Blue Ball Machine - gigantische Kugelbahn in einer Webseite. Vorsicht, musikhinterlegt.
Archiv 28. Februar 2006
BranchBasedDevelopment - interessante Liste von Punkten wie man mit Branches in Subversion sinnvoll arbeiten kann.
Divmod - eine ganze Reihe von sehr interessanten Python Projekten. Natürlich auch eigenes Webframework und eigener ORM, aber auch ein paar kleinere, interessante Sachen wie z.B. ein Bayesian Classifier.
MacMini mit Core-Duo
Sir Steve kündigt den MacMini Intel Core Duo an - und ich glaub, ich will einen haben. Denn schliesslich ist das definitiv nett, am Arbeitsplatzrechner zwei Prozessoren zu haben. Vor allem wenn der Chipsatz dann auch etwas zulegt - der im MacMini PPC ist ja doch nicht unbedingt der schnellste.
Allerdings würde meine Traumausstattung (Core Duo, 2 GB Ram, 120 GB Platte, Apple Care) mich locker 1500 Euro kosten. Autsch.
Mehr Bilder von der DMC-L1
Mehr Bilder der Panasonic Lumix DMC-L1 - dem Teil mit dem Leica-4/3-Objektiv. Das wird definitiv eins der Teile sein, die ich mir auf der Photokina in die Finger nehmen werde. Zum Glück ist es bis zur Photokina noch lange hin, da kann ich erstmal alle Foto-Anschaffungen auf Eis legen. Vielleicht vergess ichs ja bis dahin ... (klar, und Schweine können fliegen ...)
NASA World Wind - Software ala Google Earth, aber mit NASA Satellitenbildern. Leider nur für Windows.
Screencast über Web-Anwendungen
Steve vom JPL hat einen Vergleich über verschiedene Webframeworks als Film bereitgestellt. Ganz nett, auch wenn er natürlich manche Sachen stark vereinfacht. Warnung: das Video ist sehr gross (300 MB) und J2EE kommt schlecht weg
Zu den Django-Kommentaren (schliesslich bin ich ja Django Contributor): I18N ist seit längerem schon im Standard drin, aber da Django sich sehr fix bewegt, kann man da nicht erwarten das er alles berücksichtigt. Und bei den Templates ist er nicht auf die Django-Template-Sprache angewiesen, er kann auch ZPT (die gleichen wie bei Plone) benutzen.
Der Zentrale Punkt kommt aber gut rüber: vergesst J2EE, lernt was anderes. Und dabei ist die Entscheidung zwischen Plone, Rails, TurboGears oder Django warscheinlich völlig egal - hauptsache ihr lernt was, das dann auch Spaß macht bei der Programmierung.
SonyStyle USA - PRS-500
Der Sony eReader PRS-500 - der mit dem elektronischen Papier als Display - ist jetzt raus in den USA. 350 US$. Aber die Software für den Transfer gibts scheinbar nur für den PC und irgendwie lese ich da nirgendwo, das man ganz normal Files draufkopieren kann um sie zu lesen. Ich hoffe ja mal das sie da noch was an Details liefern, das man das Gerät auch mit OS X oder anderen Systemen nutzen kann - andererseits ist gerade Sony ja einer der Hauptvertreter von DRM und ähnlichem Mist, da würde es mich nicht wundern, wenn die Plattform eine geschlossene Plattform bleibt. Dann heissts wohl auf die Konkurrenz zu warten ...
Tail Call Optimization in Python
Anfang des Monats hab ich mich noch darüber geärgert, das GvR keine Tail-Call Optimierung in Python will - weil er meint, das wäre ein Feature das kein einfaches Interface haben kann. Auf [Lambda the Ultimate] gibts dazu auch einen Kommentar - denn logischerweise hat dieses Statement von GvR zu einiger Erheiterung in der Lisp-Community geführt. Ganz besonders putzig daran: es gibt eine Lösung Tail-Calls per Dekorator optimieren zu lassen - in dem Python einfach im Stack rumfummelt (dank Stack-Introspection geht das ganz gut). Soviel zum Thema Rube Goldberg Device - der Dekorator ist extrem kompakt, da ist wirklich nicht viel Komplexität enthalten. Natürlich ist die Optimierung nicht wirklich optimal - sie vermeidet zwar den Stacküberlauf, aber benutzt Exception-Handling um die Funktionsaufrufe zu vermeiden, was dann doch etwas auf die Performance schlägt. Aber für die einfache Übertragung rekursiver Algorithmen kann das trotzdem durchaus nützlich sein.
Und warum wird sowas jetzt nicht als bessere, effizientere Lösung direkt in Python eingebaut? Python 2.5 kriegt von Perl geerbte bedingte Ausdrücke ( value if condition else othervalue ), aber sowas wie ein einfacher Dekorator zur Optimierung von bestimmten Funktionsaufrufen nicht?
Was sich Firmengründer so vorstellen
Kaum wollen die Mitarbeiter von SAP einen Betriebsrat gründen, schon stellt der SAP-Gründer den Firmensitz Walldorf infrage:
Zwei Tage, bevor am Donnerstag bei SAP eine Betriebsversammlung mit dem Ziel, einen Betriebsrat zu wählen, stattfindet, verstärkt Firmengründer Dietmar Hopp seine Warnungen: Die Installation eines Betriebsrates sei ein "Einfallstor für die IG Metall", sagte Hopp, der die rigiden Vorstellungen der Gewerkschafter zur Arbeitszeit ablehnt: "Wenn einer die Gewerkschaft fragen muss, darf ich heute abend um elf Uhr mit Kalifornien telefonieren, dann gute Nacht schöne SAP", illustrierte Hopp seine Befürchtungen gegenüber Handelsblatt.com – "schlimmstenfalls" sei Walldorf als Standort der Konzernzentrale in Gefahr, sagte der langjährige Aufsichtsratschef, der sich vor knapp einem Jahr aus dem Gremium ganz zurückgezogen hatte.
Genau. Unternehmen mit Betriebsrat dürfen nicht ins Ausland telefonieren. Bei solchem armseligen Gestammel von Firmenchefs und Managern frag ich mich wirklich, was diese Flachschädel eigentlich so besonders auszeichnet, das sie so viel Geld einsacken müssen? Kompetenz - egal ob fachlich (denn Arbeitsrecht gehört für mich schon zum fachlichen Umfeld eines Managers) noch menschlich, der Firmengründer von SAP hat hier schlichtweg die Hose runter gelassen, und was zum Vorschein kommt ist halt einfach nur ein Arsch.
Erschreckend auch die Hetze gegen die Gewerkschaften von Seiten der angeblichen Mitarbeitervertretung - wenn man sich deren Ergüsse so durchliest, wundert einen nicht, das die Arbeitnehmer bei SAP jetzt einen Betriebsrat wollen. Da haben sie wenigstens eine reelle Chance, das dort auch mal jemand sitzt, der tatsächlich die Arbeitnehmer vertritt und nicht nur seinen Aufsichtsratposten ...
Nachtrag: wie gut FUD funktioniert sieht man dann ja am Ergebnis. Und daran, wie sich die angeblichen Wirtschaftsblätter vor Freude auf die Schenkel klopfen. Schade für die Mitarbeiter von SAP - denn früher oder später werden sie vermutlich auf die harte Tour lernen, wie dumm die Idee ist auf seine Mitbestimmungsrechte zu verzichten. Aber die Polemik das ein Betriebsrat ja nur von der Gewerkschaft gesteuert wäre (was lächerlich ist, denn das hängt immer noch von den gewählten Betriebsräten ab, was die machen) und das ein Betriebsrat angeblich nicht zur Unternehmenskultur passe hat wohl besser gezogen als der gesunde Menschenverstand. Ist allerdings typische Traumtänzerei von Arbeitnehmern in der IT-Branche, war schon vor 20 Jahren im Rechenzentrum so. Die haben es dann später auch lernen müssen ...