kunst

Kunst trifft Kohl

Das ist der seltsame Name einer schönen Kunstaktion in Münster, die dieses Jahr zum elften Mal stattfindet. Künstler stellen ihre Arbeiten in Kleingartenvereinen und Gärten, öffentlichen Plätzen und anderen Orten aus, mitten in der Stadt. In Münster ist das in der Regel in Kinderhaus. Juliana und ich waren heute in zwei der Kleingartenanlagen von Kinderhaus (Heidegrund und Bergbusch) und haben uns die Kunstwerke dort und die Gärten angeschaut. Besonders Heidegrund hat mir sehr gefallen, sehr viele Blumen und insgesamt wunderbar bunt.

Flurstücke 2011 - Généric Vapeur

Die ganze Schau war wirklich ein Kracher an Farben und Tönen. Ziemlich verrückt und laut. Gestartet ist die ganze Show am Servatii Platz und ging dann durch die Innenstadt bis zum Dom - am Anfang waren die Autos noch weiß, wurden dann mit einem Traktor durch die Stadt gezogen und währenddessen angemalt, dann zum Trocknen auf die Wäscheleine gehängt. Zum Schluss gabs noch einen Segen von einem der Künstler in einer Bischofsverkleidung (passt ja zum Dom im Hintergrund, und in Deutschland ist das Auto ja heilig). Auf jeden Fall war es mal was ganz ungewohntes für Münster - und hatte einen beeindruckenden Andrang, die ganze Aktion war von großen Mengen Besuchern begleitet. Wer einen kleinen akustischen Eindruck will, ich habe einen kleinen Film aus ein paar Clips die ich gemacht habe zusammengestellt.

Max Pechstein im Ahlener Kunstmuseum - sollte ich mir mal auf den Kalender packen, das ist einer meiner Lieblingsexpressionisten (neben Schmidt-Rottluff und Kirchner) - die Bilder in ihrer Farbigkeit sind für mich einfach das größte.

Comics by Nick St. John. Drin was draufsteht. Einfach mal anschauen. Einfach und simpel gezeichnet, aber auf eigentümliche Art ansprechend für mich (besonders "How I Came to Work at the Wendy's").

Tom Otterness: Überfrau

Und hier ein paar Beispiele mit der gleichen M8 und dem 2.8/50 Elmar - aber in der Verwendung, wofür ich mir die Kamera gekauft habe. Schwarzweiß, wie Fotos sein sollten. Direkt aus der Kamera, nur den Standard "SW mit Blaufilter hoher Kontrast" Preset aus Lightroom. Normalerweise würde ich noch etwas mehr Zeit reinstecken, aber ich wollte einfach mal ein paar Bilder online stellen. Ist ja sonst doof, nur Kameras benutzen aber nie Fotos zeigen ...

Kunsthalle Bielefeld: Der Westfälische Expressionismus - ich glaub ich hab tatsächlich mal einen Grund nach Bielefeld zu fahren.

Links

rfc1437 | Content-type: matter-transport/sentient-life-form - Tendenzen stark in Richtung "wegschmeissen mit Archiv und neu anfangen" mit leichten Optionen zu "wegschmeissen, statisches Archiv und vielleicht einen Teil in die neue Plattform schaufeln wenn ich Zeit finde". Der Link zeigt wo ich im Moment rumspiele. Wordpress mit ein paar kleinen Plugins und einer nginx caching Front.

Bitrot

Hat mich jetzt auch voll erwischt. Meine alte Blog-Software wird wohl nicht unverändert überleben können. Alte Python-Version (2.3), altes (sehr altes) Django (0.91), alter PsycoPG Treiber (1.0), altes PostgreSQL (7.4) und das alles auf einer alten Debian (eine wilde Mischung verschiedenster Versionen mit Backports und eigenen Programmen und mehreren gescheiterten Upgrade-Versuchen). Argh.

Tja, ich schwanke noch zwischen "umprogrammieren" und "wegschmeißen". Letzteres hätte den Charme, dass ich den ganzen Müll nicht mehr mit mir rumschleppe. Und ehrlich, so viel interessantes hat sich auf meinem Blog eh nie abgespielt. Vielleicht kann ich ja vorher einen wget Mirror anlegen und mir den ganzen Kram irgendwo statisch hinkippen, so als Archiv.

Neuschreiben hat natürlich auch eine Menge Charme, aber die tausenden von alten Einträgen (über 4000 Artikel und über 4000 Links, dazu fast 200 Bilder) aus 8 Jahren (erster Eintrag am 3.11.2002) bloggen zu konvertieren klingt nicht wie Spaß. Und vermutlich sind tausende der Links eh völlig veraltet und hinfällig.

Keine Ahnung was ich mache, vielleicht versuch ich erstmal die Metaeule auf die neue Kiste zu bringen, da hab ich ja "nur" das Problem, dass es PHP4 nicht mehr im Ubuntu Repository für die 10.04 gibt und ich daher die Eule zwangsweise auf PHP5 bringen muss (und das mit Code der auf Wordpress 1.5 aufbaut - ich muss wirklich bekloppt sein).

Oder ich versuch die Installation einer gammelalten Debian mit den damals eingesetzten Paketen - die Kiste läuft eh nicht in der Front, sondern hinter anderen Maschinen, das Hack-Risiko ist an der Stelle ja dann doch eher gering. Die Metaeule hat natürlich auch ein paar Tausend Beiträge im Archiv (nur 8291, ist ja fast nix), aber wenn ich die alte Software weiter am Laufen halten kann (Security-Patches sind da einige im Laufe der Zeit reingelaufen, von daher kann die eigentlich ruhig weiter vor sich hin wurschteln), bräuchte ich die ja nicht zwingend anpacken.

Irgendwie war das mit dem Internet auch so eine richtig blöde Idee ...

Twisted Orchestration Language in Launchpad - und jemand hat die Orc-Kombinatoren nach Python portiert, unter Benutzung von Twisted. Allerdings finde ich persönlich Twisted eher eklig zu programmieren, aber wers mag ...

Kilim - beim Stöbern in den Orc Dokumentationen drüber gestolpert, eine microthread-Lib für Java.

Orc Language - bisher nichts davon gelesen, aber sieht recht interessant aus. Kern ist Cor, eine funktionale Sprache ohne Seiteneffekte und darauf aufbauend dann Orc, die zur Orchestrierung von Services in verteilten Systemen dient. Das ganze in einer recht ansprechenden, kompakten Syntax auf der JVM. Könnte man sich durchaus mal als Alternative zu Scala und Clojure angucken, Java wird dabei als externer Service integriert, dadurch können recht einfach verteilte Systeme gebaut werden, bei denen Teile eben in Java implementiert sind. Erinnert in vielen Punkten stark an die Ideen von Erlang (generell von einem verteilten System ausgehen, aber trotzdem Teile lokal aus Performancegründen halten), wobei ich die Syntax deutlich angenehmer finde. Und mit der JVM eine deutlich weiter verbreitete VM als bei Erlangs BEAM.

Interactive Fabrication » Beautiful Modeler - wow, das ist ausgesprochen cool.

Tornado Web Server Documentation - muss mir doch mal Tornado näher angucken. Hab jetzt für ein Nebenprojekt einen Webservice mit web.py gebaut, was erschreckend simpel (und schmutzig) ging. Tornado baut auf einem sehr ähnlichen Konzept auf, schmeisst Django-ähnliche Templates in den Mix und bietet gleich noch einen guten asynchronen Server und Unterstützung für asynchrone sockets und http requests. Könnte gerade für Webservices eine gute Alternative sein, die wenig Resourcen braucht.

Fat Cat Software - iPhoto Library Manager - da ich so blöd war ein Photobuch auf einem anderen Mac als üblich zu machen (naja, der übliche war halt ständig belegt), muss ich mir jetzt wohl das hier mal angucken um zu schauen ob ich meine Bücher zusammenmergen kann auf eine einzelne Maschine. Schon blöd, dass Apple bei iPhoto keinerlei Merge-Funktion anbietet. Gerade mit einem Notebook und einem Desktop hat man ja doch recht schnell getrennte Libraries. Würde Lightroom Bücherdruck unterstützen wär ich ja eh schon längst weg von iPhoto. Alles irgendwie nicht so ganz befriedigend.

The V4Z80P – A Z80 Based Laptop @ Retroleum - da baut einer nicht nur seinen eigenen Computer mit eigenem System, es ist auch noch gleich ein Laptop. Oder sowas ähnliches jedenfalls.

Oracle cooks up free and premium JVMs - und Oracle beginnt mit dem Versuch des Cash-in auf Java. Wenn es klappt, könnte Java bald in ähnlicher Situation wie .NET sein: die freien Implementierungen hängen hinter dem Umfang der kommerziellen hinterher. Was das für alternative Sprachen auf der JVM bedeutet, muss sich erst zeigen - aber sicherlich wird es für einige Probleme sorgen. Allerdings ist die JVM-Welt groß genug und mit genügend Alternativen ausgestattet, und Oracle ist nicht Microsoft. Von daher könnte das ganze auch bloß wieder ein Sturm im Wasserglas sein und allenfalls die typischen Oracle-Opfer betreffen.

Kunsthalle Bielefeld: Der Westfälische Expressionismus - ich glaub ich hab tatsächlich mal einen Grund nach Bielefeld zu fahren.

Mediathek für Mac OS X - muss ich mir mal angucken. Schliesslich ist ja die Archivierung dank dämlicher Privatsenderhansel (und Politikern, die sich zu deren Erfüllungsgehilfen gemacht haben) heutzutage Sache der Zuschauer.

Panasonic DMC-GF2 Preview: 1. Introduction: Digital Photography Review - ich hasse dich, Panasonic. Jetzt will ich das niedliche kleine GF2+14mm Kit haben. Menno. Erst Apple mit dem MacBook Air und jetzt Panasonic, alle wollen nur mein Geld.

Eventlet Networking Library - muss ich mir mal näher angucken, das monkey-Patching von Standardbibliotheken um diese trivial in einer asynchronen Umgebung zu nutzen sieht sehr interessant aus.

Große Kirchner-Retrospektive im Frankfurter Städel - na da muss ich doch glatt mal in den nächsten Monaten nach Frankfurt fahren.

Shapeways | passionate about creating - das ist einfach klasse. 3D Print auf diverse Materialien, sogar Sandstein und Metall. Jetzt muss ich nur noch meinen Avatar aus SL in ein Format exportiert bekommen, mit dem ich da was werden kann!

Escher in Hagen - ok, neben der Monet Ausstellung in Wuppertal und Toulouse-Lautrec in Langenfeld die dritte Kunstausstellung die ich mir auf die Liste packen sollte.

Henri de Toulouse-Lautrec in Langenfeld - bis 24. Januar. Das sollte ich mir auf die ToDo packen.

Claude Monets Meisterwerke in Wuppertal - ich hätte ja echt nicht gedacht, das ich mal Wuppertal auf mein Pflichtprogramm für die nächsten Monate setzen würde. Aber mit so einer Ausstellung ist es wohl nicht zu umgehen. Respekt!

Artangel | SEIZURE - blau. Jede Menge davon.

Human Dominos - interessantes Projekt, menschliche Foto-Dominosteine. Ich bin auch einer davon!

FRANK BUCHWALD Maschinenleuchten - wunderschöne Lampen. Leider stehen keine Preise dran (oder zum Glück - warscheinlich würd ich vom Stuhl fallen ...)

Flickr: Boy Obsolete's Photostream - Zeichnungen) auf Kaffeebecher.

Kunst-Trifft-Kohl.de :: Skulpturen in Kleingärten - Münster Kinderhaus Kultur - wer in Münster ist (läuft bis September), angucken gehen. Ich mag solche Ausstellungskonzepte - öffentlicher Raum als Ausstellungsfläche und Integration von Leben und Kunst. Macht viel mehr Spaß als in sterilen Museumshallen rumzustapfen.

Portrait of an Artist as an Avatar - Filthy Fluno - drei seiner Bilder hängen in meinem Wohnzimmer. Eines davon ein Bild über mich. Ohne Second Life hätte ich vermutlich nie was von ihm gehört - mit Second Life ist er (neben einer ganzen Reihe anderer Künstler) auf meiner Freundesliste gelandet. Aber klar, Second Life ist ja nur Hype und dummes Zeug, wie einem all die Experten immer gerne erzählen. Wieviele Künstler die wohl persönlich kennen? Wie vielen die schon beim Malen übers Internet zugeguckt haben? Mit wie vielen die schon Parties gefeiert haben, an denen Leute aus der ganzen Welt teilgenommen haben? Also Parties, bei denen sie persönlich begrüsst wurden und die meisten Teilnehmer tatsächlich ein wenig kennen ...

Tom Otterness - Making the Sculpture - mein favorisierter Künstler für Metallskulpturen erzählt, wie seine Skulpturen entstehen.

"Skulptur Projekte Münster 07" - endlich gehts los. Ich mag die Skulpturprojekte - die Integration von Kunst und normalem Raum ist einfach der richtige Weg. Museen sind immer so steif.

fantasy mounts-Kreative Tierpräparate-Gaffs - Straßenkill, Frankenstein-Kunst.

Mark Jenkins: Street Installations - witzige Ideen.

Die Vorstellung von INVINCIBLE SUMMER letzte Nacht wurde gestört, als 87 Mitglieder einer christlichen Gruppe geschlossen den Saal verließen und meine Arbeit physisch angriffen, indem sie Wasser auf das Original des Show-Outlines schütteten und es zerstörten.

current work - große Zahlen als Kunst verdeutlicht.

Willard Wigan :: Mikro-Skulptor - wow. einfach nur das.

Artists in Metal—Mark Ho - falls jemand noch was für mich für Weihnachten sucht ...

H I P P O P O T A M O U S E - Authentische Werke des viktorianischen Surrealismus.

Little People - a tiny street art project - interessantes Projekt, kleine Menschenfigürchen in der großen Welt, machen was die grossen auch machen.

Humorous Poems by Joachim Ringelnatz - deutsch und englischer Übersetzungen.

Nonsense poetry by Christian Morgenstern - deutsch und englische Übersetzungen.

zum 20. Todestag von Joseph Beuys

Ich bin mir sicher, den Meister würde über diese Art der Huldigungen das kalte Grausen packen. Angemessener wären wohl eher Aktionen und Provokationen zu seinem Todestag, als Huldigungen und Würdigungen. Er hat schliesslich zeit seines Lebens lieber provoziert als sich Lobhudeleien anzuhören. Ganz besonders erschreckend finde ich aber dann solche Sprüche:

Beuys sei halt ein Aushängeschild der Kunstakademie. Die Zeiten, in denen große Künstler provozieren wollen, seien aber vorbei. Selbst Beuys würde heute mit seinen Aktionen nicht mehr auffallen, ist Malerei-Studentin Eva-Maria Schmitt (21) überzeugt.

Ich glaube nicht, das solche "Kunststudentinnen" wirklich die Kunst weiterbringen - angepasstes Gedudel gibts in Fahrstühlen schon genug, da brauchts keine Künstler für ...

Tonnenschwere Moore-Skulptur gestohlen

Diebe mit Kunstgeschmack?

Mit Hilfe eines Krans haben in Großbritannien drei Diebe eine zwei Tonnen schwere Bronzeskulptur des weltbekannten Künstlers Henry Moore gestohlen. [...] Die Polizei äußerte die Vermutung, das Diebes-Trio habe es ausschließlich auf den Materialwert abgesehen und wolle die Figur einschmelzen.

Einschmelzen? Definitiv Kunstgeschmack!