Was das Auswärtige Amt unter Informationsfreiheit versteht:
Vom Antragsteller angefordert war ein Erlass des Auswärtigen Amtes an die Visa-Stellen vom 22. November vergangenen Jahres mit dem Aktenzeichen 508-1-516.20. Derartige Erlasse sind das tägliche Handwerkszeug der Konsularbeamten in den über 150 Visa-Stellen weltweit, das Dokument an eine E-Mail anzuhängen, dürfte einen solchen Beamten wenige Minuten Arbeit kosten.
Und was kam als Rechnung auf diese Anforderung? 107,20 Euro. Für die Kopie eines Standarddokumentes. Soviel zur Verhältnismäßigkeit der Preise für Informationseinsicht. Exakt das, was ich schon erwartet habe tritt ein - das Informationsfreiheitsgesetz wird zur absoluten Farce.
Fischertechnik hat jetzt einen Roboterkasten, der mit Mac OS X läuft. Wie üblich bei Fischertechnik: deutlich professionellere Programmiermöglichkeit, deutlich professioneller anmutendes Gerät und deutlich höherer Gesamtpreis als bei Lego. Irgendwie schade - ich hab früher gerne Fischertechnik benutzt, aber das Zeug war schlicht und einfach zu teuer um es in ausreichender Menge zu besitzen. Und auch hier wieder - 255 Euro nur für das Interface, da hilfts auch nicht, das der Baukasten selber nur 170 Euro kostet. Und autonome Roboter sind damit nicht möglich, das ganze ist Kabelgebunden.
Also werde ich wohl weiter auf Mindstorms NXT warten, denn für Lego hab ich schon eine ganze Menge Material. Und die RSXe machen ja auch Spaß.
Vogel-Strauß-Politik in der EU-Kommission:
Die EU-Kommission hält die Durchführung einer Verträglichkeitsstudie über die Auswirkungen der im Dezember vom EU-Parlament beschlossenen Richtlinie zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung derzeit nicht für erforderlich.
Weil man will ja nicht wissen, was für Auswirkungen die eigenen idiotischen Entscheidungen haben können. Dann kann man nämlich hinterher behaupten, man hätte es ja nicht vorher gewusst. Und vorher Planen - wo kommen wir denn da hin?
... wenn in der monatlichen Traffic-Statistik 1.79 GB für normale Besucher stehen, aber 1.83 GB für Bots und son Zeug. Und wenn man dann feststellt, das 1 GB alleine an den Google-Bot verschwendet wurde, 0.5GB an Inktomi und immerhin noch 125 MB an den MSNBot. Irgendwie scheint das ganze Internet hauptsächlich von Bots gelesen zu werden, nicht von Menschen: Bots hatten 235071 Seitenabrufe, Menschen nur 114158 Seitenabrufe.
Wenn es irgendwann einen Terminator gibt, wird der warscheinlich von einer Internet-Suchmaschine kontrolliert ...
Jau, es ist da. Sehr nettes Teil - seit Dienstag hab ich es. Macht wirklich Spaß - die Integration von Bluetooth und WLAN ist ziemlich klasse gelöst, das Gerät kann mit jedem WLAN Kontakt aufnehmen. Sogar WPA und WPA2 - beides auch mit Zertifikat - funktioniert. Beim Pairing mit Bluetooth-Handys ist es etwas spröde und wählerisch, aber mit etwas Sturheit klappte es dann auch mit meinem Motorola E398.
Die installierte Software ist ganz brauchbar - der Browser ist halt ein abgespeckter Opera, sehr gut benutzbar und ziemlich vollständig in der Unterstützung von HTML, CSS und JS. Allerdings fehlen ihm ein paar der netten Features vom Opera für den Desktop - vor allem speichert er keine Passwörter die man eingegeben hat. Was bei einem Gerät ohne Tastatur doch eher umständlich ist, wenn man da immer wieder Passwörter eingeben muss.
Die Hardware selber ist gut gearbeitet - liegt nett in der Hand, ist deutlich kleiner als ich erwartet hätte und man merkt dem Gerät an, das der Hersteller mit kleinen Geräten Erfahrungen hat. Allerdings hätten sie dem Tablet gerne ein Scrollrad spendieren können, damit man zum Scrollen in Webseiten nicht immer den Stift und den Touchscreen nehmen muss. Die Cursortasten springen nämlich von Link zu Link in der Seite, sind also nicht direkt für das normale Blättern nutzbar. Bei Touchscreens bin ich halt immer etwas skeptisch, was die Langzeitnutzbarkeit angeht - viele von denen haben früher oder später (bei starker Nutzung eher früher als später) Defekte und Kalibrierungsprobleme.
Die Möglichkeit sich weitere Software draufzupacken ist natürlich klasse - vor allem sehr einfach gelöst. Man klickt einfach auf ein Debian-Paket und der installiert es. Spiele, Tools, Anwendungen - es gibt da schon eine ganze Menge. Sogar eine komplette Python-Portierung mit allen Bibliotheken für die Onboard-Entwicklung von Python-Programmen mit GUI für das Tablet gibts. Allerdings sollte man sich dafür wohl eine Bluetooth-Tastatur besorgen - diese witzige Tuch-Tastatur wäre vielleicht ganz interessant dafür.
Naja, die nächste Version der Software soll dann auch VOIP und IM unterstützen - das könnte nochmal etwas interessanter werden, wenn man da ein Bluetooth-Headset mit kombiniert, könnte das durchaus ein recht praktisches Gerät auch für Telefonie sein - zumindestens wenn ein freier WLAN Hotspot verfügbar ist.
Könnte sein, das ich mich jetzt dran mache mir eine Organizer-Software mit Django zu schreiben - denn die könnte ich dann über das Gerät überall abrufen und auch von normalen Rechnern aus benutzen. Wäre warscheinlich langfristig praktischer als diese ganzen nicht so richtig funktionierenden Synchronisationslösungen.
Denn er will den Renteneintritt mit 67 noch früher einführen als geplant. Sorry, aber in Zeiten in denen wir Rekordzahlen bei Arbeitslosen haben und Menschen über 45 als schwer und Menschen über 55 als garnicht vermittelbar gelten, ist eine Anhebung des Renteneintritts mit 67 eine absolute Frechheit. Vor allem, wenn man dazu dann noch die Hartz IV Regelung mit dem schrittweisen Abbau von privaten Rücklagen und Absicherungen anguckt. Soll der späte Renteneintritt jetzt garantieren, das auch ja jeder normale Arbeitnehmer vor Renteneintritt zum Sozialhilfeempfänger wird?
Solange Menschen in unserem Land nicht tatsächlich bis zur Rente arbeiten können, ist es eine bodenlose Frechheit, diese Zeit auch noch zu verlängern.
Regierung will Daten an Wirtschaft verkaufen - Name, Adresse und Geburtsdatum aus den Personalausweisen. Die haben ja wohl einen an der Waffel?
