Archiv 23. Januar 2006

A P R E S S . C O M : Practical Common Lisp - gibts jetzt auch als freien PDF Download (auf die Free Download Seite gehen und dort runterladen).

Bill Clementson's Blog: Update on Termite (A Lisp for Concurrent/Parallel Programming) - Infos zu Termite, einem auf Gambit-C aufbauenden Scheme mit den Concurrency-Features von Erlang. Klingt sehr interessant das ganze, mal anschauen, wenn der Code released ist.

BooCompany - der einzig legitime Nachfolger von DotComTod.de. Jetzt offen für alle Wirtschaftszweige.

Thinking Forth - gibts jetzt auch als PDF Download. Für alte Forther wie mich natürlich Pflichtdownload.

Unofficial documentation of iPhoto 6.0 photocasting feeds - Mark Pilgrim verreisst die Apple-iPhoto-RSS-Unterstützung. Sie ist schlecht. Sie ist richtig schlecht.

Wann entdecken Devs endlich Notebooks?

Ich mein, wann entdecken sie endlich, das Notebook-Benutzer was anderes sind als Desktop-Benutzer? Das zum Beispiel bei einem Notebook-Benutzer die Umgebung ständig wechselt? Das die Netzwerkkonfiguration eben nicht statisch ist, sondern dynamisch? Und das der Web-Proxy eine dynamische Einstellung ist - es also hochgradig schwachsinnig ist, diese in Programmkonfigurationsdateien zu packen, anstelle sie aus Environment-Settings zu lesen? Wegen meiner darf es ja ruhig eine Stelle dafür in den Configs geben - aber dann sollte es auch eine Möglichkeit geben, diese Einstellung zu überschreiben aus dem Environment.

Wo mir das gerade ganz aktuell aufgefallen ist:

  • subversion: die Konfiguration des Proxies ist nur in ~/.subversion/server möglich. Selten dämlich, man kann auch nicht auf eine Environment-Variable Bezug nehmen (jedenfalls find ich dazu nix)
  • x-chat: die Konfiguration passiert nur über das GUI. Der systemweite Proxy in den Environment-Variablen sollte jede lokale Einstellung im GUI überschreiben und dort angezeigt werden, es gibt einen Grund, warum der Benutzer außerhalb einen Proxy gesetzt hat.

Besonders nervig ist das dann bei Unix-Anwendungen, die nach OS X Aqua portiert werden (z.B. X-Chat Aqua ist so ein Fall): bei echten OS X Anwendungen wird ja für Proxies und ähnliches auf die Netzwerkeinstellungen zurückgegriffen, so dass diese Anwendungen dann den richtigen Proxy benutzen, wenn die Netzwerkumgebung umgeschaltet wird. Bei portierten Anwendungen fehlt dieser Zugriff auf die Netzwerkeinstellunge - aber weil es GUI-Anwendungen sind, werden eventuelle Settings aus den Shell-Startscripten nicht ausgewertet. Denn die sind bei GUI-Anwendungen eventuell garnicht aktiv. Statt dessen wird eine eigene spezielle Property-Datei gelesen - was selten dämlich ist, denn die ist statisch und kein Shell-Script. Ja, den Patzer hat Apple verbockt.

Bei Programmen, die von der Shell gestartet werden, kann man ja mittels scutil und ein paar Zeilen Python sich recht leicht die Proxy-Settings auslesen und in das Environment packen - aber bei GUI-Anwendungen und selbst manchen CLI-Programmen scheitert man dann an den ignoranten Entwicklern. Bah. Humbug.

zum 20. Todestag von Joseph Beuys

Ich bin mir sicher, den Meister würde über diese Art der Huldigungen das kalte Grausen packen. Angemessener wären wohl eher Aktionen und Provokationen zu seinem Todestag, als Huldigungen und Würdigungen. Er hat schliesslich zeit seines Lebens lieber provoziert als sich Lobhudeleien anzuhören. Ganz besonders erschreckend finde ich aber dann solche Sprüche:

Beuys sei halt ein Aushängeschild der Kunstakademie. Die Zeiten, in denen große Künstler provozieren wollen, seien aber vorbei. Selbst Beuys würde heute mit seinen Aktionen nicht mehr auffallen, ist Malerei-Studentin Eva-Maria Schmitt (21) überzeugt.

Ich glaube nicht, das solche "Kunststudentinnen" wirklich die Kunst weiterbringen - angepasstes Gedudel gibts in Fahrstühlen schon genug, da brauchts keine Künstler für ...