Artikel - 10.3.2006 - 27.6.2007

alte Domains raus

Ich hab mich mal entschieden mit diversen alten Projekten aufzuräumen, die nie irgendwohin geführt haben aber natürlich alle eine eigene Domain verpasst bekommen haben. Ziemlich albern, das ganze. Was rausgeflogen ist:

  • viele-bunte-bilder.de - das war das, was der Schockwellenreiter jetzt baut, eine einfach Gallerie-Software (in Django gebaut) mit RSS und so. Tats ganz gut, aber habe ich nie aktualisiert und nie irgendwelche Bilder reingepackt. Eventuell wird das ganze System unter einer anderen Adresse mal wiederbelebt, aber irgendwie hab ich keinen Bock auf Bilderwebsites bauen.
  • hugoesk.de - ein Fotoblog das ich mal angefangen und dann jahrelang sträflich vernachlässigt habe. Irgendwie sinnfrei nur für sowas eine eigene Domain zu haben.
  • ürl.de - don't ask. Ich fands halt komisch, damals. Jaja, ich bin ein Kindskopf. Und nein, das hatte nie richtige Inhalte.
  • whisky-and-whiskey.de - die hab ich so wenig benutzt, das selbst ich sie ständig vergessen habe. Und ganz ehrlich: wer braucht eine weitere Domain mit nicht aktualisierten Informationen zu Whisky?

Tja. Ich hab noch ein paar Kandidaten auf der Abschussliste, mal gucken ob noch etwas mehr beseitigt wird. Natürlich hängt man so an der einen oder anderen Adresse - zum Beispiel weiss ich noch nicht, ob ich leicaesk.de auch beseitige. Änderungen habe ich dort schon ewig nicht mehr hochgeladen und auch wenn ich meine Leica liebe, das Scannen von Negativen hasse ich.

Irgendwo ist dieses alberne Domainhamstern sinnfrei - man kann auch einfach Unteradressen unter einer Domain machen und das ganze Zeugs ordentlich verlinken. Macht wesentlich mehr Sinn auf die Art (z.B. hab ich statt hugoesk.de auch Bilder in rfc1437.de drin - also was soll der Quatsch?).

Für jemaden wie mich der noch immer seine allererste Homepage online hat (oh shit, das Teil ist 10 Jahre alt), ist das ganze schon ein ziemlich revolutionärer Schritt Daten im Web zu vernichten ...

Und die Nationalbibliothek kann mich wegen der Domains mal am pixeligen Allerwertesten - oder kann einfach archive.org benutzen, wie jeder andere auch.

Internet Verbindungen auf dem Mac

Hat jemand eine Idee, wie man die Internet Verbindungen auf dem Mac in der Nutzung priorisieren kann? Ich meine nicht die Kabelverbindungen, die unter der Netzwerksteuerung in den Systemeinstellungen bearbeitet werden. Ich meine die Modem-Verbindungen. Ich hab mein Handy für Bluetooth eingetragen und für USB-Nutzung. Zusätzlich hab ich ein USB UMTS Modem. Jetzt zeigt mir der Modemstatus mit dem Menü aber immer noch die zuerst eingerichtete UMTS über Bluetooth Verbindung als Standard an. Ich muss jedesmal erst die Verbindung auf das Modem umstellen und dann verbinden. Das ist nervig. Muss doch änderbar sein, was der als Default-Dialup-Verbindung benutzt ...

Genossenschaftsbanken und was draus wurde

Erinnert sich noch jemand daran, wie es früher mal war? Die Volksbanken oder Raiffeisen Bank als die Altenrative zur Sparkasse, die ja der Stadt oder dem Kreis gehörte. Klar, Privatbanken gabs auch - aber die waren nur was für Geldsäcke und Firmen. Der Rest - der ging zur Sparkasse oder Volksbank. Und in meiner Region - na, da war die Volksbank das, wo man hinging. Das waren Leute wie du und ich. Die zogen dich nicht über den Tisch - da wurde ein Kredit mal (zu Recht) abgelehnt, weil die Einnahmenlage das nicht hergab. Da war eine Anlageberatung darauf ausgelegt, das Geld tatsächlich sinnvoll sicher anzulegen, als Rücklage für schlechte Tage. Und die Baufinanzierung - die richtete sich danach, das man das Eigenheim auch hinterher behalten konnte.

Heute ist das alles nur noch ein Märchen. Es war einmal. Und kommt nicht wieder. Heute schicken die Volksbanken massiv Easy-Kredit-Briefe raus - mit denen normalen Haushaltne nur noch mehr teure Kredite aufgehalst werden sollen. Und bei Problemen ist man schnell mit einem Umschuldungskredit zur Hand. Und die Baufinanzierung? Ist doch wurscht wenn der platt geht, die Bank hat doch das Haus. Und Anlagen? Möglichst die riskanteren Aktienfonds, denn da kriegt der Bänker höhere Provision drauf.

Warum ich das schreib? Weils mir schon lange stinkt. Weils Moppelkotze ist. Und weill ich heute einen Schrieb meiner Volksbank bekommen habe, der mir das ganze mal wieder vor Augen führt, der schon fast symptomatisch ist: die freudige Nachricht, das meine Kreditkartengebühr jetzt abhängig vom Umsatz ist. Nicht so dargereicht, das ich als Viel-Nutzer da einen kleinen Bonus bekomme (was ich schon schwer mit dem Genossenschaftsgedanken verbinden kann, aber was solls). Nein, es wird mir explizit als Sparmaßnahme angedient. Ja, genau, ich kann die sagenhaften 20 Euro Jahresgebühr sparen, wenn ich nur 3000 Euro im Jahr mit der Kreditkarte ausgebe. Ist doch echt ein Schnäppchen, oder? Konsum! Konsum! Konsumieren wir und dumm und dämlich, dann sind auch hinterher die Politiker glücklich, und der Wirtschaft gehts gut und wir machen halt nur Privatinsolvenz.

Die Anzahl der Privatinsolvenzen ist übrigens in NRW im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen.

weil sich ein paar Leute gewundert hatten

Die lange Sendepause war Urlaub. Und ich war im Urlaub einfach zu faul irgendwas zu schreiben.

Nochmal PicoLisp

Also nach etwas gewühlen und geblätter und gelese: PicoLisp ist genial. Was es ist: einfach ein primitives Lisp mit einem sehr kompakten Sprachkern und einigen sehr ungewöhnlichen Design-Entscheidungen.

Ganz vorne: kein Compiler, nicht mal ein Bytecode-Compiler. Die "virtuelle Maschine" von PicoLisp ist einfach ein effizienter Lisp-Interpreter für Lisp-SEXPRs (die verketteten Listen die man so aus alten Lisp-Interpretern kennt).

Ein weiterer Punkt: nur Listen, Symbole und Zahlen als Datentypen. Keine Floatingpoints (statt dessen einfache Wege skalierte Integer zu benutzen) und Strings sind entweder Listen von Zeichen (die wiederum Symbole sind) oder einfach Symbole.

Auch eher ungewöhnlich: konstant dynamisches Binden von Symbolen, nicht lexikalisches Binden. Alte Lisp-Systeme hatten auch nur dynamisches Binden. Lexikalisches Binden macht Compiler einfacher und beseitigt einige lästige Fehlerquellen, dynamisches Binden aber ermöglicht einige sehr interessante Programmiertechniken (weshalb es in vielen Lisps fluids gibt - dynamisch gebundene Variaben - wie z.B. die globalen Parameter in Common Lisp).

Weitere Besonderheiten: von vornherein auf die Anwendungsentwicklung datenbankgestützer Programme ausgelegt. Es ist eine eigene Datenbank enthalten die alle Merkmale typischer Objekt-Relationaler Datenbanken enthält und eine eigene GUI-Bibliothek, die auf verschiedene HTML-Varianten (HTML pur, HTML mit Java und HTML mit JavaScript) absetzt.

Der Datenbank dann Prolog als Abfragesprache zu verpassen ist nur konsequent weitergedacht - generell ist die Integration von Prolog und Lisp ja nicht neu. Das ganze aber dann wieder derart kompakt hinzubekommen, ist smart.

Was mich daran so begeistert? Nunja, wer von Paul Graham seine Artikel über Arc gelesen hat - die 100-Jahre-Sprache, an der er werkelt - wird erstaunliche Parallelen sehen. Auch PicoLisp beschränkt sich auf das notwendigste, und benutzt recht kompakte Darstellungen und hat auch nur stark reduzierte Datentypen. Bei beiden ist die Idee die gleiche: zurück zur sauberen Abstraktion auf den bekannten Konzepten, nicht die Darstellung des Source durch vorweggenommene Optimierung (Datentypenauswahl) verwässern.

Das Ergebnis? Ein kompakter Lisp-Kern mit sehr interessanten Eigenschaften und einer recht einfachen Möglichkeit Webanwendungen zusammenzudengeln. Aber auch geeignet für typische Scripting-Geschichten (wenn man mal rausgefunden hat, wie man z.B. Programme integriert bekommt). Zusätzlich ein Interpreter mit überschaubarem Source (keine 14000 Zeilen C-Source!), den man leicht um die für eigene Projekte notwendige Funktionen erweitern kann. Insgesamt erinnert mich das stark an die alten TCL-Versionen, nur das hier ein richtiges Lisp unten drin steckt.

Wer selber lesen will, hier ein paar Dokumentationslinks:

Allerdings sind alle Dokumentationen nicht so ganz vollständig - immer wieder tauchen Funktionen in einem der Dokumente auf, die in der Referenz fehlen, oder es werden Funktionen benutzt, die nirgendwo erwähnt werden und deren Funktionsweise nicht ganz klar ist. Aber dazu gibts ja auch noch den kompletten (und nur spärlich) dokumentierten Sourcecode aller Library-Module. Ja, klingt etwas nach Text-Adventure, ist mir klar. Andererseits ist das Volumen an Source gut überschaubar.

Blogs mit Link-Redirector haben doofe Ohren

Beschlossen, das Blogs (und webpages) die ausgehende Links durch einen Redirector zwecks (potentieller) Auswertung des off-clicks der Besucher verunzieren doof sind. Und daher einige solcher Blogs abbestellt. Auch wenn der Inhalt interessant ist - wenn ich die Klicks auf weiterführende Informationen erst beim Blogbesitzer anmelden muss, kann der mich mal am RSS Feed lecken.

Ja, es gibt manchmal technische Gründe warum man das machen möchte - meine Link-Postings haben eine eigene GUID, die aber ein Redirect auf das Original sind (da bei mir eh nur ein Kurzkommentar steht, der im RSS Feed schon enthalten war). Aber das als generelle Massnahme? Ne.

IronPython und libsecondlife

libsecondlife ist ja eine C#-Reimplementation des SecondLife Protokolls. IronPython ist ein Python auf .NET. Sollte man zusammen benutzen können. Geht auch. Allerdings ist IronPython eben nicht Python - die ganze Standardbibliothek fehlt grösstenteils (auch wenn eine Menge der pure-Python-Module sicherlich funktionieren würden). Und externe Libraries werden auch anders gehandhabt. Folgendes macht glücklich:

import clr
clr.AddReferenceToFile("libsecondlife.dll")
import libsecondlife

Damit hab ich das ganze zusammengeladen bekommen. Vielleicht ein Start für mich damit mal rumzuspielen.

Second Life - warum?

Weil sich in letzter Zeit ja auch in der deutschen Blog-Szene Leute mit Second Life beschäftigen, und weil natürlich wieder die Bedenkenträger und Nichtversteher sich äußern und alle meinen eine Meinung zu haben - ohne tatsächlich mal tiefer in die Materie einzusteigen (teilweise auch schlichtweg sagen das sie das garnicht vor haben, aber eine Meinung hat man natürlich trotzdem), mal was von jemandem dazu, der seit Februar 2006 sein zweites Leben da hat.

Was ist Second Life? Kennt noch jemand die MUD und MOO? Text-basierte Plattformen für Online-Rollenspiele mit vielen Usern, anstelle vielen doofen Computer-gesteuerten Monstern? So Gegenden, wo der Troll unter der Brücke dann von einem andren Menschen gespielt wurde und man tatsächlich über den Brückenpreis feilschen konnte? Nicht? Ok, dann wird die Erklärung schwerer

Second Life könnte man kurz als Online-Chat mit Drei-D-Welt bezeichnen. Beschreibt die Technik - aber nicht den Inhalt. Man könnte es als virtuelle Welt bezeichnen - aber da fehlt einiges an immersiven Konzepten. Man könnte es auch als 3D-Konstruktions-Plattform bezeichnen - aber eine in der andere Leute rumrennen. Oder natürlich als grössten virtuellen Sex-Spielplatz der Welt - wobei da aber erstaunlich viel non-Sex stattfindet. Musik-Plattform für gemeinsame Internet-Life-Musik-Events? Auch ein Aspekt. Business-Plattform mit Mikropayment? Jau, auch da.

Second Life ist das, was die User daraus machen. Ganz einfach. Wer keine Ideen mitbringt und es von vornherein öde und doof findet - naja, der wird auch genau das dort vorfinden. Ödnis und Doofheit (hey, und davon gibts tonnenweise!). Genau das macht aber den Charm aus - Second Life ist eine Plattform. Nicht ein fertiges Spiel. Hier wird niemandem etwas vorgesetzt, ohne eigenes Engagement kommt da nix.

Was hat die Plattform alles?

  • Mikropayment auf Basis des konvertierbaren Linden Dollar (ca. 270 L$ sind ein US$) mit Transaktionshistory und anderen notwendigen Grundfunktionen
  • Kommunikationssystem mit lokalem Chat (im Sinne von miteinander in einer Gegend stehenden Avataren), Instant Messaging (Verbindung ausserhalb des Systems leider immer noch nur sehr hakelig) und Gruppen-Werkzeugen für klassische Gruppenbildung
  • 3D Konstruktionswerkzeuge für relative einfache Erstellung von 3D-Modellen
  • volle Fähigkeit des Scriptens dieser 3D-Modelle zur Erstellung von Interaktionen, Bewegungsmodellen etc.
  • Physiksimulation (nur Havoc 1 - ziemlich minimal) für Objekte die aus bis zu 31 Grundbausteinen bestehen dürfen (wird auch für die Avatare angewendet)
  • Fahrzeug-Simulation über diverse Fahrzeug-Modelle und Parameter
  • grundsätzliche Combat-Funktionen zur Realisierung von Shootern
  • Social-Networking-Funktionen über Profile und Friendslists
  • freie Konfigurierbarkeit des Avatars über einfache Slidersysteme und optionale Attachments (und ja, einige Körperteile werden durch Attachments realisiert )

Das war jetzt mal so aus dem Kopf heraus die Sachen, die mir eingefallen sind. Ich hab sicherlich eine Menge noch vergessen. Das Spannende sind auch nicht die Features selber - sondern die Integration der Features (Combat mit Flugzeugen die man selbst gebaut hat anyone?), und die Nutzung der ganzen Werkzeuge in einer Welt mit anderen Benutzern.

Dieser Aspekt der "Welt" muss näher erläutert werden. Denn in anderen Systemen ist oft der Avatar an eine Welt gebunden - bei WoW kann man zum Beispiel einen Avatar transferieren lassen, aber das ist nicht einfach ein Spaziergang. In Second Life bilden alle Regionen (Simulators, kurz Sim genannt) eine kontinuierliche Weltkarte. Grosse Teile der Sims sind in Kontinenten zusammengefasst - hier spaziert ein Avatar mit aller Ausrüstung und allen Teilen einfach über die Grenze in eine andere Sim. Und wir reden hier von tausenden Sims (wobei eine Sim 256x256 "Meter" umfasst). Die Kontinente sind von Lindenlab (dem Hersteller) aufgebaut (zwei grosse Kontinente, einer im Norden, einer im Süden) oder von Benutzern die ganze Firmen aufgebaut haben darum (Dreamland und Otherland sind wohl die grössten).

Andere Sims sind isoliert oder in kleinen Gruppen als Inseln realisiert - haben keine direkte Verbindung zu den Kontinenten, können aber über Teleportation jederzeit von jedem erreicht werden. Ein nettes Beispiel ist Caledon - eine Insel aus mitlerweile 13 Sims im viktorianischen Thema gehalten. Die Inseln sind in der Regel in Privatbesitz oder gehören zu Firmenpräsenzen (IBM hat 12 Sims als Insel ganz in der Nähe von Caledon angelegt).

Der Zugang zum System selber ist frei - Benutzer können sehr viel machen ohne irgendwas zu bezahlen. Was da so einfällt:

  • Besuch von Musik-Konzerten (dazu später mehr)
  • Erforschen der Gegend (wobei leider auf den Kontinenten oft Sperren aufgestellt werden, so das dort das Erforschen oft hakelig ist)
  • Bauen in sogenannten Sandboxes - Sims, in denen die Objekterstellung freigegeben ist für jedermann und auch genug Resourcen zum Bauen verfügbar sind (dazu später mehr)
  • normale Chatfunktionalität und Gruppenbildung - es gibt für alles und jedes Interessengruppen in SL
  • abgraben der Freebie-Shops in denen man für Umme eine ganze Menge Sachen findet, mit denen man spielen kann
  • Programmieren von Scripten und Spielen mit den Vehikel-Funktionen, der Physiksimulation etc.
  • cybersex in freien Sexclubs

Manche Sachen kosten natürlich Geld - wenn man in Shops von Usern etwas kaufen will, muss man bezahlen. Texturen-Upload kostet einen geringen Obulus. Und Land - Land ist die Resource in SL schlechthin und kostet Geld.

Wichtig beim Shopping - alles in SL, auch die Shops und die Inhalte dieser, ist von andren Benutzern erzeugt. Zwar haben auch die Lindenlab-Leute (Linden als Nachname) Inhalte erstellt, aber die sind in der Minderzahl zu den Inhalten von Benutzern. Alle Sims, alle Welten, viele Kontinente und Inseln - nahezu alles was man sieht, Städte, Straßen, Klamotten, Fahrzeuge, Flugzeuge, Avatare - alles von Benutzern erstellt. Shops gehören andren Benutzern und man kauft seine Avatar-Kleidung von diesen - nicht von Lindenlab.

Anders sieht es mit Texturen-Uploads aus - die Zahlung geht an Lindenlab. Land ist zweigeteilt - die Kontinente von Lindenlab werden natürlich an Lindenlab bezahlt, die auf Benutzer-Sims werden an deren Besitzer bezahlt.

Wozu braucht man Land? Land ist die Grundlage für die wichtigste Resource in Second Life: die Prims. Prims sind die Grundbausteine aus denen alle gebauten Elemente bestehen. Jedes Haus, jedes Flugzeug, Waffen, Bierkrüge, Weinfässer, Stühle, Tische - alles besteht aus Prims. Land definiert die Anzahl an Prims die jemand in einer Sim benutzen darf. Die Grundanzahl ist 117 Prims für 512 Quadratmeter - grössere Landmengen entsprechend mehr. Eine volle Sim kann maximal 15000 Prims belegen, dann ist Schicht. Wer also Dinge bauen will, braucht Zugang zu Land, auf dem entsprechend Prims frei sind - das sind zum einen die eigenen Ländereien, zum Anderen (wie oben gesagt) die Sandboxes. In Sandboxes stehen in der Regel ein paar Tausend Prims zur freien Benutzung, die Region wird regelmäßig geräumt. Wer etwas dauerhaft hinstellen will, muss Land besitzen.

Land bekommt man von Lindenlab oder anderen Benutzern. Land kann Lindenland sein - dann zahlt man einmalig an den derzeitigen Besitzer einen Kaufpreis und monatlich "Steuern" an Lindenlab (für den Kostenanteil am Hosting sozusagen). Oder man kann Land auf privaten Sims bekommen, da gehen beide Zahlungen an den Besitzer (und der bezahlt für die Sim an Lindenlab). Oder man mietet irgendwo - dann geht auch das Geld an den Besitzer, man selber ist in dem Sinne aber eben nur Mieter (dafür ist reine Miete manchmal günstiger zu kriegen, man teilt sich oft aber die Prims mit mehreren).

Keine Lust zu Bauen? Kein Interesse an 3D-Konstruktion? Wie wäre es dann mit Musik? In Second Life haben sich eine Menge Leute eingefunden, die Musik machen - und zwar Life. Dazu spielt der Musiker bei sich zu Hause und schickt die Musik per Mikrofon und Shoutcast-Plugin (Apple-User nehmen gerne Nicecast, Windows User Outcast oder Winamp, Linux-User Icecast) auf einen im Netz stehenden Shoutcast-Server. Die URL des Streams auf diesem Shoutcast-Server wird in den Einstellungen der Landparzelle auf der der Musiker spielt eingestellt (für Musik braucht man also auch Land - aber es gibt eine Menge freier Musik-Clubs). Wenn ein Benutzer auf diese Parzelle geht, wird der Stream angeboten und über Quicktime dann abgespielt. Zusammen mit anderen Benutzern in der gleichen Ecke kann man dann gemeinsam Musik hören, darüber diskutieren, rumblödeln - halt das, was man in der realen Welt auch täte. Nur das man vielleicht hier mit Australiern, Japanern, Amerikanern und Europäern gemeinsam an einer Stelle hockt und gemeinsam Musik hört ...

Man kann natürlich auch SL einfach als Puppenhaus betrachten und seinen Avatar ausstatten, shopping gehen (kostet Geld, aber man kann Jobs annehmen oder einfach harte Währung in Linden$ umwandeln) und damit seinen Spaß haben. Puppenhäuser sind ja nicht sowas ungewöhnliches, und ein virtuelles braucht man nicht wegzuräumen

Ich hatte schon mehrfach auf cybersex hingewiesen, werd da nicht näher drauf eingehen, ich denke jeder weiss wie das funktioniert. Und wenn nicht, vielleicht ist Second Life mit seiner bedingten Anonymität mal die Gelegenheit es auszuprobieren

Business ist natürlich gerade ausserhalb von SL sehr beliebtes Thema - manchma könnte man meinen es gäbe nix anderes neben cybersex dort. Stimmt auf die eine Art, stimmt aber auch nicht - wie schon gezeigt, es gibt massig mehr dort zu tun. Aber wenn man ein Business will, was macht man?

  • Grafiker und Maler verkaufen digitale Reproduktionen ihrer Werke in Second Life. Es gibt mehrere Regionen die sich ganz der Unterstützung von Künstlern widmen. Einer meiner Lieblingsmaler in Second Life ist Filthy Fluno - witziger Typ, klasse Malerei.
  • Modedesigner (und Leute mit einem Händchen für das Thema) statten die virtuelle Puppenkiste mit Kleidung aus. Und manche von den Sachen sind wirklich erstaunlich.
  • Bobby Fairweather hat SecondTunes gestartet - ein Weg für Musiker, ihre Musik in Second Life zu verkaufen.
  • Leute mit Faible für bestimmte Zeiten bauen Repliken von historischen Möbeln oder Gebäuden und verkaufen diese
  • Scripter und Hacker verkaufen Gadgets aller Art - von Waffen für die Combat-Gegenden über nütliche Helfer hin zu allen möglichen wilden Sachen (z.B. ein Animationssystem für prim-basierte Skulpturen, Modell-Eisenbahnen)
  • Segelschiffe, Yachten, Autos, Flugzeuge - im Vehikelbereich gibt es eine ganze Menge Anbieter, die dort nette Sachen liefern
  • die Utensilien für den mehrfach erwähten cybersex sollen auch ganz gut gehen

Kann man von Business in Second Life leben? Ja. Definitiv. Es ist eine Menge Arbeit, aber ich weiss von einigen, die da ihre Haupteinnahmequelle haben. Und wir reden hier von durchaus erklecklichen Beträgen, von denen man ganz gut schon leben kann. Aber es ist eine Schweinearbeit. Die meisten werden eher das ganze aus Spaß machen oder als kleinen Beitrag um zumindestens umsonst Landbesitz zu haben.

Wer also sagt, das man in Second Life nix machen kann, das es eh alles Unfug ist oder nur Kommerziell oder sowieso nur ein Marketing-Gag - naja, der hat schlicht nicht reingeguckt, sich nicht näher damit beschäftigt. Zu fragen was man dort tun kann ist wie zu fragen was man im normalen Leben tun kann - nur das es in Second Life viele Beschränkungen aus dem realen Leben nicht gibt. Es gibt auch kaum Regeln außer den Terms of Service - man muss seinen Platz schon selber finden, da wird nicht viel vorgegeben.

Das System ist komplex, die Software oft buggy und hakelt, Crashes kommen vor, Downtimes der Server, Probleme mit den Werkzeugen - alles richtig. Trotzdem macht es Spaß, wenn man sich vor Augen führt, was man dort alles erlebt hat, wenn man eine Weile dabei ist. Es frisst Zeit - von daher sollte man es sich schon überlegen, ob das wirklich das ist, was man will. Denn einmal richtig eingestiegen lässt es nur schwer wieder los.

Was mache ich in Second Life? Bauen, Musik-Events (manchmal Organisation, oft Teilnahme), DJ, und stundenlang quatschen. Aber am meisten definitiv Bauen. Ich bin Inworlder - trenne zwischen Drinnen und Draußen, daher hier auch keine Hinweise auf meine Inworld-Existenz. Ich verstecke sie nicht, aber halte schon die Grenze zwischen beiden Seiten aufrecht. Andere sehen das anders und verbinden beide Seiten sehr stark - das gilt vor allem natürlich für Künstler, Musiker etc., aber auch für Business-Leute.

Aber was immer man dort macht, das Mantra "Have Fun" sollte ganz oben stehen.

Und den Kritikern: wenn ihr nicht bereit seid dort Spaß haben zu wollen, erwartet nicht, welchen zu finden oder zu sehen. Ich hab kein Problem damit, das ihr keinen Sinn in Second Life seht - ich sehe ja auch keinen Sinn in diesen ewig öden Meta-Diskussionen über den Sinn von Blogging oder in der affektierten Selbstbeweihräucherung einiger Alpha-Blogger (oder solcher die sich dafür halten ). Allerdings versuche ich auch nicht jedem zu erzählen wie doof sein Hobby ist. Das er eh nur dämlich ist weil er macht was er macht und das sowieso nur Soziopathen und Geschädigte das machen können ...

Man könnte auch Dieter Nuhr zitieren: "wenn man keine Ahnung hast: einfach mal Fresse halten"

soso, 2007 ...

Irgendwie doof. Nur die Versionsnummer hochgesetzt. Immer noch die gleichen Bugs und keine neuen Features.

Owl Content

Owl Content gibts ja schon länger. Das ganze läuft einfach so nebenher, macht nicht viel Schmutz und tuts einfach nur. Und hat mitlerweile über 2300 Artikel gesammelt! Wollte ich einfach nur mal so angemerkt haben. Und wer sich jetzt fragt was das ist - hinsurfen. Lesen. Vielleicht auch mal selber dazu beitragen?

SpamCop genauso inkompetent wie SORBS

In meiner beliebten Serie über idiotische Sperrlisten, dieses Mal eine ganz grossartig bescheuerte Idee von SpamCop.net. Bei denen wird jetzt ein Server eingetragen, wenn dieser Mails auf nachgelagerte Systeme routet und dann Fehlermeldungen wieder rausroutet. Kurz unser Firmenszenario: unsere Kunden werden über unseren zentralen Mailserver versorgt, haben aber in der Regel eigene Mailsysteme (Exchange oder Linux-Systeme). Aus diesem Grund müssen wir für einige der Kunden Mails anehmen, egal welchen Localpart die haben - wir haben keine Kontrolle darüber, wer alles im Exchange konfiguriert ist. Desweiteren sind diese Systeme dynamisch angebunden, weshalb auch eine Life-Prüfung nicht in Frage kommt. Natürlich generieren die Mailsysteme Bounces für diese falschen Adressen - und natürlich entstehen dadurch auch Bounces auf Virenmist und Spam. Unsere Kunden haben aber ein berechtigtes Interesse an diesen Bounces, da nur so deren Partner über Tippfehler in Adressen erfahren.

Spamcop hingegen ist jetzt der Meinung, man solle die Bounces nicht weiterleiten, man müsse unbedingt ganz vorne auf SMTP-Ebene prüfen. Oder man müsse Bounces über eine eigene IP routen, die dann von Spamcop gesperrt wird, was ja kein Problem wäre (hä? damit kommen aber die legitimen Bounces nicht beim Empfänger an, wenn der hinter jemandem sitzt, der diese unfähig administrierte Liste benutzt).

Fachlich bedeutet das, das Spamcop sich anmaßt die Entscheidung zu treffen, das ein Mailserver keine Bounces rausleiten darf, wenn er eine Mail akzeptiert hat. Bounces dürfen nach Spamcop-Meinung nur auf SMTP-Ebene als Abweisung passieren, die klassichen Bounce-Mails sind nach deren Ansicht ein Grund, jemanden in eine Sperrliste einzutragen. Sie gehen sogar so weit, das jegliche Form von Autorespondern verboten ist und zu einem Eintrag in deren Sperrliste führt.

Einer Sperrliste, wohlgemerkt, deren angebliches Ziel es ist, das Spam abgewiesen wird. Was hiermit eindeutig mal wieder widerlegt ist - SpamCop hat genauso eine eigene Agenda, wie jeder andere Betreiber von Sperrlisten, und wie üblich (siehe SORBS mit den Eintragungen als gehackter Server, wenn z.B. FTP auf einem ungewöhnlichen Port läuft) glänzt es durch Inkompetenz.

Übrigens haben wir Sender-Verify auf unseren Mailservern aktiviert, weshalb nur Mails durchgehen, deren technischer Absender vom eigenen MX als gültig avisiert werden. Von daher bouncen wir nur auf Adressen, die zumindestens von deren eigenem MX auch als gültig angesehen werden. Es sind keine "misdirected bounces" auf ungültige Adressen, es sei denn, der MX dieser Adressen lügt (dann ist das aber sein eigenes Problem).

Mailbetreiber, die solche Sperrlisten zur Abweisung von Mailserver-Connects verwenden, handeln unverantwortlich. Einer davon sitzt bei Microsoft ...

heise online -Google wegen Links zu Produktfälschern verurteilt

Google wegen Links zu Produktfälschern verurteilt

Ein Ausfiltern der Seiten von Fälschern wäre jedoch möglich gewesen, erklärte das Pariser Berufungsgericht. Dies habe in China das Filtern politisch unerwünschter Seiten gezeigt.

Tja, genau das, was erwartet werden konnte. Selbst schuld - wenn man auf der einen Seite die freie Meinung predigt und wie toll doch alles ist was man macht und wie un-böse, dann sollte man auf der anderen Seite die Finger von staatlicher Zensur lassen ...

Der Staat entmachtet sich selbst

Der Staat entmachtet sich selbst:

Wenn man ihren Ausführungen folgt, bekommt man den Eindruck, das Land werde von Kriminellen, Gesinnungslosen und Geisteskranken regiert, die das öffentliche Eigentum im Dienste von Privatunternehmen zu ihren Gunsten und zu Lasten der Bürger kaputt sanieren.

Gut erkannt.

Handys sind Wegwerfprodukte

Tja. Ich bin seit kurzem Besitzer (naja, von der Firma her) eines Sony Ericsson V600i. Ein recht neues Handy, wenn ich das richtig überblicke. Auch eigentlich nicht schlecht, von den Funktionen her. Es hat aber einen gravierenden Bug in der eingebauten SSL-Library - manche Zertifikate (und zwar scheinbar alle mit einem bestimmten Thawte Root-Zertifikat signierten) werden als ungültig abgewiesen. Dummerweise benutzt Google sowas für den Mailserver - ich kann mit dem Handy nur über das Webinterface auf meine Mail zugreifen, nicht aber über POP3S.

Also schreibe ich im Mai den Support von Sony-Ericsson an. Schildere mein Problem und bitte um einen Kommentar - vielleicht kann ich das Problem ja umgehen. Der Fehler führt dazu, das ich das Thawte-Root-Zertifikat nicht installieren kann, das Handy weist es schon ab. Und der Mailclient erlaubt keinen Override für SSL-Verbindungen mit angeblich ungültigen Zertifikaten - anders als der Webbrowser es erlaubt.

Der erste Kommentar vom Support: es lägen ihnen keine Informationen zu diesem Problem vor. Toll. Mit meiner Mail lagen ihnen aber welche vor, wieso können die das nicht einfach an die Technik weitergeben? Nunja, Ich also nochmal mein Problem genauer, detaillierter geschildert - vielleicht war die erste Mail ja zu technisch für die S-E Supporter. Und nein, der Hinweis darauf, ich solle mich an Google wegen des Problems wenden, oder an Thawte, ist eher albern. SSL-Zertifikate sind ein Industriestandard.

Nunja, nach meiner zweiten Mail an den Support wird das ganze jetzt wenigstens an die Technik weitergeleitet. Also schon mal ein gutes Zeichen. Dachte ich.

Was kam, war allerdings eher peinlich. Denn die nächsten Wochen kam garnix. Ich befand mich in der virtuellen Entsprechung einer Warteschleife - alle paar Tage ein Hinweis, das noch keine Informationen zu dem Punkt aus der Technik vorlägen. Wohlgemerkt, ein einfach und primitiv zu replizierender Bug: per Bluetooth das von mir beigefügte Zertifikat versuchen hochzuladen, und die Fehlermeldung auf dem Handy sehen. Sollte eigentlich wenige Minuten Arbeit in Anspruch nehmen um wenigstens zu bestätigen, das der Fehler repliziert wurde. Nunja, ich befand mich in der Warteschleife. Einen Monat lang (ziemlich exakt - am 18. ging die Meldung in die Technik, heute ist der 19.).

Heute kommt dann die Antwort aus der Technik. Ich kann nicht anders, ich muss das hier im Wortlaut zitieren:

Unser Backoffice hat uns mitgeteilt, dass die Weiterentwicklung für dieses Mobiltelefon eingestellt wurde und der Konflikt daher hierin nicht mehr behoben werden kann. Dies wird erst bei zukünftigen Modellen mit eingebunden werden können. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Genau. Ein relativ neues Handy, bei dessen Bestellung es noch wegen der Aktualität Lieferengpässe gab. Ein Handy, das noch in der gesetzlichen Gewährleistung ist. Ein Bug, der einen Industriestandard nur eingeschränkt nutzbar macht. Ein Bug, der einige Funktionen des Handy schlichtweg lahm legt. Ich soll aber dafür Verständnis haben, das die Entwicklung eingestellt wird. Ich kann mir ja eines der ominösen Nachfolgehandys kaufen. Oder, wie in der gleichen Mail angeboten wird, noch Zubehör bei dem Laden kaufen.

Hallo? Realitätscheck? Ich bin von euch einmal über den Tisch gezogen worden, glaubt ihr wirklich, das ich bei Sony-Ericsson nochmal ein Handy kaufe? Wozu? Damit das dann gleich nach Kauf nicht mehr weiterentwickelt wird und ich die Arschkarte habe?

Handyhersteller sind genauso arrogant und haben den gleichen Realitätsverlust wie die Musikindustrie - keine Ahnung von Kunden, keine Ahnung von Bedürfnissen der Kunden und keine Ahnung, was ein Kunde von einem Produkt erwartet - das es zumindestens in der Laufzeit der gesetzlichen Gewährleistung noch supportet wird, zum Beispiel.

Nimm das Handy wie es ist - Bugs drin? Egal, dein Problem, Kunde, nicht unseres. Und hinten stehen die Bosse und reiben sich hämisch lachend die Hände, schmeissen Mitarbeiter raus und sacken die dicken Gehälter ein. Armseliges Bild, Sony-Ericsson. Ganz armselig ...

Bild kneift vor Blüm

Und der hat die passende Antwort an den Chefredakteur dieses Schmuddelblattes:

Sie haben die Hosen gestrichen voll, dass in dem von mir vorgeschlagenen Disput die Machenschaften der BILD-Zeitung offenbart werden. Das ist der Grund für Ihre Absage. Schon der Monitor-Redaktion sind Sie davongelaufen, als diese Ihnen unbequeme Fragen stellen wollte. Sie sind ein Feigling!

Bluetooth SIG - Idioten am Ruder

Wer sich fragt, welche Bluetooth Hardware mit BlueZ (Bluetooth Stack für Linux) funktioniert, wird auf der Kompatibilitätsliste auf folgenden Stellungnahme der Bluetooth SIG stossen:

Whether or not you're selling them makes no difference. The problem is due to the distribution of them from your Web site. Please note that the use and distribution of non-qualified products is a violation of the Bluetooth License Agreement. As neither of these products have been qualified using Linux it is illegal to make them available for public use.

Aufgrund dieser idiotischen Haltung darf auf holtmann.org nicht mehr auf Kompatibilität von Bluetooth-Produkten mit Linux hingewiesen werden. Geht es noch dämlicher?

Ab in den Asozialstaat?

ZAF erkennt jedenfalls die BRD nicht wieder - und ich hab auch so meine Schwierigkeiten das zu finden, was ich mal als Jungspund unter der BRD verstanden habe. Das ich mal beim Trachtenverein nen Eid auf eine Verfassung abgelegt habe, die von den Prolethikern in Berlin dermaßen unterhöhlt und zerteppert wurde, ist schon irgendwie absurd. Ok, der ganze Trachtenverein ist absurd, aber der Eid auf die Verfassung ist doch damit komplett lächerlich gemacht, wenn es der Politik so leicht ist, die Grundwerte über Bord zu werfen.

Netzwerk-Spiele

Tja, das ist so die Sache mit Spielen oder virtuellen Welten, die irgendwo im Netz betrieben werden. Da hat man einen Zugang, der eigene Zugang läuft auch. Und die Server des Betreibers tuns auch problemlos. Nur so ein doofer Backbone-Provider dazwischen hat einen faulen Router in der Route stehen, mit um die 30 Prozent Paketverlust über längere Zeiträume betrachtet. Was natürlich das Spielen deutlich erschwert.

Nur: wo beschwert man sich jetzt? Ich mein, der nimmt mir meine abendliche Unterhaltung weg, der Mistladen

Neues von den Christianismus-Mullahs

Keine Kirche!

«Erziehungs-Bündnis» mit Kirchen gestartet - was soll der Scheiss? Die Kirche hat im Staat nix zu suchen. Und warum bitte schön sollen deren überholten und teilweise schlicht absurden (ich denke da nur an die Haltung zu Abtreibung, Geburtenkontrolle, Homosexualität, etc.) jetzt auch noch staatlich sanktioniert werden? Sind wir hier in Amerika, oder was?

Und die Presse? Die empört sich allenfalls darüber, das die anderen Religionen ausgeschlossen wurden. Was soll dieser Quatsch - den sollten wir doch endlich mal hinter uns gelassen haben. Wenn jemand meint, es wäre eine Wertevermittlung nötig, dann führt einen Ethik-Unterricht ein, aber bitte einen der frei von Regligionsmumpitz ist!

Tibet bei Wikipedia - und FAZ

Schon putzig wie sich die FAZ im Auftrag der Tibet Initiative Deutschland vor deren Propaganda-Maschine spannt und der Wikipedia Blauäugigkeit vorwirft - aber selber jegliche Form von Kritik vermissen lässt. Wie zum Beispiel der Fakt, das die Flüchtlinge in Indien zu einem sehr grossen Teil zu den Klöstern gehören - deren Feudalherrschaft sicherlich nicht das ist, was man sich unter freier Gesellschaft vorstellen will ...

Update: was auch ignoriert/unterschlagen wurde, ist die Tatsache der Verbindung des Autors des FAZ-Artikels mit der TID. Soviel zum professionellen Journalismus und er Qualitätskontrolle durch etablierte Redaktionen ...

Virtuelle Welten und Angriffsszenarien

Was bekommt man, wenn man virtuelle Welten mit script-fähigen Objekten hat? Angriffe von Crackern natürlich. In diesem Fall hat ein User in Second Life Objekte gebaut, die per Script weitere Objekte produzieren. Sofern ein ganz klassisches Angriffsszenario in solchen Welten - überladen von Servern durch hohe Last, also eine klassische DOS von innen. Interessant bei diesem Angriff war, das diese Objekte jeden Avatar ein paar Millionen Meter in die Höhe katapultiert hat - möglicherweise um Aufräumarbeiten zu behindern.

Aufräumarbeiten? Ja. Das System von Second Life ist eine virtuelle Welt mit vielen gescripteten Objekten - man kann also nicht einfach alles wegwerfen, damit würde der Content der Benutzer vernichtet. Statt dessen mussten alle Regionen (im Prinzip ist eine Region ein Server in einer grossen Serverfarm) die angegriffen wurden von genau den betroffenen Objekten bereinigt werden. Dazu sind die Lindens (die Mitarbeiter des Betreibers) wohl erstmal inworld (also innerhalb der Simulationsumgebung) an diese Objekte herangegangen um sie zu untersuchen. Vermutlich wird der Betreiber Werkzeuge für Massenbereinigungen von Schadobjekten haben, aber trotzdem dauerte die ganze Arbeit mehrere Stunden!

Gut, man mag sagen das sei wurscht - schliesslich ist es nur eine virtuelle Welt auf einem Servercluster, mehr nicht. Aber Second Life ist mehr - unter anderem ist es ein Mikropayment-System. Und es wird dort eine Menge Geld umgesetzt - tausende von US Dollar pro Stunde (und zwar nicht nur in Richtung Betreiber, sondern auch untereinander zwischen den Benutzern!). Es gibt also direkten wirtschaftlichen Schaden durch die Ausfallzeit. Ganz zu schweigen von den Interaktionen von Benutzern im System und von stattfindenden Events - zum Beispiel waren an dem Abend zwei grosse Eröffnungsfeiern neuer Clubs mit Live-Musik. Die Musiker wurden durch die Ereignisse vom System komplett abgekoppelt, da sie kein Feedback mehr bekamen wussten sie nicht ob sie noch live sind oder nicht (obwohl die Streams in der Regel weiter liefen) und natürlich wurden einer Menge Leute die Party versaut. Und die Club-Besitzer haben sich ihre Eröffnungsfeier sicher auch anders vorgestellt.

Alles in allem natürlich vorhersehbar - denn jedes System mit Einflussmöglichkeiten wird von Menschen missbraucht werden, und sei es aus reiner Böswilligkeit - aber trotzdem extrem ärgerlich.

Rechteinhaber wollen Auskunft von Providern ohne Richterbeschluss

Bei der derzeitigen Entwicklung beim Urheberrecht war die Forderung nach Selbstjustiz der Musikindustrie schlichtweg nur logisch. Und bei der derzeitig kranken Denke in Berlin würde es nicht weiter wundern, wenn dem dann auch stattgegeben würde ...

Experte: Google Earth gefährdet WM-Sicherheit

Ich habe gehört das Paranoia durchaus in Grenzen therapierbar wäre.

Python 3000 - Adaptation or Generic Functions?

Python 3000 - Adaptation or Generic Functions? Wow. GvR sieht das Licht! Generische Funktionen in Python 3000! Hell freezes over, third time ...

Things nobody tells you about the south pole

Was Sie nie über den Südpol wissen wollten, aber trotzdem gesagt bekommen.

Apple Converts Xserves from PowerPC to AMD

Huch, ich hab garnicht mitbekommen, dass Apple die XServe auf AMD-Prozessoren umstellt. Ob Intel mit deren Bewertung von Serverleistung einverstanden ist?

Bildungsziel: Mythos statt Wissen!

Keine Kirche!

Die Prolethiker in Düsseldorf haben jetzt endgültig den Verstand verloren, denn sie propagieren einen Gottesbezug ins Bildungsgesetz:

Ein Gesetzesentwurf der nordrhein-westfälischen Landesregierung beabsichtigt die folgende Neuformulierung für den §2 des Schulgesetzes: "Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung."

Als Atheist fühle ich mich durch solchen Unfug persönlich angegriffen und beleidigt. Wir haben in Deutschland eine Trennung von Staat und Religion - und so soll es auch bleiben. Die Forderung nach der Ehrfurcht vor einer abergläubischen Einrichtung ist ein Absurdum und eine Beleidigung für jeden Atheisten und hat schlicht und einfach an der Stelle nichts verloren.

Backfire für Transparency International

Als Antwort auf die Forderungen von Transparency International bescheinigt Udo Vetter vom Law Blog dem Anwalt des Vereins ein gestörtes Verhältnis zur Presse- und Meinungsfreiheit. Bei sowas würde man sich fast nen RSS-Feed für eine möglicherweise stattfindende Gerichtsverhandlung wünschen

transparency international mag keine kritik und schickt den anwalt

transparency international mag keine kritik und schickt den anwalt - eine Mitarbeiterin wurde entlassen, die Umstände wirken etwas rüpelhaft von Seiten der Firma. Eine Bloggerin berichtet darüber. Und der Anwalt von Transparency International zieht die grosse Keule. Nunja, ix hat eine passende Zusammenstellung von weiteren Fakten über diese NGO. Jeder lese selber und beurteile selber was davon zu halten ist.

Nur eines hätte TI bedenken sollen: wenn das Hauptziel ist, sich selber und die eigenen Mitglieder als Vorreiter gegen Korruption darzustellen (wieso eigentlich nur darstellen ? Wieso nicht sein ?), dann sollte man sich nicht gleichzeitig solche Patzer leisten. Denn sonst stellt man sich über kurz oder lang als was ganz anderes dar ...

Virtueller Big Brother

Ich geb dem Ralle vom Netzbuch da Recht - Riya und ähnliches sind definitiv sehr seltsame Ideen und die Reaktion darauf, respektive die Begeisterung dafür, zeugt von einem sehr unreflektierten Umgang der Benutzer mit diesen Systemen. Überhaupt finde ich es verwunderlich, wie viel Informationen die Benutzer freiwillig über sich selber in die diversen angeblich so sozialen Softwareprodukte packen - und damit sich selbst und ihre Umgebung den Werbepartnern und potentiell allen anderen mit Zugriff auf die Daten (Strafverfolgungsbehörden, Einbrecher, Datendiebe) geben. Immer mehr vernetzen und immer weniger Privatsphäre, das scheint bei einigen das Motto von Web 2.0 zu sein.

Bundesjustizministerin ohne Durchblick

Diese Bundes-Dummschwätzerin geht mir mittlerweile einfach nur noch auf die Nerven. Ist es mittlerweile Voraussetzung für einen Ministerposten komplett verblödet zu sein und nun wirklich garnichts zu kapieren? Die Auswirkungen auf die Privatpersonen sind nicht die Klagen der Staatsanwaltschaft - sondern die mit der Anzeige verbundene Erhebung der Personendaten durch die Staatsanwaltschaft (was sie ja auch dann noch tun muss, wenn sie nicht selber Klage erhebt). Nur darauf haben es die Massenkläger abgesehen - damit sie danach dann auf dem Privatweg klagen können. Wo die Privatpersonen dann alleingelassen werden, weil Urheberrechtsfragen von vielen Rechtsschutzversicherungen nicht abgedeckt sind.

Ganz grosses Kino, wie da in Berlin mal wieder das Interesse der Bürger an eine marode und geldgeile Industrie und ihre Anwaltsapparatschniks verschachert wird ...

zorniges Gesicht

Empörung über drohendes Todesurteil gegen Ex-Muslim

Die Empörung der Politiker über das drohende Todesurteil gegen einen Ex-Muslim ist schon ein bischen absurd - was habt ihr eigentlich geglaubt, was in Afghanistan für eine Rechtsform entstehen wird? Jahrzehntelang rumgepfuscht, dann kaputtgebombt und jetzt seit ihr empört über den Wahnsinn, den sie dort abziehen?

Nicht das ich das Urteil verteidigen wollte - jegliches religiös motivierte Urteil ist für mich eine Unverschämtheit, denn Religion hat im Staat nichts zu suchen. Aber die Empörung ist schon ziemlich scheinheilig. Glauben die wirklich, das dort ganz plötzlich eine tolle Demokratie entstanden wäre?

Die derzeitige Entwicklung war lange vorher zu sehen, da hats aber keinen geschert. Jetzt wird rumempört. Aber etwas gegen den Wahnsinn unternehmen, das wird trotzdem nicht passieren.

Urteil: Dolzers "Domain-Engel" darf nicht zuschlagen

Alles nur soziales Engagement, ganz klar. Deshalb registriert man auch Domains von anderen, die freiwerden, und packt Sexbildchen drauf. Und deshalb hat man ein soziales Tool, das wie ein Trojaner arbeitet und fremde Rechnerressourcen benutzt. Klar, super sozial das ganze. Zum Glück hat das jetzt mal ein Gericht abgewatscht.

Abmahnwahn gibts überall

Nur weils gerade passt, auch Neil Gaiman wird abgemahnt - für einen Link von einer Website auf eine andere Website. Was an sich schon Schwachsinn ist - schliesslich besteht das ganze Web aus Links (und nein, die Zielwebsite ist nichts verbotenes). Das besonders absurde: er ist garnicht derjenige, der den Link gesetzt hat. Er taucht nur in einem Bericht auf der Website mit Bild auf, das ist alles. Mit einer Tomate. Und irgendwo anders ist ein Link auf die Website zum Kult-Schrott "Angriff der Killertomaten". Und letztere Rechteinhaber sind wohl die Ursache für die Abmahnung ...

Die Qualität der Recherche im Rahmen von Abmahnungen scheint auch ausserhalb Deutschlands arg zu leiden.

Erschreckend ...

... wenn Ajax, JavaScript, Web 2.0 sogar im Newsfeed der Tagesschau Platz finden. Naja, der Schieb halt - die Neuauflage der Wolf-Gang, nur dünner und kein Duett. Und mit weniger Zerstörungswut gegenüber technischem Gerät.

Meinungsfreiheit ala Euroweb

Keine Ahnung mit welcher Dienstleistung die Euroweb Internet GmbH sonst noch ihr Geld macht, aber Publicity-Aktionen sollten das besser nicht sein, denn da greifen sie gerade heftig ins Klo mit ihrer Art mit unliebsamer Kritik umzugehen. Irgendwie verstehe ich solche Firmen und ihre Anwälte nicht. Einerseits wird ständig davon geredet, das Internet sei kein rechtsfreier Raum - aber durch die massive Vorgehensweise und die potentiell hohen Kosten machen solche Aktionen das Internet defakto genau zu diesem rechtsfreien Raum. Und aus Richtung der Politik kommen allenfalls Vorlagen zur Verschärfung der ganzen Situation, anstelle gegen offensichtliche Auswüchse wie Massenabmahnungen brauchbare Hilfsmittel bereitzustellen. Oder überhaupt zu überlegen, inwieweit das Mittel der Abmahnung gegen privat betriebene Websites überhaupt Sinn machen, oder ob man das Mittel der Abmahnung nicht wesentlich stärker fokussieren muss.

Und weil die Absurditäten noch nicht reichen ...

... verklagt Kinderstart Google - weil sie bei Google, anders als bei andren Suchmaschinen, nicht auf Platz 1 bei der Suche nach dem Begriff "Kinderstart" stehen. Ist irgendwie Dauer-Vollmond?

Die Frösche machen einen schwindelig

Erst wollten sie die Privatkopien und P2P-Software etc. verbieten, dann die Privatkopien legalisieren, dann wieder verbieten und jetzt wollen sie dann auch wieder die Verbreitung von P2P-Software verbieten:

Ihm zufolge soll mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro belegt werden, wer "wissentlich" und öffentlich Software verbreitet, die "offensichtlich darauf ausgerichtet ist", den unautorisierten Zugang zu geschützten Werken oder anderen Objekten zu gestatten. Selbst die Verbreitung von Hinweisen zu solchen Programme kann demnach genauso streng geahndet werden. Der klar gegen P2P-Software gerichtete Artikel soll laut dem für das Gesetz zuständigen Parlamentsberichterstatter, Christian Vanneste, aber nicht Programme betreffen, die Telekooperation, Forschung oder den Austausch nicht vergütungspflichtiger Werke ermöglichen.

Bei dem Hin und Her von denen wird einem ganz schwummerig. Und scheinbar bleibt der gesunde Menschenverstand dabei auf der Strecke ...

Münsterland-Giro als Profi-Rennen

Wow, das Münsterland kriegt sein eigenes Profirennen:

Münster hat wieder ein Profirennen. Auf einer Pressekonferenz wurde am Freitag der "Münsterland-Giro" vorgestellt, der gleich in die UCI-Kategorie 1.1 eingestuft wurde und am 3. Oktober stattfinden wird.

Sehr schön. Groningen-Münster war ja nicht so der Bringer - die Startlisten waren eher mau. Wenn jetzt aber ein Rennen in der gleichen Kategorie wie Henninger Turm oder Rund um Köln stattfindet, hat man ja doch mal die Chance ein paar der Topfahrer zu sehen.

PS3 kommt mit Linux

PS3 to ship with Linux, Sony confirms:

Sony President Ken Kutaragi confirmed that the Playstation 3 (PS3) has been delayed, at a press conference in Tokyo earlier this week. Kutaragi additionally confirmed that the gaming console will ship with an upgradable 60GB hard drive pre-installed with Linux, according to in-depth coverage at 1up.com.

Wow. Das ist schon eine erstaunliche Sache, wenn das tatsächlich so kommen wird - bei Sony weiss man ja erst was sie tun, wenn sie es getan haben. Wäre nicht der erste Plan, der stillschweigend wieder fallen gelassen wird. Aber eine Gameconsole mit einem "offiziellen" Linux wäre schon interessant.

Tolles SAP Betriebsklima

Nachdem mir so viele vorgeweint haben, das SAP ja so eine tolle Firmenphilosphie hat, die mit Betriebsräten inkompatibel ist, gibts jetzt ne klare Ansage der Firmenleitung:

SAP sähe danach die Möglichkeit, in Lateinamerika oder Osteuropa Forschungslabore zu etablieren, und den Wettbewerb zwischen den zurzeit zehn weltweit bestehenden Laboren anzuheizen. Man sei dann global genug, aber dennoch werde auf Walldorf immer noch mehr als die Hälfte der weltweiten Entwicklungskapazitäten entfallen.

Jau, Leute, redet euch ruhig weiter ein ihr bräuchtet keinen Betriebsrat. Traumtänzer ...

Was machen wenn man verklagt wird?

So wie zum Beispiel die Klagen der Guantanamo Häftlingen? Ganz einfach in der USofAbsurdity: man verbietet den Häftlingen einfach das Klagen.

Dave Winer Breakdown

Irgendwo war es ja zu erwarten, trotzdem ist die Art wie Dave Winer jetzt komplett durchgeknallt ist selbst für ihn ziemlich selten dämlich. Ich mein, mit Rogers Cadenhead hatte er jemanden, der trotz all seiner Stänkereien (speziell rund um das RSS Advisory Board) versucht hat ihn noch halbwegs gut dastehen zu lassen. Nunja, das ist jetzt vorbei. Dave Winer ist halt der Prototyp des Internet-Soziopathen. Shitty Software. Shitty Manners.

Google kauft SketchUp

Google hat SketchUp gekauft - einen Hersteller von 3D-Software. Da kommt man schon ins Grübeln, vor allem wenn man sich gerade ein bischen mit virtuellen 3D-Welten beschäftigt hat. Könnte da auf Dauer sowas wie Second Life von Google anstehen? Wenn man sich anguckt, was Multiuuser 3D virtuelle Umgebungen so brauchen: Renderfarmen, Plattenplatz, Netzbandbreite, verteilte Architektur, Auslieferung von massiv grossen Datenmengen, Benutzervrerwaltung, Chat-Architektur, Accountingsystem, Zahlungsabwicklung - alles das hat Google schon. Und das Subskriptionsmodell könnte für Google interessant sein, denn es ist ähnlich gelagert wie die Werbegeschichten.

Demonstranten niederreiten ...

... ist in NRW demnächst wieder in. Obwohl in 2003 erst alle Staffeln wegen der viel zu hohen Kosten abgeschafft wurden.

Naked Objects in Virtual Life

Blöder Titel, ich weiss. Aber genau das ist die Linden Script Language (LSL ) - die Programmiersprache, mit der Objekte in Second Life kontrolliert werden. Jedes virtuelle Objekt ist auch ein Programm-Objekt mit eigenen Methoden, die auf externe Events reagieren. Irgendwie könnte ich mir vorstellen, das Second Life für die Einführung in Eventorientierte Programmierung gut geeignet wäre, da man die Objekte direkt antatschen kann.

Spannend ist auch die Physik-Simulation in dem Spiel - denn auch darauf haben Scripte Zugriff. So bietet es direkt auch eine Experimentierfläche für virtuelle Robotik-Experimente und die Visualisierung von Simulationen (oder sogar direkt erfahrbare visuelle Simulationen - eben eine komplette virtuelle Welt).

Man stellt sich schon die Frage, warum ein Spieleentwickler solche Ideen hat, und warum viele Simulationsumgebungen für "ernsthafte" Forschung so stinklangweilig rüberkommen. Vielleicht sollten Wissenschaftler mal Kontakt mit Gamedesignern aufnehmen, um die Klassenzimmer und Labore etwas aufzupeppen? Die Beschäftigung mit solchen Themen sind doch sicherlich spielerisch wesentlich leichter zu vermitteln, vor allem weil die Schüler dann vielleicht auch mal zuhören ...

Nicht mehr ganz so geheim ...

... ist die CIA nach der Enttarnung durch die Chicago Tribune

Teufelsgrinsen

Mal wieder ne Woche München

Internet nur über GPRS oder in der Firma. Und überhaupt - wieso haben die hier immer noch die Schnee-Maschine an? Soll doch Frühling werden, menno!

Was Firmenchefs heute so lernen ...

... enthält nichts zum Betriebsverfassungsgesetz

Tragende Säulen des Unternehmens seien "Gerechtigkeit, Offenheit und gesunder Menschenverstand", nicht das Betriebsverfassungsgesetz. "Bei allem Respekt vor dem Schutz der Minderheiten" verstehe er den "Gesetzgeber nicht, wenn eine neunprozentige Mehrheit den anderen die Bedingungen diktieren kann", schrieb Plattner. Rund 91 Prozent der Belegschaft in der SAP-Zentrale Walldorf hatten sich gegen einen Betriebsrat ausgesprochen.

Erstmal an Heise: das waren 91% der an der Wahl teilnehmenden Mitarbeiter. Das ist deutlich weniger als 91% der Belegschaft, auch in der Zentrale. Aber egal. Denn der wirkliche Hammer ist, das der Firmenmitgründer und derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende tatsächlich glaubt, das Betriebsverfassungsgesetz sei nicht Grundlage seines Unternehmens. Träumer. Komischerweise steht das im Gesetzbuch, Herr Plattner. Wie blöd muss man eigentlich als Firmenchef sein, um sowas selten dummes abzulassen? Naja, wird wohl die neue Maßeinheit für Firmenchefdummheit: ein Plattner = ignorieren eines kompletten Satzes von Gesetzen ...

Laut Spiegel will der Konzern nun einen eigenen Wahlvorstand für die Betriebsratswahlen vorschlagen, der höchstwahrscheinlich aus Arbeitnehmervertretern des Aufsichtsrates bestehe und nicht aus jenen Kollegen, die mit Unterstützung der IG Metall den Betriebsrat durchsetzen wollten. Das Unternehmen käme damit dem Arbeitsgericht zuvor, das einen Wahlvorstand einsetzen könnte.

Oh, und der Wahlvorstand gibt mit nichten irgendwas vor - und hat auch nix mit Schutz von Minderheiten zu tun. Der Wahlvorstand sorgt einfach nur für die ordnungsgemäße Abwicklung von Betriebsratswahlen, mehr nicht. Und ob ein von einer dermaßen dummen Firmenleitung eingesetzter Wahlvorstand dazu in der Lage ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Vielleicht wärs jetzt an der Zeit, das die Firmenleitung einfach mal kapiert, was Betriebsratswahlen sind: die Wahl einer Mitarbeitervertretung durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Egal wie wenige der Anlass für die Wahl sind, jeder Mitarbeiter (ok, ein paar Ausnahmen bei AT-Verträgen gibts) darf wählen, und fast jeder darf sich zur Wahl stellen (noch ein paar wenige Ausnahmen mehr gegenüber dem aktiven Wahlrecht - leitende Angestellte sind ausgenommen vom passiven Wahlrecht). Und ja, das bedeutet in der Regel bei Unternehmen mit entsprechender Größe, das mehrere Listen zur Wahl stehen - in der Regel eine der Gewerkschaft (bzw. korrekterweise eine Liste der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter) und oft eine Liste von Linientreuen. Wobei dem da keine Grenze gesetzt ist - wie wärs mal mit einer Liste der im Betrieb arbeitenden Frauen? Das könnte sicherlich auch für eine SAP interessant sein. Oder eine Liste der jungen Mitarbeiter. Oder einfach nur eine Liste derer, die keinen Bock auf Betriebsrat haben, selbst das wäre völlig legal.

Aber um das zu begreifen müssten die Leute bei SAP ja sich mal die Mühe machen und das Betriebsverfassungsgesetz zu lesen. Kann man von solchen Dummbatzen aber wohl nicht erwarten, statt dessen entblöden sie sich lieber öffentlich ...

Official Google Blog: Writely so

Official Google Blog: Writely so - Writely ist jetzt auch von Google gekauft. Aktuelles Geschäftsmodell 2.0: bescheuerte Ajax-Anwendungen bauen und von Google oder Yahoo kaufen lassen.