waybarrios/vllm-mlx: OpenAI and Anthropic compatible server for Apple Silicon. Den benutze ich, um mlx-community/gemma-3-12b-it-4bit auf meinem MacBook Air zu betreiben. Klappt sehr gut, kleines Shell-Script zum Starten des Servers und dann bin ich autonom. Nicht so komfortabel wie Ollama, aber dafür unterstützt es perfekt Apple's MLX und nutzt damit Silicon gut aus.
Content-type: matter-transport/sentient-life-form
mlx-community/gemma-3-12b-it-4bit · Hugging Face ist das bisher beste Modell für lokalen Betrieb, mit dem ich die Bildbetitelung und sogar lokalen Chat realisieren kann. Nicht das schnellste, da es schon recht groß ist, aber für Offline-Betrieb absolut geeignet, wenn ich mir da ein paar Mechanismen für Batchverarbeitung von Bildern etc. einfallen lasse. Das könnte gerade für Urlaubszeiten super spannend sein. Eine Bildbeschreibung liegt dann zwar bei einer Minute, aber hey, dafür keine Abhängigkeiten.
Models.dev — An open-source database of AI models ist eine sehr praktische Seite, die für alle möglichen Anbieter und alle möglichen LLMs Rahmenparameter liefert, inklusive sogar API Preise. Und technische Parameter wie Input/Output Tokens.
Ollama - eine Runtime-Umgebung für LLMs, die es erlaubt Modelle lokal zu betreiben. Mein Lieblingsmodell zur Zeit: qwen2.5vl:7b-q4_K_M. Mit nur 6.6 GB Größe läuft das problemlos auf einem MacBook Air M4 und hat noch genug Speicher und Kapazität frei um Programme nebenbei laufen zu lassen. Das Modell ist im Chat erstaunlich brauchbar und vor allem hat es klasse Vision-Fähigkeiten. Ideal um für Bilder Titel, Alt-Texte oder Zusammenfassungen zu liefern, ohne dafür Geld an große Provider abzudrücken. Und ein wichtiger Baustein, um bDS wieder zurück zu full-offline zu bringen.
mistralai/mistral-vibe: Minimal CLI coding agent by Mistral - begleitend zum AI Studio - Mistral AI gibt es die Vibe-Coding Oberfläche zu Devstral auch als Open Source. Sehr nett, weil es ein gutes Paar macht. Wird definitiv bei mir etwas ausprobiert, auch wenn ich sicherlich für große Projekte dann eher zu den Boliden (Opus 4.6) greifen würde.
AI Studio - Mistral AI - da in den USA ja doch wieder die Lage etwas angespannter wird, und einfach weil man immer mal gucken sollte, was außerhalb der USA passiert, hier ein Link auf eine europäische Alternative zu den großen US Betreibern. Mistral bietet mit Devstral 2 ein Coding-Modell an, das nicht nur open weights ist (also frei zu bekommen und zu betreiben, wenn man die nötige Hardware hat), sondern auch im Betrieb bei Nutzung von Mistral selber recht günstig ist. Und die Leistung liegt etwas oberhalb Claude Haiku 4.5, und zwar unterhalb Sonnet 4.5, aber nicht super weit. Also durchaus brauchbar und meine ersten Experimente waren nicht schlecht. Leider keine Vision-Fähigkeit, also für Experimente mit Bildern nicht so geeignet (und daher für mein bDS nicht ideal), aber trotzdem spannend genug um es im Auge zu behalten.
ZK I Zettel 1 (1) - Niklas Luhmann-Archiv - woher die Inspiration für mein Blog kommt, bzw. was mich immer unter der technischen Oberfläche bewegt hat.
wer so wie ich gerne einen Überblick über UI-integration von LLMs haben möchte und sich fragt, wie A2UI und MCP Apps im Vergleich arbeiten und was sie bieten: Agent UI Standards Multiply: MCP Apps and Google’s A2UI - Richard MacManus hilft. Ich habe in bDS ja A2UI implementiert, damit im internen Chat das LLM auch visuelle Aspekte nutzen kann, und das gefällt mir schon sehr gut. Aber die Idee, Teile meines UI auch in externe Agents einzubringen ist auch faszinierend. Auch wenn ich finde, dass "lokales HTML/JS in einem IFrame" irgendwie erstmal nach Hack klingt, aber vieles im LLM Umfeld gibt mir das Gefühl im Moment, einfach weil ja alles über einen normalen Text-Stream geschoben wird und man hofft, dass die LLMs sich an die Formate halten (selbst A2UI arbeitet so).
cloudflare/cobweb: COBOL to WebAssembly compiler - ich lass das einfach mal hier liegen. Soll doch jemand anders den alten Kram wegräumen. was soll man da auch anderes sagen.
Pyodide ist so ein bisschen mein Lebensretter in bDS: ich muss nämlich gestehen, ich bin jetzt nicht wirklich super tief in TypeScript drin und hab auch eigentlich keine Lust das selber zu schreiben. Wenn die KI das macht, ist das ok, da gibt es genug Wissen auf das ein LLM zurückgreifen kann, aber ich will eigentlich nicht mich da tief einarbeiten. Und Python ist schon seit langem eine meiner favorisierten Sprachen. Und Pyodide bietet genau das: eine Portierung von CPython auf WebAssembly. Das bietet eine angenehme Sprache für Scripte und Makros, die aber auf alles zugreifen kann, was die Applikation macht und - wenn ich das mal will - auch Python Libraries ladenm kann.
Drizzle ORM - war ein Vorschlag der KI beim Bau von bDS und hat sich sehr bewährt. Sauberer ORM für TypeScript mit einer recht netten API, die mich stark an Django erinnert. Zusätzlich saubere Abbildung von Migrations, die dann aber einfach SQL erlauben, also auch komplexere Migrationen ermöglichen. Und bisher völlig unauffällig im Betrieb. Was besonders interessant ist: da gibts eine direkte Übersetzung nach GraphQL, so dass man die objekte dann auch nach außen auf ein API legen kann, was ich mir glaube ich mal angucken sollte (bzw. mich bei der KI beschweren sollte, dass es sich das mal anguckt). Ich bin ja immer ein Fan von flexiblen Standard-Integrationen um externe Tools anzubinden.
A2UI ist ein interessantes Projekt für ein streaming-orientiertes Protokoll für Anwendungen mit LLM Integration. Die Grundidee ist Streaming von JSON Schnipseln aus denen sich dann inkrementell das UI zusammenbaut, und das LLM hat die Kontrolle darüber, was in das UI rein wandert. Es erlaubt dem LLM mehr als nur simple textuelle Beschreibungen oder einfache Ascii-Grafiken zu produzieren und gibt auch Rückfragen des LLM eine andere Optik. Das ganze kommt von Google und wird auf einem offenen github Projekt gepflegt. In bDS habe ich das ganze auch eingebaut und das hat schon was, wenn man über seine Blogposts eine Heatmap der Verteilung auf die Monate bekommen kann.
Waggle Dance . oldie, but goldie. Immer wieder spaßig wie dieses doch recht einfache Spiel die Leute mitnehmen kann, auch über 10 Jahren nach seiner Veröffentlichung.
OpenCode | Der Open-Source AI-Coding-Agent - ein open-source coding agent der so langsam Claude Code den Rang ablaufen könnte. Sehr gut in der Ausführung und vor allem Provider-agnostisch. Man kann jedes Modell anhängen, sogar ein selber lokal gehostetes mit LM Studio oder ollama. Wenn man einfach mal spielen will, kann man es auch einfach nur runterladen und loslegen, sogar ohne eine Kreditkarte zu hinterlegen (dann natürlich mit limitierten Tokens, aber für erste Experimente durchaus nutzbar. Und unabhängig von den großen Anbietern (ok, außer deren Modelle, wenn man die benutzen will - und für ernsthaftes Coding sind die leider noch notwendig). OpenCode bietet auch selber AI Modelle an, die dann abgerechnet werden, aber ein paar Modelle sind immer frei verfügbar und bieten damit durchaus ernsthaftes Experimentieren ohne Investment.
Steve Yegge on Vibe Coding
Interessantes Interview mit Steve Yegge (ja, genau, Flamer-Steve der früher oft durch sehr pointierte bis polemische Kommentare aufgefallen ist). Mein Lieblingszitat: "we are entering the John Deere era of programming" - yep, nicht mehr der kleine Landwird mit Familienbetrieb oder die kleine Kooperative, sondern die große Welle mit großen Codeengen die entstehen werden in Massen. Ebenfalls interessant der Punkt, dass Code-Merge in der nahen Zukunft das Bottleneck wird, weil 10x produktive Programmierer halt auch 10x an Code produzieren und mehrere von denen die gleichzeitig reorganisieren weils gerade mal dazwischen passt - autsch.
Meine eigenen Erfahrungen mit Vibe Coding: die Software, mit der ich jetzt mein Blog manage, ist komplett so entstanden. Ich baue auch an Tools für SecondLife Content per Vibe Coding. Ich nutze es auf der Arbeit für Prototypen aber auch für komplexe Desktop-Anwendungen für speziellere Zwecke. Und das ganze jetzt seit Dezember. Ich muss sagen, dass ich definitiv das Gefühl habe, das die Programmierung vor dem Umbruch steht, der vergleichbar mit der Einführung von Hochsprachen (etwas vor meiner Zeit) oder die Einführung von Runtimes mit Speichermanagement (Java, DotNet, ...) ist. Dementsprechend laut ist es gerade mit all den Pro- und Contra-Stimmen. Aber spannend ist es definitiv. Und die Welt wird sich für Programmierer definitiv ändern.
bDS langsam benutzbar
So langsam macht die neue Software Spaß, alles was man für die Benutzung und Erstellung braucht ist weitestgehend vorhanden. Ein paar kleine Schönheitsfehler hat sie moch und es gibt noch das eine oder andere Feature, das ich will, aber ich kann schon alles machen, was ich wirklich als Minimum brauche. Veröffentlichen geht jetzt einfach mit einem shell script:
#!/bin/sh
cd ~/Blogs/rfc1437.de/html
rsync -rav --delete \
--exclude='thumbnails/' \
--exclude='media/' \
* git.rfc1437.de:git-server/html/
cd ..
rsync -rav --delete thumbnails/ git.rfc1437.de:git-server/html/thumbnails/
rsync -rav --exclude='*.meta' --delete media/ git.rfc1437.de:git-server/html/media/
Ja, das war jetzt nur um meine Source-Formatierung zu testen. Und?
Big Damn Stupid - ne, Blogging Desktop Server. Im Moment mein Lieblingsprojekt an dem ich mit Vibe-Coding herumspiele und mir eine Software baue, mit der ich das Blog betreiben kann. Aber diesmal mit der klaren Perspektive, dass ich nicht wieder dem Bitrot oder der Komplexitätsspirale erliege. Simple Software mit brauchbarer Oberfläche für die Pflege der Blogbeiträge, aber die Speicherung als Markdown Files mit YAML Frontmatter um einfach stabil für die Zukunft zu sein. Das ganze dann mit sqlite für Caching und Volltextsuche und andere Komfort-Features und git für die Synchronisation der Blog-Daten, und git-lfs für die Bilder. Fühlt sich gerade richtig brauchbar an.
Schotten Totten 2 entwickelt sich zu einem unserer Lieblings-Spiele für zwei Spieler. Ein Remake des alten Schotten Totten (das es leider nicht mehr zu kaufen gibt unter dem Namen, nur als Battle Line, aber das eben nur auf Englisch). Im Gegensatz zum ersten Spiel jetzt asymmetrisch mit gerade genug Unterschied in der Spielweise, dass sich die beiden Seiten definitiv unterschiedlich anfühlen, aber trotzdem noch größtenteils die gleichen Sachen machen. Schnell aufgebaut, schnell gespielt und schnell weggeräumt mit genug Taktik um einen für ein paar Spiele zu fesseln. Und der Grafik-Stil ist einfach nett.
Tak ist ein ziemlich interessantes Spiel: inspiriert aus einem Fantasy-Roman von Patrick Rothfuss, zum Leben erweckt als eine fiktives "klassisches" Strategiespiel. Das schöne daran: man kann es sich problemlos selber machen, wenn man will und geschickt ist. Die Regeln sind super simpel und leicht gelernt, das Spiel aber trickreich mit vielen Möglichkeiten dem Gegner Fallen zu stellen. Wird vermutlich für unseren nächsten Urlaub mitgenommen, weil praktisch zum Draussen spielen.
Weil mich Google Authenticator ärgert: In-depth tutorial: How to set up 2FA TOTP with KeepassXC, Aegis and Authy. | Linux.org. Keepassxc ist deutlich netter, wie ich finde, und ist deutlich kontrollierbarer für mich.
Mal wieder auf Linux ...
... und natürlich tuts Surround-Sound meines Notebooks nicht mehr, aus Gründen. Und Fingerprint-Login macht weitaus weniger Sinn, wenn man nach Login dann doch das Passwort für den Keyring eingeben muss. Wenn der wenigstens erst beim ersten Bedarf nach einem Passwort käme, dann wärs ja ok, aber der geht direkt nach Login auf. Bah.
Ansonsten bin ich allerdings angenehm überrascht davon, wie gut die Linux-Unterstützung für das Lenovo T480 ist. Alles andere funktioniert bisher tadellos.
Prime Time for Prime Slime is the second of my "reinventing the past" deck lists. It is actually my first commander precon deck - Mimeoplasm - just spiced up to 11. It kinda is funny how I stuck with the theme of the deck, transitioning it from the precon to Ooze tribal and later reanimator, then turned it into Muldrotha combo and again turned it back to Mimeoplasm, when the Prime Slime secret lair came out (I love the art style), going full on Necrotic Ooze combo this time. It is a ton of fun to play, which is why some of the old stuff from my collection made it's way into that deck. #EDH #MtG #MagicTheGathering
Kaalia of the Blast is one of my "lets recreate original commander" decks. The idea is to keep close to the original structure - one commander with the focus of the deck, a supporting commander that could become the main with some changes, and a big dragon in the same colors. And have the game plan of one of the originals, too. So in a way an updated Kaalia with a bit more focus and dedication, but still Angel/Dragon/Demon beatdown. #EDH #MtG
Abdel, Agent of the Iron Throne ist meine neueste high-power, near-competetive Kreation. Das Deck hat einen sehr linearen Combo Plan mit viel Redundanz in den Teilen, und vor allem sowohl Combo-Element als auch Combo-Payoff in der Command Zone. Was an Interaktion aufgrund der Farben fehlt, wird durch Resilienz ersetzt. Ich mag ja lineare Combo, weil das dem Spiel einen klaren Plan vorgibt und es zum Beispiel Mulligan-Entscheidungen deutlich einfacher macht.
Dargo for the Lulz ist ein Deck, das mich positiv überrascht hat, wie stark es ist. Ich würde es in eine ähnliche Gegend wie Godo stellen, also durchaus cEDH viable. Zwar ist die Combo nicht alleine der Commander, aber es braucht nur eine weitere Karte (Phyrexian Altar) und es geht los, wenn noch ein paar Treasures rumliegen oder Kreaturen zum Opfern da sind. Und der Plan-B mit Beatdown funktioniert auch gut.
Brettspielrunde - wie macht man das in Zeiten von Corona?
Also wir haben da eine Lösung gefunden. Und es lief richtig gut - 6 Spieler waren dabei, jeder zu Hause. Bei mir war das Spiel und eine Kamerakonstruktion, um das Bild ins Internet zu stellen - und mit Microsoft Teams dann allen nach Hause zu liefern. Dazu dann Headsets und los gings, Spiel erklären, spielen, gemeinsam drüber reden - all das geht auch zu Zeiten des Social Distancing.

Das Kamera-Stativ hatte ich eh schon, der kleine Schwenkarm mit Handy-Halterung kostet 35€ und das Handy - sowas hat man oft ja schon da. Dann auf dem Handy eine kleine App - "IP Webcam" - mit der die Kamera des Handy über eine Webseite erreichbar wird. Und auf dem Notebook Teams, mit dem ich das Fenster des Browsers mit allen Teilnehmern geteilt habe. Und los kanns gehen!
Jhoira, Scrap That! ist mitlerweile mein primäres Deck für cEDH und es hat sich verdammt gut bewährt bisher. Das Deck hat eigentlich immer eine Line, kann auf fast alles reagieren und hat gute Rebuild-Fähigkeiten. Durch mehrere überlappende Combos bietet es flexible Wege durch Stax oder Hate hindurch trotzdem zu gewinnen. Und selbst wenn ich nicht gewinne: das Deck hinterlässt bei den Gegnern definitiv einen bleibenden Eindruck.
Rurik: Dawn of Kiev ist ein Kickstarter-Spiel, das bei mir vor ein paar Wochen eingetrudelt ist und seit dem ein paar Mal auf dem Tisch war. Interessante Aspekte bei dem Spiel sind die Aktionswahl mit unterschiedlich bewerteten Beratern in einer eigenen Auktionsphase, in der man die Aktionsmöglichkeiten selektiert und ein bischen die Reihenfolge, in der man diese ausführt, aber wie stark die Aktion sein wird, hängt von dem Mitspielern ab. Ausgewertet werden die Aktionen erst in der zweiten Phase, in der man dann zusehen muss, mit dem was man bekommt klar zu kommen. Die Zielwertungen sind sehr nah beieinander, jeder Punkt zählt. Dazu noch sehr nettes Spielmaterial und eine praktische Sortiereinlage.
Bears on a Plane ist mein Versuch ein effektives Prison-Deck in cEDH zu bauen. Erste Versuche mit dem Deck waren dementsprechend "disgusting". Kann nur sporadisch getestet werden wegen Anger-Management-Issues der Playgroup ...
Tin Elves - Blechelfen. Mein letztes Artefakt-Combo Deck für Magic the Gathering. Hat sich beim letzten Spiel super solide angefühlt. Das Deck geht hart auf Artefakte-Combos, benutzt dafür aber eine Reihe von Elementen, die auch super gut für eine Aggro-Strategie funktionieren. Wenn mir meine Combo-Teile weggeschossen werden, greife ich einfach mit einer Horder Thoptern an. Und Emry als Commander hilft mir um den Commander-Tax herum zu kommen, weil ihre Affinity-to-Artifacts Fähigkeit in diesem Deck Gold wert ist - und da sie zusätzlich auch noch ein Combo-Element ist, hat das Deck sehr gute Chancen auf Comebacks aus dem Hintertreffen. Ich werde die Liste vermutlich noch etwas stabilisieren, aber die Zusammenstellung scheint ein echter Treffer zu sein. Geht vermutlich mit nach Bologna.
Wingspan ist mein diesjähriger Neuzugang aus Essen (nicht der einzige, aber der, den ich bisher gespielt hab) und ich bin sehr zufrieden, das Spiel gekauft zu haben. Ein Tableau-Builder mit Karten, bei dem die Karten die Aktionsmöglichkeiten verbessern - das fängt schon mal perfekt für mich an. Variabler Setup, geheime Ziele und hohes Combo-Potential in den Karten machts noch besser. Und die ersten Spiele mit 2 und 5 Spielern waren super spannend. Das Spiel bietet einen nette Eskalationskurve im Spiel - die Runden haben weniger und weniger Aktionen, die Aktionen selber werden aber besser und besser. Und wenn man mal eine produktive Combo trifft, fühlt sich das einfach gut an. Dazu ordentliche Verarbeitung der Materialen und ansprechende Grafik, das ist ein slam-dunk für mich.
Golos is on a pilgrimage to find the most efficient combos to run in his deck - and I am helping him to achieve his goal. Meine letzte Deckliste, an der ich arbeite. Wird ziemlich hart in Richtung cEDH laufen. Bei den ersten Spielen fühlte sich das schon richtig gut an, auch wenn ein bischen das explosive Combo-Feeling fehlte. Aber das ist in meiner Meta vielleicht auch gar nicht schlecht, wir spielen eher längere Spiele. Daher ist die Liste mehr auf Antworten und weniger auf T2 Combo-Win ausgelegt. Aber von dem, was die Liste macht, geht das voll in meine präferierte Richtung - nicht Suicide-Combo, sondern erstmal schauen was geht, dann zuschlagen, wenn keiner genug antworten haben kann.
Marvel Champions - Fantasy Flight Games Wow, das kommt unerwartet. Es sieht stark nach einem weiteren Ableger des LOTR Systems aus, allerdings auf den ersten Blick etwas streamlined. Aber wenn das ganze trotzdem die Spieltiefe von LOTR erreicht, wärs klasse. Ich habe zwar mitlerweile eine gut laufende Magic Spielrunde, aber so für zwischendurch fand ich LOTR immer eigentlich recht spannend, da viele Spielentscheidungen (speziell der Szenario-spezifische Bau eines Decks) sehr nah an Magic ran kommen.
Wow, Pauper Comes to Paper - mit vereinheitlichter Legalität. Leider werden gleich zwei meiner Lieblings-Commons gebannt: Hymn to Tourach und High Tide. Schade. Aber trotzdem schön, endlich eine einheitliche Legalität für Karten zu haben.
Der London Mulligan wird der offizielle Mulligan in Magic ab Core Set 2020. Klasse. Wir haben den in Commander ausprobiert und er war völlig ok. Und in Pauper wars auch gut. Klar, es gibt sicherlich ein paar Decks, die übermäßig profitieren, aber das kann man anderweitig regeln. Der neue Mulligan hilft einfach "Nicht-Spiele" aufgrund von mehrfachen schlechten Starthänden zu vermeiden. Es gibt nix nervigeres als ein Spiel im Mulligan zu verlieren, weil einfach jede Hand ohne Länder oder nur Länder war.
A Force to be Reckoned With - die neue Karte "Force of Vigor" hat mal eben zwei meiner Decks deutlich getroffen. Jhoira als Artefakt-Storm-Deck und Paradox Arcum als Artefakt-Kombo sind beide ziemlich abhängig von ihren Artefakten und Enchantments, so eine Karte kann die mal eben abschalten. Instant-speed. Für lau. Autsch. Wenn andere Liste stärker auf Mana-Dorks statt Mana-Rocks gehen, haben sie genug grüne Karten um den FoV aktiv zu bekommen. Und dann bin ich raus. Jhoira kann sich vielleicht noch knapp halten, Storm hat in der Regel mehrere Vektoren, aber da Artefakte nur mit Shimmer Myr instant-speed werden (und der als Artefakt angreifbar bleibt), ist Arcum wirklich hart betroffen.
May 20, 2019 Banned and Restricted Announcement - da hat mir Wizards of the Coast mal eben zwei meiner Decks komplett neutralisiert - Izzet Blitz braucht die kostenlosen Spells um seine Kreaturen zu pumpen oder Direktschaden zu aktivieren und Skred Delver brauchte sie um die Hand zu füllen im Mittelspiel. Autsch. Ok, in letzter Zeit hab ich meistens Tron gespielt (oder mal GB Tortex, wenn mir nach wilden Boardstates war), aber trotzdem, Skred Delver war immer noch mein Lieblingsdeck wegen seiner explosiven Comebacks.
Metaowl is gone
Ok Leute, Metaowl ist heute den Weg alles digitalen gegangen: das war eine urmel-alte WP Installation, die dahinter lief, mit diversen Anpassungen. Das war einfach nicht mehr zu retten, das mit neueren PHP Versionen zum Fliegen zu kriegen frisst einfach zu viel Zeit. Ich glaub auch nicht, dass da irgendwer noch groß bemerkt, dass die Eule nicht mehr da ist. War einfach nur ein Stück Netzgeschichte.
Ich mag die neue Variante des MTG Mulligan, die in London getestet werden soll. Definitiv muss geschaut werden, ob dadurch Combo nicht zu sehr bevorzugt wird, aber das derzeitige Mana-System und die Struktur des derzeitigen Mulligan führt einfach viel zu häufig zu non-Games, besonders in meinem Lieblingsformat EDH. Und es fühlt sich einfach dämlich an, wenn du auf 4 runter gehen musst und immer noch nur eine mistige Kartenhand hast, oder dann einfach scoopst - und die anderen ihre guten Starthände wegschieben können, weil sie sonst ein Spiel mit N-1 Spielern hätten, bei dem einer zuguckt. Klar, gerade Multiplayer kann man dem anderen direkt einfach einen weiteren 7er Mulligan anbieten, aber die neue Variante würde das nicht nötig machen - ich kann mir halt immer die besten N Karten aus 7 aussuchen, da ist auch ein 4er Mulligan schon verschmerzbar.
The Ninth World: A Skillbuilding Game for Numenera ist ein sehr seltsames Spiel, im Prinzip den Bau eines RPG Charakters als Spiel umgesetzt. Der Charakter wird durch unterschiedliche Karten in unterschiedliche Richtungen geführt, verbessert seine Grundfähigkeiten, findet Sonderfähigkeiten und erlebt Abenteuer. Aber alles sehr stark abstrahiert. Für mich trägt sich das Spiel vor allem durch die stimmige Grafik und dadurch, dass Setup und Spiel relativ flott von statten gehen. Solides besseres Mittelfeld, würde ich sagen. Aber für 30-60 Minuten Zeitvertreib durchaus brauchbar. Aber definitiv kein Must-Have. Und für mich schon symptomatisch für Loneshark Games: das Handbuch lässt sehr zu wünschen übrig. Es ist nicht so lückenhaft wie das von Apocrypha, aber manche Sachen sieht man wirklich erst nach mehrmaligem Lesen. Da hätte mehr Sorgfalt und blind Testing wirklich helfen können.
Too Many Bones: Undertow hat es nach nur einem Spiel fast an die Spitze meiner Spieleliste geschafft. Im Prinzip ist es ein RPG in der Kiste - Charakter auswählen, verschiedene Werte hochleveln und für jeden Charakter ein eigener Baum an Fähigkeiten. Dazu dann noch die Tatsache, dass sich jeder Charakter völlig unterschiedlich spielt. Und ausprobiert werden die Charakter dann in mehreren Szenarien mit Kämpfen gegen unterschiedlichste Gegner in einer Abwandlung des Hoplomachus Kampfsystems. Dargestellt werden Gegner und eigene Figuren durch Stapel von Pokerchips, die Fähigkeiten und Aktionen durch Würfel. Berge von Würfeln. Aber durch die vielen Manipulationsmöglichkeiten ist man nicht dem Würfelglück hoffnungslos ausgeliefert, sondern behält immer ein gewisses Maß an Kontrolle. Und das ganze dann Spielspaß pur, für mich besonders im Solo-Spiel.
Mal ein wirklich neues und interessantes Thema? Petrichor könnte genau das sein, was ihr sucht. Wo sonst repräsentieren die Spieler konkurrierende Wettersysteme, die sich gegenseitig im Wettbewerb für die beste Bewässerung von Nutzpflanzen befinden? Sehr schöne Komponenten, ein sehr freundlich gestaltetes Spiel und ein absolut brutales Feeling. Die Wolkensysteme kämpfen um Dominanz auf der "Landkarte", streiten um die Frage, wer das nächste Wetter bestimmt und stoppen Angriffe der gegnerischen Wolkensysteme und das ganze im Kampf um Punkte. Da kommt schon fast Wargame-Feeling auf. Am Anfang wirkt es etwas sehr komplex, da die Auswirkungen der eigenen Aktionen immer gleich mehrere Bereiche beeinflussen und man praktisch alle Wege zu Siegpunkten im Auge behalten muss, um nicht abgehängt zu werden. Nach ein paar Aktionen hat man das aber raus und das Spiel läuft flüssig. Wiederspielwert ist durch die hohe Variabilität des Setup gegeben.
Architects of the West Kingdom ist mein Mitbringsel (eines von mehreren) von der Spiel 2018 aus Essen. Ich mag den Grafikstil von The Mico sehr und die Tatsache, dass Shem Phillips da als Entwickler dran gearbeitet hat, machte mir Hoffnung. Und das Spiel liefert ein sehr gutes Bild. Ein sehr eigenwilliger Blick auf Worker-Placement kombiniert mit einem dualen Zielweg (tugendhaftes Kathedralen-Bauen oder diebisches Hinterziehen und Schwarzmarkt-Handeln) gibt viel Spielspaß, zumindestens in unserem ersten Spiel. Wird definitiv öfter auf den Tisch kommen, es ist nicht zu komplex im tatsächlichen Spiel, die Aktionen sind keine riesigen Ketten wie bei Viticulture, sondern in der Regel direkt mit dem verbunden, was man als nächstes machen will. Dazu das fehlende Blocken und sukzessive Verbessern der eigenen Aktionen, das Gefangensetzen der gegnerischen Worker wenn sie einem zu effizient werden, alles sehr interesssante Aktionsmöglichkeiten.
In der letzten Zeit hat sich Iron Curtain bei uns nach vorne gespielt. Das ganze ist fast ein Twilight Struggle als Microgame. 18 Karten, ein paar Holzwürfel und ab gehts. Jede Karte kann für 1-4 (je nach Karte) Einflußwürfel oder für ihren Event benutzt werden, generell geht es um Einfluss in Ländern und Regionen der Welt. Und es ist beeindruckend, wie viel Spieltiefe in diese kleine Schachtel und das wenige Materia gepackt wurde. Macht definitiv viel Spaß zu spielen. Das Spiel ist von den gleichen Machern wie 13 Tage, das uns auch schon super gefallen hatte.
Ethnos hatte ich schon länger auf der Wunschliste, habe dann irgendwann zugeschlagen, weil ich noch ein relativ leicht zu erklärendes Spiel für bis zu 6 Spieler haben wollte, das ich im Prinzip mit jeder Gruppe spielen kann. Nicht lange erklären, eingängiges Spielprinzip (ein bisschen erinnert es an Zug um Zug, nur werden hier Einflußmarker in ein Land gesetzt anstelle Züge auf eine Karte) und schnell zu spielen. Auch bei 6 Spielern sind wir in der Regel in einer bis anderthalb Stunde(n) durch. Und es macht richtig Laune. Klar, durch das Spielkonzept ist man - genau wie bei Zug um Zug - stark davon abhängig, was man zieht. Aber mit taktischem Geschick und Aufmerksamkeit kann man schon dem Zufall eine grobe Richtung abtrotzen. Die verschiedenen Fraktionen, die im Spiel vorkommen, können frei als 6-aus-12 zusammengestellt werden, was das Spiel drastisch ändern kann - Halblinge im Spiel fühlen sich völlig anders an (plötzlich spielen alle sehr große Kampftrupps) als zum Beispiel Zentauren (jeder will welche, weil man zwei oder mehr Kampftrupps spielen kann). Elben und Zauberer halten die Hände gefüllt, Zwerge reduzieren die Kampftruppengrößen für die Punkte. Sehr launig und trotz der Variabilität leicht zu vermitteln.
Renegade ist ein Spiel von Ricky Royal, einem meiner Lieblings-Youtuber zu Brettspielen. Er zeigt vor allem gerne Solo-Spiele und Renegade ist ein erstklassiges Solo-Spiel, natürlich auch Coop mit mehreren Spielern zu spielen. Cyberpunk Thema, Deckbuilding ala Mage Knight, aber mit einem stets und dauerhaft größenbeschränkten Deck (immer 15 Karten). Die Karten haben doppelte Funktion (jedenfalls die Karten, die man ins Deck kauft), entweder Kommandos oder Ereignisse. Und eigentlich lohnt sich kaufen immer, da man direkt auf die Hand kauft, also in der Regel seine Hand verbessert. Dazu ein mehrstufiges Spiel mit Zwischenzielen, die man für einen Bonus erreichen kann, oder gegen einen Malus ignorieren kann. Das ganze mit einem sehr schlanken Area-Control-Aspekt. Mir gefällts ausgesprochen gut.
One Deck Dungeon: Forest of Shadows ist ein weiteres Solospiel. Ok, man kann es auch kooperativ mit zwei Spielern spielen, aber irgendwie ist das für mich vom Feeling her trotzdem eher Solo im Fokus. Ein klassischer Rogue-like, nur halt als Karten+Würfel-Spiel. Wie in den alten Computer-Spielen ist man eine einzelne (oder halt zu zweit) Kämpferin verschiedener Klassen, die sich durch ein Verlies kämpfen muss, drei Level tief, um sich dann dem Endgegner zu stellen. Auf dem Weg besiegt man Monster und Prüfungen und erhält dafür Fähigkeiten, Gegenstände oder Tränke. Im Ende sind das natürlich alles nur weitere Würfel und Würfelmanipulationen, aber thematisch funktioniert das alles erstaunlich gut und ist - trotz des überschaubaren Kartenumfangs - erstaunlich abwechslungsreich.
Auf der immer währenden Suche nach interessanten Solospielen bin ich kürzlich über Wars of Marcus Aurelius: Rome 170-180CE gestolpert. Hollandspiele ist ein kleiner aber feiner Wargame-Verlag, der eine ganze Reihe knackiger Solospiele raus gebracht hat. Und mit den Kriegen des Marc Aurel haben sie meiner Meinung nach einen echten Kracher hingelegt: eine Mischung aus State of Siege und CDG. State of Siege zeichnet sich ja durch die verschiedenen Fronten aus, die auf ein Zentrum hin drängen und dem Spieler einen konstanten Gegendruck bieten und ständig drohen ihn zu überwältigen. Dieses Element gibt es hier auch. Aber wo bei State of Siege eigentlich nur die Würfel dominieren und Karten eher nur einen historischen Rahmen spannen, sind hier die Karten absolut zentral. Der klassische CDG Mechanismus erlaubt Karten für gewöhnliche Aktionen einzusetzen, oder für das gedruckte Ereignis. Generell gibt es mehrere Verwendungen für Karten und der Spieler kann seine Kartenhand managen über die Jahreszeiten des aktuellen Jahres, hat also stets die Überlegung die Karten einzusetzen oder aufzuheben. Dazu kommt der durch Karteneffekte getriebene Gegner. Würfel kommen nur noch zur Ermittlung von Konfliktsiegen zum Einsatz und es gibt eine Menge von Möglichkeiten auf das Würfelergebnis einzuwirken. Eine insgesamt wirklich gute Mischung, die allerdings knackhart daher kommt, da verliert man schnell mal im Frühling des zweiten Jahres ...

