Archiv Oktober 2005

Ein Test-Framework für Django

DjangoTesting ist Teil meines DjangoStuff-Projekts und der Beginn eines Testframeworks für Django, das dem Testframework von Ruby on Rails nachempfunden ist. Derzeit sind nur Modelltests implementiert, Request/Response-Tests sind geplant.

Das Testframework basiert ausschließlich auf unittest und django, sodass Sie keine zusätzlichen Module benötigen (außer meinem DjangoStuff-Projekt natürlich). Es bietet python-basierte Fixture-Notationen (Fixtures sind einfach nur Python-Klassen mit Attributen in einer DATA-Unterklasse) und ein grundlegendes Befehlszeilen-Tool, um diese Tests und Fixtures zu nutzen.

Tests und Fixtures werden in Anwendungen und Projekten gespeichert, sodass Sie anwendungsspezifische Tests haben können (besonders nützlich bei generischen Anwendungen) und projektübergreifende Tests, die mehrere Anwendungen integrieren.

Ich denke, ein gutes Testframework wäre wirklich wichtig für Django-Anwendungen, insbesondere für Anwendungen, die zwischen Projekten geteilt werden sollen. Aber ich denke auch, dass ein gutes Testframework auch etwas "Banging" braucht - also habe ich es als kleines Subprojekt für mich selbst gestartet. Aber wenn es zu etwas Nützlichem heranwächst, werde ich mich für die Aufnahme in den Django-Trunk entscheiden.

Bildung und Wohlstand - aber nicht für jeden

Geht halt nur zusammen - Bildung nur für die, die es sich leisten können. Die anderen sollen doch besser dumm bleiben: Chancenungleichheit ist weiter gewachsen. Und unsere Landesregierungen (auf deren Mist die Bildungspolitik wächst) werden schon dafür sorgen, daß das so bleibt. Mit Sicherheit jedenfalls in den Unionsregierten Ländern, zu denen NRW ja leider jetzt auch gehört.

Für jemanden wie mich, der aus einer Arbeiterfamilie kommt, ist diese Entwicklung mehr als erschreckend. Zu meiner Zeit waren Kinder aus Arbeiterfamilien zwar auch nicht die Mehrheit in den Klassen am Gymnasium, aber es waren immerhin welche dort. Aber mit den heutigen Entwicklungen - Schuldgeld, Lehrmittelgelder, später Studiengebühren - machen die Politiker ganz deutlich was sie von Arbeitern halten: garnichts.

Wir sind Deutschland? Am Arsch. Geld ist Deutschland.

Müntes Abgang?

Ich kann mir ja ein kleines, fieses Grinsen nicht verkneifen, darüber daß Müntes Wunschkandidat für den Generalsekräter gegen Andrea Nahles verloren hat. War wohl nix mit Münte als neuem Wehner, von hinten die Fäden ziehen und alles tanzt nach seiner Pfeife - ausgepfiffen hat sichs.

Selenium ist ein Testautomator für Webanwendungen. Es läuft direkt im Browser und benutzt IFrames und JavaScript um sich in die zu testende Seite zu hängen.

Stoiber kneift?

Noch son oller Schisser

Teufelsgrinsen

Case/When/Otherwise für Django

Wenn du böse Pläne für eine Switch-Anweisung in Django hast (hia rjwittams!), könntest du einen Blick auf mein TagLib werfen. Dort gibt es eine case/when/otherwise-Anweisung. Sie ist ganz einfach zu verwenden:

{% case variable %}
{% when "value1" %}
{% endwhen %}
{% when "value2" %}
{% endwhen %}
{% otherwise %}
{% endotherwise %}
{% endcase %}

Der Grund für die Tag-Struktur ist, dass der Django-Template-Parser in der parsefor-Funktion nur nach parameterlosen Block-Schließtags sucht und du daher keine einfache Lösung wie diese verwenden kannst:

{% if condition %}
{% elif condition %}
{% else %}
{% endif %}

Du müsstest viel von dem Template-Parser in eine parsefor-Funktion kopieren, die nach einem Token mit einem Tag und Parametern sucht, um den aktuellen Block zu schließen.

Ich habe mich daher für den Ansatz mit den bereichsbezogenen Tags entschieden, bei dem das "case"-Tag nur eine Kontextvariable "case" setzt und sie mit einem Wörterbuch mit "value" und "fired" füllt - wobei letztere ein Auslöser ist, der von jedem "when"-Tag ausgelöst werden kann, um zu verhindern, dass andere "when"-Tags oder das "otherwise"-Tag sich selbst auslösen. Ein bisschen hässlich, aber funktionierend.

Hochgestapelt

Hochgestapelt

gestapelte Paletten

Gestapelte Paletten auf dem Gelände von Dobermann am Kanal in Münster.

Spaziergang am Kanal

Am Kanal vorbeispaziert und ein paar Eindrücke eingefangen:

Zugbrücke

Zugbrücke

Eisenbahnbrücke über den Kanal

Eine Eisenbahnbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal.

Ad-hoc-Organisation in CM-Systemen

Adhoc organization ist der Name, den ich den grundlegenden Designentscheidungen für mein neues Content-Management-System (Blog-System, persönliches Wiki, digitale Bilderschuhschachtel - was auch immer) gegeben habe. Es kommt gut voran, auch wenn ich es bisher nur als Beispielanwendung genutzt habe, um meine kleinen Tools aus dem DjangoStuff-Pseudo-Projekt zu nutzen. Und es ist immer noch eine der besten Möglichkeiten zu sehen, wie Tagging oder Suche oder der neue Kalendertag oder andere Dinge genutzt werden.

Aber es kommt so gut voran, dass ich denke, ich werde in der Lage sein, einige Websites in naher Zukunft umzustellen. Die grundlegenden Designentscheidungen sind in dem verlinkten Dokument in meinem Trac-Wiki etwas dokumentiert. Das Hauptziel für mich ist es, etwas zu bekommen, das ich genauso einfach für die Bildpräsentation wie für die Textpräsentation nutzen kann und das mir ermöglicht, beide Teile wirklich zu integrieren. So dass Artikel wirklich aus einer Vielzahl von Medien und Text bestehen können.

Es macht Spaß, an einem Projekt zu arbeiten, bei dem man das Modell von Zeit zu Zeit abreißen und einen Teil davon neu aufbauen kann oder große Refactoring-Entscheidungen trifft, die einen für eine Weile mit einem kaputten Haufen Python-Bullshit zurücklassen.

Werbebanner in 2005

Gucken sich Sitebetreiber eigentlich mal ihre eigenen Seiten an? Wenn ich bei der Netzeitung auf einer Seite 30 Sekunden brauche um die Seite zu schliessen, nur weil da ein beschissenes Werbebanner alle Ressourcen blockiert, dann find ich das nicht mehr witzig. Das man beim Fernsehprogramm bei Yahoo vor lauter Flash-Werbung kaum noch scrollen kann, fand ich schon blöd. Aber eine Zeitung die von sich behauptet das Netz verstanden zu haben sollte doch vielleicht mal die eigenen Seiten angucken und etwas Qualitätssicherung bei den geschalteten Werbeteilen machen ...

Aperture und Performance

Aus creativepro.com - Stripping Raw Naked - einem Interview mit dem Macher von Aperture:

JS: It depends on what you do with Aperture. I mostly run it on my 15-inch PowerBook. That's not to say that I don't enjoy the refreshing wind-blowing-through-my-hair feeling when I sit down in front of a G5 running Aperture. But a PowerBook is fine for what a lot of photographers do in the field with their laptops: browse images quickly and step through the thumbnails. Maybe tag the images they like, maybe zoom in closely on one. The photo edit stage. For that, a PowerBook does take a speed hit, but it's totally usable.

This is where our scheme of loading a proxy image comes in -- the 1024 proxy is often all I need to see at this stage. Depending on how many megabytes each image is, Aperture on a G5 can load the full Raw image in less than a second. On my PowerBook, that same image may take three to four seconds to load fully.

For heavier duty image processing, faster GPUs and multiple processors are of huge benefit. Aperture does make extensive use of dual processors, but you do not need a Quad [a new model from Apple that has two dual-core processors].

Das klingt dann schon eher brauchbar - wenn ein 15" PowerBook tatsächlich als bedienbar anzusehen ist.

Bock: meet Gärtner

Verschiebung des Bereichs Gentechnik ins Wirtschaftsministerium befürchtet - Innerhalb der Union wird diskutiert, die Zuständigkeit für die Agro-Gentechnik vom Verbraucher- ins Wirtschaftsministerium zu verschieben. - Umweltschutz-NEWS.de

Und das mit Scatman Ede als Wirtschaftswunder. Nunja, ob sich sein Unterscherge gegen ihn gestellt hätte wäre eh zweifelhaft. Aber sicherlich eine ganz tolle Idee, wenn genau diejenigen über Gentechnikeinsatz bestimmen, die schön von der Industrie geschmiert werden ...

cucumber2 ist ein sehr interessanter Object-Relational-Mapper für Python und PostgreSQL, der unter anderem auch die Tabellenvererbung in PostgreSQL unterstützt.

Django Project - ein sehr nettes Webframework, welches ich bei mir hier einsetze.

PostgreSQL 8.1

PostgreSQL 8.1 mit Two-Phase-Commits und Benutzerrollen:

Transaktionen können nun auf mehreren Rechnern mit PREPARE TRANSACTION vorbereitet und später gemeinsam ausgeführt werden. Fällt eine Maschine nach dem PREPARE aus, lässt sich die Transaktion nach dem Neustart per COMMIT korrekt abschließen.

Yes!

Unheimliche Allianz

Wenn sich Industrie, Gewerkschaftler und die CDU zusammenrotten, um den Atomausstieg zu verhindern.

XML unter Patentschutz?

Patentblödsinn in Extrastärke: XML unter Patentschutz?. Aber Patente sind ja so ein toller Innovationsmotor, da ist es doch ganz richtig wenn eine Firma mit einem Patent, das sie selber nie in irgendeiner Form umgesetzt hat, mal eben sich in einem Bereich breit macht, der schon seit vielen Jahren in praktischer Anwendung ist.

Akismet - zentralistischer Anti-Spam-Filter

Photomatt (der von Wordpress) hat mit Akismet einen zentralen Anti-Spam-Dienst aufgebaut, den man per Plugin mit Wordpress benutzen kann. Zusätzlich gibts auch eine API, mit der man andere Dienste anbinden kann. Grundsätzlich eine gute Idee - auch wenn ich generell eine Abneigung gegen zentrale Dienste habe, ausser ich selber betreibe diese zentralen Dienste.

Was mir aber wirklich sauer aufstößt, ist dieser kleine Ausschnitt aus der FAQ:

Well without giving too much of the secret sauce away, we can safely say that it would be pretty difficult to poison Akismet.

Also zentraler Dienst - ok. Mag ich zwar nicht, aber macht durchaus für andere Sinn, die nicht selber sowas betreiben können oder wollen. Aber "secret sauce" - ich soll also meine Kommentare mit den persönlichen Daten meiner Kommentatoren an ein fremdes System schieben, bei dem ich nicht mal die Software sehen kann, die dahinter läuft? Sorry, nein Danke.

"Fitting on" some framework

Wie können Sie feststellen, ob ein Framework zu Ihrer Denkweise passt? Es ist nicht so, dass Sie einfach in den Spiegel schauen könnten, um zu sehen, ob es Ihnen gefällt. Sie benötigen andere Wege, um das zu entscheiden. Eine Möglichkeit, dies zu entscheiden, ist die Produktivität - wie schnell Sie Ihr Projekt zum Laufen bringen.

Aber erzählt Ihnen das wirklich die ganze Geschichte? Was, wenn das Projekt etwas völlig anderes gewesen wäre? Haben Sie einfach den Sweet Spot des Frameworks getroffen? Hatten Sie einfach nur Glück?

Eine Möglichkeit, zu entscheiden, ob ein bestimmtes Framework, eine Sprache oder ein Werkzeug zu meiner Arbeitsweise passt, besteht darin, die grundlegenden Abstraktionen zu betrachten, die mir dieses Werkzeug bietet. Und zu prüfen, wie ich sie verwenden kann und wie natürlich sie zu meinem Denken passen - stoße ich auf Probleme, weiß ich nicht sofort, welche Abstraktion ich verwenden soll, welches Werkzeug ich ziehen soll? Oder fallen die Dinge einfach an ihren Platz?

Ich habe relativ früh entdeckt, dass ich in der Programmierung etwas ungewöhnlich bin, weil ich nicht meine eigenen Abstraktionen baue und versuche, sie in das zu übersetzen, was die Sprache oder das Framework mir gibt, sondern dass ich beginne, direkt in den Abstraktionen und Syntaxen zu denken, die mir gegeben werden - aber nur wenn sie zu meiner Art passen.

Das ist für mich also das ultimative Maß dafür, ob ein Framework wirklich in mein Denken passt: von Zeit zu Zeit zu prüfen, ob ich Übersetzungen versuche oder ob die Dinge einfach fließen. "In den Flow zu kommen" ist für mich heutzutage das Wichtigste.

Wie schneidet Django also ab? quite nicely. Es gibt mir wirklich, was ich in den meisten Fällen brauche, es gibt nur sehr wenige Bereiche, in denen "der Flow" unterbrochen wird, in denen ich um Probleme herumdenken muss, anfangen muss, Übersetzungen zu machen. Ein Bereich ist das spezielle Verhalten von Eingabefeldern - dies wird derzeit in Django mit parametrisierten Instanzen von vordefinierten Feldklassen durchgeführt. Es gibt keine wirklich schöne Möglichkeit, Subklassen zu erstellen, man endet damit, Code aus anderen Teilen der Django-Quelldatei zu kopieren - definitiv "den Flow" brechend.

Aber die meisten anderen Teile fallen einfach an ihren Platz: Middleware für die globale Verwaltung des Request-Response-Bereichs. Template-Loader für - nun ja - Template-Loading (ja, es ist keine große Sache - aber in der Lage zu sein, Ihren eigenen Template-Loader zu schreiben, ist wirklich hilfreich). Die urlpatterns - hey, das ist wirklich eine coole Idee, weil Sie aufgrund der absolut lockeren Kopplung nicht einmal versuchen, Ihre URLs nach Ihrer Code-Struktur zu modellieren, sondern dazu neigen, sie zu entwerfen. Und so sollte es sein.

Models sind leistungsfähig genug, um die modellbezogene Funktionalität wirklich dorthin zu verlagern (obwohl das Class MODULE-Zeug es noch schöner machen wird, besonders das etwas hässliche module_globals-Ding). Es wäre cool, wenn Model-Klassen Mixin-Klassen unterstützen würden, so dass abstrakte Apps Dinge bereitstellen könnten, die einfach von den Benutzern referenziert werden, um Funktionalität hinzuzufügen. Aber Sie können viele dieser Probleme mit generierten Klassen lösen - dank Python-Introspektion (obwohl Sie ein wenig über die Django-Modellmagie wissen müssen).

Die meisten komplexen Dinge tendieren dazu, in Template-Tags und generische Ansichten zu gehen - mein CMS-Projekt hat derzeit nur 3 Ansichtsfunktionen seiner eigenen, der Rest ist in generische Ansichten abstrahiert (für die Suche und das Tagging). Template-Tags könnten etwas einfacher zu schreiben sein, insbesondere der Parser ist zu primitiv - eine Bibliothek von Hilfsfunktionen zum einfachen Zerlegen der Tag-Zeichenkette wäre gut (hey, vielleicht schreibe ich eine, die Grundlagen sind bereits in meinem SVN-Repository).

Template-Filter sind ein bisschen ein hässliches Entlein - sie sehen den Anforderungszusammenhang nicht, so dass sie nicht viel mehr tun können, als das eingehende Objekt und einige konstante Parameter zu übernehmen. Ich denke, sie sollten den Kontext übergeben bekommen, so dass sie, wenn nötig, ein bisschen schlauer sein könnten (wie z.B. das Auflösen eines Parameters gegen den Kontext durch Filter ermöglichen).

Generische Ansichten sind auch ganz schön - auch wenn ich die vordefinierten nicht so oft verwende. Der Hauptgrund dafür ist, dass ich oft damit ende, die generischen Ansichten in einigen Code zu wickeln, der ihr Verhalten modifiziert - und dann ist es oft einfacher, einfach meine eigenen zu erstellen. Aber sie sind großartig für den ersten Einstieg in Bereiche, hängen Sie sie einfach in Ihr Projekt ein und die Funktionalität ist verfügbar. Sie können sie immer durch Ihre eigenen Ansichtsfunktionen austauschen, wenn Sie feststellen, dass Sie sie benötigen.

Und der Admin, das eine Ding, das Django aus der Masse herausstechen lässt? In meinen ersten Spielprojekten habe ich ihn geliebt, in späteren habe ich ihn nicht verwendet (die Galerie braucht ihn nicht), aber mit dem CMS-Projekt habe ich das erste Projekt gemacht, das ihn wirklich stark nutzt. Und ich muss sagen, ich mag ihn. Er sollte etwas flexibler werden (der new_admin-Zweig könnte dabei helfen, da er mehr Dinge in Templates verschiebt, so dass sie überschrieben werden können), aber insgesamt ist er wirklich cool und nützlich.

Zwei Dinge sind jedoch definitiv für den Admin erforderlich: vollständige Transaktionsunterstützung, die an die Anforderung-Antwort gebunden ist (Ticket #9 im Django Trac), weil das Ändern von Dingen und das Ende mit inkonsistenten Tabellen kein Spaß ist. Wie z.B. eine Ausnahme zu erhalten, weil etwas in repr gebrochen ist, so dass der Log-Eintrag nicht geschrieben wird, aber das Objekt wird geschrieben. Natürlich bemerken Sie es nicht, gehen zurück, senden erneut und enden mit zwei Objekten und immer noch keiner Log-Nachricht ...

Das andere, was benötigt wird: grundlegende Haken für objektbasierte Authentifizierung. Kein vollständiges ACL oder so etwas, nur einige wirklich einfache Haken vom Admin zum Modell, die der Benutzer definieren kann, um dem Admin mitzuteilen, ob ein bestimmtes Objekt bearbeitbar sein sollte oder nur schreibgeschützt angezeigt werden sollte. Das Hauptproblem mit der aktuellen Lösung ist, dass sie nur vollständige Tabellen behandelt - Sie können dem Admin nicht einmal mitteilen, dass ein bestimmter Benutzer nur an der aktuellen Site arbeiten kann und keine Objekte anderer Sites ändern kann (mein CMS-Projekt macht starken Gebrauch von der Multi-Site-Fähigkeit in Django - ein Admin-Server sollte mehrere Sites in einer Admin-Oberfläche verwalten).

Aber alles in allem ist das Erstellen von Web-Apps mit Django wirklich Spaß. Es ist nicht nur produktiv für mich, es fühlt sich natürlich an, Dinge auf die Django-Art zu tun. Also ja, Django passt zu meinem Denkstil. Scheint genau ins Schwarze getroffen zu haben.

Der JavaScript Interactive Interpreter ist ein nettes Spielzeug: man kann JavaScript-Ausdrücke eingeben und die Ergebnisse direkt sehen. Also im Prinzip eine JavaScript-Shell - nur läuft die natürlich dann im Browserfenster.

Markdown für Django

Django enthält bereits einen Markdown-Filter (in contrib.markup), dennoch habe ich meine eigene Markdown für Django Mini-Anwendung erstellt. Die Hauptvorteile sind die Verknüpfung mit Django-Modellen (durch Verwendung generischer Modellabfragen und get absolute url), eine generische Dokumentationsansicht, die das Umschalten der Sprache handelt, und eine schöne Makro-Einrichtung für Markdown. Makros sind eine nützliche Möglichkeit, Markdown zu erweitern, indem Django-Vorlagenschnipsel geschrieben werden, die immer dann aufgerufen werden, wenn der Benutzer das Makro in seiner Markdown-Quelle aufruft.

Es war früher Teil des CMS-Projekts, aber ich denke, es ist nützlich in sich und so viel besser in das Stuff-Pseudo-Projekt einzubauen.

Scatha and Glaurung sind zwei Schachprogramme in OpenMCL geschrieben, mit dem Cocoa-Support von OpenMCL. Nette Beispiele dafür, wie man mit OpenMCL native OS X Anwendungen bauen kann - und interessant zu spielen sind sie auch, vor allem die hexagonal-Schach-Version.

Twisted Buch ist raus

Wer sein Hirn nicht so ohne weiteres in die verdrehte Welt von Twisted quetschen kann, dem hilft vielleicht Twisted Network Programming Essentials - ein neues Buch zu der wohl mächtigsten Internet-Protokoll-Plattfor für Python.

akaDAV - Lightweight WebDAV server and python module ist ein WebDAV Modul für Twisted. Damit kann man sich seinen eigenen WebDAV Server basteln. Könnte nütlich für mich sein, weil ich dann das Teil unter Userrechten laufen lassen kann, statt unter den Rechten des Webservers ...

Googles Web Accelerator and Damager

Google at it again - Ian sagt eigentlich schon alles, was es dazu zu sagen gibt. Google behauptet, sie wollten nicht "evil" sein. Aber dafür sind sie grenzenlos dämlich, wie sich am wiederholten Start des Web-Damagers zeigt.

Was macht der Web-Accelerator, und warum ist er so ein dämliches Stück Software? Nunja, er verfolgt einfach nur Links. Und zwar im Vorab, bevor der Benutzer es macht - sozusagen spekulatives Webcrawlen, nur eben privat für den Benutzer. Das klingt ja erstmal garnicht so schlimm, ausser das Server mit Traffic bombardiert werden, den sie möglicherweise so nie hätten - denn jeder Link wird schön weitergewandert, auch wenn der User da garnicht hin geht. Und das multipliziert mit den Benutzern die das Teil einsetzen ...

Aber der Traffic ist nicht das eigentliche Problem - das eigentliche Problem kommt erst, wenn man sich überlegt in welchem Context das Teil läuft. Und zwar hängt es ja auf dem privaten Rechner des Benutzers, zwischen Browser und Netz. Einfach ein eigener kleiner Proxy. Der für seine Arbeit sich Cookies und ähnliches merkt und an die Seiten dann Requests schickt, die so aussehen als kämen sie vom Browser des Benutzers. Mit dessen Security-Headern. Und Cookies.

Abgesehen davon, das ich es nicht sonderlich prall fände wenn meine Header mit Passwörtern oder Sessioncookies woanders als im Browser und im Zielserver auftauchen - diese Vorgehensweise ermöglicht es dem Webaccelerator sich auch Bereiche anzugucken, die ein zentraler Crawler nicht sehen würde. Nämlich zum Beispiel Seitenbereiche, die hinter Logins liegen. Content-Management-Systeme, bei denen nach Login zusätzliche Links auftauchen. Wikis, deren Edit-Links dann kommen, wenn jemand eine Session startet. Webmailsysteme, bei denen jede Mail als ein Link abgebildet ist.

All diese Systeme haben eines gemeinsam: für verändernde Aktionen ist nicht immer ein Formular-Absenden notwendig. Oft reicht es, einen Link zu klicken. Die aktuelle Version einer Seite im Wiki zu löschen, um schnell Wikispam zu beseitigen - ein einfacher Link, nur für den angemeldeten Benutzer sichtbar. Die Mail im Webmail-Postfach, die bei Aufruf automatisch auf gelesen gesetzt wird. Der Veröffentlichen-Link im CMS, mit dem eine Seite scharfgeschaltet wird.

Natürlich versuchen verantwortungsvolle Programmierer von Webanwendungen die destruktiven Aktionen hinter Formulare (und damit POST Requests) zu packen, damit nicht ein einfacher Link irgendwas zerstört. Aber das passiert in der Regel nur in den öffentlich zugänglichen Bereichen, bei denen sonst die Webrobots der diversen Suchmaschinen und Spam-Automaten sonst Chaos verursachen würden.

Aber gerade in den durch Login abgeschotteten Bereichen rechnet man normalerweise eben nicht mit Automatenklicks - und baut daher Komfortfeatures ein, weil man ja sicher sein kann, das ein Link bewusst und in Absicht geklickt wird.

Tja, bis dann der Web Accelerator von Google kam. Von der Firma, die von sich behauptet das Web kapiert zu haben. Schönen Dank auch, ihr Arschlöcher.

PS: und entgegen der ersten Version schickt die neue Version keinen Header mehr mit, an dem man die Prefetch-Requests erkennen könnte um sie in solchen kritischen Bereichen zu blocken.

python webdav server ist noch ein WebDAV Server für Python - seit 2000 nicht mehr aktualisiert, aber wenns funktioniert, könnte es reichen. Vielleicht verständlicher als Twisted-Code.

Spam-Blockliste lief Amok

Und jetzt ratet mal welche das war? Genau - SORBS. Meine Lieblings-Ansammlung technischer Inkompetenz und sozialer Blödheit. Könnte nicht mal jemand eine UDP gegen die Pfeifen einleiten?

Launch Box ist ein QuickSilver Clone für Gnome. Scheint noch etwas roh zu sein und die Installation könnte wegen der harten Abhängigkeiten etwas haarig sein.

Linux and RAW Digital Photography liefert einiges an Informationen über RAW-Formate und Linux.

Lphoto ist eine Fotodatenbank für Linux, aufgebaut ähnlich wie iPhoto für den Mac.

Generischer Suchdienst für Django

Wenn Ihre Django-Anwendung Suchfunktionen benötigt, können Sie Ihre eigene Lösung entwickeln. Oder Sie können meine generische Suchansicht verwenden. Diese bietet einen Parser für Abfragen und eine Suchmaschinerie, die für moderate Datenbankgrößen geeignet ist. Sie bietet eine erweiterbare, google-ähnliche Syntax.

Das Hauptproblem ist, dass Django keine OR-Abfragekombinationen unterstützt und dass es keine "icontainsnot"-Abfragen unterstützt. Die Suchmaschine führt daher mehrere Selektionen durch, um eine Abfrage zu erhalten. Sie beginnt mit dem längsten Suchbegriff und geht von diesem Ergebnisdatensatz aus in der Größe nach unten, wobei sie ihn von einem Schritt zum nächsten einschränkt. Da sie jedoch den letzten Ergebnisdatensatz im Speicher behalten muss (mindestens die Liste der IDs), kann dies Probleme für Ihren Server verursachen, wenn Ihre Datenbank zu viele Zeilen enthält (insbesondere wenn die Benutzer dumme Abfragen durchführen, die große Ergebnisdatensätze erzeugen).

Vielleicht wird dies in Zukunft einige Optimierungen lernen, um es besser mit größeren Datenbanken funktionieren zu lassen, aber es ist ganz gut als Suchmaschine für Ihren Blog oder Standard-Content-Management-Systeme.

Ubuntu Breezy Badger

Ich hab mir mal die Live+Installations DVD gezogen (hey, T-DSL 3000 rules! und muss sagen, ich bin echt erstaunt. Ok, ein paar Haken hat das ganze: das Tastaturlayout ist als Standard für den PC vorgeschlagen - aber ein Mac-Notebook kann unterschiedliche Layouts haben (extern eine PC-Tastatur, intern aber immer eine Mac-Tastatur), da müsste die Auswahl etwas geschickter sein. Stellt man auf die Macintosh-Tastatur der Auswahl um, funktionieren Sonderzeichen wie das Pipe-Symbol und die geschweiften und eckigen Klammern und AT und sowas alles nicht mehr - bei PC-Belegung stimmt aber die Beschriftung der Mac-Tastatur nicht. Und eine Belegung für die Mac-Sonderzeichen gibts nicht.

Was ebenfalls nicht funktioniert ist der zweite Monitor - er wird einfach nicht erkannt und aktiviert, nicht mal initialisiert wid er. Schon schade, denn Macs haben ja nunmal von Hause aus Multi-Monitor-Unterstützung, jedenfalls die PowerBooks und PowerMac Modelle (die iBooks und iMac nur teilweise und dann nur mit Hacks). Das sollte meiner Meinung auch noch mit rein.

Aber ansonsten - nette Sache. Das WLAN nicht erkannt wird, ist normal - bzw. es wird erkannt, aber ist nicht nutzbar. Apples WLAN Chips sind da öfter nicht unterstützt. Wo das Bluetooth konfiguriert wird, weiss ich auch nicht - warscheinlch müsste ich dazu erstmal Pakete installieren. Aber das könnte meiner Meinung nach auch automatisch gemacht werden, wenn ein Bluetooth-Adapter erkannt wird. Trotzdem, im Grossen und Ganzen wirkt Ubuntu recht nett - es kommt mit brauchbaren Defaults hoch und unterstützt schon gleich eine Menge des Rechners. Und die recht weitgehende Übersetzung zumindestens von Menüs und Dialogen im Gnome ist sehr angenehm.

Und das unten drunter eine Debian-Architektur werkelt ist mir natürlich ganz besonders lieb

Katastrophal ist aber, das in der Live-CD scheinbar nirgendwo ein Terminal gestartet werden kann ...

Nanomobil fährt auf Gold: Die aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff bestehende Struktur ist rund drei Nanometer breit und zwei Nanometer lang. Und da sag nochmal jemand die Japanischen Autos wären klein ...

to flock - zusammenrotten

Ich weiss nicht, ob das obige so das richtige Motto für mich ist. Bookmarks in del.icio.us. Bilder in Flickr. Irgendwie hab ich das Zeug lieber bei mir als bei irgendwelchen zentralen Hostern.

Was sie aber richtig machen: automatisches Indizieren von Seiteninhalten, so das man die auch wiederfindet. Gäbs das ganze dann auch noch in einer OS X Version bei der der Browser auch wirklich eine OS X Anwendung ist (und nicht nur eine auf OS X lauffähige Anwendung), könnte das wirklich reizvoll sein.

Version Control with SVK

Version Control with SVK ist ein Online-Buch über SVK - ein verteiltes Versionssystem, das sehr gut mit SVN und CVS (unter anderem) harmoniert. Und gerade für die Arbeit mit Patches für Upstream-Systeme und für lokale Forks von Open Source Software eine ziemliche Erleichterung bietet.

Das Buch ist alles andere als Komplett, aber man findet schon eine ganze Menge an Informationen darin.

Sehr einfache Ansichtsfunktionen

Manchmal hast du eine ganze Reihe von wirklich einfachen View-Funktionen in deinem Django-Projekt (ja, das ist für dich, bitprophet!). View-Funktionen, die eigentlich nicht mehr sind als ein einfacher Render-to-Response-Aufruf - nimm eine Vorlage, nimm einige Daten aus der Anforderung, packe sie hinein und rendere eine Antwort. Es ist eher langweilig, sie aufzuschreiben, und es verletzt das DRY-Prinzip. Was also tun? Schreibe deine eigene generische Ansicht.

from django.core.extensions \
 import render_to_response

def simple_view(request, template, **kwargs):
 return render_to_response(
 template, kwargs)

Das ist alles. Eine einfache und schöne View-Funktion, die genau das tut - eine Vorlage rendern. Sie kann sogar mit Kontextvariablen aus dem URL-Muster gefüttert werden. Verwende es wie folgt in deiner URL-Konfiguration:

urlpatterns = patterns('',
(r'^page/(?P<arg>.*)/$', 'cool.simple_view',
 {'template': 'app/mytemplate'}),
)

Auf diese Weise wird eine /page/foo/ Ansicht an die Vorlage 'app/mytemplate' mit einem Kontext geroutet, der nur die Variable 'arg' mit dem Wert 'foo' enthält. Und du wirst nie wieder diese einfachen View-Funktionen schreiben müssen. Für extra Würze könntest du einen context_instance = DjangoContext(request) in den Render-to-Response-Aufruf werfen, um sogar den authentifizierten Benutzer und so weiter aus der Anforderung zu erhalten.

Mannesmann Prozess diesmal ohne Victory für Ackermann?

Jedenfalls klingt sowas an wenn Richter Zweifel an Mannesmann-Freisprüchen äußern:

Am gestrigen ersten Verhandlungstag hatten Richter bereits Zweifel an den Freisprüchen für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Ex-Mannesmann Chef Klaus Esser, der frühere IG-Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel und weitere Angeklagte angemeldet.

Modul-Hacking für Django

Django selbst konstruiert dynamisch Modellmodule aus Ihren Modellklassen. Das habe ich in meinem ersten Ansatz für die abstrakte Tagging-Anwendung verwendet. Jetzt habe ich eine bessere Lösung in der aktuellen Version gefunden - ich kann das dynamische Modul selbst relativ einfach modifizieren, eine dynamische Modellklasse generieren und diese in das Modellmodul einfügen. Was es tatsächlich tut, ist nur das Nachahmen dessen, was passiert, wenn Python eine Klasse definiert - die meisten Dinge werden ohnehin von der Meta.ModelBase-Metaklasse in Django erledigt. Ich musste nur einige Modul-Hacking-Sachen hinzufügen. Python-Introspektion ist großartig!

Was Sie dadurch erhalten, ist eine viel sauberere Schnittstelle, um die Tagrelation-Klasse für Ihr Modell zu erstellen - nur ein Funktionsaufruf, kein albernes Subclassing oder überflüssige Zuweisung. Alles geschieht wie von Zauberhand.

Es ist Magie.

Twisted Names muss ich mir mal angucken - ein DNS server in Python auf Twisted-Basis. Könnte ich ja auf DB-Benutzung umstricken, als Alternative zum PowerDNS.

AgfaPhoto ade

Schade, aber Agfa ist dann wohl Geschichte: AgfaPhoto nicht zu retten. Selbst wenn jetzt noch jemand den Namen kauft, Agfa ist das dann nicht mehr. Kein APX mehr. Irgendwie ein komisches Gefühl.

Aperture

War ja schon angekündigt, jetzt ist es da - Aperture. Von Apple. Das Video dazu ist nett, sieht sehr brauchbar aus, was die gemacht haben. Und ich würde mir sogar die fast 500 Euronen gefallen lassen - ok, Photoshop-Updates wären für mich billiger, aber Aperture ist nunmal RAW-zentrisch aufgebaut und Photoshop hat nur einen RAW Importer. Aber was mir garnicht passt: die Hardwareanforderungen. Die Programmierer haben einen an der Waffel.

Ja, Fotobearbeitung braucht Speicher - sind schliesslich viele Daten. Und man braucht auch anständig leistungsfähige Hardware für den Einsatz von Filtern. Und ja, auch ne schnelle Grafikkarte ist brauchbar. Aber die Minimalanforderungen für Aperture liegen schon teilweise jenseits von Gut und Böse - zumal man ja weiss, wie diese Minimalanforderungen dann funktionieren werden - warscheinlich ähnlich gut wie Mac OS X mit 256 MB Speicher ...

Sorry, aber Bildbearbeitung ist nicht Raketenwissenschaft und auch nicht Wettersimulation - was soll diese völlig überzogene Resourcenforderung der Software? Haben heutige Programmierere komplett das Optimieren verlernt?

Mensch, ich hab vor noch nicht allzulanger Zeit mit Photoshop 5 auf einem 128 MB RAM Applem it 275 Mhz 603e CPU einen ganzen Film eingescanned und dann abgearbeitet. Natürlich sind RAW-Bilder grösser - aber wozu soll eine Bildbearbeitung einen Dual-G5 erforderlich machen? Bescheuert. Größenwahnsinnig.

Also werd ich wohl doch einfach weiter mit PHotoshop 7 arbeiten, auch wenn mir da immer noch der Open-Dialog abstürzt unter Tiger. Das tuts wenigstens brauchbar auf meinem netten, alten 12" Powerbook (ja, das mit 867 Mhz und nur 640 MB Speicher). Für meine Zwecke reichts, ich will nicht erst mehrere Tausend Euronen über den Tisch schieben, nur um das Bildbearbeitungsprogramm starten zu können ...

Tuckesburg in Münster

Tuckesburg in Münster

Bild der Tuckesburg in Münster

Die Tuckesburg war der Altersruhesitz von Professor Landois. Im Mittelalter war sie die Arbeitsstätte des Henkers, in der unter anderem reiche Bürger und Adelige hingerichtet wurden.

Tagging mit Django

Da die Frage, wie man Tagging mit Django umsetzt, ziemlich oft auftaucht, habe ich eine kleine Lösung für dieses Problem geschrieben: AbstractTagging. Dies ist eine generische Anwendung und generische Ansichten, die Ihnen eine sehr einfache Lösung bieten, um Tagging zu jedem Modell hinzuzufügen, das Sie in Ihren Django-Apps haben. Es wird derzeit von mir in meinem CMS-Projekt verwendet. Der Quellcode befindet sich im Stuff-Projekt.

Es war ein bisschen seltsam, es zu bauen, weil ich eine Basisklasse dynamisch konstruieren musste, die Sie in Ihren Modellen unterklassen können - dies liegt an der Magie in django.core.meta, wo Modellklassen in Module umgewandelt werden. Aber das Ergebnis ist, glaube ich, ganz schön.

Dooh!

„Dooh!“

Was soll der Name

Der RFC 1437 ist - wie jeder der sich den Einstiegstext durchgelesen hat wohl schon vermuten wird - einer der April-RFCs. Aber irgendwie hat mich dieser April-RFC mehr angesprochen als jeder andere - auch wenn er technisch eher schwach ist (da ist der RFC mit den Brieftauben - RFC 1149 - wesentlich besser).

Die Idee des Transportes von intelligenten Lebensformen ist nicht neu - in nahezu jedem Science Fiction kommt eine Variation darauf vor. Allerdings gibt es durchaus auch heute schon den Transport der intelligenten Lebensform - jedenfalls wenn man eine geeignete Definition anwendet. Natürlich gibt es keinen körperlichen Transport mittels Beamen. Aber was macht intelligente Lebensformen aus?

Für mich ist der zentrale Bestandteil intelligenter Lebensformen die Kommunikation. Und zwar nicht nur die zweckgebundene Kommunikation - sowas gibt es auch bei Rudeltieren bei der Jagd zum Beispiel. Sondern die zweckfreie Kommunikaktion, die Kommunikation um der Kommunikation willen. Darstellung von Ideen und Gedanken, nur um sie anderen zu vermitteln, ohne das ein fester Anlass dazu besteht.

Dieser Kommunikation fröne ich nun schon seit vielen Jahren in den verschiedensten Formen. Seit geraumer Zeit wieder verstärkt im Internet in Form von Bilderalben ( leicaesk und hugoesk (abgeschaltet) zum Beispiel) oder Weblogs ( Hugos House of Weblog Horror zum Beispiel). Desweiteren war immer schon Software ein zentraler Weg der Kommunikation für mich (zum Beispiel PyDS - eine Weblog- und Newsaggregator-Software, oder eben auch die Software dieses Servers).

Diese Site soll eine Ergänzung werden. Hier sollen verschiedene Medien zusammengeführt werden und gemeinsam zum Einsatz kommen. Keine Ahnung wohin mich das bringt, keine Ahnung ob überhaupt jemals mehr als nur ein paar Testseiten und allgemeines Blabla entstehen wird, aber wenn man nie losfährt, wird man nie auf die Reise gehen können.

Natürlich ist das ganze nicht gleich so als grosse Eingebung zu mir gekommen. Die Domain rfc1437.de habe ich zum Beispiel lange Zeit einfach nur als witzige Maildomain verwendet - Mail als die Idee des virtuellen Beamens. Aber Mail alleine ist ein sehr schmales Medium. Viele Wege mich auszudrücken lassen sich per Mail nur schlecht transportieren.

Ausserdem hat mich genervt das Leute immer wieder meinten mich darauf hinweisen zu müssen das meine Domain kaputt wäre, nur weil kein Webserver eingerichtet war ...

Keine Ahnung ob es wirklich The Coolest DHTML / JavaScript Calendar ist, aber er sieht ganz nett aus. Und hat ein paar recht wichtige Features - wie z.B. die Möglichkeit, ihn zu verschieben.

call of the noodle

Da schreibt einer an einem Lisp-Compiler für Python-Bytecode - sehr interessant, da man damit die Python Libraries unter einem Lisp-Dialekt benutzen könnte. Mal schauen wenn der erste Release kommt, wie der Lisp-Dialekt aussehen wird und was für Features er abdecken wird. Mit Unterstützung für Lisp-Makros wäre es sehr interessant.

Django als CMS verwenden

Ich arbeite derzeit an einer meiner Websites - Content-type: matter-transport/sentient-life-form. Es war zuvor eine Apache::MiniWiki-basierte Website und befindet sich nun im Übergang zu einer Django-basierten Website. Die Idee hinter dem Code für diese Website ist es, ein CMS auf Basis von Django zu erstellen, das vollständig die Django-Administration verwendet. Die Benutzer sollten also in der Lage sein, alle Verwaltung nur in der Administration durchzuführen, während die Website selbst ein wenig wie ein Wiki funktioniert. Autoverlinkung, Autoeditierung fehlender Seiten, Editlinks, Versionierung (derzeit in der Quelle fehlend) - all das sollte auf Basis der von der Django-Administration bereitgestellten Tools erfolgen.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine vollständige Website - die verlinkte Website ist fast leer, ich habe nie viel dort hochgeladen. Es ist eher ein Projekt, um tiefer in die Django-Administration einzutauchen, um zu sehen, wie es ist, darin zu arbeiten - damit ich über diese Dinge Bescheid weiß, wenn ich beginne, echte Projekte zu erstellen.

Der Code selbst ist frei verfügbar - und es gibt bereits eine nette Sache darin. Es ist ein Template-Loader, der Inhalte aus der Datenbank statt aus dem Dateisystem oder aus Python-Eiern lädt. Es ist unter #633 bei Django "ticketed", sodass es eines Tages in django.contrib aufgenommen werden könnte.

Demontage des angeblichen Retters

Schön, wenn son KOnzernbonze mal demontiert wird. Ich hab mich eh immer wieder gewundert, wieso die SPD gerade einen Personalchef aus der Automobilwirtschaft die Arbeitslosensicherung reformieren lässt (Stichwort Bock und Gärtner und so - und ja, ich bin mir des Autokanzlers durchaus bewusst). Ob irgendwann sein Name von dieser absurden Arbeitslosenpolitik getrennt wird, oder werden sich die Politiker auch in Zukunft noch mit dem Namen Hartz schmücken?