Tja, dem einen oder anderen wird es aufgefallen sein: hier hat sich was geändert. Und zwar habe ich mein Weblog von meiner eigenen Software - PyDS - auf WordPress umgestellt. Warum? Nunja, es gibt viele Gründe. Der nicht mal schlechteste ist: weil ich es kann. Die mehr technischen sind dann allerdings etwas komplizierter:

Es fängt an mit der Datenbank. PyDS benutzt eine recht eigenartige Datenbank, nämlich Metakit. Metakit ist nett wenn man kleine und kompakte Datenbestände hat, aber nicht so nett wenn diese wachsen. Irgendwann fängt es dann an sich seltsam zu verhalten. Unter Umständen schreddert es die Daten. Zwar bin ich mit meinen noch nicht ganz 4000 Artikeln da noch weit von entfernt, aber man muss es ja nicht herausfordern und auf den letzten Drücker an gehen, oder?

Dann ist da das Konzept von PyDS alle Artikel als statischen Content zu rendern. Das ist auch ganz klasse, weil die Dateien natürlich wesentlich schneller ausgeliefert werden als wenn sie aus einer Datenbank kommen. Dummerweise muss man bei knapp 4000 Beiträgen schon eine ganze Weile warten bis alles generiert ist, wenn man mal eine Layoutänderung macht. Ich hab aus dem Grund schon einen Cronjob der jede Nacht alles durchgeneriert. Aber irgendwie ist das trotzdem ziemlich gaga, also wech damit.

Ausserdem will ich mal irgendwann natürlich wieder auf eine eigene Software wechseln - aber dafür müsste ich so oder so die Daten migrieren. Jetzt habe ich sie nicht mehr in dem etwas wackeligen Metakit, sondern in MySQL. Ja, ich weiss, MySQL saugt tote Hamster durch verstopfte Strohhalme. Sag ich ja selber immer. Egal, es ist immer noch deutlich besser als Metakit. Und meine neue Software ist im Moment noch ein reines Hirngespinst. Ich weiss ja nicht einmal ob ich wirklich Lust haben werde das zu schreiben ...

Zusätzlich hat WordPress eine Reihe von netten Eigenschaften und PyDS wurde in der letzten Zeit doch ein bischen Barock in der internen Struktur - z.B. kann PyDS keine hierarchsichen Kategorien und die Kategorien von Blogmarks und Weblog überlappen sich. Jetzt ist alles in einem gemeinsamen Topf und gut ist.

Ansonsten habe ich WordPress ja schon länger im Einsatz gehabt und war mit der 1.2 sehr gut zufrieden - allerdings war sie noch von den Funktionen sehr spartanisch. Die 1.5 ist jetzt aber ein ziemlicher Hammer. Ok, noch ist es eine reine Beta, aber die ist schon gut genug für den normalen Einsatz. Ein paar kleine Bugs habe ich bisher bemerkt, nichts ernstes oder kritisches.

Schaun mer mal was passiert. Ich müsste alles mögliche aus dem alten Zeug umgeleitet haben auf das neue Zeug. Von daher sollten RSS Feeds weiter funktionieren und Links zu alten Postings sollten auch ordentlich umgeleitet werden. Wenn jemandem was auffällt das nicht tut und doch tun sollte oder sonstwas an Kommentaren fällig ist: ihr wisst wo ihr hier die Kommentarfunktion findet

Abgesehen davon hab ich ja PyDS schon seit fast 2 Jahren in Existenz. Da wirds Zeit das sich mal wieder was tut - PyDS selber wird natürlich weiterentwickelt. Und ist natürlich auch weiterhin verfügbar, daran ändert sich nix. Ich habe es ja noch bei diversen anderen Sites im Einsatz. Nur dieses Weblog-Monster hier ist einfach dem System entwachsen.