Archiv 16. Sept. 2005

Medienkompetenz ala CSU

Söder: 300.000 Mails sind kein Spam - und mit Kritik weiss man auch umzugehen:

Allerdings ist die CSU offenbar zumindest von der Kritik auf ihrer eigenen Wahlkampfseite verunsichert. Im offiziellen Partei-Blog «blog4berlin.de» waren mehr als 100 zum Teil sehr kritische Kommentare zu der Mail-Aktion gepostet worden. Daraufhin hatte die CSU am Dienstagnachmittag zunächst einige der Kommentare gelöscht. Am Donnerstag schließlich wurde die für Blogs wesentliche Kommentar-Funktion ganz abgeschaltet.

Oh ja. Erst die Leute spammen wollen - und sorry, aber dieses Rausreden das die sich ja eingetragen hätten ist in Anbetracht der weiteren Planung sich von diesen Leuten weitere Nummern geben zu lassen ziemlich absurd - und dann mit der Kritik auf bayrisch umgehen und sie einfach abschalten. Klasse.

verwirrtes Gesicht

Nachschub für Astronomie-Freaks

Diesmal ist es eine Japanische Raumsonde die mit ihrer Landung auf einem Asteroiden für hoffentlich viele interessante Bilder und Daten sorgen wird. Cool. Und weitaus interessanter als alberne Reparatur-Touren der Spaceshuttles ...

Noch mehr Medien-Inkompetenz - diesmal CDU

Denn auch die CDU lässt Spam verschicken:

Etwa 300.000 bis 400.000 Deutsche bekommen in diesen Tagen eine E-Mail von dem Gewinnspiel-Anbieter «Play and Win». Dieser wirbt dafür, bei der Bundestagswahl am Sonntag CDU zu wählen. Doch das stimmt nicht ganz: Bei genauerem Lesen handelt es sich schlicht um Wahlwerbung der Union.

Bei genauerem Lesen des Kommentares des Spammers handelt es sich schlicht um Spam. Dreckspack.

Peter Lustig hört auf?

Peter Lustig geht in den Ruhestand:

Löwenzahn, die Serie, die einem den sonntäglichen Besuch bei Freunden mit Kindern - oder eigene Kinder - versüßt, läuft aus! Peter Lustig zieht sich zur wohlverdienten Ruhe zurück (vermutlich macht er eher eine Erfinderwerkstatt auf).

Echt schade. Irgendwie war dieses Überbleibsel der Hippies und Ökos immer putzig anzuschauen - und so schön gemütlich. Auch wenn es für mich damals natürlich uninteressant war, da ich selbstverständlich eiserner Maus-Fan war. Aber ich hab mit Peter Lustig durch meine Neffen so die eine oder andere Begegnung in Form von Spielen und Büchern gemacht - und hat mir recht gut gefallen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das sowas nochmal neu aufgelegt werden kann - die Fernsehmacher sind viel zu blöd dazu so einer eher seltsamen Konzeption eine Chance einzuräumen. Schade eigentlich - besser als die albernen amerikanischen Konzepte und amerikanisierten Kindersendungen die man heute so beim Zappen im Urlaub sieht war es allemal.

RFID im Reisepass kein Sicherheitsmerkmal

Tobias Straub über RFID in Reisepässen:

Straub, der als Mitarbeiter der Firma FlexSecure damit beschäftigt war, die Signatur-Architektur für den neuen Reisepass zu entwickeln, beurteilte die Sicherheitseigenschaften der Basic Access Control mit 56-Bit-Keys und einer Passlebensdauer von 10 Jahren als unsicher und das Konzept einer nicht abhörsicheren Funkschnittstelle generell als untauglich. Erst die Extended Access Control, die mit der Einführung von Fingerabdrücken spätestens Ende 2007 kommen soll, sei ein kryptografisch sicheres System möglich. Unter Verweis auf BSI-Versuche, bei denen Pässe aus 2 Meter Abstand bitgenau, mit Fehlerkorrektur und Zusatzantennen aus 10 Metern ausgelesen werden können, erklärte Straub: "Wenn ich RFID einsetze, habe ich schon damit eine Bedrohung". Im Vergleich mit einer kontaktbehafteten SmartCard sei RFID kein Sicherheits-, sondern ein Unsicherheitsmerkmal, so Straub, der mittlerweile am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie arbeitet.

Aber uns wird der Mist von Otto Orwell als grosse Sicherheitseinrichtung verkauft.

Sie machen die gleiche Scheisse wie in den USA

Auch hier gibt der Staat einem Wahlmaschinenhersteller Rückendeckung und hält die Prüfberichte wegen angeblichem Know-How-Schutzes unter Verschluss:

Dass das BMI die Prüfberichte unter Verschluss hält, wiege vor dem Hintergrund eines Verzichts auf eine zusätzliche, von der Elektronik unabhängige Stimmenerfassung, besonders schwer, kritisiert Wiesner: "Welche Software im Wahllokal tatsächlich zum Einsatz kommt und wie manipulationssicher die eingesetzten Geräte sind, ist weder vom Wähler noch vom Wahlvorstand im Wahllokal zu ermitteln." Das Formular für die Wahlniederschrift sehe konsequenterweise auch gar nicht vor, dass auch nur die vorgebliche Programmversion protokolliert wird.

Für mich ist das genauso dubios wie der gleiche Mist in den USA. Wahlcomputer müssen - wenn sie vertrauenswürdig sein sollen - einer öffentlichen Diskussion standhalten. Der angebliche Know-How-Schutz des Herstellers darf nicht höher bewertet werden als das Recht des Bürgers auf Information wie die Stimmenzählung vonstatten geht. Das ist schlicht absurd, was das BMI sich da leistet - aber was erwartet man von der Behörde von Otto Orwell auch anderes

Und urplötzlich fühlt man sich wieder jung

Denn Kate Bush plant ein Comeback. Ok, es wird wohl nie ein zweites "Babooshka" geben, aber trotzdem.

Yep, passt.

And onwards:

Nur dann merkte ich: es ist mir vollständig egal. Mir ist es - schon länger - komplett wurscht, was Patalong oder die anderen Pfeifen da schreiben: ich weiss, wie der Hase bei denen läuft, ich habe erlebt, wie sie klauen, beeinflussen und tricksen, ich habe mit angehört, daß sie keine Eier haben, ich habe es lange genug verfolgt und ein Jahr lang aufgeschrieben. Es spielt keine Rolle mehr. SpOn spielt keine Rolle mehr, jedenfalls bei mir.

SPOn ist schon lange aus dem Feedreader raus bei mir, taucht nur noch indirekt über andere Blogs und manchmal über Google-News-Suchen auf. Aktuelle Informationen über das Tagesgeschehen liefern Tagesschau und Netzzeitung. Und all die vielen Blogs, die ich lese und die mir die nötigen Pointer geben, wo ich noch lesen sollte ...