Da mal wieder wie an der Blogbar beschrieben Contentdiebe unterwegs sind, mal präventiv für diese eine Erklärung, was eine CC-Lizenz mit Share-Alike-Bedingung und Non-Commercial bedeutet: keine Ads auf den Seiten. Keine kommerzielle Site - also z.B. bezahlte Accounts oder ähnliches. Und ja, ich meine das mit den Non-Commercial ernst. Share-Alike hat auch eine einfache Erklärung: eine Site, die meine Inhalte wiedergibt, muss unter der gleichen Lizenz stehen, wie meine Site.
Wer die beiden Bedingungen (über die Erklärung von Attribution reden wir mal nicht) nicht erfüllen kann, muss wohl oder übel nachfragen. Und das bedeutet nicht, das eine Nicht-Reaktion eine stillschweigende Zustimmung wäre - wer keine explizite Erlaubnis von mir hat und sich nicht an die CC-Lizenz halten kann, muss eben die Griffel von meinen Inhalten lassen.
Und wer meint, das ich ihm nix kann: wer so blöd ist sich Inhalte aus RSS-Feeds automatisch zu ziehen, sollte darüber nachdenken, das die ziehende Maschine erkennbar ist (ganz besonders bei "stationären" Diensten) - und man durchaus passende Feeds für einzelne Server bereitstellen kann, wenn man seine Software so wie ich selber programmiert. Und glaubt mir, liebe Content-Diebe: die Inhalte, die ihr dann ziehen würdet, würden euch garantiert nicht gefallen.
Die Nebra-Himmelsscheibe ist eine astronomische Uhr:
Eine babylonische Keilschrift aus dem siebten Jahrhundert vor Christus und die Detektivarbeit eines Hamburger Astronomen haben das Rätsel um die Himmelsscheibe von Nebra gelöst: Rahlf Hansen entschlüsselte eine Schaltmonat-Regel, die von der 3600 Jahre alten Bronzescheibe abzulesen ist.
Mit der Regel wird das Mondjahr und das Sonnenjahr wieder synchronisiert - das Mondjahr ist etwas kürzer als das Sonnenjahr und daher läufts im Laufe der Zeit aus der Synchronisation, mit der Regel auf der Scheibe wussten die Besitzer wann sie den Mondkalender durch Einschub eines Schaltmonats zurücksetzen mussten.
Schon verrückt, wenn man bedenkt, das die Scheibe aus der Bronzezeit ist. Und Babylonien und Sachsen nicht wirklich dicht beieinander liegen (wobei die Aufzeichnungen fast tausend Jahre jünger sind, was die Leistungen der Hersteller der Scheibe noch interessanter macht).
Erinnert sich noch jemand an diesen Dauergerichtstermin zwischen SCO und IBM? GROKLAW bringt eine Reihe von Dokumenten mit Anforderungen von IBM an diverse Firmen. Microsoft, Sun, HP, Baystar - mit sehr vielen, sehr interessanten Fragen. Hey, das Verfahren könnte so langsam wieder etwas interessanter werden
Jetzt wollen sie "Intelligente Aufnahmesoftware" verbieten - ohne zu verraten, was das denn sein soll. Aber sie wollen natürlich die Privatkopie beschränken, Mitschneiden aus dem Radio einschränken, die Sendefreiheit für den Hörfunk einschränken und auch sonst alles unternehmen um sich selber zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren - denn wenn keiner mehr freien Zugang zur Musik hat, werden die Menschen sich auf Dauer den freien Zugang anderweitig besorgen. Letztendlich fördern die hirnrissigen Forderungen der Musikindustrie auf lange Sicht nur die illegale Verbreitung von Musik als das sie diese eindämmen.
Das Problem dabei ist allerdings, das sich die Prolethiker in Berlin eh schon die ganze Zeit von der Musikindustrie vorführen lässt und immer mehr von dem geforderten Schwachsinn umsetzt. Und so können wir uns vermutlich auf noch mehr irrwitzige und hirnlose Gesetze freuen, so lange bis vielleicht doch mal dem Verfassungsgericht der Kragen platzt und sie dem Unsinn einen Riegel vorschieben. Den dann aber vermutlich die Prolethiker genauso ignorieren wie andere Entscheidungen aus Karlsruhe ...
Telekom fordert Geld von Content-Anbietern - und stösst dabei ins gleiche Horn wie die US-Telecoms:
Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke hat angekündigt, die Telekom wolle künftig Geld von Anbietern wie Google, Yahoo, Amazon und eBay verlangen. Es könne nicht sein, sagte er der «Wirtschaftswoche», dass der Kunde für das Breitband-Netz allein zahle.
Und wer garantiert, das es nur die grossen Content-Anbieter betrifft? Und wer garantiert, das demnächst kleine Kunden, private Sites etc. noch die gleiche Leistung erhalten wie die Grossen? Denn genau das bedeutet die Netz-Neutralität: das die Leistung für alle Beteiligten gleich ist. Auch wenn Ricke so tut als würde er sich da zum Anwalt der Kunden machen, es geht doch nur darum, das die Backbone-Betreiber mehr verdienen wollen, ganz besonders die aus dem Telekommunikationssektor.
Etwas deutlicher wirds bei Heise, was diese Forderung der Telekoms bedeutet: letzendlich zahlen die Anbieter dann mehrfach für die gleiche Leistung. Erstmal bezahlen sie bei ihrem Hoster oder Provider für die Connectivity. Dann zahlen sie nochmal für die gleichen Bytes an die Backbones. Und dann zahlt der Besucher auch noch für dieselben Bytes an seinen Provider. Das ist klassische Telekoms-Abzocke (und ich meine damit durchaus mehr als nur die Deutsche Telekom).
Die Backbones haben eigentlich ihre Finanzierung über die Peering-Abschlüsse mit anderen Backbones (sofern dort asymmetrische Lastverteilung vorliegt) und durch eigene, direkte Anschlüsse von Anbietern und Nutzern. Jetzt wollen sie Geld von Beteiligten, die mit ihnen gar keine Verträge haben - sondern nur über Verträge Dritter die Leistungen der Telekoms nutzen. Und das ist schlicht Beutelschneiderei.
Wer mehr über die peinliche Panne bei Geotrust wissen will: Phollow the Phlopping Phish beschreibt die Phishing-Attacke mal aus Sicht eines Benutzers. Mit Screenshots und Dokumentation wie gut die Site gefälscht war und wie wenig ein normaler Benutzer das durchschauen konnte.
Ich hab jetzt ein i-Tech Bluetooth Virtual Keyboard(frech den Link aus den Sourcen gepult - die Site ist sonst nämlich nicht sinnvoll bedienbar und ohne JavaScript gibts keine direkten Produktlinks - klare Fall von "dämlicher Designer Syndrom"). Sehr nett das ganze - die Tastatur wird auf den Tisch projeziert und dann mittels darüber liegender Infrarotschranke abgetastet. Die virtuellen Tasten funktionieren hervorragend.
Gekauft hab ich bei Expansys, allerdings haben die mir eine UK-Version geliefert - das Netzteil passt nicht in deutsche Steckdosen. Die Belegung ist natürlich immer englisch, aber das Steckernetzteil hätte ich schon gerne in der passenden Ausführung (deshalb auch die komischen Links auf Adapter von Englisch auf Schuko ).
Die Integration mit dem Nokia 770 ist sehr einfach - man holt sich einfach das Bluetooth Keyboard Plugin und installiert dieses. Achtung: wenn die Leiste mit den Icons oben auf dem Display schon voll ist, wird das Bluetooth-Icon möglicherweise nicht mehr angezeigt. Dann muss man sich von einem seiner Statusbalken-Plugins trennen.
Danach muss man einfach in die Einstellungen des Plugins gehen und bei angeschalteter (und sicherheitshalber resetteter) Tastatur diese aus der Liste der verfügbaren Geräte auswählen und Pairen. Danach erkennt das Plugin automatisch die Tastatur wenn sie eingeschaltet wird - man braucht also nicht manuell zu connecten, einfach das Tablet neu starten, die Tastatur einschalten und los gehts. Ausschalten der Tastatur wird auch brav vom Tablet als Disconnect erkannt.
Oh, und diese Laserprojezierte Tastatur ist nicht nur äusserst praktisch, sondern auch noch absolut cool.
BASF fährt Rekordjahr ein:
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat 2005 mit einem Rekordergebnis beendet. Wie das Unternehmen mitteilte, kletterte der Umsatz um 14 Prozent auf 42,7 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg um 50 Prozent auf 3 Milliarden Euro. Und auch für das laufende Jahr sieht sich BASF gut gerüstet.
Oh, ja, der Gewinn bei Ernährung und Pflanzenschutz hat einen rückläufigen Gewinn - naja, da werden die Politiker mit der Gensaat-Verordnung sicherlich der BASF dann auch demnächst Rekordgewinne mit steigender Tendenz verschaffen, wenn denn endlich der Industrie die Knebelung von Landwirten an ihre Saaten, Dünger und Gifte gelungen ist.
Auch putzig die hohen Gewinne im Bereich Öl und Gas. Natürlich sind die Preissteigerungen in den Bereichen alleine durch die hohen Kosten entstanden und haben nichts damit zu tun, das Öl und Gas Konzerne ihre Gewinne steigern wollen. (Ja, auch BASF ist im Bereich Erdgas fleissig - z.B. durch Wintershall, ein Unternehmen der BASF-Gruppe).
Was wohl die 3600 Arbeitnehmer von BASF in Ludwigshafen, deren Stellen in 2004 abgebaut wurden, von dieser Unternehmensentwicklung halten? Speziell die, die nicht über Abfindungen oder Altersteilzeit, sondern über Verschieben in eine Zeitarbeitsfirma rausgeschoben wurden?