fotografie - 3.11.2002 - 8.12.2002

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Jau, hat alles geklappt. Ich bin jetzt ein Besitzer einer Contax RTS III. Und jetzt kommen die Folgekosten: neue Objektive, neues Stativ, neuer Krimskrams ...

Theo Jansen entwickelt gehende Maschinen

Theo Jansen entwickelt gehende Maschinen, die, von Windstößen getrieben, am Strand leben und sich evolutionär weiterentwickeln sollen. Da gibt es ein paar sehr schöne Bilder von seinen Kunstwerken. [gefunden über Industrial Technology & Witchcraft]

Gefunden bei Industrial Technology & Witchcraft.

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So, erste Kommentare zur RTS III: was mir spontan an der Kamera gefällt, ist die gute Haptik. Blödes Wort, aber sie liegt halt einfach gut in der Hand. Trotz ihres Gewichts und der Grösse. Was mir auch super gefällt ist die sehr spontane Reaktion der Kamera - kein langes Zögern, die Kamera legt sofort los und ist sofort wieder bereit. Der schnelle Motor macht da einiges aus. Apropos Motor: der Motor ist erstaunlich leise, genauso wie der Spiegelschlag. Ich war wirklich überrascht das die RTS III so leise ist, ich hatte ein wesentlich heftigeres Geräusch erwartet. Warscheinlich trägt dazu bei das der Motor einen sehr tiefen Ton im Vergelich zu anderen Kameramotoren hat, das wirt dann nicht so nervig. Im direkten Vergleich mit einer Minolta XG-M mit externem Motor ist sie jedenfalls deutlich leiser. Ebenfalls klasse ist, das die Kamera mit normalen AA-Zellen benutzt werden kann, dadurch hat man jederzeit Zugriff auf Energie, normale AA-Zellen sind eigentlich überall verfügbar, selbst wenn man nur einen Kiosk von der Tankstelle verfügbar hat.

Was ich nicht so gut finde: die Datenrückwand ist für eine Kamera von Anfang 1990 doch eher peinlich - da konnten Kameras schon weitaus mehr einbelichten. Ausserdem wird sowohl Blende als auch Zeit im Sucher ja schon angezeigt, da könnte man die Daten ja auch elektronisch einbelichten - die paar Leitungen zur Übermittlung an das Databack hätte Contax ja realisieren können, immerhin wird ja auch die Steuerung der Vacuum-Rückwand so angesteuert.

Ein weiterer Punkt (eher nebensächlich, aber merklich) ist die etwas unglückliche Art der Spiegelvorauslösung: der Hebel muss nach vorne gezogen werden und arbeitet scheinbar mechanisch. Das ist natürlich gut für den Stromverbrauch, bedeutet aber das man den nicht in der Hand benutzen kann, sondern wohl wirklich nur vom Stativ. Die R8 hat da eine deutlich bessere Lösung gefunden.

Ein weiterer Punkt ist, das die AE-Lock Funktion nur auf dem Hebel um den Einschalter vorhanden ist - ein halber Druck auf den Auslöser ist eigentlich doch praktischer. Aber das ist ja ein alter Kritikpunkt an den Contax-Kameras, erst neuere Modelle haben da eine bessere Lösung (die N1 zum Beispiel).

Ebenfalls nicht so glücklich ist die Anzeige der Belichtungskorrektur im Sucher, da wird nur ein + oder ein - angezeigt. Da die RTS III für die Vorblitzfunktion eine Lichtwaage im Sucher hat, hätte diese IMO doch auch für die Anzeige der Belichtungskorrektur genutzt werden sollen.

Aber die Punkte sind eher nebensächlich, die normale Bedienung der Kamera ist sehr schlüssig und die Tatsache das das Handbuch eher mies ist, ist wenig störend, da man alle Funktionen fast auf Anhieb findet.

Was jetzt wichtig wird, sind die Ergebnisse. Einen Film hab ich in Hamburg schon belichtet, einen zweiten angefangen und der wird in den nächsten Tagen voll. Mal schauen was dabei rauskommt, ich hoffe die Kamera hält was sie verspricht.

Was ich ebenfalls noch brauche sind neue Objektive - nicht alle Funktionen sind mit den AE-Objektiven nutzbar, eben weil die Blendensteuerung dort fehlt. Das ist nicht kritisch, da ich sowieso meist mit der Zeitautomatik arbeite, aber die RTS III hat so eine wirklich nette Blendenautomatik mit Safety Shift, die würde ich gerne verwenden.

Was bei der Blendenautomatik passiert ist nämlich folgendes: man wählt eine Zeit vor und einen maximale Blendenwert, die die Automatik einstellen darf (normalerweise die grün markierte kleinste Blende, aber hier kann man auch die Kamera auf offenere Blenden einschränken). Wenn die Kamera jetzt ohne Probleme mit der Blende die Belichtung korrekt einstellen kann, macht sie das. Sobald aber die Blendenregelung nicht ausreicht, wird automatisch die Zeit entsprechend nachgezogen. Dadurch kann man die RTS III mit einfachen Programmsteuerungen nutzen, auch wenn sie nur Blendenautomatik hat.

Für meine Art der Fotografie ist das ideal: ich wähle meistens eine Zeit vor, die der Brennweite entspricht und regel mit Blendenwerten im Bereich der Offenblende + 2 Blendenwerten die Belichtung (ich habe gerne möglichst geringe Schärfentiefe für meine Bilder). Durch die Blendenautomatik mit Safety-Shift kriege ich damit genau das was ich will, im Regelfall wird die Zeit da liegen wo ich sie brauche, nur im Notfall wird nachgeregelt.

Ein weiteres Highlight ist die Blitzmesstechnik der RTS III: man kann beliebige Blitze mit der Kamera koppeln, auch mehrere zum Beispiel im Studio. Diese Blitze können ganz normal manuell auf ihre Leistungswerte eingestellt werden. Man macht dann einen Vorblitz mit einem eigenen Hebel an der Kamera, die Blitze werden alle ausgelöst, die Belichtung gemessen und gelockt. Die Abweichung von der korrekten Belichtung wird im Sucher in einer Lichtwaage angezeigt. Man kann über die Blende noch die Belichtung korrigieren auf den optimalen Wert, bei dem Auslösen wird dann die eingestellte Zeit und Blende benutzt, das Bild ist korrekt belichtet. Klasse Technik.

Ein weiteres nettes Detail ist die AE-Lock Funktion: sie speichert den EV-Wert, nicht die Zeit. Man kann nach dem Lock mit der Regelung über die Blende oder Zeit den jeweils anderen Wert nachschieben, man hat damit also einen Shift bei Messwertspeicherung.

Just posted! Canon PowerShot G3 review

Just posted! Canon PowerShot G3 review - ich weiss nicht, hohes Rauschen und stärkere Artefakte als bei der Konkurrenz, ich finde das klingt nicht nach einem Hit. Aber natürlich wirds wohl wieder gehyped werden, weil es ja eine Canon Digi ist und die muss ja gut sein.

Komischerweise hat alles auf der Digilux 1 genau wegen Problemen die denen der G3 nicht ganz unähnlich sind (ok, statt Chromatischer Aberration gibts bei der Digilux 1 den netten Impressionismusfilter in Unschärfebereichen, aber das Rauschen ist bei beiden hoch) vernichtende Kritiken bekommen.

Gefunden bei Digital Photography Review (dpreview.com).

Zaubern mit Licht

Zaubern mit Licht. Der Trick ist einfach, die Wirkung verblüffend: man photografiert oder filmt eine Szene. Dann projeziert man das Bild oder den Film genau von derselben Stelle wieder auf die Originalszene. Jetzt kommt der Trick: wenn man einen Gegenstand davorhält, erscheint er durchsichtig. Akademisch heißt sowas "optische Camouflage" und an der... . Hey - man lernt doch immer wieder mal neue Tricks. Dank an Industrial Technology & Witchcraft für diesen Link. Gefunden bei Industrial Technology & Witchcraft.

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Wenn alles glatt geht, bin ich demnächst Besitzer einer Contax RTS III. Mit alles glatt gehen meine ich das die Kamera bei Ansicht auch den Angaben auf eBay entspricht, den Zuschlag habe ich schon. Wow. Eine Contax RTS III - eine der Kameras die von sich ohne weiteres behaupten können die Spitze der Evolution der manuell zu fokussierenden Kleinbildkameras zu besetzen. So ganz glaub ichs ja noch nicht ...

Vergleich von Rollei 6008 und Hasselblad System

Da ich gerade gesehen habe das jemand mit der Suche nach "Vergleich Rollei und Hasselblad" hier vorbeigekommen ist, habe ich mir überlegt, warum ich eigentlich eine Rollei 6008 habe und keine Hasselblad. Zur M6 würde die Hasselblad wesentlich besser passen - beide mechanisch. Die Rollei dagegen ist ein Hightech-Monster. Ok, ein Grund war das die Rollei da stand im Fenster und der Preis gut war, klar. Aber ich hätte sie ja auch stehen lassen können und auf eine Hasselblad warten. Warum also Rollei?

Für mich ist die Rollei in vielen Dingen die Krone der Entwicklung von Kameras mit manuellem Fokus. Ich wüsste nicht mehr viel was man da noch reinstecken könnte. Die Rollei hat eine ganze Reihe von Besonderheiten gegenüber vielen anderen MF-Kameras. An vorderster Stelle steht da die Belichtungsmessung auch bei Lichtschacht. Allerdings ist es das nicht alleine, sondern auch die Art wie die Belichtung gemessen und gesteuert wird. Genau so habe ich mir das immer vorgestellt: eine freie Wahl der Belichtungsmessart, beliebig kombinierbar mit Blendenautomatik, Zeitautomatik oder manueller Nachführmessung. Ok, eine Programmautomatik für den hektischen Einsatz hat sie auch noch. Einfach die Einstellungen auf Automatik stellen, die automatisch sein sollen - steht Blende und Zeit auf Automatik, ist es eine Programmautomatik. Kein alberner Moduswahlschalter.

Dazu kommen natürlich noch die weiteren Features der Rollei, die mich überzeugt haben: eingebauter Motor (der ist nicht schnell, aber er ist eingebaut und dadurch kompakt). Das Rollo an den Magazinen ist ebenfalls eine klasse Sache, damit gibt es keine verlorenen Schieber mehr. Der lange Filmweg bei den Magazinen hilft gegen das lästige Filmplanlageproblem der klassischen Hasselblad und Zenzamagazine. Die elektronische Übermittlung der Empfindlichkeit vom Magazin an die Kamera macht den Magazinwechsel mit verschiedenen Empfindlichkeiten praktikabel und schnell.

Und dann hat die Rollei natürlich noch die "Kür-Features": die 1000stel Sekunde bei den PQS-Objektiven zum Beispiel. Die rein elektronische Übertragung der Signale, was selbst mit den neuen AF-Objektiven keine Änderung im Bajonett erforderte. Die absolut klasse Zeiss-Rechnungen, die wirklich feine Objektive ergeben - auch wenn ich nur ein einziges Objektiv habe (das 2.8/80 PQS). Und ein robustes Gehäuse hat das ganze auch noch.

Mein Fazit: natürlich hätte eines der grossen Hasselblad-Modelle mit der integrierten Belichtungsmessung und einem zusätzlichen Winder viele der Features der Rollei, aber definitiv nicht alle. Und nicht in dieser sehr angenehm zu bedienenden Form. Und schon garnicht zu dem Gebrauchtpreis den ich bezahlt habe.

Hmm. Ich muss dringend mal wieder mit der Rollei losziehen

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Fred Miranda tests the EOS-1Ds - ein weiterer Testbericht eines Praktikers. Wieder ein Verfechter der Digi-Fraktion. Interessant wäre natürlich mal ein Test der 1Ds von einem Analogverfechter, aber irgendwie habe ich da noch nicht so recht was gefunden.

Gefunden bei Imaging Resource News Page.

Fotoalbum des ältesten Fotoklubs der Welt online

Fotoalbum des ältesten Fotoklubs der Welt online - interessant nicht nur für Historiker. Bei den "Pencils of Light" handelt es sich um die Bilder des Edinburgh Calotype Club.

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Michael Reichmann von "Luminous Landscape" schreibt über den Contax N-Digital Test der nicht war und zieht seine Schlüsse. Und so weh es mir tut, ich muss ihm da beipflichten.

3GB Compact Flash

3GB Compact Flash - ok, noch etwas sehr teuer, aber es scheint bei CF weiter zu gehen. Für heutige Digis mit riesigen Megapixelzahlen genau das richtige, wenn es in bezahlbare Regionen kommt. Für meine 1,5 Megapixel Kamera eher der totale Overkill .

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muehle.jpg

Mal ein Beispiel was bei meinem neuen Scanner und Photoshop 7 rauskommt. Das Original ist ein Velvia Dia aus der Rollei 6008. Nachbearbeitet habe ich hauptsächlich die Farben, da nach einem Aufhellen (um die Zeichnung im Baum rechts rauszuarbeiten) der Himmel stark ausgebleicht war, im Original ist er wirklich so poppig wie in diesem Bild. Ausserdem musste ich heftig ausflecken, da es sich um mein Testscandia handelt, das mitlerweile doch schon einiges an Staub angesammelt hat. Trotzdem schon ganz nett, was rausgekommen ist.

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Jutta macht auf http://www.contax-users.de/kameras.xml derzeit eine Aufstellung von verschiedenen Contax-Kameras mit Beschreibungen und Details (soweit sie es kann aufgrund von Prospekten oder Anleitungen). Wer eine Contax-Kamera hat, kann da ja mal Material beisteuern.

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Deutsches Bugfix für Photoshop 7 fertig - das hätte gerne auch schneller gehen können. Immerhin ist der englische Fix schon einige Wochen draussen ...

Gefunden bei heise online news.

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Heute habe ich meinen neuen Scanner bekommen, einen Minolta Scan Multi II. Nicht das allerneueste Modell, aber dafür durch Restpostenverkauf vergleichsweise günstig erstanden. Endlich Mittelformatfilm vernünftig scannen können, mit all dem Komfort den man von einem high-End Filmscanner erwartet. Und er ist ein echter Multiformatscanner, er kann z.B. auch 16mm-Film scannen. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen ob die Filmmasken für den Multi Pro auch im Multi II passen, dann kann ich damit ohne grössere Probleme meine Minox-Filme scannen :-)

Ich bin mal gespannt wie er sich im Einsatz bewährt. Erste Tests sind schon mal sehr brauchbar, allerdings ist der Scanner meiner Meinung nach etwas langsamer als mein Scan Elite (dafür passen in den die Mittelformatfilme nur rein, wen ich sie vorher falte). Er hat kein ICE wie der Elite, aber dafür GEM und ROC. Naja, bei Kleinbildfilm kann ich mir halt aussuchen, welchen ich benutze.

Was auch auffällt ist die andere Technik für die Filmträger, wesentlich stabiler und besser fixierend ausgelegt. Auch nett ist das der Filmträger bei 35mm den ganzen Streifen positionieren kann, man kann also 5 oder 6 Bilder direkt in einem Rutsch vom Streifen scannen. Spart eine Menge manuelle Eingriffe, auch wenn es dann natürlich recht lange läuft.

Die Servicefähigkeit bei dem Gerät ist wohl auch besser, z.B. kann die Lampe ohne viele Umstände ausgetauscht werden. Beim Elite muss man da das Gerät zerlegen.

Ich bin gespannt auf die ersten Echteinsätze des Geräts. Ich glaub ich muss mal in der nächsten Zeit öfter mit der Rollei losziehen ...

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Auf photo.net ist ein (englischer) Review der Hasselblad H1 von Michael Reichmann (Betreiber von Luminous Landscape). Michaels Tests sind immer recht erfrischend, weil er sich nicht wie viele andere Tester auf Features und Daten stürzt, sondern statt dessen sich mehr mit dem richtigen Fotografieren beschäftig. Halt echte User-Reports.

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Weitere Webseiten zum Thema Fotografie von mir sind hier zu finden:

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Auf F-2 - photography with open eyes ist ein Artikel über mein Kleines Tool zur Brennweitenumrechnung. Praktisch zum Vergleich von Brennweiten zwischen verschiedenen Formaten.

Gefunden bei F-2 - photography with open eyes.

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Auf Digital Photography Review (dpreview.com) ist ein Review der Minolta DImage 7Hi. Ich finde diese Kamera sehr interessant, weil sie eine SRL-typische Geschwindigkeit an den Tag legt. Nichts ist nerviger als Kameras die länger über ein Bild nachdenken müssen als der Fotograf ...

Gefunden bei Digital Photography Review (dpreview.com).