Archiv 1.3.2005 - 8.3.2005

Social Software und un-Social Behaviour

Mal wieder tickt ein Social-Software-Hersteller aus: Technorati censoring employee blogs? - klar, ein Mitarbeiter kann unter Umständen einem Unternehmen schaden wenn er negativ sich über das Unternehmen oder das Business äussert. Das ist ein Grund warum auf meinem Weblog nichts über meinen Arbeitgeber zu finden ist und nichts über unsere Kunden - man muss halt Grenzen ziehen. Aber würde ich hinnehmen, wenn mein Arbeitgeber mir vorschreiben will was ich zu denken habe? Wenn ich nicht mehr negativ über den Unfug der IT-Industrie berichten dürfte, weil mein Arbeitgeber in der Branche ist? Ich glaube nicht - das geht deutlich zu weit.

Auch als Mitarbeiter eines Unternehmens muss es einem erlaubt sein seine Meinung frei zu äussern - im Rahmen dessen was gesetzlich erlaubt ist, natürlich. Ich bin letztens noch in einer Diskussion als Deutscher beschimpft worden, weil wir ja garnicht wüssten was freie Meinungsäußerung ist - wir wären ja alle zensiert und reglementiert und hirngewaschen. Und dann lese ich aus dem Land der unbegrenzten Idiotie wie freie Meinungsäusserung dort mit den Füssen getreten wird, in den Knast fliegt oder gefeuert wird. Komische Vorstellung von freier Meinungsäußerung. Und wenn ich mir die Reaktion des Bloggers durchlese - wer ist da eigentlich hirngewaschen worden?

Was für ein Licht das auf Hersteller sogenannter Social-Software wirft, ist ein ganz anderes Thema. Es ist ja nicht das erste Mal das so ein Unternehmen extrem negativ auffällt ( friendster fällt mir da spontan ein) - Kommunikation scheint für die Kommunikationsexperten eine schreckliche Bedrohung zu sein.

Uralter LAND-Angriff funktioniert wieder im aktuellen Windows - wow, Microsoft hat ein Herz für veraltete Bugs und gibt ihnen ein neues Leben

Weiterer Fehler in Linux-Sicherheitserweiterung grsecurity - war ja klar, das sowas genau dann kommt wenn ich was über grsecurity schreibe, oder?

Wladimir Kaminer über Einreise nach Deutschland

Wladimir Kaminer: Ein Vorschlag zur Güte - wirres, konsequent alles falsch beschreibt die Situation bei Einreisen. Mit dem Thema (Einreise nach Deutschland, Visabeantragung etc.) hat Juttas Bruder vor einigen Jahren in HH auch Kontakt gehabt. Seine Frau (Thailänderin) hat zwei Kinder in die Ehe mitgebracht. Ein drittes haben sie gemeinsam. Von den zwei Kindern aus erster Ehe konnte sie nur das jüngere Mädchen nach Deutschland holen - auf den Jungen (zum Zeitpunkt der Beantragung unter 16!) musste sie verzichten um wenigstens die Tochter in Deutschland zu haben. Kann sich jemand vorstellen was das für eine Mutter bedeutet?

Sorry, aber all die Politiker die rumschreien wie gefährlich und schlecht all die Leute sind die Visa beantragen sollte man mal aus dem Land werfen und ihnen den deutschen Pass wegnehmen. Und dann sollen die mal versuchen über unsere tollen Botschaften und Konsulate ins Land zurückzukommen ...

Wer sein Wordpress gegen externe Benutzerdatenbanken authentifizieren will: der Authentication Plugins Patch erweitert WordPress um die nötigen Hooks um es zum Beispiel über die Apache Authentifizierung zu sichern.

EU-Ministerrat für Kompromiss zu Software-Patenten

Unfassbar - trotz der Widerstände diverser Länderparlamente und des klaren Votums des EU-Parlaments wurde die Softwarepatentsdirektive heute durchgewunken. Und dann wundert sich dieses korrupte und verlogene Pack darüber, das Bürger die Politik nicht mehr ernst nehmen, wenn sie so die Demokratie mit Füssen treten.

Zum Kotzen, Herr Clement, wie sie die klare Aufforderung des Bundestages ignorieren und mit Füssen treten. Zum Kotzen wie sie mit ihrer Arroganz meinen dem Wirtschaftsstandort mehr Schaden zufügen zu müssen als 16 Jahre Kohl-Regierung zustande gebracht haben. Zum Kotzen, wie sie mit ihrer Dummheit einen weiteren Nagel in den Sarg der europäischen IT-Industrie schlagen - nur um irgendwelchen Multinationalen Grosskonzernen in den Arsch zu kriechen, die sowieso keine Arbeitsplätze schaffen werden.

zorniges Gesicht

Münchner Landgericht verbietet Link auf Kopiersoftware-Hersteller

Münchner Landgericht verbietet Link auf Kopiersoftware-Hersteller - und Heise feiert das als wichtigen Teilerfolg. Dabei sind vom Gericht nur die völlig absurden Forderungen abgelehnt worden - aber der Link selber muss weg. Gut, man mag ja schon froh sein wenn nicht alle noch so hahnebüchenen Forderungen der Musikindustrie entsprochen wird, aber das Links auf Hersteller illegal sind ist immer noch eine grosse Idiotie. Denn damit ist weiterhin Tür und Tor geöffnet für Link-Abmahner - und auch wenn es nett für den Heise-Verlag ist, das jede Seite ihre Gerichtskosten selber trägt, für den normalen Webworker ist das nicht realistisch - kaum einer hat das Geld um die Kosten eines solchen Verfahrens (und womöglich noch durch mehrere Instanzen) zu bezahlen.

OSER ist ein Projekt das sich als Ziel gesetzt hat Exchange abzulösen bei Beibehaltung von Outlook. Wenn ich auch Outlook als einen der grössten Viren- und Trojanervektoren nicht mag, in Firmen findet es wegen seiner recht guten Integration diverser Infodienste viel Anklang. Den Server zu wechseln gegen eine Open Source Lösung kann der erste Schritt sein um auch Outlook nach und nach durch andere Programme ersetzen zu können. Im Moment ist es aber noch hauptsächlich Vaporware - jedenfalls wenn man sich die Webseiten anguckt.

Top Level Domain .at hat keinen zwingenden Bezug zu Österreich

Top Level Domain .at hat keinen zwingenden Bezug zu Österreich - weil deutsche Richter das so meinen. Ausser man wohnt in der Schweiz - dann sind die Richter anderer Meinung. Dieser ganze Unfug mit dem Namensrecht ist doch einfach nur noch lächerlich - Willkür wäre ja fast noch eine verlässliche Alternative gegen die ganzen Urteile die hier in Europa dazu gefallen sind.

Eine ähnlich absurde Begründung - das eine Toplevel-Domain nicht für ein Land stünde - wurde ja auch bei .ag gebracht. Dort haben die Richter sich sogar erdreistet festzulegen das nur eine AG Anrecht auf eine Domain unter .ag hätte.

Das Umstrittene Kfz-Kennzeichen-Patent ist für nichtig erklärt - guckt euch den Mist gut an, damit werden wir dank Prolethiker wie Clement wohl noch öfter zu tun haben. Und nein, wir können uns nicht sicher sein das solche Patente dann noch gelöscht werden.

cyrusharmon.org: More GCC-XML (new and improved -- now with pr0n!) - bekloppter Titel, aber geniale Sache: SBCL kriegt native Bindings zum Carbon API. Und stellt damit das zweite Open Source Lisp-System mit Integration in die OS X Welt dar (wobei Cocoa-Bindings natürlich noch cooler wären - aber das bietet bis jetzt im Open Source Bereich nur OpenMCL).

Graffiti und Kunst

Graffiti und Kunst - 1

Graffiti und Kunst - 1

Der Skaters Palace ist mit Graffiti besprüht und ein wunderschöner Farbkleks in einer ansonsten öden Gegend. Geht man von dort weiter zur Agravis, geht man entlang einer Mauer voller Graffitis.

Graffiti und Kunst - 2

Graffiti und Kunst - 2

Auch hier sind die Farben herrlicher Kontrast zu der doch recht öden Industriegegend. Selbst die Pflanzen in der Gegend wirken eher deprimiert - nur die Farben der Mauer stechen heraus. Geht man dann noch weiter zum Kanal und guckt auf das Agravis Silo, kriegt man dann die Kunst präsentiert.

Graffiti und Kunst - 3

Graffiti und Kunst - 3

Irgendwie habe ich den Eindruck das die Firma lieber das Geld für ein anständiges sicheres Gerüst und Farben für die Sprayer hätte ausgegeben - das Ergebnis würde mich weitaus mehr interessieren als die bunten Fetzen die ans Silo genagelt wurden ...

Graffiti und Kunst - 2

Graffiti und Kunst - 2

Graffiti und Kunst - 2

Graffiti und Kunst - 3

Graffiti und Kunst - 3

Graffiti und Kunst - 3

Graffiti und Kunst - 1

Graffiti und Kunst - 1

Graffiti und Kunst - 1

Keine Bananenunion Europa

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Schneeblumen

Schneeblumen - 1

Schneeblumen - 1

Schneeblumen - 2

Schneeblumen - 2

Schneeblumen - 1

Schneeblumen - 1

Schneeblumen - 1

Schneeblumen - 2

Schneeblumen - 2

Schneeblumen - 2

Strandguthütte am Kanal?

Strandguthütte am Kanal?

Strandguthütte am Kanal?

Keine Ahnung wer sich da häuslich eingerichtet hat und zu welchem Zweck - es ist eine kleine Hütte aus Müll, umzäunt und mit einem kleinen Platz. Alles mit Mülltüten ausstaffiert und mitten im Gebüsch - normalerweise also nicht zu sehen. Erst durch die Vorbereitungen zur Kanalerweiterung wurde es sichtbar. Erinnert mich irgendwie an diese Strandgutsammler am Strand von Amrum.

Im Law Blog wird erklärt was wir aufgrund der schwarzen Liste gegen Korruption in NRW zu erwarten haben.

grsecurity installieren

Ich hab früher schon mal mit grsecurity gespielt, aber die Installation war etwas hakelig - vor allem wusste man nicht was man wie konfigurieren sollte als Start und wie eine vernünftige rule-based Security anfangen sollte - das ganze war damals eher ein trial-and-error-Gehopse als eine verständliche Installation. Für eine Security-Lösung für ein Betriebssystem ist es aber eher negativ wenn man nicht das Gefühl bekommt zu verstehen was dort passiert.

Mit den aktuellen Versionen von grsecurity hat sich das allerdings weitestgehend geändert. Zum Einen laufen die Patches völlig problemlos in den Kernel rein, zum Anderen gibt es zwei wesentliche Features die den Einstieg leichter machen: einen Quick Guide und RBACK Full System Learning.

Der Quick Guide liefert eine kurze und knappe Installationsanleitung für grsecurity mit einer Startkonfiguration für die ganzen Optionen die schon eine recht gute Basis bietet und problematische Optionen (die manchen Systemdienst ausgrenzen könnten) ausschliesst. Dadurch kriegt man eine grsecurity-Installation hin die eine Menge Schutz bietet, aber normalerweise nicht mit üblichen Systemdiensten in Konflikt gerät. Das ist besonders wichtig für Leute mit Root-Servern - eine falsche Grundkonfiguration könnte sie selber aus dem System aussperren und damit das System unbenutzbar und zum Servicefall machen.

Richtig nett ist aber das Full System Learning: hier wird die RBAC-Engine in ein Logging-System umgewandelt und mitprotokolliert welche Benutzer was ausführen und was für Rechte dafür von Nöten sind. Gesteuert wird das ganze noch durch entsprechende Basisconfigs die verschiedene Systembereiche unterschiedlich einstufen (z.B. sicherstellen das der Benutzer auf alles in seinem Home zugreifen kann, aber nicht zwingend auf alles in diversen Systemverzeichnissen). Man lässt das System einfach ein paar Tage laufen (um auch Cron-Jobs mitzubekommen) und lässt daraus dann eine Startkonfiguration für RBAC erzeugen. Die kann man dann natürlich noch finetunen (sollte man auch später machen - aber als Start ist das schon ganz brauchbar).

RBAC ist im Prinzip eine zweite Sicherheits/Rechte-Schicht oberhalb der klassischen user/group Mechanismen von Linux. Der Root-Benutzer hat also nicht automatisch alle Rechte und Zugriffe auf alle Bereiche. Statt dessen muss ein Benutzer sich parallel zu seiner normalen Anmeldung (die bei Systemdiensten ja implizit durch den Systemstart geschieht!) noch an das RBAC-Subsystem anmelden. Dort werden Regeln hinterlegt die beschreiben wie verschiedene Rollen im System verschiedene Zugriffserlaubnis haben.

Der Vorteil: auch automatisch gestartete Systemdiensten dürfen eben nur auf das zugreifen was in der RBAC-Konfiguration vorgesehen ist - selbst wenn sie unter root-Rechten laufen. Sie haben nur eingeschränkte Fähigkeiten im System bis sie sich am RBAC Subsystem anmelden - dazu ist aber bei den höheren Rollen in der Regel eine manuelle Passworteingabe nötig. Angreifer von aussen können also zwar die von RBAC eingeschränkten Benutzerrechte erlangen, in der Regel aber nicht auf die höheren Rollen hochkommen und daher nicht so weit in das System eingreifen wie es ohne RBAC möglich wäre.

Der Nachteil (sollte man nicht verschweigen): RBAC ist komplex. Und kompliziert. Macht man was falsch, ist das System gesperrt - bei Rootservern die irgendwo draussen im Netz stehen ziemlich lästig. Man sollte also immer Fallback-Strategien haben, damit man ein blockiertes System noch erreichen kann. Zum Beispiel nach Änderungen der RBACs die automatische Aktivierung beim Systemstart auskommentieren, so das bei Problemen ein Reboot das System in einen offeneren Zustand versetzt. Oder einen Notzugang haben, über den man auch ein blockiertes System noch einigermaßen administrieren kann. Generell gilt wie bei allen komplexen Systemen: Pfoten weg wenn man nicht weiss was man tut.

Zusätzlich zu dem sehr mächtigen RBAC bietet grsecurity noch eine ganze Reihe weiterer Mechanismen. Der zweite grosse Block ist pax(wichtig: hier muss eine aktuelle Version benutzt werden, in allen älteren ist ein böses Sicherheitsloch) - ein Subsystem das Bufferoverflow-Attacken einschränkt in dem es Speicherblöcken die Ausführbarkeit und/oder die Schreibbarkeit entzieht. Vor allem wichtig für den Stack, da gerade dort die meissten Buffer-Overflows ansetzen. Pax sorgt dafür, das beschreibbare Bereiche nicht gleichzeitig ausführbar sind.

Ein dritter grösserer Block ist die bessere Absicherung von chroot-Jails. Die klassischen Möglichkeiten für Prozesse aus einem chroot-Jail auszubrechen sind nicht mehr gegeben, da viele dafür nötige Funktionen in einem chroot Jail einfach deaktiviert sind. Gerade für Admins die ihre Dienste in chroot-Jails laufen lassen bietet grsecurity wichtige Hilfsmittel, da eben diese chroot-Jails nur sehr umständlich wirklich ausbruchsicher hinzubekommen waren.

Der Rest von grsecurity befasst sich mit einer ganzen Sammlung von kleineren Patches und Änderungen im System, viele beschäftigen sich mit besserer Randomization von Ports/Sockets/Pids und anderen System-IDs. Dadurch werden Angriffe schwieriger, weil das Verhalten des Systems weniger vorhersagbar ist - besonders wichtig bei diversen local exploits, bei denen zum Beispiel die Kenntniss der PID eines Prozesses dazu genutzt wird um Zugriffe auf Bereiche zu erlangen, die über die PID identifiziert werden (Speicherbereiche, temporäre Files etc.). Auch die Sichtbarkeit von Systemprozessen wird eingeschränkt - normale Benutzer bekommen einfach keinen Zugriff auf die gesamte Prozessliste und werden auch im /proc Filesystem eingeschränkt - und können deshalb nicht so leicht laufende Systemprozesse angreifen.

Eine komplette Liste der Features von grsecurity ist online.

Alles in allem bietet grsecurity eine sehr sinnvolle Zusammenstellung von Sicherheitspatches die jedem Betreiber eines Servers ans Herz gelegt werden sollte - die Möglichkeit von Remote Exploits wird drastisch eingeschränkt und auch die lokale Systemsicherheit durch die RBAC deutlich aufgewertet. Es gibt bei der doch recht einfachen Implementierung des grsecurity-Patches in ein bestehendes System (einfach den Kernel patchen und neu installieren, booten, lernen, aktivieren - fertig) keinen Grund den Patch nicht zum Beispiel auf Rootservern standardmäßig zu nutzen. Eigentlich sollte ein Security-Patch genauso zur Systemeinrichtung gehören wie eine Backupstrategie.

Jetzt wärs natürlich noch schöner wenn die eigentliche Dokumentation des Systems etwas grösser als die man-Pages und ein paar Whitepapers wäre - und vor allem auf aktuellem Stand wäre. Das ist noch immer ein echtes Manko, weil eben das richtige Gefühl das System verstanden zu haben sich ohne qualifizierte Dokumentation nicht so recht einstellen will ...

Manchmal überrascht mich die Wikipedia mit eigentlich ganz naheliegenden Sachen. Wie zum Beispiel den sehr schönen Beschreibungen des Münsterlandes und natürlich Münster selber.

WordPress Theme: Gila - sieht ganz nett aus, ist dreispaltig und hat eine flexible mittlere Spalte.

Empörung über Aussage von JuLi-Vorsitzendem - nunja, Westerwelle war ja auch mal JuLi Hansel und dumme Sprüche hatte der auch drauf - von daher scheint diese Pfeife wohl der kommende Chef der FDP in 10 Jahren zu sein ...

How to setup WebObjects 5.1 on Linux

How to setup WebObjects 5.1 on Linux beschreibt wie man WebObjects (das Original von Apple) unter Linux zum Laufen kriegt - wegen der Java-Basis der 5er-Versionen ist das ja mitlerweile deutlich problemloser geworden. Wobei mich natürlich die Objective-C Version noch weitaus mehr für Linux interessiert hätte - Java ist auf Linux nunmal nicht der grosse Überflieger was Performance angeht ...

Nunja, für die Objective-C-Version kann man auch gut auf SOPE( ich berichtete) zurückgreifen, es ist ja in vielen Bereichen kompatibel. Für den Einsatz von XCode gibt es ja auch Projekttemplates, so das man ähnlichen Komfort bei der Entwicklung geboten bekommt. Ich muss mal probieren wie das mit ProjectBuilder aussieht.

OpenACS

OpenACS ist eine immer wieder gerne übersehene Web-Applikations-Plattform die auf dem AOLServer und PostgreSQL basiert.

OpenACS liefert auch gleich noch einen ganzen Satz von fertigen Modulen mit - getreu seinem Namen als Ars Digita Community System bietet es einen ganzen Stall von fertigen Anwendungen. Ein komplettes CMS ist auch dabei. Und das ganze ist teilweise schon mehrere Jahre alt - aus Zeiten als andere CMS-Projekte noch davon träumten erdacht zu werden.

Der AOLServer ist ein multithreaded Webserver der TCL als Scriptingsprache einsetzt so wie man Apache oft mit PHP kombiniert. Allerdings ist der AOLServer sehr schnell und erstaunlich resourcenschonend. Das Teil heisst übrigens mit gutem Grund so: grössere Teile von AOL laufen auf dem Server und er stammt von dort. Taugt trotzdem was

Alles in allem ein spannender Oldtimer mit interessanten Features und - bedingt durch das Alter - einer recht guten Dokumentation. Aber auch einigen Warzen und Ecken die mitlerweile vielleicht etwas seltsam anmuten. Man muss dabei eben bedenken das zu Zeiten als ACS entwickelt wurde die Definition von CMS erst im Entstehen war.

Softwarepatente: Die Zeichen stehen auf Neuverhandlung im EU-Rat

Softwarepatente: Die Zeichen stehen auf Neuverhandlung im EU-Rat

Der Plan der Kommission, die Richtlinie entsprechend den Lobbyingbemühungen insbesondere großer Marktgiganten möglichst rasch durchzudrücken, dürfte mit dem Ausscheren der Dänen im Rat zum Scheitern verurteilt sein. Denn eine Mehrheit, die für die Beibehaltung der Richtlinie als A-Punkt votieren könnte, würde angesichts des zu erwartenden Nachziehens zahlreicher anderer Länder nicht mehr existieren.

Ich glaubs ja erst wenn dieser Zirkus wirklich neu verhandelt wird dran.

Tabakindustrie bestach Wissenschaftler - was erwartet ihr von legalisierten Drogendealern? Das die ehrlich sind? Pfffft ...

Backup mit halben Daten?

Beim Schockwellenreiter gefunden, angeguckt und gleich wieder als Unfug abgelegt: Substance Softwares Phew. Grund? Dieser:

NOTE: Phew currently doesn't backup the resource portion of files. In short you may find incomplete files on your backups (text clippings for example). This probably won't effect 99% of most peoples data but please check critical files after a backup to make sure.

Das sind nicht nur seltene Dateien, die davon betroffen sind. Alle Applikationen die das Carbon API benutzen und nicht in Bundles daher kommen oder in Bundles speichern brauchen den Resource Fork. Mit der Backup-Software kann man also nicht mal eine ganze Reihe von Carbon Applikationen sichern, da deren Resource Fork flöten geht - und in dem steht der ganze Code des Programms.

Sorry, Leute, aber ohne das dieses Problem behoben wird macht es keinen Sinn das zu benutzen. Da bleib ich lieber bei psync und psyncX, das ist zwar eine recht primitive Oberfläche, aber dafür ist eine Sicherung auf eine externe Platte nicht nur vollständig, sondern sogar komplett und direkt bootfähig. Und die sind nicht nur kostenlos, sondern auch noch Open Source.

Ekelerregend

Wie Johnny vom Spreeblick finde ich das Gebahren der Unionspolitiker mit ihrem tollen "Brief" an die Regierung einfach nur Ekelerregend. Wenn man sich die aufgeführten Punkte mal anguckt ist es sowieso wieder nur heisse Luft und nix dahinterr. Geschwätz. Zum Teil auch noch Geschwätz das mit dem eigentlichen Problem garnichts zu tun hat - einfach nur die gleichen leeren Phrasen von Merkelnix und Stauber zusammengeschmissen und nochmal durchgekaut - ohne jeden Nährwert.

Forscher erzeugen unterschiedliche X.509-Zertifikate mit gleichem MD5-Hash - autsch. Damit ist MD5 für Signaturen wirklich gestorben.

Kyocera to end camera production

Kyocera to end camera production - jetzt gibts also die erste Bestätigung aus Kyocera selber. Vielleicht wird es ja von jemandem weitergeführt, aber ob die Produktpalette dabei überleben wird ist eher fraglich - allenfalls der Name wird für andere von Interesse sein.

Toll. Die Firma Winkhaus baut Schlösser die mit kryptografischen Methoden die Authorisation eines Schlüssels prüfen und man kann diese mit einem simplen Magneten knacken. Security by Stupidity ...

Wer glaubt das die kleine Politik besser funktioniert als die grosse, lest bei Hotel Falckenstein über Nr. 1737 und ein Veto.

Offiziell genehmigtes Datamining einer Geheimdienst-Mailingliste - putzig, wenn die NSA-Leute analysiert werden. Gemein aber auch, sie an ihre regionale Datenschutzorganisation zu verweisen - nach dem 11.9. ist bei den Amerikanern das Wort "Datenschutz" fast so ein Schimpfwort wie das Wort "Liberal".

SCO vs. Linux: SCO verlangt Einsicht in IBMs Konstruktionspläne - mich würde der medizinische Fachterminus interessieren der beschreibt woran die SCO Führungsriege leidet

SKYRiX Object Publishing Environment

Das SKYRiX Object Publishing Environment ist eine freie Variante eines Web-Applikations-Framework nach dem Modell von WebObjects. Speziell unter dem Aspekt das WebObjects neuerdings von Objective-C nach Java wandert ist SOPE sehr spannend - denn es ist immer noch Objective-C durch und durch.

Ausserdem läuft es nicht nur unter OS X, sondern auch unter Linux. Und mir gefällt natürlich das es auf PostgreSQL baut und nicht auf diesem glorifizierten Karteikasten ...

Wär glatt mal wieder ein Grund meine etwas eingerosteten Objective-C Kenntnisse aufzufrischen. Allerdings ist die Dokumentation noch recht spartanisch - man soll aber auf die WebObjects-Dokumentation zurückgreifen können für viele Bereiche.

Für Debian Sarge gibts übrigens ein Repository mit fertigen Paketen für SOPE. Steht allerdings noch nicht auf deren Homepage, nur auf der Freshmeat-Projekt-Seite zu SOPE.

Es ist übrigens die Basis für OpenGroupware.org - ein Groupware-Baukasten (nach eigener Aussage der Entwickler). Und es gibt eine Live-CD mit der man das ganze Monster testen kann, ohne gross was zu installieren.

Kann mir mal jemand erklären wieso ich das Projekt bisher nie gesehen habe? Hab ich Tomaten auf den Augen? Strange ...

Eine Warnung an Leute die damit loslegen wollen (ich hab gerade alles kompiliert, installiert und angetestet): die Dokumentation zu SOPE selber als nicht existent zu bezeichnen wäre noch geschmeichelt

Als Tipp: eine WebObjects-Anwendung ist sozusagen ein kleiner Webserver in sich - man startet sie einfach und hängt den Apache mittels des mod_ngobjweb Moduls vor diesen kleinen Mini-Server und dann kann man auf die Elemente der Applikation zugreifen. Ist nicht gerade offensichtlich für jemanden der WebObjects nicht kennt ...

SOS-Kinderdörfer warten auf Spende von Laurenz Meyer - ja hat denn irgendwer geglaubt der hat das ernst gemeint? Sorry, aber der macht das nur wenn wirklich der öffentliche Druck zu gross wird - und den hat er durch seinen Rücktritt ja abgeblockt. Wenn es etwas durch die Presse geschoben wird macht er es ja vielleicht noch - und schiebt irgendeine fadenscheinige Begründung vor warum es so lange gedauert hat ...

Stu Nicholls Cutting Edge CSS An amazing CSS puzzle ist ein kleines Labyrinthspiel das nur in CSS realisiert wurde - kein JavaScript. Wow. (gefunden beim photomatt)

TB Quickmove und QuickFile

TB Quickmove 0.0.5a ist eine Thunderbird Extension mit der man häufig genutzten Zielordnern Hotkeys und Kontextmenüeinträge geben kann um Mitteilungen schnell dahin zu verschieben ohne Zieh-und-Plumps benutzen zu müssen.

QuickFile ist eine andere Extension die das gleiche macht.

Werd ich mir beides mal angucken, wäre genau das was ich brauche (gefunden beim photomatt)

Update: nach Ausprobieren hat sich leider herausgestellt, das beide unter OS X nicht brauchbar sind. Bei TB Quickmove kann man die Hotkeys nicht auswählen - der OK-Button tuts nicht. Und bei Quickfile kann man zwar den Hotkey auswählen, aber er funktioniert nicht - abgesehen davon das die Modifier für OS X nicht passen (was ist Accel, was Meta unter OS X?). Doof, das.

Aranha server monitor

Der freshmeat.net: Aranha server monitor klingt exakt wie das was ich unter Servermonitoring programmiert habe. Ich benutze allerdings nicht XML-RPC, sondern SOAP. Und ich hab das ganze nicht mit einer XUL Oberfläche, sondern mit einer Weboberfläche versehen. Und ich benutze kein Perl, sondern Python. Strange.

erstauntes Gesicht

Meins läuft übrigens schon seit Ewigkeiten in der Firma und versieht dort brav seinen Dienst bei der Überwachung unseres Serverzoos.

blo.gs: for sale - hups. Der Betreiber von blo.gs will sein ganzes System (Domains, Software, Datenbank) verkaufen.

Bei Lummaland gesehen: BlogFox: alles nur geklaut - über eine Suchmaschine, die ihren Inhalt einfach bei blogg.de absaugt und eintütet. Nicht gerade die feine englische Art ...

Gericht bestätigt Störerhaftung des Admin-C

Gericht bestätigt Störerhaftung des Admin-C - was damit dann ja wohl für den Syndikus ziemlich übel sein sollte, denn er ist ja bei vielen Dialerdomains als Admin-C eingetragen und bei dieser seltsamen Warez-Geschichte war er ja wohl auch irgendwie mit im Boot ...

Für Provider jedenfalls sollte das jetzt der letzte Anstoß sein nur noch grundsätzlich den Domaineigentümer in den Admin-C einzutragen - denn sonst kann das ganz böse schief gehen.

Kyocera Hamburg am Ende?

Jutta erzählte mir das gerade: laut photoscala hat Kycera Hamburg allen Mitarbeitern die Kündigung ausgesprochen. Gerüchte um einen Ausstieg Kyoceras aus der Fotosparte gibts ja schon seit einigen Wochen. Es wäre sehr schade, wenn der Name Contax aus der Kamerawelt verschwinden würde - ich verbinde mit Contax immer noch qualitativ hochwertiges Gerät mit dem kleinen Kick an Besonderem.

Für Besitzer einer Contax N1 ist das ganze natürlich ganz besonders bitter: das N-System ist erst vor wenigen Jahren eingeführt worden und bei weitem noch nicht vollständig ausgebaut - und bei den Hightech-Monstern ist auch der Service nicht mehr in jedem Feld-Wald-und-Wiesen Servicecenter leistbar. Schon mit meiner RTS III und der Vakuum-Andruckplatte wirds schwierg Service zu bekommen wenn bei der Kamera mal Probleme auftreten sollten.

Microsoft setzt bei «Longhorn» auf Marketing - und stempelt es damit schon vor Existenz als Vaporware und Marketingshow ab

PIXELPOST - Small Photoblog Software - sieht ganz nett aus, auch die Demos. Witzig ist der kleine Streifenkalender in der Demo - ich glaub sowas mach ich mir mal für WordPress, das belegt wesentlich weniger Platz in der Sidebar als der klassische Kalender. Für jemanden der einfach nur Photobloggen will sieht PixelPost ganz nett aus.

Ich wusste garnicht das der SmartEiffel The GNU Eiffel Compiler mitlerweile auch nach Java Bytecode compiliert. Könnte man ja vielleicht auf dem Mac zusammen mit der Java-ObjC-Bridge benutzen um Programme dort zu schreiben und mal wieder ein bischen mit Eiffel zu spielen.

Abrechnung via IP? erläutert mehr zu dem absurden IP-basierten Abrechnungsverfahren. Die ganze Selbstdarstellung ist schon wirr genug. Das Verfahren selber ist noch wirrer. Also kein Wunder das sich T-Systems vor diesen Karren spannt - wenn es dumme Ideen gibt, scheinen die immer wieder laut "Hier!" zu schreien ... (gefunden beim Isotopp)