Sim-on-a-Stick. Wer OpenSim mal ausprobieren will, da gehts wahrscheinlich am einfachsten mit, fertig konfigurierte Installationen für einen USB Stick.
secondlife
Lumiya Viewer - About Lumiya. Sehr nett - ein grafischer SL und OpenSim Client für Android. Das muss ich dann doch in ein paar Tagen unbedingt mal ausprobieren. Bei iOS kenn ich ja immer noch nur Pocket MV, aber das kann eben kein grafisches Rendering der Umgebung sondern nur Karten, Chat und son Zeug.
Technology - Canvas Viewer - interessantes Projekt, benutzt Unity3D als Plattform für einen Second Life und OpenSim Client. Wenn das funktioniert und frei verfügbar für OpenSim Grids wird, wär das für mein MiniGrid ein nettes Fenster vom Web..
HyperGrid 1.5, OpenSim, & 3D Web | HyperGrid Teleport Network - interessantes inworld-Tool zur hypergrid Vernetzung so richtig mit passender Stargate Optik. Schon ganz interessant was da alles schon verbunden ist.
Downloads for diva's d2 - GitHub - vorgefertigte OpenSim Pakete mit HyperGrid Erweiterung. Damit sollte ich mein eigenes kleines Grid mal testweise aufbauen und gucken ob da Leute reinspringen können, denn wenn das alles klappt, wäre das ein wichtiger Schritt zur Lösung von Second Life.
LookingGlass - alternativer Viewer für Second Life und kompatible Systeme (OpenSim), der komplett in C# geschrieben ist und sich z.B. in Radegast integrieren lässt (allerdings ältere Versionen der beiden Tools, aber Source ist verfügbar).
Radegast Metaverse Client · Lightweight client for connecting to Second Life and OpenSim based virtual worlds - alternativer Client für Second Life und kompatible Systeme der rein textbasiert ist und in C# programmiert ist. Auch für OpenSim interessant (und irgendwann will ich da ja wieder mit rumspielen, also mit OpenSim).
0.7 Release - OpenSim - muss mir glaub ich mal wieder OpenSim in aktueller Version angucken. Die Änderungen klingen sehr interessant - ein privates Minigrid mit HyperGrid-Verbindung zu anderen Grids wäre sehr interessant. Und mit aktuellen Root-Servern könnte man das problemlos auch mit allgemeinem Zugang machen.
Animeeple Software - Animationssoftware mit Animations-Markt und scheinbar guter Unterstützung für Second Life.
Portrait of an Artist as an Avatar - Filthy Fluno - drei seiner Bilder hängen in meinem Wohnzimmer. Eines davon ein Bild über mich. Ohne Second Life hätte ich vermutlich nie was von ihm gehört - mit Second Life ist er (neben einer ganzen Reihe anderer Künstler) auf meiner Freundesliste gelandet. Aber klar, Second Life ist ja nur Hype und dummes Zeug, wie einem all die Experten immer gerne erzählen. Wieviele Künstler die wohl persönlich kennen? Wie vielen die schon beim Malen übers Internet zugeguckt haben? Mit wie vielen die schon Parties gefeiert haben, an denen Leute aus der ganzen Welt teilgenommen haben? Also Parties, bei denen sie persönlich begrüsst wurden und die meisten Teilnehmer tatsächlich ein wenig kennen ...
OMVViewer-light a Secondlife Text Client - könnte für unterwegs ganz interessant sein, wenn ich das volle Interface nicht starten kann oder will.
FragStore - A Fragmenting Asset Store at Adam Frisby - wer wissen will, was für technische Probleme hinter sowas wie Second Life stecken, hier ein Blog post über die Probleme mit dem Assetserver von osgrid.org, einem auf OpenLife (open source reimplementation der Second Life Protokolle auf Serverseite) aufbauenden experimentellen Grid.
A3DSculpt: Creating sculpties with Albatross3D - Exporter für Second Life Sculptmaps aus Albatross3D.
Molotov Alva - Filme, die komplett in Second Life erzeugt wurden - mit einer interessanten Story und von jemandem, der weiss wie man Filme macht. Schon aus 2007, aber immer noch gut (und ja, ich hab Molotov Alva mal inworld getroffen).
Tiny Nation Premiere - falls jemand mal sehen will was man in SecondLife machen kann. Absolut klasse Machinima.
«Second Life» für Deutsche - son Quatsch. Erstens ist die deutsche Community in SL schon ziemlich gross und damit ein SL-in-SL für Deutsche schon da - und zweitens gibt es in diesem "Secret City" wohl nur vorgefertigten Content. Wann werden die Presse-Fuzzis es endlich raffen, das die Besonderheit von SL der Benutzercontent ist, und das damit kein System ohne eigene Erstellung von Inhalten ein echter Konkurrent zu SL sein kann? There.com ist ein Konkurrent. OpenCroquet könnte einer werden. OpenGrid (basierend auf den SL Protokollen und dessen open-source Client, aber ein eigenes Grid) wird sicherlich eines werden. Aber alberne 3D-MySpaces und Chatchannel? Lächerlich ...
Inhaltsfilter für Second Life - bei dem derzeitigen Bild, das LLs Technikkompetenz so gibt, macht so eine Ankündigung nicht wirklich Mut.
Backhoe - Terrain Files in Second Life auf dem Mac editieren. Hätte ich vor der letzten Sim gebrauchen können ...
Maya -> Second Life : Beta version - ähnlich prim.blender, aber auf Maya (Kommerzielle Software, teuer) aufbauend.
LSL Module For BBEdit/TextWrangler - die besten Editoren der Welt für Linden Scripting Language (in SecondLife) benutzen.
Shill (LSL syntax files) - diverse Editoren für LSL benutzen. Irgendwas wird wohl für jeden dabei sein.
IronPython und libsecondlife
libsecondlife ist ja eine C#-Reimplementation des SecondLife Protokolls. IronPython ist ein Python auf .NET. Sollte man zusammen benutzen können. Geht auch. Allerdings ist IronPython eben nicht Python - die ganze Standardbibliothek fehlt grösstenteils (auch wenn eine Menge der pure-Python-Module sicherlich funktionieren würden). Und externe Libraries werden auch anders gehandhabt. Folgendes macht glücklich:
import clr
clr.AddReferenceToFile("libsecondlife.dll")
import libsecondlife
Damit hab ich das ganze zusammengeladen bekommen. Vielleicht ein Start für mich damit mal rumzuspielen.
Second Life - warum?
Weil sich in letzter Zeit ja auch in der deutschen Blog-Szene Leute mit Second Life beschäftigen, und weil natürlich wieder die Bedenkenträger und Nichtversteher sich äußern und alle meinen eine Meinung zu haben - ohne tatsächlich mal tiefer in die Materie einzusteigen (teilweise auch schlichtweg sagen das sie das garnicht vor haben, aber eine Meinung hat man natürlich trotzdem), mal was von jemandem dazu, der seit Februar 2006 sein zweites Leben da hat.
Was ist Second Life? Kennt noch jemand die MUD und MOO? Text-basierte Plattformen für Online-Rollenspiele mit vielen Usern, anstelle vielen doofen Computer-gesteuerten Monstern? So Gegenden, wo der Troll unter der Brücke dann von einem andren Menschen gespielt wurde und man tatsächlich über den Brückenpreis feilschen konnte? Nicht? Ok, dann wird die Erklärung schwerer
Second Life könnte man kurz als Online-Chat mit Drei-D-Welt bezeichnen. Beschreibt die Technik - aber nicht den Inhalt. Man könnte es als virtuelle Welt bezeichnen - aber da fehlt einiges an immersiven Konzepten. Man könnte es auch als 3D-Konstruktions-Plattform bezeichnen - aber eine in der andere Leute rumrennen. Oder natürlich als grössten virtuellen Sex-Spielplatz der Welt - wobei da aber erstaunlich viel non-Sex stattfindet. Musik-Plattform für gemeinsame Internet-Life-Musik-Events? Auch ein Aspekt. Business-Plattform mit Mikropayment? Jau, auch da.
Second Life ist das, was die User daraus machen. Ganz einfach. Wer keine Ideen mitbringt und es von vornherein öde und doof findet - naja, der wird auch genau das dort vorfinden. Ödnis und Doofheit (hey, und davon gibts tonnenweise!). Genau das macht aber den Charm aus - Second Life ist eine Plattform. Nicht ein fertiges Spiel. Hier wird niemandem etwas vorgesetzt, ohne eigenes Engagement kommt da nix.
Was hat die Plattform alles?
- Mikropayment auf Basis des konvertierbaren Linden Dollar (ca. 270 L$ sind ein US$) mit Transaktionshistory und anderen notwendigen Grundfunktionen
- Kommunikationssystem mit lokalem Chat (im Sinne von miteinander in einer Gegend stehenden Avataren), Instant Messaging (Verbindung ausserhalb des Systems leider immer noch nur sehr hakelig) und Gruppen-Werkzeugen für klassische Gruppenbildung
- 3D Konstruktionswerkzeuge für relative einfache Erstellung von 3D-Modellen
- volle Fähigkeit des Scriptens dieser 3D-Modelle zur Erstellung von Interaktionen, Bewegungsmodellen etc.
- Physiksimulation (nur Havoc 1 - ziemlich minimal) für Objekte die aus bis zu 31 Grundbausteinen bestehen dürfen (wird auch für die Avatare angewendet)
- Fahrzeug-Simulation über diverse Fahrzeug-Modelle und Parameter
- grundsätzliche Combat-Funktionen zur Realisierung von Shootern
- Social-Networking-Funktionen über Profile und Friendslists
- freie Konfigurierbarkeit des Avatars über einfache Slidersysteme und optionale Attachments (und ja, einige Körperteile werden durch Attachments realisiert )
Das war jetzt mal so aus dem Kopf heraus die Sachen, die mir eingefallen sind. Ich hab sicherlich eine Menge noch vergessen. Das Spannende sind auch nicht die Features selber - sondern die Integration der Features (Combat mit Flugzeugen die man selbst gebaut hat anyone?), und die Nutzung der ganzen Werkzeuge in einer Welt mit anderen Benutzern.
Dieser Aspekt der "Welt" muss näher erläutert werden. Denn in anderen Systemen ist oft der Avatar an eine Welt gebunden - bei WoW kann man zum Beispiel einen Avatar transferieren lassen, aber das ist nicht einfach ein Spaziergang. In Second Life bilden alle Regionen (Simulators, kurz Sim genannt) eine kontinuierliche Weltkarte. Grosse Teile der Sims sind in Kontinenten zusammengefasst - hier spaziert ein Avatar mit aller Ausrüstung und allen Teilen einfach über die Grenze in eine andere Sim. Und wir reden hier von tausenden Sims (wobei eine Sim 256x256 "Meter" umfasst). Die Kontinente sind von Lindenlab (dem Hersteller) aufgebaut (zwei grosse Kontinente, einer im Norden, einer im Süden) oder von Benutzern die ganze Firmen aufgebaut haben darum (Dreamland und Otherland sind wohl die grössten).
Andere Sims sind isoliert oder in kleinen Gruppen als Inseln realisiert - haben keine direkte Verbindung zu den Kontinenten, können aber über Teleportation jederzeit von jedem erreicht werden. Ein nettes Beispiel ist Caledon - eine Insel aus mitlerweile 13 Sims im viktorianischen Thema gehalten. Die Inseln sind in der Regel in Privatbesitz oder gehören zu Firmenpräsenzen (IBM hat 12 Sims als Insel ganz in der Nähe von Caledon angelegt).
Der Zugang zum System selber ist frei - Benutzer können sehr viel machen ohne irgendwas zu bezahlen. Was da so einfällt:
- Besuch von Musik-Konzerten (dazu später mehr)
- Erforschen der Gegend (wobei leider auf den Kontinenten oft Sperren aufgestellt werden, so das dort das Erforschen oft hakelig ist)
- Bauen in sogenannten Sandboxes - Sims, in denen die Objekterstellung freigegeben ist für jedermann und auch genug Resourcen zum Bauen verfügbar sind (dazu später mehr)
- normale Chatfunktionalität und Gruppenbildung - es gibt für alles und jedes Interessengruppen in SL
- abgraben der Freebie-Shops in denen man für Umme eine ganze Menge Sachen findet, mit denen man spielen kann
- Programmieren von Scripten und Spielen mit den Vehikel-Funktionen, der Physiksimulation etc.
- cybersex in freien Sexclubs
Manche Sachen kosten natürlich Geld - wenn man in Shops von Usern etwas kaufen will, muss man bezahlen. Texturen-Upload kostet einen geringen Obulus. Und Land - Land ist die Resource in SL schlechthin und kostet Geld.
Wichtig beim Shopping - alles in SL, auch die Shops und die Inhalte dieser, ist von andren Benutzern erzeugt. Zwar haben auch die Lindenlab-Leute (Linden als Nachname) Inhalte erstellt, aber die sind in der Minderzahl zu den Inhalten von Benutzern. Alle Sims, alle Welten, viele Kontinente und Inseln - nahezu alles was man sieht, Städte, Straßen, Klamotten, Fahrzeuge, Flugzeuge, Avatare - alles von Benutzern erstellt. Shops gehören andren Benutzern und man kauft seine Avatar-Kleidung von diesen - nicht von Lindenlab.
Anders sieht es mit Texturen-Uploads aus - die Zahlung geht an Lindenlab. Land ist zweigeteilt - die Kontinente von Lindenlab werden natürlich an Lindenlab bezahlt, die auf Benutzer-Sims werden an deren Besitzer bezahlt.
Wozu braucht man Land? Land ist die Grundlage für die wichtigste Resource in Second Life: die Prims. Prims sind die Grundbausteine aus denen alle gebauten Elemente bestehen. Jedes Haus, jedes Flugzeug, Waffen, Bierkrüge, Weinfässer, Stühle, Tische - alles besteht aus Prims. Land definiert die Anzahl an Prims die jemand in einer Sim benutzen darf. Die Grundanzahl ist 117 Prims für 512 Quadratmeter - grössere Landmengen entsprechend mehr. Eine volle Sim kann maximal 15000 Prims belegen, dann ist Schicht. Wer also Dinge bauen will, braucht Zugang zu Land, auf dem entsprechend Prims frei sind - das sind zum einen die eigenen Ländereien, zum Anderen (wie oben gesagt) die Sandboxes. In Sandboxes stehen in der Regel ein paar Tausend Prims zur freien Benutzung, die Region wird regelmäßig geräumt. Wer etwas dauerhaft hinstellen will, muss Land besitzen.
Land bekommt man von Lindenlab oder anderen Benutzern. Land kann Lindenland sein - dann zahlt man einmalig an den derzeitigen Besitzer einen Kaufpreis und monatlich "Steuern" an Lindenlab (für den Kostenanteil am Hosting sozusagen). Oder man kann Land auf privaten Sims bekommen, da gehen beide Zahlungen an den Besitzer (und der bezahlt für die Sim an Lindenlab). Oder man mietet irgendwo - dann geht auch das Geld an den Besitzer, man selber ist in dem Sinne aber eben nur Mieter (dafür ist reine Miete manchmal günstiger zu kriegen, man teilt sich oft aber die Prims mit mehreren).
Keine Lust zu Bauen? Kein Interesse an 3D-Konstruktion? Wie wäre es dann mit Musik? In Second Life haben sich eine Menge Leute eingefunden, die Musik machen - und zwar Life. Dazu spielt der Musiker bei sich zu Hause und schickt die Musik per Mikrofon und Shoutcast-Plugin (Apple-User nehmen gerne Nicecast, Windows User Outcast oder Winamp, Linux-User Icecast) auf einen im Netz stehenden Shoutcast-Server. Die URL des Streams auf diesem Shoutcast-Server wird in den Einstellungen der Landparzelle auf der der Musiker spielt eingestellt (für Musik braucht man also auch Land - aber es gibt eine Menge freier Musik-Clubs). Wenn ein Benutzer auf diese Parzelle geht, wird der Stream angeboten und über Quicktime dann abgespielt. Zusammen mit anderen Benutzern in der gleichen Ecke kann man dann gemeinsam Musik hören, darüber diskutieren, rumblödeln - halt das, was man in der realen Welt auch täte. Nur das man vielleicht hier mit Australiern, Japanern, Amerikanern und Europäern gemeinsam an einer Stelle hockt und gemeinsam Musik hört ...
Man kann natürlich auch SL einfach als Puppenhaus betrachten und seinen Avatar ausstatten, shopping gehen (kostet Geld, aber man kann Jobs annehmen oder einfach harte Währung in Linden$ umwandeln) und damit seinen Spaß haben. Puppenhäuser sind ja nicht sowas ungewöhnliches, und ein virtuelles braucht man nicht wegzuräumen
Ich hatte schon mehrfach auf cybersex hingewiesen, werd da nicht näher drauf eingehen, ich denke jeder weiss wie das funktioniert. Und wenn nicht, vielleicht ist Second Life mit seiner bedingten Anonymität mal die Gelegenheit es auszuprobieren
Business ist natürlich gerade ausserhalb von SL sehr beliebtes Thema - manchma könnte man meinen es gäbe nix anderes neben cybersex dort. Stimmt auf die eine Art, stimmt aber auch nicht - wie schon gezeigt, es gibt massig mehr dort zu tun. Aber wenn man ein Business will, was macht man?
- Grafiker und Maler verkaufen digitale Reproduktionen ihrer Werke in Second Life. Es gibt mehrere Regionen die sich ganz der Unterstützung von Künstlern widmen. Einer meiner Lieblingsmaler in Second Life ist Filthy Fluno - witziger Typ, klasse Malerei.
- Modedesigner (und Leute mit einem Händchen für das Thema) statten die virtuelle Puppenkiste mit Kleidung aus. Und manche von den Sachen sind wirklich erstaunlich.
- Bobby Fairweather hat SecondTunes gestartet - ein Weg für Musiker, ihre Musik in Second Life zu verkaufen.
- Leute mit Faible für bestimmte Zeiten bauen Repliken von historischen Möbeln oder Gebäuden und verkaufen diese
- Scripter und Hacker verkaufen Gadgets aller Art - von Waffen für die Combat-Gegenden über nütliche Helfer hin zu allen möglichen wilden Sachen (z.B. ein Animationssystem für prim-basierte Skulpturen, Modell-Eisenbahnen)
- Segelschiffe, Yachten, Autos, Flugzeuge - im Vehikelbereich gibt es eine ganze Menge Anbieter, die dort nette Sachen liefern
- die Utensilien für den mehrfach erwähten cybersex sollen auch ganz gut gehen
Kann man von Business in Second Life leben? Ja. Definitiv. Es ist eine Menge Arbeit, aber ich weiss von einigen, die da ihre Haupteinnahmequelle haben. Und wir reden hier von durchaus erklecklichen Beträgen, von denen man ganz gut schon leben kann. Aber es ist eine Schweinearbeit. Die meisten werden eher das ganze aus Spaß machen oder als kleinen Beitrag um zumindestens umsonst Landbesitz zu haben.
Wer also sagt, das man in Second Life nix machen kann, das es eh alles Unfug ist oder nur Kommerziell oder sowieso nur ein Marketing-Gag - naja, der hat schlicht nicht reingeguckt, sich nicht näher damit beschäftigt. Zu fragen was man dort tun kann ist wie zu fragen was man im normalen Leben tun kann - nur das es in Second Life viele Beschränkungen aus dem realen Leben nicht gibt. Es gibt auch kaum Regeln außer den Terms of Service - man muss seinen Platz schon selber finden, da wird nicht viel vorgegeben.
Das System ist komplex, die Software oft buggy und hakelt, Crashes kommen vor, Downtimes der Server, Probleme mit den Werkzeugen - alles richtig. Trotzdem macht es Spaß, wenn man sich vor Augen führt, was man dort alles erlebt hat, wenn man eine Weile dabei ist. Es frisst Zeit - von daher sollte man es sich schon überlegen, ob das wirklich das ist, was man will. Denn einmal richtig eingestiegen lässt es nur schwer wieder los.
Was mache ich in Second Life? Bauen, Musik-Events (manchmal Organisation, oft Teilnahme), DJ, und stundenlang quatschen. Aber am meisten definitiv Bauen. Ich bin Inworlder - trenne zwischen Drinnen und Draußen, daher hier auch keine Hinweise auf meine Inworld-Existenz. Ich verstecke sie nicht, aber halte schon die Grenze zwischen beiden Seiten aufrecht. Andere sehen das anders und verbinden beide Seiten sehr stark - das gilt vor allem natürlich für Künstler, Musiker etc., aber auch für Business-Leute.
Aber was immer man dort macht, das Mantra "Have Fun" sollte ganz oben stehen.
Und den Kritikern: wenn ihr nicht bereit seid dort Spaß haben zu wollen, erwartet nicht, welchen zu finden oder zu sehen. Ich hab kein Problem damit, das ihr keinen Sinn in Second Life seht - ich sehe ja auch keinen Sinn in diesen ewig öden Meta-Diskussionen über den Sinn von Blogging oder in der affektierten Selbstbeweihräucherung einiger Alpha-Blogger (oder solcher die sich dafür halten ). Allerdings versuche ich auch nicht jedem zu erzählen wie doof sein Hobby ist. Das er eh nur dämlich ist weil er macht was er macht und das sowieso nur Soziopathen und Geschädigte das machen können ...
Man könnte auch Dieter Nuhr zitieren: "wenn man keine Ahnung hast: einfach mal Fresse halten"
Second life goes open source - erster Schritt das Frontend. Ja, ich bin durchaus begeistert.
SLeek - alternativer Mini-Client (ohne grafischer Anzeige etc, nur Chat/IM und rudimentäre Avatarfunktion) für SecondLife. Könnte interessant werden, wenn man damit dann ein Chat-Relay realisieren könnte - allerdings C# ...
Bildzeitung erscheint in Second Life - was dabei vergessen wird zu erwähnen: es gibt schon eine ganze Reihe freier Publikationen in Second Life, die in den meissten Fällen von professionellen Journalisten geschrieben werden. Woher da die Bereitschaft kommen soll, für solchen Schund von der Blöd dann selbst nur 40 Cent zu bezahlen - wo man in Second Life für 150 L$ locker Klamotten kaufen kann - konnte mir noch niemand zufriedenstellend beantworten. Warscheinlich hofft die Blöd darauf, das deren Publikum in Second Life ähnlich dämlich ist wie in der realen Welt ...
LibSecondLife-Java - eine Portierung der SL-Protokolle nach Java (bisher gabs ja nur die in C# geschriebene libsecondlife Geschichte). Und nicht jeder hat oder will Mono installieren ...
Das Ende von Second Life: Bild kommt! - die Blöd-Reporter wollen jetzt auch in SL einfallen. Na prost Mahlzeit.
Fabjectory - 3D-Plots von Second Life Avataren. Klingt recht gut, aber teuer.
Google Sketchup -> Second Life export - cool, ein - allerdings noch sehr rudimentärer - exporter von Sketchup zu SecondLife. Muss ich mir mal angucken, offline-building wäre schon interessant. Und könnte vielleicht ein Startpunkt für mich sein, denn mit Blender komm ich einfach nicht so richtig klar.
Virtuelle Mode als Lebensunterhalt - und wieder sehen Medien nur das Biz in SecondLife. Über den Fun, die freien Projekte, die (oftmals freie) Livemusik - alles das sehen sie nicht. Naja, immer noch besser als das andere grosse Thema, das mit SL immer wieder in die Presse geht: Cybersex. Schon komisch, das Reporter scheinbar nur auf Geld oder Sex anspringen.
Going for a Walk - auf einem Lauftrainer in Second Life wandern.
QAvimator - erweiterte Animationssoftware, die auch das Einbinden von Referenzobjekten erlaubt, zur besseren Positionierung.
SLStats: Is Big Brother Watch-ing? - wir haben ja alle nix zu verbergen, auch nicht in virtuellen Welten. Komisch irgendwie, wie bereitwillig Leute Daten rausgeben, auch wenn es fremde Daten sind, oder sehr persönliche.
BlogHUD : Second Life blogging system - eigentlich eher sowas wie ein del.icio.us für SL, denn man kann Positionen in der Welt verlinken und kommentieren. Taggen wäre noch nett, so könnte sich ein interessanter Katalog von Inworld-Positionen zusammenfinden.
Create SL Objects in Blender — If You Dare - sehr interessant, eine Brücke zwischen Blender und SecondLive - Offline-Content-Erstellung könnte möglich sein.
Virtuelle Welten und Angriffsszenarien
Was bekommt man, wenn man virtuelle Welten mit script-fähigen Objekten hat? Angriffe von Crackern natürlich. In diesem Fall hat ein User in Second Life Objekte gebaut, die per Script weitere Objekte produzieren. Sofern ein ganz klassisches Angriffsszenario in solchen Welten - überladen von Servern durch hohe Last, also eine klassische DOS von innen. Interessant bei diesem Angriff war, das diese Objekte jeden Avatar ein paar Millionen Meter in die Höhe katapultiert hat - möglicherweise um Aufräumarbeiten zu behindern.
Aufräumarbeiten? Ja. Das System von Second Life ist eine virtuelle Welt mit vielen gescripteten Objekten - man kann also nicht einfach alles wegwerfen, damit würde der Content der Benutzer vernichtet. Statt dessen mussten alle Regionen (im Prinzip ist eine Region ein Server in einer grossen Serverfarm) die angegriffen wurden von genau den betroffenen Objekten bereinigt werden. Dazu sind die Lindens (die Mitarbeiter des Betreibers) wohl erstmal inworld (also innerhalb der Simulationsumgebung) an diese Objekte herangegangen um sie zu untersuchen. Vermutlich wird der Betreiber Werkzeuge für Massenbereinigungen von Schadobjekten haben, aber trotzdem dauerte die ganze Arbeit mehrere Stunden!
Gut, man mag sagen das sei wurscht - schliesslich ist es nur eine virtuelle Welt auf einem Servercluster, mehr nicht. Aber Second Life ist mehr - unter anderem ist es ein Mikropayment-System. Und es wird dort eine Menge Geld umgesetzt - tausende von US Dollar pro Stunde (und zwar nicht nur in Richtung Betreiber, sondern auch untereinander zwischen den Benutzern!). Es gibt also direkten wirtschaftlichen Schaden durch die Ausfallzeit. Ganz zu schweigen von den Interaktionen von Benutzern im System und von stattfindenden Events - zum Beispiel waren an dem Abend zwei grosse Eröffnungsfeiern neuer Clubs mit Live-Musik. Die Musiker wurden durch die Ereignisse vom System komplett abgekoppelt, da sie kein Feedback mehr bekamen wussten sie nicht ob sie noch live sind oder nicht (obwohl die Streams in der Regel weiter liefen) und natürlich wurden einer Menge Leute die Party versaut. Und die Club-Besitzer haben sich ihre Eröffnungsfeier sicher auch anders vorgestellt.
Alles in allem natürlich vorhersehbar - denn jedes System mit Einflussmöglichkeiten wird von Menschen missbraucht werden, und sei es aus reiner Böswilligkeit - aber trotzdem extrem ärgerlich.
Avimator - Animationsprogramm um Animationen für Second Life zu erstellen. Müsste zu Poser formatkompatibel sein, denn eigentlich benutzen die Poser. Vielleicht interessant für kleine Animationsprojekte auch ausserhalb Second Life?
Naked Objects in Virtual Life
Blöder Titel, ich weiss. Aber genau das ist die Linden Script Language (LSL ) - die Programmiersprache, mit der Objekte in Second Life kontrolliert werden. Jedes virtuelle Objekt ist auch ein Programm-Objekt mit eigenen Methoden, die auf externe Events reagieren. Irgendwie könnte ich mir vorstellen, das Second Life für die Einführung in Eventorientierte Programmierung gut geeignet wäre, da man die Objekte direkt antatschen kann.
Spannend ist auch die Physik-Simulation in dem Spiel - denn auch darauf haben Scripte Zugriff. So bietet es direkt auch eine Experimentierfläche für virtuelle Robotik-Experimente und die Visualisierung von Simulationen (oder sogar direkt erfahrbare visuelle Simulationen - eben eine komplette virtuelle Welt).
Man stellt sich schon die Frage, warum ein Spieleentwickler solche Ideen hat, und warum viele Simulationsumgebungen für "ernsthafte" Forschung so stinklangweilig rüberkommen. Vielleicht sollten Wissenschaftler mal Kontakt mit Gamedesignern aufnehmen, um die Klassenzimmer und Labore etwas aufzupeppen? Die Beschäftigung mit solchen Themen sind doch sicherlich spielerisch wesentlich leichter zu vermitteln, vor allem weil die Schüler dann vielleicht auch mal zuhören ...
Roam - eine Google-like Suchmaschine inklusive Ads. Allerdings nicht fürs Web, sondern für das Metaverse - den Second Life Inhalt. Sagte ich schon, das dort auch Ads geschaltet werden? Für virtuelle Produkte in virtuellen Shops in einer virtuellen Welt? Bezahlbar mit virtuellem Geld?
Spiele-Protokolle und Firewalls
Wenn sich mal jemand Second Life angucken will:
Second Life needs to connect to ports 443/TCP, 12035/UDP, 12036/UDP, and 13000-13050/UDP. You should configure your firewall to allow outbound traffic on those ports, and related inbound traffic.
Ok, also TCP ist mit NAT-Firewalls unproblematisch - aber scheinbar will das auch die ganzen UDP-Ports inbound haben. Und wozu braucht ein Gameclient 51 UDP-Ports in einem Block? Und wieso überhaupt so viele UDP-Ports? Denken Spieledesigner eigentlich manchmal auch über das nach, was sie da veranstalten? Im Fall von Second Life wohl nicht ...
