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Die Risiken der Technik kann man nicht abschaffen. Wohl aber den Umgang damit ändern. Anlagen wie Atomkraftwerke, die zu unfassbaren Schäden führen, sollte kein Staat betreiben. Und Menschen, die mit solchen Anlagen ihr Geld verdienen, wie unsere werte Atombranche, sind klar als verantwortungslose Lobbyisten zu brandmarken. Sie haben die Lage in ihren Reden noch im Griff, während hinter ihnen bereits die Reaktorhalle auseinanderfliegt

via Dieses Vertuschen und Verzögern ist ein unfassbarer Skandal: Die Methoden der Atomlobby - taz.de.

Kernschmelze in Japan immer wahrscheinlicher

BBC News - Japan earthquake: Explosion at Fukushima nuclear plant. Das wars dann mit den Hoffnungen, dass es vielleicht doch noch glimpflich abgehen könnte. Und immer noch rennen Leute rum die behaupten, sowas könne natürlich nie bei uns passieren, weil hier ist ja alles viel sicherer. Komischerweise erinnere ich mich durchaus an Störfälle in Kühlsystemen, die erst lange nach Auftreten zugegeben wurden - und der Ausfall des Kühlsystems ist in Japan das Problem, der Tsunami und das Erdbeben waren dafür nur der Auslöser.

Was ich mich allerdings frage, wie wird die Katastrophe in Japan unsere Wahrnehmung der Atomenergie verändern? Bei Tchernobyl und vorher Harrisburg war Geheimhaltung vergleichsweise einfach - aber Japan ist ein Land in dem alle Bewohner hochtechnologisiert sind. Der witz über mindestens 5 Kameras pro Japaner ist vielleicht übertrieben, aber die Anzahl dürfte hoch genug sein um eine Geheimhaltung mehr oder weniger ad absurdum zu führen. Und die hohe Integration in das Internet führt zu Veröffentlichungskanälen die bei Harrisburg noch undenkbar und auch bei Tchernobyl nur für Utopisten vorstellbar waren.

Sicherlich werden jetzt wieder Energiekonzerne und Regierung Schulterschluß zeigen und davon reden, dass ja Erdbeben und Tsunamis in Europa kein Problem darstellen. Und damit komplett am eigentlichen Problem vorbeiargumentieren, denn wie oben gesagt, Kühlsysteme können nicht nur wegen Erdbeben und Tsunamis ausfallen. Von daher ist ein solches Problem durchaus auch bei uns denkbar, wenn das Kühlsystem auf andere Weise ausfällt. Und warum sollten wir unseren regelmäßig beim Lügen erwischten Energiekonzernen (und der Regierung) mehr glauben als dem - genauso fürs Lügen bekannten - japanischen Energiekonzern?

Es wird schwer werden für Politiker bei sowas noch glaubwürdig zu lügen. Und vielleicht, ganz vielleicht, wachen in Europa die Menschen auf von ihren Wunschvorstellungen, die Atomenergie sei so sicher.

Studie: Stromkonzerne verlangen zwei Milliarden Euro zu viel. Erstaunlicher als die Dreistigkeit der Energiekonzerne ist das (vorgespielte) Erstaunen der Prolethiker ob dieser Sache - denn was erwarten die, wenn ein faktisches Monopol bestehen gelassen wird und keine ernsthafte staatliche Regulierung eingesetzt wird? Das Werfen von merkelschen Wattebäuschen bringt ja nun nachweislich garnix und eine Regierung, die von den Energieversorgen auf banale Weise gesteuert wird, hat sicherlich kein Interesse etwas zu ändern. Zahlen müssen wir dann wieder (zahlen müssen wir eh immer, da mach ich mir nichts vor, aber es wär schon schön für sinnvolle Sachen Geld auszugeben und nicht für die Milliardengewinne einer sowieso schon viel zu fetten Strom-Mafia).

Automotoren sollen als "Zuhausekraftwerk" dienen - ok, immer noch fossiler Brennstoff, aber wenigstens eine effiziente Nutzung desselben. Als Konzept sicherlich interessant, wenn auch nicht ganz ohne Probleme.

Slipstream - Intuition + Money - An Aha Moment - interessante Entwicklung bei Silikon-Wafern. Wenn die 100fache Leistungsfähigkeit auch in realen Produkten umgesetzt werden kann, wäre das eine fantastische Neuigkeit für Solarzellen-basierte Sonnenenergie.

RWE will Kunden reinen Atomstrom-Tarif anbieten - der Stromtarif für mentale Geländewagenfahrer? Oder doch einfach nur eine der dämlichsten PR-Aktionen des Jahres?