Archiv 12.3.2007 - 2.4.2007

Good Math, Bad Math : Damn. Damn. Damn. Damn. DAMN IT! I'm an idiot! - Hmm. Meta-Aprils-Fools-Day? Jemand setzt ne Aprilscherz-Seite auf, die aussagt das eine Kreationistenhomepage angeblich ein Aprilscherz ist. Ist zumindestens mal was neues.

DjangoKit - klasse Idee. Im Prinzip Apollo mit Python - Django-Anwendungen können einfach in echte OSX-Anwendungen gewandelt werden. Könnte durchaus interessant werden.

Industrie will Raubkopierer öffentlich machen - achja, wieder mal sind die bösen Raubkopierer am Niedergang der Musikindustrie schuld, nicht etwa grottenschlechtes Management und noch schlechtere Musik. An mir verdient die Musikindustrie auch so gut wie nichts mehr - ich hole mir meine Musik lieber bei Magnatune oder Jamendo. Spannender ist es da allemal als der Einheitsbrei aus den grossen Konzernen ...

Serval - VLAN software switch in Erlang. Witzige Idee - VLANs über IP tunnel (im Prinzip VPNs) realisieren. Virtuelle Patchkabel, virtuelle MAC Adressen, virtueller Switch ...

Tsung - Load-Tester in Erlang. Kann verschiedene Protokolle (unter anderem SOAP Webservices und HTTP Server) testen.

What is Eddie? - Load-Balancer auf sowohl DNS als auch HTTP Ebene, in Erlang geschrieben. Webseiten etwas marketing-lastig, aber ganz interessantes Projekt.

Open Croquet SDK 1.0 - nicht mehr Beta, sondern Release jetzt. Es bleibt spannend.

Uni-verse Home - muss ich mir nochmal genauer angucken, gerade erst festgestellt, das es dort OS X Anwendungen fertig als Download gibt.

A Sign, a Flipped Structure, and a Scientific Flameout of Epic Proportions - autsch. Einfach nur ein Vorzeichen ...

appscript - Python als Alternative zu AppleScript (hatte ich den nicht schon mal?)

Comprehensive Erlang Archive Network - geniale Methode um Erlang zu installieren - ein selbstextrahierendes shell archiv für verschiedenste Plattformen und eine gute Paketbibliothek um zusätzliche Pakete schnell zu installieren. Gut zum Ausprobieren.

IMified - Instant Productivity - erstaunlich praktisch. Ja, sehr seltsam jetzt Dinge per jabber client zu bedienen - aber für viele Mini-Sachen wie Reminder ist es einfach simpler "erinner mich an diese URL in 8 Stunden" zu tippen (auf englisch), als das in den Kalender von Hand einzutragen. Und funktioniert per Internet-Tablet von überall und fix, da low-traffic.

Skeptico: Bald kommt… - lies es!

Emergent Technologies Inc. -- LMI K-Machine - Lisp-Folklore.

Gtk+ for Mac OS X - nett. In absehbarer Zeit dann alle GTK Anwendungen auch native auf dem Mac.

google-code-prettify - Google Code - nettes Schnipsel vov JavaScript, mit dem code/pre Blöcke syntax-highlighted werden können.

LambdaVM - Der Haskell zu Java Übersetzer

10 Die Erstaunlichsten Bäume der Welt. - wow.

Backhoe - Terrain Files in Second Life auf dem Mac editieren. Hätte ich vor der letzten Sim gebrauchen können ...

Gymnasium verbannt Harry Potter - Um eine Verletzung religiöser Gefühle zu vermeiden, wird ein Harry-Potter-Roman auf Wunsch von Eltern nicht mehr im Unterricht eines Chemnitzer Gymnasiums behandelt. - sind wir hier in Amerika, oder warum haben jetzt neuerdings religiöse Spinner was zu sagen? Ich mein, wenn die wegen ihres mageren Stils rausgenommen werden, weil sie einfach nur schlecht s ind - ok. Aber wegen Verletzung religiöser Gefühle? Was soll der Unfug?

"Koran-Urteil": Empörung über Frankfurter Richterin - Die Frankfurter Richterin lehnte dies ab, entschied, es liege keine unzumutbare Härte vor. Der Koran sehe ein Züchtigungsrecht vor. - seit wann geht irgendein religiöses Pamphlet vor Strafrecht?

Lift Web Framework - für Scala. Angelehnt an Ideen von Seaside, Rails, Django und Erlyweb. Klingt zumindestens gut.

Maya -> Second Life : Beta version - ähnlich prim.blender, aber auf Maya (Kommerzielle Software, teuer) aufbauend.

The Scala Programming Language - klingt interessant. Nicht das es noch eine weitere Programmiersprache unbedingt braucht, aber diese hat einige interessante Ansätze und die wirklich glatte Integration in Java und .NET Welten hat einen echten Vorteil: die verfügbarkeit von vielen Bibliotheken. Ob allerdings der funktionale Charakter von Scala noch überlebt wenn man ihn mit diversen Java-Klassen verbindet?

HyperLook (aka HyperNeWS (aka GoodNeWS)) - wow. den kannte ich noch nicht. HyperCard in und mit PostScript - auf SUN OpenWindows mit NeWS. Faszinierende Sache - schade, das der ganze Kram irgendwann verschwunden ist.

N800 & Video playback - ooops. Nokia hat andere Chips im N800 benutzt, die den Bildschirm-Update drastisch verlangsamen (1/3 der Geschwindigkeit des N770).

SPD-Sprecher: Online-Durchsuchungen kommen auf jeden Fall - Die "Gespensterdebatten" von Datenschützern und anderen Gegnern einer weiteren Befugnis zur staatlichen Bespitzelung versteht Wiefelspütz dagegen nicht. Da werde immer so getan, "als wären wir ein Überwachungsstaat". Dabei fordere hierzulande niemand Folter oder Guantanamo.

"Sprachlicher Verbraucherschutz": Union gegen Denglisch - Bullshit.

[sugar] Ideas for Sugar development environment from HyperLookSimCity - noch mehr über HyperLook.

Amnesty™ Singles - wandelt google widgets in dashboard widgets um.

EURion constellation - woran Kopierer Geldnoten erkennen.

SQLite Introduction - nur gelinkt, weil ich es möglicherweise für ein Banalprojekt brauch (PHP5 und SQLite - ihgitt, muss mir danach die Tastatur reinigen).

weil sich ein paar Leute gewundert hatten

Die lange Sendepause war Urlaub. Und ich war im Urlaub einfach zu faul irgendwas zu schreiben.

Bundespatentgericht erklärt FAT-Patent von Microsoft für nichtig - juhu!

JavaScript for the Macintosh - garnicht mal so doof, die Idee. JavaScript als volle OSA Sprache, integriert mit allen Werkzeugen. Könnte einiges einfacher machen - denn JavaScript hat reguläre Ausdrücke und menschenwürdige Datentypen, anders als AppleScript.

Lingon by Peter Borg - launchd configs mit GUI editieren. Clicky-Bunti-Goodness für Sysadmins.

NetworkLocation - Standortverwaltung. Auf Steroiden.

Python, Django and DB2: we need your input! - klingt als ob es bald ein DBAPI2 modul für Python und DB/2 direkt von der Quelle geben wird.

Script Debugger 4.0 - nachdem ich mich mal wieder mit einem zickigen AppleScript rumgeschlagen habe, wirds wohl doch mal Zeit mir den Script Debugger zuzulegen. Ärgerlich nur, das die Notwendigkeit einzig in der mageren bis nicht-existenten Dokumentation diverser Anwendungen und ihrer AppleScript Dictionaries liegt.

LSL Module For BBEdit/TextWrangler - die besten Editoren der Welt für Linden Scripting Language (in SecondLife) benutzen.

Programming Erlang - klingt gut, und bisher waren die Bücher aus der Pragmatic Bookshelf Reihe ganz brauchbar. Könnte mal wieder eines sein, das man sich antun will.

Shill (LSL syntax files) - diverse Editoren für LSL benutzen. Irgendwas wird wohl für jeden dabei sein.

Bericht: OpenBSD-Entwickler wollten kritische Lücke kleinreden - peinlich, weil Theo immer wieder auf anderen Systemen rumhackt, weil diese ja genau das gleiche machen. Scheinheilig, weil so wohl einfach nur die weisse Weste von OpenBSD bezüglich Sicherheitslöcher hochgehalten werden soll - auf Kosten der Offenheit. Lächerlich, weil OpenBSD immer noch die beste Security-History hat und es wohl eher anstehen würde, einen Fehler zuzugeben und offen zu kommunizieren.

Gen-Mais: Ratten zeigen Schäden an Leber und Nieren - CRIIGEN schließt ihren Untersuchungsbericht mit der Feststellung ab, dass nach den zur Verfügung stehenden Daten der Gen-Mais als nicht sicher bewertet werden kann . Schert ja keinen, wenn der Umsatz stimmt.

Mono on Nokia 770/800 - gut. Damit bestehen Chancen die libSL Geschichten (z.B. Sleek?) auf dem Nokia zum Fliegen zu kriegen. Und damit gibts Chancen für einen minimalen SL Client auf dem Tablett! (ganz abgesehen von der Vielzahl interessanter Programmiersprachen die jetzt auch für das Nokia verfügbar werden)

Nochmal PicoLisp

Also nach etwas gewühlen und geblätter und gelese: PicoLisp ist genial. Was es ist: einfach ein primitives Lisp mit einem sehr kompakten Sprachkern und einigen sehr ungewöhnlichen Design-Entscheidungen.

Ganz vorne: kein Compiler, nicht mal ein Bytecode-Compiler. Die "virtuelle Maschine" von PicoLisp ist einfach ein effizienter Lisp-Interpreter für Lisp-SEXPRs (die verketteten Listen die man so aus alten Lisp-Interpretern kennt).

Ein weiterer Punkt: nur Listen, Symbole und Zahlen als Datentypen. Keine Floatingpoints (statt dessen einfache Wege skalierte Integer zu benutzen) und Strings sind entweder Listen von Zeichen (die wiederum Symbole sind) oder einfach Symbole.

Auch eher ungewöhnlich: konstant dynamisches Binden von Symbolen, nicht lexikalisches Binden. Alte Lisp-Systeme hatten auch nur dynamisches Binden. Lexikalisches Binden macht Compiler einfacher und beseitigt einige lästige Fehlerquellen, dynamisches Binden aber ermöglicht einige sehr interessante Programmiertechniken (weshalb es in vielen Lisps fluids gibt - dynamisch gebundene Variaben - wie z.B. die globalen Parameter in Common Lisp).

Weitere Besonderheiten: von vornherein auf die Anwendungsentwicklung datenbankgestützer Programme ausgelegt. Es ist eine eigene Datenbank enthalten die alle Merkmale typischer Objekt-Relationaler Datenbanken enthält und eine eigene GUI-Bibliothek, die auf verschiedene HTML-Varianten (HTML pur, HTML mit Java und HTML mit JavaScript) absetzt.

Der Datenbank dann Prolog als Abfragesprache zu verpassen ist nur konsequent weitergedacht - generell ist die Integration von Prolog und Lisp ja nicht neu. Das ganze aber dann wieder derart kompakt hinzubekommen, ist smart.

Was mich daran so begeistert? Nunja, wer von Paul Graham seine Artikel über Arc gelesen hat - die 100-Jahre-Sprache, an der er werkelt - wird erstaunliche Parallelen sehen. Auch PicoLisp beschränkt sich auf das notwendigste, und benutzt recht kompakte Darstellungen und hat auch nur stark reduzierte Datentypen. Bei beiden ist die Idee die gleiche: zurück zur sauberen Abstraktion auf den bekannten Konzepten, nicht die Darstellung des Source durch vorweggenommene Optimierung (Datentypenauswahl) verwässern.

Das Ergebnis? Ein kompakter Lisp-Kern mit sehr interessanten Eigenschaften und einer recht einfachen Möglichkeit Webanwendungen zusammenzudengeln. Aber auch geeignet für typische Scripting-Geschichten (wenn man mal rausgefunden hat, wie man z.B. Programme integriert bekommt). Zusätzlich ein Interpreter mit überschaubarem Source (keine 14000 Zeilen C-Source!), den man leicht um die für eigene Projekte notwendige Funktionen erweitern kann. Insgesamt erinnert mich das stark an die alten TCL-Versionen, nur das hier ein richtiges Lisp unten drin steckt.

Wer selber lesen will, hier ein paar Dokumentationslinks:

Allerdings sind alle Dokumentationen nicht so ganz vollständig - immer wieder tauchen Funktionen in einem der Dokumente auf, die in der Referenz fehlen, oder es werden Funktionen benutzt, die nirgendwo erwähnt werden und deren Funktionsweise nicht ganz klar ist. Aber dazu gibts ja auch noch den kompletten (und nur spärlich) dokumentierten Sourcecode aller Library-Module. Ja, klingt etwas nach Text-Adventure, ist mir klar. Andererseits ist das Volumen an Source gut überschaubar.

Pico Lisp - mini-Lisp-Interpreter, der seit 1988 im praktischen Einsatz für Anwendungsentwicklung ist. Interessantes Konzept - zurück zu Lisp 1.5, schneller Interpreter statt Compiler, hohe Dynamik.

Polen: Minister will "homosexuelle Agitation" verbieten - Polen, das europäische Amerika. Genauso gaga.

SCIgen - Ein automatischer CS-Papiergenerator - urkomisch!

Leica 25mm F1.4 Four Thirds lens - ok, jetzt wird 4/3 interessant. Eine Normalbrennweite mit der gewohnten 1.4er Offenblende, das hat was. Und die Lumix oder Leica für das 4/3 System ist zwar klobig, aber sieht trotzdem ganz nett aus, von den Features.