Archiv 2. Februar 2005

AOL will das Surfen mit neuem Netscape-Browser sichern

AOL will das Surfen mit neuem Netscape-Browser sichern - wobei es wohl weniger um securing als insecuring geht: Netscape 8 wird Websites, die als vertrauenswürdig bekannt sind, wie Banken, Online-Dienste und Online-Shops, mit einem grünen Häkchen kennzeichnen. Diese Websites werden standardmäßig mit der IE-Rendering-Engine angezeigt, wobei die meisten Browser-Technologien aktiviert werden, um die Kompatibilität zu maximieren. Die Liste der vertrauenswürdigen Websites wird von Organisationen wie Truste stammen, sagten Quellen. Was für eine großartige Idee. Irgendjemand außerhalb meines Computers definiert eine Liste von Websites, auf denen das Viren- und Trojanerloch automatisch aktiviert wird. Super Idee. Ganz toll. Ich bin ja auch so scharf darauf, dass jemand anderes bestimmt, welche Rendering-Engine verwendet wird.

Mannesmann Prozess: Der Freispruch muss reichen– also auch wenns nur symbolisch wäre, ich fänds gut wenn er selbst die 10000 die ihm in erster Instanz zugesprochen wurden wieder verlieren würde. Noch schöner wäre natürlich wenn der Bundesgerichtshof dann doch auf Untreue urteilen würde, aber da hoffe ich warscheinlich vergebens …

Microsoft: Fehler in Buffer-Overflow-Schutz ist keine Schwachstelle - klar. Bill Gates will ja das Netz sicherer machen. Deshalb wird mal eben fix ein Bug nicht als Sicherheitslücke deklariert. Egal das man sich ja immer noch unter Windows schneller einen Trojaner oder Virus einfängt als man Piep sagen kann - und das dieser dann genau diese Lücke nutzen kann um das ganze schöne Sicherheitssystem zu kippen. Was für ein Unfug mal wieder ...

Nur ein Test für Anführungszeichen

Anführungszeichen – und andere Sonderzeichen – sind wichtig … sagte der Gerrit.

Wenn es wirklich dazu kommt das sich Scharping als BDR-Präsident bewirbt kann ich nur die roten Strolche zitieren: Leute, versucht Ziege zu wählen

schnelle kleine Webserver

lighttpd ist ein kleiner schneller Webserver mit einem recht beeindruckenden Featureset und dem klaren Antritt schneller und resourcenschonender als Apache zu sein. CGI, FastCGI und PHP (über FastCGI) wird ebenfalls unterstützt, er ist also auch für dynamische Seiten geeignet. Sollte ich mir vielleicht mal anschauen.

leahhttpd ist ein weiterer kleiner Webserver mit Schwerpunkt auf niedrigen Resourcen und hoher Performance. Auch hier ein recht beeindruckendes Featurespektrum.

boa ist der Opa unter den Webservern mit Performance und Resourcen Fokus. Allerdings bietet er nur CGI als Möglichkeit für dynamische Inhalte an. Also besser für die Auslieferung von rein statischen Inhalten geeignet.

Von allen dreien sieht lighttpd am interessantesten aus, unter anderem wegen der guten Unterstützung an Schnittstellen für dynamische Inhalte. Zumal der Server durch einen integrierten FastCGI-Loadbalancer auch schon von Hause aus für grössere Lasten ausgelegt ist. Und die Konzentration auf FastCGI anstelle von integrierten Modulen bietet zusätzliche Möglichkeiten bei der Security - der FastCGI-Prozess kann unter einem anderen (eingeschränkten) Benutzer laufen.

Seltsame Business-Ideen bei Providern

So nett ich Hetzner ja als Provider finde, manchmal haben die spinnerte Ideen. Jetzt kann man auch für seinen Entry-Server (das Einstiegspaket bei denen) zusätzliche IPs bekommen. Allerdings kosten die pro IP eine Monatsgebühr - ist zwar eigentlich ziemlich strange, da ja IP-Adressen nicht verkauft werden sollen laut RIPE - aber naja, ok, wegen meiner. Ich wär ja bereit für eine zusätzliche IP einen moderaten Betrag abzudrücken.

Aber die Vorstellung, das meine 250 GB Freivolumen nur auf die Haupt-IP gehen und auf den zusätzlichen IPs jedes angefangene GB bezahlt werden muss, auch wenn auf der Haupt-IP noch haufenweise freies Volumen ist - sorry, aber das ist schlicht bescheuert. Damit darf man die zusätzlichen IPs doppelt und dreifach bezahlen. Nix da. So wichtig ist mir eine zweite IP-Adresse für Testinstallationen oder ein isoliertes chroot-Jail mit isolierter Softwareinstallation dann doch nicht.

Der Fairness halber sollte man natürlich erwähnen das die nächstgrössere Rootserver-Lösung bei Hetzner dann IPs nach Bedarf ohne Monatsgebühr hat. Aber wie das dann mit der Verteilung des Freivolumens aussieht, weiss ich nicht - aus deren Webseiten geht das jedenfalls nicht hervor.

Nunja, bisher hat mich Hetzner dann immer irgendwann damit überrascht das seltsame und absurde Ideen irgendwann schlicht aufgegeben und durch sinnvolle Lösungen (z.B. das lange überfällige und jetzt verfügbare Notboot-System oder die Möglichkeit des Hardware-Updates beim Entry-Server) ersetzt. Ich geb auch bei den zusätzlichen IPs nicht die Hoffnung auf