ApplicationCatalog - Maemo Wiki - Anwendungen für das Nokia 770 Internet Tablet
Archiv Januar 2006
Springer und die Ministererlaubnis
Springer war offenbar gegen Ministererlaubnis - aber da gings ja nicht um sie selber:
Für eine Anwendung der Ministererlaubnis im Pressemarkt ist aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Raum", heiße es in dem Papier. Damals ging es um den Erwerb des Berliner Verlags durch die Holtzbrinck-Gruppe.
Diesmal werden sie sicherlich genau begründen können, warum das jetzt alles ganz anders ist.
Domain-Engel wird pampig
Wenn angebliche Domain-Engel gegen Bloghoster mit dem Anwalt drohen, steckt meistens eine beleidigte Leberwurst dahinter. In diesem Fall wohl ein mir bisher unbekannter Vogel, der aber scheinbar schon öfter auffällig geworden ist - und diesmal Lanu (der von DotComTod und BooCompany) wohl wegen ihrer Postings über ihn an den Kragen will - und mangels Impressum jetzt den Dirk Olbertz (den von blogger.de) meint zur Herausgabe der Daten zwingen zu können.
Wird ja sicherlich spannend, was da weiter passiert - wieder mal der Versuch zur Meinungsunterdrückung mit dem Anwalt. Ob das jetzt durch die Blogs gehende Rauschen seinen eh schon verdorbenen Ruf des Domain-Grabbers wieder aufbessert, ist wohl eher fraglich.
Wenn man dann allerdings sieht, das als Anwalt Syndikus mit im Spiel ist, wundert einen garnichts mehr.
Strickmoden - Stricken mit Strickmaschine, Strickdesign und Strickmuster - alles rund ums Maschinenstricken. Jaja, ich weiss, wirkt hier etwas deplatziert
ThoughtFix on the Nokia 770: USB Power Injector 2 - externes Batteriepack für das Nokia Tablet - auch für andere Geräte mit USB-Powering einsetzbar (iPod etc.). Zum Selberbasteln.
Fussball-Leinwände und Webseiten
Der Netreaper meint, ich solle etwas für Nordwalde trommeln, damit die ne WM-Leinwand zum Fussballgucken bekommen. Ok, ich weiss nicht so recht warum ich das den Nordwaldern antun soll, aber ok - ich wohn da ja nicht mehr
Was mich aber dann wirklich begeistert, ist die tolle Voting-Funktion, bei der vor dem Voting ein Captcha abgefragt wird. Welches nur Grussbuchstaben und Ziffern enthält. Die nur schwer zu unterscheiden sind, weil ein selten dämlicher Font gewählt wurde. Und der Clou: man soll keine Grossbuchstaben verwenden. Ist das ein Captcha mit eingebautem Intelligenztest?
Na egal, wenn ihr die Nordwalder in den Wahnsinn treiben wollt, voted halt für die Leinwand dort, auf das Horden von behämmerten Fussbalfans da rumstehen und Fussbal glotzen. Am besten beim Endspiel, und am besten wenn Deutschland früh rausfliegt und keiner mehr weiss, was er dort soll
Guido van Rossum und Web-Frameworks
Guido van Rossum fragt nach Webframeworks - an sich nix spannendes. Er hat halt bisher damit nix gemacht und will sich mal informieren. Stellt einige Behauptungen auf, die nicht ganz stimmen (z.B. das Djangos Templatesprache ähnlich zu PHP wäre), ist aber bei der wohl vorliegenden Kürze des "anguckens" verzeihlich.
Lustig wird es in den Kommentaren zu seinem Beitrag. Berge von Frameworks, die alle nicht fertig sind. Haufenweise Kommentare der Art "nimm XYZ, das ist toll und in den nächsten Monaten wird es bestimmt brauchbar" - ganz besonders häufig kommt das bei TurboGears als Vorschlag.
Sorry, was? Wenn ich ein Web-Framework suche, dann suche ich keines, das in ein paar Monaten benutzbar wird. Dann will ich eines, das jetzt und heute benutzbar ist und für das es jetzt und heute klare Aussagen zur Fitness gibt. Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Webframeworks die nicht fertig werden.
Ich hab ja nix gegen Vielfalt an Frameworks - das macht das Leben spannend und interessant, weil man nie weiss, ob man auf das richtige Framework gesetzt hat - aber unfertige Frameworks die von ihren Benutzern gepitched werden als wären sie das beste seit geschnittenem Weissbrot gibts wahrlich mehr als genug.
Übrigens benutze ich genau aus diesen Gründen auch Django: das Zeug ist schon geraume Zeit im Einsatz und hat bewiesen, das es für grosse Sites und hohe Last geeignet ist. Es wurde aus echten Anwendungen rausgearbeitet und ist nicht das Nebenprodukt eines unwichtigen Web2.0-Dingens von dem ich außerhalb der TurboGears-Clique noch nie gehört hab. Es wurde auch nicht von einem Kid alleine zusammengedengelt, der sich für den neuen Einstein hält und meint das nur er weiss wie Frameworks zu sein haben. Und es ist auch kein Projekt, das im Prinzip schon seit über einem Jahr tot ist, weil der Autor selber schon längst was anderes macht. Und es wird nur deshalb als 0.9 derzeit bezeichnet, weil API-Änderungen und Aufräumarbeiten in den Innereien anstehen (was bei jedem Projekt das zwei Jahre lang im Lifebetrieb entwickelt wurde angebracht wäre) - nicht weil es nur zu 90% fertig wäre.
Natürlich wird jetzt nach diesem Artima-Beitrag alles auf GvR gucken und warten was er nimmt. Und natürlich springen alle Webframework-Autoren auf und ab und wollen sich bemerkbar machen. Und natürlich wird jedes Wort analysiert und dem anderen unter die Nase gerieben. Und eine ganze Reihe von Projekten werden kurzfristige Schnellschussänderungen machen, weil sie hoffen das GvR ihr Framework wählt. Was alles eine wirklich wahnsinnig sinnvolle Zeitverschwendung ist. Manchmal gehen mir diese Kinder in den OSS Projekten tierisch auf den Senkel.
"Bruder Johannes" gestorben
Auch wenn ich beileibe nicht immer seine Meinung und Haltung gutgeheissen habe, mit dem Tod von Johannes Rau geht auch ein gutes Stück NRW-Politik-Geschichte zu Ende.
Immerhin hat der Mann einen grossen Teil meiner bewussten Auseinandersetzung mit Politik geprägt - die meiste Zeit davon als Ministerpräsident von NRW. Er wird definitiv fehlen - auch wenn er manchmal ein recht konservativer Knochen war, und seine Predigten doch schon das eine oder andere Mal nervig waren. Irgendwie hat er trotzdem zu NRW gehört.
PythonForMaemo - Python for Maemo - Python auf dem Nokia 770 Tablet (die Versandbestätigung ist heute eingetroffen, hoffentlich trifft auch das Gerät bald ein) benutzen.
twill: a simple scripting language for Web browsing - in Python scriptfähiger Web-Client. Interessant für automatisierte Seitenabrufe und für spezialisierte Robots. Möglicherweise auch für das Testen von Webanwendungen.
Wir tun uns immer noch schwer
die Gleichberechtigung für Homosexuelle umzusetzen:
Homosexuellen Beamten mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft steht kein Zuschlag wie Ehepaaren zu. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Die Lebenspartnerschaft sei keine Ehe, sondern ein eigenständiger Familienstand, entschieden die Richter. Der Gesetzgeber könne die Ehe gegenüber anderen Lebensgemeinschaften bei der Besoldung begünstigen. Dies verstoße weder gegen den Gleichheitsgrundsatz noch gegen das Diskriminierungsverbot nach Europarecht. (Az.: BVerwG 2 C 43.04).
Selten eine so an den Haaren herbeigezogene Begründung gelesen. Wir definieren einfach das ganze wie es uns passt, das spart dem Staat Geld und scheiss auf die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Diskriminierung findet nicht nur dann statt, wenn man eine einzelne Gruppe schlechter stellt als die anderen - sondern auch, wenn man eine einzelne Gruppe besser stellt als die anderen. Das der Gesetzgeber eine Hetero-Ehe besser stellen darf als eine Homo-Ehe ist absurd - und genau der Grund, warum die eingetragene Lebenspartnerschaft eben kein vollwertiger Gegenpart zur Ehe ist, auch wenn mancher Politiker was anderes behauptet.
Hirnfürze von Ex-Ministern
Ex-Minister Scholz will über deutsche Atomwaffen diskutieren - hoffentlich aber sonst niemand. Es gibt schon viel zu viele Atomwaffen in der Welt, wir brauchen garantiert keine deutschen Atombomben. Manchmal fragt man sich wirklich, was für Vollidioten sich alles in der Politik rumtummeln. Es gibt keine andere angemessene Reaktion auf nukleare Bedrohung als die totale nukleare Abrüstung. Wenn jemand Atombomben auf ein Land wirft, ist es völlig irrelevant für das Überleben, ob der angegriffene Staat auch Atombomben hat - und nein, das Drohszenario ist kompletter Blödsinn wenn man nicht auch bereit ist, diese Monstrositäten einzusetzen. Und genau damit beginnt dann der Wahnsinn.
Interessanter Hybride von Olympus
Olympus stellt eine Spiegelreflexkamera mit Vorschaubild vor - entweder über einen Hilfs-CCD mit AF-Unterstützung oder mit Spiegelarretierung über den Haupt-CCD. Letzeres hätten meines Erachtens die Hersteller schon lange einbauen können - denn für Makrofotografie wäre es ein echter Segen, wenn man für die ersten Einstellungen mit dem normalen Chip Vorschaubilder bekommen könnte.
Leichte Übertreibungen bei der Netzzeitung
Der Titel Kleinster erdähnlicher Planet entdeckt ist dann doch ein bischen strange. Ok, wenn man "erdähnlich" als "kreist um eine Sonne und ist kein Gasplanet oder Eisklumpen" definiert, mags hinhauen. Aber was bringt so eine Definition dann noch? 5.5x so groß wie die Erde, die Entfernung zur Sonne 3x so weit, die Sonne schwächer als die der Erde und die Temparatur um 220 Grad Minux - sorry, das ist wirklich nicht sonderlich erdähnlich ...
Spiele-Protokolle und Firewalls
Wenn sich mal jemand Second Life angucken will:
Second Life needs to connect to ports 443/TCP, 12035/UDP, 12036/UDP, and 13000-13050/UDP. You should configure your firewall to allow outbound traffic on those ports, and related inbound traffic.
Ok, also TCP ist mit NAT-Firewalls unproblematisch - aber scheinbar will das auch die ganzen UDP-Ports inbound haben. Und wozu braucht ein Gameclient 51 UDP-Ports in einem Block? Und wieso überhaupt so viele UDP-Ports? Denken Spieledesigner eigentlich manchmal auch über das nach, was sie da veranstalten? Im Fall von Second Life wohl nicht ...
Torvalds: insert foot into mouth
Linus meint mal wieder Ahnung zu haben - diesmal Lizenzen:
So fordert die neue Lizenz, dass mit der Software auch alle Schlüssel geliefert werden müssen, um die Software zum Laufen zu bringen, z.B. im Hinblick auf Trusted-Computing-Systeme, die eine Signatur der Programme verlangen können. Nach Ansicht von Torvalds erfasst die Regelung auch die privaten Schlüssel von Linux-Entwicklern und er sei nicht bereit, seinen privaten Schlüssel zu veröffentlichen.
Jo, klar, wenn ich eine Lizenz auf die absurdest mögliche Weise interpretiere, kann ich vielleicht bei genügend Idiotie auf eine derartig abwegige Idee kommen. Wenn er mir jetzt nur noch belegt, das sein privater Schlüssel nötig ist, um den Kernel lauffähig zu machen (denn genau darum gehts in dem entsprechenden Abschnit der GPL v3), dann würde ich ihm ja zustimmen. Wird allerdings schwer, denn ich hab bis jetzt immer alle Linux-Kernel zum Laufen bekommen, ohne das ich je irgendeinen Schlüssel gebraucht hätte.
Man kann gegen die Umstellung auf GPL v3 sein - es gibt im Kernel mit den extrem vielen Beiträgen und Autoren definitiv ein Problem einer Lizenzumstellung - aber der obige "Grund" ist schlicht und einfach hirnrissig.
Windows-Source offenlegen?
Microsoft gibt im Kartellstreit mit EU nach:
Im Kartellstreit mit der EU-Kommission hat der Softwarehersteller Microsoft nun doch eingelenkt und will den Quellcode des Computer-Betriebssystems Windows offenlegen.
Abwarten wie dieses Offenlegen denn dann aussehen wird. Ob tatsächlich jeder Windows-Lizenzinhaber sich die Sourcen angucken können wird? Und ob die Sourcen auch zum System passen? Und welche Teile vom Source ausgelassen werden? Wird die EU-Kommission in der Lage sein, solche Mogelpackungen zu erkennen?
Opera Mini: Gratis HTML-Browser fürs Handy startet weltweit - Golem.de - definitiv besser als die primitiven eingebauten Browser. Allerdings natürlich - bedingt durch Java - nicht unbedingt der schnellste.
Stigmatisierung von Jugendlichen schon in den Zeugnissen
Ganz toll, NRW kriegt wieder Kopfnoten:
Bewerten sollen die Lehrer nach den Plänen der nordrhein-westfälischen Landesregierung das "Arbeits- und Sozialverhalten" der Schülerinnen und Schüler, und zwar verbindlich für alle Klassen bis einschließlich der zehnten. Punkte wie "Lern- und Leistungsbereitschaft" und "Verantwortungsbereitschaft und Selbständigkeit" sollen mit klassischen Schulnoten von "sehr gut" bis "ungenügend" benotet werden. Im Zeugnis sollen aber auch Eigenschaften wie "Ausdauer und Belastbarkeit" und "Kooperationsfähigkeit und Teamfähigkeit" genannt werden, ebenso besonderes schulisches und außerschulisches Engagement wie ehrenamtliche Mitarbeit in Jugendgruppen.
Damit Schüler schon in der Schule möglichst angepasst sind. Du engagierst dich politisch, aber leider in einer anderen Richtung als deine Lehrer? Egal, kriegste halt ne schlechte Note im Sozialverhalten. Was, du kriegst dafür dann später keinen Job, weil dich keiner will? Macht ja nix, gibt ja schon hunderttausende arbeitslose Jugendliche, da kann man dich gleich mit reinstecken. Du willst dich nicht in Kirchengruppen oder ähnlichem engagieren, weil diese ganzen Gruppen in deinem Kaff eh alles nur Kreuzfanatiker sind? Egal, schlechte Noten im ausserschulischen Engagement sind sicherlich kein Problem bei der Jobsuche. Was, du hast Probleme mit deinen Mitschülern und wirst von denen ausgegrenzt, z.B. weil denen deine Hautfarbe oder Nasenform nicht passt? Du bist eben nicht kooperativ genug und nicht teamfähig.
Es gibt gute Gründe, warum diese unsäglichen Kopfnoten rausgeflogen sind. Sozialverhalten ist nämlich schlichtweg nicht mit Noten bewertbar - noch viel weniger als Wissen oder Leistung (da ist schon die Konzentration auf wenige Schlüsselmomente im Schuljahr ein Problem - das wirkliche Wissen wird nicht bewertet, sondern die Leistungsfähigkeit an den Klausurzeitpunkten).
Aber natürlich sind sie unsagbar praktisch, wenn man angepasste Duckmäuser züchten möchte. "Kind, mach bloss keinen Ärger in der Schule, die Note für soziales Betragen kann über deinen späteren Job entscheiden" - ich hör schon so manche Eltern ihre Kinder "einnorden". Linke Jugendgruppe? Nix da, Jobgefährdend. Ausrutscher im Leben? Katastrophe, kann nur mit mehrjährigem Arschkriechen beim Lehrer ausgebügelt werden.
Oh ja, wir kriegen das beste Schulsystem Deutschlands in NRW. Fragt sich nur, für wen das Schulsystem das beste sein soll - für die Schüler wohl nicht
T-Online darf Nutzungsdaten nicht speichern
Mal sehen wie lange das Urteil gegen T-Onlines Datenspeicherungen bestand haben wird:
Die Wirkung des Darmstädter Urteils ist womöglich nur von kurzer Dauer. Weil das EU-Parlament im Dezember beschlossen hat, alle Internet- und Telefonverbindungen auf Vorrat zu protokollieren, wird es auch in Deutschland ein entsprechendes Gesetz geben. Fraglich ist jedoch, ob die so genannte Vorratsdatenspeicherung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Grundgesetz? Was für ein Grundgesetz? Schert das noch einen Politiker? Wir haben keinen verfassungsgemäßen Haushalt, die Schnüffelaktivitäten des Zolls wurden verlängert, trotz gegenteiligem Urteil und was sonst noch so alles in letzter Zeit das Grundgesetz untergraben hat. Was ist da ein bischen Vorratsdatenspeicherung?
GVU soll Raubkopierer gesponsert haben
Bei so viel Dreistigkeit der Rechteabzocker fällt einem glatt kein weiterer Kommentar mehr ein:
Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c't und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten "Box" gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.
Jean-Remy von Matt entkollert - dafür neidisch
Schon witzig, wenn ein angeblicher Kommunikationsprofi so deutlich seinen Neid raushängen lässt:
Viele von Euch schreiben, ich hätte mit meiner Mail ein Eigentor geschossen. Okay, eins vielleicht. Aber wie viele Eigentore schießt ihr gerade, indem Ihr mein Schlagwort „Klowände des Internets“ teils empört, teils genüsslich aufgreift im Sinne eines Agenda Setting verbreitet? Bei Technorati.com war der Suchbegriff zeitweise auf Platz 3!
Tja, so ist das nunmal - es gibt auch andere, die einen Begriff ausschlachten können. Und in den Blogs ist nunmal die Klowand angesagter als der du-bist-Deutschlang-Unfug.
Und zu der angeblichen "Entschuldigung" - sorry, aber das ist eine Entschuldigung, die man so auch von Politikern liest - nichtssagend, schwammig und als einzige Aussage daraus kann man bestenfalls ein trotziges "und ich hab doch recht!" rauslesen. Tja, Marketinghansel halt. Vorne ne grosse Klappe, aber nur ein empfindliches Seelchen und keine Kenne dahinter.
Microsoft macht die Schotten gegen OSS dicht
Erstmal sollen nur noch signierte Treiber akzeptiert werden:
Was Microsoft in seiner Dokumentation als Sicherheitsgewinn und als für Digital Rights Management (DRM) unverzichtbares Feature verkauft, hat einen schalen Beigeschmack: Eine solche Signatur kann bislang nur erstellen, wer sich bei Verisign mit entsprechenden Zertifikaten eindeckt und dafür pro Jahr rund 500 US-Dollar berappt.
Aber von den signierten Treibern (mit denen Open-Source-Treiber schon ein echtes Problem kriegen werden) zu den signierten Anwendungen ist es nicht weit. Und für Open Source Projekte ist es in der Regel nicht so einfach, das Geld für Zertifikate zu bekommen.
pyvm home - eine weitere Python-Implementierung. Ein eigener Bytecode-Interpreter und ein Python-Compiler, der in Python geschrieben ist. Klingt fast wie PyPy meets Parrot - allerdings unter Beibehalt des Python Bytecodes.
A P R E S S . C O M : Practical Common Lisp - gibts jetzt auch als freien PDF Download (auf die Free Download Seite gehen und dort runterladen).
Bill Clementson's Blog: Update on Termite (A Lisp for Concurrent/Parallel Programming) - Infos zu Termite, einem auf Gambit-C aufbauenden Scheme mit den Concurrency-Features von Erlang. Klingt sehr interessant das ganze, mal anschauen, wenn der Code released ist.
BooCompany - der einzig legitime Nachfolger von DotComTod.de. Jetzt offen für alle Wirtschaftszweige.
Thinking Forth - gibts jetzt auch als PDF Download. Für alte Forther wie mich natürlich Pflichtdownload.
Unofficial documentation of iPhoto 6.0 photocasting feeds - Mark Pilgrim verreisst die Apple-iPhoto-RSS-Unterstützung. Sie ist schlecht. Sie ist richtig schlecht.
Wann entdecken Devs endlich Notebooks?
Ich mein, wann entdecken sie endlich, das Notebook-Benutzer was anderes sind als Desktop-Benutzer? Das zum Beispiel bei einem Notebook-Benutzer die Umgebung ständig wechselt? Das die Netzwerkkonfiguration eben nicht statisch ist, sondern dynamisch? Und das der Web-Proxy eine dynamische Einstellung ist - es also hochgradig schwachsinnig ist, diese in Programmkonfigurationsdateien zu packen, anstelle sie aus Environment-Settings zu lesen? Wegen meiner darf es ja ruhig eine Stelle dafür in den Configs geben - aber dann sollte es auch eine Möglichkeit geben, diese Einstellung zu überschreiben aus dem Environment.
Wo mir das gerade ganz aktuell aufgefallen ist:
- subversion: die Konfiguration des Proxies ist nur in ~/.subversion/server möglich. Selten dämlich, man kann auch nicht auf eine Environment-Variable Bezug nehmen (jedenfalls find ich dazu nix)
- x-chat: die Konfiguration passiert nur über das GUI. Der systemweite Proxy in den Environment-Variablen sollte jede lokale Einstellung im GUI überschreiben und dort angezeigt werden, es gibt einen Grund, warum der Benutzer außerhalb einen Proxy gesetzt hat.
Besonders nervig ist das dann bei Unix-Anwendungen, die nach OS X Aqua portiert werden (z.B. X-Chat Aqua ist so ein Fall): bei echten OS X Anwendungen wird ja für Proxies und ähnliches auf die Netzwerkeinstellungen zurückgegriffen, so dass diese Anwendungen dann den richtigen Proxy benutzen, wenn die Netzwerkumgebung umgeschaltet wird. Bei portierten Anwendungen fehlt dieser Zugriff auf die Netzwerkeinstellunge - aber weil es GUI-Anwendungen sind, werden eventuelle Settings aus den Shell-Startscripten nicht ausgewertet. Denn die sind bei GUI-Anwendungen eventuell garnicht aktiv. Statt dessen wird eine eigene spezielle Property-Datei gelesen - was selten dämlich ist, denn die ist statisch und kein Shell-Script. Ja, den Patzer hat Apple verbockt.
Bei Programmen, die von der Shell gestartet werden, kann man ja mittels scutil und ein paar Zeilen Python sich recht leicht die Proxy-Settings auslesen und in das Environment packen - aber bei GUI-Anwendungen und selbst manchen CLI-Programmen scheitert man dann an den ignoranten Entwicklern. Bah. Humbug.
zum 20. Todestag von Joseph Beuys
Ich bin mir sicher, den Meister würde über diese Art der Huldigungen das kalte Grausen packen. Angemessener wären wohl eher Aktionen und Provokationen zu seinem Todestag, als Huldigungen und Würdigungen. Er hat schliesslich zeit seines Lebens lieber provoziert als sich Lobhudeleien anzuhören. Ganz besonders erschreckend finde ich aber dann solche Sprüche:
Beuys sei halt ein Aushängeschild der Kunstakademie. Die Zeiten, in denen große Künstler provozieren wollen, seien aber vorbei. Selbst Beuys würde heute mit seinen Aktionen nicht mehr auffallen, ist Malerei-Studentin Eva-Maria Schmitt (21) überzeugt.
Ich glaube nicht, das solche "Kunststudentinnen" wirklich die Kunst weiterbringen - angepasstes Gedudel gibts in Fahrstühlen schon genug, da brauchts keine Künstler für ...
Unberechtigter Zugriff auf E-Mail ist halt unberechtigt
Ja, als Admin sollte man sich über die rechtlichen Konsequenzen bei Vertrauensverletzung im klaren sein:
Nach einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Aachen vom 16. August 2005 rechtfertigt der unbefugte Zugriff auf fremde E-Mails durch einen Systemadministrator dessen fristlose Kündigung (Az. 7 Ca 5514/04).
Macht (hier im Sinne von Zugriff auf Daten, die anderen nicht zugänglich sind) bedeutet immer auch Verantwortung. Übrigens ist das vielen Sysadmins schon lange klar. Wäre aber schön, wenn das auch Politikern (deren Macht oftmals viel grösser ist) klar wäre ...
A list of open-source HTTP proxies written in python - eine ganze Reihe davon sind immer noch aktiv, und eventuell durchaus für den mobilen Einsatz interessant (speziell die auf asyncore aufbauenden, wegen der geringen Resourcen)
runit - a UNIX init scheme with service supervision - alternative zum sysv-init mit mehr Möglichkeiten und integrierten Features ala supervise (aus den daemontools).
WebCleaner - a filtering HTTP proxy - absolut High-Tech, das Teil. Asyncore, also niedrige Resourcen, integrierter JavaScript-Interpreter gegen Obfuscation und noch einen Haufen anderer Features. Klingt von der Papierform sehr gut.
Feed Icons - Help establish the new standard - freie Icons für Feeds als Alternative zum XML-Icon von Userland. Den Mozilla-Icons für Feeds nachempfunden.
HD? Nix da, sagt Hollywood
HD Output muss vom Player runtergesampeled werden - wenn das Studio dieses Feature verlangt. Das Ergebnis: tolle HD-DVD, aber das Ergebnis auf dem Monitor ist weitaus näher an der Standard-DVD-Qualität als an der möglichen HD-Qualität.
Sorry, aber wozu sollte ich mir dann HD-Hardware anschaffen, wenn es eh nicht so viel bringt? Soll das ganze eine Kamikazestrategie für die HD-Hardware-Hersteller werden?
Hurring.com: Code: Python: PHP Serialize implemented in Python - PHP-Daten von Python deserialisieren. Könnte interessant sein, wenn ich weitere Sites von PHP auf Django umbauen will und z.B. an Wordpress-Settings dran will.
Ok, Sandvox saugt nicht nur Hamster
Bei Bill Bumgarner gefunden:
As it turns out, Sandvox silently installs Smart Crash Report in ~/Library/Input Managers/ when it is launched. As an input manager, SCR is thusly loaded into every Cocoa app launched and subsequently uses various non-supported mechanisms to modify the behavior of said application.
Sandvox installiert einen Hack in die Input Manager - das sind Libraries, die sich in die Oberfläche einklinken um Anwendungsverhalten zu modifieren. Dazu überladen sie in der Regel Systemfunktionen mit eigenem Code. Kein Rootkit - sie verstecken sich nicht. Aber sie destabilisieren unter Umständen das System. Und vor allem: sie betreffen eben nicht nur dieses eine Programm, sondern alle Programme die diesen Mechanismus nutzen.
Sandvox fliegt von meiner Platte, sorry, aber sowas will ich nicht ohne dickes Warnschild und ohne Nachfragen installiert haben. Wir sind hier nicht unter Windows ...
Ross Barkman's Home Page - Modemscripte für Mac OS und Mac OS X und diverse Mobile Phones.
ScriptAculoUs - MochiKit - Trac - eine Portierung der script.aculo.us Effekte auf MochiKit. Endlich Drag and Drop und andere Effekte mit der deutlich besseren technischen MochiKit Basis.
Sinar m
Was passiert, wenn Sinar ein flexibles Kamerasystem entwickelt. Ok, die haben bei Sinar wirklich Ahnung davon, was flexibel heisst - man könnte aber fast meinen, das sie es bei der Sinar M ein bischen übertrieben haben
Ich würd gerne mal mit sowas spielen, aber ich glaube ich will den Preis für ein Komplettsystem mit AF-Spiegeladapter, einem Objektiv und Digitalback nicht wissen.
The Scanner Photography Project
Die Idee selber ist so neu nicht - ich hab schon in d.r.f. Leute über Flachbettscanner hinter GF-Kameras grübeln hören. Aber im Gegensatz zu einigen dort, hat der hier das Projekt nicht nur durchgezogen, sondern auch fast zur Perfektion (was das Bildergebnis angeht) gebracht. Sehr interessante Effekte durch die Vermischung der Scannerbewegung und Objektbewegung. Und eine gigantische Auflösung hat die Digicam auch noch
US-Justiz will Google Daten
Die US-Justiz will die Suchanfragen von Benutzern von Google (und anderen Suchmaschinen) haben. Natürlich erstmal nur zur Bekämpfung von Kinderpornographie (wie oft wird das noch als Ausrede für Demontage von Datenschutz benutzt werden?). Wer jetzt meint, dem zustimmen zu müssen: danach sind dann auch Recherchen über Kinderpornographie (und z.B. die Suche nach Quellenmaterial für die Recherce - ich meine damit jetzt Berichte über Kinderpornographie, nicht Bilder oder Filme) verdächtig. Denn auch bei den Suchmaschinenanfragen hat man das gleiche Problem wie bei Mailkverbindungen und IP-Verbindungsdaten: es sind gigantische Mengen, die Suche darin kann nur automatisiert stattfinden und die Trefferwahrscheinlichkeit ist damit mehr als zweifelhaft.
Wer mal seinem Spam-Filter zugesehen hat, wie der sich quält den Spam vom Ham zu unterscheiden, kann sich ungefähr vorstellen wie erfolgversprechend irgendwelche Such- und Qualifizierungsalgorithmen sein können, die nur diese verstümmelten Daten aus den Suchanfragen zur Verfügung haben ...
Vertuschen, verleugnen und ignorieren
So geht die Bundeswehr, der BND und das Auswärtige Amt mit dem geheimen Bundeswehrbericht über die Verschleppung von sechs Menschen nach Guantanamo um:
Trotz der Faktenlage und einer Abschrift des Berichts, die dem Verteidigungsministerium inzwischen ausgehändigt wurde, lautet das offizielle Resümee, dass es keine belastbaren Beweise für den Vorfall und die in dem fraglichen Geheimpapier enthaltenen Hinweise gebe.
Der Bericht selber ist weg. Angeblich gelöscht, weil keine Langzeitarchivierung vorgesehen sein (ja, klar, glaub ich sofort - war ja bei meiner Bundeswehrzeit keinesfalls so, das jedes Dokument abgelegt und archiviert wurde, das ist bloße Einbildung von mir). Und natürlich weiss niemand was davon. Und die peinlichen Beweise - wie das Geständnis des Verfassers des Berichtes und Fotos auf dem Computer, die zu dem Bericht gehören - werden halt einfach ignoriert.
Was daran absolut nicht witzig ist: sechs Menschen sitzen in Guantanamo - ohne belastbare Beweise. Das interessiert aber niemanden, da setzt sich niemand ein. Diese Menschen wurden mit Wissen der Bundeswehr verschleppt. Auch das interessiert niemanden. Alles egal, hauptsache man kann seine eigene Weste weiss halten.
Monitor: Vorwürfe gegen Ratiopharm - Falls sich jemand wundert, wo denn das ganze Geld für das Gesundheitssystem bleibt ...
Putzige Werbefuzzis
Die Werbefuzzis hinter dieser doofen DBD-Kampagne schmollen - jedenfalls mokiert sich einer davon in einer Rundmail über die ungewaschenen Blogger, die nervigen Journalisten und die doofen Kollegen. Seine Mutter hätte ihm beigebracht, das man sich für Geschenke bedanken würde und er meint, DBD wäre ein grossartiges Geschenk. Meine Mutter hat mir beigebracht, Leuten keinen unnützen Plunder zu schenken. Und im Falle eines breiten Widerspruchs zu meiner Meinung mal zu überlegen, ob nicht vielleicht der Rest der Menschheit Recht haben könnte. Meine Mutter ist schlauer als seine Mutter ...
Und der nächste verlässt uns
Der nächste Fotohersteller verlässt die Branche: Konica Minolta gibt traditionsreiches Kamera- und Film-Geschäft auf:
Wie viel und welche einzelnen Teile des Kamera-Geschäfts an Sony gehen und zu welchem Preis, gab das Unternehmen nicht im Detail bekannt, auf jeden Fall soll Sony das Geschäft mit digitalen Spiegelreflexkameras von Konica Minolta weiterführen. Sony will nach den Angaben von Konica Minolta weitere digitale SLRs entwicklen, mit denen Nutzer des Maxxum/Dynax-Objektivsystems die Objektive weiter einsetzen können sollen.
Schade. Die digitalen Minoltas waren eigentlich wieder ein Aufwind - und die Dynax 7D eine recht interessante Kamera. Aber demnächst wirds dann wohl eine Sony 7D sein. Ok, Sony kann durchaus Foto, aber trotzdem ist es um den Namen Minolta schade, irgendwie gehörte der für mich zur Fotografie dazu (auch wenn ich selber nie Minoltheke war).
Wikipedia.de derzeit abgeschaltet
Die Wikipedia.de ist derzeit abgeschaltet:
Grund ist nach einem Artikel der ebenfalls zu Wikimedia gehörenden Wikinews, dass die Eltern des verstorbenen Computerhackers Tron aus Berlin nicht wünschten, dass der volle Name ihres Sohnes und nicht nur sein Pseudonym in einem Artikel der Wikipedia veröffentlicht wird. Dies ist er jedoch weiterhin, auch nach der einstweiligen Verfügung.
So sehr ich verstehe, das sie das nicht wollen - dafür ist es ein bischen spät. Denn der Name ist nicht nur bei Wikipedia zu finden, der findet sich verstreut durchs ganze Netz. Ausserdem - egal ob es ihnen passt oder nicht - ist er eine Person der Zeitgeschichte. Immerhin gibts sogar nen ganzen Film über ihn.
Die Sperrung der ganzen deutschen Wikipedia-Domain als Anordnung vom Gericht ist dann schon ziemlich seltsam - denn die deutsche Wikipedia ist ja nur eine Weiterleitungsseite.
Irgendwie ist das mal wieder ein weiterer Beleg, warum man in Deutschland keine Webseiten betreiben kann - hier wird fast grundsätzlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Auswirkungen der ganzen Aktion werden aber nicht bedacht - denn davon, das die Weiterleitungsseite nicht mehr betrieben werden darf, ist die Seite ja nunmal nicht vom Netz. Und das einzige Ergebnis ist, das sein bürgerlicher Name noch weiter verbreitet bekannt wird.
Fehlt nur noch, das eine Sperrung ala Büssow für die ganze Wikipedia gefordert wird. Und durchgesetzt wird. Weil wir sind ja in Deutschland.
Cosina ist das neue Contax, sort of
Klare Ansage von Zeiss - jetzt mit dem ZF-System. Cosina kommt in die Rolle von Kyocera - inklusive Produktion von Zeiss Objektiven. Und parallel zu ZF wird es auch ZS geben - M42 Objektive. Wobei die Nutzung von M42 Objektiven an den Canon EOS Kameras ziemlich öde ist, da keine Springblendenfunktion vorhanden ist. Bei ZF wird ja hoffentlich der volle Status der manuellen Nikon Objektive unterstützt.
Hmm. Ich glaub, ich muss mir mal die D200 mit einem manuellen Objektiv zusammen angucken, ob damit brauchbare Fokussierung möglich ist. Mit den EOS gehts schlichtweg nicht - jedenfalls nicht mit der 10D oder 20D, da diese keine Mattscheibenwechsel erlauben und der AF-Indikator mit über Adapter angeschlossenen Objektiven nicht arbeitet. Auf den Futzelmattscheiben der AF-Digis kann man jedenfalls nicht nach Mattscheibe fokussieren - völlig unbrauchbar für kritische Situationen, da ist Fokusschätzung nach Skala ja noch präziser ...
Eigentlich wär das genau mein Wunschsystem - eine ordentliche, robuste Kamera mit brauchbarer Fokussierhilfe, irgendwas um 8 MP im Chip und vorne dran die bei mir sehr beliebten Zeiss Objektive.