Kochbuch

Süßkartoffel-Linsen-Kokosmilch-Suppe

Heute war uns wieder nach Suppe. Gestern hab ich etwas gesucht und bin über diese asiatische Linsen/Kartoffelsuppe gestolpert und wir haben die uns mal vorgenommen. War gar nicht so schwierig und sehr lecker. Was rein kommt (sieht man auch im ersten Bild):

  • Süßkartoffeln (waren so ca. 750g bei uns)
  • normale Kartoffeln (5 kleine hatten wir noch, musste reichen)
  • zwei Mohrrüben
  • eine Mango
  • frischer Ingwer (zwei kleine Finger hatten wir, hätte gerne mehr sein können)
  • Linsen (wir hatten noch braune Linsen, ca. 200g)
  • Gemüsebrühe (so ca. 1.5 Liter hatte ich)
  • eine Dose Kokosmilch (400ml)
  • Gewürze (Pfeffer, Salz, Curcuma, Kreuzkümmel, Chiliflocken, Muskat, Nelken)

Zubereitung ist auch recht einfach, ist halt eine Suppe:

  1. beide Kartoffelarten würfeln, die Süßkartoffeln etwa doppelt so groß wie die normalen Kartoffeln (Süßkartoffen garen schneller und werden sonst matschig)
  2. Mohrrüben kleinschnippeln
  3. Zwiebeln hacken
  4. Ingwer schälen
  5. Zwiebeln in Öl glasig braten
  6. beide Kartoffelarten rein und anschwitzen (also eine Weile drin lassen bis sie Feuchtigkeit abgeben)
  7. Gemüsebrühe drüber
  8. Kokosmilch reinrühren (nicht wundern, die ist zum Teil ziemlich fest)
  9. Mohrrüben rein
  10. Linsen rein (eventuell, wenn es sehr harte sind, die lange garen müssen - die Linsen vorher vorkochen, unsere waren noch recht hart)
  11. den Ingwer über der Suppe zerreiben (Käsereibe geht dafür gut)
  12. die ganzen Gewürze nach Geschmack rein
  13. das ganze ca. 20-25 Minuten kochen lassen
  14. etwas von der Suppe (vor allem Süßkartoffeln und normale Kartoffeln) rausholen - ca. 1/2 Liter - und pürieren und wieder druntermischen. Dadurch wird es schön sämig.
  15. die Mango schälen, kleinschneiden und in die Suppe geben
  16. Muskat über die Suppe streuen
  17. nochmal 5 Minuten ziehen lassen
  18. servieren (bei uns gabs schottisches Gewürzbrot dazu)

Das ganze war sehr sättigend und sehr lecker. Ziemlich scharf für unsere Verhältnisse durch die Chiliflocken. Aber eine sehr interessante Geschmacksmischung.

Kürbissuppe

Irgendwie kamen wir auf die Idee für Kürbis. Kürbis - das passt doch zur Jahreszeit. Und warum nicht mal eine ordentliche Kürbissuppe kochen? Also rauf auf den Markt und das besorgen was wir brauchten (vor allem den Kürbis) und los gings. Was rein kommt:

  • ein kleiner Hokkaido Kürbis. Ok, bei uns war es 3/4 eines kleinen, also bei mittleren Kürbissen wird wohl eher so ein halber davon reichen. Unserer war so 1.6 Kilo schwer.
  • 3-4 Kartoffeln
  • halbe Orange (auspressen, der Saft kommt rein)
  • Kochsahne
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Olivenöl zum anschmoren des Kürbis
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • Gewürze (Ingwer, Koriander, Cayenne Pfeffer, scharfes Paprikapulver, Muskatnuss, Zimt, der Curcuma aus dem Bild fand keine Anwendung)
  • Pinienkerne (geröstet später über die Suppe)

Das aufwendigste an dem ganzen Gericht war den Kürbis zu schlachten. Die sind hart! Das ist Arbeit! Trotzdem, da muss man durch. Das war so der Ablauf:

  1. den Kürbis in Spalten schneiden. Achtung, das ist echt Arbeit, die sind hart. Ich habe den Kürbis auch geschält. Ja, ich weiss, bei Hokaido kann man die Schale mitessen. Aber man kann - man muss nicht. Und so mit Sparschäler gehts fix.
  2. die Spalten dann ausräumen - das ganze Kerngehäuse raus.
  3. dann die Spalten in Würfel schneiden
  4. die Würfel mit Knoblauch zusammen in Öl anschmoren
  5. Kartoffeln in Würfel zusammen mit dem Kürbis und der Gemüsebrühe kochen (20-25 Minuten)
  6. das ganze mit dem Pürierstab pürieren.
  7. die erste Runde Gewürze drauf (ordentlich Ingwer und Koriander, bei scharfem Paprika und Cayenne-Pfeffer etwas vorsichtiger sein, natürlich Pfeffer und Salz und ein wenig Zimt) und einrühren
  8. die Kochsahne und den Orangensaft reinrühren
  9. noch Muskatnuss drauf und reinrühren und leicht köcheln lassen
  10. Pinienkerne in der Pfanne rösten, wenn die Pinienkerne fertig sind, ist auch die Suppe gut

Bei uns gabs ein leckeres französisches Landbrot mit Paprika dazu und dazu Weinschorle. War ausgesprochen lecker, das ganze! Das ganze war übrigens von der Menge eher für 4 Personen, wir kochen bei Suppe gerne etwas mehr als nur für eine Mahlzeit.

Lachsforelle mit Pastinaken

... und ohne Backkartoffeln (die sind schief gegangen und wurden zum Salat degradiert). Irgendwie sind Juliana und ich mal auf die Idee gekommen Fisch zu machen und ich dachte mir, so eine schöne Forelle, das wär doch was. Also auf dem Markt eingekauft und Forelle und Pastinaken geholt. Das waren die Zutaten:

  • zwei Lachsforellen (je 400g)
  • Pastinaken so für zwei Portionen
  • Knoblauch (6-8 Zehen)
  • Petersilie
  • Zitrone (für den Saft)
  • Lauchzwiebel
  • Olivenöl, Pfeffer, Salz

Zubereitung war nicht wirklich kompliziert, und es hat auch nicht sehr lange gedauert bis alles fertig war.

  1. Juliana hat Knoblauch, Lauchzwiebel und Petersilie klein gehackt
  2. ich habe die Pastinaken in Stifte geschnitten
  3. dann haben wir die Forellen innen und außen mit Pfeffer und Salz eingerieben (nicht zu geizig sein)
  4. dann die Zitrone (also eine halbe wars bei uns) auspressen und den Saft mit dem Knoblauch, der Petersilie und Lauchzwiebel vermengen
  5. die beiden Forellen ordentlich füllen und den Zitronensaft der übrig ist reinträufeln.
  6. die Forellen in eine backofengeeignete Schale in Alufolie eingewickelt legen. Also Schale mit Alufolie auslegen, Forellen rein, zuwickeln.
  7. die Pastinakenstifte ebenfalls in Alufolie packen (dünne Schicht von Stiften, damit alle schön garen)
  8. den Backofen auf 200 Grad aufheizen und dann Forelle und Pastinaken rein in den Ofen
  9. 25 Minuten backen
  10. auf dem Teller anrichten und servieren

Das ganze war super lecker. Wie oben angedeutet, eigentlich gehörten auch noch Backkartoffeln dazu und dazu dann ein Dip, aber das ist uns beides nicht so richtig gelungen - der Dip war zu dünn, eher ne Salatsoße, und die Backkartoffeln wurden nicht rechtzeitig gar. Aber bei der Menge an Fisch hat das auch so ausgereicht.

Topinambur Salat und Linsensalat

Heute gab es zwei für unsere Verhältnisse exotische Salate. Eigentlich auch nur durch Zufall, weil ich beim Einkauf für morgen auf die Idee für den einen Salat (den Linsensalat) gekommen bin und durch zufall die Zutaten für den anderen Salat (Topinambur) gesehen habe und neugierig wurde. Beide Salate sind leicht zubereitet. Beide erfordern etwas kochen, aber nichts kompliziertes.

Für den Topinambur Salat braucht man folgendes:

  1. Topinambur natürlich
  2. Mini-Tomaten
  3. Zitronensaft
  4. Olivenöl
  5. Pfeffer, Salz
  6. Basilikum, Oregano

Zur Zubereitung einfach die Topinambur mit Salzwasser bedeckt zum Kochen bringen und 15 Minuten kochen lassen, damit sie schön weich sind. Besser nicht so unterschiedlich dicke nehmen wie wir, sondern wie bei Kartoffeln einfach drauf achten, dass die Größen aller Wurzeln ähnlich sind, dann gehts besser. Wärend die Topinambur kochen die Tomaten klein schneiden. Nach dem Kochen die Topinambur mit kaltem Wasser abschrecken. Kleinschneiden und mit den Tomaten mischen. Zitronensaft drüber, Pfeffer, Salz, Basilikum und Oregano zum Würzen dran. Ordentlich durchmischen, Olivenöl drüber und nochmal kurz mischen und dann einfach stehen lassen. Sollten ruhig eine Weile ziehen (bei uns waren es so 2-3 Stunden).

Für den Linsensalat braucht man folgendes:

  1. braune Linsen
  2. Mini-Tomaten
  3. Lauchzwiebel
  4. Zitronensaft
  5. Olivenöl
  6. Balsamikoessig
  7. Gemüsebrühe
  8. Pfeffer, Salz
  9. Curcuma, Coriander, Kumin, Ingwer, scharfes Paprikapulver

Zur Zubereitung einfach die Linsen in Gemüsebrühe aufkochen und dann 30 Minuten kochen lassen. Wir haben einfach einen halben Gemüsebrühwürfel genommen. Während die Linsen kochen die Tomaten und Lauchzwiebel kleinschneiden. Eine Vinegrette aus Öl, Essig, Zitronensaft und Gewürzen machen. Zusätzlich Gewürze über die Tomaten und Lauchzwiebeln geben. Die Vinegrette enthielt bei uns noch zusätzlich normale Zwiebeln. Die fertig gekochten Linsen über die Tomaten geben und durchmischen. Dann die Vinegrette drüber und nochmal mischen. Stehen lassen, auch hier waren es 2-3 Stunden. Vor dem Essen noch frischen Koriander auf den Linsensalat schneiden und verteilen.

Das ganze dann mit Baguette servieren. Juliana fand den Topinambur Salat besser, ich fand den Linsensalat besser, geschmeckt haben aber beide. Mahlzeit!

Waldpilzsalat mit Hähnchenstreifen

Und wieder mal eine Folge von "Kochen mit rfc1437" - diesmal war Juliana die Köchin und ich nur der Fotograf und Helfer. Und es gab einen Salat mit Waldpilzen, in unserem Fall Steinpilze, schliesslich ist ja die richtige Jahreszeit dafür. Unsere Zutaten:

  • ca. 250g Waldpilze (wir hatten tatsächlich 500g Steinpilze, haben aber nur die Hälfte davon für den Salat genommen)
  • Kopfsalat (wir hatten vergessen vorher zu gucken wie viel wir haben, daher war das eindeutig zu wenig)
  • eine Paprika (die wir dazu gepackt haben, weil es sonst zu wenig Salat geworden wäre)
  • Kirschtomaten oder Zwergstrauchtomaten (8-9 Stück)
  • 180g Hähnchenbrustfilet
  • ein bischen Petersilie
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • eine halbe Zitrone
  • scharfes Paprikapulver und Ingwer zum Marinieren des Hähnchens
  • Essig, Öl und Aprikosen-Senf-Soße um die Salatsoße zu machen
  • Pfeffer und Salz für die Pilze

Für die Zubereitung haben wir wieder fleißig fotografiert, die Punkte hier orientieren sich also an den Bildern oben.

  1. Das Rezept haben wir als Basis benutzt, aber deutlich abgewandelt. Es kommt aus einem Buch, das wir zur Hochzeit geschenkt bekommen haben und das uns schon öfter gute Dienste geleistet hat.
  2. Das Hähnchen hatten wir schon morgens in Streifen geschnitten und mit scharfem Paprikapulver und Ingwer mariniert.
  3. Die Steinpilze in kleine Stücke schneiden und mit Olivenöl braten. So 15 Minuten brauchen die schon um gar zu sein.
  4. Danach die Hähnchenstreifen schön durchbraten.
  5. die Zitrone auspressen
  6. optional die Zitronenschale aufessen
  7. Die Pilze mit der kleingehackten Petersilie und dem kurz angebratenen Knoblauch vermengen
  8. die ausgepresste Zitrone über die Pilze und das ganze gut mischen
  9. Zwischendurch den Ehemann verpflichten eine Salatsoße aus Essig, Öl und Aprikosen-Senf-Soße zu mischen (die Aprikosen-Senf-Soße ist eigentlich so eine Art Marmelade oder Chutney, hatten wir einfach gerade im Kühlschrank, da geht natürlich auch jede andere Variante)
  10. Salat schneiden und in die Schüssel. Und ja, das war wirklich alles was wir hatten, das war schon etwas wenig.
  11. Daher noch schnell eine Paprika kleinschneiden
  12. Salat, Paprika und die Zwergstrauchtomaten mischen mit der Salatsoße
  13. Die Pilze über den Salat geben (nicht mehr mischen, sieht hübscher aus)
  14. Die Hähnchenstreifen auf dem Salat anrichten
  15. nochmal die Gewürze, die wir für Hähnchenstreifen und Salatsoße benutzt haben, das Öl war ja schon eher mal im Bild. Der Essig war einfach Balsamiko-Essig.
  16. das ganze mit Brot reichen
  17. und dann essen!

Das Ergebnis war sehr lecker, aber für das nächste Mal planen wir eine größere Menge Kopfsalat ein und ich glaube die Salatsoße statt mit Essig einfach mit einem Teil des Zitronensaftes zu machen wäre auch eine gute Idee. Aber es war ein sehr leckerer Salat, der auch hervorragend zur Jahreszeit passt.

Rinderrouladen mit Pastinaken

Mal was neues - Kochen mit Dokumentation! Juliana wollte das ganze gerne dokumentiert haben um es zu zeigen, also haben wir abwechselnd mit Kochgerät und Fotoapparat rumgewedelt. Und erstaunlicherweise ist das ganze geglückt - und geschmeckt hat es auch!

Also die Zutaten für das heutige Menü:

  • vier Rinderrouladen (waren so 850g Fleisch)
  • 3 Pastinaken
  • eine Möhre
  • etwas Sellerie
  • Lauchzwiebeln
  • Gewürze (Pfeffer, Salz, Ingwer, scharfer Paprika)
  • 250g Speck
  • ein paar Gurken
  • ein paar Knoblauchzehen (gerne auch ein paar mehr)

Zubereitung kam in Abschnitten, denn das ist alles doch recht aufwändig, besonders bei der Zeit. Also hier die Zubereitung inklusive der Pausen (die Schritte sind an den Bildern orientiert, also einfach oben das passende Bild angucken dazu):

  1. Sellerie, Möhren und Lauchzwiebeln kleinschnippeln und bereitstellen für den Sud in dem die Rouladen geschmort werden
  2. Speck, gewürfelte Gurken und kleingeschnippelten Knoblauch mischen und bereitstellen für die Füllung der Rouladen
  3. scharfen Senf braucht man, um die Rouladen zu beschmieren. Mit im Bild die Gurken - waren welche mit Chili dran, die sind für Rouladen klasse.
  4. die Rouladen mit Senf beschmieren, nicht zu kleinlich dabei sein.
  5. die Füllung auf die Rouladen verteilen.
  6. das ganze mit jeder Roulade wiederholen. Zu sehen auch die Rouladenringe mit denen ich die Rouladen zusammenhalte.
  7. da sind dann alle Rouladen gefüllt und aufgerollt.
  8. die Rouladen anbraten
  9. bis sie rundum schön angebraten sind.
  10. Rouladen raus aus dem Topf
  11. und rein mit dem Gemüse für den Sud
  12. ordentlich das Gemüse anbraten und schmoren (so ein paar Minuten)
  13. Rouladen zurück in den Topf und mit Wasser und Rotwein so auffüllen, dass die Rouladen ca. 3/4 bedeckt sind.
  14. den Sud zum Kochen bringen und dann die Rouladen für 2 Stunden bei 190 Grad im Backofen schmoren lassen. Der Topf ist doch hoffentlich backofenfest?
  15. ca. 1 Stunde vor Ende mit den Pastinaken anfangen. (naja, waren eher so 45 Minuten vor Ende bei uns, reichte aber auch)
  16. Pastinaken in Stifte schneiden
  17. die Pastinakenstifte in der Pfanne braten, dort mit Ingwer, scharfem Paprika und Pfeffer würzen, ordentlich schmoren bis sie weich sind, dann etwas Salz drüber
  18. den Sud muss man pürieren und mit Kochsahne und Soßenbinder zu einer Soße machen
  19. wenn die Rouladen fertig geschmort sind, raus aus dem Topf und den Sud pürieren
  20. den pürierten Sud mit Sahne mischen und dann Soßenbinder mit rein
  21. vorbereitete Soße in den Topf zurück, aufkochen, Rouladen nochmal rein damit sie ordentlich in der Soße liegen. Schmeckt einfach besser.
  22. sich auf das Essen freuen
  23. und Mahlzeit!

Hat Spaß gemacht zu kochen und noch mehr Spaß gemacht zu essen. Sehr lecker. Pastinaken sind so ein bischen wie eine Mischung aus Kartoffeln und Möhren mit leichter Zimtnote im Geschmack. War für uns das erste Mal, dass wir sie zubereitet und gegessen haben, war sehr lecker. Und die Rouladen waren absolut der Kracher dieses Mal.

Gumbo

Heute mal was exotisches - Gumbo. Und dazu dann das ganze auch noch ein bisschen abgewandelt, weil ich Lust darauf hatte. Im Prinzip ist das ganze ziemlich einfach: Speckwürfel (250g), Zwiebeln (wir hatten zwei Zwiebeln), Knoblauchzehen (nicht zu geizig mit denen sein!) und eine in Scheibchen geschnittene Möhre. Speck im Topf braten, Fleisch (300g Rindergulasch war es bei uns) dazu, scharf anbraten, Zwiebeln, Knoblauch, Möhre dazu, schmoren lassen. Dann mit einem Schluck Rotwein ablöschen (muss nicht, aber ich find etwas Rotwein gehört immer ans Gulasch, auch wenn es kein Gulasch wird), 1l Brühe drüber, Lohrbeerblatt, Ingwer und Kumin als Gewürz daran, das ganze so eine Stunde kochen lassen. Dann Reis zubereiten und wärend der Reis fertig wird, eine Paprika kleinwürfeln und in die Suppe geben und ein Glas Okra Schoten (vorher abtropfen und abspühlen) ebenfalls hinein, das ganze dann so 10 Minuten (bis halt der Reis fertig ist) kochen lassen. Wir hatten auch noch ein paar Kapern (gut und lange vor Verwendung wässern, die sind sonst viel zu salzig) mit reingeworfen. Reis auf den Teller, Eintopf drüber, bei uns gab es Weinschorle dazu. Also die Zutaten nochmal zusammengefasst:

  • 250g gewürfelter Speck
  • 300g Rindergulasch
  • 1l Rinderbrühe
  • 1 Möhre
  • 2 Zwiebeln
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • 1 Pakrikaschote
  • 1 Glas Okraschoten (ca. 400g, vor Verwendung abtropfen und abspühlen)
  • Ingwerpuler, Kumin, Salz, Pfeffer
  • ein paar Kapern (gut wässern vor der Verwendung)

Rinderrouladen

Ja, ganz simpel, einfach nur Rinderrouladen. Mit selbst gemachter Füllung natürlich. Zutaten sind ziemlich simpel, eigentlich ist das schwierigste daran auf die lange Garzeit zu warten:

  • 4 Rinderrouladen vom Fleischer (ich weiss nicht wie ich die Mengen für weniger hin bekomme, ausserdem passen 4 gut in meinem Topf)
  • 125g gewürfelter Speck
  • 5 kleine Gürkchen (Essig oder auch ruhig scharf gewürzte, aber besser nicht die salzigen)
  • eine dickere Zwiebel
  • zwei Knoblauchzehen
  • Majoran und Rosmarin als Gewürz
  • scharfer Senf
  • 500ml Rinderbrühe, Rotwein und Tomatenmark für die Soße (und den Wein zum Trinken zum Essen)

Die Rouladen werden mit dem Senf bestrichen, dann darauf die Füllung (Speck, gewürfelte Gurken, Zwiebeln Knoblauch, Gewürze) belegt, dann aufgerollt und mit Rouladenklammern oder Küchenband fixiert. Dann werden die Rouladen im Topf von allen Seiten scharf angebraten. Den Deckel zwischendurch auf den Topf, denn dann bleibt mehr vom Saft flüssig und es spritzt nicht die ganze Zeit so fürchterlich. Wenn die Rouladen rundum angebraten sind, raus aus dem Topf, irgendwo zwischenlagern, dann den Bratensatz mit dem Rotwein, etwas Tomatenmark und der Brühe verrühren. Das ganze wieder aufkochen lassen, dann die Rouladen rein in die Suppe und das ganze 1.5 Stunden köcheln lassen. Rouladen raus und den Saft im Topf mit Mondamin leicht andicken für die Soße. Dazu gabs bei uns noch Reste vom Gemüse letztens, geht auch gut mit Nudeln oder Reis oder Kartoffeln oder was auch immer einem dazu schmeckt.

Schweinefilet in Senfsoße

Schweinefilet in Senfsoße Diesmal ganz einfach und simpel, daher hier einfach nur grob der Ablauf wie man das ganze produziert. Ich habe zwei Wochen später das ganze auch nochmal etwas modifiziert, da waren dann noch zusätzliche Gewürze (Ingwer, rosenscharfer Paprika und Koriander) in der Soße, das hat dann Juliana auch noch besser gefallen - eine schöne würzige Soße. Also hier die Zubereitung:

  • Schweinefilet (vorher Häute und Sehnen entfernen) in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden
  • eine Zwiebel und eine große Knoblauchzehe klein würfeln
  • die Filetstücke kurz und scharf anbraten
  • Filetstücke rausnehmen und in eine Auflaufform legen (oder wie ich, in eine ofen-geeignete Pfanne)
  • die Zwiebeln und den Knoblauch anschmoren
  • mit Weißwein ablöschen
  • halber Topf Kochsahne drüber gießen
  • 2-3 große Teelöffel Senf hinein rühren
  • mit Pfeffer und Salz abschmecken, Ingwer, Koriander und rosenscharfer Paprika nach Geschmack dazu
  • die Soße über die Filetstücke in der Auflaufform gießen
  • im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen

Bei uns gabs dazu Brot und Salat. Ausgesprochen lecker und nicht viel Aufwand.

Spaghetti Carbonara mit Gemüse und Frikadellen

Juliana hatte das Rezept gefunden und es klang gut, also haben wir uns da heute mal dran gewagt. Hat auch alles einigermaßen funktioniert und gut geschmeckt hat es auch. Und dieses Mal hat auch die Menge (außer bei den Frikadellen) für zwei Personen gepasst. Rein kommt:

  • Spaghetti
  • Hackfleisch 300g
  • Schinken (so 4-5 Scheiben)
  • Zucchini (1-2)
  • Pilze (ca. 2 Hand voll)
  • Petersilie
  • Knoblauch, Majoran, Edelsüßer Paprika, Rosmarin, Pfeffer, Salz (alles für das Hack hauptsächlich)
  • etwas Semmelmehl
  • 5 Eier (1 ins Hack und 4 in die Soße)
  • Parmesan (so 40-50g hatten wir)
  • Kochsahne (die mit 15% Fett, ca. ein halber Becher)

Zubereitung war etwas komplizierter, weil man ja mehrere Sachen gleichzeitig machen musste - und wir natürlich prompt die Nudeln zu spät aufgesetzt haben und daher zwischendurch alles warm halten mussten. Aber ansonsten wars eigentlich recht unkompliziert:

  1. Knoblauch kleinhacken
  2. Hackfleisch mit Knoblauch, Semmelmehl, einem Ei und den Gewürzen mischen
  3. kleine Fleischbällchen formen und in der Pfanne braten
  4. während die braten das Gemüse kleinschnippeln
  5. die fertigen Fleischbällchen irgendwo zwischenlagern
  6. Gemüse in der Pfanne braten und zum Ende den Schinken dazugeben und mit braten (nicht zu früh, der Schinken wird sonst zu trocken)
  7. parallel dazu 4 Eigelb, den Parmesan kleingerieben, die Kochsahne und die Petersilie zusammenrühren und warm machen - nicht kochen, nur erhitzen
  8. die Soße wird etwas dicker wenn sie fertig ist.
  9. Evtl. etwas Salz an die Soße.
  10. nicht vergessen zwischendurch auch die Nudeln aufzusetzen

Wenn dann alles fertig ist, einfach die Nudeln auf den Teller, Soße darüber verteilen, dann das Gemüse mit dem Schinken darüber und servieren. Eventuell noch etwas Parmesan drüber reiben (hatten wir nicht mehr) und die Frikadellen dazu legen (oder einfach so dazu essen - die Soße ist sowieso ziemlich schwer, die Frikadellen waren uns fast schon zu viel des guten).

Gulasch ungarische Art

Juliana hatte Schweinegulasch gekauft, aber noch keine Idee was damit machen - und ich hab dann ungarisches Gulasch vorgeschlagen. Danach musste ich dann in die Küche und kochen. Gulasch ist ja recht simpel, hier nur mal als Gedankenstütze für mich geblogged:

  • 300g Schweinegulasch
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 Paprika
  • 1-2 Tomate
  • 100ml Rotwein
  • 400ml Wasser (Kollege schlug vor da statt dessen Brühe zu nehmen, gibt dann mehr Geschmack)
  • Paprikapulver (edelsüß und rosenscharf)
  • 3 Gewürznelken, 3 Lorbeerblätter, 4 Pimentkörner
  • Pfefferkörner, 1 TL Salz
  • Coriander, Rosmarin, Thymian, Majoran, Basilikum (oder was einem sonst noch so an Gewürzen einfällt, aber die hier sind relativ klassisch dafür)
  • etwas Tomatenmark (hauptsächlich für den Ausgleich der zur Zeit eher geschmacklich dünnen Tomaten)
  • 1/3 Becher Sahne

Die Zubereitung ist dann wie folgt:

  1. die Paprika, die Tomaten, die Zwiebel und die Knoblauchzehen kleinwürfeln (auf getrennte Teller packen)
  2. die Zwiebel und die Knoblauchzehen glasig braten in einem Topf
  3. Fleisch rein in den Topf und scharf anbraten
  4. Paprikapulver drauf (kräftig würzen!) auf das Fleisch und die Zwiebeln, fix umrühren
  5. mit dem Rotwein ablöschen
  6. mit dem Wasser auffüllen
  7. die Paprika (klein gewürfelt) rein in den Topf
  8. die ganzen Gewürze (vor allem Nelken, Lorbeerblätter, Pimentkörner und Pfefferkörner müssen mit dem ganzen Fleisch und Sud schmoren, sonst bringen sie nichts) rein
  9. alles zusammen 45 Minuten schmoren lassen
  10. die Tomaten rein, das ganze 20 Minuten schmoren lassen
  11. etwas Tomatenmark reinführen, nochmal 10 Minuten schmoren lassen
  12. kurz vor Schluß die Sahne vorsichtig reinrühren

Passt gut zu Nudeln oder vielleicht auch Reis (Nudeln ziehe ich aber vor). Oder auch einfach nur mit Brot und etwas Gemüse.

Piroschki wie von Schwiegermuttern

Das erste Mal habe ich sie zusammen mit meiner Schwiegermutter zubereitet - ich habe den Teig gemacht, sie das Hackfleisch gewürzt und die Piroschki geformt. Diesmal musste ich alles selber machen. Aufbau ist aber eigentlich recht simpel.

Man beginnt mit einem klassischen Hefeteig. Ich packe dafür folgendes zusammen in eine Knetschüssel und knete das ordentlich durch:

  • 500g Mehl
  • 200ml Milch (Zimmerwarm)
  • 2 Tüten Trockenhefe
  • 125g Margarine (warm)
  • 80g Zucker
  • 1 Ei
  • 1/2 Teelöffel Salz

Das ganze dann ordentlich kneten und an warmer Stelle 30 Minuten gehen lassen - sollte sich deutlich im Volumen vergrößern. Ich nehme dafür üblicherweise den auf 50 Grad leicht angewärmten Backofen, mit einem feuchten Handtuch über der Teigschüssel, das liefert genau das richtige feuchtwarme Klima. Tipp: die Trockenhefe erstmal in das Mehl reinführen, dann erst die anderen Sachen dazu geben, dadurch vermeidet man Klumpen von Hefe und bekommt gleichmäßigeren Teig. Statt zwei Tüten Trockenhefe kann man auch einen Würfel Frischhefe nehmen.

Die Füllung ist auch nicht kompliziert, einfach 500g Hack mit zwei Ziegeln (kleinhacken) und Pfeffer, Salz und weiteren Gewürzen nach Geschmack zusammen vermischen. Das wars schon bei der Füllung.

Danach dann den gegangenen Teig nochmal mit der Hand gut durchkneten und kleine Kugeln formen - so von der Größe her etwas kleiner als Tischtennisbälle. Die mit einem Nudelholz ausrollen auf etwas mehr als Bierdeckelgröße. Dann das Hackfleisch auf die Teigfladen geben und Halbmonde formen (also zusammenklappen). Die Ränder gut verschließen. Das war dann auch der komplizierte Teil, die richtige Größe für die Teigbällchen, die richtige Dicke beim Ausrollen und die richtige Menge Hack als Füllung zu finden. Das ist alles dieses Mal noch etwas hakelig gewesen, da müssen wir einfach noch üben. Da wir am Ende des Hack noch Teig hatten, haben wir den Rest einfach mit Marmelade gefüllt. Als Tipp daraus: am besten eine Marmelade mit kräftigem Geschmack wählen. Oh, und wirklich die Ränder gut zusammendrücken - gerade bei den süßen Piroschki sind uns ein paar aufgegangen beim Backen.

Alle Piroschki auf ein Backblech mit Backpapier legen, mit einem geschlagenen Ei bepinseln und im Ofen bei 180 Grad backen. Bei der Menge oben werden das zwei Blechen: die beiden Bleche 20 Minuten backen, dann die Positionen der beiden Bleche tauschen und nochmal 15 Minuten backen. Bei nur einem Backblech geht's wahrscheinlich schon mit 30 Minuten - einfach reingucken, wenn der Teig schön braun ist, ist es fertig. Das ganze gibt eine große Schüssel voll.

Rote Grütze

Rote Grütze Vor kurzem haben Juliana und ich Rote Grütze gegessen - und ich hatte danach das dringende Verlangen mal selber Rote Grütze zu machen. Auf dem Markt am Mittwoch haben wir dann eine Menge Beeren gekauft und heute morgen habe ich mich dann an den Herd gestellt.

Das ganze ist ziemlich simpel eigentlich. Und es schmeckt einfach nur lecker. Was rein kommt:

  • ein Glas Kirschen (ich hatte ein 500ml Glas, 375g Früchte)
  • auf 750g - 800g mit frischen Früchten ergänzen (wir hatten Brombeeren, Heidelbeeren und rote Johannisbeeren)
  • 50g Zucker (wer es lieber süßer mag kann bis 100g Zucker gehen)
  • wir hatten noch ein halbes Tütchen Vanillezucker
  • den Saft einer halben Zitrone
  • ca. 50-60g Sago (da kann man auch neutrale Speisestärke nehmen)

Die Zubereitung selber ist auch ganz einfach:

  1. den Saft aus den Kirschen zusammen mit dem Zitronensaft in einen Topf und aufkochen lassen
  2. ca. 1/3 der Früchte in den kochenden Saft hinein und aufkochen
  3. den Zucker und das Sago unterrühren
  4. Herd runterstellen und das ganze unter häufigerem Umrühren ca. 30 Minuten köcheln lassen (die Sago Körner sollten möglichst alle klar sein und nicht mehr hell herausstechen - das hab ich ein bisschen zu früh abgebrochen, mit normaler Speisestärke ist es evtl. einfacher)
  5. wenn die Grütze schön dick ist und der Sago klar, dann die restlichen Früchte hineingeben und 5 Minuten köcheln lassen
  6. dann die Grütze in Schüsseln füllen, abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen
  7. servieren mit Vanilleeis (das war es bei uns heute) oder Vanillesoße, oder Sahne, oder auch einfach nur etwas Milch

Die Grütze wird so schön fest und dick, so wie ich sie in Erinnerung habe, nicht so dünn wie man sie oft bekommt - ist also wirklich eher ein Pudding und nicht eine Suppe. Und wenn man gerade einen Rotwein offen hat, dann kann man den Rotwein auch gut mit in der Grütze kochen (so ein Glast Rotwein ist aber wirklich genug).

Wildgulaschtopf

Auf dem Markt bin ich über Wildgulasch gestolpert und habe zugeschlagen. Und dann noch Fenchel und Lauchzwiebeln gekauft. Nunja, ein bisschen rumgegoogelt und eine Idee für ein Rezept bekommen. Wie üblich natürlich etwas angepasst. Was rein kommt:

  • 300g Wildgulasch
  • 3 mittlere Kartoffeln
  • 1 große Möhre
  • 1/2 Fenchelknolle
  • etwas Lauchzwiebeln (ich hab zwei Stangen genommen)
  • 250 ml Wildfond
  • 125 ml Rotwein
  • Rosmarin, Tymian, Pfefferkörner, 2 Nelken, 1 Lorbeerblatt

Zubereitung ist erstaunlich simpel, allerdings etwas zeitaufwändig, also nicht gerade kochen wenn man schon Hunger hat:

  1. Wildgulasch mit Olivenöl in der Pfanne (hoher Rand, da kommt einiges dazu!) scharf anbraten, so dass es rundum Farbe bekommt
  2. mit Rotwein ablöschen und mit Wildfond auffüllen
  3. Gewürze rein
  4. 60 Minuten köcheln lassen
  5. wärenddessen Kartoffeln, Möhre, Fenchel, Lauchzwiebeln kleinhacken
  6. Gemüse mit rein in die Pfanne nachdem das Fleisch schön weichgekocht ist - falls der Flüssigkeitsstand zu niedrig ist, einfach etwas Wildfond (oder neutrale Gemüsebrühe wenn einem der Geschmack sonst zu intensiv wird) nachfüllen.
  7. alles nochmal 25 Minuten kochen lassen
  8. mit Pfeffer und Salz abschmecken, evtl. etwas Muskatnuss und Kümmel (wir lieben Kümmel!) mit hinein
  9. mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren

Ich hab erstmal das ganze vorbereitet, so dass wir es uns später einfach nur aufwärmen brauchen. Dazu dann - ich hab ja eine Russin hier zu Hause - Brot.

Operation Quiche erfolgreich

Dieses Mal war es eine Quiche mit Paprika und Porree. Ich spar mir die Erklärung wie man eine Quiche macht, denn das habe ich ja hier schon getan. Also den Teig und die Eiermasse - das ist hier genauso gewesen. Die Gemüsefüllung war einfach Speck, Porree und später dann Paprik in der Pfanne. In der Eiermasse war noch Koriander mit drin (frischer Koriander) und in das Gemüse ordentlich Kümmel. Da Juliana dieses Mal den Speck und das Gemüse geschmort hat, war auch nichts angebraten. Und der Teig war - dank etwas weniger Milch - auch deutlich fester und stabiler. Und irgendwie haben wir beide viel zu viel gegessen.

Piroggen (vegetarisch, und so garnicht russisch)

Piroggen Oy, das war eine richtig komplizierte Nummer. Nicht wegen der Sachen die reinkommen, das war eher banal. Auch nicht die Füllung zu bereiten, auch simpel. Aber dann diese Piroggen formen und falten und dabei möglichst auch einiges an Gemüse reinzukriegen in die kleinen Biester, da war dann doch schon höhere manuelle Fertigkeit gefordert. Naja, ab und zu muss man auch mal in der Küche basteln. Übrigens sind das keine Hefeteig-Piroggen - das ist eher so eine Art Mürbeteig. Der Grund war, dass ich fand das passt besser zu der Füllung. Die war nämlich eher an einem Gemüsekuchen orientiert.

Was rein kommt:

  • 225g Mehl
  • 145g Margarine
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Eier
  • 3 kleine Paprika
  • eine Handvoll schwarze Oliven
  • 1 Gemüsezwiebel
  • ein kleines Bund Lauchzwiebeln
  • ein paar Knoblauchzehen (nach Geschmack)
  • Basilikum und Oregano, Pfeffer, Salz
  • noch ein Ei für die Entmontage

Die Zubereitung dann selber (also die Einzelteile):

  1. Mehl, Eier, Salz und Margarine zu einem Teig kneten
  2. Teig für eine Stunde im Kühlschrank verschwinden lassen
  3. Zwiebeln und Knoblauch kleinhacken
  4. Paprik kleinschnipseln
  5. Oliven kleinschnipseln
  6. Ofen auf 200C vorheizen
  7. Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne anbraten
  8. Paprika mit in die Pfanne, 5 Minuten schmoren
  9. Oliven mit in die Pfanne, würzen, zusammen nochmal ein paar Minuten schmoren
  10. Pfanne zudeckeln und nach hinten schieben (gart dann noch etwas nach)
  11. das dritte Ei trennen nach Eiweiß und Eigelb
  12. den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen
  13. mit einer großen Tasse Runde Stücke stechen (meine hatten so 10cm Durchmesser)
  14. die Ränder mit Eiweiß bepinseln (als Kleber)
  15. Gemüse in die Mitte des Teigkreises geben und halb zusammenfalten, Ränder zusammendrücken
  16. das ganze treiben bis Teig und/oder Gemüse alle ist
  17. die gefalteten Piroggen dann mit Eigelb bestreichen von oben
  18. und das ganze für 20 Minuten bei 200C backen

Das Gefalte war schon ziemlich kompliziert. Der Teig muss recht dünn sein, sonst hat man hinterher mehr Teig als Inhalt, das ist dann ja auch eher doof, also ist der Teig halt empfindlich und das Falten und klappen komplizierter. Und der Teig soll zu bleiben - meine sind aufgegangen, ich hab die Seiten nicht gut genug verklebt (evtl. mit einer Gabel nachdrücken habe ich als Tip gelesen - leider erst als meine schon im Ofen waren).

Nach Möglichkeit sollte man das Gemüse früh zubereiten und dann auf den Teig im Kühlschrank warten, dann ist das Gemüse auch nicht mehr so warm - macht das Einwickeln einfacher. Und die Füllung kann man natürlich ganz frei Laune ändern - z.B. eine mit Hackfleisch ist klasse, Kohl ist klassisch, aber auch andere Gemüse gehen - muss alles nur klein genug geschnippelt werden, damit man falten kann.

Quiche Ratatuille

Tja, ich hatte von gestern noch eine ordentliche Portion Ratatuille über - und ich wollte nicht wieder Nudeln essen (und Reis ist keiner da). Also habe ich mal geguckt was man so für eine Quiche braucht und festgestellt, das ist mehr oder weniger alles da. Also einfach die wenigen fehlenden Sachen vom Bahnhof mitgebracht und losgelegt. Das ging rein in die Quiche:

  • 250g Mehl
  • 110g Margarine
  • 1 TL Salz
  • 50ml Wasser
  • 1+3 Eier (eines für den Teig und 3 für den Deckel)
  • 125ml Milch
  • 200g Schmand
  • Gewürze
  • Ratatuille (hatte ich ja noch von gestern, aber ehrlich - geht eigentlich mit jeder Gemüsepfanne)

Die Zubereitung ist auch recht simpel:

  1. 1 Ei, das Mehl, Wasser, Salz, Margarine zusammen mischen und zu einem Teig kneten (so ein Dreimix ist echt praktisch)
  2. Teig als Klumpen in Folie wickeln und in Kühlschrank für 30 Minuten
  3. Ofen auf 200 Grad vorheizen
  4. 3 Eier, Milch, Schmand mixen und würzen (probieren was und wieviel an Gewürzen rein soll)
  5. wenn Teig aus Kühlschrank kommt, diesen in eine Springform geben und so verteilen (mit der Hand drücken), dass er den Boden und den Rand bedeckt - ca. halb hoch am Rand
  6. Teig unten im Boden anstechen mit der Gabel und dann ca. 15 Minuten vorbacken
  7. Kuchen raus und Ratatuille reingeben und verteilen
  8. Eiermasse drübergießen, so dass das Gemüse gut bedeckt ist und bis zum Rand der Kuchen gefüllt ist. Nicht drübergießen, gibt sonst unter Umständen Schweinkram im Ofen (nicht jede Springform ist dicht).
  9. 30 - 40 Minuten backen (35 warens bei mir)

Das Ergebnis war erstaunlich gut. Ein Fehler den ich gemacht habe: der Teig war in den Ecken doch etwas dick und das schmeckt dann nicht so ganz toll, einfach weil der Teig selber ja recht banal ist. Aber das kriegt man mit etwas Übung und Fingerspitzengefühl auch hin. Und die Eiermasse kann ich ruhig stärker würzen, das war auch etwas wenig (ok, ich bin ja eher ein Wenigwürzer, für mich wars also ok, aber Juliana würde sicherlich schimpfen). Auf jeden Fall eine geniale Gemüsepfannenzweitverwertung.

Allerdings ein Problem hab ich noch: von gestern hatte ich nur eine Portion Ratatuille über. Jetzt hab ich 3/4 Quiche über ... (ich glaub ich weiß, was ich diese Woche zwischendurch esse)

Krümeltorte

Heute wieder nix gekocht, weil war ja gestern in Hamburg, aber dafür einen Kuchen gebacken. Ich mag Krümeltorte, unter anderem weil sie so trivial herzustellen ist. Das kommt rein (für eine 26cm Springform):

  • 300g Mehl
  • 200g Zucker
  • 150g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Pack Vanillezucker
  • 1/2 Pack Backpulver
  • etwas Zimt
  • 250g Aprikosen (also kleine Dose)
  • etwas Preiselbeermarmelade (optional)

Die Zubereitung ist dann ziemlich einfach:

  1. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver, Zimt - alles vermengen.
  2. Obst abtropfen lassen (den Saft mit Tonic Water und Eiswürfel gibt einen leckeren alkoholfreien Cocktail)
  3. Ofen auf 180C vorheizen
  4. die Butter heiss machen
  5. das Ei aufschlagen
  6. Butter und Ei in das Mehl+Zucker-Gemisch
  7. mit Dreimix und Knethaken durchkneten bis Krümeliger Teig entsteht (geht auch mit einer Gabel und von Hand, aber mit Dreimix ist es bequemer)
  8. 2/3 des Teiges in der eingefetteten Springform verteilen und am Boden andrücken, evtl. auch einen kleinen Rand machen
  9. mit Gabel ein paarmal in den Boden stechen
  10. Preiselbeermarmelade auf Boden des Teiges verstreichen
  11. Aprikosen drüber verteilen
  12. restlichen Krümelteig gleichmäßig oben drüber verteilen
  13. das ganze in den Ofen bei 180C für 45 Minuten
  14. rausnehmen und abkühlen lassen (nicht so gierig sein, auch wenns gut riecht)

Kann man gut Sahne drauf tun, oder auch einfach so essen oder Puderzucker drüber streuen (wobei es so schon einen ziemlich süßen Kuchen ergibt, also nicht übertreiben). Tipp: den Randbereich nicht zu dick lassen, sonst wird das hinterher ein recht harter Teil der sich schlecht schneiden lässt. Und natürlich kann man das Obst nahezu frei varieren, auch Apfelmuss statt Obst rein geht klasse, genauso wie natürlich Kirschen oder Pflaumenmuss (wird aber recht fest wahrscheinlich). Das schöne dran, fast alles kann man auf Vorrat im Haus haben und die Eier kann man ja vielleicht vom Nachbarn kriegen (ich hab halt nicht damit gerechnet, backen zu wollen, als ich Samstag noch schnell einkaufen war).

Gefüllte Paprika im Tomatenbett

Klingt gut, oder? Schmeckt auch gut. War diesmal auch nicht so fürchterlich aufwändig, das Essen, allerdings muss man schon mit mehreren Töpfen und Pfannen (ok, ein Topf, eine Pfanne) rumwerkeln. In Meinem Fall war der Topf eine Kasserole, weil die Paprika wirklich riesig waren. Was ich reingetan habe:

  • 2 große Paprika
  • 250g gemischtes Hack
  • 100g Schafskäse
  • eine Handvoll Oliven (schwarz, natur, ohne Kern)
  • 6 Tomaten
  • Tomatenmark
  • ein halbes Bund Basilikum
  • 1 Zwiebel
  • 1 1/2 Knoblauchzehen

Die Zubereitung ist recht simpel, man sollte einen großen Topf oder eine Kasserole bereithalten, in der man die Paprika bequem aufstellen kann. Ansonsten ging es so:

  1. Zwiebeln kleinhacken, Knoblauch kleinhacken, beides auf einen Teller
  2. Oliven kleinhacken, auf einen Teller
  3. Tomaten kleinschnippeln, auf einen Teller
  4. Basilikum kleinhacken, auf einen Teller
  5. Ofen schon mal auf 200° einstellen, damit er vorheizen kann
  6. Pfanne mit Olivenöl heiß machen>
  7. Zwiebeln und Knoblauch in der Pfanne glasig braten
  8. Gehacktes hinzupacken, krümelig braten (so wie für Bolognese - einfach mit dem Pfannenwender immer wieder die Klumpen teilen)
  9. wenn Gehacktes schön gebraten und mit dem Zwiebeln und Knoblauch gemischt ist die Oliven rein
  10. Temperatur runter und etwas von den Tomaten rein (Menge so 1-2 Tomaten), etwas Tomatenmark rein, mischen, Deckel drauf, 5 Minuten kochen lassen, abschmecken mit Gewürzen (bei mir Oregano, Thymian, Pfeffer, Salz)
  11. Deckel runter, Temperatur etwas hoch, Schafskäse rein und gut untermischen, schmelzen lassen
  12. Wenn Schafskäse gut unter das Hack gemischt, die Platte ausstellen
  13. zwei Paprika die Köpfe abschneiden, Kerngehäuse raus, die "Rippen" raus
  14. die Paprika mit der Hackmasse füllen, die Köpfe (vorher dort auch Kerngehäuse und Stiel entfernen, bleibt im Prinzip nur ein Ring über) zudecken
  15. in den großen Topf die restlichen Tomaten und das Basilikum verteilen, die Paprika da reinsetzen
  16. Tipp: wenn die nicht stehen bleiben wollen, mit Rouladennadeln unten rein ein Dreibeinstativ für die Paprika machen, dann hält das
  17. das ganze in den vorgeheizten Ofen und 20 Minuten schmoren
  18. nach den 20 Minuten rausnehmen und auf Teller, die Tomaten und Basilikum mit einem Dreimix pürieren

Bei mir wie üblich mit Brot, aber da gehen ganz wunderbar Nudeln oder Reis dazu. Das ergibt übrigens nicht so einen puddingweichen Paprika, der sollte ruhig noch Biss haben. Und die Füllung ist nicht der übliche Betonklotz, sondern eher vergleichbar mit einer dicken Bolognese. Bei mir gabs dann noch ein Bier dazu, einfach weil das Wetter draußen ganz laut "Bier" gesagt hat mit der ganzen Sonne heute.

Minestrone für die ganze Familie

Tja, ich hab mich einfach geweigert weniger als jeweils ein ganzes Gemüse zu nehmen, und schwupp da war es dann doch eine ganze Menge. Also besser einen großen Topf bereithalten! Schmeckt aber verdammt gut, die Minestrone. Was ich reingepackt habe:

  • 1 Paprika
  • 1 Zucchini
  • 3 Tomaten
  • 3 Stangen Sellerie
  • 1 große Möhre
  • 3 kleine Kartoffeln
  • 100g durchwachsener Speck
  • Parmesan mit Rinde
  • 150g grüne Bohnen
  • 2 violette Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bund Basilikum (frisch)
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • eine Handvoll Oliven (schwarz, entkernt, natur)
  • 1l Gemüsebrühe
  • 50g Butter
  • Olivenöl
  • ca. 50g Spaghetti (kleingebrochen)

Die Zubereitung ist echt Arbeit und in der ersten Phase gibts nicht viel Ruhe. Und am besten die Gruppierung der Gemüse wie unten angegeben, denn so kommen die nacheinander in den Topf - es wird nämlich erstmal alles vorgebraten. Aber ansonsten ist es eigentlich ganz einfach:

  1. Speck würfeln und auf einen Teller
  2. Zwiebeln und Knoblauch würfeln und in ein Schälchen
  3. Kartoffeln, Sellerie, Möhren würfeln und in eine Schüssel
  4. Bohnen kleinschnippeln und in eine Schüssel
  5. Paprika und Zucchini würfeln und in eine Schüssel
  6. Topf aufheizen mit Olivenöl und der Butter
  7. Speck 2 Minuten darin anbraten (fleißig rühren!)
  8. Zwiebeln mit Knoblauch rein in den Topf und 2 Minuten braten (fleißig rühren!)
  9. Kartoffeln, Sellerie und Möhren in den Topf und 2 Minuten braten (fleißig rühren!)
  10. Bohnen in den Topf und 2 Minuten braten (fleißig rühren!)
  11. Zucchini und Paprika in den Topf und 2 Minuten braten (fleißig rühren! wenn der Arm sich anfühlt als ob er abfällt: das ist normal, weiterrühren!)
  12. Deckel drauf, Temperatur runter und 15 Minuten das Gemüse garen lassen, zwischendurch immer mal wieder umrühren
  13. Arm kann leider nicht ausruhen, denn jetzt werden die Tomaten gewürfelt und wenn gewünscht die Oliven kleingeschnitten (ich lass sie immer ganz bei Suppen).
  14. Bevor die 15 Minuten um sind die Oliven reinwerfen (so nach halber Zeit)
  15. Basilikum kleinschneiden
  16. wenn die 15 Minuten um sind die Gemüsebrühe in den Topf, umrühren
  17. Tomatenmark, kleingehackte Tomaten und Basilikum rein, abschmecken mit Pfeffer und Salz
  18. Parmesanrinde reinwerfen (ich bind die mit Küchengarn an, damit sie leicht wieder rauszufischen ist)
  19. aufkochen lassen, Temperatur runter und eine Stunde leise köcheln lassen (bei meinem Monstertopf reicht da ein halber Punkt am E-Herd)
  20. Parmesanrinde rausfischen und wegwerfen
  21. Spaghetti rein und 10 Minuten kochen lassen

Gegessen wird das ganze dann bei mir einfach mit Brot dazu. Man kann auch Sauerrahm in die Suppe tun, oder ganz italienisch Parmesan drüberreiben. Dazu ein Glas Wein.

Pferderouladen mit Ratatouille

Tja, das war das heutige Kochexperiment. Teilerfolg, denn ich habe mich in Mengen völlig verkalkuliert (kein Problem, gibt ja einen Gefrierschrank und leckere Rationen für einen anderen Tag sind ja auch was feines) und das Ratatouille ist mir irgendwie doch arg verkocht heute. Aber das kommt davon wenn man gleich mit mehreren Pötten hantieren will, das klappt beim ersten Mal noch nicht so richtig. Aber die Rouladen waren klasse - allerdings gigantisch. Nur zu empfehlen wenn man großen Hunger hat! Ich hab gleich etwas auf Vorrat gekocht (einen Bräter für nur eine Roulade zu benutzen wäre Quatsch), gibt ca. 3 Gerichte:

  • 3 Rouladen vom Pferd (vorsicht, die Dinger sind eher XXL Format, eine reicht da locker pro Person!)
  • 300g gemischtes Hack
  • entkernte schwarze Oliven "natur" (so 10-15 Stück, kommt halt auf die Größe an - und den Geschmack)
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • Senf (ich hatte einen schönen scharfen Feigensenf, aber einfacher mittelscharfer tuts wohl auch), 3 Esslöffel ungefähr
  • eine Möhre
  • halbe Sellerieknolle
  • ein Loorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • etwas Pfefferkörner
  • 100ml Rotwein
  • 200ml Brühe (wahrscheinlich hätte es mehr sein dürfen, Soße war etwas dürftig)
  • 3 Paprika
  • eine Aubergine
  • eine Zuchini
  • 1-2 Tomaten
  • Basilikum, Oregano, Thymian, oder was sonst noch so an Gewürzen gefällt
  • Pfeffer und Salz wie üblich
  • Olivenöl

Bei der Zubereitung fängt man am besten mit den Rouladen und deren Füllung an - denn das dauert eh am längsten und die Rouladen schmoren dann im Ofen, da kann man dann in Ruhe das Ratatouille vorbereiten.

Übrigens empfiehlt sich für das Gericht der Besitz eines Bräters - das sind diese gigantischen und sauschweren Töpfe in ovaler Form, die man von Muttern vom Braten her kennt. Teuer, schwer, lästig, aber bei der Größe der Pferderouladen denkt gar nicht erst über einen normalen Topf nach, nehmt gleich einen Bräter.

  1. Zwiebel und Knoblauch kleinschnippeln
  2. Oliven kleinschnippeln
  3. weil wir dabei sind Auberginen auch schon mal kleinschnippeln und in Salzwasser einlegen (manchmal sind die Bitter, die brauchen also ein Bad vor der Nutzung)
  4. Hack, Zwiebeln, Knoblauch und Oliven ordentlich vermengen. Da kann man auch ruhig schon Gewürz (Thymian, Oregano) rein packen. Im Prinzip die Verteilung: Fleisch würzig, Gemüse eher milder, also hier die etwas kräftigeren Sachen.
  5. Rouladen glatt ausbreiten (und wundern worauf man das hinkriegt - die Teile sind gigantisch!)
  6. jede Roulade mit einen Esslöffel Senf bestreichen
  7. dann Füllung drauf verteilen
  8. Rouladen aufrollen und mit Rouladenringen oder Rouladennadeln fixieren (Ringe gingen bei mir einfacher - zwei pro Roulade, wegen der Größe)
  9. Sellerie, Möhre (und bei Wunsch ne weitere Zwiebel!) kleinschnippeln
  10. Backofen schon mal auf 170° einstellen und vorheizen lassen
  11. Öl im Bräter heiß werden lassen, Rouladen von allen Seiten ein paar Minuten scharf anbraten
  12. Rouladen raus, auf Teller zwischenlagern, Sellerie und Möhren Schnipsel rein in den Sud vom Rouladen anbraten
  13. Nelken, Loorbeerblatt und Pfefferkörner rein
  14. alles schön braten, sollte ruhig am Gemüse Spuren hinterlassen
  15. mit dem Rotwein ablöschen (also drüberkippen)
  16. alles wieder aufkochen lassen
  17. die Brühe hineinkippen
  18. nochmal alles aufkochen lassen
  19. Rouladen wieder in den Bräter reinpacken
  20. die Flüssigkeit sollte nicht zu wenig unten sein, denn einiges kocht noch weg und dann werden die Rouladen trocken, also notfalls mit etwas Wasser (oder wenn man noch hat Brühe) nachfüllen
  21. kurz aufkochen lassen
  22. den Bräter mit den Rouladen ab in den Backofen und da lassen wir ihn einfach mal 1.5 - 2 Stunden. Zwischendurch sollte man mal die Rouladen umdrehen (1-2 mal).

Da jetzt die Rouladen schmoren - und das dauert! - ist jetzt eine gute Zeit etwas aufzuräumen in der Küche und all die Teller und Schüsseln sauber zu machen, die man zwischendurch verbraucht hat weil man panikartig merkte das Ablagefläche für die Greifzange fehlte, oder das Gemüse ja auch irgendwo drin auf seine Bestimmung warten musste oder ähnliches. Kurz Luft holen und entspannen, Ratatouille ist eigentlich ganz einfach. So ca. 30 Minuten vor Ende der Rouladen dann mal mit dem Rest anfangen:

  1. Paprika und Zucchini alles in kleine Stücke schnippeln, Auberginen extra halten, die brauchen länger (optimal würde man alle drei Gemüse extra halten)
  2. bei Wunsch auch eine Zwiebel und etwas Knoblauch rein - kann man einfach bei den Rouladen oben mitmachen und etwas davon abzweigen für das Ratatuille)
  3. Tomaten auch schon mal kleinschnippeln (wer will kann die vorher in heißen Wasser etwas vorkochen und dann pellen - ich hab mit Tomatenpelle keine Probleme und spar mir das)
  4. Öl in der Pfanne heißmachen
  5. Auberginen rein und vorbraten (hier kämen auch die Zwiebeln und der Knoblach mit rein)
  6. wenn die Auberginen anfangen glasig zu werden die Zucchini rein
  7. wenn die Zucchini anfangen glasig zu werden die Paprika und Tomaten rein
  8. alles ordentlich anbraten und auch schon mal etwas würzen. Die Tomaten sollen ruhig zerfallen, aber das andere Gemüse sollte in seiner Form noch erkennbar sein.
  9. Deckel auf die Pfanne (eure Pfanne hat doch einen Deckel, oder? Wenn nicht wirds schwierig!) und 5 Minuten garen lassen (das war mein Fehler, zu lange, wurde zu weich - die 5 Minuten sind so eine Schätzung von mir, ich hatte mehr)

Wenn das Ratatouille fertig ist, sollten auch die Rouladen fertig sein. Also die Rouladen raus aus dem Ofen und auf die Teller. Wer Soße will: einfach das Gemüse-Bratensaft-Gemisch aus dem Bräter durch ein Sieb filtern und dann etwas Wasser zum verdünnen und mit Soßenbinder Soße machen. Ist derzeit noch theoretisch bei mir, da nicht genug unten drin war um sich die Mühe zu machen, also hab ich nur etwas vom Bratenrückstand auf die Roulade getan.

Gegessen hab ich das ganze wieder wie üblich mit Brot. Dazu - da ich ihn ja eh schon offen hatte - ein Glas Wein. War sehr lecker (ok, im Restaurant hätte ich das doch arg weiche Ratatuille kommentiert, aber bei eigenen Experimenten bin ich dann doch recht tolerant mir gegenüber), nur schlichtweg eine viel zu große Portion. Und die Zeit investiert um das ganze zu produzieren stand in keinem Verhältnis zur Zeit in der ich die Portion verputzt habe. Aber hey, das Wetter war heute eh nicht so toll, da kann man auch mal solche Kochexkursionen machen.

Paprika-Bohnen-Suppe mit Hack

Und mal wieder eine lustige Folge aus "Kochen mit RFC1437". Heute eine richtige Männersuppe. Ok, für Männer die nicht so wild auf scharf sind. Männchensuppe dann eben.

  • zwei Paprika
  • eine Zwiebel (nicht zu klein)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 milde Peperoni
  • 300g Hack
  • 400g Kidneybohnen (aus der Dose)
  • 500ml Gemüsebrühe (bei mir wars nur 450, die restlichen 50 waren im vorigen Kochanfall)
  • Tomatenmark
  • Basilikum
  • Koriander
  • Pfeffer und Salz
  1. Zwiebeln kleinhacken oder würfeln (ich würfel, naja, so ähnlich wie Würfel - klein eben)
  2. Knoblauch klein würfeln
  3. Paprika klein würfeln
  4. Peperoni klein würfeln und sich fragen wann man sich eine Küchenmaschine kauft
  5. Pfanne heiß, Olivenöl rein
  6. Hack krümelig braten (einfach rein mit dem Hack und mit dem Pfannenwender immer wieder die Klumpen teilen bis es schöne kleine Krümel angebratenes Hack sind) - nicht ganz zuende Braten, das wird ja noch in der Suppe gekocht
  7. wenn Hack fertig, dann raus in den Topf damit
  8. Zwiebeln und Knoblauch rein in die Pfanne und glasig werden lassen
  9. Paprika und Peperoni rein in die Pfanne und ein paar Minuten braten zusammen mit den Zwiebeln
  10. das ganze Zeug raus aus der Pfanne und rein in den Topf
  11. halber Liter Gemüsebrühe in den Topf
  12. die Bohnen in den Topf
  13. Basilikum und Koriander in die Suppe - bei Basilikum bin ich recht großzügig
  14. aufkochen lassen, danach 30 Minuten köcheln lassen (also einfach nicht so großes Blubbern im Topf - bei meinem Herd reicht ein halber Punkt bei vollem Topf dafür aus), zwischendurch mal umrühren
  15. abschmecken und mit Pfeffer und Salz ergänzen

Das ganze schmeckt dann so ein bisschen wie ein mildes, leicht süßes Chili con Carne. Ich vermute mal mit Chiligewürz und scharfen Peperoni ist das ganze auch eine brauchbare scharfe Variante. Und lässt sich sicherlich bei den Gemüsen fröhlich variieren. Das ganze ergibt dann so ungefähr 4 normale Suppenteller.

Kochen mit rfc1437 - Schweinegeschnetzeltes Mediterran

RFC1437 on the Road. Wer sich über die ständigen Fotos mit Essen in der Sidebar in der letzten Zeit wundert - das sind häufig Sachen die ich selber gekocht habe. Da ich eigentlich nicht kochen kann, ist das schon durchaus eine kleine Sensation für mich, wenn das dann auch schmeckt!

Heute: Schweinegeschnetzeltes Mediterran

  • Schweinefleisch (in 2cm Streifen schnippeln), Menge je nach Hunger
  • eine Paprika (war ne große, sonst nimm zwei)
  • 400g Pilze
  • 50ml Gemüsefond (für die Soße später)
  • 250ml Sahne (war zu viel, nächstes Mal nehm ich nur 200ml)
  • zwei Knoblauchzehen (ich mach das Herz raus, stinkt weniger, schmeckt genauso)
  • Oregano und edelsüßen Paprika (ich pack das vor dem Braten schonmal an das Fleisch, wird irgendwie würziger dann)
  • Pfeffer, Salz (naja, ist halt immer dabei)
  1. Fleisch in Streifen schneiden, Paprika würfeln, Knoblauch kleinhacken
  2. Fleisch schon mal vorwürzen
  3. Pfanne heiß mit Olivenöl
  4. Fleisch rein und anbraten, so dass es eine nette Kruste bekommt (nicht zu lange, sonst wirds nachher zu trocken, wird ja noch in der Soße nachgegart) - bei dünnen Streifen scheint 2 Minuten genug
  5. Fleisch raus, Pilze rein und anschwitzen (musste ich erst googlen, heisst einfach so lange braten bis sie schwitzen, also Wasser rauskommt)
  6. Gemüsebrühe rein, aufkochen lassen
  7. Sahne rein, aufkochen lassen
  8. abschmecken der Soße, Oregano nachwürzen, Pfeffer und Salz nach Geschmack
  9. Fleisch und Paprika rein, 5 Minuten in der Soße kochen lassen
  10. optional: Essen überkochen lassen (bah, unkooperatives Essen will nicht warten wenn ich gerade nicht hingucke)

Ich esse es einfach mit Brot - das hilft auch wenn wie bei mir viel zu viel Soße entsteht. Und nein, ich glaube das ist jetzt nicht unbedingt kalorienbewusstes Essen. Vermutlich kann man die Soße auch mit was anderem als Sahne machen, aber hey, ich kann nicht kochen, ich muss mich an Rezepte halten! (deswegen wirds auch geblogged, dann kann ich die Sachen die mir schmecken nachkochen ohne lange zu suchen)