rechteabzocker

Noch ein Rettungsschirm. Warum ich dann wohl demnächst nicht mehr auf Medien verlinken werde. Also Zeitungen und so ein Unfug. Und ganz ehrlich? Ich hoffe sogar darauf, dass Google die deutschen Verlage aus dem Index wirft. So komplett. Dann soll mal das Geschrei und später Gejammer losgehen, wie in Belgien. Da wäre dann wenigstens der Unterhaltungswert endlich wieder da.

Offener Brief an die Contentindustrie. Der Schockwellenreiter empfiehlt es und ich kann nur zustimmen: lesen lohnt sich. Das ist mal ein wirklich runder Rant gegen diese erbärmlichen "Contentproduzenten", die sich in offenen Briefen zu herabwürdigenden Tiraden gegen und Lügen über die Netzgemeinde aufstellen lassen.

Copiepresse: Googles Suchmaschine zeigt wieder belgische Zeitungen. Die Internetversteher von den großen belgischen Presseergüssen haben dann doch mal gelernt, das Internet zu vestehen (wenigstens den Teil von "bist du raus, bist du draussen" den sie sich selber eingebrockt haben). Schon ziemlich peinlich, was die da getrieben haben.

Urteil: Sharehoster müssen externe Linksammlungen prüfen. Das ganze klang irgendwie absurd, meine erste Reaktion war "Landgericht Hamburg" - und siehe da, es ist das LG Hamburg. Und es ist so absurd, wie vermutet. Und im Falle von Sprüchen des LG Hamburg glaube ich auch nicht unbedingt, dass die Reporter das bloß falsch wiedergegeben haben. Hamburg ist Deutschlands Texas.

Leistungsschutzrecht: Bundesjustizministerin über eine Abgabenpflicht für Zitate. Wieder einmal hilft die Politik den Internet-Nicht-Verstehern und Rechteabzockern in Firmen mit kaputtem Geschäftsmodell auf Kosten der Arbeit anderer Geld zu machen. Und so ganz nebenbei wird das Zitatrecht vernichtet. Denn glaubt wirklich jemand, dass "kommerziell" nicht ganz schnell zu "geschäftsmäßig" und dann über juristische Spitzfindigkeite zu "jeder Blogger" wird? Reicht ja schon Werbung auf dem eigenen Blog um ganz schnell als kommerzieller Anbieter betrachtet zu werden. Und ganz toll natürlich die Idee, eine weitere Verwertungsgesellschaft für den Quatsch einzuführen, die ja auch gleich wieder ordentlich bezahlt werden will. Irgendwann müssen wir dann wohl die Gaslieferanten bezahlen wenn wir furzen wollen.

"In den aktuellen AGB sichert sich Twitpic das Recht zu, die Bilder, die Nutzer über den Dienst veröffentlichen, weiterzuverwenden." - und zwar auch kommerziell, und den Partner hat sich TwitPic gleich schon mit WENN besorgt. via Twitter-Bilder: Verwirrung um Twitpic - Golem.de. Das ist also wieder einer der Dienste die man besser nicht verwendet, denn natürlich erhält der Urheber der Bilder kein Geld für die Verwertung.

The Self Publishing Revolution: Amazon in the Book Banning Business. Diesmal gehts gegen erotische (ok, seien wir ehrlich: pornographische) Bücher von Selena Kitt. Aber wer sagt, dass Amazon da aufhört? Und selbst wenn natürlich Amazon das Recht hat zukünftig ein Buch nicht anzubieten (gibt genug Alternativen für eBook Stores), was ausser ihren ToS gibt ihnen das Recht verkaufte Bücher zu löschen? Nach der 1984 Peinlichkeit dachte man ja, sie hätten es begriffen. Dabei war dort die Ursache ein Rechteverstoß des Publishers auf den Amazon reagiert hat - diesmal ist es reine Willkür. Das ganze bestätigt meinen Ansatz nie eBooks zu kaufen, die ich nicht von ihrem DRM befreien kann. Allein als Investitonsschutz notwendig. (und natürlich vorzugsweise Bücher gleich ohne DRM kaufen wenn möglich)

'Hollywood Accounting' Losing In The Courts | Techdirt - bei der nächsten Diskussion über die arme Filmindustrie die doch durch Filmpiraterie so arg gebeutelt ist, einfach mal an diesen Artikel denken. Wie man aus einer Milliarde Gewinn ganz einfach 170 Millionen Verlust macht - und damit dann argumentiert, warum man Darstellern und anderen Mitarbeitern keine volle Gage zahlt, denn der Film hat ja nur Verluste gemacht ...

Wal-Mart latest store to shut DRM key servers - und das nächste DRM-Debakel. Nach Microsoft (die einen Rückzieher gemacht haben) und Yahoo jetzt Wal-Mart.

Urheberrechtsverletzung: Gerichte setzen niedrige Hürde für Auskunftsanspruch gegen Provider - "Sollten auch andere Gerichte dieser extrem weiten Auslegung des "gewerblichen Ausmaßes" folgen, so ist damit zu rechnen, dass sich dann die Zivilgerichte mit der gleichen Flut von Anträgen konfrontiert sehen, mit der sich derzeit die Strafverfolgungsbehörden konfrontiert sehen." - nunja, das war ja zu erwarten. Also bleibt wieder einmal nur das Hoffen auf Karlsruhe und eine etwas vernünftigere Basisentscheidung.

Bushido gewinnt vor Gericht gegen drei Rentner - irgendwie wärs doch echt mal nett, wenn die Gerichte sich mal einig werden könnten. Denn so wirds nur noch lächerlich. Ganz abgesehen davon: wer will diese akusitische Lärmbelästigung überhaupt haben?

Revision3 DOS - "Zuerst gaben sie bereitwillig zu, dass sie Revision3s Netzwerk über einen Zeitraum von Monaten missbraucht haben, indem sie eine breite Palette von Torrents in unseren Tracking-Server injiziert haben. Sie konnten dies tun, weil wir den Server so konfiguriert haben, dass er nur Hashes verfolgt – um die Leistung und Stabilität zu verbessern. Dies wiederum öffnete eine Hintertür, die es ihren Netzwerkexperten ermöglichte, die Fähigkeiten des Servers für ihren eigenen persönlichen Profit auszunutzen." - ein Handlanger der Musik- und Filmindustrie legt einen legalen Betreiber eines Torrent-Trackers lahm. Da sieht man schön, mit welchen dreckigen Methoden (z.B. Diensteerschleichung) diese Leute arbeiten. Aus dem Nebensatz "das FBI interessiert sich dafür" entnehme ich mal, dass Anzeige erstattet wurde. Gut.

HD Monitor Causes DRM Issues with Netflix - Netflix prüft die Ausgabehardware und wenn die zu gut ist, verbietet es das Abspielen von Files. Und der Hammer: wenn man den vorgesehen Problembehebungsweg geht, werden anscheinend Rechte für andere Files entzogen (im Fall des OP dann die Rechte für die bei Amazon gekauften Filme). Klasse. DRM ist Müll - und ganz besonders die von der Filmindustrie so oft gelobte Moppelkotze von Microsoft.

OLPC-Technikchefin macht sich selbstständig - "Sie starte ihr eigenes Unternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem der XO in großer Stückzahl ausgeliefert werde, schreibt Jepsen auf ihrer Website. OLPC werde sie ihre Produkte aber weiterhin zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellen. Jepsens erste OLPC-Patentanmeldung wurde am 13. Dezember 2007 vom amerikanischen Patentamt, dem United States Patent and Trademark Office, veröffentlicht." - ja, so sieht die typische amerikanische Wohltätigkeitsmasche aus. Sie hätte die Patente ja auch dem OLPC-Projekt geben können, so das dieses aus eventueller Vermarktung Unterstützung für das Projekt hätte erwirtschaften können (oder einfach die Patente als Sicherung des eigenen Fortbestandes benutzen können). Aber heute zählt eben einfach nur der eigene Gewinn. Das viele Möglichkeiten nur durch Zusammenarbeit in einem gemeinützigen Projekt möglich waren, und sie davon profitiert hat, ist sicherlich leicht zu ignorieren ...

Kriminalisierung von Parallelimporten weiter umstritten - klingt sperrig. Heisst aber nix anderes, als das die Meinung des EU-Parlamentes mal wieder ignoriert werden soll. Parallelimporte meine, das man z.B. Musik im Ausland kauft, weils dort billiger ist. Und das ist natürlich den Abzockern ein Dorn im Auge. Denn die Freizügigkeit des Marktes in der EU kann und darf natürlich nicht für sowas hochwichtiges wie Musik oder Filme gelten. Wo kämen wir denn da hin. Schliesslich müssen wir ja auch auf unsere Rechte für den Kram verzichten. Gibt in Kürze wohl wieder Regen -die Argumentationen der Prolethiker und Abzocker sind besonders flach zur zeit ...

Sorge um Nutzerrechte wegen Copyright-Filter fürs Web 2.0 - ich mag weder die gierigen Geier der Medienunternehmen noch die der Web 2.0 Unternehmen. Beide interessieren sich weder für die Inhalte noch für die eigentlichen Kunden wirklich - beide interessiert nur, wie sie mit möglichst wenig eigener Investition möglichst viel Gewinn aus der Kreativität anderer schlagen kann. Zwischen den grossen Medienunternehmen und den grossen Web 2.0 Plattformen zu wählen ist wie die Entscheidung zwischen Microsoft und IBM - nur weil einer von beiden mehr Kreide gefressen hat als der andere, ändert das nichts an der Tatsache, das beides Wölfe sind. Wer anderer Meinung ist, lese sich bitte mal die Terms of Service diverser Web 2.0 Plattformen durch - Content-Aneignung und cover-your-ass zu Lasten des Benutzers sind gang und gäbe. Zu glauben Google und Co. wären die Guten ist hochgrade dämlich.

Patentklage wegen Linux-Desktops - meine alten Xerox Lispmaschinen und die alte Symbolics aus den frühen 80ern haben das aber auch schon. Ein weiterer Beleg dafür, das viele Patente einfach Schwachsinn sind.

Ermittlung des Anschlussinhabers bei Tauschbörsen-Strafverfahren ist unzulässig - die Begründung des Gerichtes liest sich so schlüssig und logisch, ich wette die wird von einer höheren Instanz gekippt.

Britische Musikindustrie greift Regierung an - "... den Künstlern würden ihre Werke genommen und die Plattenfirmen ihrer Investitionen beraubt ...". Bitte was? Gehts noch? Den Künstlern wird garnix geraubt - das ist einfach Fakt des Gesetzes, das nach einer gegebenen Zeit die Urheberrechte erlöschen. Es geht dabei auch nur um konkrete Aufnahmen, nicht um z.B. Liedtexte (die länger geschützt sind). Die Vorstellung, das es Aufgabe des Gesetzes ist einer Industrie ihre Einnahmequellen zu garantieren, ist reichlich absurd. An anderen Stellen würden sich die gleichen Leute fürchterlich über Subventionen des Staates aufregen, aber hier wird es lautstark gefordert. Ich mein, jetzt mal Klartext: an diesen Aufnahmen wurde 50 Jahre verdient, abgesichert über das Urheberrecht.

Musikindustrie will schrankenlosen Zugriff auf Nutzerdaten - weil ja die Musikindustrie über dem Recht steht. Wann hat dieser Wahnsinn ein Ende? Meine Konsequenz habe ich schon gezogen - in dem ich weitestgehend die ärmlichen Arbeitsergebnisse der Musikindustrie ignoriere und mich lieber bei Magnatune oder Jamendo mit neuen Songs eindecke. Ist eh viel spannender dort.

Verwertungsgesellschaften kritisieren Commons-Projekt als urheberrechtsfeindlich - logisch, Werte unter CC Lizenz fallen für die Ausschlachtung durch die Verwertungsgesellschaften weg. Und sowas geht ja schonmal garnicht. Putzig, wie dann wieder die Autoren und Künstler vorgeschoben werden - und dabei ignoriert wird, das gerade die Künstler es ja sind, die Werke unter CC Lizenz stellen ...

Gericht untersagt Artikelversand per E-Mail - immer alles zum Wohle der Rechteinhaber. Weil, die sind ja ein wesentlicher Teil des Bildungssystems und der Gesellschaft. Ganz im Gegenteil zu Universitäten, die ja alles nur Schmarotzer sind. Sowas muss man ja grundsätzlich unterbinden, wo kämen wir denn hin, wenn ein gemeinnütziger Verein (vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft gegründet) das Recht hätte, Universitäten kostengünstig und effizient mit Informationen zu versorgen.

US-Bürgerrechtler werfen Uri Geller Urheberrechtsbeugung vor - weil, die Löffelbeugung hat ja nicht geklappt.

Courtney Love does the math - wie die Musikindustrie Musiker auspresst. Mal lesen - Musikpiraterie bekommt dort eine ganz neue Definition.

Musikindustrie: Regierung will Urheberrecht zum "zahnlosen Tiger" machen - das dumme Geheule der Musikindustrie - speziell ihr dummes Geseier sie würden die Interessen der Künstler vertreten, diese verlogenen Abzocker - geht mir ganz gehörig auf den Senkel. Und hat dazu geführt, das ich mitlerweile ein Schliessen von iTMS (wie in Norwegen möglicherweise anstehend) bei mir nur noch Schulterzucken hervorruft. Jamendo.com, Magnatune.com, Garageband.com und anderer Netlabels sei Dank ...

Statistiken über Copyright-Verstöße sind übertrieben - traue halt keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.

Die Electronic Forntier Foundation stellt sich auf die Hinterbeine gegen die WIPO - denn die WIPO will Übertragungsanstalten Rechte einräumen, auch an Inhalten, an denen diese gar keine exklusiven Rechte haben (z.B. CC-lizensiertes Material).

Popkomm: Musikwirtschaft will Zugangsanbieter zur Kasse bitten - Hirnschiss in Reinstkultur. Was bei dem Gesülze rauskommt wäre bestenfalls eine weitere GEZ-ähnliche Struktur. Und ja, das bedeutet auch eine Absage an die Kulturflatrate meinerseits. Leute, guckt euch an was in anderen Bereichen mit ähnlichen Strukturen heute passiert und seht ein, das ihr das genausowenig wollt wie die absurde Kriminalisierung zahlender Kunden durch die Musikindustrie. Die Lösung liegt in Creative Commons und ähnlichen Ansätzebn - und in einer Ausschaltung der Musik industrie als Rechteabzocker. Direktvermarktung von Werken durch Künstler über das Internet ist keine Utopie mehr.

Unverschlüsseltes WLAN und Störerhaftung: LG Hamburg öffnet die Büchse der Pandora - weil wir schon lange kein seltsames Urteil mehr hatten ... dürfte der Todesstoß für freies WLAN im Cafe sein, wenn sich das durchsetzt ...

Frankreich: iTunes-Gesetz verstößt gegen Menschenrechte - ist es nicht putzig, wie das Menschenrecht auf Eigentumsschutz missbraucht wird, um Firmen (was haben die mit den Menschenrechten am Hut?) einen dicken Hebel gegen Privatpersonen (die ja eigentlich die Menschenrechte haben) in die Hand zu geben?

Konsternation nach französischem Grundsatzurteil zum Urheberrecht - erschreckend, wenn man sich anschaut, was die Franzosen da ins Nest gelegt bekommen haben ...

SPD besteht auf Bagatellklausel für Kopien - "Die SPD" umfasst aber wohl nicht die Bundes-Justiz-Inkompetenz. Vielleicht sollte die ihr Parteibuch abgeben?

Rechteinhaber wollen Auskunft von Providern ohne Richterbeschluss

Bei der derzeitigen Entwicklung beim Urheberrecht war die Forderung nach Selbstjustiz der Musikindustrie schlichtweg nur logisch. Und bei der derzeitig kranken Denke in Berlin würde es nicht weiter wundern, wenn dem dann auch stattgegeben würde ...

Bundesjustizministerin ohne Durchblick

Diese Bundes-Dummschwätzerin geht mir mittlerweile einfach nur noch auf die Nerven. Ist es mittlerweile Voraussetzung für einen Ministerposten komplett verblödet zu sein und nun wirklich garnichts zu kapieren? Die Auswirkungen auf die Privatpersonen sind nicht die Klagen der Staatsanwaltschaft - sondern die mit der Anzeige verbundene Erhebung der Personendaten durch die Staatsanwaltschaft (was sie ja auch dann noch tun muss, wenn sie nicht selber Klage erhebt). Nur darauf haben es die Massenkläger abgesehen - damit sie danach dann auf dem Privatweg klagen können. Wo die Privatpersonen dann alleingelassen werden, weil Urheberrechtsfragen von vielen Rechtsschutzversicherungen nicht abgedeckt sind.

Ganz grosses Kino, wie da in Berlin mal wieder das Interesse der Bürger an eine marode und geldgeile Industrie und ihre Anwaltsapparatschniks verschachert wird ...

zorniges Gesicht

Die Frösche machen einen schwindelig

Erst wollten sie die Privatkopien und P2P-Software etc. verbieten, dann die Privatkopien legalisieren, dann wieder verbieten und jetzt wollen sie dann auch wieder die Verbreitung von P2P-Software verbieten:

Ihm zufolge soll mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro belegt werden, wer "wissentlich" und öffentlich Software verbreitet, die "offensichtlich darauf ausgerichtet ist", den unautorisierten Zugang zu geschützten Werken oder anderen Objekten zu gestatten. Selbst die Verbreitung von Hinweisen zu solchen Programme kann demnach genauso streng geahndet werden. Der klar gegen P2P-Software gerichtete Artikel soll laut dem für das Gesetz zuständigen Parlamentsberichterstatter, Christian Vanneste, aber nicht Programme betreffen, die Telekooperation, Forschung oder den Austausch nicht vergütungspflichtiger Werke ermöglichen.

Bei dem Hin und Her von denen wird einem ganz schwummerig. Und scheinbar bleibt der gesunde Menschenverstand dabei auf der Strecke ...

Wow.

Nerdcore - A Blog about very cool Stuff. Und so.

Stell Dir vor, all die grauen Herren in ihren Anzügen in ihren Lofts hätten keine Macht über den Klang in unseren Ohren, über die Flächen unserer Städte, über die Dinge, die wir lesen. Marktanalysen würden nichts zählen, weil der Markt, genau wie wir, ein Schwarm Schmeißfliegen ist, der sich nicht vorhersagen lässt. Die Straße wäre voller arbeitsloser Juristen. Die zögen dahin, wo sie bluten für ihre Sicht auf alles, zusammen mit ihren Kumpels, den Betriebswirtschaftlern, den Marketingheinis, den Bänkerspacken, den Versicherungsheinzes. Weil sie nicht begreifen, was es bedeutet, wenn wir uns zusammentun und vernetzen, miteinander reden. Der Mensch ist die kleinste wirtschaftliche Einheit? Fuck you, der Mensch ist alles, was wir haben. Und das ist wirklich viel, wenn man nur einmal wagt, darüber nachzudenken.

Musikindustrie verblödet immer mehr

Jetzt wollen sie "Intelligente Aufnahmesoftware" verbieten - ohne zu verraten, was das denn sein soll. Aber sie wollen natürlich die Privatkopie beschränken, Mitschneiden aus dem Radio einschränken, die Sendefreiheit für den Hörfunk einschränken und auch sonst alles unternehmen um sich selber zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren - denn wenn keiner mehr freien Zugang zur Musik hat, werden die Menschen sich auf Dauer den freien Zugang anderweitig besorgen. Letztendlich fördern die hirnrissigen Forderungen der Musikindustrie auf lange Sicht nur die illegale Verbreitung von Musik als das sie diese eindämmen.

Das Problem dabei ist allerdings, das sich die Prolethiker in Berlin eh schon die ganze Zeit von der Musikindustrie vorführen lässt und immer mehr von dem geforderten Schwachsinn umsetzt. Und so können wir uns vermutlich auf noch mehr irrwitzige und hirnlose Gesetze freuen, so lange bis vielleicht doch mal dem Verfassungsgericht der Kragen platzt und sie dem Unsinn einen Riegel vorschieben. Den dann aber vermutlich die Prolethiker genauso ignorieren wie andere Entscheidungen aus Karlsruhe ...

GVU soll Raubkopierer gesponsert haben

Bei so viel Dreistigkeit der Rechteabzocker fällt einem glatt kein weiterer Kommentar mehr ein:

Nach gemeinsamen Recherchen des Computermagazins c't und des News-Portals onlinekosten.de weisen Indizien darauf hin, dass die GVU bei ihren Ermittlungen gegen Raubkopierer die Grenzen des Erlaubten überschritten hat. Die Redaktionen erhielten bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten, die mittlerweile von einer zweiten Quelle bestätigt wurden. Danach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Warez-Szene regelmäßig bezahlt haben. Auf diese Weise sei sie an Log-Dateien und damit an Zugriffs-IP-Adressen dieser so genannten "Box" gekommen. Zudem soll sie Hardware zur Ausrüstung der Plattform beigesteuert haben.

HD? Nix da, sagt Hollywood

HD Output muss vom Player runtergesampeled werden - wenn das Studio dieses Feature verlangt. Das Ergebnis: tolle HD-DVD, aber das Ergebnis auf dem Monitor ist weitaus näher an der Standard-DVD-Qualität als an der möglichen HD-Qualität.

Sorry, aber wozu sollte ich mir dann HD-Hardware anschaffen, wenn es eh nicht so viel bringt? Soll das ganze eine Kamikazestrategie für die HD-Hardware-Hersteller werden?

FDP spannt sich vor die Musikindustrie

Auch wenn die FDP in der Opposition ist - bei den Urheberrechten spannt sie sich genauso vor die Musikindustrie wie die derzeitige Regierung:

Hans-Joachim Otto, Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, sieht in einer Kulturflatrate eine "Missachtung des Urheberrechts". "Wer die massenhafte Herstellung rechtswidriger Kopien im Internet durch eine Pauschalzahlung faktisch legalisieren will, hat die Grundsätze des europäischen Urheberrechts nicht verstanden und missachtet die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes kreativer Leistungen", heißt es in einer Mitteilung der FDP-Bundestagsfraktion. Die FDP unterstütze alle Bemühungen, die einer weiteren Stärkung des Urheberrechts im digitalen Kontext und einer Förderung des Respekts vor dem geistigen Eigentum dienen.

Die Haltung der FDP als angebliche Freiheitspartei ist ja auch ganz logisch: lieber alle Benutzer kriminalisiere, bevormunden und gängeln, als eine kaputtgemanagte Industrie mal dazu zwingen, sich mit Realitäten auseinanderzusetzen. Freiheit ist bei der FDP eben nur die Freiheit der Unternehmen, nicht der Bürger.

Wie man sich vor Verantwortung drückt

Zeigt die Empfehlung an die Staatsanwaltschaften zur Bagatellregelung bei Massenstrafanzeigen wegen Urheberrechtsverletzungen:

In allen heise online vorliegenden Fällen ging es bei den Strafanzeigen bisher um das Angebot einer einzigen Datei. Diesen Beschuldigten dürften der neuen Regelung zufolge also in den meisten Fällen keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr drohen. Da den Staatsanwaltschaften aber empfohlen wird, in jedem Fall die Personalien des Beschuldigten zu ermitteln, erhält die Karlsruher Kanzlei auch weiterhin bei Akteneinsicht die gewünschten Informationen, um zivilrechtlich vorgehen zu können.

Heisst auf Deutsch: die Staatsanwaltschaft macht nix weiter als beim Provider eine Feststellung des Nutzers anzufordern - vermutlich ein Brief mit Vordruck, in den nur die konkreten Daten eingetragen werden. Die Provider müssen weiter die Daten raussuchen - auch wenns nur um ein popeliges File geht. Die Benutzer werden weiter ermittelt und in die Akte eingetragen - und haben dann mit der Kanzlei den Ärger wegen der Abmahnung. Die Kanzlei verdient sich weiter dumm und dämlich.

Ganz tolle Lösung.

Wenn ein Verfahren direkt geschlossen werden soll, gibt es auch keine Veranlassung Personalien festzustellen und der Kanzlei in die Hände zu spielen. Aber hier ging es ja nicht um die Bürger, es ging ja nur um die Arbeitsvermeidung bei den Staatsanwaltschaften.

Super-DRM-Architektur der Zukunft

Und weiter gehts mit DRM-Schwachsinn

EFF-Mitglied Cory Doctorow warnt davor, dass der flächendeckende Einsatz von CPCM das Ende von freier Software sei. Die Anforderung, das System gegen jegliche Veränderung robust zu machen, seien mit FOSS-Konzepten nicht vereinbar. Überdies könne nationale Politik zum Urheberrecht durch CPCM einfach ausgehebelt werden, indem US-Kulturexporteure die politischen Spielregeln diktierten. Die EFF will den Standard auf jeden Fall verhindern. "Das ist," so Doctorows Meinung, "keine Spezifikation, die zu guten Zwecken eingesetzt werden kann, Punkt."

Liest man sich die Beschreibung des ganzen so durch, fordert da letztendlich jemand die totale Kontrolle über jegliche Form von Computer oder Mediengerät - letztendlich über jedes Gerät, das auch nur ansatzweise in die Nähe von medialen Inhalten kommen könnte. Kompletter Wahnsinn, das ganze. Das Erschreckende daran: bei den hirnlosen Prolethikern wie wir sie in Berlin und in Europa allgemein rumrennen haben, ist fast zu befürchten das so ein Unfug sich durchsetzt und die Freiheiten einfach an sterbende Industriezweige mit aufgeblähten und nicht mehr zeitgemäßen Geschäftsmodellen verschachert werden, um deren Managementfehler zu kaschieren.

Und wird sich jemand drüber aufregen? Ach watt. Man kann doch weiter auf der Autobahn schneller als 130 fahren, wir sind doch frei ...

Grössenwahnsinnige Musikverlage

Konzertierte Aktion gegen frei zugängliche Noten und Songtexte

MPA-Präsident Lauren Keiser zeigte sich gegenüber der BBC äußerst verärgert über die seiner Ansicht nach illegalen Seiten mit Gitarren-Licks und Notenvorlagen und sähe deren Betreiber vorzugsweise hinter Gittern. Grundsätzlich unterliegt Musik nicht nur als konkrete Aufführung, sondern auch in jedweder gedruckter Notation dem Urheberrecht.

Demnächst landeste im Knast, wenn du versehentlich im Takt von Alle-Meine-Entchen furzt ...

Sony fällt schon wieder auf

Sony caught in another DRM snafu

Stop me if you've heard this one before. A record label uses DRM to sort of keep its customers from copying the music. It turns out that the software poses a threat to the user's PC. So the label issues a patch... which opens up another security hole. If you guessed that the label in question is Sony, you'd be correct. If you guessed that I'm recapping last month's rootkit debacle, you'd be wrong.

Tja. Selten dämlich bei Sony. Ob die es irgendwann überhaupt noch mal lernen?

Oh, und das ich jetzt vermutlich keinen Aibo angeboten bekomme, ist mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht

Frankreich will Urheberrecht verschärfen

Frankreich dreht jetzt völlig ab:

Hintergrund ist eine EU-Urheberrechtsrichtlinie von 2001. Der französische Gesetzentwurf geht jedoch deutlich über deren Ansatz hinaus. So soll zum Beispiel der Einsatz freier Software zum Abspielen von Multimedia-Dateien verboten werden, da diese auch kopiergeschützte DVDs lesen können. Selbst die Verbreitung von Informationen über solche Werkzeuge soll künftig strafbar sein.

Das ist ja wohl der absolute Hammer. Jetzt prescht Frankreich vor und sicherlich werden - sofern der Unfug durchkommt - andere nachziehen. Und damit wird ja wohl endgültig deutlich, wogegen das ganze geht. Gegen den Verbraucher - der nur noch von der jeweiligen Branche abgesegnete Software benutzen darf - und ganz besonders gegen Open Source, die eh allen ein Dorn im Auge ist.

Ebenfalls verboten werden soll Dateitausch-Software, die Rechtsverletzungen nicht von vornherein verhindert.

Zeigt eindeutig, wie wenig technische Ahnung die Zuständigen haben - oder von wem sie geschmiert werden.

zorniges Gesicht

Kriegt Sony jetzt Ärger mit Apple?

Geheimfunktion in Sony BMG-Kopierschutz

Wie der Computerwissenschaftler Alex Halderman entdeckte, steckt in «XCP» die freie Software «DRMS», mit der es möglich ist, den Kopierschutz «FairPlay», den der Onlinemusik-Marktführer Apple verwendet, auszuhebeln. Allerdings nutze «XCP» «DRMS» nicht zum Knacken von Musik: «Der Code des Programmes wird stattdessen dazu verwendet wird, Apples Kopierschutz zu ergänzen.» Die Routine sei derzeit jedoch inaktiv.

Wär doch nett, wenn jetzt Apple denen mal ein bischen Zoff machen würde - nachdem Sony BMG ja wohl auch eines der Labels war, das Apple wegen der Preise Ärger gemacht hat. Könnte putzig anzuschauen werden. Auch die sich langsam aufbauenden Klagen gegen Sony könnten interessant werden. Und nie vergessen: BMG steht für Bertelsmann Music Group.

Kampagne gegen freie Software in Frankreich - der Wahnsinn aus den USA bezüglich Aktivitäten gegen freie P2P Software greift jetzt auch auf Europa über. Frankreich ist sicherlich nur der Anfang, mehr ist zu erwarten ...