the case of the Mac client it uses WebKit to render the responses from the Rails app.

Mir gingen schon die ganzen Rails-Anwendungen - die irgendwie alle nach Übungsbuchaufgaben klangen - auf den Wecker.