Archiv 1.3.2006 - 18.3.2006

Tolles SAP Betriebsklima

Nachdem mir so viele vorgeweint haben, das SAP ja so eine tolle Firmenphilosphie hat, die mit Betriebsräten inkompatibel ist, gibts jetzt ne klare Ansage der Firmenleitung:

SAP sähe danach die Möglichkeit, in Lateinamerika oder Osteuropa Forschungslabore zu etablieren, und den Wettbewerb zwischen den zurzeit zehn weltweit bestehenden Laboren anzuheizen. Man sei dann global genug, aber dennoch werde auf Walldorf immer noch mehr als die Hälfte der weltweiten Entwicklungskapazitäten entfallen.

Jau, Leute, redet euch ruhig weiter ein ihr bräuchtet keinen Betriebsrat. Traumtänzer ...

Was machen wenn man verklagt wird?

So wie zum Beispiel die Klagen der Guantanamo Häftlingen? Ganz einfach in der USofAbsurdity: man verbietet den Häftlingen einfach das Klagen.

Dave Winer Breakdown

Irgendwo war es ja zu erwarten, trotzdem ist die Art wie Dave Winer jetzt komplett durchgeknallt ist selbst für ihn ziemlich selten dämlich. Ich mein, mit Rogers Cadenhead hatte er jemanden, der trotz all seiner Stänkereien (speziell rund um das RSS Advisory Board) versucht hat ihn noch halbwegs gut dastehen zu lassen. Nunja, das ist jetzt vorbei. Dave Winer ist halt der Prototyp des Internet-Soziopathen. Shitty Software. Shitty Manners.

Google kauft SketchUp

Google hat SketchUp gekauft - einen Hersteller von 3D-Software. Da kommt man schon ins Grübeln, vor allem wenn man sich gerade ein bischen mit virtuellen 3D-Welten beschäftigt hat. Könnte da auf Dauer sowas wie Second Life von Google anstehen? Wenn man sich anguckt, was Multiuuser 3D virtuelle Umgebungen so brauchen: Renderfarmen, Plattenplatz, Netzbandbreite, verteilte Architektur, Auslieferung von massiv grossen Datenmengen, Benutzervrerwaltung, Chat-Architektur, Accountingsystem, Zahlungsabwicklung - alles das hat Google schon. Und das Subskriptionsmodell könnte für Google interessant sein, denn es ist ähnlich gelagert wie die Werbegeschichten.

Horizon - ein Sketchbook für das Nokia Tablet.

TUD:OS - TU Dresden Operating Systems - ein paar Unentwegte halten die Idee des Mikrokernels weiter hoch. Gut so!

Avimator - Animationsprogramm um Animationen für Second Life zu erstellen. Müsste zu Poser formatkompatibel sein, denn eigentlich benutzen die Poser. Vielleicht interessant für kleine Animationsprojekte auch ausserhalb Second Life?

Demonstranten niederreiten ...

... ist in NRW demnächst wieder in. Obwohl in 2003 erst alle Staffeln wegen der viel zu hohen Kosten abgeschafft wurden.

LambdaMOO (with LambdaMOO Map) An Introduction - Multiuser-Plattformen sind ja im Moment in. Wie wärs mit einer, die nur einen Port braucht - und dann komplett textorientiert daher kommt? Sozusagen ein Multi-User-Infocom-Adventure?

MudWalker - A MUD Client for Mac OS X - kann für LambdaMOO benutzt werden (hey, ich will heute abend im Hotel nicht nur doof rumsitzen! )

Naked Objects in Virtual Life

Blöder Titel, ich weiss. Aber genau das ist die Linden Script Language (LSL ) - die Programmiersprache, mit der Objekte in Second Life kontrolliert werden. Jedes virtuelle Objekt ist auch ein Programm-Objekt mit eigenen Methoden, die auf externe Events reagieren. Irgendwie könnte ich mir vorstellen, das Second Life für die Einführung in Eventorientierte Programmierung gut geeignet wäre, da man die Objekte direkt antatschen kann.

Spannend ist auch die Physik-Simulation in dem Spiel - denn auch darauf haben Scripte Zugriff. So bietet es direkt auch eine Experimentierfläche für virtuelle Robotik-Experimente und die Visualisierung von Simulationen (oder sogar direkt erfahrbare visuelle Simulationen - eben eine komplette virtuelle Welt).

Man stellt sich schon die Frage, warum ein Spieleentwickler solche Ideen hat, und warum viele Simulationsumgebungen für "ernsthafte" Forschung so stinklangweilig rüberkommen. Vielleicht sollten Wissenschaftler mal Kontakt mit Gamedesignern aufnehmen, um die Klassenzimmer und Labore etwas aufzupeppen? Die Beschäftigung mit solchen Themen sind doch sicherlich spielerisch wesentlich leichter zu vermitteln, vor allem weil die Schüler dann vielleicht auch mal zuhören ...

Nicht mehr ganz so geheim ...

... ist die CIA nach der Enttarnung durch die Chicago Tribune

Teufelsgrinsen

NPD-BLOG - nein, kein Blog der NPD, sondern ein Blog über die NPD-Machenschaften.

Roam - eine Google-like Suchmaschine inklusive Ads. Allerdings nicht fürs Web, sondern für das Metaverse - den Second Life Inhalt. Sagte ich schon, das dort auch Ads geschaltet werden? Für virtuelle Produkte in virtuellen Shops in einer virtuellen Welt? Bezahlbar mit virtuellem Geld?

Technische Revolution - allerdings hier in einer Zeichentrickwelt. Vom Umbruch einer Dampfroboter-Welt, als sie das Elektron entdeckt und nutzt ...

Gosling Didn’t Get The Memo - und wird dafür wunderbar abgewatscht. Kommentar- und Linksammlung zum neuesten "sind ja nur Scriptsprachen"-Kommentar von James Gosling.

Mal wieder ne Woche München

Internet nur über GPRS oder in der Firma. Und überhaupt - wieso haben die hier immer noch die Schnee-Maschine an? Soll doch Frühling werden, menno!

Was Firmenchefs heute so lernen ...

... enthält nichts zum Betriebsverfassungsgesetz

Tragende Säulen des Unternehmens seien "Gerechtigkeit, Offenheit und gesunder Menschenverstand", nicht das Betriebsverfassungsgesetz. "Bei allem Respekt vor dem Schutz der Minderheiten" verstehe er den "Gesetzgeber nicht, wenn eine neunprozentige Mehrheit den anderen die Bedingungen diktieren kann", schrieb Plattner. Rund 91 Prozent der Belegschaft in der SAP-Zentrale Walldorf hatten sich gegen einen Betriebsrat ausgesprochen.

Erstmal an Heise: das waren 91% der an der Wahl teilnehmenden Mitarbeiter. Das ist deutlich weniger als 91% der Belegschaft, auch in der Zentrale. Aber egal. Denn der wirkliche Hammer ist, das der Firmenmitgründer und derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende tatsächlich glaubt, das Betriebsverfassungsgesetz sei nicht Grundlage seines Unternehmens. Träumer. Komischerweise steht das im Gesetzbuch, Herr Plattner. Wie blöd muss man eigentlich als Firmenchef sein, um sowas selten dummes abzulassen? Naja, wird wohl die neue Maßeinheit für Firmenchefdummheit: ein Plattner = ignorieren eines kompletten Satzes von Gesetzen ...

Laut Spiegel will der Konzern nun einen eigenen Wahlvorstand für die Betriebsratswahlen vorschlagen, der höchstwahrscheinlich aus Arbeitnehmervertretern des Aufsichtsrates bestehe und nicht aus jenen Kollegen, die mit Unterstützung der IG Metall den Betriebsrat durchsetzen wollten. Das Unternehmen käme damit dem Arbeitsgericht zuvor, das einen Wahlvorstand einsetzen könnte.

Oh, und der Wahlvorstand gibt mit nichten irgendwas vor - und hat auch nix mit Schutz von Minderheiten zu tun. Der Wahlvorstand sorgt einfach nur für die ordnungsgemäße Abwicklung von Betriebsratswahlen, mehr nicht. Und ob ein von einer dermaßen dummen Firmenleitung eingesetzter Wahlvorstand dazu in der Lage ist, wage ich mal zu bezweifeln.

Vielleicht wärs jetzt an der Zeit, das die Firmenleitung einfach mal kapiert, was Betriebsratswahlen sind: die Wahl einer Mitarbeitervertretung durch alle Mitarbeiter eines Unternehmens. Egal wie wenige der Anlass für die Wahl sind, jeder Mitarbeiter (ok, ein paar Ausnahmen bei AT-Verträgen gibts) darf wählen, und fast jeder darf sich zur Wahl stellen (noch ein paar wenige Ausnahmen mehr gegenüber dem aktiven Wahlrecht - leitende Angestellte sind ausgenommen vom passiven Wahlrecht). Und ja, das bedeutet in der Regel bei Unternehmen mit entsprechender Größe, das mehrere Listen zur Wahl stehen - in der Regel eine der Gewerkschaft (bzw. korrekterweise eine Liste der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter) und oft eine Liste von Linientreuen. Wobei dem da keine Grenze gesetzt ist - wie wärs mal mit einer Liste der im Betrieb arbeitenden Frauen? Das könnte sicherlich auch für eine SAP interessant sein. Oder eine Liste der jungen Mitarbeiter. Oder einfach nur eine Liste derer, die keinen Bock auf Betriebsrat haben, selbst das wäre völlig legal.

Aber um das zu begreifen müssten die Leute bei SAP ja sich mal die Mühe machen und das Betriebsverfassungsgesetz zu lesen. Kann man von solchen Dummbatzen aber wohl nicht erwarten, statt dessen entblöden sie sich lieber öffentlich ...

Official Google Blog: Writely so

Official Google Blog: Writely so - Writely ist jetzt auch von Google gekauft. Aktuelles Geschäftsmodell 2.0: bescheuerte Ajax-Anwendungen bauen und von Google oder Yahoo kaufen lassen.

Apple beantragt Patente auf Feed-Viewer und Browser - der nächste Sturm in den Klowänden. Winerianer werden sich zusammenrotten und Apple bashen. Und alle anderen kratzen sich am Kopf, was der ganze Unfug mit den Patenten eigentlich soll ...

Cassini Finds Signs of Liquid Water on Saturn's Moon - Enceladus hat vielleicht flüssiges Wasser. Und zwar so viel, das er damit rumschmeißen kann ...

Lego hats geschnallt

Die Lego »Mindstorms NXT«-Firmware wird Open Source - und nur so gehts. Lego verdient am Verkauf der Bausätze und die Software wird von Fans aufgemöbelt. Das war schon beim RCX so - nur mussten die Entwickler da eine Menge Bytes disassemblieren um rauszukriegen wie das Teil läuft. Mit dem NXT könnte es so deutlich besser werden.

Die Speicherausstattung (256 MB Flash) und die CPU (Arm 7) klingen auch sehr gut. Das wird ein ziemlich interessantes Gerät, der neue Roboterbaustein.

Merkels neuer Kumpel?

So komplett gaga wie Kaczynski ist müsste das Merkel doch nach den Einschleim-Erfahrungen beim amerikanischen Gegenstück gut mit dem zurecht kommen ...

P.K.K. - Purzel-Kollektiv Kübelreiter - purzeln find ich nett.

Shit hits Fan bei Debian?

Wenn Joey die Brocken hinschmeisst - und das auch noch öffentlich - dann muss die Geschichte wirklich heftig in den Wicken sein. Denn normalerweise versackt er einfach nur still und leise ...

Waterfall 2006 - International Conference on Sequential Development - das Wasserfall-Entwicklungsmodell ist wieder da!

Mac OS X Security Challenge

Die Mac OS X Security Challenge der University of Wisconsin ist eine wesentlich realisitischere Variante des doch eher zweifelhaften "30 Minuten Hacks", der derzeit durch die Presse und Blogs geistert. Denn auf der in 30 Minuten gehackten Kiste hatten die Angreifer einen Benutzeraccount - es handelte sich also um eine einfache Priviledge Escalation, nicht um einen Remote Hack. Letzterer ist deutlich anders anzulegen, da man ja überhaupt erstmal einen Zugriff auf die Maschine bekommen muss.

Trotzdem sollte Apple natürlich auch Priviledge Escalations ernst nehmen - denn z.B. auf allgemein zugänglichen Rechnern gibts schon einige Angriffsszenarien, die durchaus problematisch sind - gerade auch bei angeblichen Sicherheitsfeatures. Zum Beispiel das verschlüsselte Homeverzeichnis wird zur Farce, wenn auf dem Rechner mehrere Benutzer gleichzeitig eingeloggt sein können - das Homeverzeichnis wird beim Login des ersten Benutzers geöffnet und gemounted, der zweite Benutzer kann dann einfach reingucken. Apple sollte schon an solchen Stellen nachbessern, natürlich auch an den Stellen, an denen ein unpriviligierter Benutzer Root-Rechte kriegen kann - denn das sind Angriffsvektoren für Viren und Trojaner.

Hey, ich hab keinen Bock drauf auf Dauer ähnlichen Murks wie unter Windows zu habne, also seht zu, das ihr bei Apple die Löcher dicht kriegt!

Aries - Umweltprodukte, Die Spezialisten für biologische Schädlingsbekämpfung - ein paar Infos über Biokrieg gegen Motten.

MP3 Python Module - einfache Lib zum Zugriff auf MP3 Informationen.

OPUS - Zivilrechtliche Ansprüche gegen unerwünschte Mitbenutzer von privaten Funknetzen - auch bei ungeschützten Netzen gibt es Ansprüche für den Betreiber an unerwünschte Nutzer.

Religion ist Opium fürs Volk

Und RTL sowie einige Rundfunksender haben wohl einen Vollrausch.

aspectes.tigris.org - Aspect Oriented Programming für JavaScript.

CPU/MEM with swap on/off - das Load-Plugin für das Nokia 770 zur Anzeige von Speicher und CPU-Last in einer Version, die Swap aktivieren/deaktivieren kann (sofern man den vorher passend eingerichtet hat).

Hmm.

Würdest du bitte nicht auf die thermo-nuklearen Waffen schiessen?

Lebowski Fest West

es gibt ein Lebowski Festival. Unglaublich. Da muss ich glatt nen White Russian drauf trinken. Und pinkelt mir nicht auf den Teppich!

MANaOS 0.1.2 is out - MiniMo für Nokia 770 macht sich langsam. Ok, noch ist die Installation etwas doof (da Root-Rechte nötig sind), aber als Preview schon ganz nett.

Netzneutralität und die Realität

Gute Punkte von Doc Searls in "[Net Neutrality vs. Net Neutering[0]":

The carriers' plan from the beginning has been to convert the Net into a paid content delivery system--of some kind. That's all they were ever able to imagine. That's why they've screwed Net Neutrality from the beginning, offering crippled asymmetrical service to customers whom they expected only would consume, never producing much more than clicks that brought down more to consume. Most of us have never known anything but an asymmetrical relationship with the Net, which is why so many of us barely can imagine what it means to be a producer as well as a consumer in the Net's end-to-end world. A couple of days ago, a woman I know--middle class, white collar--told me she doesn't like the Net because "I don't like mass media in general".

ADSL, Modems mit beschränktem Upstream, dynamische IPs bei Einwählern ohne auch nur den Versuch die gleiche IP neu zu vergeben, Zwangsdisconnects mit IP-Wechsel bei DSL Flatrates - die Netzneutralität existiert für viele Benutzer nicht. Klar, man kann sich irgendwo ein kostenloses Blog besorgen - aber bleibt immer Netzteilnehmer zweiter Klasse. Das einfachste - auf dem heimischen Rechner die eigene Site zu betreiben - steht kaum einem Netznutzer zur Verfügung.

Die Kehrseite der Medaille: würden wir (wir = Sysadmins) es wollen, das all die Leute zu Hause Server betreiben, die schon nicht in der Lage sind, ihr Windows rudimentär gegen Angriffe zu schützen? Wie würde ein Netz aussehen, in dem jeder Benutzer auch Produzent ist und die dafür nötige Software betreiben würde - wären die Angriffe und Einbrüche Anreiz genug für Hersteller die Software DAU-tauglich zu machen, so das der Sicherheitslevel höher wäre, oder wäre jetzt das Chaos noch grösser, mit ein paar Millionen Zombie-Rechnern mehr?

Ist es eine Alternative die Leute dazu aufzufordern sich Root-Server zu mieten oder mit Freunden zusammenzulegen und gemeinsam einen zu mieten - wohl wissend, das die meisten von denen keine Ahnung von Administration haben und beim derzeitigen Zustand der Serversoftware sich eher zusätzliche Löcher einfangen, nicht stopfen und damit an Spamverteilung, DOS und anderen Netz-Schweinereien unwissend mitmachen? Würden Serverhoster die Systeme besser pflegen und absichern, wenn sie mehr davon an unwissende User vermieten?

Oder wäre das nur ein weiterer September der nie endet?

ob das eBay schmeckt?

Ob eBay so richtig begeistert über die Entscheidung des OLG Köln zur Identitätsprüfung bei Online-Auktionen ist? Immerhin ist das ein recht heftiger Schlag gegen Online-Auktionen - für Verkäufer kommt da ein ganz neues Problem hoch:

Nach Ansicht der Richter des OLG sei durch die Abgabe des Angebots unter Nutzung des Accounts der Beklagten kein wirksamer Kaufvertrag entstanden. Grundsätzlich müsse derjenige, der sich auf einen wirksam geschlossenen Kaufvertrag beruft, nachweisen, dass die andere Vertragspartei auch tatsächlich Vertragspartner geworden sei. Die Beweislast treffe somit den Kläger, der jedoch die Angaben der Beklagten in der Verhandlung nicht widerlegt habe.

In Anbetracht der ziemlich schludrigen Sicherheitsmechanismen bei eBay und anderen Auktionsplattformen ist das ganze aber meiner Meinung nach nur richtig. Denn solange eBay immer noch JavaScript in Beschreibungen ermöglicht bleibt das System manipulierbar und die Sicherheit, das jemand tatsächlich ein Gebot abgegeben hat, ist schlichtweg nicht gegeben.

Principia Discordia das Buch des Chaos, der Zwietracht und der Verwirrung Fnord! - All hail Eris, All hail Discordia!

SharedAppVNC - interessante VNC-Variante, die nur Anwendungsfenster repliziert, nicht den ganzen Desktop. Auch mit spezieller OS X Unterstützung.

UFRaw - ein freier Raw-Konverter aufbauend auf DCRaw und LittleCMS. Klingt recht interessant.

Zurück zu den KZ-Hühnern

Mehrere Bundesländer wollen das Verbot von Legebatterien kippen:

In mehreren Bundesländern gibt es Bestrebungen, das Verbot von Legebatterien auszuhebeln. Sprecher der Landwirtschaftsministerien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bestätigten einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wonach es eine breite Zustimmung für die Wiederzulassung der Kleinkäfige für Legehennen gebe. Dem Bericht zufolge wird der Vorstoß auch von Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Na klasse. Ganz tolle Idee. Drehen wir doch einfach die Zeit wieder zurück. Was, es gab mal Gründe von den Legebatterien wegzugehen? Egal, was schert das. Toll, die Käfige liegen über den Anforderungen der EU - eure Intelligenz allerdings unter den Mindestanforderungen für Menschlichkeit. Auf das Tierquälerei wieder Standard wird - egal wie unwürdig das für ein angeblich intelligentes und empfindungsfähiges Wesen als Täter ist. Hauptsache das Geld fliesst. Alles andere interessiert doch kein Schwein.

Land of the Stupid and Unfree

Merkt euch das für die nächste Diskussion mit den Amerikaliebhabern die einem immer die Ohren vollschwallen, wie frei und toll das Leben dort ist. Denn die Amerikaner haben gerade eben nicht ganz unwichtige Teile ihrer Verfassung weggeschmissen.

Larrys verzerrte Realität

Ich frag mich manchmal wirklich, wie das Kraut heisst, das Larry Ellison raucht, um solchen Stuss zu labern:

"Open source becomes successful when major industrial corporations invest heavily in that open source project," Ellison said at a Tokyo news conference. "Every open source product that has become tremendously successful became successful because of huge dollar investments from commercial IT operations like IBM and Intel and Oracle and others," he said.

Ja, finanzielle Unterstützung durch Firmen hat durchaus dem einen oder anderen Open Source Projekt gut getan. Aber daraus den Schluss zu ziehen, ohne die Finanzierung wären die Projekte nicht erfolgreich, ist komplett gaga. Im Gegenteil: viele Firmen investieren erst in Projekte, die schon ohne externe Hilfe erfolgreich geworden sind. Gerade kleinere Projekte mit geringerer Bekanntheit haben bei den grossen IT-Unternehmen keine Chance Geld zu bekommen - diese werden zwar auch manchmal von Firmen unterstützt, aber dann in der Regel von Firmen die direkt dieses Projekt auch gestartet haben, oder direkte Produkte darauf basierend vermarkten.

Aber klar, bei den Erfolgen die eine ganze Reihe von Open Source Datenbanksystemen haben, muss er natürlich ordentlich laut rasseln und Stuss reden, damit keiner mitbekommt wie armselig Oracle nach heutigem Stand der Technik in Wirklichkeit ist

Teufelsgrinsen

Lernkurven diverser Editoren

Lernkurven diverser Editoren

Lernkurven diverser Editoren

Datengier ist geil?

Man sieht förmlich den Geifer aus den Mundwinkeln der Polizeifunktionäre und der Ministerin tropfen, wenn man den Artikel über das Bundesverfassungsurteil zur Beschlagnahmung von Computern und eMails liest. Komisch, das von den Politikern nur im Nebensatz darauf eingegangen wird, das die Beschlagnahmung an sich absolut nicht in Ordnung war - statt dessen wird gleich mal nach Gesetzeserweiterungen geschrieen, damit möglichst noch mehr gesammelt werden kann.

Die Einschränkung des Bundesverfassungsgerichtes - das Beschlagnahmungen verhältnismäßig und angemessen sein müssen - kann man sicherlich vergessen, denn darauf wird keiner Rücksicht nehmen. Und bei der stetigen Veränderung der Kommunikationsstruktur hin zu elektronischen Wegen kann man damit dann das Fernmeldegeheimnis auf Dauer getrost als erledigt betrachten

Warum ich PHP-Software nicht mag

Wordpress ist ja nun eines der besseren in PHP geschriebenen Systeme. Und was ist? Es finden sich eine Reihe unsauberer Programmierungen da drin. Ja, ich weiss, das tritt auch in andren Sprachen auf. Der Punkt ist: die Wordpress-Programmierer sind relativ gut qualifiziert und relativ sorgfältig in ihrer Arbeit - und trotzdem treten solche Probleme auf. Unter andrem eben weil bei PHP die Sourcen innerhalb der Server-Root liegen, also Files die eigentlich nur intern genutzt werden über HTTP erreichbar sind. Und weil PHP-Lösungen eben nicht von Hause aus schon eine Eingangsprüfung und ein brauchbares Quoting von Texten vornehmen. Nö, sorry, aber ich mag solch ein Kuddelmuddel einfach nicht.

Arbeitsplätze auf dem Altar des Aktienkurses opfern

Die Telekom legt Rekordbilanz vor - aber weil der Aktienkurs schlecht bewertet ist, müssen 32000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Wie, Firmen haben auch eine Verantwortung? Blödsinn, Eigentum verpflichtet nur noch dazu, noch mehr Eigentum zu wollen. Aktienkurse kaufen aber keine Telefone, bestellen kein DSL und laden Musik bei albernen zweitklassigen Online-Angeboten.

Bock zum Gärtner machen

Und das ganze dann mit Monopolgarantie. Überaus gescheite Entscheidung, wird garantiert ganz grosses Kino geben. Womit endgültig bewiesen ist, das ICANN in keinster Weiste die Belange des Benutzers im Internet interessieren, und auch nicht die Belange der alternativen Registries.