Lastschriftzahlung: Easycash sammelt Daten über gute und schlechte Kunden - Golem.de - weil natürlich Kaufverhalten bezogen auf Kontonummern, das sind doch keine personenvezogenen Daten ... für wie blöd halten uns solche Unternehmen? Und besonders dreist: wir als Kunden haben darauf im Prinzip keinen Einfluss, das geht einfach an uns vorbei.
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Im Auge des Gesetzes — Der Freitag - jaja, der Staat würde doch nie unerlaubte Datensammlungen anlegen, der Staat legalisiert einfach den Bockmist den er verzapft.
Street View: Google belauschte offene WLANs - genau da steckt ja das Problem mit Streetview. Nicht in den reinen Fotos. Sondern in dem gesamten Programm - die Integration verschiedenster Sachen in einem großangelegtem Scan. Die Kombination mit den ganzen Datenbanken, die Google schon hat. Die Zusammenführung verschiedenster Informationsquellen, rein aus der Geek-Sicht als "boah, ey, watt haben wir da an Klamotten, jetzt holen wir doch mal alles raus was geht". Oder anders formuliert: überlegt euch einfach mal, die Autos würden nicht Google gehören, sondern dem Staat. Und das Programm, die Datenbanken und die Informationssammelwut wäre nicht ein Unternehmen in Amerika, sondern eben unser Staat. Würde euch die Ansammlung von Informationen und Daten dann genauso gefallen wie Streetview? Wärs der Staat, gäbe es wenigstens den Anschein einer demokratischen Kontrolle dieser gigantischen Datenbank.
CSU: Absage an Internetsperren verstößt gegen Absprachen - Golem.de - "Inhalte, die verboten werden, müssten weg, damit sie niemandem mehr zugänglich seien. Um Sperren könnten Nutzer sich innerhalb von wenigen Minuten herumbewegen. Alle die, die darauf pochten, hätten keine Ahnung von den modernen Technologien, so die Ministerin. 'Und außerdem wollen wir nicht, dass eine solche Sperrinfrastruktur aufgebaut wird, weil die natürlich die Gefahr in sich birgt, dass das nicht nur für solche Inhalte geht, sondern sie theoretisch auch für andere Möglichkeiten verwandt werden kann', sagte Leutheusser-Schnarrenberger."
EU-Kommission will Internetsperren einführen - ein Beweis dafür wie verblödet das Konstrukt der Kommission ist und wie dringend Europa auf vernünftige, demokratische Beine gestellt werden muss. Wir dürfen uns jetzt wieder erneut mit diesem Quatsch auseinandersetzen, obwohl es lokal endlich durch ist - und der europäische Kommissionsbürokratismus ist noch schwerer zu überwinden als Schäubles Hirngespinste. Für Schäuble reichte eine Wahl und ein Wechsel der Minister, aber die Zeit bis zur nächsten Kommissionszusammenstellung sind lang.
Ein Echtzeit-Experiment: Der Mensch wird zum Datensatz - Hintergründe - Feuilleton - FAZ.NET - ich link ja eher selten zur FAZ, aber wenn die da nunmal den Frank Rieger über die Probleme der Datensammelwut schreiben lassen, dann muss man das mal mit einem Link honorieren, besonders wenn der Artikel wirklich richtig gut ist.
Datenschützer kritisieren "Elektronischen Einkommensnachweis" - und wieder eine unsinnige Datensammelaktion die nur dazu führen wird, das andere Stellen diese Daten für völlig andere Zwecke haben wollen. Was geht den Staat an, ob ein Arbeitnehmer Abmahnungen bekommen hat oder "Fehlverhalten" zeigt (was dann ja sowieso eine Auslegungssache des Arbeitgebers ist)? Was geht den Staat an, ob und wie lange ein Arbeitnehmer gestreikt hat? Das Datentöpfe gegen Missbrauch nicht gesichert sind, sollte ja nun mitlerweile zur Genüge bekannt sein. Und das jegliche Datenansammlungen den Hunger von anderen Behörden wecken, ebenso.
Thawte widerruft persönliche E-Mail-Zertifikate - jaja, ich erinner mich noch gut an die albernen Diskussionen, das ja Verisign und Thawte als zentrale Signaturstellen wesentlich vertrauenswürdiger als das damalige grassroots web-of-trust mit PGP. Komisch, PGP (und jetzt gpg) Keys funktionieren immer noch und werden auch weiter funktionieren. Und da dort ein echtes web-of-trust aufgebaut wurde, macht es auch nichts, wenn in der Signaturkette von gpg mal ein Server abgeschaltet wird. Aber klar, die kommerziellen Zertifikate sind ja viel besser ...
Von der Leyen will gegen rechte Inhalte im Netz vorgehen - grenzdummes Gelaber aus Berlin. Die Gegner der Trival-Sperrung ohne Wirkung haben sehr wohl Rezepte gegen Kinderpornografie im Internet, wie Alwar Freude mit seiner "Jetzt schreiben wir mal Provider an und lassen Seiten offline gehen" bewiesen hat. Aber konkrete Aktivitäten sind ja nicht in das Populismusprogramm einer lernresistenten Inkompetenz (manche nennen es auch Bundesministerin) einpassbar.
Bundesinkompetenz und Wackeldackel - "Angesichts der 'zahlreichen Verletzungen des geistigen Eigentums im Internet' fragte sich die Ministerin auch, ob beispielsweise eine stärkere Regulierung des Netzes erforderlich ist. So werde es die Politik sicher 'die nächsten Jahre beschäftigen', was aus den geplanten Sperren kinderpornographischer Seiten 'folgen wird', schloss sie eine Ausweitung auf illegale Angebote geschützter Werke zumindest nicht komplett aus" - ach, erst hat sie da noch groß vor der bösen Zensursula gewarnt, und jetzt kippt sie selber schon um in genau die Richtung, vor der sie gewarnt hat. Wie war das mit den Begehrlichkeiten, die da geweckt werden? Die sind wohl bei ihr geweckt worden. Wie bei den Prolethikern in Berlin ja auch allgemein zu erwarten war.
Von der Leyen: Nur versierte Nutzer können Sperren umgehen - also alle ausser Politikern.
Überwachungswahn und Internetzensur - "Falls das Gesetz wie geplant in Kraft tritt, sollte sich allerdings jeder Internetnutzer genau überlegen, ob er noch unbekannte Webadressen ansurft. Geriete man etwa versehentlich oder durch böswillige Hinweise provoziert zu einem Stoppschild, würde dann de facto eine Hausdurchsuchung oder Schlimmeres drohen. Auch dies bestätigte Staudigl: 'Ob und gegebenenfalls wer sich strafbar gemacht hat, wird regelmäßig erst durch die sich daran anschließenden strafrechtlichen Ermittlungen geklärt werden können.'" - weil, wir leben ja in einem demokratischen Rechtsstaat, nicht in so einer Bananenrepublik, wo der Staat sich anmaßen kann was er will ohne Kontrolle durch den Bürger und wo dann Bürger nur aufgrund technischer proto-Indizien dann mal eben die volle Wucht des Machtapparates zu spüren bekommen. Oder vielleicht doch?
Bundesregierung will Internetsperren mit Zugriffskontrollen - ich freu mich ja schon auf den ersten Trojaner, oder den ersten XSS Angriff, der dann Sites aus der Sperrliste im Hintergrund aufruft. Oder wie wärs mit HTML-Mails, die auf Images auf gesperrten Seiten verweisen? Kriegt man doch bestimmt ganz fein viele Verdächtige auf die Weise ...
BKA-Zeuge lügt (schlecht) über gefälschte Akten - bei annalist. Lesen gehen.
wikileaks und die Sperrlisten - war doch klar, oder? Glaubt wirklich jemand, es ginge nur um die Sperrung von Kinderpornographischen Inhalten? Wikileaks wird warscheinlich dann auch bald auf dem Sperrindex auftauchen, genauso wie andere unliebsame Quellen im Netz.
Regierung will Onlinedurchsuchung beschleunigt ausweiten - war ja klar, das Lügenpack in Berlin hält sich natürlich nicht an das, was es selber mal gesagt hat. Wozu auch. Und verfassungsrechtliche Bedenken? Da schimpft dann der durchgeknallte Rollstuhlfahrer halt wieder über das Bundesverfassungsgericht, warum es sich denn einmische. Dabei ist schon seit längerem das Bundesverfassungsgericht das einzige, was uns noch vor den Berliner Prolethikern schützt.
Bundesverfassungsgericht entscheidet gegen Wahlcomputer - ein Sieg der Vernunft über die Pfennigfuchser an der Wahlurne. Ja, mag sein, Wahlen sind teuer in der Durchführung. Aber wenn wir die Grundsätze freier, demokratischer und überprüfbarer Wahlen über Bord kippen, nur weil da ein paar Euros draufgehen, können wir auch gleich den ganzen Staat zu machen. Sehr schade, dass in letzter Zeit generell immer erst das Verfassungsgericht dem Wahnsinn aus Berlin einen Riegel vorschieben muss. Man sollte eigentlich meinen, dass diese Prolethiker in Berlin, die ja einen Eid auf die Verfassung ablegen müssen, wen Sie ihre Ministerämter antreten, die Verfassung auch tatsächlich kennen würden ...
Union will auch Kinder überwachen lassen - geht halt nicht um Terrorismusabwehr, sondern einzig darum, einen Überwachungsstaat zu etablieren, wärend gerade mal keiner guckt oder die Gelegenheit gut ist. Ziel eines Überwachungsstaates ist es eh nur den Staat als Apparat zu sichern, nicht den Bürger. Üblicherweise wird sowas dann "notwendig", wenn der Staat den Rahmen des demokratischen Rechtstaates verlässt, oder plant zu verlassen.
US-Hacker kopiert unbemerkt RFID-Ausweise - aber unsere Prolethiker, und allen voran der Bundesinnenhetzer, haben ja behauptet, dass sowas nur Science-Fiction Spinnerei wäre. Und jeder, der gegen die RFID-Chips in den Ausweisen ist, ja sowieso nur ein Paranoiker wäre. Wieso gibt sich das Pack in Berlin nicht mal mehr Mühe, wenn die versuchen uns zu verarschen?
Nokia drückt Überwachungsrechte für E-Mails durch - wir kaufen uns ne Regierung. Das Modell wird dann sicherlich demnächst auch in Deutschland von diversen grossen Arbeitgebern (Bahn und Telekom anyone?) übernommen werden.
IT-Gipfel: Vertrauenswürdige De-Mail von Innenministerium und Telekom - also der Laden, der einen Trojaner auf jeden PC bringen will und der Laden, der willkürlich und selbstherrlich entschieden hat, für ihn interessante Telefone abzuhören, wollen zusammen eine "vertrauenswürdige" eMail-Plattform aufbauen. Hab ich das so richtig verstanden?
"Sichere Identität = Eindeutige Identität" - "Er ist überzeugt, dass die Informationelle Selbstbestimmung des Bürgers durch die neuen Technologien besser geschützt werden kann, deshalb solle man solche Systeme 'nicht immer als Bedrohungsszenario sehen'." - liegts vielleicht daran, dass der Schutz der Informationellen Selbstbestimmung in deren ganzen Präsentation nirgendwo Platz hat? Warum wird immer wieder einfach wahllos behauptet, irgendwas schütze die Informationelle Selbstbestimmung, obwohl es dafür dann keinerlei Beleg oder konkretes Beispiel gibt? Etwas mehr Sorgfalt beim Lügen wäre doch wirklich mal angebracht.
Wahlprüfer des Bundestags bezeichnet Wahlcomputer als sicher - wieso sind eigentlich unsere Prolethiker immer mit besonders grosser Dummheit geschlagen? Ist der Hansel nicht mal in der Lage aktuelle Presse zu lesen, wo selbst in den USA die Staaten zurückrudern beim Thema Wahlcomputer, wo die Hersteller dieser Geräte so massive Imageverluste hinnehmen mussten, das einer sogar seinen Namen änderte? Von den ganzen Vorfälle in Europa und der guten Aufarbeitung des Themas durch den CCC ganz zu schweigen? Kriegen nur noch Dummblödel Jobs in der Regierung? Sollte nicht der Schutz einer der wichtigsten demokratischen Mittel - für die Prolethiker: ich spreche von den Wahlen, nicht von den Diäten - besonders schützenswert sein und gerade bei konkret vorliegenden Hinweise auf Unsicherheit mal lieber auf Nummer Sicher und Papier+Kugelschreiber gegangen werden?
Das Schräuble wieder mal - "Die Staatssicherheit der DDR habe mehrere hunderttausend Mitarbeiter gehabt, Menschen dazu gebracht, sich gegenseitig zu bespitzeln, und eine 'Atmosphäre der Angst' geschaffen." - weiss garnicht was er so rumheult, das passt doch ... (ok, beim Denunziantentum gibts noch Nachholbedarf, aber das schaffen wir schon noch). Der grösste Panikmacher ist doch der Rollstuhlfahrer selber, der ohne echte vorweisbare Fakten irgendwelche Bedrohungsszenarien erfiindet und dann mit ihm genehmen Aushöhlungen des Grundgesetzes löst. Und damit eine weitaus grössere Gefahr für die Verfassung darstellt, als die letzthin so werbewirksam verhafteten (und danach mangels irgendwas handfestem wieder freigelassenen) Terroristen.
Bericht: Erotik-Unternehmer lagert T-Mobile-Kundendatenbank - das ganze wird immer Absurder und Seltsamer. Wobei zugegebenermaßen die Lagerung der 17 Millionen Telekom-Datensätze bei einem Erotikunternehmer einen gewissen Charme hat. Zumal der vermutlich von Datenschutz und Sicherung von Kundendaten mehr Ahnung haben wird, als offensichtlich die Telekom ...
17 Millionen Kundendaten bei T-Mobile geklaut - schlimm genug, dass so viele Daten im Umlauf sind, ohne dass die Öffentlichkeit davon für 2 Jahre erfahren hat. Peinlich aber auch die Reaktion der Presse: die paar Prominente fallen da kaum auf, bei 17 Millionen, aber scheinbar sind die ja viel wichtiger ...
Verraten und verkauft - wie war das noch, Herr Schäuble? Beikm Staat sind die Daten sicher?
AK Vorrat veröffentlicht geheimes Datenaustauschabkommen - bei dem, was unsere Politiker veranstalten und wie sie die Verfassung und Bürgerrechte mit Füßen treten, brauchts gar keine Terroristen mehr. Demnächst können Politiker jeden Schwachsinn einfach mit Verweis auf den Schwachsinn der Vorgänger rechtfertigen. Rekursive Verblödung. Und wer hats gemacht? Der durchgeknallte Rollstuhlfahrer und die Bundesinkompetenz.
Vertraulichkeit, Integrität sowie Beweisbarkeit - mit denen? - "Privatwirtschaftliche Dienstleister sollen sich zu einem Verbund zertifizierter Bürgerportale zusammenschließen, der sich entweder durch Einsparungen in Wirtschaft und Verwaltung, etwa durch Wegfall des Rechnungsversandes, oder durch ein "E-Porto" finanzieren soll." - thanks, but no thanks.
US-Geheimdienste: Terroristen könnten Online-Rollenspiele zur Planung von Anschlägen nutzen - Dauer-Sommerloch-Debatte in den USA? Haben die nicht ein paar Banken und Versicherungsunternehmen, über die sie sich Gedanken machen können? Die Auswirkungen einer Pleite bei AIG wären sicherlich deutlich grösser als diese Spielfilm-Horror-Szenarien, die sich irgendwelche Wichtigtuer einfallen lassen. Leider finden sich solche Theoretisierer mit ihren konstruierten Albernheiten auch hierzulande immer mehr. Und anstatt sich mit realen Gefahren auseinanderzusetzen (wann kommt endlich die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen?), kommen immer mehr absurde Vorschläge zum Thema Überwachung, die uns ganz klass vor nicht existenten Problemen beschützen. Und für so eine Moppelkotze wird dann noch Geld ausgegeben ...
heise online - 15.09.08 - ITU diskutiert bessere Nachverfolgbarkeit von IP-Adressen - "In der International Telecommunication Union (ITU) wird ein Verfahren diskutiert, mit dem IP-Adressen besser nachverfolgt werden können. Laut einem von CNET News veröffentlichten vorläufigen Dokument der ITU-Arbeitsgruppe 17 (SG 17) soll "IP Traceback" dabei helfen, Denial-of-Service-Angriffe zu verhindern oder Netzkriminellen auf die Spur zu kommen, aber auch Anwendungen im Netz insgesamt verlässlicher zu machen. Datenschutzexperten warnen dagegen vor möglichem Missbrauch. Besonderes Misstrauen rief offenbar der Umstand hervor, dass der erste Vorschlag von dem Forscher Tian Huirong kommt, der an der Chinese Academy for Telecommunication Research (CATR) arbeitet, die dem chinesischen Ministry of Information Industry untersteht." - natürlich in der ITU, der man ja seit geraumer Zeit nachsagt, dass sie vermehrt und verstärkt in die Internet-Regulierung und Standardisierung sich einmischen will. Und die schon oft gezeigt hat, dass ihre Mechanismen alles andere als offen sind - und damit ziemlich konträr zur Vorgehensweise der IETF. Da passt es doch nur wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer, wenn da ein Bock zum Datenschutzgärtner gemacht werden soll.
Ex-BND-Chef: Pläne für heimliche Online-Durchsuchungen verfassungswidrig - ist ja nett, das er das sagt. Aber er ist eben der Ex-BND-Chef. Ob er das gleiche auch zu seiner aktiven Zeit gesagt hätte? Wohl kaum. Der Wolf wird eben leichter zum Schaf, wenn er nur noch Hafergrütze essen kann.
Urheberrechtsverletzung: Gerichte setzen niedrige Hürde für Auskunftsanspruch gegen Provider - "Sollten auch andere Gerichte dieser extrem weiten Auslegung des "gewerblichen Ausmaßes" folgen, so ist damit zu rechnen, dass sich dann die Zivilgerichte mit der gleichen Flut von Anträgen konfrontiert sehen, mit der sich derzeit die Strafverfolgungsbehörden konfrontiert sehen." - nunja, das war ja zu erwarten. Also bleibt wieder einmal nur das Hoffen auf Karlsruhe und eine etwas vernünftigere Basisentscheidung.
Handel mit Melderegisterdaten: Die Schattenmeldeämter - wie war das, Herr Schäuble? "In den Händen des Staates sind die Daten sicher"? Und natürlich sind alle, die was anderes meinen nur Paranoiker?
SPD macht Weg für sensiblen Datenaustausch mit den USA frei - Spezialdemokratisches Dataenschutzverständnis: nicht vorhanden. Mal eben Daten verschachern - und was als schwere Kriminalität eingestuft wird, wird eh von den USA nach Gutdünken definiert (selbst hierzulande ist Terrorismus ja ein Kaugummibegriff geworden, den sich jeder so zurechtquetscht wie es ihm gerade passt).
Datenschützer: Google Analytics verletzt Nutzerrechte - tja. Irgendwo war diese Einstufung ja durchaus vorhersehbar. Bin ja mal gespannt, was da so in der nächsten Zeit noch zu kommt. Ob Google da einlenkt, ich glaubs ja eher nicht. Und selbst wenn - wie glaubhaft wäre eine (nicht überprüfbare!) Versicherung von Google?
Court Ruling Will Expose Viewing Habits of YouTube Users - falls jemand glaubt nur hierzulande würden Gerichte seltsame Entscheidungen bezüglich Offenlegung von privaten Daten machen, guckt euch das mal an. Habt ihr bei Youtube Videos angeguckt? Wenn ja, wird Viacom das jetzt von Google frisch serviert bekommen müssen, wenn Google da nicht noch einen Weg findet, das Gericht von der Unsinnigkeit zu überzeugen. Toll, oder? Mal eben sämtliche Zugriffsdaten auf Youtube an ein - durchaus nicht uneigennützig agierendes und speziell an diesen Daten natürlich äußerst interessiertes - Unternehmen der Musikindustrie abgeliefert.
Seltsame Praxis bei Handyaltvertragshandelsportal - "So muss zum Beispiel ein Kontoauszug vorgelegt werden, der die Liquidität des Neukunden beweisen soll." - äh, hallo? Kontoauszüge enthalten ja nun deutlich mehr als nur Aussagen zur Liquidität. Was für eine dämliche Idee ist das? Und warscheinlich machen die User den Quatsch auch noch mit und legen brav ihre regelmäßigen Buchungen irgendeinem wildfremden Typen vor ...
Datenschacher mit dem FBI - und so werden wir verkauft und verschachtert. Und die Tatsache, dass vielleicht der eine oder andere Staat noch rudimentäre Datenschutzbestimmungen hat, die so ein Verschachern verbieten, interessiert auch keinen.
Abhörwahn in Berlin - "ich hab ja nix zu verbergen" wird sicher auch mancher der dort in den Überwachungswahn geratenen gesagt haben ... (1100 dringend Tatverdächtige krieg ich nicht zusammen in Berlin - so viele Bundestagsabgeordnete haben wir doch garnicht ...)
Arbeitslosengeld ab 2012 nur noch mit Chipkarte - Bürokratieabbau, alles klar. Und das sollen wir glauben? Die "Vorteile" sind ja dermaßen an den Haaren herangezogen ...
Einzelhandel wird beklaut - "Wesentliche Gründe für das Dilemma sieht der Einzelhandel in der Tatsache, dass angesichts immer längerer Ladenöffnungszeiten mit gleichzeitig immer weniger Personal eine wirksame Prävention zunehmend schwerer wird." - äh, hallo? Die Umwandlung von Einzelhandelsläden in Service-Wüsten mit (unzureichend ausgebildetem) Personalmangel ist doch wohl die Entscheidung des Einzelhandels gewesen. Ja, wenn man Leute rauswirft und Stellen abbaut und die Ladenöffnungszeiten erweitert, kommt dabei nicht gerade was positives heraus. Willkommen in der Realität ... (die Lösung hat man natürlich mit Überwachung und Ladendetektiven auch gleich zur Hand - warscheinlich demnächst mehr Ladendetektive als Verkäufer, was natürlich grossartigen Sinn macht ...)
Telekom hörte mutmaßliche Hacker ab - "Im Dezember 1996 begann laut dem Bericht die elektronische Überwachung von vier Telefonnummern im rheinischen Hennef unter dem Decknamen "Bunny". Auch die Gesprächsinhalte seien aufgezeichnet worden. Dabei sollen insgesamt knapp 120 Anrufe erfasst worden sein." - ein weiterer Grund, warum so elementare Infrastruktur wie Telekommunikation einfach nicht in privatwirtschaftliche Hände gehört, denn die kann man ganz einfach viel zu wenig kontrollieren. Wobei allerdings natürlich auch bei Bundeseigenen Betrieben oder Ämtern Missbrauch nicht ausgeschlossen ist, aber wenigstens sind da rudimentäre Kontrollen vorhanden.
klassische Ermittlung halt doch besser als Massentests - "Allerdings führte nicht der Massen-Test zu dem jetzt Festgenommenen, sondern klassische Ermittlungsarbeit. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und Angehörige der Ermittlergruppe Heller am gestrigen Mittwoch bekannt gaben, hatten Ermittler den Tatverdächtigen am 21. Mai 2008 aufgesucht und ihn um eine DNA-Probe gebeten, weil der Mann zur Tatzeit in der Nähe der Tatorte gewohnt und einen PKW mit dem teilweise erkannten Nummernschild gefahren habe."
Regierung will persönliche Bürgerdaten an die USA liefern - "An den Verhandlungen war der Bundestag nicht beteiligt, und wurde auch nicht informiert, beklagen die Liberalen. Die Bundesregierung hatte auf Nachfrage der FDP im Innenausschuss keine Stellung bezogen und den Vorgang sogar bestritten." - ist doch nett, wie wir uns darauf verlassen können, das unsere Regierung uns verrät und verkauft, und dabei sogar den Bundestag komplett ignoriert. Besonders pikant, wenn es dann auch noch um Daten geht, die der Bundesregierung und ihren ausführenden Ämtern garnicht vorliegen dürften ...
no-racism.net: Presseerklärung der Rechtshilfe zur Repressionswelle - "Gegen zwölf Personen, bei denen Hausdurchsuchungen stattgefunden haben, liegen Haftbefehle vor. Begründet werden diese mit Verdunkelungsgefahr, da die Betroffenen zb mit verschlüsselten Mails kommuniziert haben sowie Tatbegehungsgefahr, weil die Betroffene teilweise seit langem in der Tierrechtsszene aktiv sind." - derzeit noch nur in Östereich, aber wir können uns da ja gut vorstellen, wann das auch in Deutschland passiert.
Endgültiges Aus für Wahlcomputer in den Niederlanden - Golem.de - "Das niederländische Innenministerium gab am Freitag den endgültigen Abschied von Wahlcomputern bekannt. In Zukunft werden die Bürger im Lande ihre Stimmen wieder mit Stift auf Papier abgeben. Der niederländische Ministerrat sah sich zu dieser Entscheidung veranlasst, nachdem im vergangenen Jahr massive Sicherheitsmängel der Wahlcomputer nachgewiesen worden waren. Der Chaos Computer Club (CCC) hatte Mitte 2007 demonstriert, wie sich der ROM-Speicher eines Nedap-Computers binnen 60 Sekunden gegen ein manipuliertes ROM austauschen lässt. Forscher und die Bürgerrechtsinitiative "Wij vertrouwen stemcomputers niet" ("Wir vertrauen Wahlcomputern nicht") hatten weitere Sicherheitslücken demonstriert." - wäre es nicht klasse, wenn unsere Prolethiker ähnlich reagieren würden? Zu erwarten ist das allerdings weniger.
hacksector.cc als Musterfall für § 202 c? - da sehen wir, wozu dieser unsägliche "Hackerparagraph" führt. Sinnlose Aktion gegen ein Forum. Wo ist da die angebliche technische Kompetenz der Ermittlungsbehörden und die angemessene Beurteilung der fraglichen Werkzeuge? All das dumme Beruhigungsgerede der Prolethiker in Berlin stellt sich als genau das raus: dummes Gewäsch ohne Bezug zur Realität. Jo, da sind Kreditkartendaten wohl geschoben worden - was illegal ist, was aber schon vorher illegal war. Aber das ganze Getöse um die angeblichen Hacker, die grossartige Ermittlungsarbeit und den tollen Erfolg mit der "Zerschlagung" ist einfach nur lächerlich.