Archiv Februar 2006

Blue Ball Machine - gigantische Kugelbahn in einer Webseite. Vorsicht, musikhinterlegt.

BranchBasedDevelopment - interessante Liste von Punkten wie man mit Branches in Subversion sinnvoll arbeiten kann.

Divmod - eine ganze Reihe von sehr interessanten Python Projekten. Natürlich auch eigenes Webframework und eigener ORM, aber auch ein paar kleinere, interessante Sachen wie z.B. ein Bayesian Classifier.

MacMini mit Core-Duo

Sir Steve kündigt den MacMini Intel Core Duo an - und ich glaub, ich will einen haben. Denn schliesslich ist das definitiv nett, am Arbeitsplatzrechner zwei Prozessoren zu haben. Vor allem wenn der Chipsatz dann auch etwas zulegt - der im MacMini PPC ist ja doch nicht unbedingt der schnellste.

Allerdings würde meine Traumausstattung (Core Duo, 2 GB Ram, 120 GB Platte, Apple Care) mich locker 1500 Euro kosten. Autsch.

Mehr Bilder von der DMC-L1

Mehr Bilder der Panasonic Lumix DMC-L1 - dem Teil mit dem Leica-4/3-Objektiv. Das wird definitiv eins der Teile sein, die ich mir auf der Photokina in die Finger nehmen werde. Zum Glück ist es bis zur Photokina noch lange hin, da kann ich erstmal alle Foto-Anschaffungen auf Eis legen. Vielleicht vergess ichs ja bis dahin ... (klar, und Schweine können fliegen ...)

NASA World Wind - Software ala Google Earth, aber mit NASA Satellitenbildern. Leider nur für Windows.

Pictures of a guy in a blue shirt - weird

Screencast über Web-Anwendungen

Steve vom JPL hat einen Vergleich über verschiedene Webframeworks als Film bereitgestellt. Ganz nett, auch wenn er natürlich manche Sachen stark vereinfacht. Warnung: das Video ist sehr gross (300 MB) und J2EE kommt schlecht weg

Zu den Django-Kommentaren (schliesslich bin ich ja Django Contributor): I18N ist seit längerem schon im Standard drin, aber da Django sich sehr fix bewegt, kann man da nicht erwarten das er alles berücksichtigt. Und bei den Templates ist er nicht auf die Django-Template-Sprache angewiesen, er kann auch ZPT (die gleichen wie bei Plone) benutzen.

Der Zentrale Punkt kommt aber gut rüber: vergesst J2EE, lernt was anderes. Und dabei ist die Entscheidung zwischen Plone, Rails, TurboGears oder Django warscheinlich völlig egal - hauptsache ihr lernt was, das dann auch Spaß macht bei der Programmierung.

SonyStyle USA - PRS-500

Der Sony eReader PRS-500 - der mit dem elektronischen Papier als Display - ist jetzt raus in den USA. 350 US$. Aber die Software für den Transfer gibts scheinbar nur für den PC und irgendwie lese ich da nirgendwo, das man ganz normal Files draufkopieren kann um sie zu lesen. Ich hoffe ja mal das sie da noch was an Details liefern, das man das Gerät auch mit OS X oder anderen Systemen nutzen kann - andererseits ist gerade Sony ja einer der Hauptvertreter von DRM und ähnlichem Mist, da würde es mich nicht wundern, wenn die Plattform eine geschlossene Plattform bleibt. Dann heissts wohl auf die Konkurrenz zu warten ...

Tail Call Optimization in Python

Anfang des Monats hab ich mich noch darüber geärgert, das GvR keine Tail-Call Optimierung in Python will - weil er meint, das wäre ein Feature das kein einfaches Interface haben kann. Auf [Lambda the Ultimate] gibts dazu auch einen Kommentar - denn logischerweise hat dieses Statement von GvR zu einiger Erheiterung in der Lisp-Community geführt. Ganz besonders putzig daran: es gibt eine Lösung Tail-Calls per Dekorator optimieren zu lassen - in dem Python einfach im Stack rumfummelt (dank Stack-Introspection geht das ganz gut). Soviel zum Thema Rube Goldberg Device - der Dekorator ist extrem kompakt, da ist wirklich nicht viel Komplexität enthalten. Natürlich ist die Optimierung nicht wirklich optimal - sie vermeidet zwar den Stacküberlauf, aber benutzt Exception-Handling um die Funktionsaufrufe zu vermeiden, was dann doch etwas auf die Performance schlägt. Aber für die einfache Übertragung rekursiver Algorithmen kann das trotzdem durchaus nützlich sein.

Und warum wird sowas jetzt nicht als bessere, effizientere Lösung direkt in Python eingebaut? Python 2.5 kriegt von Perl geerbte bedingte Ausdrücke ( value if condition else othervalue ), aber sowas wie ein einfacher Dekorator zur Optimierung von bestimmten Funktionsaufrufen nicht?

Was sich Firmengründer so vorstellen

Kaum wollen die Mitarbeiter von SAP einen Betriebsrat gründen, schon stellt der SAP-Gründer den Firmensitz Walldorf infrage:

Zwei Tage, bevor am Donnerstag bei SAP eine Betriebsversammlung mit dem Ziel, einen Betriebsrat zu wählen, stattfindet, verstärkt Firmengründer Dietmar Hopp seine Warnungen: Die Installation eines Betriebsrates sei ein "Einfallstor für die IG Metall", sagte Hopp, der die rigiden Vorstellungen der Gewerkschafter zur Arbeitszeit ablehnt: "Wenn einer die Gewerkschaft fragen muss, darf ich heute abend um elf Uhr mit Kalifornien telefonieren, dann gute Nacht schöne SAP", illustrierte Hopp seine Befürchtungen gegenüber Handelsblatt.com – "schlimmstenfalls" sei Walldorf als Standort der Konzernzentrale in Gefahr, sagte der langjährige Aufsichtsratschef, der sich vor knapp einem Jahr aus dem Gremium ganz zurückgezogen hatte.

Genau. Unternehmen mit Betriebsrat dürfen nicht ins Ausland telefonieren. Bei solchem armseligen Gestammel von Firmenchefs und Managern frag ich mich wirklich, was diese Flachschädel eigentlich so besonders auszeichnet, das sie so viel Geld einsacken müssen? Kompetenz - egal ob fachlich (denn Arbeitsrecht gehört für mich schon zum fachlichen Umfeld eines Managers) noch menschlich, der Firmengründer von SAP hat hier schlichtweg die Hose runter gelassen, und was zum Vorschein kommt ist halt einfach nur ein Arsch.

Erschreckend auch die Hetze gegen die Gewerkschaften von Seiten der angeblichen Mitarbeitervertretung - wenn man sich deren Ergüsse so durchliest, wundert einen nicht, das die Arbeitnehmer bei SAP jetzt einen Betriebsrat wollen. Da haben sie wenigstens eine reelle Chance, das dort auch mal jemand sitzt, der tatsächlich die Arbeitnehmer vertritt und nicht nur seinen Aufsichtsratposten ...

Nachtrag: wie gut FUD funktioniert sieht man dann ja am Ergebnis. Und daran, wie sich die angeblichen Wirtschaftsblätter vor Freude auf die Schenkel klopfen. Schade für die Mitarbeiter von SAP - denn früher oder später werden sie vermutlich auf die harte Tour lernen, wie dumm die Idee ist auf seine Mitbestimmungsrechte zu verzichten. Aber die Polemik das ein Betriebsrat ja nur von der Gewerkschaft gesteuert wäre (was lächerlich ist, denn das hängt immer noch von den gewählten Betriebsräten ab, was die machen) und das ein Betriebsrat angeblich nicht zur Unternehmenskultur passe hat wohl besser gezogen als der gesunde Menschenverstand. Ist allerdings typische Traumtänzerei von Arbeitnehmern in der IT-Branche, war schon vor 20 Jahren im Rechenzentrum so. Die haben es dann später auch lernen müssen ...

Disk Inventory X - liefert auch Übersichten wo der Plattenplatz verloren geht, allerdings mit einer sehr pfiffigen grafischen Anzeige.

id-design, inc. | WhatSize - liefert eine gute Übersicht darüber, wo Plattenplatz verbraten wird.

Monolingual - beseitigt Sprachversionen von OS X, die man sowieso nie benutzt. Bringt ne Menge Plattenplatz zurück.

Digi-Wunder-Chip von TI?

Viel Marketinghype und lautes Getöse, aber wenn nur ein kleiner Teil aus der Ankündigung von TI für einen neuen Kamerachip wahr ist, wär das schon sehr interessant. Im Prinzip - zumindestens lese ich die Ankündigung so - ist es ein DSP speziell für fotografische Anwendungen. TI ist ja im Bereich der DSPs und Custom-Chips recht weit vorne mit dabe, es könnte also wirklich was dran sein. Schaun mer mal, wenn die ersten Kameras mit dem Teil rauskommen, was dann von den Versprechungen übrig bleibt.

Instant Community Building

Was so passiert, wenn auf Lemonodor die Verfügbarkeit von "On Lisp" als Download angekündigt wird. Scheinbar hat kein einziger der Kommentatoren jemals den Link geklickt oder sich die Site mal angeguckt, bevor er oder sie kommentiert hat. Passiert auch bei anderen Postings auf Lemonodor ab und an, aber nicht so massiv wie bei diesem Posting.

Leica und Panasonic mit Digi-SLR-Kombo

War ja klar, nachdem Zeiss mit den ZF-Linsen und Nikon mit der D200 in den Markt ging, war für mich ja die Überlegung da, ob ich nach Nikon wechsel. Und natürlich kommt jetzt Leica mit rein, mit der Ankündigung des Leica D 14-50 mm F2.8-F3.5 für das four-thirds System. Womit nicht nur die neu angekündigte Panasonic Digi-SLR im Boot ist (die wohl eine Olympus E330 als Basis hat), sondern auch das ganze Olympus-System. Also noch eine mögliche Wahl beim Wechsel? Zumal es für das Four-Thirds System recht brauchbare Adapter auf Contax-Yashica gibt, so das ich damit - anders als mit der Canon - voraussicthlich alle Zeiss-Linsen weiterverwenden könnte. Interessant ist dann noch der Bildstabilisator und - wohl vom Olympus-System geerbt - der Ultraschall-Chip-Reiniger im Body.

Textpander - sehr nettes Tool das Kürzel automatisch in Langtexte umsetzt. Funktioniert in allen Programmen über die UI-Scripting-Schnittstelle (also Hilfsgeräte in den Bedienhilfen von OS X aktivieren).

Hetima:SafariStand - noch so ein Monsterplugin für Safari das alles mögliche einbaut, Filterung, farbiger Source, Thumbnail-Vorschauf auf Tabs, Seitenmodifikation ...

London 2.0 RC 4 - Monday 3rd April

At least they get it right this time and announce early: London 2.0 RC 4 - Monday 3rd April. Hey, if adrian_h is dropping in, that would definitely be an incentive for me to hop over to London (it's just something like 7-9 hours by train from my hometown) and join in

Now I only have to check wether I can do hotel booking and ordering up front for reasonable rates around here, but what I did see is that the cheapest tickets are 49 EUR for the full drive, so there is plenty space for the hotel costs.

Pimp My Safari - Plugins und Tools rund um Safari.

stripsquad.se - sehr schräg, sehr schrill, sehr böse - ich liebe es.

SurfRabbit - und noch ein Greasemonkey-alike Teil für Safari (keine Ahnung ob die Rabbits in Javascript geschrieben sind, aber die Auswirkungen sind ähnlich).

Wow.

Nerdcore - A Blog about very cool Stuff. Und so.

Stell Dir vor, all die grauen Herren in ihren Anzügen in ihren Lofts hätten keine Macht über den Klang in unseren Ohren, über die Flächen unserer Städte, über die Dinge, die wir lesen. Marktanalysen würden nichts zählen, weil der Markt, genau wie wir, ein Schwarm Schmeißfliegen ist, der sich nicht vorhersagen lässt. Die Straße wäre voller arbeitsloser Juristen. Die zögen dahin, wo sie bluten für ihre Sicht auf alles, zusammen mit ihren Kumpels, den Betriebswirtschaftlern, den Marketingheinis, den Bänkerspacken, den Versicherungsheinzes. Weil sie nicht begreifen, was es bedeutet, wenn wir uns zusammentun und vernetzen, miteinander reden. Der Mensch ist die kleinste wirtschaftliche Einheit? Fuck you, der Mensch ist alles, was wir haben. Und das ist wirklich viel, wenn man nur einmal wagt, darüber nachzudenken.

Angebliche Wettermanipulation?

Donnerwetter erstattet Anzeige wegen angeblicher Wetterbeeinflussung - Hoax? Joke? Oder zu grosser Konsum möglicherweise nicht ganz legaler Mittel? Im Infoblatt der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft taucht das aber auch auf. Also doch was dran? Die Anzeige von Donnerwetter klingt ja ernstgemeint. Wetterbeeinflussung selber ist ja durchaus ein reales Thema - und z.B. in den USA in einigen Bereichen durchaus im Einsatz, allerdings auf recht kleinem Rahmen (z.B. zur vorzeitigen Aktivierung von Wetterfronten, um grössere Benachteiligungen der Landwirtschaft in bestimmten Regionen zu vermeiden). Sollte also tatsächlich jemand über Deutschland mit sowas rumexperimentieren?

Democracy Player - ein RSS-Aggregator, der in Enclosures Bittorrent-Files erwartet und diese dann automatisch runterlädt. Viele Features, bildet im Prinzip TV-on-Demand ab.

Google Macintosh Dashboard Widgets - das was draufsteht ist drin. Dashboard Widgets von Google für Google.

Growl! - kennt ja jeder mitlerweile, optisch ansprechende Infofenster, kann man auch aus Scripten heraus nutzen.

Live Thumbnails: Watch 'em Grow - interessante Art aus Thumbnails direkt Grossbilder zu machen, ohne einen Seitenwechsel einzulegen. Allerdings aufgrund der erfundenen Attribute kein valides HTML4.

The Little Calculist: JavaScript language level - JavaScript als Sprache direkt in DrScheme unterstützt. Damit gibts die genialen Werkzeuge von DrScheme auch zur Bearbeitung von JavaScript.

Water: the structure and properties of liquid water - alles was man über Wasser (ja, dieses H2O Zeug) wissen will/soll/kann.

iWeb und sein Output

Ich hab ja kürzlich mit Sandvox und Rapidweaver zwei verschiedene Editoren zur einfachen Erstellung von Webseiten angetestet. Jetzt hab ich auch eine Site mit iWeb gemacht. Sandvox schied wegen gigantischer Speicheranforderungen aus, Rapidweaver zeigte schon ein paar nette und interessante Features und war vor allem fix. Aber die Styles waren nicht so professionell wie die von Sandvox. Wie macht sich iWeb?

Nunja, guckt euch die Site an. Ich hab auf Anhieb gleich eine ganze Reihe von Problempunkten gesehen:

  • der Style in iWeb sieht wesentlich "slicker" aus als dann im gerenderten Output. Fontrendering ist eben auf Webseiten nicht mit jedem Browser wirklich gut.
  • die idiotische Redirection und die doch eher unüblichen Ordnernamen. Klar, ich kann meine Site auch anders nennen - aber warum zu Kuckuck soll ich meine Site umbenennen, nur weil iWeb daraus direkt einen Ordnernamen macht?
  • die URLs sind alles andere als schön - und ich finde generell eine Redirection auf der Start-URL dämlich, da kann man doch wirklich intelligenter vorgehen und das Default-Dokument sinnvoll benutzen. Und guckt euch mal die Blog-Seiten an, was die für URLs bekommen. Ekelhaft.
  • mit Lynx kann man das ganze überhaupt nicht benutzen. Die Redirects sind falsch und die Links werden auch nicht mehr angezeigt.
  • auch wenn der HTML-Code validiert, so ist er trotzdem nicht wirklich semantisch. Überschriften werden nicht als Hx gesetzt, sondern einfach nur per Styles grösser gemacht.
  • Layouts werden zwar nicht mit Tabellen gemacht, aber durch Inline-Styles werden DIVs als Tabelle missbraucht. Sorry, aber nur das Tag zu ändern macht ein Layout nicht schön.
  • der Sourcecode ist komplett unlesbar und scheisse.
  • schon die Grundseiten enthalten ständig JavaScript für diverse Zwecke. Und nein, iWeb hat darüber im Editor definitiv nicht informiert. Wie soll man so erwarten, das Mac-User sich dann später auch Gedanken zu den Problemen von JavaScript-basierten Elementen machen?
  • wieso eine Firma, die sich selber Text-Vorleser programmiert, eigene Rechtschreibkorrekturlösungen baut und auch ansonsten relativ gut mit Text umgehen kann ausgerechnet die Verkürzung der Blogbeitragstexte so macht, das mitten im Wort abgeschnitten wird, weiss wohl nur Apple alleine.
  • Accessibility? We don't need no stinking Accessibility.

Ich hoffe ja mal, das Apple da deutlich nachbessert. Ich mein, semantisches Layout und Source der den Accessibility-Richtlinien entspricht ist ja nun wirklich nichts neues. Warum Apple da einen dermaßen miesen HTML-Code produziert ist mir echt ein Rätsel.

Nikon D200 Full Review

Bei DPreview gibts jetzt den vollständigen Review der Nikon D200. Wenn ich mir die technischen Daten und vor allem auch natürlich die Messwerte angucke, dann hat Nikon da definitiv ein Topgerät gelandet. Das macht aus meiner Sicht absolut Konkurrenz zu den Canon-Geräten. Und wenn ich mir dann auch noch dieses schnuckelige Makro von Nikon angucke, dann wird mir ganz warm ums Herz - ein 2.8er Lichtstärke 150er Bildwinkel mit Bildstabilisator - das wäre definitiv was feines. Dazu dann noch die Zeiss Objektive für Nikon F und das kombiniert mit den Mattscheiben von Katz Eye(die auf der Nikon keine Änderung der Anzeigen im Sucher bewirken - anders als bei den Canon-Kameras - und auch keine starke Änderung in der Belichtungsmessung), dann könnte das für mich schon fast fotografisches Nirvana bedeuten. Zumal mir die Kamera sehr gut in der Hand lag, als ich sie letztens bei Fotohändler des geringsten Misstrauens mal in die Finger genommen habe.

Ok, jetzt muss ich nur noch rauskriegen, welche Objektive für das Nikon-Bajonett wirklich ein brauchbares Bokeh haben - denn das, was ich bisher so im Nikon-Umfeld gesehen habe, fand ich weniger überzeugend. Ok, die Zeiss-Linsen dürften da ziemlich klasse sein (ich hab die ja schon für meine Contax RTS III), aber ein paar AF-Objektive wären schon nett. Das Makro wäre da natürlich an erster Stelle der Wunschliste, da ich ein solches Makro an meiner Canon zu schätzen gelernt habe (unter anderem wegen der gnadenlos guten Bildqualität im Vergleich zu normalen Objektiven).

Ausserdem muss ich dann noch jemanden finden, der mir meine Canon-Ausrüstung zu einem annehmbaren Kurs abkauft, oder alternativ im Lotto gewinnen oder ne Bank überfallen ...

Aber schon komisch, das ist das erste Mal, das eine Nikon-Kamera wirklich einen "haben wollen" Reflex auslöst - bisher hat Nikon das nie geschafft, allenfalls ein "wär ganz nett zu haben" Effekt war beobachtbar. Und wer mich kennt, weiss das ich vor fast nichts zurückschrecke wenn der Anreiz gross genug ist

Patentamtsidiotie in den USA

Softwarepatente sind ja was ganz tolles, deshalb wird sicherlich keiner der Verfechter dieses Hirnrisses was gegen das Patent auf jede Art von Internet-Rich-Client haben. Wenn das sich hält, werden in den USA demnächst Ajax-Anwendungen zu Patentverletzungen und eine kleine Klitsche ohne reale Produkte zockt dann Firmen ab, nur weil die ein Patent auf etwas haben, das sie selber nicht im geringsten entwickelt oder auch nur gefördert haben.

RubyForge: Ruby Port to Nokia 770 Internet Tablet: Projektinfo - Ruby ist jetzt auch auf dem Nokia 770 verfügbar. Mit Python und TCL ist das schon eine stattliche Zahl von Onboard-Programmiersprachen.

Scsh PhotoBase - ist eine Foto-Verwaltungs-Software ala iPhoto, aber in Scheme geschrieben und für Benutzung über das Web. Bisher nur eine Ankündigung, aber der Source soll definitiv released werden.

So bescheisst man Kunden

RWE macht hohe Gewinne auf Kosten der Kunden:

Der Energie-Konzern trumpft auf. Das Betriebsergebnis übertrifft die Erwartungen der Experten und auch der leichte Umsatzrückgang überrascht nicht. Hauptgrund für den Geldsegen waren die hohen Strompreise.

Klar, die Strompreiserhöhung war alleine durch externe bestimmt und hatte garnichts damit zu tun, das die RWE schlicht und einfach ihre regionale Monopolstellung ausnutzen will. Dabei ist dann die Äusserung aus dem NRW-Wirtschaftsministerium, das dieses eventuell die Beutelschneiderrei um 25% kürzen will, eher lachhaft - denn die gesamte Strompreiserhöhung dient einfach nur der Bereicherung des RWE-Konzerns.

Tomato Torrent - ein netter Bittorrent Client für OS X.

Tor GUI Competition

Die GUI Competition für tor - ein gutes Werkzeug zur Sicherung der Privatsphäre des Internet-Benutzers - kannte ich noch garnicht. Tor selber benutze ich ja schon eine Weile - und eine Zeit lang habe ich auch einen tor Router betrieben - aber die Nutzung, speziell bei dynamischer Netzanbindung, ist immer noch etwas hakelig für normale Endbenutzer. Natürlich vertrete ich auch die Meinung das Endbenutzer ruhig etwas mehr über ihren Rechner lernen sollten und deshalb die Installation und Nutzung von tor auch für diese Leute machbar wäre - aber wenn wir wirklich wollen das tor ein Zeichen gegen die Datenspionage des Staates setzen kann, dann brauchen wir definitiv grafische Oberflächen zur Aktivierung, Nutzung und Konfiguration. Denn nur dann werden auch normale Benutzer darüber nachdenken ob sie es nicht doch einsetzen sollten.

Aus diesem Grund freut es mich auch ganz besonders, das die COmpetition jetzt in die nächste Phase - die tatsächliche Programmierung der GUIs - gegangen ist. Und als blöder Mac-Maus-Schubser wünsch ich mir natürlich auch eine OS X Oberfläche dafür

Übrigens gibt es eine sehr praktische - und meiner Meinung nach einleuchtende - Anwendung von tor: öffentliche WLAN Hotspots. Auf denen läuft die Kommunikation in der Regel unverschlüsselt ab. Damit sind alle Zugriffe direkt für andere sichtbar - unbrauchbar zum Zugriff auf Sites bei denen man ein Passwort hat, wenn diese nicht auch gleich SSL anbieten. Und ganz besonders problematisch mit all den anderen unverschlüsselten Diensten, mit denen man gerne im Internet rumspielt - IRC zum Beispiel (ein privat chat ist nicht mehr allzu privat, wenn man ihn über einen öffentlichen WLAN Hotspot führt ...). Tor kann hier sehr einfach helfen - eine lokale tor-Installation auf den Rechner und die Client-Software passend konfigurieren und schon hat man eine Art Über-VPN.

Das ist auch ein Grund, warum ich mir eine tor-Portierung auf das kleine Nokia 770 Tablet wünsche

Ich selber benutze tor nicht bei allen Diensten - habe aber generell auf dem Mac eine Netzwerkkonfiguration parat, bei der tor und privoxy durch Auswahl aktiviert werden (ich würd mir wünschen das ich den socks-forward bei privoxy per privoxy-GUI toggeln könnte - dann könnte ich nämlich die Privoxy-Umgebung generell aktiv halten und nur bei Bedarf den tor zuschalten). Dadurch kann ich unterwegs schnell und einfach tor zuschalten. Für Jabber benutze ich Psi, bei dem ich den tor-Dienst generell aktiviert habe. Bei IRC bentze ich XChat-Aqua, welches recht einfach mit verschiedenen Serverkonfigurationen bestückt werden kann, so das ich tor aktivieren oder deaktivieren kann (viele IRC-Netze erlauben keine IRC-Nutzung über tor).

Ein GUI auf dem Mac sollte sich meiner Meinung nach in die Netzwerkumgebungen beim Mac einklinken, also über die Aktivierung dann entsprechende Änderungen vornehmen, genauso wie es der Umgebungswechsel macht. Und man sollte wie früher bei den alten Mac Locations recht leicht anderen Programmen neue Configs unterschieben können, für die Programme bei denen der Proxy manuell eingetragen werden muss.

Verstrahlter Koch

Koch plädiert für eine längere Laufzeit für das "unsicherste" Atomkraftwerk:

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sprach sich hingegen für eine Laufzeitverlängerung aus. Es sei im Landesinteresse, das Kraftwerk so lange wie möglich in Betrieb zu lassen, insbesondere wenn der Betreiber RWE bereit sei, den Meiler nachzurüsten, sagte der CDU-Politiker im Landtag.

Wie, das Teil ist eines der störanfälligsten und unsichersten Kraftwerke in Deutschland? Was, das Kraftwerk ist mehrfach mit Störfällen aufgefallen und der Betreiber ist mehrfach dadurch aufgefallen, das er diese Störfälle zu vertuschen versucht hat? Aber klar, wir glauben dem Betreiber einfach mal, das er das Kraftwerk aufrüstet und sicher macht. Genauso wie wir ihm glauben, das die ganzen Strompreiserhöhungen nicht einfach nur dazu dienten, seinen Gewinn auf Kosten der Bürger zu erhöhen.

Wasabi Systems hat eine recht brauchbare Betrachtung was die GPL eigentlich wirklich für Firmen bedeutet. Desweiteren ist dort auch ein Kapitel, das sich mit binären Kernelmodulen beschäftigt - und wieso diese eine GPL-Verletzung darstellen.

An die Content-Diebe

Da mal wieder wie an der Blogbar beschrieben Contentdiebe unterwegs sind, mal präventiv für diese eine Erklärung, was eine CC-Lizenz mit Share-Alike-Bedingung und Non-Commercial bedeutet: keine Ads auf den Seiten. Keine kommerzielle Site - also z.B. bezahlte Accounts oder ähnliches. Und ja, ich meine das mit den Non-Commercial ernst. Share-Alike hat auch eine einfache Erklärung: eine Site, die meine Inhalte wiedergibt, muss unter der gleichen Lizenz stehen, wie meine Site.

Wer die beiden Bedingungen (über die Erklärung von Attribution reden wir mal nicht) nicht erfüllen kann, muss wohl oder übel nachfragen. Und das bedeutet nicht, das eine Nicht-Reaktion eine stillschweigende Zustimmung wäre - wer keine explizite Erlaubnis von mir hat und sich nicht an die CC-Lizenz halten kann, muss eben die Griffel von meinen Inhalten lassen.

Und wer meint, das ich ihm nix kann: wer so blöd ist sich Inhalte aus RSS-Feeds automatisch zu ziehen, sollte darüber nachdenken, das die ziehende Maschine erkennbar ist (ganz besonders bei "stationären" Diensten) - und man durchaus passende Feeds für einzelne Server bereitstellen kann, wenn man seine Software so wie ich selber programmiert. Und glaubt mir, liebe Content-Diebe: die Inhalte, die ihr dann ziehen würdet, würden euch garantiert nicht gefallen.

Babylonische Erklärung für die Nebra-Himmelsscheibe?

Die Nebra-Himmelsscheibe ist eine astronomische Uhr:

Eine babylonische Keilschrift aus dem siebten Jahrhundert vor Christus und die Detektivarbeit eines Hamburger Astronomen haben das Rätsel um die Himmelsscheibe von Nebra gelöst: Rahlf Hansen entschlüsselte eine Schaltmonat-Regel, die von der 3600 Jahre alten Bronzescheibe abzulesen ist.

Mit der Regel wird das Mondjahr und das Sonnenjahr wieder synchronisiert - das Mondjahr ist etwas kürzer als das Sonnenjahr und daher läufts im Laufe der Zeit aus der Synchronisation, mit der Regel auf der Scheibe wussten die Besitzer wann sie den Mondkalender durch Einschub eines Schaltmonats zurücksetzen mussten.

Schon verrückt, wenn man bedenkt, das die Scheibe aus der Bronzezeit ist. Und Babylonien und Sachsen nicht wirklich dicht beieinander liegen (wobei die Aufzeichnungen fast tausend Jahre jünger sind, was die Leistungen der Hersteller der Scheibe noch interessanter macht).

Clim-Desktop project - erste Ansätze für eine integrierte Common Lisp Entwicklungsumgebung auf Basis der freien CLIM Implementierung.

Jetzt kommt IBM in Fahrt

Erinnert sich noch jemand an diesen Dauergerichtstermin zwischen SCO und IBM? GROKLAW bringt eine Reihe von Dokumenten mit Anforderungen von IBM an diverse Firmen. Microsoft, Sun, HP, Baystar - mit sehr vielen, sehr interessanten Fragen. Hey, das Verfahren könnte so langsam wieder etwas interessanter werden

Musikindustrie verblödet immer mehr

Jetzt wollen sie "Intelligente Aufnahmesoftware" verbieten - ohne zu verraten, was das denn sein soll. Aber sie wollen natürlich die Privatkopie beschränken, Mitschneiden aus dem Radio einschränken, die Sendefreiheit für den Hörfunk einschränken und auch sonst alles unternehmen um sich selber zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren - denn wenn keiner mehr freien Zugang zur Musik hat, werden die Menschen sich auf Dauer den freien Zugang anderweitig besorgen. Letztendlich fördern die hirnrissigen Forderungen der Musikindustrie auf lange Sicht nur die illegale Verbreitung von Musik als das sie diese eindämmen.

Das Problem dabei ist allerdings, das sich die Prolethiker in Berlin eh schon die ganze Zeit von der Musikindustrie vorführen lässt und immer mehr von dem geforderten Schwachsinn umsetzt. Und so können wir uns vermutlich auf noch mehr irrwitzige und hirnlose Gesetze freuen, so lange bis vielleicht doch mal dem Verfassungsgericht der Kragen platzt und sie dem Unsinn einen Riegel vorschieben. Den dann aber vermutlich die Prolethiker genauso ignorieren wie andere Entscheidungen aus Karlsruhe ...

Netz-Neutralität gefährdet

Telekom fordert Geld von Content-Anbietern - und stösst dabei ins gleiche Horn wie die US-Telecoms:

Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hat angekündigt, die Telekom wolle künftig Geld von Anbietern wie Google, Yahoo, Amazon und eBay verlangen. Es könne nicht sein, sagte er der «Wirtschaftswoche», dass der Kunde für das Breitband-Netz allein zahle.

Und wer garantiert, das es nur die grossen Content-Anbieter betrifft? Und wer garantiert, das demnächst kleine Kunden, private Sites etc. noch die gleiche Leistung erhalten wie die Grossen? Denn genau das bedeutet die Netz-Neutralität: das die Leistung für alle Beteiligten gleich ist. Auch wenn Ricke so tut als würde er sich da zum Anwalt der Kunden machen, es geht doch nur darum, das die Backbone-Betreiber mehr verdienen wollen, ganz besonders die aus dem Telekommunikationssektor.

Etwas deutlicher wirds bei Heise, was diese Forderung der Telekoms bedeutet: letzendlich zahlen die Anbieter dann mehrfach für die gleiche Leistung. Erstmal bezahlen sie bei ihrem Hoster oder Provider für die Connectivity. Dann zahlen sie nochmal für die gleichen Bytes an die Backbones. Und dann zahlt der Besucher auch noch für dieselben Bytes an seinen Provider. Das ist klassische Telekoms-Abzocke (und ich meine damit durchaus mehr als nur die Deutsche Telekom).

Die Backbones haben eigentlich ihre Finanzierung über die Peering-Abschlüsse mit anderen Backbones (sofern dort asymmetrische Lastverteilung vorliegt) und durch eigene, direkte Anschlüsse von Anbietern und Nutzern. Jetzt wollen sie Geld von Beteiligten, die mit ihnen gar keine Verträge haben - sondern nur über Verträge Dritter die Leistungen der Telekoms nutzen. Und das ist schlicht Beutelschneiderei.

Phollowing the Phlopping Phish

Wer mehr über die peinliche Panne bei Geotrust wissen will: Phollow the Phlopping Phish beschreibt die Phishing-Attacke mal aus Sicht eines Benutzers. Mit Screenshots und Dokumentation wie gut die Site gefälscht war und wie wenig ein normaler Benutzer das durchschauen konnte.

The Linux Kernel Driver Interface - warum der Linux Kernel seine internen Kernel Interfaces nicht als "stable binary interface" (oder überhaupt als "stable interface") ausgelegt hat.

virtuelles Bluetooth Keyboard

Ich hab jetzt ein i-Tech Bluetooth Virtual Keyboard(frech den Link aus den Sourcen gepult - die Site ist sonst nämlich nicht sinnvoll bedienbar und ohne JavaScript gibts keine direkten Produktlinks - klare Fall von "dämlicher Designer Syndrom"). Sehr nett das ganze - die Tastatur wird auf den Tisch projeziert und dann mittels darüber liegender Infrarotschranke abgetastet. Die virtuellen Tasten funktionieren hervorragend.

Gekauft hab ich bei Expansys, allerdings haben die mir eine UK-Version geliefert - das Netzteil passt nicht in deutsche Steckdosen. Die Belegung ist natürlich immer englisch, aber das Steckernetzteil hätte ich schon gerne in der passenden Ausführung (deshalb auch die komischen Links auf Adapter von Englisch auf Schuko ).

Die Integration mit dem Nokia 770 ist sehr einfach - man holt sich einfach das Bluetooth Keyboard Plugin und installiert dieses. Achtung: wenn die Leiste mit den Icons oben auf dem Display schon voll ist, wird das Bluetooth-Icon möglicherweise nicht mehr angezeigt. Dann muss man sich von einem seiner Statusbalken-Plugins trennen.

Danach muss man einfach in die Einstellungen des Plugins gehen und bei angeschalteter (und sicherheitshalber resetteter) Tastatur diese aus der Liste der verfügbaren Geräte auswählen und Pairen. Danach erkennt das Plugin automatisch die Tastatur wenn sie eingeschaltet wird - man braucht also nicht manuell zu connecten, einfach das Tablet neu starten, die Tastatur einschalten und los gehts. Ausschalten der Tastatur wird auch brav vom Tablet als Disconnect erkannt.

Oh, und diese Laserprojezierte Tastatur ist nicht nur äusserst praktisch, sondern auch noch absolut cool.