Artikel - 21.6.2005 - 3.7.2005

Open-Source-Dummschwätzer

Eric Raymond behauptet die GPL könne dem Erfolg von Open Source schaden:

Eric S. Raymond hat Federico Biancuzzi vom italienischen Linux-Magazin Linux&C während des internationalen Forums für freie Software in Brasilien erklärt, dass die General Public Licence den Fortschritt von Open Source behindern könnte.

Was dahinter steckt ist natürlich nur weiter seine grenzenlose Dummheit und Geltungssucht und der ständige Minderwertigkeitskomplex gegenüber Richard Stallman - denn im Gegensatz zu Eric hat Richard ein Konzept und eine durchgängige Idee. Egal wie man dazu steht was Richard Stallman sagt - man muss anerkennen das er eine Linie hat und die klar verfolgt.

Eric Raymond hingegen fällt über Jubelschreie er sei Millionär und andere dumme Sprüche auf - und dadurch das er andere Open Source Leute wie Bruce Perens bedroht. Und ansonsten ziemlich viel dummes Zeug sabbelt.

Die GPL abzuschaffen wäre eine selten dumme Idee, denn in vielen Bereichen ist es gerade die GPL die die Open Source Projekte schützt - man sehe einfach nur mal auf die aktuellen GPL-Verletzungen. Wären die entsprechenden Sourcen unter BSD-Lizenz, würd sich keiner drum scheren und das Thema wäre erledigt - Firmen würden sich einfach billig bedienen und das wars.

Aber Eric Raymond hat den Unterschied zwischen Freier Software und Freibier eben nie kapiert ...

Shit hits Fan

Denn der Scharfe Internet-Explorer-Exploit der jetzt veröffentlicht wurde sollte selbst Microsoft klarmachen das ihre Haltung zum jüngsten Loch im IE ein bischen extrem blauäugig war. Sie hätten wohl doch besser statt eines simplen Advisories gleich einen Patch rausgeben sollen. Am besten einen Patch der gleich den ganzen IE beseitigt ...

T-Mobile ist dämlich

Ehrlich jetzt. Bei der ersten Etappe mit Zielsprint ist es mir erst richtig aufgegangen wie dämlich die sind. Klar, Zabel hat nicht oft Etappen gewonnen - aber er war ständig vorne dabei wenn es um den Zielsprint ging. Und damit wurde der Sponsor vorne ständig gezeigt. Bei jeder Sprintankunft. Schön werbewirksam. Und jetzt? Nix.

Wie gesagt, die sind selten blöd.

Weitere Demontage des Rechtes auf Bildung

Die Zeit über den Rückzug der Bundesländer aus der Lehrmittelfreiheit - denn die Studiengebühren sind ja nicht ausreichend um die Bürgersöhnchen und -töchterchen vor den schmutzigen Arbeiterkindern zu schützen. Könnte ja sein das eines davon so gut ist das es eines der wenigen Stipendien bekommt - also sorgen wir gleich im Vorfeld dafür, das sie garnicht erst die Chance bekommen so weit zu kommen.

Bildung ist unser höchstes Gut - und wird immer stärker eingeschränkt. Die Preise für Fachliteratur sind heftig angezogen und werden für viele Eltern problematisch sein. Ich weiss aus eigenem Familienumfeld (und auch aus eigener Erfahrung meiner eigenen Schulzeit) wie eingeschränkt Schüler werden wenn ihre Eltern eben nicht jederzeit das Geld einbringen können wie die Schule es erwartet - das wird durch den Kauf von Schulbüchern noch stärker. Sicherlich werden so manche Eltern überlegen ob sie ihre Kinder aufs Gymnasium schicken oder doch lieber die drei Jahre zusätzliche Schulzeit - mit einem noch grösseren Pensum an nötigen Fachbüchern als in den Stufen davor - sein lassen.

Die Richtung die hier eingeschlagen wird ist grundfalsch. Das kann nicht einfach nur mit falschem Sparverständnis erklärt werden, in manchen Fällen muss man Absicht unterstellen, so massiv wie mitlerweile genau die Teile abgebaut werden die zur Sicherung der Chancengleichheit von Arbeitern und deren Familien mal eingeführt werden.

Auch so ein Stück aus dem Tollhaus

Die Lufthansa verdient an der Abschiebung von Ausländern (denn der Staat zahlt da volle Gebühren für einen Flugplatz für), darf aber nicht im Rahmen einer Online-Aktion mit Protest bedacht werden. Denn das ist ja verwerflich, auch wenn es nur die Übertragung der Aktionärsversammlung betraf und nicht das eigentliche Buchungsgeschäft. Trotz Anmeldung der Aktion und vorheriger juristischer Beratung ist der Aktivist jetzt vorbestraft. Und was ist der grossartige Schaden um den es geht? 43000 Euro bei der Lufthansa für angebliche Gegenmaßnahmen ...

Sorry, aber irgendwo hakts da bei mir. Klar, Denial-of-Service-Attacken sind ein Problem und sind eine ziemlich massive Demonstration - andererseits sind Autobahnblockaden, Schienenblockaden oder grosse Protestmärsche auf Hauptverkehrsstraßen auch nichts anderes. Das ist nunmal wesentlicher Bestandteil einer Demonstration, das eine Form gewählt wird, die aufgrund der Nebenwirkungen eben auch bemerkt wird. Sich freundlich lächelnd mit ner Kerze in die Hand irgendwo hinstellen wo man keinen stört ist keine Demonstration, sondern ein Kirchentag.

Gerade die Aktion gegen die Lufthansa war nun aber genau wie eine Demo vorbereitet und aufgezogen worden - aber das Gericht ignoriert das Demonstrationsrecht eben. Ist ja Internet, scheiss drauf. Komisch, vor wenigen Tagen wollten noch Innenminister verhindern, das das Internet ein rechtsfreier Raum wird. Aber vermutlich meinten sie wohl eher was anderes damit ...

GEMA im Grössenwahn

Jedenfalls kann man sowas anders nicht erklären: GEMA fordert Provider zur Sperrung von Websites auf. Ich dachte schon das zu sowas erstmal eine richterliche Feststellung nötig wäre - ja, ich weiss, Büssow hat das auch ohne richterliche Verfügung gemacht, aber der hat wenigstens die Ausrede ein Teil der Exekutive zu sein. Die GEMA ist nur eine Gebührenverwaltung, mehr nicht. Sperrforderungen aufzustellen ist schon ziemlich dreist von denen ...

Kais Horrortools Flashback

Irgenwie fast wie ein Zombie aus dem Grab: ArtRage ist ein Malprogramm mit dem was Kai Krause mal unter intuitiver Oberfläche verstanden hat - also entgegen jeder Form von Interface Style-Guides, grausig bunt, quietschig und irgendwie Tele-Tubby-mäßig. Fehlt eigentlich nur noch das Ohhhhhhh-Geräusch ...

Hmm. Ich mag das Programm. Fragt mich nicht warum. Ich mags einfach.

Nimm das, Otto!

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Speicherung von IP-Adressen bei T-Online rechtswidrig:

Schon in der Verhandlung Ende Mai war bei Voss der Eindruck entstanden, dass es dem Anwalt von T-Online nicht gelungen sei, den Richter davon zu überzeugen, dass die Aufbewahrung insbesondere der IP-Adressen für Abrechnungszwecke erforderlich sei. Diese Einschätzung bestätigte sich nun in der vom Gericht gefällten Entscheidung.

Zum heutigen Scharadenspiel

Rabenhorst mag den Vertrauensfrage-Fake auch nicht. Und verlinkt die Rede von Werner Schulz als Word Datei. Ich war mal so frech und hab da eine PDF-Datei draus gemacht.

Es ist wirklich ein Trauerspiel was da abgezogen wird und wie sich diese Prolethiker dafür noch auf die Schulter klopfen, als hätten sie was geleistet. Die Feiglinge haben für 4 Jahre den Auftrag bekommen die Regierung zu schmeissen - und das einzige was sie schmeissen, sind die Brocken - und zwar hin.

Sorry, aber das war wirklich kein Meisterstück. Man würde sich fast wünschen das Köhler ein einziges Mal Rückgrat und Verstand zeigt und den ganzen Mumpitz in die Tonne kloppt. Oder das die Klagen gegen den Mummenschanz vor dem Verfassungsgericht Erfolg haben.

Besonders absurd die angebliche Begründung: man wolle den Wähler entscheiden lassen und rechne sich bei Neuwahlen Chancen aus - sorry, bitte was? Was für eine Art von Realitätsverlust ist das? Die Landtage sind nicht anders besetzt, nur weil sich die SPD aus der Verantwortung verpisst. Würde die SPD wieder gewählt, hätte sie die gleichen Landtage und damit den gleichen Bundesrat vor der Nase wie jetzt.

Die Spezialdemokraten können rumsabbeln wie sie wollen, was sie hier veranstalten ist nichts weiter als sich aus der Verantwortung stehlen. Die wollen nicht wieder gewählt werden. Und das Mandat das ihnen von den Wählern bei der letzten Bundestagswahl erteilt wurde interessiert sie auch nicht.

Die Herberge zur verlorenen Freiheit

David Souter, einer der Richter die das absurde Enteignungsentscheidung des obersten Gerichtshofs mitgetragen hat, kriegt jetzt vielleicht seine eigene Medizin zu schlucken:

In der Kleinstadt Weare in New Hampshire will eine Investitionsfirma ein Hotel an der Adresse 34 Cilley Hill Road bauen. Nur stehe ausgerechnet an dieser Adresse noch ein Haus. Zufällig das von Bundesrichter David Souter. Ja, das ist einer der Richter, der das Urteil mit unterschrieben hat. Woanders würde das "Lost Liberty Hotel" leider keinen Sinn ergeben, da es ein Museum über Bürgerrecht enthalten soll. Und schließlich Außerdem würde ja die gesamte Bürgerschaft von den Steuereinnahmen und so weiter..

In dem Urteil ging es darum, das Enteignung auch dann legal ist, wenn nicht höheres Wohl der Gesellschaft sondern reiner Profit die Motivation für den Bau ist - wer Geld hat, bekommt danach dann das Recht auf Grundstücke, auch wenn diese schon bewohnt sind. Hoffen wir, das der Bauausschuss der Stadt Rückgrat hat und den Richter nach seinem eigenen Urteil behandelt.

Dänische Regierung für gravierende Änderungen an der Softwarepatent-Richtlinie

Die Dänische Regierung plädiert für gravierende Änderungen an der Softwarepatent-Richtlinie:

Die darin [der Zusatzbemerkung zum EU-Ratsvorschlag] zum Ausdruck gebrachten Ziele Dänemarks, keine Patente auf reine Software und auf Geschäftsmethoden zuzulassen sowie die Interoperabilität zu sichern, präzisiert der Däne nun in dem Brief.

Wobei das ganze mir nicht wirklich verlässlich erscheint - Dänemark ist auf die Ratslinie eingeschwenkt und hat nur eine Zusatzanmerkung hinterlassen. Ob sie jetzt tatsächlich zu ihren Forderungen stehen oder ob das ganze nur Show fürs eigene Parlament ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Aber immerhin machen sie wenigstens eine Show draus - im Gegensatz zu unserer Justizministerin, die sich offen gegen den Bundestagsbeschluss verhält.

Heuschrecken am Wasserhahn

Schon etwas älter, aber ein interessanter Bericht über die Abwirtschaftung eines gut gehenden Unternehmens durch Turbokapitalismus und Geldgier.

Interessant daran nicht nur wie durch die reine finanzielle Ausbeutung das Unternehmen selber massiv geschädigt wurde, so das am Ende tatsächlich keine gute Lage mehr bleibt - auch die Auswirkungen auf die Umgebung wie z.B. die geringeren Gewerbesteuereinnahmen der Stadt sind interessant. Eine Bewegung die wir an vielen Stellen im Moment beobachten können - Unternehmen werden wegen des kurzfristigen Gewinnes verkauft und gehen dann den Bach runter, weil die neuen Eigentümer kein Interesse an der Firma oder den Mitarbeitern haben, sondern allein an der Rendite ihrer Investition. Parallel dazu geht die jeweilige Region gleich mit den Bach runter - weil die Investoren auch kein Interesse an den gewachsenen Strukturen haben. Heuschrecken haben eben keine wirkliche Heimat.

Gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, das dieses dumme Geschwätz von Förderung der Investitionen in der Wirtschaft nur genau das ist - dummes Geschwätz. Davon werden unsere Probleme nicht kleiner, davon wird das Sozialsystem nicht gerettet. Das Gegenteil wird der Fall sein - denn die Investoren, die einsteigen, sind eben immer häufiger Hedge-Fonds oder Private-Equity-Fonds oder andere Finanzinvestoren die eben nur einen schnellen Euro machen wollen - und sich bei den Plänen der Regierung und Opposition (so die denn die nächste Regierung stellen) die Hände reiben.

Heuschrecken haben nunmal kein Interesse an Ausbildungsförderung, Mitarbeiterschulung, Mindestlöhnen und Inlandsproduktion. Sie haben auch kein Interesse an unserer Gesellschaft oder unserem Sozialsystem.

Microsoft lernts nie

Fehler im Internet Explorer mit ungewissen Folgen:

Microsoft kann laut Bernhard Müller von SEC Consult zwar ebenfalls die Abstürze nachvollziehen, sieht aber keine Gefahr, dass fremder Code zur Ausführung kommen könnte. Deshalb wolle Microsoft zwar demnächst die Behandlung von COM-Objekten robuster gestalten, aber kein Sicherheits-Update herausgeben.

Es geht um einen Crash der harten Art - in direktem Maschinencode. Jeder der nur rudimentäre Ahnung von sowas hat weiss, das es sich dabei um ein potentielles Einfallstor für Schadcode handelt - passend gesetzte Daten für den Crash und man hat unter Umständen einen Durchmarsch in das System. Aber Microsoft sieht keine Gefahr ...

Pass-Chips und deren möglicher Missbrauch

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Schon etwas älter, aber trotzdem interessant: Biometrie/BSI-Vortragsprogramm auf der CeBIT 2005. Speziell interessant die Aussagen zur Authorisierung der Lesegeräte am Pass-Chip:

Der ICAO-Standard schlägt gegen nicht authorisiertes Auslesen optional einen passiven Authentifikationsmechanismus vor (Basic Access Control). Kügler schätzte dessen Effektivität als nur gering ein. Für das Gesichtsbild sei Basic Access Control insofern jedoch geeignet, da es sich hier um nur schwach sensitive Daten handeln würde.

Das ist der Teil, um den es derzeit geht beim Pass - das Authentifizieren des Lesegerätes beim Pass über die Daten der maschinenlesbaren Zone. Dieser Weg ist gegen Kopieren des Schlüssels nicht geschützt - wenn der einmal ermittelt ist, kann er benutzt werden um einen Pass zu erkennen. Auch aus grösserer Entfernung.

Der kontaktlose Chip im Paß nach ISO 14443 wird (natürlich) maschinenlesbar und digital signiert sein sowie die biometrischen Daten enthalten. Als Auslesedistanz gab Kügler einige Zentimenter an, wies jedoch darauf hin, daß mit heutiger Technik ein Auslesen auf mehrere Meter Entfernung möglich sei. Um einen Kopierschutz zu gewährleisten, soll sich der RFID-Chip mittels eines individuellen Schlüsselpaars, das ebenfalls signiert wird, aktiv authentisieren.

Wichtig hier: der Kopierschutz wird durch eine aktive Zweiseitige Authentifizierung erledigt. Ein Pass könnte also auch mit gespeichertem Schlüssel nur dann ausgelesen werden, wenn er aktiv beteiligt ist. Die dann übermittelten Schlüssel sind sozusagen auf die jeweilige Kommunikation gebunden - denn sowohl Pass als auch Lesegerät hätten ein jeweils eigenes Schlüsselpaar. Dadurch sind auch Angriffe über Sniffing der Authentifizierung wesentlich komplizierter, da man zwei Schlüsselpaare knacken muss um mit den Daten etwas anfangen zu können. Leider ist aber derzeit eben nur das Basic Verfahren angedacht, also nur die Schlüssel pro Lesegerät. Und es kommt noch schlimmer:

Den Fingerabdruck hingegen schätzte Kügler als stark sensitives Merkmal ein. Daher müsse der Zugriffsschutz durch einen aktiven Authentifikationsmechanismus (Extended Access Control) gewährleistet werden. Im ICAO-Standard wurde dieser nicht definiert, ist damit also nur für nationale Zwecke oder auf bilateraler Ebene verwendbar.

Otto Orwell träumt also davon Fingerabdrücke zu speichern - das Verfahren, wie diese aber gesichert werden müssten, ist noch garnicht definiert und standardisiert. Eine solche Speicherung wäre also auch nicht übergreifend Nutzbar. Ebenfalls wichtig ist die Sicherstellung, das nur authorisierte Geräte lesen dürfen. Dazu bekämen alle Lesegeräte ein Schlüsselpaar, welches von einer Zentralstelle signiert sein muss. Jeder der schom mal mit einer Zertifizierungsstelle zu tun hatte weiss, das es zwingend eine Sperrliste geben muss - einen Weg, wie man Zertifikate zurückziehen kann. Gerade auch bei Pass-Lesegeräten wäre das wichtig, wenn diese z.B. entwendet würden (nicht lachen, auch an Grenzeinrichtungen verschwinden Geräte - hey, es sind schon ganze Röntgenschleusen aus Flughäfen geklaut worden). Dummerweise sehen das die Experten anders: >n der nachfolgenden kurzen Diskussion wurde die Frage gestellt, ob ein Mechanismus vorgesehen sei, die Schlüssel der Lesegeräte zurückzuziehen (Revokation). Kügler gab an, daß dies bisher nicht der Fall sei. Es sei jedoch momentan in der Diskussion, die Gültigkeit der Schlüssel zeitlich zu begrenzen, dies wäre aber noch nicht entschieden.

Hallo? Also es gibt keine Möglichkeit einen Schlüssel eines Gerätes zurückzuziehen. Und es gibt - derzeit - keinen Ablauf eines Schlüssels. Wenn jemand also an ein Lesegerät herankommt, hat er den Schlüssel des Gerätes und dessen Technik zur Verfügung um jeden Pass in der Nähe auszulesen. Ohne Möglichkeit ein missbräuchlich eingesetztes Gerät wieder los zu werden. Das ist wie ein Computersystem, bei dem man keine Möglichkeit der Passwortänderung hat und keine Möglichkeit einen User - selbst bei nachweislichem Fehlverhalten - zu löschen.

Und nochmal, die erweiterte Prüfung (und nur für die ist wohl diese Schlüsseltechnik plus Zertifikat im Lesegerät gedacht) ist nur ein Vorschlag (der möglicherweise wegen des mangelnden Interesses der Amerikaner an der ganzen Sache garnicht umgesetzt wird):

Den Vorschlag des BSI bezüglich der Extended Access Control beschrieb Kügler im Anschluß. Demnach wird für jedes Lesegerät ein asymmetrisches Schlüsselpaar mit einem korrespondierenden, verifizierbaren Zertifikat erzeugt (Berechtigung nur pro Lesegerät). Daher muß der Chip für die Extended Access Control Rechenleistungen erbringen können. [...] Innerhalb der EU ist der Zugriffsschutz durch die Extended Access Control derzeit nur als Vorschlag zu sehen, sagte Kügler. Ein weiterer (namentlich unbekannter) BSI-Kollege pflichtete ihm bei und fügte hinzu, daß von seiten der US-Amerikaner ohnehin kein Fingerabdruck als biometrisches Merkmal auf dem Chip gefordert werde, ihnen würde vielmehr das digitale Gesichtsbild genügen. Lediglich inneramerikanisch sei eine digitale Aufnahme des Fingerabdrucks geplant. Aus diesem Grund sei also die technische Umsetzung der Extended Access Control nicht dringlich.

Nur in diesem Vorschlag ist es überhaupt vorgesehen das die Geräte eindeutige Schlüsselpaare und darauf beruhende Zertifikate erhalten. Warum das ganze jetzt so kritisch ist? Nunja, die Diskussion konzentriert sich ständig nur auf die Daten und das Auslesen der Daten - aber die sind garnicht mal so kritisch. Denn selbst die gespeicherten Fingerabdrücke sind ja nicht die kompletten Fingerabdrücke zwecks Rekonstruktion, sondern nur die relevanten Kenndaten zwecks Wiedererkennung (wobei auch da noch die Diskussion aussteht ob diese gespeicherten Kenndaten wirklich eindeutig sind - gerade in dem globalen Rahmen von dem wir reden - oder ob da nicht deutlich mehr Daten gespeichert werden müssen als bei einem rein nationalen Ansatz).

Was aber immer möglich ist, wenn wir von solchen Pässen reden: die Authentifizierung und Identifikation einer Person. Eine Zweiwegeauthentifizierung kann alleine als Authentifizierung schon sagen wer in meiner Nähe ist. Habe ich z.B. für das vereinfachte Verfahren einen Key eines Passes gespeichert, kann ich mit diesem Key dann jederzeit berührungslos feststellen, ob dieser Pass in der Nähe ist - natürlich nur im Rahmen der Sicherheit der kryptografischen Algorithmen, aber das wäre schon eine ziemlich sichere Bestätigung, denn das zwei Pässe auf den gleichen Key eine Authentifizierung erlauben wäre schon eine ziemliche Pleite des ganzen Verfahrens und ist hoffentlich von den Entwicklern ausgeschlossen worden.

Ich kann also mir die Keys von Personen besorgen - für das vereinfachte Verfahren reicht dazu das was in der maschinenlesbaren Zeile des Passes steht - zum Beispiel einfach durch simple mechanische Wege wie Einbruch, Taschendiebstahl, Social Engineering, etc. - und die speichern. Dann kann ich ein Lesegerät damit füttern das z.B. an einem definierten Bereich einfach mehrere Passdaten die mich interessieren bei Durchschreiten einer Schleuse - z.B. eine Drehtür mit vorgegebener Drehzahl ist da sehr praktisch - prüfen. Nur der Pass mit den entsprechenden Daten in der maschinenlesbaren Zone wird seine Daten darauf rausrücken, bzw. eine Bestätigung der Authentifizierung geben.

Ich könnte also zum Beispiel ermitteln wann eine Person ein Gebäude betritt und verlässt - ohne das Wissen dieser Person und vollautomatisch. Bei einer Authentifizierungszeit von 5 Sekunden kann man da schon mehrere Keys durchprüfen wärend jemand durch die Drehtür geht.

Natürlich ist das weiterhin keine Identifikation der Person - sondern nur des Passes. Aber gerade wenn die so überwachte Person nichts von der Überwachung weiss wird der Pass eben an der Person getragen. Es gibt ja keinen Grund den Pass nicht dabei zu haben. Und im Ausland ist es oft eine schlechte Idee seinen Pass nicht dabei zu haben - also ist er in den Fällen zwangsweise in der Nähe der Person.

Nunja, aber das ist ja laut Otto Orwell alles nur Angstmacherei und sowieso nicht wahr und völlig falsch. Basiert nur dummerweise auf Aussagen von Mitarbeitern des BSI - die im Prinzip seine Leute sind.

Wenn Webdesigner ein Schimpfword ist

Zum Beispiel bei solchen Firmen, die gegen ALT-Attribute an IMG-Tags wettern und die dann auch noch fälschlicherweise ALT-Tags nennen. Naja, Inkompetenz ist deren Konzept:

Just exactly what text can a person read or see in a 1 x 1 pixel gif? Zippo. Thus, the text or line reader, JAWS, cynthia, etc, should be smart enough to see that the image size of Height="1" and Width="1" and automatically know it's a spacer and then make a if-then condition to NOT PRONOUNCE alt tag in the spacer.gif.

Ich hab ja selber eine ganze Menge Table-Layouts schon bearbeitet - unter anderem weil sie einfach nunmal da waren - und ich kann mich nicht daran erinnern wann die Spacer tatsächlich in 1x1-Pixel ausgegeben wurden. Klar, das Bild selber war nur 1x1 Pixel gross, aber die width und height Angaben an den IMG-Tags natürlich entsprechend der Grösse die aufgespannt werden sollten. Ausserdem waren noch jede Menge andere Layout-Elemente als IMG-Tags im Source, alle Kandidaten für ALT="" - aus gutem Grund, Layout-Grafiken sollen von Screen-Readern korrekt umgangen werden. Nach deren Vorstellung aber soll wohl der Screeenreader erst das für ihn völlig unnütze Grafikelement laden und draufgucken wie gross es ist. Nur weil die Trolle zu faul sind ALT="" an IMG-Tags zu schreiben.

Oh, und sie verlangen von Screenreadern auch noch mehr Intelligenz:

HERE IS SIMPLE SOLUTION so EVERYONE WILL NOT HAVE TO RE-WRITE THEIR PAGES just for you.

READ THE BIG TEXT FIRST, either font tags with say 3 to 7, or CSS styles with the biggest fonts sizes. Next, read the 2nd largest fonts second, and so on. This is JUST LIKE WHAT HUMAN WOULD DO ANYWAY.....So, look for Font tags with a setting 7 or 6 or 5 or 4 and down and in that order and then start reading it. Same with CSS, PIXELS sizes of say 24px should be read FIRST, NOT LAST!! How hard can this be? This what the browsers do anyway, so why can't you do it?

Genau. Sollen doch die Screenreader sich aus der Tagsoup raussuchen was sie brauchen (inklusive Analyse von font-Tags und solchem Müll), anstelle das der Designer sich mal überlegt was er produziert und eine einigermaßen logische Struktur für textonly-Browser liefert. Hey, wozu gibt es wohl seit HTML 1 die h-Tags und ihre Freunde? Ach watt, ist sicherlich alles nur Einbildung ...

Aber bei denen findet man eh noch mehr Perlen, wie zum Beispiel die Diskussion über CSS vs. Tabellen-Layouts, in denen CSS natürlich so richtig schlecht gemacht wird. Weil sie so ganz und gar garnix kapiert haben was CSS ausmacht und warum man HTML und CSS trennt und was daran die gute Idee ist. Weil sie vermutlich in ihrem ganzen traurigen Designerleben keine einzige gute Idee hatten und sie deshalb nicht mal erkennen würden wenn sie ihnen mit nem dicken Knüppel auf die Rübe haut, die gute Idee.

Achja, zum Ende noch ein Wort der Warnung an aktuellere Designer: guckt euch lieber nicht deren Sourcecode an, denn der wird euch Haarausfall, aufgerollte Fussnägel und faulige Zähne verursachen

Banalpatent mal wieder

Amazon erhält Patent auf "verwandte Produkte" - ja, genau, dieses wer folgendes Produkt gekauft hat, hatte auch Interesse an folgenden weiteren Produkten hat jetzt ein US-Patent. Und klar, sowas würde natürlich nie als Patent in Europa durchsetzbar sein (und Schweine können fliegen). Schön wenn man sehen kann wie innovativ Softwarepatente sind und wie wichtig für die Stärkung der Softwareindustrie sie sind - denn mit so einem Patent könnte man im Abmahn-Eldorado Deutschland ganz herrlich Reibach machen und störende Konkurrenz rauskicken. Übrigens haben die doch auch schon das Patent auf One-Click-Bestellungen. Ja, Web-Shops könnten ein legales Minenfeld werden wenn sich die Softwarepatentrichtlinie des EU-Rates durchsetzt. Und Patentanwälte werden fett und reich ...

Immer noch komische Finder-Geschichten

Mein Finder zeigt immer noch im Kontextmenü für eine Datei in dem Öffnen mit Untermenü alle Anwendungen 2x oder sogar 3x an. Und ich krieg ums verrecken nicht raus wie man das beseitigt. Hat das noch niemand sonst gehabt, das Problem? Muss man doch irgendwie bereinigen können, schliesslich wird das Menü doch vom OS X dynamisch aus den installierten Anwendungen erstellt - dazu muss es aber irgendwo eine Typeregistry oder sowas geben, wo sich Anwendungen eintragen, damit OS X weiss, das sie diesen Dateityp lesen können. Und die Stelle müsste man doch aufräumen können. Nur wie verflixt noch mal geht das? Wo merkt sich OS X, welche Programme welche Dateitypen öffnen können?

Schily hält Datenschutz für Angstmacherei

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Bedenken von Datenschützern sind Angstmacherei - behauptet jedenfalls Otto Orwell:

Bedenken gegenüber biometrischen Pässen, RFID-Technologie und Teleüberwachung, geäußert etwa von Datenschützern, sind Angstmacherei, auf die man nicht hereinfallen sollte, sagte Bundesinnenminister Otto Schily beim Symposium "Computer in der Alltagswelt - Chancen für Deutschland" in Berlin. Die genannten Technologien dienten nicht dazu, Bürger zu überwachen oder zu unterdrücken, sondern ihre Sicherheit zu erhöhen.

Komisch. Ich glaube eher das Otto Orwells Gerede einfach nur Angstmacherei - welche Sicherheit soll durch massive und massenhafte Ausspioniererei der Bürger denn erhöht werden? Doch wohl nicht die der Bürger - aber denen wird mit Pseudo-Risiken und angeblichen Lösungen dafür dann ala Bush-Administration auch in Deutschland die Reduzierung der Bürgerrechte untergeschoben. Ohne Rücksicht auf Fakten, ohne Rücksicht auf Verhältnismäßigkeit.

Die Unkenntnis, die er den Kritikern unterstellt, liegt wohl eher auf seiner Seite. Denn mag er als Anwalt vielleicht noch als kompetent betrachtet werden können (jedenfalls kann ich da seine Kompetenz nicht beurteilen), von Kryptografie und deren Risiken - wie sie zum Beispiel im Rahmen von 10 Jahre gültigen Pässen zum Tragen kommen - hat er nicht die blasseste Ahnung.

Wer will heute schon Aussagen über die Sicherheit kryptografischer Methoden machen, wenn er diese Aussage für einen Zeitpunkt in 10 Jahren machen soll? Ja, ich weiss, Otto Orwell macht das - wie gesagt, er hat schlicht keinen Plan wovon er da redet. SHA1 war auch mal als sichere Alternative zu MD5 Signaturen beschrieben worden - und ist im Prinzip geplatzt. MD5-Signaturen sind mitlerweile völlig unbrauchbar - wie es von Wissenschaftlern bewiesen wurde, als sie zwei reale Texte mit sinnvollem Inhalt und identischer MD5-Signatur produziert haben. Von armseligen Politikern mit viel zu kleinen Schwänzen Hirnen jedenfalls, die ihre angeblichen Heilslehren mit absurden Behauptungen den Bürgern unterschieben wollen, hab ich die Nase gestrichen voll. Und von deren idiotischen Argumentionsschleifen, mit denen sie die totale Überwachung als Sicherheitsfeature den Bürgern verkaufen wollen, schon lange.

Wer mal wieder lachen will ...

Study Shows Windows Beats Linux on Security - diesmal hat sich Microsoft die gewünschten Ergebnisse von der Firma Wipro gekauft. Genauso hanebüchen wie frühere Versuche in die gleiche Richtung. Enthält dann so Perlen wie:

“We already know how to secure a Windows-based solution and keep it running smoothly,” says Stephen Shaffer, the airline’s director of software systems. “With Linux, we had to rely on consultants to tell us if our system was secure. With Windows, we can depend on Microsoft to inform us of and provide any necessary updates.”

Sorry, aber jetzt mal ganz ernsthaft: wenn mir mein IT-Leiter erzählt das er sich bei der Sicherheit seiner Systeme auf Microsoft verlässt, wär das für mich ein Grund den Typen schnellstmöglich zu feuern

WordPress 1.5.1.3

WordPress 1.5.1.3 hat einen wichtigen Security-Fix. Also mindestens das xmlrpc.php aus dem Release übernehmen.

Amerikaner und Logik

Angeblich sind eine Mehrheit der Amerikaner mit Bush unzufrieden - Kinners, nur so als Info: 59 Millionen von euch haben ihn gewählt.

iTunes Podcasting nicht mit alten iPods?

Scheinbar wird PodCasting nur mit iPods ab dem Clickwheel-iPods unterstützt. Die mit dem alten mechanischen Wheel kriegen keinen Firmwareupdate, und die Touchwheel-iPods auch nicht. Was ich ehrlich gesagt ziemlich armselig finde. So alt ist gerade der Touchwheel-iPods ja nun wirklich nicht, das er schon rausfallen muss

verwirrtes Gesicht

Nicht das mich das gross kratzen würde - ich lese die meisten Blogs von Podcastern nicht, ich wüsste nicht warum ich mir die dann anhören wollen sollte - aber irgendwie störts mich einfach wenn Gadgets zu schnell als zu alt ausrangiert werden. Gerade wenn es hochpreisige Teile wie ein iPod sind.

Pfahl ist geständig

Pfahls-Prozess: Das "Phantom" vor Gericht - und zwar als Tenor. Und ein schwacher Hoffnungsschimmer am Horizont zeigt sich - das vielleicht doch mal eine der übelsten politischen Schmierengeschichten aufgedröselt wird.

Strucki hat wohl doch Schäden vom Schlaganfall

Jedenfalls würde das seine neueste Idee - die ich beim Schockwellenreiter gefunden habe - erklären: Arbeitslose als Übungsmaterial für die Bundeswehr einsetzen zu wollen.

Andererseits: damit könnte er dann mal wieder so richtig schön den bewaffneten Häuserkampf und Stürmen von Zivilbefestigungen üben. So richtig hübsch mit Handflammpatronen, Rammböcken, Splittergranaten ...

Hey, Arbeitslose sind doch nach Argumentation diverser Politiker (wenn ich dieses menschenverachtende Fördern und Fordern schon höre) sowieso der letzte Dreck, da machts auch nix wenn die Bundeswehrfreaks - deren sanfte Umgangsformen ja sprichwörtlich sind - dann schön auf den Gegner heiss gemacht werden.

Nunja, es ist wohl wahr: man kann garnicht blöd genug sein um Bundesminister zu werden.

Unternehmer gegen Softwarepatente

Softwarepatente: Unternehmer werfen Union "Betrug am Wähler" vor:

Unternehmerinitiativen aus mehreren Bundesländern warnen in einem offenen Brief (PDF) die Europaabgeordneten der CDU und CSU davor, "systematischen Betrug am Wähler zu begehen" und "unternehmerische Fehlentscheidungen (...) zu verschulden". Die Union solle endlich zugeben, Microsoft näher zu stehen als dem deutschen Mittelstand.

Auslöser war unter anderem SAP:

Die Walldorfer SAP AG hat kürzlich ganzseitige Anzeigen in EU-Zeitschriften geschaltet, in denen SAP auf die vorgeschlagene Richtlinie drängt. SAP fordert darin "Patentschutz (...) für Innovationen in der IT, wie sie von SAP (...) geschaffen werden". Diese Innovationen liegen jedoch ausschließlich im Softwarebereich. Software von SAP dient zur Buchführung, Auftragsbearbeitung und Rechnungslegung. Die SAP-Anzeige erwähnt dreimal das Wort "Geschäftsabläufe" (zwischen Unternehmen und innerhalb).

Natürlich sieht das die geballte Inkompetenz des Justizministeriums ganz anders und behauptet ebenfalls immer noch das reine Softwarepatente nicht möglich wären - obwohl die Realität schon längst anderes sagt. Und so werden wir (Open-Source Programmierer genauso wie mittelständische Softwarefirmen) auf dem Altar der Softwareindustrie geopfert - die bedankt sich dann auch artig mit grösserem Stellenabbau und Verlagerung von Softwareproduktion in Länder ausserhalb der EU.

Was für eine Moppelkotze

Beruhigende Prioritäten

FTPWelt.com: Erste Strafverfahren gegen Nutzer eingeleitet:

Parallel zu den Ermittlungen gegen die Nutzer werde die Anklage gegen die vier mutmaßlichen Drahtzieher aus Südthüringen und München vorbereitet, teilte Germerodt mit.

Genau. Bevor man die Drahtzieher festnagelt, geht man doch erstmal gegen die viel lukrativeren Endbenutzer vor. Beruhigend, das auch in Deutschland der Fokus immer auf den Kleinkriminellen (wenn denn sowas überhaupt für die FTPWelt-Benutzer als Bezeichnung zulässig ist) liegt und nicht so sehr auf den Drahtziehern ...

Kulturloser Landtag?

Kultur-Ausschuss im Landtag gestrichen?:

Die Kulturpolitik in NRW läge dann nur in den Händen der Landesregierung, bemängelt der Deutsche Kulturrat. Denn: Die Ausschüsse im Landtag haben die Aufgabe, die Arbeit der Regierung parlamentarisch zu begleiten und zu kontrollieren. Im Kulturausschuss werde somit eigentlich die Kulturpolitik demokratisch legitimiert, eine Abschaffung würde dieser Legitimation empfindlichen Schaden zufügen, so der Kulturrat.

Nunja, bei so kulturlosen Barbaren in der Landesregierung ist es keineswegs unerwartet, das die Kultur keinen angemessenen Platz mehr bekommt ...

New Scientist SPACE - Breaking News - Hubble spies lord of the stellar rings

Hubble spies lord of the stellar rings - Saurons Auge guckt aus dem Weltraum auf uns. Und nur aus einer Entfernung von 25 Lichtjahren - das ist praktisch um die Ecke von hier. >The ring is composed of dust particles in orbit around Fomalhaut, a bright star located just 25 light years away in the constellation Pisces Austalis – or the Southern Fish. A recent image captured with the Hubble Space Telescope - which makes the system look uncannily like the Great Eye of Sauron from the blockbusting Lord of the Rings trilogy - confirms that Fomalhaut’s ring is curiously offset with respect to the star. Interessanter als das eigentliche Aussehen (wobei das wieder mal ein Beweis für die Notwendigkeit des Weiterbetriebs des Hubble Teleskops für mich ist) ist natürlich der vermutete Grund für das Aussehen: der Stern könnte ein Solarsystem ähnlich dem unseren haben. Also mehrere Planten in unterschiedlichen Entfernungen - möglicherweise sogar relativ kleine Planeten.

Seltsame Gerichtsentscheidungen sind International

Supreme Court rules against P2P, Apple to benefit?:

The U.S. Supreme Court ruled in favor of studios and record labels, saying that peer-to-peer software companies should be liable for the copyright infringement of people using their products

Vermutlich werden als nächstes in den USA auch Hämmer, Autos und Vorhangkordeln verboten. Ach ne, geht ja nicht - Mord ist ja nicht so ein schlimmes Verbrechen wie Copyright-Verletzungen ...

Wie das Gericht so eine Entscheidung allerdings im Context eines Netzes wie freenet aufrecht halten will - bei dem es eben keine zentrale Instanz oder Firma gibt - würd mich schon interessieren. Aber Fakten scheinen bei der ganzen Copyright-Diskussion rund um Film- und Musikindustrie ja sowieso völlig aussen vor zu sein.

PEP 342 -- Coroutines via Enhanced Generators

PEP 342 beschreibt einfache Coroutinen für Python. Coroutinen sind im Prinzip Mini-Threads mit manueller Kontrolle - man kann Code mitten drin einfrieren und mit einem neuen definierten Wert wieder aufstarten. Damit bieten Coroutinen den ersten Schritt zu primitiven Continuations - das einzige was noch fehlt wäre die Möglichkeit eine Coroutine zu kopieren.

Philip J. Eby schreibt über die Implementierung dieses PEP - der übrigens auf den Generatoren und Iteratoren von Python aufbaut.

Also los, Leute, sorgt endlich für die Kopierbarkeit von Generatoren und es ist geschafft

Satellitenfoto von Münster

Google Maps sind ja wirklich ganz witzig - auch wenn die Bilder teilweise doch leider etwas dünn sind in der Auflösung. Hier das Satellitenbild von Münster. Der blaue lange Flatschen ist der Aasee - eine von Hermann Landois künstlich angelegte Aufstauung der Münsteraner Aa. Der komische grüne Ring in der Stadt ist die Promenade - ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigung und einer der Hauptverkehrswege für Radfahrer in Münster. Der grüne Auswuchs an dem Ring links, oberhalb des Aasee, ist der Schlosspark. Das blaue Band von oben nach unten am rechten Bildbereich ist der Dortmund-Ems-Kanal - die Verbreiterung im oberen Bereich die Schleusenanlage und die Abzweigung nach links in die Stadt rein der Stadthafen.

Und wie üblich erkenne ich das a) ich zu wenig Fotos von Münster und Umgebung mache und b) die Wikipedia beeindruckend viele Sachen enthält.

Da geht er hin, der Datenschutz

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Denn die Innenminister wollen einjährige Speicherung von Verbindungsdaten. Und die Forderungen sind sehr weitreichend:

Die Innenministerkonferenz hat sich auf ihrer unter dem Motto "Mit Sicherheit was los" stehenden Tagung am gestrigen Freitag in Stuttgart für eine mindestens zwölfmonatige Aufbewahrung von Telefon- und Internetdaten durch die Telekommunikationsanbieter ausgesprochen. Die tief in die Grundrechte einschneidende Maßnahme halten die Sicherheitsexperten insbesondere im Cyberspace für nötig.

Das diese Datenwüste gegen Datenschutzbestimmungen verstossen und vom Bundestag bisher immer abgelehnt wurden, ist den Innenministern völlig egal. Und Schily hat auch schon konkrete Pläne, wie er diese Hürde umgehen kann:

Der SPD-Politiker verwies in Stuttgart aber auf die Pläne zur pauschalen Überwachung der Nutzer, welche die nationalen Regierungsvertreter in Brüssel über den EU-Rat unter Missachtung des EU-Parlamentes gerade vorantreiben. Dabei geht es um die Verpflichtung der Anbieter zur Aufbewahrung sämtlicher Verbindungs- und Standortdaten über Monate und Jahre hinweg, die bei der Abwicklung von Diensten wie Telefonieren, E-Mailen, SMS-Versand, Surfen, Chatten oder Filesharing anfallen.

Ganz einfache Lösung - nutzen wir die undemokratischen EU-Entscheidungen, da kann eine Regierung am Bundestag vorbei entscheiden. Das hat die Bundesregierung bei den Softwarepatenten ja schon vorgemacht. Und dann kann man sich hinterher darauf berufen, das man ja nur EU-Recht umsetzen würde. Hat zwar mit Demokratie nichts mehr zu tun, aber scheiss drauf. Demokratie interessiert Otto Orwell und seine Kollegen sowieso nicht mehr.

Nett auch, wie die Innenminister mit der - berechtigten - Kritik umgehen:

Bedenken von Bürgerrechtlern, dass mit der Vorratsdatenspeicherung die komplette elektronische Kommunikation der Menschen überwacht und die Nutzer unter einen unverhältnismäßigen Generalverdacht gestellt würden, wies Rech zurück. Der Begriff des "gläsernen Bürgers" ist seiner Meinung nach "überstrapaziert".

Notfalls wird dann den Datenschutzbeauftragten einfach mal das Maul verboten, so wie Otto Orwell das ja schon versucht hat. Das auch die Wirtschaft massiv dagegen ist, weil das ganze unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen wird, ist denen auch egal. Schwachsinnige Entscheidungen im Namen der angeblichen Sicherheit und angeblichen Bösartigkeit des Internet haben ja sogar vor Gericht bestand - wie man an den absurden Sperrverfügungen des Düsseldorfer Regierungspräsidiums sehen kann. Zum Glück darf man noch darüber berichten, wie ein Gericht erst kürzlich festgestellt hat. Noch. Da wird Otto sicher auch was einfallen ...

Das Netz dürfe "nicht zu einem rechtsfreien Raum verkommen", erklärte Rech unter Bezugnahme auf die oft geäußerte Angst der Sicherheitspolitiker vor angeblich unregulierten Online-Gefilden.

Sorry, aber wenn die Bestrebungen der Innenminister durchkommen, ist das Internet ein rechtsfreier Raum. Frei vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Frei von Datenschutz. Frei von Verhältnismäßigkeit der Mittel.

Für mich folgt daraus eines ganz klar: der Fokus auf die Benutzerfreundlichkeit von Projekten wie gnupg, tor und mixmaster muss auf der Client-Seite deutlich steigen, damit wir überhaupt eine Chance haben um uns vor dieser Sammelwut der Innenminister zu schützen. Ausser man will irgendwann sein Bewegungsprofil im Internet öffentlich zum Download finden oder dem netten Herrn vom Verfassungsschutz erklären, warum man auf der linksradikalen Website war ...

John Cleese speaking

To The Citizens Of The United States Of America:

In the light of your failure to elect a competent President of the USA and thus to govern yourselves, we hereby give notice of the revocation of your independence, effective today. Her Sovereign Majesty Queen Elizabeth II will resume monarchical duties over all states, commonwealths and other territories. Except Utah, which she does not fancy.

Lesen. Wirklich.

Teufelsgrinsen

LiveSearch mit WordPress klappt

Ich hab mir gerade mal LiveSearch angeguckt und ein bischen herumgespielt damit. Liess sich mit etwas Hacken in WordPress integrieren. Wenn ihr jetzt in das Suchformular rechts einen Begriff eingebt, kommt nach einer kurzen Verzögerung eine Liste von Suchergebnissen - und zwar die Titel der Postings. Das ganze benutzt die normale WordPress-Suche, das sind also die gleichen Ergebnisse die ihr auch bekämt wenn ihr einfach Enter drücken würdet - nur dank Ajax einfach fixer und als direkte Inline-Liste. Witzige Sache. Sollte mit aktuellen IEs, mit Mozilla-Abkömmlingen und aktuellen Safaris funktionieren.

Was allerdings seltsamerweise bei mir nicht funktioniert, obwohl meines Erachtens der Code identisch ist zu der BitFlux-Seite, sind die Cursor-Tasten zur Bewegung in den Suchergebnissen. Irgendwie findet der nicht die erste Zeile oder sowas - sehr seltsam. Aber der Teil interessiert mich eigentlich eh nicht so doll, von daher störts mich nicht wenn der nicht funktioniert.

Hmm. Safari funktioniert tadellos, aber mein FireFox unter OS X will irgendwie nicht. Sehr seltsam das ganze. Genauer gesagt tuts das mit dem FireFox erst, wenn ich einmal ein Zeichen mit Backspace gelöscht habe oder einmal Space eingebe. Danach läufts sauber. Kann mir das mal jemand erklären? Witzigerweise funktioniert die Cursortastennavigation in den Suchergebnissen mit dem FireFox - wenn man denn mal eine Liste von Ergebnissen hat ...

Update: seltsamerweise funktioniert jetzt im Safari die Cursor-Tasten-Navigation. Irgendwas ist hier sehr strange ...

Microsoft und RSS

Na toll, Microsoft springt auf RSS auf und was machen sie? Klar, eine Erweiterung, die natürlich mit vielen Parsern Probleme machen wird: Simple List Extensions Specification.

Wo die Probleme liegen können? Nunja, Phil Ringnalda hat es ziemlich gut beschrieben. Und wenn ich mir obige Formatbeschreibung von Microsoft angucke ist mir nicht wirklich klar warum sie überhaupt diese Erweiterung brauchen ...

Safari und der Rabenhorst

Weiss irgendjemand warum sich der Safari von Tiger auf dem Rabenhorst verabschiedet? Und wenn es jemand weiss, kann er es dem Kai mitteilen, damit der das behebt und ich nicht jedesmal einen Artikel neu schreiben muss, nur weil ich wieder mal was dafür bei ihm nachgucken wollte?

Das seltsame: wenn ich mit PithHelmet bei seiner Site JavaScript abschalte, passiert nix. Nur hat seine Site kein JavaScript - einzig der Jabber-Status (der übrigens ohne JavaScript-Aktivierung extrem gross angezeigt wird) wird über ein OBJECT-Tag statt über ein img-Tag eingebunden. Obs das OBJECT-Tag für PNGs ist, was den Safari in den Orkus schickt?

Ah, ja, nach ein bischen graben, es scheint wirklich so zu sein. Geht zu dieser Seite und ihr werden das gleiche Problem haben - der Safari crashed. Anscheinend wird das OBJECT-Tag benutzt um PNGs auch auf älteren IEs anzuzeigen - dabei wird das gleiche PNG per OBJECT Tag und enthaltenem IMG Tag referenziert. Führt nur leider zu crashes mit Safari 2.0.

Warum jetzt aber das deaktivieren von JavaScript (nicht das deaktivieren von Plugins, was man ja beim OBJECT-Tag eher vermuten würde!) dazu führt das der Safari nicht crashed und das PNG falsch (zu gross) darstellt, das kapier ich ehrlich gesagt nicht so ganz ...

Oh, und der Bug mit object-Tags scheint schon länger zu existieren - älteste Reports aus 2003 die ich in Google gefunden habe. Wäre doch mal nett wenn Apple den Bug auch wirklich fixen würde. Oder irgendjemand anderes, wo doch jetzt der Source frei verfügbar ist.

Bei der Suche nach Debugging-Hilfe bin ich übrigens über diesen Artikel über CrashReporterPrefs gestolpert - in Tiger kann man den Crash-Dialog erweitern und dann auch gleich einen Debugger anhängen wenn ein Crash auftritt. Sehr nett zum Wühlen in CrashDumps

Übrigens hat OmniWeb - obwohl es auch auf dem WebCore-Framework aufsetzt - das Problem nicht. Wär ja auch zu einfach gewesen ...

Update: der Übeltäter ist gefunden. Es waren die WebDevAdditions für Safari - ich habe einfach die aktuelle b11 installiert und schon fluppt alles wieder ganz normal.

Merkelmaulkorb

Merkel legt der Union Mehrwertsteuer-Maulkorb an:

CDU-Chefin Angela Merkel hat einem Pressebericht zufolge in ihrer Partei und Fraktion einen Maulkorb zum Thema Mehrwertsteuererhöhung erlassen.

Natürlich nicht weil die Union keine Mehrwertsteuererhöhung machen will - sondern weil die Wähler nicht auf die Idee gebracht werden sollen das die eine Mehrwertsteuererhöhung fest planen und dann womöglich die anderen Parteien wählen.

Das erschreckende an so viel Dummheit in der Strategie? Mit dem deutschen Wähler wird das vermutlich sogar funktionieren ...

Umweltschützer kritisieren Walfangkommission

Wer geglaubt hat das die Sitzung der Walfangkommission ein Erfolg für die Tierschützer war, wird eines besseren belehrt:

Japan kündigte an, die Quote für den wissenschaftlichen Walfang auf mehr als tausend Wale zu verdoppeln. Künftig sollen zudem nicht nur Zwergwale, sondern auch stark bedrohte Finn- und Buckelwale gejagt werden. Homes bezeichnet das als «Katastrophe für den Artenschutz».

Unter dem Mäntelchen der angeblichen Wissenschaft wird der Wahnsinn also weiter gehen - egal ob dann irgendwann keine Buckelwale oder Finnwale mehr da sind. Auch die Bedrohungen für Kleinwale nimmt in Zukunft nicht ab - denn über Änderungen im Fischfang wird nicht diskutiert. Egal ob dabei auch Tausende von Kleinwalen sterben.

Und alles natürlich wieder nur für den Kommerz. Selbst Norwegen - die ja durchaus eine eigene Walfanghistorie haben - tötet Wale hauptsächlich um sie nach Japan zu verkaufen, da es dort mehr zu verdienen gibt ...

WebObjects 5.3 und Linux?

Apple releases WebObjects 5.3 Update:

Deploys to virtually any J2EE server or the WebObjects J2SE application server

Also los - wer hostet die erste WebObjects-Anwendung unter Linux in einem OpenSource J2EE-Server?

CardSystems Exposes 40 Million Identities

Bruce Schneier mit einigen Überlegungen und möglichen Forderungen zum kürzlichen Sicherheitsdebakel bei einem grossen amerikanischen Kreditkartenauthorisierer. Scheinbar hätten die Daten überhaupt nicht auf deren System gewesen sein dürfen - aufgrund der hohen Ansprüche die Kreditkartenunternehmen (zumindestens in den Unterlagen) an Authorisierer stellen, müsste eigentlich Card Systems rausfliegen bei Mastercard und Visacard.

Microsofts Allmachtsphantasien

Microsoft will Sender ID erzwingen:

Nun will Microsoft das System offenbar im Alleingang durchsetzen, denn demnächst sollen alle E-Mails an Hotmail-Nutzer, die ohne Sender ID kommen, für die Hotmail-Nutzer sichtbar markiert und damit als potenzieller Spam ausgewiesen werden.

Toll. Ganz grosse Strategie. Die Workinggroup wurde aufgelöst weil es keine Einigung geben konnte weil die Patentsituation bei Sender-ID nicht gelöst wurde von Microsoft - und jetzt will Microsoft das ganze einfach mal wieder erzwingen.

Ich denke aber mal das in diesem Fall Microsoft sich ins eigene Fleisch schneidet: es gibt längst deutlich bessere Webmaildienste, die auch deutlich besser in der Netzgemeinde mitspielen. Hotmail hat lange nicht mehr die Bedeutung die es noch vor dem Verkauf an Microsoft mal hatte. Von daher ist meine Prognose das sich nicht sonderlich viele von diesem Schritt beeindrucken lassen. Leidtragende sind eh die Hotmail-User und evtl. deren Korrespondenten, die eben auf einem dann noch minderwertigeren Maildienst hocken als sowieso schon ...

Suchmaschinen haften nicht für gespeicherte Thumbnails

Kein Schadensersatz für Bilder-Wiedergabe in Suchmaschinen-Thumbnails - was ja sogar eine sinnvolle Begründung vom Gericht bekommen hat, denn die Thumbnails sind nur für die Suchanfragenbearbeitung zwischengespeichert. Wobei die Begründung schon so logisch ist, das man fast erwartet das in der Berufung das ganze gekippt wird und die Hamburger Variante (Suchmaschinen dürfen Bilder nur mit Zustimmung verwenden - was Bildersuchmaschinen defakto unmöglich machen würde, jedenfalls in der Breite wie sie sinnvoll wäre) sich durchsetzt ...

The diaries of Franz Kafka, 1910-1923

Ich bin weder der erste noch der originellste der drüber schreibt: Franz Kafka blogged. Aber egal wie spät ich aufspringe, das ist mal ein Blog das man wirklich lesen sollte. Und an dessen Intelligenz wohl auch ein Megawattwurm nix auszusetzen haben kann

Über Moleskines ...

... schreibt Astrid Paprotta - herrlich.

Ich gestehe aber das ich auch Moleskines benutze - die Red-Black sind auch ganz nett, aber mir zu dick. Wobei das Moleskine auch gerne ein bis zwei Zentimeter kleiner sein dürfte. Mit Kugelschreiber kann man sie auch gut benutzen ...

Verlogene Heuchler

Staatssekretärin hält Verbesserungen bei Softwarepatent-Richtlinie für möglich - wärend ihre Chefin im EU-Parlament für die Ratsvorlage klappert. Klar, sicher, die lassen sich ja auch so doll von Softwarepatentgegnern informieren - hat man ja daran gesehen wie die Regierung die Aufforderung des Bundestages umsgesetzt hat ...

Webspammer mit neuen Tricks?

Scheinbar lernen die Webspammer ein paar neue Tricks. Jedenfalls bin ich über Links auf mich gestolpert die aus einem WordPress-Blog stammen das nur aus wilden HTML-Schnipseln besteht die scheinbar aufgrund von Suchen nach "house" entstanden sind - und in der Blogrolle des Blogs stehen dann diverse typische Müllsites. Könnte also sein das Spammer jetzt Pseudosites aufbauen mit Links und Inhalten die darüber die Suchindizes von Systemen wie Technorati oder den Pingdiensten vollmüllen sollen.

Oh, und die Texas-Holdem-Spacken haben auch ein paar neue Tricks gelernt - die URLs haben jetzt stärker wechselnde Servernamen und Dateinamen so das normale Stichwortfilter nicht mehr ganz so gut funktionieren und mir öfter mal Spam zur Moderation vorgelegt wird - lange Zeit sind die Sachen direkt in die Tonne gegangen weil die Typen wirklich zu dämlich waren ...

Nerviges Pack.

verwirrtes Gesicht

NeoOffice/J 1.1 Final ist raus

NeoOffice/J ist zwar ein Softwaremonster - aber das sind alle anderen Office-Pakete (jedenfalls die mit entsprechend grossem Leistungsumfang) auch. Und im Gegensatz zu den anderen ist NeoOffice/J nicht nur Freibier sondern auch freie Rede. Also gehet hin und loaded down, auf das Microsoft einen Tritt mehr in den Allerwertesten bekommt

Altfühl-Surfing

Softlanding Linux System war die erste Linux-Distribution die ich benutzt habe. Hatte sie mir auf 5 1/4" Floppies von einem Bekannten um drei Ecken über die Uni kopieren lassen. Slackware - die daraus entstanden ist - habe ich natürlich als High-Tech-User nur belächelt und ignoriert, benutzte sie doch weiter das veraltete a.out-Executable-Format. Gewechselt bin ich dann ziemlich früh auf Debian(noch eine 0.9er Version) - der ich allerdings erst seit der Version 1.2 durchgängig treu bin.

Auf meinen Desktoprechnern alle möglichen Systeme - und leider viel zu viele PC-Systeme davon, denn meinen Mac hatte ich ja noch nicht von Anfang an. Also schlug ich mich mit OS/2, diversen Windows-Versionen und immer wieder DOS mit irgendwelchen Multitasker-Aufsätzen ( Desqview war cool) rum.

Auch Exoten bekamen eine Chance: mit dem Mac auch mal BeOS für eine ganze Weile - aber das Angebot an Software war mir zu öde. Und auf dem PC war die schrägste Nummer ein von mir abgespecktes Windows 3.1 das als Bootloader für ObjectWorks (in Visual Works aufgegangen) diente und dann in Smalltalk mein System verwaltet - war aber wegen des Systembruchs auch keine Lösung.

Linux auf dem Desktop? Ich eigentlich nur ungern. In der Firma eine Zeit lang, zu Hause auch immer mal wieder (gerne auch auf einem Mac), aber irgendwie hats nie richtig klick gemacht. Zu sehr vom Mac verwöhnt, denke ich mal. Obwohl es seltsam ist - denn gerade für Linux gibts die meisten Programmiersprachen-Implementationen, und Programmieren in exotischen Sprachen ist bis heute mein liebstes Spiele-Genre geblieben ...

Server? Seit Debian nur noch Linux. 9 Jahre jetzt. Wobei das in Zeiten von Apache+Gedöns eigentlich schon fast wurscht geworden ist, was drunter läuft. Auch seltsam wie wir den heiligen Gral der Programmierung - voll portable Software, die sich nicht um Betriebssysteme schert - erreicht haben. Ganz ohne Java übrigens. Der neue Desktop ist eh der Webbrowser.

In meiner beruflichen Laufbahn kommen übrigens noch so Sachen wie MVS Systemprogrammierung in Assembler und längere Jahre Cobol-Knechten hinzu. Aber ich erspar uns mal die Links ...

Apple sued over iTunes interface

Patentwahnsinn diesmal gegen Apple:

These areas include iTunes' menu selection process, the ability of the software to transfer music tracks to a portable music player, and search capabilities such as sorting music tracks by genre, artist and album.

Übersetzt: der Typ behauptet Patente darauf zu haben wie man Menüs in iTunes selektiert, auf das Kopieren von Musikdateien auf einen portablen Player und auf die Sortierung von Musikstücken nach Genre, Interpret und Album. Toll. Ganz grossartige Schöpfungshöhe.

Natürlich werden jetzt wieder die Patentbeführworter haufenweise Gründe haben warum das angeblich in Europa nicht möglich wäre. Und werden solchen Humbug wie den da oben so lange ins Reich der Phantasie verweisen, bis die Fälle real in Europa vor Gerichten verhandelt werden.

Klar, es lässt einen grinsen wenn ein Laden der selber gerne mit der Prozesskeule gegen nachgeäffte Oberflächen vorgeht mal selber am empfangenden Ende einer solchen Prozesskeule steht. Aber die Sache an sich ist sehr bedenklich - was mit Patenten heutzutage getrieben wird, hat nichts mehr mit der ursprünglichen Intention - dem Schutz des Erfinders vor Ausbeutung durch die mächtigen Firmen - zu tun.

Der Horror von Sony DRM

Wer wissen will was das digital Rights Management von Sony wirklich für einen Windows-User bedeutet: Michael Amor Righi beschreibt die Freuden die er mit einer CD und der DRM-Software, speziell der Entfernung derselben hatte ...

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