Sie können einem schon leid tun, die Medien, bei der grossen Medienschelte. Und Nowotny - als öffentlich-rechtlicher Obermedienfuzzi - war von Schröder peinlich berührt:
Nowottny: Ich habe die Sendung gesehen, und ich muss sagen, dass ich peinlich berührt davon war. Wie der einstige Medienkanzler da zum Medienschelter wurde, das war schon einmalig. Mein Kompliment geht an die beiden Moderatoren der Sendung, die sich diesen Vorwurf nicht gefallen ließen.
Tja, er hätte sich aber auch mal vorher das Programm der Medien (Print wie Rundfunk) angucken können - massives Herbeireden der Wende und des Wechsels, ich hab keine Ahnung wie oft am Tag da einem der zwingende Wechsel eingebläut werden sollte. Eigentlich bin ich eher peinlich berührt von der Amateurhaftigkeit der Medien im Umgang mit dem einzig interessanten Detail dieser Wahl: die ach so hochgelobten und ach so unfehlbaren Demoskopen haben kollektiv verschissen.
Von daher, die Peinlichkeit in Person sind Leute wie Nowottny, die sich über die einzige brauchbare Aussage von Schröder echauffieren - an Schröder war eher sein "ich bin Kanzler" Gehabe peinlich, aber nicht die Medienschelte. Aber so sind die Mimosen des professionellen Journalismus halt - was wagen es denn auch die Bürger ihnen da in den Pool zu pinkeln, da wird man halt mal dünnhäutig ...
Aber das Unterhaltungsprogramm in den Nachrichten ist echt klasse, das muss man dem Wahlergebnis lassen