Archiv 5. Dezember 2005

Aperture bei Ars Technica

Ars Technica testet Aperture - und ist von dem Programm weniger beeindruckt als von der Grösser von Apples Gemächt:

Jumping headfirst into the fully mature digital imaging market requires the shameless bravado of a one-legged man at a butt-kicking contest or any number of contestants on So You Think You Can Dance?

Das ist doch mal eine wirklich bildliche Formulierung

Von der Beschreibung her bleibe ich dann doch lieber bei iView MediaPro - das läuft gut auf alten Kisten und macht fast alles was Aperture auch macht. Und da wo es das nicht macht, machen das externe Programme. Und die Rechneranforderung von Aperture finde ich immer noch obszön.

Oh Mann, bei solchen Richtern brauchen wir keine Verbrecher mehr ...

Sorry, aber der Richter am Landgericht Hamburg hat wohl die aktuelle Rechtslage sehr seltsam ausgelegt:

Die Kammer erklärte, sie sei überzeugt, dass der Verlag allein durch die Verbreitung auch ohne Kenntnis für die im Forum geäußerten Inhalte haftbar zu machen sei. Er könne schließlich die Texte vorher automatisch oder manuell prüfen. So wie der Verlag das Forum bisher betreibe, fordere er Rechtsverletzungen sogar potenziell heraus, betonte ein Richter. Es sei nicht hinnehmbar, dass "die in ihren Rechten Verletzten Ihnen hinterherrennen müssen". Den Einwand des Verlags, dass eine automatische Filterung erwiesenermaßen nicht funktioniere und eine manuelle Prüfung jedes Beitrags angesichts von über 200.000 Postings pro Monat schlicht nicht zu leisten sei, ließ die Kammer nicht gelten.

Komisch, das der Gesetzgeber was ganz anderes ins Gesetz geschrieben hat - das ausdrücklich eben erst die Kenntnis zur Aktion zwingt. Und diese alberne Technikgläubigkeit, man könne sowas automatisch ausfiltern - technische Kompetenz hat der Richter wirklich nicht bewiesen.

Hoffentlich wird sich Heise passend dagegen wehren und hoffentlich etwas besser abschneiden als z.B. bei der "Link auf Brenner Software" Geschichte ...

Paj's Home: Cryptography: JavaScript MD5: sha1.js - JavaScript-Implementation von SHA1 - praktisch, wenn man Klartextpasswörter in Webformularen vermeiden will. Natürlich sollte man immer einen Fallback haben, denn nicht jeder hat JavaScript verfügbar oder aktiviert. Auf der Site sind auch MD5 und MD4 Implementationen und ein paar andere Schnipsel zu dem Thema.

Und wech mit den Schranken

Und zwar denen, für die Ermittlungen der Bundesbehörden:

Wie Schäuble erläuterte, darf derzeit etwa das Bundeskriminalamt erst aktiv werden, wenn es einen "strafprozessualen Anfangsverdacht" gebe. Diese Bedingung soll nun wegfallen. Zur Begründung sagte Schäuble, der Weg von Erkenntnissen des Verfassungsschutzes über die Landespolizei zum BKA sei zu umständlich.

Und was glaubt ihr, werden diese Sonderrechte nur für die Terrorismusbekämpfung genutzt? Oder geht jetzt so langsam jede Kontrollfunktion die in der Exekutive noch drin ist flöten?

Schön, wie sich Union und SPD in der Beschneidung der Bürgerrechte und der Beschneidung der Kontrollfunktionen einig sind ...