Archiv 8.3.2005 - 17.3.2005

Ganz ehrlich? Stampft die ProTour und ihr albernes Trikot einfach wieder ein. Ist eh nur Marketing-Hype und keiner wirds vermissen.

Kurztripp nach Köln

Kurztripp nach Köln

Kurztripp nach Köln

Am Dienstag hab ich mich mal einen Tag in Köln rumgetrieben und Fotos gemacht. Ein paar davon sind jetzt online - aber da ich 2007 die entsprechende Site abgeschaltet habe, nicht mehr.

Kurztripp nach Köln

Kurztripp nach Köln

Kurztripp nach Köln

Nach dem Job-Gipfel: Hirnlosigkeit

Nach dem Job-Gipfel: Einigkeit über Steuersenkungen - ganz tolles Konzept. Wir haben zwar kein Geld, aber das verschenken wir an Unternehmen. Die uns dann wieder verarschen und weiter Stellen abbauen, weshalb noch weniger Menschen noch weniger konsumieren und im Endeffekt die Wirtschaft wieder rumheult. Und alles klopft sich auf die Schultern für die grossartige Leistung die sie vollbracht haben.

In Kiel muss die Ministerpräsidentin erst an einem Verräter aus eigener Reihe scheitern und vermutlich zur grossen Koalition gezwungen werden. In Berlin reicht dazu schon pure Planlosigkeit und Hirnlosigkeit aus, ganz ohne Wahlen. Aber da sind die Berliner Prolethiker ja eh ganz gross drin, Entscheidungen gegen die Bürger zu treffen ...

Onlinesysteme ohne Useability

Die Bahn sollte dringend die Programmierer des Online-Systems feuern. Ich hab heute mal wieder die Situation das eine Reservierung nicht erfüllt werden kann - natürlich wird das erst an allerletzter Stelle im Workflow der Buchung gemeldet. Das ist zwar ärgerlich, aber wäre noch zu verschmerzen - wenn nicht die einzigen Auswahlen die mir bleiben die folgenden sind:

  • Mit Reservierung buchen (was ja wahnsinnig viel Sinn macht, wenn die Reservierung nicht erfüllt werden kann)
  • Ohne Reservierung buchen (klar, wenn der Zug mit Reservierungen voll ist, buche ich den ohne Reservierungen ...)
  • Abbrechen

Und Abbrechen bei der Bahn heisst exakt das: abbrechen der Buchungsgeschichte. Zurück auf Los. Gehe nicht über vereinfachte Eingaben oder Zugverschiebungen. Nö, ich muss ganz von vorne anfangen. Um Festzustellen das der zweite Zug auch überbelegt ist.

Useability? Nix da. Kommt warscheinlich im Sprachschatz der Affen die diesen hirnlosen Buchungsschrotthaufen programmiert haben nicht vor ...

Dabei wäre es so einfach gewesen wenigstens "Zug früher" oder "Zug später" als Schaltflächen anzubieten, oder gar der Gipfel des Luxus: "suche einen Zug mit freien Plätzen", so das man vernünftig planen kann wann man fahren will.

The horror of software patents

The horror of software patents and Microsoft - guckt euch gut an, was wir dank Trotteln wie Clemens und Zypries demnächst in Europa zu erwarten haben. Ja, genau sowas würde laut Clemens auch bei uns durchgehen - Verfahren der Datenspeicherung sind ja eines der Beispiele die aus der Richtung immer mal wieder gebracht werden als etwas das schützenswert wäre, auch wenns bloss Algorithmus+Software ist. Ganz toll. Soviel zum Thema Interoperabilität. Aber wir Softwarepatent-Gegner sind ja alle völlig uninformiert und hysterisch und haben laut Clement ja keine Ahnung.

Unverständnis und Kritik nach Wolfowitz-Nominierung

Unverständnis und Kritik nach Wolfowitz-Nominierung - irgendwie passend. Einer der grössten US-Kriegshetzer wird als Kandidat für die Weltbankpräsidentschaft nominiert und wer sagt zu die "Kandidatur konstruktiv zu begleiten"? Der Industriekanzler. Aber seine Ablehnung des Irak-Krieges war natürlich kein bischen politisches Kalkül, nein, er hat das aus voller Überzeugung getan. Weswegen er dann ja auch Wolfowitz wohlwollend als Weltbankpräsident sieht - denn da kann er dann noch mehr und noch effizienter Schaden anrichten, ganz ohne das die USA wieder Truppen losschicken muss - und die Finger macht man sich bei Buchgeld ja auch nicht mehr schmutzig ...

US-Senat segnet Ölbohrungen in Alaska ab und opfert damit wieder einmal den Verstand auf dem Altar der Ölwirtschaft. Nunja, wenn ein Staat sogar Kriege um Öl führt (sorry, aber an die Massenvernichtungswaffen glaubt ausser Blair heute doch sowieso niemand mehr) braucht man sich ja nicht zu wundern wenn der Naturschutz denen noch weniger wert ist.

Wahldebakel in Kiel

Wahldebakel in Kiel. Klasse, damit können wir dann Schleswig-Holstein von der Karte der Vernunft streichen. Egal wie das Hickhack ausgeht, wenn die eigenen Leute nichtmal bei der ersten entscheidenden Wahl hinter ihrer Chefin stehen, kann eine solche Regierung nicht funktionieren. Ist doch schön wie man sich drauf verlassen kann das in Zeiten der Not einem die Genossen in den Rücken fallen.

Besonders leid tut mir der SSW: sie haben sich viel Mist anhören müssen und viele Beschimpfungen aushalten dürfen dafür das sie das Modell mittragen wollten - und kriegen jetzt den Tritt in die Kniekehle. Und das der SSW zu den Verlierern gehören wird, wenn es zur grossen Koalition kommt, dürfte wohl klar sein.

Aktionsbündnis gegen Spam

Aktionsbündnis gegen Spam. Und dabei sind der eco Verband (ja, genau, die mit dem tollen Whitelist-Projekt das sicherstellen soll das die Werbung ihrer Mitglieder auch ja in deinen Postkorb ungestört von Providerfiltern landet) und die WBZ (ja, genau diejenige welche eleg.antville.org damals in 2003 abgemahnt hat wegen fehlendem Impressum). Äh - hey Bock, wie wärs mit dem Job als Gärtner?

Ok, vielleicht hat der Verbraucherzentrale Bundesverband da einen positiven Einfluss in der Geschichte, aber ich kann mir nicht vorstellen das dort so richtig was sinnvolles bei rauskommt ...

In der jungen Welt gefunden: Bayerns Blinde sollen gefälligst zu Hause bleiben. Da fühlt man sich als Blinder warscheinlich ganz doll gut versorgt, bei so einer Krankenkasse ...

Clement kapiert Demokratie nicht

Anders kann man die Lügen um die Position des Wirtschaftsministerium zur Patentrichtlinie nicht interpretieren. Es gibt einen eindeutigen und von allen Fraktionen getragenen Beschluss des Bundestages. Aber das Wirtschaftsministerium scheisst auf die Meinung des Parlamentes wie auch der Experten.

Übrigens ist das angebrachte Beispiel von der "zeit und platzsparenden Speicherung von Daten" eines das genau die Probleme anzeigt: es gab immer wieder Probleme mit Patenten auf Kompressionsalgorithmen die Formate defakto versiegelten für die Nutzung in Open Source Programmen - was gerade der in aller Munde geführten Interoperabilität ein ziemliches Bein stellt. Microsoft bräuchte nur die XML-Formate einfach in einem eigenen binären XML-Format speichern und könnte so per Patent in Europa verhindern das Open Source Software die Dokumente liest.

Andere - ältere - Beispiele für genau dieses Problem sind die GIF-Speicherung und der LZW-Algorithmus. Beides hat massive Probleme bereitet bei der Interoperabilität und genau das steht uns mit der vorliegenden Richtlinie auch in Europa bevor.

Die Behauptung des Wirtschaftsministerium das da nichts zu befürchten wäre ist also nichts weiter als eine dumme und durchschaubare Lüge. Letzten Endes wird hier von der Bundesregierung den Branchenriesen in die Hände gespielt und das auf Kosten des Mittelstandes und auf Kosten der Open Source Software.

Mehr dazu wie üblich beim FFII.

Wer mit XMLHTTPRequest und Common Lisp spielen will, CLiki : cl-ajax liefert das dafür nötige Framework zur einfachen Integration von Common Lisp Funktionen in Webanwendungen auf Araneida-Basis.

Ich hab noch nie verstanden was die Tatsache das ein Java Applet eine Signatur hat mit Vertrauenswürdigkeit zu tun haben soll und warum es dann erweiterte Rechte haben soll. Das ganze Konzept der signierten Applets mit erweiterten Rechten ist meiner Meinung nach eine dumme Idee - auch wenn der Anwender gezielt darauf hingewiesen würde, was das bedeutet (eben die erweiterten Rechte) - auf Grund welcher Fakten soll er entscheiden ob er dem Applet traut?

Google mit eigenen Waffen schlagen

Mark Pilgrim hat mit Butler ein User-Script für Greasemonkey entwickelt das sich an die Google-Seiten (leider nur die google.com - mit den google.de tuts nicht) hängt und dort zum Beispiel Links einbaut, die auf andere Suchmaschinen verweisen, Google-Ads entfernt und ein bischen an der Typographie arbeitet.

Im Prinzip also sowas wie Autolinking, geht funktional aber weit darüber hinaus - man kann mit Greasemonkey mit kleinen Userscripten (in JavaScript, das muss dafür also aktiviert sein) die Unzulänglichkeiten reparieren. Und das macht Mark eben mit den Google Suchergebnisseiten

Es gibt ein ganzes Repository mit weiteren UserScripts für Greasemonkey. Besonders klasse finde ich das Script zur Erstellung von "persistent searches" in Google-Mail. Das integriert sich so gut in Google-Mail das man kaum merkt das es garnicht von Google stammt.

Naked Objects sind keine Schweinerei und Unanständigkeit, sondern einfach die Idee seine Objekte in Smalltalk direkt der Welt auszusetzen - jedes Objekt hat also sozusagen sein eigenes Mini-GUI mit dabei. Dadurch arbeiten Benutzer direkt mit den eigentlichen Objekten und viele Probleme von GUI-Frameworks fallen weg - es muss nicht mehr explizit zwischen GUI und Objekt vermittelt werden, das machen die Objekte selber.

O2 mahnt Sauerstoff-Abfüller ab - jau, ist klar. Was für ein grober Unfug ...

Und wer kein Lisp mag oder kann, vielleicht hilft ja SAJAX - Simple Ajax Toolkit by ModernMethod - XMLHTTPRequest Toolkit for PHP das nicht nur PHP sondern auch noch Io, Lua, Perl, Python und Ruby unterstützt.

SCO OpenServer 6 mit viel Open Source - ja, auch das bedeutet Open Source: das Firmen wie SCO sie benutzen dürfen. Ist auch in Ordnung: wenn die SCO-Kunden erst auf die ganzen Open Source Anwendungen und Plattformen umgestellt sind, wird der Umstieg auf Linux für diese wesentlich einfacher

Usable XMLHttpRequest in Practice ist ein interessanter kleiner Artikel der anhand eines Beispiels die Nutzung von XMLHttpRequest erläutert und auf Useability-Aspekte eingeht.

iTunes 4.7.1 quietly brings sharing restrictions - na klasse, jetzt DRMed Apple sogar die selbst gerippten Songs

ParenScript ist ein Compiler der Lisp nach JavaScript umwandelt. Für Lisp-basierte Webserver und Anwendungsframeworks sicherlich eine ziemlich geniale Sache, weil der Programmierer in seinen gewohnten Sprachmitteln arbeiten kann. Clientside Lisp auf Umwegen halt ...

Arbeitgeber legen Sofortprogramm vor - man könnte es auch "Programm zur Ausbeutung" nennen. Der Industrie-Köter hat Blut geleckt ...

CherryFlow - Continuations in Python

CherryFlow ist ein Continuation-based Framework für Python und CherryPy. Damit lassen sich auch in Python continuation-basierte Webserver bauen. Das besondere: CherryFlow benutzt entweder Stackless' dumpable Generators oder StateSaver, eine kleine C-Erweiterung die es unter normalem Python erlaubt laufende Generatoren zu kopieren. Genau das was ich damals gesucht habe um meine Continuations für Python zu vervollständigen

Debian plant Verringerung der Architekturanzahl - ob das so die pralle Idee ist, weiss ich nicht. Gerade die vielen Architekturen waren mit ein Pro-Argument für Debian. Klar, Exotenarchitekturen können Probleme machen - speziell wenn sie bei den für einen Release anstehenden Recompile-Orgien einfach nicht mitkommen (ich denke da an die 68K Architektur). Trotzdem ist es schade, wenn dieser Aspekt von Debian geschwächt wird.

In den Firefox Help: Tips & Tricks hab ich den Hinweis gefunden wie man mit einem User-CSS Werbebilder und Filmchen blocken kann. Sicherlich für die meisten ein alter Hut, für mich wars neu. Nett, weil z.B. Camino keinen richtigen Adblocker wie FireFox hat (ja, ich bin mal wieder bei Camino ...).

Absprachen über Vorratsdatenspeicherung lösen Empörung aus

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heise online - Absprachen über Vorratsdatenspeicherung lösen Empörung aus

Laut eines Ergebnispapiers der Hinterzimmergespräche mit der Telekom, das heise online vorliegt, drängen die Ermittler und Geheimdienste auf eine Speicherdauer von 180 Tagen für IP-Adressen und Login-Daten, die Verbindungsdaten bei einem Festnetzgespräch sowie im Mobilfunkbereich überdies die Standortkennung sowie "gegebenenfalls Kartennummer (IMSI) oder Kennung der Endeinrichtung (IMEI)". Die Telekom soll sich bereit erklärt haben, die entsprechenden persönlichen Daten für diese Zeitlänge zu archivieren. Momentan speichert sie der Konzern 90 Tage. Entgegen der Vorgaben der Sicherheitsbehörden liebäugeln Schily und Zypries mit der einjährigen Lagerhaltung.

Na toll. Die Forderungen der Geheimdienste sind schon absurd ohne Ende - speziell bei Mobilfunk kommt das auf einer Dauerortung aller Mobilfunkteilnehmer raus - und Otto Orwell und die geballte Inkompetenz des Justizministeriums fordern sogar noch mehr. Tolle Demokratie, da fühl ich mich doch gleich ganz doll sicher bei so viel Überwachung

Markenname "Milka" siegt gegen Frau Milka - und reiht sich damit in die aktuelle Reihe von Unfug ein.

Schräger Otto

Schräger Otto

Schräger Otto

Ein ganz krummer Hund, der Turm. Irgendwie kann man den fotografieren wie man will, der sieht immer Schräg aus. Kommt daher, das die Grundfläche des Turms ein Oval ist und auf den Ebenen die Fenster nicht immer gleich angelegt sind. Irgenwie sieht der immer aus als wäre er eine Spirale, sind aber nur normale Ebenen. Viele Stellwände dürften die Büros aber nicht haben ...

Urlaub für Mai gebucht ...

... es wird Flensburg. Und zwar zeitlich so gelegt, das wir die Flensburger Rum Regatta miterleben können.

Was man so auf Dächern findet ...

Was man so auf Dächern findet ...

Was man so auf Dächern findet ...

Wird Zeit iChat rauszuwerfen

Und warum? Nunja, AOLs seltsame Benutzungsbedingungen für AIM erzwingen die Aufgabe jeglicher Rechte und jeglicher Privatsphäre in dem Daten die über das AIM-Netzwerk transportiert werden. O-Ton:

In addition, by posting Content on an AIM Product, you grant AOL, its parent, affiliates, subsidiaries, assigns, agents and licensees the irrevocable, perpetual, worldwide right to reproduce, display, perform, distribute, adapt and promote this Content in any medium. You waive any right to privacy. You waive any right to inspect or approve uses of the Content or to be compensated for any such uses.

Sorry, bitte was? Haben die ne Vollmeise? Diese Nutzungsbedingungen müssten eigentlich in Deutschland komplett illegal sein - ich glaube nicht das man sich durch einen Disclaimer von jeglicher Verantwortung und den Benutzer von jeglichen Rechten freisprechen kann ...

iChat basiert auf AIM als Transportnetzwerk. Daher das Subject. Wird Zeit mit Clients wie Fire zu arbeiten, bei denen man zum Beispiel auf Jabber ausweichen kann - ein Netzwerk von Servern die zum Einen nicht unter zentraler Kontrolle einer Firma stehen und zum Anderen leicht um einen eigenen Server erweitert werden können. Ausserdem ist das technische Protokoll besser ...

Der CCC betreibt auch einen Jabber-Server. Dort wurde das Thema AOL Nutzungsbedingungen auch aufgegriffen. Die Nutzung des Servers ist auch kostenlos und derzeit keine Änderung daran geplant. Ich bin also jetzt ab sofort per Instant Messaging unter hugo at jabber.ccc.de erreichbar, wenn ich denn erreichbar bin. Die von mir noch existierenden AIM und ICQ (gehört auch AOL!) Accounts werde ich wohl schliessen. Jabber-Accounts sind nun wirklich trivial verfügbar und es gibt keinen Grund mehr die veralteten und proprietären Protokolle zu verwenden. (Gefunden über Ted Leung)

Orwell mit Verspätung

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Pläne für EU-Beschluss: Bundesregierung will das gläserne Handy - nicht nur das Handy, auch eMail-Verbindungsdaten, SMS-Verbindungsdaten etc. sollen zentral gespeichert werden. Was für ein hahnebüchener Unsinn. Zum Einen ist es absurd diese Datenmengen anzulegen wenn nur ein winziger Bruchteil davon überhaupt relevant ist für die Behörden - zum Anderen ist es noch absurder das dieser ganze Mist von Steuergeldern und indirekt über die Belastung der Unternehmen vom Kunden getragen werden. Wir bezahlen für unsere eigene Ausspionage.

Es ist immer wieder erschreckend wie weit diese SPD-Regierung zu gehen bereit ist um die Paranoia Schilys und die Allmachtsphantasien von Geheimdiensten und einigen Teilen der Strafverfolgungsbehörden zu erfüllen.

Es wird Zeit Projekte wie tor, pgp und ähnlich gelagerte Dienste und Kombinationen darauf (wie wäre es mit Internet-Telefonie über tor, verschlüsselt und signiert mit PGP-Keys?) stärker zu propagieren. Vor allem tor bekommt da wegen der Behinderung der Verbindungsanalyse eine wichtige Rolle. Diese Generalverdächtigung durch den Staat ist schlichtweg inakzeptabel.

Warum allerdings angeblich linke Politiker nicht aufhorchen wenn ihre Vorschläge Beifall von Prolethikern wie Beckstein bekommen ist mir ein dauerhaftes Rätsel. Wo bleiben die ach so besorgten Leute, die sich für die Belange der Bürger einsetzen wollten? Wo stellen sich diese gegen die Hardliner-Richtung von Schily und Konsorten?

Zypries will DNA-Tests ausweiten

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Zypries will DNA-Tests ausweiten

Außerdem wolle Zypries den so genannten Richtervorbehalt einschränken: Bei anonymen Tatortspuren und bei Einwilligung eines Verdächtigen in den Test müsste dann keine richterliche Anordnung mehr vorliegen.

Nicht nur das nach dem Entwurf auch ein wiederholter Einbrecher in der Genkartei landen kann - jedenfalls wenn die Polizei meint er könnte ja auch mal mehr machen als nur Einbrüche (und um die Daten zu sichern verdächtigen wir halt einfach mal jeden) - auch die letzte Hürde, nämlich der richterliche Beschluss, wird einfach ausgehebelt.

Otto Orwell arbeitet an 1984 und die geballte Inkompetenz des Justizminiseriums am Polizeistaat. Ich hab zwar mal gelernt das Innenministerium für Polizei und Justizministerium für Gerichte zuständig ist und eigentlich die Gewaltenteilung zwischen Executive und Judikative sich auch in diesen Ministerien wiederspiegeln solle, aber das war wohl nur ein Gerücht ...

Bei der Demontage des freiheitlichen Anteils an unserer Demokratie arbeiten beide jedenfalls Hand in Hand - effizienter als jede Unionsregierung. Und die Opposition lacht sich ob der Dummheit der Regierung ins Fäustchen - machen die doch all die Sachen die sich eine Unionsregierung nicht getraut hätte, da sie um die Wiederwahl hätte fürchten müssen ...

Poly/ML Home Page

Poly/ML ist eine sehr schnelle Implementation von Standard ML 97. Interessante Besonderheit (abgesehen von der Performance): das System orientiert sich weitaus stärker an Lisp-Systemen als an klassischen Kommandozeilencompilern. Man hat eine interaktive Arbeitsumgebung und ein Image das automatisch bei Beenden der Session gespeichert wird und somit alle Definitionen beim nächsten Lauf wieder verfügbar macht.

Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist einfach das man sich sein System im Laufe der Zeit immer besser anpasst an die eigenen Bedürfnisse. Zusammen mit dem FFI und externen Libraries kann man sich so nach und nach eine schöne Umgebung zusammenstellen die genau für die anvisierten Ziele optimiert ist. Ausserdem spart man sich oft extra Objekt-Datenbanken: man speichert Werte (bzw. im Falle von ML dann Strukturen) einfach im Image und behält sie dort.

Dadurch das Poly/ML das Image einfach mittels mmap in den Adressraum hängt und nicht erst liest und später wieder schreibt ist das ganze auch recht fix - bei Image-Systemen stört ja häufig der Systemstart.

Oh, und Poly/ML läuft übrigens problemlos unter OS X ...

Die Geschwindigkeit des Compilers setzt sich leider im generierten Code nicht unbedingt fort, wie man aus diesem Vergleich sehen kann. Aber ähnlich wie bei OpenMCL ist die schnelle Umgebung gerade beim Prototyping durchaus von Vorteil. Man kann ja hinterher einen Compiler ansetzen der zwar länger braucht, aber dafür dann besser optimierten Code ausspuckt wie MLTon.

Ruby stuff for Macs

Ruby stuff for Macs ist ein fertiges DMG für sowohl Panther als auch Jaguar mit fertigem Ruby 1.8.2 und diversen Erweiterungen (unter anderem Rails und Rubygems!). Leider ist das 10.2 DMG kaputt - ich hab den Autor mal angeschrieben.

Man kann natürlich auch Ruby selber kompilieren, sonderlich kompliziert ist das nicht. Für OS X gibts das auch in den DarwinPorts. Nur zickt da der Port unter 10.2 rum und kann nicht sauber kompiliert werden. Irgendwas im iconv-Modul - Syntaxfehler.

Irgendwie mag mein System heute kein Ruby

Update: jetzt funktioniert das Paket.

The fate of reduce() in Python 3000

The fate of reduce() in Python 3000 - tja, dann wird es wohl wirklich Zeit für mich die Sprache zu wechseln. Denn wer so blöd ist sich von Lisp-Wurzeln zu lösen wird nichts weiter schaffen als die mächtigeren Möglichkeiten mit primitiven Mitteln nachzubauen. Ruby sieht auch sehr brauchbar aus und so langsam gewöhne ich mich an die Syntax ...

Anonyme Funktionen (lambda in Python, Blöcke in Ruby oder Smalltalk) sind weitaus mehr als nur obskure Lisp-Überbleibsel. Ich hab viele Programmstücke die genau davon leben das ich Codeblöcke anonym durchreichen kann - letzten Endes dient das dazu seine eigenen Programmstrukturen zu schreiben. In Smalltalk und ähnlichen Sprachen (und in gewissem Sinne auch in Ruby) kann man darüber eine Sprache selber erweitern und entwickeln - was gerade einer der Stärken von Lisp und seinen Freunden ist (und deshalb ja auch in Smalltalk und seinen Freunden sich wiederfindet - die Smalltalk-Entwickler hatten eine Menge Lisp-Know-How).

Sprachen die sich an der Stelle selber kastrieren und meinen das Iteratoren und List-Comprehension (im Prinzip nichts weiter als verkürzt geschriebene Schleifen) wirklich ein brauchbarer Ersatz dafür sind sich eigene Kontrollstrukturen und eigene Sprachmittel programmieren zu können sind für mich mitlerweile völlig uninteressant geworden. Ich mag keine Sprachdesigner die meinen schlauer als der spätere Programmierer zu sein und denen ein Sprachkorsett aufzwingen wollen.

UnCommon Web Tutorial

Der Artikel hyper-cliki : Web/Continuation beschreibt wie man mit dem Continuation-basierten Webframework UnCommon Web in Common Lisp Webanwendungen schreibt. Sehr interessant, da Common Lisp selber ja bei Continuations deutlich mehr gehandicaped ist als Scheme - in Scheme sind Continuations per Standard first-class Objekte, in Common Lisp nicht.

Continuation-basierte Webserver haben den Vorteil das der eigentliche Code sehr ähnlich klassischen Anwendungen strukturiert werden kann. Man muss sich viel weniger auf das Event-Modell der klassischen Webprogrammierung einlassen und hat viel seltener mit expliziten Session-Konstrukten zu tun, weil die Session bei einem continuation-basierten Websystem implizit ist.

Continuation-basierte Web-Frameworks gibt es für folgende Sprachen:

  • [Smalltalk][1]
  • [Common Lisp][2]
  • [Scheme][3] (leider kein direkter Link auf den Webserver selber)
  • [SISC Scheme][4]
  • [Ruby][5] gleich [zweimal][6]
  • [Python (über CherryPy und entweder Stackless oder StateSaver)][7]

Sicherlich gibt es noch mehr, aber das sind die die ich auf die Schnelle finden konnte.

WP: Gravatar Signup [ Tempus Fugit | TxFx.net ] ist ein kleines Plugin das die Anmeldung für einen Gravatar direkt aus dem Kommentarformular heraus erlaubt, um Leuten ohne Gravatar den Einstieg so einfach wie möglich zu machen (und damit Gravatare zu verbreiten). Witzige Idee.

Abzockstar Laurenz Meyer

400.000 Euro Abfindung für Laurenz Meyer - wow, ja, sicherlich waren das sehr schwere Verhandlungen in denen er sich noch mal eben 400000 Euro eingesackt hat. Da verzichtet er sicher auch gerne auf die 80000 Euro, die er ja eh den SOS Kinderdörfern spenden wollte. So zockt man richtig ab - Meyer machts vor.

Da bin ich ja mal gespannt ob wenigstens RWE zu ihrem Wort stehen und überweisen ...

Übrigens: guckt mal was bei Google kommt, wenn man nach Laurenz Meyer sucht. Und ich denke das kann noch ein bischen "hübscher" werden

Teufelsgrinsen

Borderline Chaos ist ein recht nettes WordPress Theme - ich mag die kräftigen Farben und das ziemlich simple Layout. Wäre eventuell auch eine Idee um drauf aufzubauen ... (jaja, irgendwann mach ich auch mal mehr als nur über Layouts zu reden )

CherryOS verletzt die GPL

Pro-Linux News: CherryOS verletzt die GPL:

Seit dem Erscheinen des kommerziellen Emulators ist das freie Projekt nun damit beschäftigt, Vergleiche der Codebasis von CherryOS und PearPC anzustellen. Dabei ist man im Projekt mittlerweile zu 100% sicher, so ein Programmierer gegenüber Golem.de, dass der Hersteller den Code der freien Projekte auf widerrechtliche Weise nutzt.

Wieder ein Laden der glaubt sich ungestraft an GPL-Software vergreifen zu können. Was ist so schwer daran sich einfach mal an Lizenzen zu halten? Nur weil etwas Freie Software ist heisst das nicht, das es keine Bedingungen zur Nutzung gibt ...

Iridient Digital - RAW Developer

Iridient Digital - RAW Developer - wow. Ich bin begeistert. Ich hab mir ja schon viele RAW-Photoediting Software angeguckt. Aber der RAW Developer ist absolut genial. Eine recht schlanke Oberfläche, sinnvolle Features und rattenschnell.

Bisher bin ich bei nahezu jeder Software ausser der Canon-Software über ein bestimmtes Bild meiner Sammlung gestolpert - das wurde von allen falsch dargestellt, völlig verschobene Grüntöne (eher alles Gelb statt Grün). Mit dem RAW Developer klappts - und die Ergebnisse sehen ähnlich gut aus wie mit der Standardsoftware von Canon. Aber die Bedienung ist wesentlich flotter.

Ausserdem sehr nett: im Gegensatz zur Canon-Software kann man per AppleEvent dem Programm eine Reihe von markierten Bildern übergeben - der RAW Developer integriert sich also absolut komfortabel in iView Media Pro. Sehr viel besser als die Canon-Software, die dann immer nur den paassenden Ordner anzeigte, aber nicht direkt nur die gewählten Bilder.

Zusätzlich hat es den Vorteil, das es die einzige Software bisher ist die ich gefunden habe die mit den alten Kodak DCS RAW Bildern klarkommt - alle anderen konnten zwar die neueren RAW-Formate von Kodak lesen, aber nicht die alten - und die hab ich ja nunmal von meinem recht kurzen Intermezzo mit der DCS 520 noch auf der Platte liegen.

65 Euro ist nicht wenig Geld (zumal für ein reines Hilfsmittel), aber wenn man viel mit RAW Bildern macht und womöglich mit verschiedenen Kameras, dann lohnt sich die Investition meiner Meinung nach. Denn man braucht nicht ständig mit verschiedenen Programmen rumspielen und die Geschwindigkeit ist einfach klasse - und auch wenn es bei mir nur Hobby ist, langsame Software nervt doch schon.

Perverse Geschmacksverirrungen

Bullock schmuggelt Nürnberger Würstchen:

Weihnachten feiern wir immer traditionell nach deutschem Brauch. Dann gibt's bei uns Bratwürste mit Sauerkraut und Gurkensalat. Deshalb verschicken unsere Geheimquellen bereits einen Monat vorher die Pakete mit den Nürnberger Bratwürsten. Erstaunlicherweise kommen die auch immer an.

Hallo, was bitte? Seit wann ist traditionell deutsches Weihnachtsessen Bratwürste mit Sauerkraut und Gurkensalat? Ich mein, Bratwurst mit Sauerkraut war bei uns ein Allerweltsessen und so pervers dazu dann noch Gurkensalat zu essen kann doch wirklich nur ein Ami sein ...

Schmidt droht Kassen wegen hoher Beitragssätze - klar, die Kassen und die Abzocker in der Vorstandsetage die sich schnell von den Gewinnen eine Gehaltserhöhung genehmigt haben werden jetzt sicherlich ganz doll beeindruckt sein von der Drohung. Abgesehen davon das selbst ich in hysterisches Gelächter ausbrechen würde wenn die Prolethiker in Berlin mir mit Moral kommen würden ...

Musikindustrie und ihr angebliches Interesse für Musikerrechte

Musikindustrie will Schutzfrist von 95 Jahren für Tonträger und begründet das damit, das Musiker ihr Leben lang an den Rechten an ihrer Musik verdienen sollen. Ziemlich kackendreist, wenn genau die Musikindustrie es ist die am meisten an den Rechten abzockt und die Musiker - wenn überhaupt - nur kleine Beiträge erhalten. Es geht der Musikindustrie doch überhaupt nicht um die Musiker, die sind denen völlig egal. Es geht denen einzig um ihre eigenen Einnahmen die sie vergrössern wollen ohne dafür auch nur einen Furz an Leistung zu erbringen.

Was dahinter steckt kann man sich denken wenn man anguckt wann die alten Kamellen produziert wurden von denen die Musikindustrie immer noch massiv lebt, weil sie unfähig ist etwas zu produzieren das auch nur minimal über Eintagsfliegen hinaus geht. Denn die Urheberrechte an Musik mancher 60er- und 70er-Jahre-Band laufen in absehbarer Zeit aus - und da müssten die Herren in den Chefetagen ja glatt mal Risiken eingehen und neue Bands unterstützen um auch in Zukunft noch Geschäft zu haben das nennenswert ist.

Man kann eben nicht ewig von den Songs der Beatles oder der Stones leben ...

Was die Harvard Business School unter Hacking versteht

Ist laut Philip Greenspun's Weblog recht bansal: das Ändern einer URL um auf eigentlich gesperrte Daten zuzugreifen. Nicht der Lieferant wird gefeuert, weil er unfähig ist und das System schlecht abgesichert hat - sondern die HBS-Applikanten die diesen "Hack" benutzt haben um sich vor dem offziellen Termin ihren Status anzugucken werden jetzt nicht zur HBS angenommen. Wegen Ändern einer URL. Nunja, bestätigt all meine Vorurteile von Wirtschafts-Unis

Armut ist weiblich

In der jungen Welt: Armut ist weiblich. Anlässlich des Weltfrauentages eine Erinnerung daran, das die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft beileibe nicht erfüllt oder gar abgeschlossen ist - im Gegenteil, der aktuelle Sozialabbau in Deutschland trifft ganz besonders Frauen. Sicherlich werden jetzt die Politiker wieder haufenweise tolle Gründe finden warum wir uns das alles nur einbilden.

Übrigens, für die nächste Wahl könnte man ja auch mal schauen was die entsprechenden Parteien zum Thema Gleichstellung der Frau zu sagen haben ...

Hedgehog ist ein netter kleiner Lisp-Compiler und Bytecode-Interpreter mit speziellem Fokus auf geringem Resourcenverbrauch. Leider leidet die Interaktivität und das Debugging darunter: keine Tracebacks und keine REPL, nur Scripts laufenlassen und über grep im Pseudo-Assembler-Source nach der Abbruchstelle suchen. Da wäre es schön wenn die Sprache diese interaktiven Features per Option bieten könnte - in kleinen Kisten kann man das dann ja weglassen.

In Rechte auf dem Weg in die Mitte spricht die Politologin Chloé Lachauer im Interview über die Gründe für Rechtsextremismus und was von den wilden Schuldzuweisungen der Politiker zu halten ist.