Artikel - 27.2.2005 - 17.3.2005

Onlinesysteme ohne Useability

Die Bahn sollte dringend die Programmierer des Online-Systems feuern. Ich hab heute mal wieder die Situation das eine Reservierung nicht erfüllt werden kann - natürlich wird das erst an allerletzter Stelle im Workflow der Buchung gemeldet. Das ist zwar ärgerlich, aber wäre noch zu verschmerzen - wenn nicht die einzigen Auswahlen die mir bleiben die folgenden sind:

  • Mit Reservierung buchen (was ja wahnsinnig viel Sinn macht, wenn die Reservierung nicht erfüllt werden kann)
  • Ohne Reservierung buchen (klar, wenn der Zug mit Reservierungen voll ist, buche ich den ohne Reservierungen ...)
  • Abbrechen

Und Abbrechen bei der Bahn heisst exakt das: abbrechen der Buchungsgeschichte. Zurück auf Los. Gehe nicht über vereinfachte Eingaben oder Zugverschiebungen. Nö, ich muss ganz von vorne anfangen. Um Festzustellen das der zweite Zug auch überbelegt ist.

Useability? Nix da. Kommt warscheinlich im Sprachschatz der Affen die diesen hirnlosen Buchungsschrotthaufen programmiert haben nicht vor ...

Dabei wäre es so einfach gewesen wenigstens "Zug früher" oder "Zug später" als Schaltflächen anzubieten, oder gar der Gipfel des Luxus: "suche einen Zug mit freien Plätzen", so das man vernünftig planen kann wann man fahren will.

The horror of software patents

The horror of software patents and Microsoft - guckt euch gut an, was wir dank Trotteln wie Clemens und Zypries demnächst in Europa zu erwarten haben. Ja, genau sowas würde laut Clemens auch bei uns durchgehen - Verfahren der Datenspeicherung sind ja eines der Beispiele die aus der Richtung immer mal wieder gebracht werden als etwas das schützenswert wäre, auch wenns bloss Algorithmus+Software ist. Ganz toll. Soviel zum Thema Interoperabilität. Aber wir Softwarepatent-Gegner sind ja alle völlig uninformiert und hysterisch und haben laut Clement ja keine Ahnung.

Unverständnis und Kritik nach Wolfowitz-Nominierung

Unverständnis und Kritik nach Wolfowitz-Nominierung - irgendwie passend. Einer der grössten US-Kriegshetzer wird als Kandidat für die Weltbankpräsidentschaft nominiert und wer sagt zu die "Kandidatur konstruktiv zu begleiten"? Der Industriekanzler. Aber seine Ablehnung des Irak-Krieges war natürlich kein bischen politisches Kalkül, nein, er hat das aus voller Überzeugung getan. Weswegen er dann ja auch Wolfowitz wohlwollend als Weltbankpräsident sieht - denn da kann er dann noch mehr und noch effizienter Schaden anrichten, ganz ohne das die USA wieder Truppen losschicken muss - und die Finger macht man sich bei Buchgeld ja auch nicht mehr schmutzig ...

Wahldebakel in Kiel

Wahldebakel in Kiel. Klasse, damit können wir dann Schleswig-Holstein von der Karte der Vernunft streichen. Egal wie das Hickhack ausgeht, wenn die eigenen Leute nichtmal bei der ersten entscheidenden Wahl hinter ihrer Chefin stehen, kann eine solche Regierung nicht funktionieren. Ist doch schön wie man sich drauf verlassen kann das in Zeiten der Not einem die Genossen in den Rücken fallen.

Besonders leid tut mir der SSW: sie haben sich viel Mist anhören müssen und viele Beschimpfungen aushalten dürfen dafür das sie das Modell mittragen wollten - und kriegen jetzt den Tritt in die Kniekehle. Und das der SSW zu den Verlierern gehören wird, wenn es zur grossen Koalition kommt, dürfte wohl klar sein.

Aktionsbündnis gegen Spam

Aktionsbündnis gegen Spam. Und dabei sind der eco Verband (ja, genau, die mit dem tollen Whitelist-Projekt das sicherstellen soll das die Werbung ihrer Mitglieder auch ja in deinen Postkorb ungestört von Providerfiltern landet) und die WBZ (ja, genau diejenige welche eleg.antville.org damals in 2003 abgemahnt hat wegen fehlendem Impressum). Äh - hey Bock, wie wärs mit dem Job als Gärtner?

Ok, vielleicht hat der Verbraucherzentrale Bundesverband da einen positiven Einfluss in der Geschichte, aber ich kann mir nicht vorstellen das dort so richtig was sinnvolles bei rauskommt ...

Clement kapiert Demokratie nicht

Anders kann man die Lügen um die Position des Wirtschaftsministerium zur Patentrichtlinie nicht interpretieren. Es gibt einen eindeutigen und von allen Fraktionen getragenen Beschluss des Bundestages. Aber das Wirtschaftsministerium scheisst auf die Meinung des Parlamentes wie auch der Experten.

Übrigens ist das angebrachte Beispiel von der "zeit und platzsparenden Speicherung von Daten" eines das genau die Probleme anzeigt: es gab immer wieder Probleme mit Patenten auf Kompressionsalgorithmen die Formate defakto versiegelten für die Nutzung in Open Source Programmen - was gerade der in aller Munde geführten Interoperabilität ein ziemliches Bein stellt. Microsoft bräuchte nur die XML-Formate einfach in einem eigenen binären XML-Format speichern und könnte so per Patent in Europa verhindern das Open Source Software die Dokumente liest.

Andere - ältere - Beispiele für genau dieses Problem sind die GIF-Speicherung und der LZW-Algorithmus. Beides hat massive Probleme bereitet bei der Interoperabilität und genau das steht uns mit der vorliegenden Richtlinie auch in Europa bevor.

Die Behauptung des Wirtschaftsministerium das da nichts zu befürchten wäre ist also nichts weiter als eine dumme und durchschaubare Lüge. Letzten Endes wird hier von der Bundesregierung den Branchenriesen in die Hände gespielt und das auf Kosten des Mittelstandes und auf Kosten der Open Source Software.

Mehr dazu wie üblich beim FFII.

Google mit eigenen Waffen schlagen

Mark Pilgrim hat mit Butler ein User-Script für Greasemonkey entwickelt das sich an die Google-Seiten (leider nur die google.com - mit den google.de tuts nicht) hängt und dort zum Beispiel Links einbaut, die auf andere Suchmaschinen verweisen, Google-Ads entfernt und ein bischen an der Typographie arbeitet.

Im Prinzip also sowas wie Autolinking, geht funktional aber weit darüber hinaus - man kann mit Greasemonkey mit kleinen Userscripten (in JavaScript, das muss dafür also aktiviert sein) die Unzulänglichkeiten reparieren. Und das macht Mark eben mit den Google Suchergebnisseiten

Es gibt ein ganzes Repository mit weiteren UserScripts für Greasemonkey. Besonders klasse finde ich das Script zur Erstellung von "persistent searches" in Google-Mail. Das integriert sich so gut in Google-Mail das man kaum merkt das es garnicht von Google stammt.

CherryFlow - Continuations in Python

CherryFlow ist ein Continuation-based Framework für Python und CherryPy. Damit lassen sich auch in Python continuation-basierte Webserver bauen. Das besondere: CherryFlow benutzt entweder Stackless' dumpable Generators oder StateSaver, eine kleine C-Erweiterung die es unter normalem Python erlaubt laufende Generatoren zu kopieren. Genau das was ich damals gesucht habe um meine Continuations für Python zu vervollständigen

Absprachen über Vorratsdatenspeicherung lösen Empörung aus

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heise online - Absprachen über Vorratsdatenspeicherung lösen Empörung aus

Laut eines Ergebnispapiers der Hinterzimmergespräche mit der Telekom, das heise online vorliegt, drängen die Ermittler und Geheimdienste auf eine Speicherdauer von 180 Tagen für IP-Adressen und Login-Daten, die Verbindungsdaten bei einem Festnetzgespräch sowie im Mobilfunkbereich überdies die Standortkennung sowie "gegebenenfalls Kartennummer (IMSI) oder Kennung der Endeinrichtung (IMEI)". Die Telekom soll sich bereit erklärt haben, die entsprechenden persönlichen Daten für diese Zeitlänge zu archivieren. Momentan speichert sie der Konzern 90 Tage. Entgegen der Vorgaben der Sicherheitsbehörden liebäugeln Schily und Zypries mit der einjährigen Lagerhaltung.

Na toll. Die Forderungen der Geheimdienste sind schon absurd ohne Ende - speziell bei Mobilfunk kommt das auf einer Dauerortung aller Mobilfunkteilnehmer raus - und Otto Orwell und die geballte Inkompetenz des Justizministeriums fordern sogar noch mehr. Tolle Demokratie, da fühl ich mich doch gleich ganz doll sicher bei so viel Überwachung

Urlaub für Mai gebucht ...

... es wird Flensburg. Und zwar zeitlich so gelegt, das wir die Flensburger Rum Regatta miterleben können.

Wird Zeit iChat rauszuwerfen

Und warum? Nunja, AOLs seltsame Benutzungsbedingungen für AIM erzwingen die Aufgabe jeglicher Rechte und jeglicher Privatsphäre in dem Daten die über das AIM-Netzwerk transportiert werden. O-Ton:

In addition, by posting Content on an AIM Product, you grant AOL, its parent, affiliates, subsidiaries, assigns, agents and licensees the irrevocable, perpetual, worldwide right to reproduce, display, perform, distribute, adapt and promote this Content in any medium. You waive any right to privacy. You waive any right to inspect or approve uses of the Content or to be compensated for any such uses.

Sorry, bitte was? Haben die ne Vollmeise? Diese Nutzungsbedingungen müssten eigentlich in Deutschland komplett illegal sein - ich glaube nicht das man sich durch einen Disclaimer von jeglicher Verantwortung und den Benutzer von jeglichen Rechten freisprechen kann ...

iChat basiert auf AIM als Transportnetzwerk. Daher das Subject. Wird Zeit mit Clients wie Fire zu arbeiten, bei denen man zum Beispiel auf Jabber ausweichen kann - ein Netzwerk von Servern die zum Einen nicht unter zentraler Kontrolle einer Firma stehen und zum Anderen leicht um einen eigenen Server erweitert werden können. Ausserdem ist das technische Protokoll besser ...

Der CCC betreibt auch einen Jabber-Server. Dort wurde das Thema AOL Nutzungsbedingungen auch aufgegriffen. Die Nutzung des Servers ist auch kostenlos und derzeit keine Änderung daran geplant. Ich bin also jetzt ab sofort per Instant Messaging unter hugo at jabber.ccc.de erreichbar, wenn ich denn erreichbar bin. Die von mir noch existierenden AIM und ICQ (gehört auch AOL!) Accounts werde ich wohl schliessen. Jabber-Accounts sind nun wirklich trivial verfügbar und es gibt keinen Grund mehr die veralteten und proprietären Protokolle zu verwenden. (Gefunden über Ted Leung)

Orwell mit Verspätung

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Pläne für EU-Beschluss: Bundesregierung will das gläserne Handy - nicht nur das Handy, auch eMail-Verbindungsdaten, SMS-Verbindungsdaten etc. sollen zentral gespeichert werden. Was für ein hahnebüchener Unsinn. Zum Einen ist es absurd diese Datenmengen anzulegen wenn nur ein winziger Bruchteil davon überhaupt relevant ist für die Behörden - zum Anderen ist es noch absurder das dieser ganze Mist von Steuergeldern und indirekt über die Belastung der Unternehmen vom Kunden getragen werden. Wir bezahlen für unsere eigene Ausspionage.

Es ist immer wieder erschreckend wie weit diese SPD-Regierung zu gehen bereit ist um die Paranoia Schilys und die Allmachtsphantasien von Geheimdiensten und einigen Teilen der Strafverfolgungsbehörden zu erfüllen.

Es wird Zeit Projekte wie tor, pgp und ähnlich gelagerte Dienste und Kombinationen darauf (wie wäre es mit Internet-Telefonie über tor, verschlüsselt und signiert mit PGP-Keys?) stärker zu propagieren. Vor allem tor bekommt da wegen der Behinderung der Verbindungsanalyse eine wichtige Rolle. Diese Generalverdächtigung durch den Staat ist schlichtweg inakzeptabel.

Warum allerdings angeblich linke Politiker nicht aufhorchen wenn ihre Vorschläge Beifall von Prolethikern wie Beckstein bekommen ist mir ein dauerhaftes Rätsel. Wo bleiben die ach so besorgten Leute, die sich für die Belange der Bürger einsetzen wollten? Wo stellen sich diese gegen die Hardliner-Richtung von Schily und Konsorten?

Zypries will DNA-Tests ausweiten

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Zypries will DNA-Tests ausweiten

Außerdem wolle Zypries den so genannten Richtervorbehalt einschränken: Bei anonymen Tatortspuren und bei Einwilligung eines Verdächtigen in den Test müsste dann keine richterliche Anordnung mehr vorliegen.

Nicht nur das nach dem Entwurf auch ein wiederholter Einbrecher in der Genkartei landen kann - jedenfalls wenn die Polizei meint er könnte ja auch mal mehr machen als nur Einbrüche (und um die Daten zu sichern verdächtigen wir halt einfach mal jeden) - auch die letzte Hürde, nämlich der richterliche Beschluss, wird einfach ausgehebelt.

Otto Orwell arbeitet an 1984 und die geballte Inkompetenz des Justizminiseriums am Polizeistaat. Ich hab zwar mal gelernt das Innenministerium für Polizei und Justizministerium für Gerichte zuständig ist und eigentlich die Gewaltenteilung zwischen Executive und Judikative sich auch in diesen Ministerien wiederspiegeln solle, aber das war wohl nur ein Gerücht ...

Bei der Demontage des freiheitlichen Anteils an unserer Demokratie arbeiten beide jedenfalls Hand in Hand - effizienter als jede Unionsregierung. Und die Opposition lacht sich ob der Dummheit der Regierung ins Fäustchen - machen die doch all die Sachen die sich eine Unionsregierung nicht getraut hätte, da sie um die Wiederwahl hätte fürchten müssen ...

Poly/ML Home Page

Poly/ML ist eine sehr schnelle Implementation von Standard ML 97. Interessante Besonderheit (abgesehen von der Performance): das System orientiert sich weitaus stärker an Lisp-Systemen als an klassischen Kommandozeilencompilern. Man hat eine interaktive Arbeitsumgebung und ein Image das automatisch bei Beenden der Session gespeichert wird und somit alle Definitionen beim nächsten Lauf wieder verfügbar macht.

Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist einfach das man sich sein System im Laufe der Zeit immer besser anpasst an die eigenen Bedürfnisse. Zusammen mit dem FFI und externen Libraries kann man sich so nach und nach eine schöne Umgebung zusammenstellen die genau für die anvisierten Ziele optimiert ist. Ausserdem spart man sich oft extra Objekt-Datenbanken: man speichert Werte (bzw. im Falle von ML dann Strukturen) einfach im Image und behält sie dort.

Dadurch das Poly/ML das Image einfach mittels mmap in den Adressraum hängt und nicht erst liest und später wieder schreibt ist das ganze auch recht fix - bei Image-Systemen stört ja häufig der Systemstart.

Oh, und Poly/ML läuft übrigens problemlos unter OS X ...

Die Geschwindigkeit des Compilers setzt sich leider im generierten Code nicht unbedingt fort, wie man aus diesem Vergleich sehen kann. Aber ähnlich wie bei OpenMCL ist die schnelle Umgebung gerade beim Prototyping durchaus von Vorteil. Man kann ja hinterher einen Compiler ansetzen der zwar länger braucht, aber dafür dann besser optimierten Code ausspuckt wie MLTon.

Ruby stuff for Macs

Ruby stuff for Macs ist ein fertiges DMG für sowohl Panther als auch Jaguar mit fertigem Ruby 1.8.2 und diversen Erweiterungen (unter anderem Rails und Rubygems!). Leider ist das 10.2 DMG kaputt - ich hab den Autor mal angeschrieben.

Man kann natürlich auch Ruby selber kompilieren, sonderlich kompliziert ist das nicht. Für OS X gibts das auch in den DarwinPorts. Nur zickt da der Port unter 10.2 rum und kann nicht sauber kompiliert werden. Irgendwas im iconv-Modul - Syntaxfehler.

Irgendwie mag mein System heute kein Ruby

Update: jetzt funktioniert das Paket.

The fate of reduce() in Python 3000

The fate of reduce() in Python 3000 - tja, dann wird es wohl wirklich Zeit für mich die Sprache zu wechseln. Denn wer so blöd ist sich von Lisp-Wurzeln zu lösen wird nichts weiter schaffen als die mächtigeren Möglichkeiten mit primitiven Mitteln nachzubauen. Ruby sieht auch sehr brauchbar aus und so langsam gewöhne ich mich an die Syntax ...

Anonyme Funktionen (lambda in Python, Blöcke in Ruby oder Smalltalk) sind weitaus mehr als nur obskure Lisp-Überbleibsel. Ich hab viele Programmstücke die genau davon leben das ich Codeblöcke anonym durchreichen kann - letzten Endes dient das dazu seine eigenen Programmstrukturen zu schreiben. In Smalltalk und ähnlichen Sprachen (und in gewissem Sinne auch in Ruby) kann man darüber eine Sprache selber erweitern und entwickeln - was gerade einer der Stärken von Lisp und seinen Freunden ist (und deshalb ja auch in Smalltalk und seinen Freunden sich wiederfindet - die Smalltalk-Entwickler hatten eine Menge Lisp-Know-How).

Sprachen die sich an der Stelle selber kastrieren und meinen das Iteratoren und List-Comprehension (im Prinzip nichts weiter als verkürzt geschriebene Schleifen) wirklich ein brauchbarer Ersatz dafür sind sich eigene Kontrollstrukturen und eigene Sprachmittel programmieren zu können sind für mich mitlerweile völlig uninteressant geworden. Ich mag keine Sprachdesigner die meinen schlauer als der spätere Programmierer zu sein und denen ein Sprachkorsett aufzwingen wollen.

UnCommon Web Tutorial

Der Artikel hyper-cliki : Web/Continuation beschreibt wie man mit dem Continuation-basierten Webframework UnCommon Web in Common Lisp Webanwendungen schreibt. Sehr interessant, da Common Lisp selber ja bei Continuations deutlich mehr gehandicaped ist als Scheme - in Scheme sind Continuations per Standard first-class Objekte, in Common Lisp nicht.

Continuation-basierte Webserver haben den Vorteil das der eigentliche Code sehr ähnlich klassischen Anwendungen strukturiert werden kann. Man muss sich viel weniger auf das Event-Modell der klassischen Webprogrammierung einlassen und hat viel seltener mit expliziten Session-Konstrukten zu tun, weil die Session bei einem continuation-basierten Websystem implizit ist.

Continuation-basierte Web-Frameworks gibt es für folgende Sprachen:

  • [Smalltalk][1]
  • [Common Lisp][2]
  • [Scheme][3] (leider kein direkter Link auf den Webserver selber)
  • [SISC Scheme][4]
  • [Ruby][5] gleich [zweimal][6]
  • [Python (über CherryPy und entweder Stackless oder StateSaver)][7]

Sicherlich gibt es noch mehr, aber das sind die die ich auf die Schnelle finden konnte.

Abzockstar Laurenz Meyer

400.000 Euro Abfindung für Laurenz Meyer - wow, ja, sicherlich waren das sehr schwere Verhandlungen in denen er sich noch mal eben 400000 Euro eingesackt hat. Da verzichtet er sicher auch gerne auf die 80000 Euro, die er ja eh den SOS Kinderdörfern spenden wollte. So zockt man richtig ab - Meyer machts vor.

Da bin ich ja mal gespannt ob wenigstens RWE zu ihrem Wort stehen und überweisen ...

Übrigens: guckt mal was bei Google kommt, wenn man nach Laurenz Meyer sucht. Und ich denke das kann noch ein bischen "hübscher" werden

Teufelsgrinsen

CherryOS verletzt die GPL

Pro-Linux News: CherryOS verletzt die GPL:

Seit dem Erscheinen des kommerziellen Emulators ist das freie Projekt nun damit beschäftigt, Vergleiche der Codebasis von CherryOS und PearPC anzustellen. Dabei ist man im Projekt mittlerweile zu 100% sicher, so ein Programmierer gegenüber Golem.de, dass der Hersteller den Code der freien Projekte auf widerrechtliche Weise nutzt.

Wieder ein Laden der glaubt sich ungestraft an GPL-Software vergreifen zu können. Was ist so schwer daran sich einfach mal an Lizenzen zu halten? Nur weil etwas Freie Software ist heisst das nicht, das es keine Bedingungen zur Nutzung gibt ...

Iridient Digital - RAW Developer

Iridient Digital - RAW Developer - wow. Ich bin begeistert. Ich hab mir ja schon viele RAW-Photoediting Software angeguckt. Aber der RAW Developer ist absolut genial. Eine recht schlanke Oberfläche, sinnvolle Features und rattenschnell.

Bisher bin ich bei nahezu jeder Software ausser der Canon-Software über ein bestimmtes Bild meiner Sammlung gestolpert - das wurde von allen falsch dargestellt, völlig verschobene Grüntöne (eher alles Gelb statt Grün). Mit dem RAW Developer klappts - und die Ergebnisse sehen ähnlich gut aus wie mit der Standardsoftware von Canon. Aber die Bedienung ist wesentlich flotter.

Ausserdem sehr nett: im Gegensatz zur Canon-Software kann man per AppleEvent dem Programm eine Reihe von markierten Bildern übergeben - der RAW Developer integriert sich also absolut komfortabel in iView Media Pro. Sehr viel besser als die Canon-Software, die dann immer nur den paassenden Ordner anzeigte, aber nicht direkt nur die gewählten Bilder.

Zusätzlich hat es den Vorteil, das es die einzige Software bisher ist die ich gefunden habe die mit den alten Kodak DCS RAW Bildern klarkommt - alle anderen konnten zwar die neueren RAW-Formate von Kodak lesen, aber nicht die alten - und die hab ich ja nunmal von meinem recht kurzen Intermezzo mit der DCS 520 noch auf der Platte liegen.

65 Euro ist nicht wenig Geld (zumal für ein reines Hilfsmittel), aber wenn man viel mit RAW Bildern macht und womöglich mit verschiedenen Kameras, dann lohnt sich die Investition meiner Meinung nach. Denn man braucht nicht ständig mit verschiedenen Programmen rumspielen und die Geschwindigkeit ist einfach klasse - und auch wenn es bei mir nur Hobby ist, langsame Software nervt doch schon.

Perverse Geschmacksverirrungen

Bullock schmuggelt Nürnberger Würstchen:

Weihnachten feiern wir immer traditionell nach deutschem Brauch. Dann gibt's bei uns Bratwürste mit Sauerkraut und Gurkensalat. Deshalb verschicken unsere Geheimquellen bereits einen Monat vorher die Pakete mit den Nürnberger Bratwürsten. Erstaunlicherweise kommen die auch immer an.

Hallo, was bitte? Seit wann ist traditionell deutsches Weihnachtsessen Bratwürste mit Sauerkraut und Gurkensalat? Ich mein, Bratwurst mit Sauerkraut war bei uns ein Allerweltsessen und so pervers dazu dann noch Gurkensalat zu essen kann doch wirklich nur ein Ami sein ...

Musikindustrie und ihr angebliches Interesse für Musikerrechte

Musikindustrie will Schutzfrist von 95 Jahren für Tonträger und begründet das damit, das Musiker ihr Leben lang an den Rechten an ihrer Musik verdienen sollen. Ziemlich kackendreist, wenn genau die Musikindustrie es ist die am meisten an den Rechten abzockt und die Musiker - wenn überhaupt - nur kleine Beiträge erhalten. Es geht der Musikindustrie doch überhaupt nicht um die Musiker, die sind denen völlig egal. Es geht denen einzig um ihre eigenen Einnahmen die sie vergrössern wollen ohne dafür auch nur einen Furz an Leistung zu erbringen.

Was dahinter steckt kann man sich denken wenn man anguckt wann die alten Kamellen produziert wurden von denen die Musikindustrie immer noch massiv lebt, weil sie unfähig ist etwas zu produzieren das auch nur minimal über Eintagsfliegen hinaus geht. Denn die Urheberrechte an Musik mancher 60er- und 70er-Jahre-Band laufen in absehbarer Zeit aus - und da müssten die Herren in den Chefetagen ja glatt mal Risiken eingehen und neue Bands unterstützen um auch in Zukunft noch Geschäft zu haben das nennenswert ist.

Man kann eben nicht ewig von den Songs der Beatles oder der Stones leben ...

Was die Harvard Business School unter Hacking versteht

Ist laut Philip Greenspun's Weblog recht bansal: das Ändern einer URL um auf eigentlich gesperrte Daten zuzugreifen. Nicht der Lieferant wird gefeuert, weil er unfähig ist und das System schlecht abgesichert hat - sondern die HBS-Applikanten die diesen "Hack" benutzt haben um sich vor dem offziellen Termin ihren Status anzugucken werden jetzt nicht zur HBS angenommen. Wegen Ändern einer URL. Nunja, bestätigt all meine Vorurteile von Wirtschafts-Unis

Armut ist weiblich

In der jungen Welt: Armut ist weiblich. Anlässlich des Weltfrauentages eine Erinnerung daran, das die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft beileibe nicht erfüllt oder gar abgeschlossen ist - im Gegenteil, der aktuelle Sozialabbau in Deutschland trifft ganz besonders Frauen. Sicherlich werden jetzt die Politiker wieder haufenweise tolle Gründe finden warum wir uns das alles nur einbilden.

Übrigens, für die nächste Wahl könnte man ja auch mal schauen was die entsprechenden Parteien zum Thema Gleichstellung der Frau zu sagen haben ...

Social Software und un-Social Behaviour

Mal wieder tickt ein Social-Software-Hersteller aus: Technorati censoring employee blogs? - klar, ein Mitarbeiter kann unter Umständen einem Unternehmen schaden wenn er negativ sich über das Unternehmen oder das Business äussert. Das ist ein Grund warum auf meinem Weblog nichts über meinen Arbeitgeber zu finden ist und nichts über unsere Kunden - man muss halt Grenzen ziehen. Aber würde ich hinnehmen, wenn mein Arbeitgeber mir vorschreiben will was ich zu denken habe? Wenn ich nicht mehr negativ über den Unfug der IT-Industrie berichten dürfte, weil mein Arbeitgeber in der Branche ist? Ich glaube nicht - das geht deutlich zu weit.

Auch als Mitarbeiter eines Unternehmens muss es einem erlaubt sein seine Meinung frei zu äussern - im Rahmen dessen was gesetzlich erlaubt ist, natürlich. Ich bin letztens noch in einer Diskussion als Deutscher beschimpft worden, weil wir ja garnicht wüssten was freie Meinungsäußerung ist - wir wären ja alle zensiert und reglementiert und hirngewaschen. Und dann lese ich aus dem Land der unbegrenzten Idiotie wie freie Meinungsäusserung dort mit den Füssen getreten wird, in den Knast fliegt oder gefeuert wird. Komische Vorstellung von freier Meinungsäußerung. Und wenn ich mir die Reaktion des Bloggers durchlese - wer ist da eigentlich hirngewaschen worden?

Was für ein Licht das auf Hersteller sogenannter Social-Software wirft, ist ein ganz anderes Thema. Es ist ja nicht das erste Mal das so ein Unternehmen extrem negativ auffällt ( friendster fällt mir da spontan ein) - Kommunikation scheint für die Kommunikationsexperten eine schreckliche Bedrohung zu sein.

Wladimir Kaminer über Einreise nach Deutschland

Wladimir Kaminer: Ein Vorschlag zur Güte - wirres, konsequent alles falsch beschreibt die Situation bei Einreisen. Mit dem Thema (Einreise nach Deutschland, Visabeantragung etc.) hat Juttas Bruder vor einigen Jahren in HH auch Kontakt gehabt. Seine Frau (Thailänderin) hat zwei Kinder in die Ehe mitgebracht. Ein drittes haben sie gemeinsam. Von den zwei Kindern aus erster Ehe konnte sie nur das jüngere Mädchen nach Deutschland holen - auf den Jungen (zum Zeitpunkt der Beantragung unter 16!) musste sie verzichten um wenigstens die Tochter in Deutschland zu haben. Kann sich jemand vorstellen was das für eine Mutter bedeutet?

Sorry, aber all die Politiker die rumschreien wie gefährlich und schlecht all die Leute sind die Visa beantragen sollte man mal aus dem Land werfen und ihnen den deutschen Pass wegnehmen. Und dann sollen die mal versuchen über unsere tollen Botschaften und Konsulate ins Land zurückzukommen ...

EU-Ministerrat für Kompromiss zu Software-Patenten

Unfassbar - trotz der Widerstände diverser Länderparlamente und des klaren Votums des EU-Parlaments wurde die Softwarepatentsdirektive heute durchgewunken. Und dann wundert sich dieses korrupte und verlogene Pack darüber, das Bürger die Politik nicht mehr ernst nehmen, wenn sie so die Demokratie mit Füssen treten.

Zum Kotzen, Herr Clement, wie sie die klare Aufforderung des Bundestages ignorieren und mit Füssen treten. Zum Kotzen wie sie mit ihrer Arroganz meinen dem Wirtschaftsstandort mehr Schaden zufügen zu müssen als 16 Jahre Kohl-Regierung zustande gebracht haben. Zum Kotzen, wie sie mit ihrer Dummheit einen weiteren Nagel in den Sarg der europäischen IT-Industrie schlagen - nur um irgendwelchen Multinationalen Grosskonzernen in den Arsch zu kriechen, die sowieso keine Arbeitsplätze schaffen werden.

zorniges Gesicht

Münchner Landgericht verbietet Link auf Kopiersoftware-Hersteller

Münchner Landgericht verbietet Link auf Kopiersoftware-Hersteller - und Heise feiert das als wichtigen Teilerfolg. Dabei sind vom Gericht nur die völlig absurden Forderungen abgelehnt worden - aber der Link selber muss weg. Gut, man mag ja schon froh sein wenn nicht alle noch so hahnebüchenen Forderungen der Musikindustrie entsprochen wird, aber das Links auf Hersteller illegal sind ist immer noch eine grosse Idiotie. Denn damit ist weiterhin Tür und Tor geöffnet für Link-Abmahner - und auch wenn es nett für den Heise-Verlag ist, das jede Seite ihre Gerichtskosten selber trägt, für den normalen Webworker ist das nicht realistisch - kaum einer hat das Geld um die Kosten eines solchen Verfahrens (und womöglich noch durch mehrere Instanzen) zu bezahlen.

Top Level Domain .at hat keinen zwingenden Bezug zu Österreich

Top Level Domain .at hat keinen zwingenden Bezug zu Österreich - weil deutsche Richter das so meinen. Ausser man wohnt in der Schweiz - dann sind die Richter anderer Meinung. Dieser ganze Unfug mit dem Namensrecht ist doch einfach nur noch lächerlich - Willkür wäre ja fast noch eine verlässliche Alternative gegen die ganzen Urteile die hier in Europa dazu gefallen sind.

Eine ähnlich absurde Begründung - das eine Toplevel-Domain nicht für ein Land stünde - wurde ja auch bei .ag gebracht. Dort haben die Richter sich sogar erdreistet festzulegen das nur eine AG Anrecht auf eine Domain unter .ag hätte.

grsecurity installieren

Ich hab früher schon mal mit grsecurity gespielt, aber die Installation war etwas hakelig - vor allem wusste man nicht was man wie konfigurieren sollte als Start und wie eine vernünftige rule-based Security anfangen sollte - das ganze war damals eher ein trial-and-error-Gehopse als eine verständliche Installation. Für eine Security-Lösung für ein Betriebssystem ist es aber eher negativ wenn man nicht das Gefühl bekommt zu verstehen was dort passiert.

Mit den aktuellen Versionen von grsecurity hat sich das allerdings weitestgehend geändert. Zum Einen laufen die Patches völlig problemlos in den Kernel rein, zum Anderen gibt es zwei wesentliche Features die den Einstieg leichter machen: einen Quick Guide und RBACK Full System Learning.

Der Quick Guide liefert eine kurze und knappe Installationsanleitung für grsecurity mit einer Startkonfiguration für die ganzen Optionen die schon eine recht gute Basis bietet und problematische Optionen (die manchen Systemdienst ausgrenzen könnten) ausschliesst. Dadurch kriegt man eine grsecurity-Installation hin die eine Menge Schutz bietet, aber normalerweise nicht mit üblichen Systemdiensten in Konflikt gerät. Das ist besonders wichtig für Leute mit Root-Servern - eine falsche Grundkonfiguration könnte sie selber aus dem System aussperren und damit das System unbenutzbar und zum Servicefall machen.

Richtig nett ist aber das Full System Learning: hier wird die RBAC-Engine in ein Logging-System umgewandelt und mitprotokolliert welche Benutzer was ausführen und was für Rechte dafür von Nöten sind. Gesteuert wird das ganze noch durch entsprechende Basisconfigs die verschiedene Systembereiche unterschiedlich einstufen (z.B. sicherstellen das der Benutzer auf alles in seinem Home zugreifen kann, aber nicht zwingend auf alles in diversen Systemverzeichnissen). Man lässt das System einfach ein paar Tage laufen (um auch Cron-Jobs mitzubekommen) und lässt daraus dann eine Startkonfiguration für RBAC erzeugen. Die kann man dann natürlich noch finetunen (sollte man auch später machen - aber als Start ist das schon ganz brauchbar).

RBAC ist im Prinzip eine zweite Sicherheits/Rechte-Schicht oberhalb der klassischen user/group Mechanismen von Linux. Der Root-Benutzer hat also nicht automatisch alle Rechte und Zugriffe auf alle Bereiche. Statt dessen muss ein Benutzer sich parallel zu seiner normalen Anmeldung (die bei Systemdiensten ja implizit durch den Systemstart geschieht!) noch an das RBAC-Subsystem anmelden. Dort werden Regeln hinterlegt die beschreiben wie verschiedene Rollen im System verschiedene Zugriffserlaubnis haben.

Der Vorteil: auch automatisch gestartete Systemdiensten dürfen eben nur auf das zugreifen was in der RBAC-Konfiguration vorgesehen ist - selbst wenn sie unter root-Rechten laufen. Sie haben nur eingeschränkte Fähigkeiten im System bis sie sich am RBAC Subsystem anmelden - dazu ist aber bei den höheren Rollen in der Regel eine manuelle Passworteingabe nötig. Angreifer von aussen können also zwar die von RBAC eingeschränkten Benutzerrechte erlangen, in der Regel aber nicht auf die höheren Rollen hochkommen und daher nicht so weit in das System eingreifen wie es ohne RBAC möglich wäre.

Der Nachteil (sollte man nicht verschweigen): RBAC ist komplex. Und kompliziert. Macht man was falsch, ist das System gesperrt - bei Rootservern die irgendwo draussen im Netz stehen ziemlich lästig. Man sollte also immer Fallback-Strategien haben, damit man ein blockiertes System noch erreichen kann. Zum Beispiel nach Änderungen der RBACs die automatische Aktivierung beim Systemstart auskommentieren, so das bei Problemen ein Reboot das System in einen offeneren Zustand versetzt. Oder einen Notzugang haben, über den man auch ein blockiertes System noch einigermaßen administrieren kann. Generell gilt wie bei allen komplexen Systemen: Pfoten weg wenn man nicht weiss was man tut.

Zusätzlich zu dem sehr mächtigen RBAC bietet grsecurity noch eine ganze Reihe weiterer Mechanismen. Der zweite grosse Block ist pax(wichtig: hier muss eine aktuelle Version benutzt werden, in allen älteren ist ein böses Sicherheitsloch) - ein Subsystem das Bufferoverflow-Attacken einschränkt in dem es Speicherblöcken die Ausführbarkeit und/oder die Schreibbarkeit entzieht. Vor allem wichtig für den Stack, da gerade dort die meissten Buffer-Overflows ansetzen. Pax sorgt dafür, das beschreibbare Bereiche nicht gleichzeitig ausführbar sind.

Ein dritter grösserer Block ist die bessere Absicherung von chroot-Jails. Die klassischen Möglichkeiten für Prozesse aus einem chroot-Jail auszubrechen sind nicht mehr gegeben, da viele dafür nötige Funktionen in einem chroot Jail einfach deaktiviert sind. Gerade für Admins die ihre Dienste in chroot-Jails laufen lassen bietet grsecurity wichtige Hilfsmittel, da eben diese chroot-Jails nur sehr umständlich wirklich ausbruchsicher hinzubekommen waren.

Der Rest von grsecurity befasst sich mit einer ganzen Sammlung von kleineren Patches und Änderungen im System, viele beschäftigen sich mit besserer Randomization von Ports/Sockets/Pids und anderen System-IDs. Dadurch werden Angriffe schwieriger, weil das Verhalten des Systems weniger vorhersagbar ist - besonders wichtig bei diversen local exploits, bei denen zum Beispiel die Kenntniss der PID eines Prozesses dazu genutzt wird um Zugriffe auf Bereiche zu erlangen, die über die PID identifiziert werden (Speicherbereiche, temporäre Files etc.). Auch die Sichtbarkeit von Systemprozessen wird eingeschränkt - normale Benutzer bekommen einfach keinen Zugriff auf die gesamte Prozessliste und werden auch im /proc Filesystem eingeschränkt - und können deshalb nicht so leicht laufende Systemprozesse angreifen.

Eine komplette Liste der Features von grsecurity ist online.

Alles in allem bietet grsecurity eine sehr sinnvolle Zusammenstellung von Sicherheitspatches die jedem Betreiber eines Servers ans Herz gelegt werden sollte - die Möglichkeit von Remote Exploits wird drastisch eingeschränkt und auch die lokale Systemsicherheit durch die RBAC deutlich aufgewertet. Es gibt bei der doch recht einfachen Implementierung des grsecurity-Patches in ein bestehendes System (einfach den Kernel patchen und neu installieren, booten, lernen, aktivieren - fertig) keinen Grund den Patch nicht zum Beispiel auf Rootservern standardmäßig zu nutzen. Eigentlich sollte ein Security-Patch genauso zur Systemeinrichtung gehören wie eine Backupstrategie.

Jetzt wärs natürlich noch schöner wenn die eigentliche Dokumentation des Systems etwas grösser als die man-Pages und ein paar Whitepapers wäre - und vor allem auf aktuellem Stand wäre. Das ist noch immer ein echtes Manko, weil eben das richtige Gefühl das System verstanden zu haben sich ohne qualifizierte Dokumentation nicht so recht einstellen will ...

How to setup WebObjects 5.1 on Linux

How to setup WebObjects 5.1 on Linux beschreibt wie man WebObjects (das Original von Apple) unter Linux zum Laufen kriegt - wegen der Java-Basis der 5er-Versionen ist das ja mitlerweile deutlich problemloser geworden. Wobei mich natürlich die Objective-C Version noch weitaus mehr für Linux interessiert hätte - Java ist auf Linux nunmal nicht der grosse Überflieger was Performance angeht ...

Nunja, für die Objective-C-Version kann man auch gut auf SOPE( ich berichtete) zurückgreifen, es ist ja in vielen Bereichen kompatibel. Für den Einsatz von XCode gibt es ja auch Projekttemplates, so das man ähnlichen Komfort bei der Entwicklung geboten bekommt. Ich muss mal probieren wie das mit ProjectBuilder aussieht.

OpenACS

OpenACS ist eine immer wieder gerne übersehene Web-Applikations-Plattform die auf dem AOLServer und PostgreSQL basiert.

OpenACS liefert auch gleich noch einen ganzen Satz von fertigen Modulen mit - getreu seinem Namen als Ars Digita Community System bietet es einen ganzen Stall von fertigen Anwendungen. Ein komplettes CMS ist auch dabei. Und das ganze ist teilweise schon mehrere Jahre alt - aus Zeiten als andere CMS-Projekte noch davon träumten erdacht zu werden.

Der AOLServer ist ein multithreaded Webserver der TCL als Scriptingsprache einsetzt so wie man Apache oft mit PHP kombiniert. Allerdings ist der AOLServer sehr schnell und erstaunlich resourcenschonend. Das Teil heisst übrigens mit gutem Grund so: grössere Teile von AOL laufen auf dem Server und er stammt von dort. Taugt trotzdem was

Alles in allem ein spannender Oldtimer mit interessanten Features und - bedingt durch das Alter - einer recht guten Dokumentation. Aber auch einigen Warzen und Ecken die mitlerweile vielleicht etwas seltsam anmuten. Man muss dabei eben bedenken das zu Zeiten als ACS entwickelt wurde die Definition von CMS erst im Entstehen war.

Softwarepatente: Die Zeichen stehen auf Neuverhandlung im EU-Rat

Softwarepatente: Die Zeichen stehen auf Neuverhandlung im EU-Rat

Der Plan der Kommission, die Richtlinie entsprechend den Lobbyingbemühungen insbesondere großer Marktgiganten möglichst rasch durchzudrücken, dürfte mit dem Ausscheren der Dänen im Rat zum Scheitern verurteilt sein. Denn eine Mehrheit, die für die Beibehaltung der Richtlinie als A-Punkt votieren könnte, würde angesichts des zu erwartenden Nachziehens zahlreicher anderer Länder nicht mehr existieren.

Ich glaubs ja erst wenn dieser Zirkus wirklich neu verhandelt wird dran.

Backup mit halben Daten?

Beim Schockwellenreiter gefunden, angeguckt und gleich wieder als Unfug abgelegt: Substance Softwares Phew. Grund? Dieser:

NOTE: Phew currently doesn't backup the resource portion of files. In short you may find incomplete files on your backups (text clippings for example). This probably won't effect 99% of most peoples data but please check critical files after a backup to make sure.

Das sind nicht nur seltene Dateien, die davon betroffen sind. Alle Applikationen die das Carbon API benutzen und nicht in Bundles daher kommen oder in Bundles speichern brauchen den Resource Fork. Mit der Backup-Software kann man also nicht mal eine ganze Reihe von Carbon Applikationen sichern, da deren Resource Fork flöten geht - und in dem steht der ganze Code des Programms.

Sorry, Leute, aber ohne das dieses Problem behoben wird macht es keinen Sinn das zu benutzen. Da bleib ich lieber bei psync und psyncX, das ist zwar eine recht primitive Oberfläche, aber dafür ist eine Sicherung auf eine externe Platte nicht nur vollständig, sondern sogar komplett und direkt bootfähig. Und die sind nicht nur kostenlos, sondern auch noch Open Source.

Ekelerregend

Wie Johnny vom Spreeblick finde ich das Gebahren der Unionspolitiker mit ihrem tollen "Brief" an die Regierung einfach nur Ekelerregend. Wenn man sich die aufgeführten Punkte mal anguckt ist es sowieso wieder nur heisse Luft und nix dahinterr. Geschwätz. Zum Teil auch noch Geschwätz das mit dem eigentlichen Problem garnichts zu tun hat - einfach nur die gleichen leeren Phrasen von Merkelnix und Stauber zusammengeschmissen und nochmal durchgekaut - ohne jeden Nährwert.

Kyocera to end camera production

Kyocera to end camera production - jetzt gibts also die erste Bestätigung aus Kyocera selber. Vielleicht wird es ja von jemandem weitergeführt, aber ob die Produktpalette dabei überleben wird ist eher fraglich - allenfalls der Name wird für andere von Interesse sein.

SKYRiX Object Publishing Environment

Das SKYRiX Object Publishing Environment ist eine freie Variante eines Web-Applikations-Framework nach dem Modell von WebObjects. Speziell unter dem Aspekt das WebObjects neuerdings von Objective-C nach Java wandert ist SOPE sehr spannend - denn es ist immer noch Objective-C durch und durch.

Ausserdem läuft es nicht nur unter OS X, sondern auch unter Linux. Und mir gefällt natürlich das es auf PostgreSQL baut und nicht auf diesem glorifizierten Karteikasten ...

Wär glatt mal wieder ein Grund meine etwas eingerosteten Objective-C Kenntnisse aufzufrischen. Allerdings ist die Dokumentation noch recht spartanisch - man soll aber auf die WebObjects-Dokumentation zurückgreifen können für viele Bereiche.

Für Debian Sarge gibts übrigens ein Repository mit fertigen Paketen für SOPE. Steht allerdings noch nicht auf deren Homepage, nur auf der Freshmeat-Projekt-Seite zu SOPE.

Es ist übrigens die Basis für OpenGroupware.org - ein Groupware-Baukasten (nach eigener Aussage der Entwickler). Und es gibt eine Live-CD mit der man das ganze Monster testen kann, ohne gross was zu installieren.

Kann mir mal jemand erklären wieso ich das Projekt bisher nie gesehen habe? Hab ich Tomaten auf den Augen? Strange ...

Eine Warnung an Leute die damit loslegen wollen (ich hab gerade alles kompiliert, installiert und angetestet): die Dokumentation zu SOPE selber als nicht existent zu bezeichnen wäre noch geschmeichelt

Als Tipp: eine WebObjects-Anwendung ist sozusagen ein kleiner Webserver in sich - man startet sie einfach und hängt den Apache mittels des mod_ngobjweb Moduls vor diesen kleinen Mini-Server und dann kann man auf die Elemente der Applikation zugreifen. Ist nicht gerade offensichtlich für jemanden der WebObjects nicht kennt ...

TB Quickmove und QuickFile

TB Quickmove 0.0.5a ist eine Thunderbird Extension mit der man häufig genutzten Zielordnern Hotkeys und Kontextmenüeinträge geben kann um Mitteilungen schnell dahin zu verschieben ohne Zieh-und-Plumps benutzen zu müssen.

QuickFile ist eine andere Extension die das gleiche macht.

Werd ich mir beides mal angucken, wäre genau das was ich brauche (gefunden beim photomatt)

Update: nach Ausprobieren hat sich leider herausgestellt, das beide unter OS X nicht brauchbar sind. Bei TB Quickmove kann man die Hotkeys nicht auswählen - der OK-Button tuts nicht. Und bei Quickfile kann man zwar den Hotkey auswählen, aber er funktioniert nicht - abgesehen davon das die Modifier für OS X nicht passen (was ist Accel, was Meta unter OS X?). Doof, das.

Aranha server monitor

Der freshmeat.net: Aranha server monitor klingt exakt wie das was ich unter Servermonitoring programmiert habe. Ich benutze allerdings nicht XML-RPC, sondern SOAP. Und ich hab das ganze nicht mit einer XUL Oberfläche, sondern mit einer Weboberfläche versehen. Und ich benutze kein Perl, sondern Python. Strange.

erstauntes Gesicht

Meins läuft übrigens schon seit Ewigkeiten in der Firma und versieht dort brav seinen Dienst bei der Überwachung unseres Serverzoos.

Gericht bestätigt Störerhaftung des Admin-C

Gericht bestätigt Störerhaftung des Admin-C - was damit dann ja wohl für den Syndikus ziemlich übel sein sollte, denn er ist ja bei vielen Dialerdomains als Admin-C eingetragen und bei dieser seltsamen Warez-Geschichte war er ja wohl auch irgendwie mit im Boot ...

Für Provider jedenfalls sollte das jetzt der letzte Anstoß sein nur noch grundsätzlich den Domaineigentümer in den Admin-C einzutragen - denn sonst kann das ganz böse schief gehen.

Kyocera Hamburg am Ende?

Jutta erzählte mir das gerade: laut photoscala hat Kycera Hamburg allen Mitarbeitern die Kündigung ausgesprochen. Gerüchte um einen Ausstieg Kyoceras aus der Fotosparte gibts ja schon seit einigen Wochen. Es wäre sehr schade, wenn der Name Contax aus der Kamerawelt verschwinden würde - ich verbinde mit Contax immer noch qualitativ hochwertiges Gerät mit dem kleinen Kick an Besonderem.

Für Besitzer einer Contax N1 ist das ganze natürlich ganz besonders bitter: das N-System ist erst vor wenigen Jahren eingeführt worden und bei weitem noch nicht vollständig ausgebaut - und bei den Hightech-Monstern ist auch der Service nicht mehr in jedem Feld-Wald-und-Wiesen Servicecenter leistbar. Schon mit meiner RTS III und der Vakuum-Andruckplatte wirds schwierg Service zu bekommen wenn bei der Kamera mal Probleme auftreten sollten.

Gut isoliert.

Ich bin gut isoliert. Kommt keine Kälte rein. Geht keine Wärme raus.

Haindling, "Achtung, Achtung"

Leer: Freilandforschung mit Knüppeltötung

Leer: Freilandforschung mit Knüppeltötung - zu angeblich wissenschaftlichen Forschungszwecken werden in Leer Rabenvögel totgeschlagen, weil man die Auswirkungen auf den Bestand an Bodenbrütern und Niederwild untersuchen will. Ja, die TH Hannover meint tatsächlich dazu Tiere in Mengen totschlagen zu müssen. Übrigens mit Fallen, die nicht nur Rabenvögel töten, sondern auch Greifvögel beim Fang schwer verletzen. Mag man auch meinen das Rabenvögel genug da wären, eine ganze Reihe von Greifvögeln sind im Bestand stark gefährdet.

Es gibt eben keine noch so bescheuerte Idee das sie nicht einem Menschen in den Sinn kommen könnte und andere sich vor so einen Karren spannen lassen.

Im verlinkten Beitrag gibt es noch weitere Links zu dem Thema, unter anderem auch eine Unterschriftenaktion gegen diesen Unfug.

Sind Überstunden Pflicht?

Würde das Frankfurter Urteil nicht mit dem Urteil vom EUGh kollidieren? Also müssten die Überstunden als Pflichtbestandteil nicht explizit im Vertrag erwähnt werden? Klar, bisher ist es nur ein EUGh Urteil, von daher natürlich nicht bindend solange nicht ein entsprechendes nationales Gesetz existiert. Aber irgendwie scheint es ja doch durchaus schon Eingang gefunden zu haben, wenn man sich die vielen Verweise auf dieses Thema in Google anguckt.

Und auch damit deckt sich das Urteil aus Frankfurt nicht. Oder die Süddeutsche hat vielleicht ein wichtiges Detail unterschlagen - denn nach Notfall oder aussergewöhnlicher betrieblicher Situation klingt diese Aktenüberführung nicht für mich. Und davon das der Mitarbeiter einen expliziten Hinweis auf die Überstundenpflicht gehabt hätte auch nicht.

Klar, ich bin kein Anwalt und daher wohl kaum geeignet die seltsamen Gedankengänge von Richtern und Anwälten nachzuvollziehen, nur irgendwie schwirrt mir eben das im Kopf rum was beim ARD Ratgeber steht - und das ist ziemlich das Gegenteil zu dem was im Urteil in Frankfurt laut Süddeutsche steht ...

Skidoo Too : Ruthsarian Layouts

Skidoo Too : Ruthsarian Layouts ist ein recht simples 3-Spalten-Layout mit einer flexiblen Mittelspalte. Das Besondere: die Reihenfolge des Sources ist so, das die mittlere Spalte zuerst kommt. Dadurch ist die Useability für Lynx-Benutzer besser, weil sie sofort an den Content kommen und nicht erst die Navigation überlesen müssen. Das Layout ist Public Domain.

Er hat auch auf der Seite noch ein weiteres Layout das zwei flexible Spalten hat und nur die linke Spalte fest vorgibt, gleiche Source-Reihenfolge.

Böötchen vs. Bötchen

Bei Google findet man für Böötchen 2250 Einträge, für Bötchen 6030. Wir müssen dringend was für den doppelten Umlaut tun. Scheiss auf die Meinung der Duden Redaktion.

Teufelsgrinsen

speed up WordPress l10n

New php-gettext, speed up WordPress l10n beschreibt zwei recht einfache Massnahmen um WordPress ein bischen Beine zu machen. Und zwar ist die gettext-Unterstützung suboptimal - was jeden Benutzer einer nicht-englischen WordPress-Installation betrifft. Mit gettext werden nämlich die Übersetzungen geladen. Mit den genannten Patches werden diese Bereiche deutlich beschleunigt, besonders gut natürlich auf Einzelseiten (wo die Anzahl der Datenbankzugriffe kleiner ist) zu sehen, aber auch z.B. bei meiner Homepage hat das ganze durchaus eine messbare Beschleunigung ergeben.

Staatliche Gen-Kontrolleure werben für Gen-Mais

Laut Report Mainz werben Staatliche Gen-Kontrolleure für Gen-Mais:

Nach Recherchen des ARD-Magazins beteiligte sich Buhk zudem im Jahr 2004 an der Organisation einer Großveranstaltung der deutschen Gentech-Firma Phytowelt GmbH. Buhk war vom Bundesgesundheitsministerium bereits 2002 "auf die Gefahr einer Interessenkollission" und auf seine "beamtenrechtlichen Pflichten" hingewiesen worden.

Das Thema Bock-zum-Gärtner hatten wir vor kurzem doch erst ...

Die Union und ihre angebliche Moral

Merkel: Fischer weiß, was zu tun ist - und wann lernt sie was sie zu tun hat? Nämlich mal einfach die Klappe zu halten? Dieses aufgebauschte Moralgestammel der Union ist einfach nur lächerlich. Wann hat je ein Unionsminister wegen eigener Verfehlungen irgendeinen Posten abgegeben? Ich mein jetzt ohne das die Staatsanwaltschaft schon vor der Tür stand. Mir fallen so spontan keine ein. Allenfalls welche die intern durch die Unions-Führungsquerelen geschasst wurden - was auch nicht wirklich zählt. Dieses alberne Rumgehopse als ob die Union plötzlich die Moral gepachtet hätte ist einfach nur noch absurd.

Ganz besonders absurd ist das, wenn man sich das Gehetze von Koch zur S.-H. Wahl anguckt. Das ist doch einfach nur noch widerlich. Mit genau solchen Brandreden und so einem lächerlichen Demokratieverständnis werden Wähler doch in die Arme der Rechten getrieben - schliesslich sind die kaum noch von einer Union unter Leuten wie Koch und seinen Gesinnungskollegen zu unterscheiden ...

Moralischen Anspruch erhält man nicht dadurch das man ihn für sich postuliert. Den erhält man vielleicht wenn man sich verkneift 20 Millionen an Schwarzgeldern unter dem Deckmantel von Spenden jüdischer Kriegsopfer ins Ausland zu verschieben und dann als Ausgleich gerade mal ein paar ältere Politiker ausbootet, die sowieso nur der eigenen Karriere im Weg standen ...