Oh Mann, die Diskussion enthält so viel Moppelkotze, da weiss ich garnicht wo ich anfangen soll zu wettern.

Nehmen wir einfach mal das Szenario um das es geht: eine Frau. Ein Mann. Ein Kind. Mann glaubt nicht, das er der Vater ist - es liegt also eine Misstrauenssituation vor. Der Mann lässt einen heimlichen Vaterschaftstest machen - ohne Wissen der Frau und vermutlich (da das Kind ja sicherlich noch ein Baby ist) ohne Einwilligung des Kindes. In meinen Augen ein klarer Vertrauensbruch. Im Endeffekt ist die Beziehung schon kaputt - durch das Misstrauen.

Warum wird jetzt gegen die strafbarkeit des heimlichen Vaterschaftstest gewettert? Weil die alternative zum heimlichen Vaterschaftstest das Gerichtsverfahren wäre und das die Familie zerstören würde. Bitte was? Also erstmal ist eine Alternative auch der freiwillige und gemeinschaftliche Test. Wenn aber tatsächlich der gemeinschaftliche Test nicht gemacht werden kann, dann ist die Familie schon kaputt - das Gericht macht dann nur noch die Lage offensichtlich, mehr nicht.

Für mich ist der heimliche Vaterschaftstest nur ein Ausdruck der Paranoia und der Minderwertigkeitskomplexe der Männer. Und wieder einmal eine praktische Generalverdächtigung der ach so bösen Frauen: die huren ja doch alle nur rum. Passt gut zu den Meisner-Sprüchen, denn danach sind Frauen ja alles nur Mörderinnen.

Wenn Frauen wirklich so mies sind - warum wollen dann so viele Männer mit denen zusammenleben?

Heimliches Hintergehen, Nachspionieren und Verdächtigungen haben noch keine Beziehung gerettet. Von daher gibt es keinen Grund sie besonders zu fördern - sie sind defakto ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und von daher wäre ein unter Strafe stellen völlig korrekt.

Aber vermutlich gäbe es dann einen Generalstreik der Genlabore, weil denen eine einträchtige Einnahmequelle wegbrechen würde ...

Bei tagesschau.de - Die Nachrichten der ARD gibts den Originalartikel.