Copiepresse: Googles Suchmaschine zeigt wieder belgische Zeitungen. Die Internetversteher von den großen belgischen Presseergüssen haben dann doch mal gelernt, das Internet zu vestehen (wenigstens den Teil von "bist du raus, bist du draussen" den sie sich selber eingebrockt haben). Schon ziemlich peinlich, was die da getrieben haben.
medien
DSK: „Spiegel” beklagt Vorverurteilung « Stefan Niggemeier. Putzig - der Spiegel hat selber fleißig vorverurteilt und jetzt jammert ausgerechnet einer der daran beteiligten "Qualitätsjournalisten" darüber, dass der arme Strauss-Kahn vorverurteilt wurde. Ist das schon Schizophrenie, oder einfach nur Dummheit? Ich mein, was quaken die Verlage rum wie schlecht es ihnen geht, wenn sie dann kaum über Blogniveau hinauskommen in ihren "Qualitätsartikeln"?
...und nebenan brennt das Reaktorgelände - und kein Schwein interessierts, weil ist ja Frankreich, da kann ja gar nichts schlimmes passieren und warum sollte man über Reaktorbrände vor der eigenen Haustür berichten wenn es eine lächerliche Operettenhochzeit gibt. Das nennt man dann Qualitätsjournalismus.
Verleger reichen Klage gegen Tagesschau-App ein. Wow, die Pfeifen aus den Chefetagen der digital gescheiterten Verlage drehen jetzt wirklich völlig ab. Jetzt soll angeblich die Tageschau-App für iOS mitverantwortlich für das Scheitern ihrer absurden und halbgaren Geschäftsmodelle im Internet sein. Wie wäre es mal, wenn Verlage statt ständig rumzujammern mal ihren Arsch in die digitale Welt bewegen und daran wirklich teilnehmen? Aber das wäre ja Arbeit, lieber mault man rum und versucht auf dem Klagewege seine armseligen Restideen den Nutzern aufzuzwingen. Ich jedenfalls finde es politisch skandalös, dass diese unfähigen Pseudomanager sich bei der Politik immer wieder über ihre Lobby durchsetzen und viel zu oft Recht bekommen - und uns Gebührenzahlern die Leistungen gekürzt werden, weil in den Köpfen der Verleger nur leerer Wind über öden Wüsten heult.
Ihr seid Helden!
Danke, Judith Holofernes!
Die BILD -Zeitung ist kein augenzwinkernd zu betrachtendes Trash-Kulturgut und kein harmloses “Guilty Pleasure” für wohlfrisierte Aufstreber, keine witzige soziale Referenz und kein Lifestyle-Zitat. Und schon gar nicht ist die Bild -Zeitung das, als was ihr sie verkaufen wollt: Hassgeliebtes, aber weitestgehend harmloses Inventar eines eigentlich viel schlaueren Deutschlands.
Die Bildzeitung ist ein gefährliches politisches Instrument — nicht nur ein stark vergrößerndes Fernrohr in den Abgrund, sondern ein bösartiges Wesen, das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht. Mit einer Agenda.
von Wir sind Helden. Die Werbeaktion der Blöd mit diesen unsäglichen "Promi-Zitaten", für die sich Leute hergeben die es eigentlich deutlich besser wissen müssten, ist ein unsäglicher Mist. Und wenigstens sagt mal jemand wirklich was sie davon denkt, anstatt sich für die Blöd instrumentieren zu lassen. (Obligatorischer Guttenberg: den Titel hab ich schamlos vom Schockwellenreiter kopiert)
Bundestube. Ist doch mal was richtig sinnvolles. Suchen nach Inhalten und Rednern von Bundestagsdebatten und dann angucken der Mitschnitte.
Statement der UN (ok, einer Teilorganisation der UN, die sich unter anderem mit Themen wie Meinungsfreiheit auseinandersetzt) zu Wikileaks. Ob das irgendeinen der losgelassenen Prolethiker mit Beissreflex beeindrucken wird? Wohl kaum.
c't aufm iPad. Danke dafür, auch wenn es erstmal nur aufgemotztes PDF ist. Ok, es ist peinlich, dass auf diesen Artikel nicht vernünftig gelinkt werden kann, weil ausgerechnet der hinter der Paywall verschwindet - wärs nicht sinnig gewesen, dazu einen Online-Artikel zu haben? Egal. Was aber verärgert: "bis Februar 2011 für Abonnenten kostenlos" ist nicht das, was jemand lesen will der euch für das tote Holz bezahlt. Denn für schon verkaufte Inhalte zweimal die Hand aufhalten, das macht normalerweise nur der Bodensatz der Medienlandschaft. Falls ihr jetzt noch ein digital-only Abo auflegt, das mehr als die Printversion kostet, gibts aber verbale Haue. Übrigens, auch aufgemotztem PDF kann man ruhig ein Gedächtnis zur letzten besuchten Seite spendieren. Ehrlich. Ist nicht soooo schwer.
Mediathek für Mac OS X - muss ich mir mal angucken. Schliesslich ist ja die Archivierung dank dämlicher Privatsenderhansel (und Politikern, die sich zu deren Erfüllungsgehilfen gemacht haben) heutzutage Sache der Zuschauer.
Links
rfc1437 | Content-type: matter-transport/sentient-life-form - Tendenzen stark in Richtung "wegschmeissen mit Archiv und neu anfangen" mit leichten Optionen zu "wegschmeissen, statisches Archiv und vielleicht einen Teil in die neue Plattform schaufeln wenn ich Zeit finde". Der Link zeigt wo ich im Moment rumspiele. Wordpress mit ein paar kleinen Plugins und einer nginx caching Front.
Bitrot
Hat mich jetzt auch voll erwischt. Meine alte Blog-Software wird wohl nicht unverändert überleben können. Alte Python-Version (2.3), altes (sehr altes) Django (0.91), alter PsycoPG Treiber (1.0), altes PostgreSQL (7.4) und das alles auf einer alten Debian (eine wilde Mischung verschiedenster Versionen mit Backports und eigenen Programmen und mehreren gescheiterten Upgrade-Versuchen). Argh.
Tja, ich schwanke noch zwischen "umprogrammieren" und "wegschmeißen". Letzteres hätte den Charme, dass ich den ganzen Müll nicht mehr mit mir rumschleppe. Und ehrlich, so viel interessantes hat sich auf meinem Blog eh nie abgespielt. Vielleicht kann ich ja vorher einen wget Mirror anlegen und mir den ganzen Kram irgendwo statisch hinkippen, so als Archiv.
Neuschreiben hat natürlich auch eine Menge Charme, aber die tausenden von alten Einträgen (über 4000 Artikel und über 4000 Links, dazu fast 200 Bilder) aus 8 Jahren (erster Eintrag am 3.11.2002) bloggen zu konvertieren klingt nicht wie Spaß. Und vermutlich sind tausende der Links eh völlig veraltet und hinfällig.
Keine Ahnung was ich mache, vielleicht versuch ich erstmal die Metaeule auf die neue Kiste zu bringen, da hab ich ja "nur" das Problem, dass es PHP4 nicht mehr im Ubuntu Repository für die 10.04 gibt und ich daher die Eule zwangsweise auf PHP5 bringen muss (und das mit Code der auf Wordpress 1.5 aufbaut - ich muss wirklich bekloppt sein).
Oder ich versuch die Installation einer gammelalten Debian mit den damals eingesetzten Paketen - die Kiste läuft eh nicht in der Front, sondern hinter anderen Maschinen, das Hack-Risiko ist an der Stelle ja dann doch eher gering. Die Metaeule hat natürlich auch ein paar Tausend Beiträge im Archiv (nur 8291, ist ja fast nix), aber wenn ich die alte Software weiter am Laufen halten kann (Security-Patches sind da einige im Laufe der Zeit reingelaufen, von daher kann die eigentlich ruhig weiter vor sich hin wurschteln), bräuchte ich die ja nicht zwingend anpacken.
Irgendwie war das mit dem Internet auch so eine richtig blöde Idee ...
Twisted Orchestration Language in Launchpad - und jemand hat die Orc-Kombinatoren nach Python portiert, unter Benutzung von Twisted. Allerdings finde ich persönlich Twisted eher eklig zu programmieren, aber wers mag ...
Kilim - beim Stöbern in den Orc Dokumentationen drüber gestolpert, eine microthread-Lib für Java.
Orc Language - bisher nichts davon gelesen, aber sieht recht interessant aus. Kern ist Cor, eine funktionale Sprache ohne Seiteneffekte und darauf aufbauend dann Orc, die zur Orchestrierung von Services in verteilten Systemen dient. Das ganze in einer recht ansprechenden, kompakten Syntax auf der JVM. Könnte man sich durchaus mal als Alternative zu Scala und Clojure angucken, Java wird dabei als externer Service integriert, dadurch können recht einfach verteilte Systeme gebaut werden, bei denen Teile eben in Java implementiert sind. Erinnert in vielen Punkten stark an die Ideen von Erlang (generell von einem verteilten System ausgehen, aber trotzdem Teile lokal aus Performancegründen halten), wobei ich die Syntax deutlich angenehmer finde. Und mit der JVM eine deutlich weiter verbreitete VM als bei Erlangs BEAM.
Interactive Fabrication » Beautiful Modeler - wow, das ist ausgesprochen cool.
Tornado Web Server Documentation - muss mir doch mal Tornado näher angucken. Hab jetzt für ein Nebenprojekt einen Webservice mit web.py gebaut, was erschreckend simpel (und schmutzig) ging. Tornado baut auf einem sehr ähnlichen Konzept auf, schmeisst Django-ähnliche Templates in den Mix und bietet gleich noch einen guten asynchronen Server und Unterstützung für asynchrone sockets und http requests. Könnte gerade für Webservices eine gute Alternative sein, die wenig Resourcen braucht.
Fat Cat Software - iPhoto Library Manager - da ich so blöd war ein Photobuch auf einem anderen Mac als üblich zu machen (naja, der übliche war halt ständig belegt), muss ich mir jetzt wohl das hier mal angucken um zu schauen ob ich meine Bücher zusammenmergen kann auf eine einzelne Maschine. Schon blöd, dass Apple bei iPhoto keinerlei Merge-Funktion anbietet. Gerade mit einem Notebook und einem Desktop hat man ja doch recht schnell getrennte Libraries. Würde Lightroom Bücherdruck unterstützen wär ich ja eh schon längst weg von iPhoto. Alles irgendwie nicht so ganz befriedigend.
The V4Z80P – A Z80 Based Laptop @ Retroleum - da baut einer nicht nur seinen eigenen Computer mit eigenem System, es ist auch noch gleich ein Laptop. Oder sowas ähnliches jedenfalls.
Oracle cooks up free and premium JVMs - und Oracle beginnt mit dem Versuch des Cash-in auf Java. Wenn es klappt, könnte Java bald in ähnlicher Situation wie .NET sein: die freien Implementierungen hängen hinter dem Umfang der kommerziellen hinterher. Was das für alternative Sprachen auf der JVM bedeutet, muss sich erst zeigen - aber sicherlich wird es für einige Probleme sorgen. Allerdings ist die JVM-Welt groß genug und mit genügend Alternativen ausgestattet, und Oracle ist nicht Microsoft. Von daher könnte das ganze auch bloß wieder ein Sturm im Wasserglas sein und allenfalls die typischen Oracle-Opfer betreffen.
Kunsthalle Bielefeld: Der Westfälische Expressionismus - ich glaub ich hab tatsächlich mal einen Grund nach Bielefeld zu fahren.
Mediathek für Mac OS X - muss ich mir mal angucken. Schliesslich ist ja die Archivierung dank dämlicher Privatsenderhansel (und Politikern, die sich zu deren Erfüllungsgehilfen gemacht haben) heutzutage Sache der Zuschauer.
Panasonic DMC-GF2 Preview: 1. Introduction: Digital Photography Review - ich hasse dich, Panasonic. Jetzt will ich das niedliche kleine GF2+14mm Kit haben. Menno. Erst Apple mit dem MacBook Air und jetzt Panasonic, alle wollen nur mein Geld.
Eventlet Networking Library - muss ich mir mal näher angucken, das monkey-Patching von Standardbibliotheken um diese trivial in einer asynchronen Umgebung zu nutzen sieht sehr interessant aus.
Auch Union gegen Homöopathie auf Kassenkosten - mit Recht. Religion gibts schließlich auch nicht auf Kassenkosten.
Innovation sieht anders aus: Rechristiansenisierung - taz.de - Jauch statt Will? Und für so einen Scheiß bezahl ich Gebühren? Anne Will war seit langem endlich jemand mit Profil in der ARD, die selbst einen Fernsehmuffel wie mich mal motivieren konnte einzuschalten.
Umweltbundesamt fordert Pkw-Maut | tagesschau.de - wär doch schön, wenn die Medien korrekt berichten würden, oder? Im WDR (übrigens eine der ARD angeschlossene Sendeanstalt) hat der Chef der Behörde im Interview auch mehrfach darauf hinweisen müssen, das er und seine Behörde mitnichten etwas fordern, sondern nur eine Überlegung angestellt haben, wie eine solche Maut - wenn sie denn käme - sinnvollerweise gestaltet werden sollte. Es ging nicht um "Maut oder nicht", sondern eher um "wenn Maut, dann wie?". Und dabei wurde dann einer Jahresvignette oder ähnlichen Pauschalmodellen bescheinigt, das sie Unfug wären und eben nur eine nach tatsächlicher Nutzung variable Maut mit Erfassung der Nutzung sinnvoll wäre. Und auch dabei wurde das Thema Datenschutz angesprochen und die Probleme, die sich daraus ergeben. Das Grundproblem ist ja sowieso, dass die Einnahmen aus KFZ-bezogenen Steuern und Gebühren nur einen Teil der Kosten für die Bundestraßen und Autobahnen tragen, ca. 46 Milliarden Euro trägt die Allgemeinheit. Und das dann eine für Umweltthemen zuständige Einrichtung dann mal darüber nachdenkt, wie eine Regelung mit Maut aussehen könnte und wie diese dazu genutzt werden könnte, die Straßennutzung und Kostenübernahme gerechter zu verteilen und vielleicht auch noch für die Umweltbelastung einen Bonus rauszuholen, ist dann doch wohl ganz normal. Aber normale Vorgänge sind ja keine Aufreger - weshalb ja auch der WDR gleich morgens die Autofahrer gegen eine bisher unveröffentliche Studie (und keineswegs Forderung) aufgehetzt hat. Datt is Qualitätsjournalismus in Deutschland.
Deutsche Verleger gehen gegen Google vor - wenn ich da was von "unseren aufwendig hergestellten Qualitätsinhalten" aus dem Mund eines BDZV Referenten lese, weiss ich echt nicht ob ich lachen oder weinen soll. Wie viele von den Wikipedia-Plagiaristen und DPA-Abdruckern produzieren denn noch überhaupt originären Inhalt? Ganz zu schweigen von Aufwand - hingeklatscht und hingeschmiert triffts besser. Bei der Marktdominanz von Springer bleibt jedenfalls nicht viel Presse mit eigenproduziertem Content übrig (Blöd hat zwar ne Menge selbst-gelogenes, aber das fällt dann wohl eher weniger unter Qualitätsinhalt und ich glaube der Aufwand hält sich bei denen auch in Grenzen - die Lügen sind in den seltensten Fällen originell)
Automatisiertes Newsportal: Netzeitung verliert Redaktion - was passiert jetzt eigentlich, wenn die Qualität der Zusammenstellungen und Inhalte durch die Newssammelalgorithmen jetzt plötzlich besser sind als die vorher von der Redaktion zusammengestellten Inhalte? Nur mal so in den Raum gestellt. (jaja, bin ja schon still. witzig wärs aber.)
Klaus Staeck über die Gefahr der "Blogorrhoe" - und wo bitte bleibt der Qualitätsjournalismus in Zeiten von regionaler Übermacht der Springer-Presse in Bereichen von oberhalb 90%? Ich kann in keinem Erzeugnis aus dem Haus auch nur einen Furz von Qualität ausmachen. Die paar anderen Redaktionen sollen alles rausreißen? Erscheint mir mehr als Zweifelhaft wenn ich bedenke das die meisten alternativen zur Springer-Presse entweder ähnlich unterirdisch schlecht sind, oder aus einem doch recht konservativen Weltbild heraus schreiben. Entweder man traut den Konsumenten Medienkompetenz zu - dann muss man Blogs aber mindestens genaus akzeptieren wie Springer Presse - oder man traut ihnen keine Medienkompetenz zu. Dann muss man aber auch konsequent gegen Blödzeitung und ähnliche Papierverschwendung argumentieren. Schlechter Journalismus wird nicht einfach dadurch besser das man ihn ausdruckt. Und guter Journalismus bleibt gut, auch wenn er nie durch Rotationspressen gelaufen ist.
WAZ begrüßt Springer-Vorstoß für Bezahlcontent - naja, wenn all die Spackenblätter hinter die Paywall verschwinden, wird das Internet wenigstens etwas sauberer.
Murdoch will hinter die Paywall - ist doch ok, dann wird dessen Schrott wenigstens weniger gelesen. Aber sein gemaule, die Zeiten des gegenwärtigen Internets seien bald vorbei" ist doch echt putzig. Natürlich ist es das - wie der Begriff "gegenwärtig" schon sagt. Nur glaubt die Pappnase wirklich, dass das zukünftige Internet sich tatsächlich in seine rückständige Verständniswelt entwickelt?
Second Life kontert Googles Lively - "Das ging aber schnell. Nur einen Tag nach dem Launch von Googles «Lively» überrascht Linden Lab mit einem Novum aus dem zuletzt dahinsiechenden «Second Life»: Avatare sollen nun die geschlossene Welt verlassen können." - wenn man sich so den Qualitätsjournalismus anguckt, den die Netzzeitung so abliefert, dann kann man zur Meldung der drohenden Schliessung der Netzzeitung nur laut "ja, bitte!" rufen. "dahinsiechend" bei den Zahlen die Lindenlab letztens erst für ihr Netz geliefert hat (z.B. die Millionen an Umsätzen in Second Life, die Onlinestunden, die gewachsene virtuelle Baufläche - die ja auch von Leuten bezahlt wird, nicht einfach nur hingestellt wird) ist nun wirklich nicht das, was mir da so spontan zu einfallen würde. Schon putzig, wie die Journaille nur entweder Hype oder Anti-Hype begreift. Zwischen Hype und Anti-Hype ist ne Menge Platz für schlichtes funktionieren. Was nicht bedeutet, dass SL keine Probleme hätte - da gibts genug. Aber "dahinsiechen" gehört nun wirklich nicht dazu. Lively wird jetzt brav gehyped - dabei ist es nur eine buggy Beta aus den Google Labs, und garnicht Konkurrent zu SL, sondern aufgrund der Struktur viel eher Konkurrent zu IMVU oder Twinity oder Whirled. Konkurrenten zu SL muss man wohl eher bei sowas wie Multiverse oder Vastpark sehen, aber die sind ja nicht von Google. Aber um auf das alles einzugehen, hätte der Journalist sich ja auskennen müssen. (und dass der Teleport in SL eher langweilig - auch technisch langweilig - war, hab ich ja schon einen Link vorher geschrieben)
iTunes jetzt mit TV-Inhalten auch in Deutschland - und das erschreckende für mich daran: da Southpark eh schon frei downloadbar ist, bleibt nur noch Spongebob als potentiell interessant übrig. Irgendwie ein bischen dünn nach all dem Getöse.
Kommentar: Stasi-Äußerung für Die Linke ein Super-GAU - warum die Forderung einer Linksparteiabgeordneten von dem, was der Innenminister fleissig umsetzt, jetzt ein Super-GAU sein soll ... (ok, ok, ich versteh schon, die Linke sollte sich von der CDU argumentatorisch unterscheiden - und wer glaubt, dass es zwischen Parteien nennenswerte Unterschiede gibt, für den hätte ich noch eine günstige Brücke in Brooklyn). Die Art und Weise, wie in der Presse aber jetzt diese - zugegeben dumme - Äusserung hochgekocht wird, wärend gleichzeitig ein auf die Verfassung vereidigter Bundesminister diese Verfassung mit Füssen tritt, ist schon hochnotpeinlich.
Pisa-Verlierer sind Opfer ihres Medienkonsums - kein Wunder. Guckt euch doch einfach mal die aktuellen Berichterstattungen in den Medien an. Da kann ein Kind doch nichts anständiges draus lernen. Und erst die Brutalität im Wirtschaftsteil. Oder hab ich jetzt was falsch verstanden?
Absurditäten der Medien
Im Doping-Zirkus wieder mal ein echter Brüller, den ich heute im Tour-Ticker gesehen habe:
Liebe Radsportfreunde! Aus gegebenem Anlass (Fall Patrik Sinkewitz) wird die Berichterstattung von der Tour de France 2007 zunächst ausgesetzt, bis die Vorwürfe gegen Sinkewitz geklärt sind. Wir danken für Ihr Interesse! A bientôt, ihr tour.ARD.de-Team
Ok. Also wieder ein Fahrer unter Doping-Verdacht. Wie bei die ganze Zeit schon. Eben nichts wirklich neues - Team T-Mobile hat wohl noch einiges mehr aufzuarbeiten. Äh - und was soll daran jetzt die Einstellung der Berichterstattung bringen? Ich mein, die war eh schon armselig genug - sie jetzt noch einzustellen ändert was genau?
Die Medien könnten natürlich anstelle der großen Entrüstung jetzt mal überlegen, wie viel sie selber an der ganzen Misere beteiligt sind. War da nicht was mit einer direkten Zusammenarbeit von ARD-Reportern und der Telekom? War da nicht der jahrelange Hype der Medien rund um Jan Ullrich und die kostenlose Mega-Werbung für die Telekom? War es nicht so, das für die deutschen Medien kaum was anderes existierte als Telekom und deren Team?
Und das ist alles ganz unschuldig an dem Druck, der aufgebaut wurde? Die Tour-Berichterstatter hatten diesmal Sprüche auf Lager, das auch über die Nicht-Gewinner gesprochen werden soll - und haben trotzdem wieder wie jedes Jahr die Gewinner-Spekulationen hochgekurbelt und ordentlich den Hype geschürt. Aber sicherlich wird die Einstellung der Berichterstattung den nicht-dopenden Fahrern (so es denn welche gibt, keine Ahnung ob das der Fall ist) ganz fürchterlich viel helfen. Und die ARD stellt da ein echtes Zeichen - ihrer eigenen Dummheit und Arroganz, denn den ganzen Mist haben die Medien und die Sportverbände und -organisationen fleißig mit aufgebaut.
Der Radsport bleibt dabei auf der Strecke - aber den scheinheiligen Intendanten und Funktionären ist der ja eh scheissegal. Doping hat mal Einschaltquoten gebracht, also hat man es ignoriert. Jetzt spielt man sich halt als grosser Kritiker auf - und macht ein genauso lächerliches Bild wie damals.
Union droht ARD und ZDF mit Werbeverbot - weil ja das öffentlich-rechtliche Internet-Angebot so grauenhaft bedrohlich ist. Oder sprechen da doch einfach nur wieder die Spendengelder der privaten Medienwirtschaft?
RTL will sich nicht kopieren lassen - und hier sitze ich und denke mir: "Den Müll von RTL willst du doch nicht mal geschenkt haben" ...
NDR zensiert Dietz Inteview bei Beckmann - wenn dann schon Journalisten und Fernsehsender sich selber zensur auferlegen, wozu brauchts dann noch das Schräuble?
Bildzeitung erscheint in Second Life - was dabei vergessen wird zu erwähnen: es gibt schon eine ganze Reihe freier Publikationen in Second Life, die in den meissten Fällen von professionellen Journalisten geschrieben werden. Woher da die Bereitschaft kommen soll, für solchen Schund von der Blöd dann selbst nur 40 Cent zu bezahlen - wo man in Second Life für 150 L$ locker Klamotten kaufen kann - konnte mir noch niemand zufriedenstellend beantworten. Warscheinlich hofft die Blöd darauf, das deren Publikum in Second Life ähnlich dämlich ist wie in der realen Welt ...
EU-Parlament stimmt für Liberalisierung der Fernsehwerbung - nunja, damit wird das Fernsehen dann noch uninteressanter als es sowieso schon ist. Wenn ich Werbung will, guck ich mir die Wurfsendungen im Briefkasten an, die sind wenigstens lokal. Was solls, ich mach die Glotze eh fast nie an - neben dem Internet macht dieses simple werbeverseuchte Broadcastmedium eigentlich eh nur noch einen recht armseligen Eindruck ...
Gefälschte Waren gefährden Second Life - behauptet die Netzzeitung. Stimmt aber nicht. Das CopyBot-Gerede ist schon längst erledigt, jetzt merkt es nur die ach so hippe (aber völlig hinterherhinkende) Netzzeitung. Bisher nachgewiesener Schaden durch CopyBot: 0 L$. Großartige Gefährdung, ganz besonders gigantische Inflation (komischerweise ist der L$ stabil geblieben in der Zeit). Aber "Kopiermaschine für reine Äußerlichkeiten hinterlässt keine Spuren in der virtuellen Wirtschaftswelt von Second Life" klingt ja längst nicht so dramatisch ...
Das Ende von Second Life: Bild kommt! - die Blöd-Reporter wollen jetzt auch in SL einfallen. Na prost Mahlzeit.
Edelentmant: Lüge, Bestechung und Diffamierung statt Dialog - Don macht mal wieder in investigativen Journalismus. Gute Sache, das.
Fefe's Blog - über die "Reaktionen" der Medien auf den Wahlcomputer-Hack.
Microsoft möchte »kooperierende Redaktionen« - Heise ist eben auch nicht mehr das was es mal war. Selbst die IX nimmt stellenweise die Züge eines Verkündungsblattes für Microsoft an ...
Bild kneift vor Blüm
Und der hat die passende Antwort an den Chefredakteur dieses Schmuddelblattes:
Sie haben die Hosen gestrichen voll, dass in dem von mir vorgeschlagenen Disput die Machenschaften der BILD-Zeitung offenbart werden. Das ist der Grund für Ihre Absage. Schon der Monitor-Redaktion sind Sie davongelaufen, als diese Ihnen unbequeme Fragen stellen wollte. Sie sind ein Feigling!
Empörung über Schäuble - ach Kinners, jetzt empört ihr euch plötzlich über ihn. Glaubt ihr denn, der hat seine Ideen erst seit heute?
Gazprom droht EU mit Gas-Entzug - auch da wieder grosses Erstaunen allerseits. Habt ihr denn geglaubt, das es wirklich nur bei den Drohungen gegen z.B. die Ukraine bleiben würde?
Philips will Umschalten in Werbepausen verhindern - nunja, nur ein weiterer Grund die Glotze nicht mehr einzuschalten ...
Tibet bei Wikipedia - und FAZ
Schon putzig wie sich die FAZ im Auftrag der Tibet Initiative Deutschland vor deren Propaganda-Maschine spannt und der Wikipedia Blauäugigkeit vorwirft - aber selber jegliche Form von Kritik vermissen lässt. Wie zum Beispiel der Fakt, das die Flüchtlinge in Indien zu einem sehr grossen Teil zu den Klöstern gehören - deren Feudalherrschaft sicherlich nicht das ist, was man sich unter freier Gesellschaft vorstellen will ...
Update: was auch ignoriert/unterschlagen wurde, ist die Tatsache der Verbindung des Autors des FAZ-Artikels mit der TID. Soviel zum professionellen Journalismus und er Qualitätskontrolle durch etablierte Redaktionen ...
Springer und die Ministererlaubnis
Springer war offenbar gegen Ministererlaubnis - aber da gings ja nicht um sie selber:
Für eine Anwendung der Ministererlaubnis im Pressemarkt ist aus verfassungsrechtlichen Gründen kein Raum", heiße es in dem Papier. Damals ging es um den Erwerb des Berliner Verlags durch die Holtzbrinck-Gruppe.
Diesmal werden sie sicherlich genau begründen können, warum das jetzt alles ganz anders ist.
Nazi und SS-Mann Harrer verstorben
Erstaunlich - in all der Lobhudelei gibt es gerade mal diesen kleinen Absatz zu dem nicht ganz unproblematischen Thema Harrer und Nationalsozialismus:
Harrers Vergangenheit in der Zeit der Nazi-Diktatur wurde Ende der neunziger Jahre ein Thema. Nach Medienberichten musste er eingestehen, dass er Mitglied der NSDAP und der SS gewesen war. Dies bewertete er im Nachhinein als Irrtum. Im Jahr 2002 erschien seine Autobiografie "Mein Leben".
Ansonsten nur Lobhudelei und Hochjubeln. Was ist denn auch schon die Tatsache, das er in der SS war (in die man ja nun wirklich nicht ausversehen geraten ist - abgesehen davon, das er auch vorher schon in der SA war, die ja auch nicht wirklich eine rein passive Organisation der Nazis war) gegen die Bergbesteigungen und die Kuschelei mit dem freundlich lächelnden Absolutisten aus Tibet.
Die Blindheit der Medien bei bestimmten Themen ist wirklich erschreckend. Riefenstahl wird ja auch dauernd wegen ihrer "Kunst" bewundert ...
Folter-Hoax und die Aktzeptanz
Nachrichtenagentur verbreitete Hoax - und das erschreckende daran: keinem fällt es groß auf. Ok, klar, mit Google hätte man den Namen recherchieren können und dann gemerkt das es nicht echt ist. Aber wirklich erschreckend ist, das es in der aktuellen Zeit einem garnicht ungewöhnlich vorkommt, wenn einer mehr nach Folter schreit - wir werfen ja eh schon alles über Bord was unsere Demokratie ausmacht, das bischen Folter fällt dann garnicht mehr weiter auf. Von daher spar ich mir hämische Kommentare über die Qualitätsjournaillie, sondern frag mich eher in was für einer Gesellschaft wir leben, wenn wir geradezu solche Folterforderungen schon erwarten ...
"Bild" als Kulturproblem von Gerhard Henschel - heftige Abrechnung mit dem miesesten Schmuddelblatt Deutschlands.
Privatsender über Satellit nur noch verschlüsselt?
Privatsender über Satellit nur noch verschlüsselt? - die Privatsender, die sich im Moment immer noch grosskotzig als FreeTV bezeichnen - wollen auch Gebühren haben. Bloss - wo bleibt dann der Sinn der Privat-TV-Sender für den Zuschauer?
Wenn die privaten Gebühren wollen, will ich deren Kram nicht - denn der ist mitlerweile dermaßen Werbeverseucht, das er selbst geschenkt kaum noch zu ertragen ist.
Und ganz besonders putzig ist das natürlich unter Berücksichtigung der Diskussion die Saban damals um die Gebührenfinanzierung und Werbeausstrahlung der öffentlich-rechtlichen Sender vom Zaun gebrochen hat ...
Rechtsstreit um ARD-Wahl-Grafiken beigelegt
Demokratie powered by Microsoft hat ein Ende:
Die Kooperation von Infratest dimap mit Microsoft bei ARD-Wahlsendungen sei beendet, berichtete der federführende Norddeutsche Rundfunk am Montag.
Wird auch Zeit. Der Eiertanz der ARD zu dem Thema war einfach nur noch lächerlich. In Wahlsendungen gehört keine Firmenwerbung rein. Basta.
wofür sich Medien so einsetzen
Wenn es um die Sicherung der Werbepartner geht, werden selbst öffentlich rechtliche Sender fleissig und schnell:
Der NDR hatte damals noch am selben Tag rechtliche Schritte gegen die Verfügung eingeleitet und sofort eine einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung erreicht. So konnte der NDR am Wahlabend in seinen Sendungen auch weiterhin das Microsoft-Logo zeigen. Dies ist nach der Aufhebung der einstweiligen Verfügung nun vorerst auch in Zukunft möglich.
Jaja, wie schön, der NDR hat sich voll ins Zeug gelegt, damit er weiter das Microsoft-Logo auf unangebrachte Sendungen - wie Wahlberichterstattung - pappen kann. Denn das ist wichtig, dafür muss man sich einsetzen, das muss erhalten werden. Schleichwerbung? Ach watt, alles nur Gerede. Warscheinlich wird die Politik eh schon von Microsoft gesponsort und unsere Bundeszicke wird dann ein Micorosoft-Logo auf dem Revert tragen.
Thatcher
Auch so eine Kriegstreiberin, der jetzt gehuldigt wird, nur weil sie 80 geworden ist. Egal das sie einen Krieg angefangen hat. Was scherts die Medien - huldigen ist in. Korrupte und meineidige Ex-Bundeskanzler werden da genauso gerne genommen wie Kriegstreiber und anderes Gesocks. Ach watt, ich bin warscheinlich einfach gerade nur fürchterlich destruktiv, weil seinen Amtseid brechen und sich am Gesetz vorbeimauscheln und Kriege anfangen, das ist ja so richtig konstruktiv.
Medien, Statistiken und ihre "Interpretationen"
Was ich hasse sind so tolle Pauschaltitel wie der bei Heise heute: Computer können zu schlechteren Noten in der Schule führen. Klar, schlechte Lehre können auch zu schlechteren Noten führen. Zeitungen können auch zu schlechteren Noten führen ...
Besonders peinlich wirds dann, wenn man die Begründung liest:
Ein Computer im Kinderzimmer führt in den meisten Fällen zu schlechteren Noten in der Schule. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie (PDF-Datei) des Münchner ifo Instituts, bei der die internationalen Daten der PISA-Studien noch einmal speziell ausgewertet wurden. Der Grund dafür: Der Computer werde sehr oft für Computerspiele statt lernfördernd genutzt.
Aha. Stellen wir also abschließend fest: zu spielen statt zu lernen kann zu schlechteren Noten führen. Ach. Ach was. Grandiose Erkenntnis - und warum steht im Titel etwas ganz anderes? Haben die Autoren vielleicht ein bischen zu viel gespielt und zu wenig gelernt?
peinlicher Spiegel
Es ist wirklich lächerlich wie der Spiegel immer wieder seine politischen Tendenzen nicht verstecken kann. Vor allem lächerlich, weil der Spiegel mal als Magazin mit Linkstendenz betrachtet wurde. So ist er, der Qualitätsjournalismus - völlig unparteiisch, gut recherchiert - und kackendreist.