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Steve Yegge on Vibe Coding

Interessantes Interview mit Steve Yegge (ja, genau, Flamer-Steve der früher oft durch sehr pointierte bis polemische Kommentare aufgefallen ist). Mein Lieblingszitat: "we are entering the John Deere era of programming" - yep, nicht mehr der kleine Landwird mit Familienbetrieb oder die kleine Kooperative, sondern die große Welle mit großen Codeengen die entstehen werden in Massen. Ebenfalls interessant der Punkt, dass Code-Merge in der nahen Zukunft das Bottleneck wird, weil 10x produktive Programmierer halt auch 10x an Code produzieren und mehrere von denen die gleichzeitig reorganisieren weils gerade mal dazwischen passt - autsch.

Meine eigenen Erfahrungen mit Vibe Coding: die Software, mit der ich jetzt mein Blog manage, ist komplett so entstanden. Ich baue auch an Tools für SecondLife Content per Vibe Coding. Ich nutze es auf der Arbeit für Prototypen aber auch für komplexe Desktop-Anwendungen für speziellere Zwecke. Und das ganze jetzt seit Dezember. Ich muss sagen, dass ich definitiv das Gefühl habe, das die Programmierung vor dem Umbruch steht, der vergleichbar mit der Einführung von Hochsprachen (etwas vor meiner Zeit) oder die Einführung von Runtimes mit Speichermanagement (Java, DotNet, ...) ist. Dementsprechend laut ist es gerade mit all den Pro- und Contra-Stimmen. Aber spannend ist es definitiv. Und die Welt wird sich für Programmierer definitiv ändern.

bDS langsam benutzbar

So langsam macht die neue Software Spaß, alles was man für die Benutzung und Erstellung braucht ist weitestgehend vorhanden. Ein paar kleine Schönheitsfehler hat sie moch und es gibt noch das eine oder andere Feature, das ich will, aber ich kann schon alles machen, was ich wirklich als Minimum brauche. Veröffentlichen geht jetzt einfach mit einem shell script:

#!/bin/sh

cd ~/Blogs/rfc1437.de/html

rsync -rav --delete \
	--exclude='thumbnails/' \
	--exclude='media/' \
	* git.rfc1437.de:git-server/html/

cd ..

rsync -rav --delete thumbnails/ git.rfc1437.de:git-server/html/thumbnails/
rsync -rav --exclude='*.meta' --delete media/ git.rfc1437.de:git-server/html/media/

Ja, das war jetzt nur um meine Source-Formatierung zu testen. Und?

Schotten Totten 2 entwickelt sich zu einem unserer Lieblings-Spiele für zwei Spieler. Ein Remake des alten Schotten Totten (das es leider nicht mehr zu kaufen gibt unter dem Namen, nur als Battle Line, aber das eben nur auf Englisch). Im Gegensatz zum ersten Spiel jetzt asymmetrisch mit gerade genug Unterschied in der Spielweise, dass sich die beiden Seiten definitiv unterschiedlich anfühlen, aber trotzdem noch größtenteils die gleichen Sachen machen. Schnell aufgebaut, schnell gespielt und schnell weggeräumt mit genug Taktik um einen für ein paar Spiele zu fesseln. Und der Grafik-Stil ist einfach nett.

Tak ist ein ziemlich interessantes Spiel: inspiriert aus einem Fantasy-Roman von Patrick Rothfuss, zum Leben erweckt als eine fiktives "klassisches" Strategiespiel. Das schöne daran: man kann es sich problemlos selber machen, wenn man will und geschickt ist. Die Regeln sind super simpel und leicht gelernt, das Spiel aber trickreich mit vielen Möglichkeiten dem Gegner Fallen zu stellen. Wird vermutlich für unseren nächsten Urlaub mitgenommen, weil praktisch zum Draussen spielen.

Mal wieder auf Linux ...

... und natürlich tuts Surround-Sound meines Notebooks nicht mehr, aus Gründen. Und Fingerprint-Login macht weitaus weniger Sinn, wenn man nach Login dann doch das Passwort für den Keyring eingeben muss. Wenn der wenigstens erst beim ersten Bedarf nach einem Passwort käme, dann wärs ja ok, aber der geht direkt nach Login auf. Bah.

Ansonsten bin ich allerdings angenehm überrascht davon, wie gut die Linux-Unterstützung für das Lenovo T480 ist. Alles andere funktioniert bisher tadellos.

Prime Time for Prime Slime is the second of my "reinventing the past" deck lists. It is actually my first commander precon deck - Mimeoplasm - just spiced up to 11. It kinda is funny how I stuck with the theme of the deck, transitioning it from the precon to Ooze tribal and later reanimator, then turned it into Muldrotha combo and again turned it back to Mimeoplasm, when the Prime Slime secret lair came out (I love the art style), going full on Necrotic Ooze combo this time. It is a ton of fun to play, which is why some of the old stuff from my collection made it's way into that deck. #EDH #MtG #MagicTheGathering

Brettspielrunde - wie macht man das in Zeiten von Corona?

Also wir haben da eine Lösung gefunden. Und es lief richtig gut - 6 Spieler waren dabei, jeder zu Hause. Bei mir war das Spiel und eine Kamerakonstruktion, um das Bild ins Internet zu stellen - und mit Microsoft Teams dann allen nach Hause zu liefern. Dazu dann Headsets und los gings, Spiel erklären, spielen, gemeinsam drüber reden - all das geht auch zu Zeiten des Social Distancing.

IMG 20200326 181231

Das Kamera-Stativ hatte ich eh schon, der kleine Schwenkarm mit Handy-Halterung kostet 35€ und das Handy - sowas hat man oft ja schon da. Dann auf dem Handy eine kleine App - "IP Webcam" - mit der die Kamera des Handy über eine Webseite erreichbar wird. Und auf dem Notebook Teams, mit dem ich das Fenster des Browsers mit allen Teilnehmern geteilt habe. Und los kanns gehen!

Bears on a Plane ist mein Versuch ein effektives Prison-Deck in cEDH zu bauen. Erste Versuche mit dem Deck waren dementsprechend "disgusting". Kann nur sporadisch getestet werden wegen Anger-Management-Issues der Playgroup ...

Marvel Champions - Fantasy Flight Games Wow, das kommt unerwartet. Es sieht stark nach einem weiteren Ableger des LOTR Systems aus, allerdings auf den ersten Blick etwas streamlined. Aber wenn das ganze trotzdem die Spieltiefe von LOTR erreicht, wärs klasse. Ich habe zwar mitlerweile eine gut laufende Magic Spielrunde, aber so für zwischendurch fand ich LOTR immer eigentlich recht spannend, da viele Spielentscheidungen (speziell der Szenario-spezifische Bau eines Decks) sehr nah an Magic ran kommen.

Der London Mulligan wird der offizielle Mulligan in Magic ab Core Set 2020. Klasse. Wir haben den in Commander ausprobiert und er war völlig ok. Und in Pauper wars auch gut. Klar, es gibt sicherlich ein paar Decks, die übermäßig profitieren, aber das kann man anderweitig regeln. Der neue Mulligan hilft einfach "Nicht-Spiele" aufgrund von mehrfachen schlechten Starthänden zu vermeiden. Es gibt nix nervigeres als ein Spiel im Mulligan zu verlieren, weil einfach jede Hand ohne Länder oder nur Länder war.

A Force to be Reckoned With - die neue Karte "Force of Vigor" hat mal eben zwei meiner Decks deutlich getroffen. Jhoira als Artefakt-Storm-Deck und Paradox Arcum als Artefakt-Kombo sind beide ziemlich abhängig von ihren Artefakten und Enchantments, so eine Karte kann die mal eben abschalten. Instant-speed. Für lau. Autsch. Wenn andere Liste stärker auf Mana-Dorks statt Mana-Rocks gehen, haben sie genug grüne Karten um den FoV aktiv zu bekommen. Und dann bin ich raus. Jhoira kann sich vielleicht noch knapp halten, Storm hat in der Regel mehrere Vektoren, aber da Artefakte nur mit Shimmer Myr instant-speed werden (und der als Artefakt angreifbar bleibt), ist Arcum wirklich hart betroffen.

May 20, 2019 Banned and Restricted Announcement - da hat mir Wizards of the Coast mal eben zwei meiner Decks komplett neutralisiert - Izzet Blitz braucht die kostenlosen Spells um seine Kreaturen zu pumpen oder Direktschaden zu aktivieren und Skred Delver brauchte sie um die Hand zu füllen im Mittelspiel. Autsch. Ok, in letzter Zeit hab ich meistens Tron gespielt (oder mal GB Tortex, wenn mir nach wilden Boardstates war), aber trotzdem, Skred Delver war immer noch mein Lieblingsdeck wegen seiner explosiven Comebacks.

Metaowl is gone

Ok Leute, Metaowl ist heute den Weg alles digitalen gegangen: das war eine urmel-alte WP Installation, die dahinter lief, mit diversen Anpassungen. Das war einfach nicht mehr zu retten, das mit neueren PHP Versionen zum Fliegen zu kriegen frisst einfach zu viel Zeit. Ich glaub auch nicht, dass da irgendwer noch groß bemerkt, dass die Eule nicht mehr da ist. War einfach nur ein Stück Netzgeschichte.

Ich mag die neue Variante des MTG Mulligan, die in London getestet werden soll. Definitiv muss geschaut werden, ob dadurch Combo nicht zu sehr bevorzugt wird, aber das derzeitige Mana-System und die Struktur des derzeitigen Mulligan führt einfach viel zu häufig zu non-Games, besonders in meinem Lieblingsformat EDH. Und es fühlt sich einfach dämlich an, wenn du auf 4 runter gehen musst und immer noch nur eine mistige Kartenhand hast, oder dann einfach scoopst - und die anderen ihre guten Starthände wegschieben können, weil sie sonst ein Spiel mit N-1 Spielern hätten, bei dem einer zuguckt. Klar, gerade Multiplayer kann man dem anderen direkt einfach einen weiteren 7er Mulligan anbieten, aber die neue Variante würde das nicht nötig machen - ich kann mir halt immer die besten N Karten aus 7 aussuchen, da ist auch ein 4er Mulligan schon verschmerzbar.

Nemo's War (second edition) habe ich jetzt schon zweimal gespielt und es mausert sich zu einem meiner Lieblings-Solo-Spielen. Es packt die Athmosphäre von Jules Vernes Büchern gut in ein unterhaltsames Spiel. Auch wenn natürlich das Thema nur durch die Karten und die Grafik des Spiels getragen wird. Das Spielsystem basieet natürlich auf viel Zufall, der aber erstaunlich gut gemanaged werden kann. Das Ergebnis ist recht viel Strategie in einem doch relativ klassischen Roll-for-Success System. Die Spieldauer verhindert allerdings, das ich es öfter auf den Tisch bekomme. Trotzdem steht es in meiner Liste weit oben.

Vor wenigen Tagen kam The 7th Continent endlich nach fast 2 Jahren bei mir an. Wow, hat sich das Warten gelohnt! Das Spiel ist fantastisch geworden und hat sich bei mir in die Top-Liste gespielt. Wenn der Spaß anhält, ist es ein klarer Favorit für die 10. Einzig die fummelig winzigen Miniaturen hätten auch wegbleiben können, mir sind die Pappaufsteller da zehnmal lieber. Aber das Spiel selber - einfach grandios. Sehr schön gezeichnete Karten, klare Symbolik und simples Spielsystem - alles zusammen bildet ein grafisches choose-your-own-adventure Spiel. Sieht einfach nur toll aus auf dem Tisch. Dazu ein cleverer Save/Restore Mechanismus, der das Wegpacken zwecks Tisch freimachen (ab und zu muss man ja auch mal essen) trivial macht. Beim Weiterspielen hat man zwar ein wenig Sortierarbeit, aber das ist auch übersichtlich. Und die Story, die man durchlebt, ist wirklich die Zeit wert die man investiert. Dazu eine Reihe von Flüchen, denen man sich aussetzen kann und viele Abenteurer, die man auf die Reise schicken kann, das bietet schon einiges an Wiederspielwert. Auch wenn man natürlich auf die Dauer den Kontinent kennen lernt, wird es glaube ich nicht langweilig. Das wird noch viel Spielfreude bringen und für den Herbst ist schon der nächste Kickstarter mit weiteren Flüchen angekündigt. Ich glaub da bin ich dann wieder dabei.

Warhammer Quest: The Adventure Card Game habe ich schon eine Weile rumliegen, aber erst heute die Chance genabt, es auch mal zu spielen. Das Spiel ist sehr ähnlich zu Space Hulk: Death Angel, aber deutlich ausgebaut. Schon im Tutorial kommt deutlich mehr Entscheidungsraum zum Tragen und man hat deutlich mehr das Gefühl von Kontrolle. Es macht Spaß und die verschiedenen Szenarien versprechen noch mehr davon. Speziell das aufwerten der Aktionskarten sieht interessant aus, ist aber leider nicht Teil des Tutorials. Macht aber definitiv Lust auf mehr. Setup ist allerdings deutlich mehr als bei SH:DA. Von daher mal sehen, wie oft es wirklich auf dem Tisch landet, zumal ja auch noch das Arkahm Horror LCG angekündigt ist, das in eine ähnliche Richtung geht.

51st State: Master Set ist eines der neuesten Spiele von Portal Games und ein Remake des alte 51st State mit allen Erweiterungen und überarbeiteten Regeln. Bringt praktisch Imperial Settlers zurück in die post-apokalyptische Welt von 51st State. Mir gefällt es sehr gzt. Die Asymmetrie der Faktionen ist nicht so stark ausgeprägt wie in Imperial Settlers (dort ja durch die eigenen Kartenstapel), aber das Spiel ist viel flüssiger und fühlt sich schneller und interaktiver an. Und das Solospiel ist einfacher zu spielen. Insgesamt gefällt es mir sehr gut, vor allem für das Solospiel sogar besser als Imperial Settlers (wobei ich dort noch die völker-spezifischen AI und die Kampagne ausprobieren muss).

Codenames: Pictures ist das Schwesterspiel des Spiel des Jahres - nur eben mit Bildern, statt Wörtern. Mit Juliana mal mit den Zwei-Spieler-Regeln ausprobiert, und es funktioniert erstaunlich gut. Natürlich nichts, das man ständig zu zweit spielen würde, aber das war sowieso nur eine Trainingsrunde für den nächsten Spieleabend. Da wird es aber definitiv in der Runde ausprobiert.

Red7 ist ein kleines und schnelles Spiel für zwischendurch. Ideal für die Wartezeit auf das Essen oder sogar im Flugzeug, da es nur minimalen Platz braucht. Und dabei trotz einfacher Regeln und schnellem Spiel durchaus was zum Denken liefert. Außerdem ist das Spiel modular in den Regeln und kann in der Komplexität angepasst werden. Alles in allem ein wirklich nettes Spiel, das sicherlich öfter mal bei uns auf den Tisch kommen wird.

Mare Nostrum: Empires ist am Freitag endlich nach fast einem Jahr Extrazeit angekommen. War einer der komplizierteren Kickstarter. Aber für das Spiel hat sich das Warten gelohnt. Die Komponenten sind - wie für Academy Games typisch - fantastisch. Das Spiel selber ist erstaunlich übersichtlich für ein Spiel mit diesem Thema (Kulturen im Mittelmeerraum mit Handel und Krieg) und spielt sich auch sehr flott. Mein erstes Solo-Spiel (zwei Kulturen plus Barbaren) hatte eine sogar für mich selbst überraschende Wendung - am Anfang lag Karthago vorne, kam auf 4 Wunder (das fünfte hätte den Sieg gebracht), aber Rom konnte mit Schwenk auf Militär den Handel unter Druck setzen und den Sieg durch Dominanz in den Bereichen Handel, Kultur und Militär sichern. Klasse System und ich hoffe es noch öfter auf den Tisch zu bringen.

7 Wonders spielen Juliana und ich normalerweise in der Duell-Version. Aber weil unsere Donnerstagsrunde größer wird, haben wir uns auch das große Spiel zugelegt - mit der Städte-Erweiterung kann man das mit bis zu 8 Spielern spielen. Heute war die erste Trainingseinheit mit der in der Box enthaltenen 2-Spieler Variante. Definitiv umständlicher als das kleine Duell, aber ebenso definitiv erkennbar, wie das Spiel mit größeren Runden laufen kann - und macht Spaß auf mehr. Gerade genug Interaktivität um nicht zum Mehrspieler-Solitär zu verkommen, aber genug Strategie um nicht zur reinen Zufallsnummer zu werden. Gefällt mir sehr gut.

Ohne Furcht und Adel ist ja praktisch ein Oldie, aber für mich und Juliana war es neu. Ich hatte es hauptsächlich besorgt, um etwas kleines für größere Runden zu haben, da unser wöchentlicher Brettspielabend langsam wächst. Wir haben bisher nur zu zweit gespielt, aber auch da ist das Spiel sehr nett. Es erinnert ein bisschen an San Juan, mit den primär als Geldquelle (und Punktequelle) dienenden Gebäuden, den violetten Gebäuden mit Sonderfunktionen und der Rollenwahl. Sehr interaktiv und zumindestens mit zwei Spielern sogar mit strategischen Elementen, die aber in größeren Runden wohl zugunsten rein taktischem Spiel verdrängt werden. Macht aber definitiv Spaß.

Leaving Earth is ein Spiel, in dem die Spieler eine Raumfahrtagentur leiten und Missionen durchführen müssen. Die Soloversion stellt dabei einige spannende Aufgaben, da man von den Missionspunkten die zu gewinnen sind, mindestens die Hälfte bekommen muss. Was schon ganz schön schwer ist - in meinem ersten Spiel musste ich, um überhaupt eine Chance auf einen Solosieg zu haben, erst Venus untersuchen um festzustellen, dass man dort nicht landen kann (wodurch ich die Venusmissionen abwerfen und damit die Punktelast reduzieren konnte) und dann eine bemannte Marsmission durchführen. Letzteres ist dann an der Zeit und mangelnden Ausstattung mit Antrieb gescheitert. Aber im Kopf kreisen schon Ideen, wie das nächste Mal das ganze besser ablaufen kann. Und das ist für ein hartes Optimierspiel schon ein gutes Zeichen - hier wird nicht geballert oder alte Männer mit Atombomben zu Asteroiden geschickt, hier plant man sein Budget, seine mehrjährigen Missionen und das Risiko, das man eingehen will. Cool. For Science!

1775: Rebellion kam heute zum zweiten Mal auf den Tisch und war wieder ein voller Erfolg: unentschieden, beide Seiten kontrollierten 5 Kolonien und Nordamerika wurde damit zu einer südlichen Provinz Französisch-Kanadas. Das beste von allen Ergebnissen wenn man sich heutige Präsidentschaftskandidaten anguckt. Mir gefällt das Spiel sehr - die Strategien müssen wirklich ausgewogen sein, wenn man die südlichen Kolonien halten will, muss man sie auch verteidigen, gleichzeitig will man die nördlicheren nicht verlieren, weil dort viele Kolonien sind. England ist angreifbar, weil ganz im Norden zwei schwer verteidigbare Kolonien liegen, in die die Amerikaner einfallen können. Ich war zwei Kolonien vorne, als ich die letzte Runde eingeläutet habe, habe aber dann zwei Kolonien verloren - und möglicherweise hätte Juliana sogar drei angreifen können. Juliana gefällt es auch, wird also sicher wieder auf den Tisch kommen.

Night of Man ist ein taktisches Kampfspiel, Aliens vs Humans (oder auch andere Aliens). Bisher war mein Lieblingsspiel in der Nische Hoplomachus, weil es meiner Meinung nach gut die Gladiatorenkämpfe einfängt, die sein Thema sind. Und weil es solide Soloregeln hat. Night of Man ergänzt meine Sammlung hin zu mehr ausgedehnten Kämpfen, auch hier mit Soloregeln. Regeln an sich sind aber auch das größte Manko - sie lesen sich zwar recht gut, aber im Spiel fallen dann doch Lücken und Schwachpunkte auf, Symbole ohne Erläuterung oder Situationen, die nicht geklärt sind. Da hätte sorgfältigere Entwicklung des Spiels sicherlich geholfen. Aber wenn man da gesunden Menschenverstand ran lässt, kann man die meisten Sachen auch selber lösen. Das Spiel an sich ist sehr unterhaltsam. Die Impulse gehen schnell durch, das Spiel stockt nicht lange, da man in der Regel nur wenige Einheiten (oft nur eine) aktiviert. Dadurch haben beide Seiten was zu tun und die Reaktionskarten geben nochmal mehr Interaktion. Macht definitiv Lust auf mehr, vor allem mit den Soloregeln (bisher war es linke Hand gegen rechte Hand). Und die Komponenten sind gut gemacht und besonders die Counter sehr alte-Männer-augenfreundlich.

The Gallerist Review – A Masterpiece – Wolf's Gaming Blog ist ein guter Review über eines meiner lieblings-Heavy-Games. Was mich erinnert, dass ich unbedingt die Kiste mal wieder aus dem Schrank holen sollte.

Dawn of the Zeds (Third edition) ist eine der von mir mit Spannung erwarteten Kickstarterlieferungen dieses Jahres, die vor wenigen Tagen endlich ankam. Die Spannung kam daher, das es von einem meiner Lieblingsverlage ist - Victory Point Games - die damit ihren ersten Ausflug in massentaugliche Produkion gewagt haben. Nicht mehr Print-on-Demand mit Laser-Cut Komponenten, sondern professionelle Produktion in hoher Qualität sollte es sein. Dazu dann noch die Tatsache, dass Dawn of the Zeds der Höhepunkt in der States of Siege Reihe ist. Im Prinzip Tower-Defense mit Steuerung der Ereignisse und Angriffe der Feinde durch einen konfigurierbaren Kartenstapel. Das Ergebnis? Wow. Einfach nur Wow. Die Komponenten sind absolut top, das ganze Material sieht fantastisch aus. Das modulare Spielsystem erlaubt verschiedene Schwierigkeitsstufen, sowohl für Coop Spiel als auch fpr Einer-gegen-Viele. Dazu dann noch ein No-Brains Mode, der im Prinzip ein extrem simplifiziertes System für Bier-und-Chips Abende bietet. Das Spiel ist am ehesten mit einem Zombiefilm vergleichbar, die Geschichte wird spannend aufgebaut und durch die vorbereiteten Kartenstapel lässt der Spannungsbogen auch nicht nach. Absolut fantastisches Spielgefühl. Der Setup ist etwas umständlich, da ja die ganzen Elemente vorbereitet werden müssen, aber es liegt im akzeptablen Rahmen für so ein Spiel. Das wird definitiv noch öfter auf den Tisch kommen, da selbst im Solospiel das ganze äußerst viel Spaß macht.

UBports könnte ja glatt bei Neuanschaffung meines nächsten Nexus meinem alten Nexus 5 dann weiteres Leben einhauchen. Das wäre immerhin mehr als mit meinem alten Galaxy Nexus machbar war.

Mich faszinieren besonders Spiele mit wissenschaftlichem Hintergrund. Deshalb war Greenland für mich auch eine offensichtliche Wahl. Der Autor Phil Eklund ist bekannt für sein sehr intensives Studium der Thematik seiner Spiele. So auch hier - der Überlebenskampf der Thule, Tunit und Norweger auf Grönland um das Jahr 1000 wird hier thematisch aifgegriffen, vor allem die Veränderungen durch die kleine Eiszeit und die sich daraus ergebenden Lebensveränderungen und Migrationen. Das Ergebnis ist ein erstaunlich dichtes Spiel mit viel Strategie und Taktik. Die Regeln sind etwas sehr kompakt aufgebaut, aber mit ein bischen Lesen in den Griff zu bekommen - oder einfach ein paar der Videos auf der Spieleseite bei BGG angucken. Im Prinzip nicht wirklich viel neues, was due Techniken und Mechaniken angeht - Workerplacement mit Würfelentscheiding über den Erfolg, Ressourcenmanagement und eine Eventengine, die den nötigen Druck aufbaut. Die Solovariante ist solide und kann gut den eigenen Anforderungen angepasst werden. Multiplayer hab ich leider noch nicnt ausprobieren können, da das Spiel nur auf Englisch verfügbar ist. Aber für Solo eine klare Empfehlung.

1775: Rebellion ist ein Spiel über den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Solide im War-Euro-Gebiet angesiedelt mit erstaunlich kompakten Regeln. Aber nicht einfach nur Risk-mit-Thema, sondern durchaus strategisch. Mir gefällt besonders die sehr kompakte Spielsituation mit nur 12 Karten pro Fraktion - im 4-Spieler-Modus wird 2-vs-2 gespielt, bei zwei Spielern spielt jeder zwei Fraktionen. Durch die geringe Regelanzahl und wenigen Karten spielt sich selbst das erste Spiel relativ flott und man erkennt schnell die strategischen und taktischen Möglichkeiten. Und trotz Kompaktheit kommt das Thema meiner Meinung nach gut raus. Macht definitiv Spaß auf mehr!

W1815 hat mich beim ersten Spiel echt überrascht: ich erwartete ein Würfelfest mit wildem Zufall und wenig Kontrolle in einem historischen Setting. Ich fand aber ein durchaus kniffeliges Puzzle mit Würfeln. Klar, alles ist dem Zufall überlassen, aber die Aktionen der Corps mit Reaktionen der Gegner (auch in Ketten) machen das ganze interessant - ich muss ständig abschätzen, welche Risiken und Chancen sich ergeben. Dazu verändern sich die Corps je nach Situation und verändern so die Planungslage. Das bringt dann schnell erstaunlich viel Grübelei und Planung. Die natürlich dann durch die Würfel zunichte gemacht wird. Und das ganze funktioniert erstaunlich gut solo, einfach von den Würfeln die Geschichte der Schlacht (oder eine mögliche alternative Geschichte) erzählen lassen und durch die Auswahl der Corps darauf Einfluss nehmen. Sehr entspannend und spielt sich in 15-30 Minuten.

Analoge Anmutung in digitalen Zeiten: Bei der neuen Kamera der M-Serie lässt Leica das Display weg. Durch die Reduktion solle sich der Nutzer der Leica M-D nur auf sein Motiv

Quelle: Ohne Display: Leica M-D ist eine analoge Digitalkamera - Golem.de - der Witz ist, mir würde das sogar gefallen. Ich ignoriere an meiner M8 eh den Bildschirm immer und wenn meine Kamera es bietet (wie die GH1), dann klappe ich das Display weg. Aber dafür 6000 Euro? Nope.

Gelegenheit zur Demo für Trickerion: Legends of Illusion gehabt und genutzt. Nette Veranstaltung, auch wenn wir nur die erste Hälfte dabei waren. Das Spiel selbst gefällt mir sehr gut - ich habe allerdings nur die Basisvariante gespielt. Aber Spiele mit mehreren Spielstufen gefallen mir sowieso gut. Das Spiel ist eine sehr interessante Umsetzung von Worker-Placement. Mit einem wirklich schön umgesetzten Thema, die Aktionen und Komponenten machen alle thematisch Sinn (ok, zu den aktionsfördernden Kristallen fallen mir nur Amphetamine ein, aber der Rest war stimmig). Viele gute Entscheidungssituationen im Spiel, sehr kompakter Spielablauf mit nur 5/7 Runden, dabei aber eine Menge was man pro Runde machen kann und will. Und man muss immer die Gegner im Blick halten um von deren Aktionen (zum Beispiel im Theater oder bei Schnellbestellungen) zu profitieren. Hat viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf Oktober, wenn ich die deutsche Version bekomme.

Hoplomachus: Origins hat mich seit ein paar Tagen mit seinen solo-Trials gepackt. Diese sind weniger ein volles solo-Spiel als vielmehr kleine Szenarien mit der Aufforderung, diese zu zerbrechen - eine Lösung durch Kombination von Gladiatoren, Taktiken und Spielzügen zu finden, die das Szenario verlässlich besiegen kann. Sehr schnell gespielt und die AI für die Gegner ist trotz sehr geringer Komplexität erstaunlich effektiv. Macht durchaus Spaß und kann schnell mal zwischendurch gespielt werden.

Wir sind das Volk! kam gestern das erste Mal mit Juliana auf den Tisch. Wie bei meiner ersten Solo-Runde allerdings nur für die erste Dekade, weil das zum ersten Lernen schon mal alle Aspekte des Spiels zeigt, aber nicht gleich mit dem vollen Programm überlädt. Bei diesem Spiel hoffe ich, dass bei Juliana das Interesse bleibt, weil es wirklich sehr gut gemacht ist. Es ist im Prinzip ein Mix aus Ressourcenmanagement mit etwas Area-Control reingemischt und - für den Osten - ein guter Schuss State of Siege. Beide Seiten spielen sich sehr verschieden, der Westen spielt ein Wirtschaftsaufbauspiel mit integrierten Angriffen auf den Osten mit Ideologie und Lebensstandard, der Osten kämpft ständig ums Überleben und versucht alle Feuer zu löschen, also im Prinzip klassische Mangelverwaltung. Der Westen gewinnt durch Auflösung des Osten, der Osten muss nur bis zum Ende überleben um zu gewinnen. Aus diesen sehr asymmetrischen Vorgehensweisen und Zielen ergibt sich dann ein spannendes Tauziehen zwischen den beiden deutschen Staaten. Das ganze gewürzt mit einem historischen Thema. Sehr cool.

zeromq/netmq: A 100% native C# implementation of ZeroMQ for .NET war mir vollkommen unbekannt (die C# Version, nicht ZeroMQ), ist aber für .NETies ein wirklich spannendes Projekt. Direkt in .NET ohne externe Libraries oder gar Server kann man damit diverse 1:1, 1:N, N:1, N:M Kommunikationsstrukturen mit diversen Verhaltensweisen (Pub/Sub, Broadcast, Req/Resp, Fifo - halt alles was ZeroMQ kann) aufbauen. Macht einen sehr guten Eindruck (ok, kein Wunder, ist ja schließlich eine Umsetzung des originalen ZeroMQ nach C#, und ZeroMQ war für seine Zwecke ja schon absolut genial). Und ist natürlich interoperabel mit dem originalen ZeroMQ.

Mein erstes COIN (Counter Insurgency) Spiel ist Cuba Libre - und das kam erstmalig gestern auf den Tisch. Was für ein großartiges System. Es ist komplex mit vielen Elementen, aber das Material (Brett, Spielerhilfen, Spielsequenzhilfe) macht es trotzdem leicht dem Spielfluss zu folgen und nicht mittendrin zu vergessen wessen Aktion es ist, wer als nächstes dran ist und was der machen darf. Thematisch ist das Spiel auch sehr gut mit den Mechaniken verbunden - das Syndikat baut Kasinos und greift sich Geld wo sie können, sind aber relativ lokal aktiv, das Directorio bildet viele kleinere Zellen quer über die Insel und versucht beide Seiten zu stören und sich selbst in vielen Landesteilen zu positionieren, Batista verballert sein Geld (das er von USA und dem Syndikat bekommt) auf massive Polizei und Militäraktionen gegen die Rebellen und Castros Seite versucht die Regionen von der Revolution zu überzeugen und möglichst viele Regionen und Städte zur Opposition zu motivieren. Mein Spiel war Castro gegen den Rest (von Bots gesteuert) und war leider nicht erfolgreich - das Syndikat hat das Land zu sehr korrumpiert. Die Bots zeigten recht gut den Charakter der anderen Fraktionen. Ok, die ganze Nummer dauerte 5 Stunden, aber es war ja auch das erste Spiel. Beim nächsten Mal wird das flüssiger laufen. Und es wird definitiv ein nächstes Mal geben, das Spiel ist einfach fantastisch. Und ich freue mich schon auf die kommende Erweiterung und die beiden kommenden COIN Spiele über die gallischen Kriege und die Amerikanische Revolution. Cuba Libre hat auch nur 56 Karten oder so, da bin ich schon am Überlegen, ob ich die nicht einfach übersetze - dann hätte ich auch eine Chance, das mit Juliana zu spielen. Komplexer als unser übliches Spielfutter, aber lohnend.

Nach längerer Pause mal wieder Sentinels of the Multiverse gespielt. Das ist immer noch ein wirklich unterhaltsames Spiel. Aber ich merke immer mehr, dass es zwar viel Spaß macht, mir aber das nachhalten diverser Effekte in der Papierversion einfach die Lust verdirbt die Karten rauszuholen und ich es daher dann doch wieder lieber auf dem PC oder Tablet spiele. Was eigentlich schade ist, aber ich bemerke schon in der digitalen Version oft Momente von "huch, an den Modifier hab ich jetzt ja gar nicht mehr gedacht", in der Papierversion wird das echt lästig. Da helfen auch die vielen Marker nicht wirklich. Andererseits ist es ja eh ein rein kooperatives Spiel, ohne Entscheidungen für den Gegner, daher kann man sowas auch gut auf Computer umsetzen. Für ein Solo-Spiel ist das völlig ok und viel bequemer.

Ich habe Hostage Negotiator vor ein paar Tagen bekommen und es ausprobiert. Sehr interessante Umsetzung eines spannenden Themas. Es hat die klassische wargame-Struktur: entscheide einen Plan und die Würfel sagen dir, ob der Plan gelingt. Die chancen stehen dafür nicht sonderlich gut. Von daher erinnere es mich an die State of Siege Spiele wie Soviet Dawn oder Cruel Necessity, bei denen ist das genauso. Hier muss man auch immer das Risiko im Auge haben, das Glück spielt aber fast noch eine größere Rolle als bei den SoS Spielen. Von daher weiß ich nicht, ob es auf Dauer neben Soviet Dawn (das noch schneller aufgebaut ist) Bestand haben wird - aber es hat den Vorteil der höheren Variabilität. Verglichen mit Space Hulk: Todesengel jedenfalls steht es meiner Meinung nach gut da, die Schachtel ist auch klein, eine Reihe von Erweiterungen bingen Abwechselung, es wird also mindestens als Reisepack einen Platz haben. Und bestimmt noch einige Runden auf dem Tisch verbringen.

Soviet Dawn ist ein weiteres State of Siege Spiel. Dieses war als Beilage in der C3i 27 drin, ein echtes Schnäppchen. Thematisch sehr dicht, wie bei allen State of Siege Spielen bisher, die Spielzeit deutlich kürzer als bei Cruel Necessity. Gefällt mir sehr gut, trotz des Würfelfestes ist schon erkennbar, dass man durchaus Chancen hat, aber nur sehr knappe. Dank der kurzen Spielzeut gute Chancen öfter auf den Tisch zu kommen, allein schon weil ich das Thema (frühe Sovietunion nach der Revolution) spannend finde. Schönes Solo Spiel für zwischendurch.

Junior General ist eine sehr interessante Webseite mit vielen (freien!) Papier-"Miniaturen" für klassische Kriegsspiele auf Basis von Miniaturenregeln wie z.B. Professor Sabins Lost Battles: Reconstructing the Great Clashes of the Ancient World. Simpel zu produzieren (ausdrucken, falten, kleben, fertig) und geben dem Schlachtfeld ein 3D-Feeling bei geringem Aufwand an Zeit und Geld.

Ich hab es tatsächlich endlich mal geschafft Mage Knight Board Game auf den Tisch zu bringen für ein Solo-Lernspiel. Noch mit reduzierten Walkthrough Regeln, um erstmal einen Griff an den Regelrahmen zu bekommen, dann gehts beim nächsten Solo-Spiel mal richtig in den Walkthrough mit vollen Regeln. Hat schon ziemlich viele Ecken an die man denken muss und leider ist der Setup doch ein bischen aufwändiger (allerdings auch nicht viel schlimmer als zum Beispiel bei The Gallerist), da muss ich mir noch was für die Organisation einfallen lassen. Aber so ganz grundsätzlich ist das schon ein beeindruckendes Spiel. Mir liegen ja solche mehr Puzzle-orientierten Coop oder Solo Spiele und das Thema liegt mir auf jeden Fall. Das wird definitiv wiederholt. Und auf die Neuauflagen der Erweiterungen warte ich auch ganz gespannt, speziell die Verloschollene Legion und die ganz neue Erweiterung bieten ja eine Menge für das Solo-Spiel.

The Lord of the Rings: The Card Game ist ja ein regelmäßiger Gast auf dem Tisch, jedenfalls wenn ich Solo spiele. Nicht jede Runde ist bemerkenswert, auch wenn die Spiele eigentlich immer Spaß machen. Aber gestern habe ich mein renoviertes Ent-Deck das erste Mal ins Rennen geschickt, diesmal gegen das erste Szenario des Schwarzen Reiters. Und das Ergebnis war beeindruckend. Das Deck lief überhaupt nicht flüssig an - nur wenige Ents, nur eines des Ent-Grabe-Ereignisse (wo man aus den top-5 alle Ent-Karten nehmen kann). Kein Shadowmane für Gandalf. Also eigentlich nicht wirklich optimal - und trotzdem hat das Deck extrem gut gehalten. So richtig bedrohlich wurde die Situation nie, die schwarzen Reiter (allerdings auch mit viel Glück, keiner von denen hat sein Reittier bekommen) waren keine echte Gefahr, da ich sie fast immer aus dem Staging holen konnte um sie sauber zu blocken und dann mit ein paar Ents zu zerpflücken. Dank einiger Schneller Knoten waren dann auch die Hobbits immer verfügbar um sie in Verstecken-Prüfungen zu entsenden und im Notfall konnten die mit Ents noch verbessert werden. Und Baumbart war als solider Verteidiger und Quester und zusätzliche Ressourcenquelle auch bald dabei. Der Wechsel weg von Baumbart als Helden hin zu Gandalf gibt mir definitiv ein gutes Stück Kontrolle über das Spielerdeck, was bei sperrigem Anlaufen des Decks deutlich hilft - gerade bei schlechterer Entwicklung der ersten Runden war die alte Version schnell überfordert und hier musste ich schon sehr schnell gegen 9-11 Bedrohung im Aufmarsch antreten. Ein wirklich nettes Deck und ich glaub das kann ich mal gegen die ganze Kampagne antreten lassen.

The Gallerist kam heute zum ersten Solospiel auf den Tisch. Wow. Das ist schon fast Arbeit. Macht aber sehr viel Spaß, auch wenn ich im ersten Solospiel noch viel zu viele Fehler gemacht habe - das Spielsystem ist schon gut erkennbar gewesen. Die Aktionen machen Sinn und sind thematisch hervorragend fundiert, was das Lernen deutlich vereinfacht. Und das Beste: es macht echt Spaß. Die zwei Stunden gingen um wie nix. Das wird definitiv wiederholt.

Auswahl für das nächste große Spiel das Juliana und ich zusammen lernen war am Wochende The Golden Ages und das erste Lernspiel haben wir hinter uns. War noch etwas holperig, das Spiel hat doch deutlich mehr bewegliche Teile als alles was wir bisher gespielt haben. Aber Spaß hat es gemacht und die Struktur ist durchaus logisch. Man muss nur an einiges beim Epochenwechsel denken. Alles in allem aber ein wirklich schönes Spiel mit einer Menge an Möglichkeiten und variablem Aufbau, das dürfte uns für eine gute Weile beschäftigen. Aber ich glaube Progress wird es nicht so schnell vom Thron stoßen.

Progress: Evolution of Technology hat sich in der letzten Zeit zum totallen Renner mit Juliana entwickelt. Wir haben es praktisch jeden Tag gespielt, in der Zeit in der ich Krank war sogar 2-3 mal am Tag. Und wir haben beide immer noch gewaltigen Spaß daran. Die Vorteile des Spiels sind vielfältig, aber abgesehen vom interessanten Thema sind für uns die Highlights, dass alle Aktionen Sinn machen im Kontext des Spielthemas. Karten die aufeinander aufbauen sind logisch verbunden (in dem meisten Fällen jedenfalls) und auch das was an Verbesserungen kommt, ist durchaus mit der Karte verbunden. Dazu kommt, dass die Karten selber keine Texte außer dem Namen haben - man muss nicht erst lange lesen um zu verstehen was passiert, alles ist mit klaren Symbolen gekennzeichnet. Dazu kommt dann auch noch, dass alle Kulturverbesserungen, die man sich erarbeitet, klar auf dem Spielerboard erkennbar sind. Genauso wie die Position in den Kulturbereichen (Prestige, Bevölkerungsentwicklung und Militär) auf dem Zusatzboard. Die verfügbaren Hilfsmittel sind leicht zu benutzen und zu verstehen. Alles das hilft dabei, dass man wirklich einfach locker spielen kann, ohne von Verständnisfragen (gerade bei Juliana durch die Sprachdifferenz entscheidend) aufgehalten zu werden. Obendrauf dann noch ein für uns wirklich spannendes Spielthema und schon ist unsere Abendunterhaltung gesichert. Wir sind mitlerweile bei 1-1,5 Stunden angelangt, allerdings spielen wir auch immer mit dem vierten Zeitalter. Meilensteine und Philosophen haben wir derzeit noch nicht mit ins Programm genommen, wird aber vielleicht doch bald mal interessant, aber bei 20 Spielen zusammen haben wir bis jetzt noch nicht das Gefühl, dass wir das Grundspiel ausgereizt hätten.

Why Twitter’s Dying (And What You Can Learn From It) — Bad Words — Medium ist ein interessanter Artikel über das, was der Autor als zentrales Problem sozialer Medien sieht, das von den Betreibern ignoriert wird: Missbrauch, oder (weil "abuse" sich nicht trivial pbersetzen lässt) das asoziale Verhalten vieler in diesen Medien, das die normalen Benutzer einfavh vertrei t und manches Netz zur reinen Selbstverkündungsmaschine für Presseorgane verkommen lässt. Wobei den hinteren Teil des Artikels, über die digitale Revolution, der ist dann docj etwas arg träumerisch.

The Lord of the Ice Garden hab ich über Spieleschmiede gefördert und erhalten. Und das Spiel ist eine optische Granate - tolle grafische Aufmachung und klasse Miniaturen. Dazu dann ein sehr interessantes Spiel und eine wirklich nicht triviale solo Variante, die tatsächlich einiges vom originalen Spiel erhält. Allerdings sehr weit oben im Komplexitätsgrad, das braucht schon noch mehr Runden, bis ich das wirklich voll verstanden habe um es jemandem zu erklären. Aber es bietet eine Kombination aus Worker-Placement und Area-Domination zusammen mit variablen Spielerfähigkeiten und Upgrademöglichkeiten wie ich es so noch nirgendwo gesehen habe. Absolut wow.

Holy Smokes, Per6 is officially out!

Quelle: The Night Larry Wall Unveiled Perl 6 | 10 Zen Monkeys