Archiv 13.7.2011 - 29.7.2011

TL Omnis. Und noch so ein RAD Oldtimer - Omnis war eine der ersten RAD Umgebungen mit der ich gespielt habe und sie war recht ungewöhnlich für die damalige Zeit. Keine "richtige" Programmierung damals, nur GUI Tools zur Verdrahtung und Verbindung in Kombination mit berechneten Feldern, aber diese sehr leistungsfähig. Sehr starker Fokus auf grafische Werkzeuge für verschiedenste Zwecke (DB Design, Relationsmanagement, Reports, Formulare etc.). Schon erstaunlich was man alles findet, wenn man etwas nachbuddelt. Gibt übrigens eine freie Standardversion der Umgebung, man kann also einfach mal reingucken was es heute so alles kann.

Lazarus. Ich mein, wie kann ich denn sowas wie einen freien Delphi-Clone auslassen, wenn ich über IDEs und RAD Tools schreibe? Also hier der Link, gibt auch OSX Versionen davon. Und ist definitiv ein aktives Entwicklungsprojekt. Und hey, Pascal war meine erste Hochsprache nach Basic, als ich damals mit der Programmierung angefangen bin. Oh, und es gibt mit Objective Pascal eine ziemlich runde Bridge zu den Cocoa Frameworks. Update: boah, da kommt Nostalgie auf! Kommandozeilentools in Pascal bauen! Und die IDE ist gar nicht mal so übel, die kann was!

HyperNext Studio kannte ich überhaupt noch nicht. Ein HyperCard Clone für Mac, mit dem man auch Windows-Anwendungen erzeugen kann. Allerdings ist die letzte Version etwas älter, keine Ahnung ob die mit Lion noch läuft. Mittlerweile ist das Freeware (allerdings closed Source, ich vermute mal weil deren letzte Version halt schon älter ist). Und auch interessant: es bietet zwei Sprachen an, eine die HyperTalk nachempfunden ist und RBScript, ein objektorientiertes Basic aus Realbasic (einer anderen IDE für OSX und Windows). Ich vermute mal, HyperNext selber ist vielleicht mit Realbasic programmiert. Oh, und mit dem HyperNext Android Creator kann man auch Android Anwendungen mit HyperNext bauen. Der Android Creator ist allerdings kostenpflichtig (aber mit 60 Dollar nicht wirklich teuer). Und leider ist der nur für Windows verfügbar, nicht für den Mac. Update: wer Lion hat, kann es vergessen mit HyperNext Studio zu spielen, denn das ist PowerPC Code, und unter Lion gibt's kein Rosetta mehr. Also Maximum an OSX Version ist Snow Leopard.

Whalesong: a Racket to JavaScript compiler. Schon lange keinen Link zur besten Scheme Implementation des Netzes gehabt. Ok, Racket nennt sich nicht mehr Scheme, aber Scheme ist noch haufenweise drin. Und jetzt gibt es mit Whalesong ein Backend, das aus dem Racket Code JavaScript produziert - und sogar standalone HTML Files erzeugen kann, die dann einfach im Browser laufen.

WebKit in PyQt - rendering web pages. Da ich mal wieder über GUI Bibliotheken und Tools grüble und mit Python und Qt rumspiele sollte ich natürlich nicht die WebKit-Integration von Qt vergessen, die ist wirklich schön einfach realisiert, wie diese recht simplen Beispiele zeigen. Und die Qt-Oberflächen unter OSX sind zwar nicht 100% wie native Anwendungen, aber schon deutlich besser als die von GTK. Und man kann seinen Code dann auch auf anderen Systemen laufen lassen, ohne große Handstände. Auf dem Blog gibt es noch mehr sehr interessante kleine Artikel über Python und Qt.

Anonymous und LulzSec: "Sperrt eure PayPal-Konten" - Netzpolitik - derStandard.at › Web. Da kann man schön sehen, was für eine Geisteshaltung und Überheblichkeit hinter Paypal steckt. Passt ja auch gut zu deren Ansatz europäischen Unternehmen amerikanische Exportbeschränkunfen aufzuzwingen und mal eben willkürlich Konten zu blockieren.

CodeMirror. Wenn man Editoren in Webseiten haben will, die Syntax von Programmen einfärben. Sieht ganz nett aus und könnte vielleicht für ein paar Sachen interessant sein, z.B. da wo ich restructured Text eingeben lasse, oder wo Python-Code in der Datenbank gespeichert wird. Ist eine JavaScript Library die im Browser einfach eingehängt wird in die Textareas.

Harbour Project. Jemand sagte dBase. Dann landete ich bei dbase.com - und dann stellte sich mir die Frage nach Clipper. Und dann hab ich danach gesucht. Warum tu ich sowas? Warum kann ich mich nicht beherrschen? Und wo ist dBase für die Cloud?

Orange - Data Mining Fruitful & Fun. Wow, gerade drüber gestolpert, das kannte ich noch nicht, glaub ich. Eine GUI-Oberfläche mit einem Node-Interface zur Definition von Datenanalysen und Visualisierungen, wobei diese Knoten in Python programmiert sind. Das ganze Interface ist mit QT gebaut, daher gibts da auch eine OSX Version davon. Wenn man also größere Datenmengen durchwühlen muss, ist das sicherlich mal einen Blick wert, zumal es Open Source ist und man sich da ja nix vergibt.

Sage: Open Source Mathematics Software. Einfach weil ich ja letztens über Worksheet-Interfaces gegrübelt habe und drüber nachdenke, was es da alles so an Auswahl gibt - Sage ist ja nicht nur ein Mathematik-Paket, sondern primär erstmal eine gigantische Modulsammlung für Python und ein Worksheet-Interface ebenfalls für Python. Ok, man benutzt einen Webbrowser gegen einen lokal laufenden Webserver, aber trotzdem ist das eigentlich eine nette Sache. Und mitlerweile ist Version 4.7 mit vielen Änderungen draußen. Und man kann gute Sachen ruhig mal wiederholen. Billiger als Mathematik ist es allemal und Python gefällt mir auch deutlich besser als Programmiersprache. Da ich warscheinlich dann irgendwann mir meinen eigenen Server installieren will, um auf Notebooks von überall zugreifen zu können, hier mal ein Blogmark auf eine Anleitung, wie man mit Ubuntu einen eigenen Sage Server baut.

The Xavisys WordPress Plugin Framework - Xavisys. Interessant wenn man selber Plugins für WordPress bauen will, denn es nimmt einem ein paar der Standardarbeiten ab und macht den Code damit etwas simpler.

BuddyPress.org. Gerade mal wieder drüber gestolpert als es um selbst betriebene Social Networks ging. Buddypress läuft irgendwie immer unterm Radar, aber ist eine ziemlich interessante Entwicklung mit allen Features von Wordpress - unter anderem also auch allen Login-Integrationen und ähnlichem. Und für BuddyPress gibts dann auch noch eigene Plugins wie zum Beispiel das BuddyPress Media Plugin, mit dem man aus einer BuddyPress Installation sein eigenes Flickr machen kann. Und da gibts noch haufenweise mehr Sachen, bis hin zu kommerziellen Plugins für diverse Zwecke. Und zusätzlich kann man alle WordPress Themes benutzen und darauf aufbauen.

On Safari. Interessanter Artikel von einem, der mal eine Safari anders gemacht hat als üblich - statt der dicken 35mm DSLR hat er eine Panasonic GH2 (für den großen Zoombereich) und eine Leica S2 mitgenommen. Sehr interessante Beobachtungen in dem Artikel und auch ein paar nette Fotos.

EL34 - The home of Eddie - About. Hmm, sollte ich mir auch mal angucken - die MPW-geerbten Worksheets klingen interessant, die von BBEdit sind leider immer eher hakelig als wirklich rund. Vielleicht ist Eddie da ja etwas besser bestückt. Allerdings "SVN Integration" als einzige Versionsverwaltung? Autsch. Kommt mal ins aktuelle Jahrtausend, Leute! (auf der Schockwelle gefunden, den Link)

Ultimatum: Paypal will in Deutschland Kuba-Embargo durchdrücken. Schön, wie die Unsinnigkeiten aus den USA so mal eben in Europa durchgestzt werden sollen, oder? Wird dringend Zeit für brauchbare Alternativen zu PayPal. Und wird malnZeit, dass die endlich unter die Bankenregulierung fallen - denn deren Sperraktionen blockieren oft auch Gelder die schon da sind - wie zum Beispiel zuletzt bei WikiLeaks.

Creating Apps Using AppleScript Objective-C. Vielleicht sollte ich mir einfach das Buch hier holen, um meine (recht perverse) Neugierde für die AppleScript/Objective-C Bridge zu befriedigen.

SuperCard on Lion. Und weil ich gerade von HyperCard geschrieben habe, sein geistiger Nachfolger - SuperCard - existiert immer noch und ist für Lion wieder fit gemacht worden. Aber wohl immer noch eine Carbon Anwendung, seine Tage sind also wohl doch in nicht zu ferner Zukunft gezählt (bzw. wird es immer schwerer werden, SupeCard in aktuelle Entwicklungen zu integrieren, wenn nicht ein Wechsel nach Cocoa stattfindet). Und es reizt mich immer noch das Teil zu kaufen, und wenn es nur aus Nostalgie ist. Das Hack-Gefühl von HyperCard hab ich nur später wieder so in Smalltalk-Umgebungen erlebt (und die sind ja leider unter OSX auch eher tot).

Mac OS X 10.7 Lion Automation Release Notes. Die schrecklichste Spracherfindung seit Hypertalk hat in der Löwenversion einen Haufen Erweiterungen bekommen, besonders die Integration der Objective-C Bridge in den Apple Script Editor ist witzig - man kann damit direkt in Scripten auf Cocoa Frameworks zugreifen. Auch wenn ich der Überzeugung bin, dass AppleScript wahrscheinlich mehr Programmierer in den Wahnsinn getrieben hat als dass es Benutzern das Leben erleichtert hat, es ist allein schon aus Sprachhistorischen Aspekten immer wieder interessant zu gucken was sich dort tut. Seit Snow Leopard mit der Objective-C Bridge gekommen ist, ist es jedenfalls wieder im Aufwind und selbst im aktuellen XCode 4.1 kann man Anwendungen komplett nur mit dem Interface Designer und AppleScript zusammendengeln. Leider ist die Anwendungsstruktur unter Cocoa definitiv nicht Non-Programmierer-geeignet, XCode mit AppleScript Anwendungen ist also nicht wirklich eine Neuauflage von HyperCard (der einzige Grund, warum ich HypeTalk vergebe - es war die Sprache in diesem ziemlich genialen kleinen Tool mit großer Reichweite).

Meedia: Meck-Pomms CDU wirbt mit “C wie Zukunft”. Dumm, dümmer, CDU. Oder "C wie Kann keine Rechtschreibung". Oder vielleicht auch "C wie Ziemlich Dusselig"? Und sowas spielt Regierung ...

Trunk Notes | Apps On The Move. Hab ich schon länger auf meinem Rechner, aber erst jetzt hab ich mich mal intensiver damit beschäftigt, wie ich das mit anderen Tools integrieren kann. Und es ist eigentlich völlig banal: VimWiki benutzen. VimWiki benutze ich sowieso schon für mein Desktop-Wiki, und da liegt es natürlich nahe das einfach alles so zu integrieren, dass ich das auch mit dem TrunkNotes Wiki benutzen kann. Klar, damit werden diverse erweiterte Features von TrunkNotes nicht unterstützt, aber das ist für mich nicht so primär wichtig, wichtiger ist erstmal die normalen Inhalte direkt bearbeiten zu können. Und dafür reicht der kleine Hack. Irgendwann mache ich dann mal einen speziellen TrunkNotes Mode, der auch Unterstützung für die Metadaten bietet. Gerade gefunden: ein Clone von VimWiki, der mit Markdown (was TrunkNotes intern benutzt) klar kommt (der entsprechende Code ist in der Entwicklerversion von VimWiki schon drin).

Die seltsamen Fakten des Herrn Uhl « mrtopf.de. Ich sach einfach mal: lesen. Denn wozu soll ich da alles wiederholen, was anderswo schon jemand geschrieben hat. Und da es mit der VDS ja auch den Datenschutz betrifft, auch mal für die Metaeule kategorisiert.

XMPPFLASK — XmppFlask v0.1 documentation. Definitiv ein interessantes Projekt - ein XMPP Bot in Python, der eine ähnliche Struktur hat wie Flask, also einfache Definition für XMPP Handler mit Routing von Events. Da ich immer mal wieder vor hatte mir XMPP als Backbone für verteilte (also weit verteilte) Anwendungen mit Online/Offline-Möglichkeit anzugucken, mal geblogmarkt.

Social Networks und meine Nutzung von denselben

Irgendwann fällt einem mal auf, dass man einfach viel zu viele Stellen im Netz hat, wo was passiert und wo man irgendwie vertreten ist. Aus diesem Grund hier mal eine Aufstellung von den aktuellen Netzwerken in denen ich auftauche und wie ich diese dann tatsächlich nutze (bzw. plane zu nutzen - nicht immer klappt das mit dem was ich will und dem was ich mache).

  • meine digitale Heimat ist hier im Blog. Hier landet alles mögliche, Links, Bilder, Artikel, sonstwas. Wenn es mir wichtig genug ist, dass ich da was zu sagen will, dann pack ich es hier hin - denn nur hier habe ich tatsächlich volle Kontrolle über meine Inhalte. Ein paar meiner Inhalte werden nach Metaowl - unserem kleinen Datenschutz Aggregator - gepostet.
  • Ich habe nebenbei noch ein kleines Tumblelog bei Tumblr. Das benutze ich eigentlich nur um da Fotos oder ab und an mal Kommentare oder so zu posten, wenn ich unterwegs bin. Wird also primär von meinem iPhone befüttert.
  • Auf Twitter ist das, was Dave Winer als "Firehose" bezeichnet. Wer also wissen will was überhaupt wie auch immer wo auch immer von mir so veranstaltet wird, der kann meinem Stream dort folgen. Vorsicht, das ist wirklich viel - denn jeder neue Dienst, der mir wie auch immer Zugriff auf meine Aktivitäten dort liefert, wird eingehängt.
  • Auf Flickr habe ich eine ganze Reihe von Fotos, und da werde ich sicherlich auch immer mal wieder Bilder hinstellen. Einfach weil ich manchmal für die Bilder auch die Vernetzung will - in der Regel landen die gleichen Bilder aber dann auch hier im Blog.
  • Als Social Network benutze ich primär Google+ im Moment. Klar, das hat noch einige Probleme, aber die Architektur gefällt mir deutlich besser als in den anderen Netzen. Und die Integration mit Picasa führt dann natürlich auch dazu, dass ich dort Bilder reinstelle.
  • An Social Code Networks benutze ich derzeit Bitbucket und Github. Dort landen meine Open Source Projekte (allerdings hab ich da natürlich auch Kopien lokal bei mir, falls diese Hoster mal irgendwann verschwinden). Github benutze ich derzeit allerdings hauptsächlich um Projekten dort zu folgen, meine eigenen Projekte benutzen Mercurial und landen daher bei Bitbucket.
  • Facebook benutze ich eigentlich garnicht. Ich schicke ein paar Inhalte (Blogposts und zum Beispiel Google+ Updates) dort hin, aber ansonsten bin ich da eigentlich nur so als Aufhänger und für die Leute, die nicht meinen RSS Feed benutzen wollen, sondern einfach dort meinen Inhalten folgen wollen, weil sie halt schon dort sind.

So, damit sollte jeder wissen wo ich mich rumtreibe und wo was von mir auftaucht. Und jetzt bitte kein Meckern "dein Twitter Stream ist zu voll" - das ist absichtlich so. Und auch kein "guck doch mal in dein Facebook" - das passiert nur sporadisch.

flot - Attractive Javascript plotting for jQuery. Mal wieder was für die Zahlenfresser, bzw. deren visualisierenden Kollegen - Zahlenwüsten in gut aussehenden Graphen darstellen, und das ganze als jQuery Plugin. Muss ich mir definitiv mal näher angucken, könnte bei speziell einem Projekt interessant werden.

EVIL is King

evil-sony Nein, das ist jetzt nicht die Anbetung des Bösen, sondern einfach nur meine Überlegungen über die Kameratechnik, die in der letzten Zeit die größten Veränderungen durchmacht hat und bei der die meisten neuen Systeme herauskamen - EVIL Kameras, also Kameras mit Electronic Viewfinder und Interchangeable Lenzes. Sei es das Micro-4/3 System von Panasonic oder Olympus, oder das NEX System von Sony, oder eines der anderen neuen Systeme in der Kategorie. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel das für mich in der Fotografie geändert hat - einfach durch die Verfügbarkeit von wirklich kompakten Kameras, die ich tatsächlich dabei habe.

Bis vor wenigen Jahren hatte ich ja noch eine Canon EOS 10D - ein wirklich klasse Gerät mit guter Bildqualität und der Leistungsfähigkeit der üblichen digitalen SLR. Ok, zum Ende hin nicht mehr auf der Höhe der Zeit, da gabs schon mehrere neue Generationen (als ich sie verkauft habe, war gerade die 50D erschienen), aber das war für mich egal - die Bildqualität liess nichts zu wünschen übrig.

Aber die Größe! Die Kamera selber war schon nicht gerade klein (wenn auch nicht so ein Monster wie die üblichen Profi-Geräte), aber die Objektive waren dann wirklich heftig. Ich hatte nur wenige Objektive - hauptsächlich das 35/1.4L und das 100/2.8 Macro (meine Autokorrektur wollte das gerade auf Macho korrigieren - Anbetracht des Gewichts vielleicht nicht ganz falsch). Die Kamera mit beiden Objektiven mitnehmen? Äh, nein danke, lieber nicht. Und wenn ich sie dabei hatte, war es eben nur ein Fotoapparat mit recht klassischen Funktionen. Video, nur weil man was witziges sieht das man als Filmchen festhalten will? Nö.

Ok, heute haben auch viele DSLRs Liveview und Filmen, aber kleiner sind die nicht geworden - das sind immer noch prinzipbedingt ziemlich heftige Geräte. Die kleinen EVIL Systemen hingegen sparen alleine durch den fehlenden Spiegelkasten eine Menge Platz. Und das gilt nicht nur für das Gehäuse - Optiken können bei gleichen Bildkreis oft kompakter gebaut werden, wenn der Abstand zur Chipebene geringer ist. Und erst die Möglichkeit der Adaption! Ich kann an meiner NEX-3 so ziemlich alles adaptieren was ich zu Hause an alten Optiken noch rumliegen habe. Sehr angenehm, denn selbst die Optiken meiner alten Contax RTS III waren deutlich kompakter als aktuelle DSLR Objektive, und wenn ich richtig kompakt will, kann ich die Leica Linsen dranmachen.

Was sich dadurch für mich geändert hat: ich habe viel häufiger als früher den Reflex "schmeiß die Kamera in den Rucksack" - die NEX-3 war nicht teuer, da macht man sich auch über den Transport nicht sonderlich viel Gedanken, rein in den Rucksack und gut. Viel Gewicht produziert die mit dem Standardzoom nicht und man hat so ziemlich alles dabei was man braucht. Die Bildqualität selber überrascht mich immer wieder - und zwar positiv. Ich glaube kaum, dass meine 10D wirklich besser war (im Gegenteil, die ausreichende Qualität rauf bis 3200 ISO bei der NEX macht Aufnahmen möglich, über die ich früher nicht mal nachgedacht hätte). Und der Fokus-Peek bei der NEX ist bei manuellen Objektiven besser als die Fokushilfen alter manueller SLRs (jedenfalls bei meinen Augenwerten).

Alles in allem war die Investition in ein EVIL System (ok, eigentlich in meinem Fall sogar in zwei Systeme, da ich ja noch die Panasonic Ausrüstung habe) ein echter Gewinn. Auch wenn sicherlich die meisten meiner Foto-Freunde die Nase über die Familienfotos und reinen Knipsbilder rümpfen würden, die ich mache - hey, ich heirate demnächst, ich muss mich schon mal auf Familienbilder einstellen, die Zeit der wilden Kunstversuche (die ja nun auch nicht wirklich besser waren) ist vorbei.

Letzten Endes ist für mich eh nur eines wichtig: dass mir die Fotografie Spaß macht. Und das ist mit den neuen kompakten Kameras wieder der Fall. Und was will man mehr.

clojurescript demo convex hull. Eine Demo für die Programmierung von Clientside Code in Clojure mit Hilfe von Clojurescript. Clojurescript compiliert Clojure nach JavaScript mit Hilfe des Google Closure Compilers und der Closure Library. Sieht nach einer sehr interessanten Möglichkeit der Clientprogrammierung aus, zumal Clojurescript unter Mithilfe von Rich Hickey steht, dem Erfinder und Hauptentwickler von Clojure, man kann also davon ausgehen, das die Integration in die Clojure Welt gut sein wird.

Flurstücke 2011 - Généric Vapeur

Die ganze Schau war wirklich ein Kracher an Farben und Tönen. Ziemlich verrückt und laut. Gestartet ist die ganze Show am Servatii Platz und ging dann durch die Innenstadt bis zum Dom - am Anfang waren die Autos noch weiß, wurden dann mit einem Traktor durch die Stadt gezogen und währenddessen angemalt, dann zum Trocknen auf die Wäscheleine gehängt. Zum Schluss gabs noch einen Segen von einem der Künstler in einer Bischofsverkleidung (passt ja zum Dom im Hintergrund, und in Deutschland ist das Auto ja heilig). Auf jeden Fall war es mal was ganz ungewohntes für Münster - und hatte einen beeindruckenden Andrang, die ganze Aktion war von großen Mengen Besuchern begleitet. Wer einen kleinen akustischen Eindruck will, ich habe einen kleinen Film aus ein paar Clips die ich gemacht habe zusammengestellt.

First Demonstration of Time Cloaking. Zeitlöcher. Faszinierend - ich habe schon Probleme mir überhaupt vorzustellen, was ein Zeitloch sein soll, ich mein, undetektierbar für Licht, ok, aber undetektierbar für die Zeit?

Elements+. Lustig - scheinbar ist Photoshop Elements nicht wirklich eine abgespeckte Photoshop Version, sondern in Wirklichkeit nur eine abgespeckte GUI für den Photoshop-Kernel - viele Funktionen sind intern noch verfügbar. Und mit dem Patch soll man diese Funktionen wieder zugänglich machen können.

Elemental - Integrating Photoshop Elements with Lightroom. Sollte ich mir mal angucken, denn die Integration von PSE als simpler externer Editor ist doch etwas schmal und sperrig.

ShareMeNot. Firefox-Erweiterung, die die diversen Social Buttons rausfiltert, so dass die entsprechenden Dienste nicht die besuchten Seiten sehen können (denn diese Daten werden auch dann übertragen, wenn die Buttons nicht geklickt werden - z.B. ist das Icon in der Regel beim Dienstleister gehostet und über die Referer kann der dann in den Logs besuchte Seiten sehen, sofern man bei einem der Dienste angemeldet ist über das Anmeldecookie auch den Benutzer der die Seite besucht).

Pattern Matching In Python. Interessanter Artikel für Leute wie mich, also für Leute die Snobol4 oder dessen "Nachfolger" (in Tüddelchen, weil es ja dann doch eine gänzlich andere Sprache ist) Icon mögen und mal eine Alternative zu regulären Ausdrücken haben möchten. Implementiert ein dem Icon-Modell sehr ähnliches Pattern-Matching-System, komplett mit Backtracking und Generatoren. Ist allerdings aus 2004 und ist eher eine proof-of-concept Geschichte, nicht unbedingt ein direkt nutzbares und installierbares Python Modul. Im Gegensatz zu SnoPy ist es aber reines Python und nicht ein Swig-basierter Wrapper für eine Ada Library.

Bash on Balls. Für die Momente im Leben, wo selbst Visual Basic zu viel wäre - ein Webframework für Bash Scripte. Benutzt natürlich ein paar Unix-Werkzeuge zusätzlich, vor allem Netcat für den Netz-IO. Und ja, es kommt komplett mit Server und allem, so wie man es sich vorstellt. Sogar Dev-Code-Reload und solche Sachen gibts, auch eine Templatesprache. Und mit BoB ein nettes Acronym. (und im Gegensatz zu Cobol on Cogs ist das hier ein Projekt das man wirklich ausführen kann und nicht nur ein Ulk)

FAQ - Kotlin - Confluence. Die Drölfundfünfzigste Java-Killer-Sprache für die JVM, die hier auch gleich Scala attackiert (das übliche Argument "Scala ist zu kompliziert", welches auf den ersten Blick auch durchaus stimmt - Scala hat wenige zentrale Basisfeatures, die durch die Standardlibrary und die gute DSL Möglichkeit die eigentliche Sprache an der Oberfläche für den Programmierer dann mit vielen Features versorgt). Bleibt die Frage, was daraus wird, aber da JetBrains dahinter steht, wird sie zumindestens eine gute IDE haben (JetBrains baut IntelliJ und andere JVM IDEs, unter anderem auch PyCharm und mit AppCode die einzige derzeitige OSX Objective-C Alternative zu XCode). Und hey, wer seine Sprache nach einer Insel vor St. Petersburg benennt, hat schon mal einen Wohlwollensvorsprung bei mir.

Wenig Trauer um elektronisches Lohnmeldeverfahren ELENA. Wo wir gerade bei peinlich sind - die Nummer der Regierung mit Elena ist ja auch wieder so eine dämliche Luftnummer die Haufenweise Geld kostete aber letztendlich nichts brachte und nicht funktioniert. Und nebenbei auch noch gegen Gesetze zum Datenschutz verstößt. Und sowieso schlichtweg idiotisch war - die Daten, die dort erhoben werden sollten, sind ja nun wirklich für den angekündigten Zweck unsinnig gewesen in weiten Bereichen. Warum unsere Regierung aber immer wieder solche idiotischen Projekte überhaupt startet, obwohl die Probleme schon im Vorfeld bekannt sind, das muss mir mal jemand verständlich erklären.

Copiepresse: Googles Suchmaschine zeigt wieder belgische Zeitungen. Die Internetversteher von den großen belgischen Presseergüssen haben dann doch mal gelernt, das Internet zu vestehen (wenigstens den Teil von "bist du raus, bist du draussen" den sie sich selber eingebrockt haben). Schon ziemlich peinlich, was die da getrieben haben.

WSGID When your WSGI app becomes a nix daemon. Mongrel2 von Zed Shaw hat mich schon geraume Zeit interessiert, aber das grösste Manko war, dass es nicht viele Python Frameworks gibt, die direkt mit Mongrel2 arbeiten. wsgid löst das Problem, es ist ein WSGI Server für Mongrel2 und kann damit dann Frameworks ankoppeln, die unter WSGI laufen können - zum Beispiel ist damit Mongrel2 als HTTP Server für eine verteilte Django-Installation benutzbar. Durch den Einsatz von ZeroMQ bei Mongrel2 ist das ganze dann deutlich flexibler strukturierbar als mit den klassischen (FCGI basierten) Serverintegrationen.

Typekit. Ich bin ja immer noch am Rumforschen über Webfonts und deren einfachen Einsatz in verschiedenen Situationen, speziell auch der Suche nach brauchbaren Fonts. Typekit sieht dabei ganz interessant aus, deren freies Angebot ist zwar ein bischen eingeschränkt, aber die Preise für die größeren Pakete sind nicht völlig utopisch - zumindestens wenn deren Behauptung einer effizienten Auslieferung der Fonts über HTTP auch wirklich der Realität standhält. Im Prinzip mietet man die Fonts für die Nutzung anstelle sie zu kaufen und selber zu hosten. Für Wordpress gibt es da eine Reihe Plugins, dieses hier von OM4 scheint auch aktuell gepflegt zu sein.

Elnode - an Emacs version of node.js. Mal wieder ein Projekt aus der Klasse "weil es geht" - ich glaube jedenfalls nicht, dass irgendjemand auf die Frage "wie will ich meine Webservices betreiben" als Antwort spontan "Emacs" sagen würde. Aber nunja, das Betriebssystem mit eingebauten Basisfunktionen zur Textverarbeitung kann eben auch einen asynchronen Webserver darstellen.

Replication, atomicity and order in distributed systems. Sehr interessanter Artikel über Verteilung und Ordnung in verteilten Systemen mit paralleler Ausführung - denn das ganze ist nicht wirklich trivial. Lesenswert alleine für die Links auf verschiedene Projekte in dem Umfeld. Am Ende ein bischen ein Cliffhanger, weil auf einen kommenden Artikel verwiesen wird - hoffentlich kommt der auch, denn dessen Thema klingt ebenfalls interessant.

Kivy: a crossplatform framework for creating NUI applications. Interessante neue GUI-Library für Python, läuft auf verschiedensten Plattformen (und neben den drei Großen Desktopumgebungen ist mit Android ist auch schon eine mobile dabei) und kann OpenGL zur Beschleunigung der Ausgabe einsetzen (intern haben die einen JIT, der die Basisfunktionen compiliert und so schnelle Ausführung ermöglicht).

Simple, Secure, Scalable Web Development with Opa. Das Opa Buch ist auf den ersten Blick eine sehr vollständige Einführung in die Sprache Opa und ihre Motivation. Was auch begeistert: die Installation unter Linux basiert nur auf Basispaketen, da wird nicht erstmal das halbe Internet runtergeladen und installiert nur weil man eine Sprache benutzen will. (Was bei Spielereien mit Opa übrigens eher nicht so positiv auffällt: sehr lange Compile Zeiten - schon die im Buch gelieferten Beispiele, die ja nicht gerade überragend groß sind, liegen schnell mal bei recht heftigen 15-20 Sekunden ...)

Bulbflow: a New Python Framework for Graph Databases. Auch wenn ich immer wieder denke, Graphdatenbanken sind eigentlich sowas von 70er Jahre, nicht alles was alt ist ist automatisch schlecht - IMS ist ja auch immer noch da und für manche Zwecke sehr interessant. Und das hier klingt interessant, sowas wie DBAPI für Graphdatenbanken, so dass man in seinen Projekten auch mal die Datenbank wechseln kann, ohne das alles komplett umgeschrieben werden muss.

The Pragmatic Bookshelf | Core Data. Das Buch klingt recht interessant, Core Data wird auch bei MacRuby voll unterstützt, wäre also vielleicht interessant sich das zu holen und zu lesen.

Scripts Tagged fluid - Userscripts.org. Mal verlinkt, denn Fluid ist ein wirklich cooler site-specific Browser für OSX und mit zum Beispiel dem Google+ Dock Badget echt praktisch. Und mit den getrennten Cookiespeichern von Fluid kann man auch mehrere Google+ Profile offen halten (oder auch andere Sites, die mit Cookies arbeiten).

Responsive Applications - Mono. Ein Artikel über die verschiedenen Wege wie man Anwendungen mit GTK# aufbauen kann, damit sie zügig reagieren und das Userinterface nicht blockieren, obwohl GTK# single-threaded ist (also nur vom GTK#-Thread auf das UI zugegriffen werden darf).

MonoMac und XCode 4

Autsch, das hat mich jetzt voll erwischt - ich wollte mal mit den GUI Tools spielen, aber MonoMac unterstützt XCode 4 noch nicht vollständig und hat nur lapidar das zu sagen:

Developers that use Interface Builder are recommended to install Xcode 3.2.6 for the time being. MonoTouch News.

Schlecht daran: das ist aus März. Das ist deutlich zu lange keine Unterstützung, so ist MonoMac einfach nur ein halbes Werkzeug (wenn überhaupt). XCode 3 und XCode 4 parallel laufen lassen ist auch keine Option (beides will im selben Ordner rumliegen). Defakto ist man entweder auf XCode 3 zurückgeworfen, oder MonoMac ist raus. Oder man baut seine GUI mit GTK# - dann ist XCode egal (der Compiler-Teil von XCode 4 ist unterstützt), aber dann kann man zum Beispiel AppStore vergessen (und GTK# sieht nicht wirklich toll aus). Mist.

Jtalk Smalltalk. Keine Ahnung wieso das bisher an mir vorbeigeschlichen ist - aber eine recht vollständig wirkende Smalltalk-Implementation in JavaScript inklusive IDE mit Class-Hierarchy-Browser ist schon durchaus bemerkenswert, auch wenn es nicht das erste Projekt dieser Art ist (Clamato wäre ein anderes, aber das scheint größtenteils tot zu sein).

jQuery vs MooTools: Choosing Between Two Great JavaScript Frameworks. MooTools hab ich ein bischen aus den Augen verloren, früher (bevor ich mit jQuery und dessen vielen Plugins Bekanntschaft gemacht habe), war es meine bevorzugte Library für JavaScript. Von daher mal interessant zu lesen, wie es sich mit jQuery vergleicht (aus der Sicht eines MooToolers geschrieben).

Aber da muss man doch was gegen tun! - Die Raummaschine. Durchaus mal sinnvoll das zu lesen und drüber nachzudenken. Wie im WDR öfter mal gesagt: viertel stunde drüber nachdenken. viertel stunde. schaffst du schon. Denn ich will vom Datenschutz die Werkzeuge und rechtlichen Mittel um die Ausbreitung meiner Daten zu kontrollieren, aber keine Bevormundung darüber, was ich mit Daten machen darf (indirekt über die massiven Regulierungsversuche von Diensten). Ich will selber entscheiden können was veröffentlicht wird - aber ich will auch die Möglichkeit haben zu sagen "jetzt nicht mehr" und eine Verpflichtung der Anbieter zu sinnvollen Werkzeugen. Dazu gehört für mich aber eben nicht nur "Verbieten" und "Regulieren" - sondern vielmehr so Dinge wie Datentransportabilität (ich will ein Eigentumsrecht an meinen Daten!) und nachvollziehbares Löschen. Denn ich habe durchaus Interesse an Diensten und Dienstleistern die mit meinen Daten arbeiten - soziale Netze machen durchaus Spaß und können auch sinnvoll sein.