Archiv 6.1.2006 - 18.1.2006

Katz Eye Focusing Screen for the Canon 10D @ KatzEyeOptics.com - Austauschmattscheibe für die EOS 10D mit Schnittbildindikator und Mikroprismen und - optional - Kompositionslinien. Aus meinen Kommentaren gefischt - danke, Wolf. Die Mattscheiben gibts auch noch für andere Kameratypen. Leider tuns die AF-Punkt-Beleuchtungen bei der EOS nicht mehr, also suboptimal für gemischten Einsatz.

RapidWeaver - das nächste Website-Tool

RapidWeaver gibts schon etwas länger, aber ich hatte es bis jetzt noch nicht gesehen. Ganz witzige Idee: im Prinzip ein GUI-Editor für Websites, also nicht nur für einzelne Seiten. Für verschiedene Zwecke (Blogs, Fotoalben etc.) gibts vorgefertigte Templates und integrierte, spezialisierte Editoren für diese Elemente. Mit einem Plugin-API, um eigene Seitentypen zu programmieren. Aber eben absolut nicht WYSIWYG, sondern einfach nur eine integrierte Vorschau.

Der HTML-Source - das ist jetzt meine zweite tolle Homepage heute Nacht - sieht einigermaßen ok aus. Es werden zumindestens mehr als nur DIV-Tags benutzt. Allerdings irritiert mich der seltsame HEAD mit den vielen LINK Tags dann doch etwas. Aber vom Ergebnis her schon mal brauchbar.

Die Templates selber sind lange nicht so slick wie die von Sandvox - sie wirken etwas hausbackener und teilweise etwas holperig (z.B. die Auswahl der Fonts im Fließtext auf meiner Beispielseite wirkt etwas unschön - kanns nicht richtig festmachen was mich stört, aber die Sandvox Seite wirkt einfach besser).

Was nicht so gut gefällt: nur FTP und .Mac für das Publishing. SFTP ist nun wirklich nicht völlig neu, das sollte man schon unterstützen. Ansonsten ist es für mich am ehesten mit meinem guten alten PyDS vergleichbar - spezialisierte Editoren für jeden Content-Typ mit automatischem Rendering nach HTML und automatischem Uploading auf den Server.

Oh, und das Programm kommt völlig ohne Katastrophen mit 39 Bildern in einem Bilderalbum klar, und frisst nicht den Rechnerspeicher und kleine Kinder um zum Ergebnis zu kommen

An alle Oberonistas

Los ihr Wirthianer und Oberonistas. Lauft, nein rennt und holt euch die PDF-Ausgabe von Project Oberon. Hey, ich weiss, das ist alles nicht mehr so ganz state-of-the-art und einige Aspekte des Oberon-Systems waren schlichtweg albern (vor allem seine Begründung für nicht überlappende Fenster im Windowing-System ), aber trotzdem ist das Buch absolut lesenswert. Und das vorgestellte System hat immer noch eine Menge Charme, auch wenn es weitestgehend in der Versenkung verschwunden ist.

Erster Test mit Sandvox

Sandvox - der neue GUI-Editor für Websites, der gerade von Karelia als Beta vorgestellt wurde - ist von der Idee her wirklich nett. Er bietet eine gesamtheitliche Sicht auf die Website - und zwar auf die Komponenten der Website. Schön strukturiert, so das man sehr leicht Änderungen an Seiten machen kann. Das ganze ist dann auch wirklich einfach zu bedienen - mit netten Wizards und einer guten Integration in iLife. Publishing geht auch nicht nur auf .Mac, wie bei iWeb, sondern zum Beispiel per SFTP auf einen normalen Server.

Und Sandvox saugt Hamster durch Strohhalme.

Sorry, aber netter kann man es nicht formulieren. Das Teil ist in der vorliegenden zweiten Beta eine komplette und totale Katastrophe. Ich hab dem Teil nicht viele Aufgaben gestellt - dazu kam ich nicht. Ich habe eine Startseite angelegt, eine Seite mit einem einzelnen Bild und ein Bilderalbum. Nichts davon ist wirklich sonderlich schwer. Das Photoalbum hat 39 Bilder verpasst bekommen - aus iPhoto direkt übernommen. Auch das ist nichts kompliziertes, sollte man meinen.

Die Software reisst aber nur durch diese Bilder mal eben 1.5 GB Speicher an sich und reduziert einen Mac Mini zu einer kriechenden Schnecke. Bei jedem Klick in der Navigation in der Software wartet man locker mal 10 oder 15 Minuten, bis die gewählte Seite auftaucht. Die erstellte Datei mit der Site ist übrigens nur 280 KB groß - wieso die dann im Speicher so viel belegt, will ich glaub ich garnicht wissen ...

Zusätzlich bietet es zwar nettes Publishing auf Server - mit einem komfortablen Wizard zur Einrichtung und zur Prüfung. Nur liefert dieser dämliche Wizard bei der Prüfung keinerlei sinnvolle Informationen und bekommt bei einem einfachen SFTP-Connect schon einen Timeout - und zwar auf einen Server, auf dem ich parallel schon in einem Terminalfenster mittels SSH eingelogged bin.

Ein Publishing anderweitig zu realisieren (z.B. in ein lokales Verzeichnis und dann anschließendem Kopieren auf den Server) hab ich mir angesichts der horrenden Speicher- und CPU-Belastung gespart. Deshalb gibts auch keine Aussagen zum generierten HTML.

Sorry, ich versteh ja, daß Karelia die Beta schnell rauskriegen wollte - vor allem in Anbetracht der iWeb Ankündigung. Aber dann sollte man vielleicht draufschreiben, das die Software auf einem Mac Mini komplett unbrauchbar ist. Nichtmal Aperture ist so ein Resourcenschwein ...

FDP spannt sich vor die Musikindustrie

Auch wenn die FDP in der Opposition ist - bei den Urheberrechten spannt sie sich genauso vor die Musikindustrie wie die derzeitige Regierung:

Hans-Joachim Otto, Medienexperte der FDP-Bundestagsfraktion, sieht in einer Kulturflatrate eine "Missachtung des Urheberrechts". "Wer die massenhafte Herstellung rechtswidriger Kopien im Internet durch eine Pauschalzahlung faktisch legalisieren will, hat die Grundsätze des europäischen Urheberrechts nicht verstanden und missachtet die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes kreativer Leistungen", heißt es in einer Mitteilung der FDP-Bundestagsfraktion. Die FDP unterstütze alle Bemühungen, die einer weiteren Stärkung des Urheberrechts im digitalen Kontext und einer Förderung des Respekts vor dem geistigen Eigentum dienen.

Die Haltung der FDP als angebliche Freiheitspartei ist ja auch ganz logisch: lieber alle Benutzer kriminalisiere, bevormunden und gängeln, als eine kaputtgemanagte Industrie mal dazu zwingen, sich mit Realitäten auseinanderzusetzen. Freiheit ist bei der FDP eben nur die Freiheit der Unternehmen, nicht der Bürger.

Plötzlich evangelisch

Keine Kirche!

Ist das nicht toll, wie die Kirche schön dabei hilft, lästige Betriebsräte zu entsorgen? Wirklich faszinierende Methode. Denn Kirchen haben eben nichts mit einer demokratischen Gesellschaft gemeinsam. Und letzten Endes sind sie in ihrer Struktur sogar demokratiefeindlich. Besonders spannend find ich dann so das Vorgehen der Krankenhausleitung:

Eine Woche später habe der Manager der Belegschaft erklärt, das Krankenhaus sei von nun an evangelisch. Die freigestellten Betriebsräte wurden angewiesen, an ihre alten Arbeitsplätze zurückzukehren. Als Altenschmidt und der ebenfalls freigestellte Tobias Michel dem nicht nachkamen, folgte die Abmahnung. Am vergangenen Freitag wurden die Schlösser des Betriebsratsbüros ausgetauscht. Die Akten der Beschäftigtenvertretung mit zum Teil vertraulichen Informationen habe man aber zuvor in Sicherheit bringen können, so Altenschmidt.

Sicherlich wird die Kirche selber das ganze dann wieder ganz toll hinstellen, denn schliesslich hat man ja wieder etwas mehr Einfluß gewonnen - egal wie absurd die Bezeichnung als "kirchlicher Träger" ist. Denn das meiste Geld kommt eh weiter von der öffentlichen Hand. Sieht man auch nett in Münster, in der viel zu viele Schulen und Kindergärten einen angeblich kirchlichen Träger haben - aber die finanzielle Hauptlast weiter bei der Stadt liegt.

Für mich ist die Kirche mit diesem absurden Kirchenrecht - nach dem Mitarbeiter und vor allem auch Mitarbeitervertreter in der Kirche sein müssen und Streitigkeiten zwischen Mitarbeitervertretung und Geschäftsleitung nur vor der ebenso absurden Kirchengerichtsbarkeit vertreten werden können - schlicht verfassungswidrig.

Wie steht es in unserem Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 3?

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Gilt scheinbar nicht für Kirchen. Und für Manager von Krankenhäusern, die mal eben schnell das Krankenhaus der Kirche schenken, nur um den Betriebsrat loszuwerden.

Sandvox Test Teil 2

Ok, es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen, daher hab ich mich mit dem extrem lahmen Teil gequält und das 39-Bilder-Album durch ein 6-Bilder-Album ersetzt. Immer noch langsam, aber dafür wenigstens soweit erträglich, das ich ein lokales Publishing hinbekommen habe und die Files dann von Hand übertragen habe.

Das ist meine tolle Homepage

Was auffällt: der HTML-Code ist tatsächlich einigermaßen brauchbar. Ohne Stylesheet sind die nötigen Skips über die Navigation und den Sidebar drin und es werden tatsächlich auch mehr Tags als nur DIVs benutzt. Allerdings fällt auch auf, das extrem viele DIVs mit vielen Klassen drin sind - im Prinzip ist fast alles gedived. P-Tags und andere logische Strukturierungen sind nicht so viele vorhanden (ok, ich hab ja auch nicht viel Text geschrieben, aber trotzdem würde ich wenigstens einzelne Absätze erwarten). Besser als das HTML von iWeb sieht es aus.

Eine Reihe von Bugs sind auch noch aufgefallen - aber dafür ist es ja eine Beta, das sehe ich nicht so kritisch wie die exorbitante Speicherbelegung. Ich hab übrigens ganz bewusst nur eines der vordefinierten Stylesheets genommen und nicht sehr viel daran geändert. Eine Filmseite hab ich auch mal angelegt, aber irgendwie scheint da noch das wichtigste - die Einbettung des Films - zu fehlen. Jedenfalls hat er meinen Film aus iMovie zwar angeboten, aber nicht übernommen. Naja, so bleibt euch wenigstens mein blödes Gesabbel erspart

Du bist Blöd

Denn du machst blöde Werbung - und fragst nicht mal alle Teilnehmer, ob sie wirklich teilnehmen wollen. Und du gehst gegen Kritiker mit dem Markenrecht vor. Du bist halt ein PR-Debakel ...

Fiddling with iWeb

Wenn eine Software solchen HTML Code erzeugt, dann ist sie definitiv scheisse. Und dabei interessierts mich nicht sonderlich, ob sie von Apple kommt. Sowas ist heute ein absoluter Tiefschlag in Richtung aller, die sich mit semantischer Auszeichnung beschäftigen und aller, die sich mit Accessibility beschäftigen. Ähnlich wie beim PhotoCasting-Debakel zeigt Apple mal wieder, da sie dann doch leider immer mal wieder zu "außen hui, innen pfui" tendieren.

Und ganz ehrlich - nicht nur der Code ist eine Katastrophe, sondern auch die generierten URLs - hat bei Apple noch nie jemand was von menschenwürdigen URLs gehört? Ach, watt frag ich, RSS Enclosures kennen sie ja auch nicht ...

Mehr zu iWebs HTML gibts bei Todd Dominey zu lesen.

RFID-Zapper - 22C3 - das Bastelprojekt für den Sommer?

Ancient Languages: Perl - schon älter, aber einfach klasse. Eine bitterböse Abrechnung mit Larry Wall und Perl.

Auf Schilys Spuren

Auf Schilys Spuren befindet sich der Innenminister von Schleswig-Holstein. Und greift einmal mehr zu Polemik, weil die Argumente fehlen.

Die Form, in der Innenminister auf Kritik seitens der Datenschützer reagieren, lässt immer mehr eine sachliche Bewertung außer Acht und beschränkt sich darauf, der Polizei und der Strafverfolgung bzw. der Sicherheit im Allgemeinen einen absoluten Vorrang einzuräumen. Datenschutz wird somit als Behinderung der Strafverfolgung gleichgesetzt, an einer Ausbalancierung besteht kein Interesse. Der Maxime "Deutschland soll sicher und frei werden" folgt man insofern, als dass kein Zweifel daran besteht, welche Eigenschaft hier überwiegt. Auch wenn diese Sicherheit stets nur eine Scheinsicherheit darstellen kann.

Und das betrifft nicht nur Schleswig-Holstein, das ist im ganzen Bundesgebiet zu spüren - und in den idiotischen Antritten auf europäischer Ebene. Es geht nicht darum, das dem einzelnen Polizisten unterstellt wird, das er ein Mistkerl sei der nur darauf aus ist seine Mitmenschen auszuspionieren. Es hat nichts damit zu tun, das der Polizei unterstellt würde, das sie nicht verantwortungsvoll mit ihren Mitteln umgeht.

Es geht darum, das der Staat dem Bürger gegenüber eine Machtstellung hat, die aus ganz bewussten Gründen kontrolliert und beschränkt wird - und die Gesetzesinitiativen im Rahmen der Ausweitungen der polizeilichen Gewalt heben diese Kontrolle und Beschränkung auf. Die Polizei ist eben nicht irgendein Dienstleister - sie ist der ausführende Arm der Exekutive - einer der drei Mächte in unserem System. Wir haben schon eine viel zu starke Verbindung von Legislative und Exekutive - jedesmal, wenn sich die Regierung anmaßt die Gesetzgebende Kraft zu sein, wird mir übel. Der Bundestag ist die Legislative, nicht alleine die Regierung (nicht mal alleine die Regierungskoalition).

Die Kontrolle der Möglichkeiten der Mächte und die Beschränkung ihre Macht ist nun mal ein ganz wesentlicher Aspekt eines gesunden Staates. Ein Staat, bei dem die Exekutive zu viel Macht erhält, entfernt sich von dieser Ideallinie, entwickelt sich früher oder später hin zum Poliezeistaat, zum Überwachungsstaat. Es geht nicht einfach nur um banale Behauptungen wie "Datenschutz = Täterschutz" - das ist lächerlich und polemisierend. Es geht um die Rechte des einzelnen Bürgers, um die Möglichkeit der eigenen Lebensgestaltung ohne das ein grosser Bruder ständig über die Schulter guckt. Aber genau das wird in der letzten Zeit immer mehr gemacht - die Installation des großen Bruders.

Datenschützer und Mahner sind nicht einfach bloss weltfremde Spinner, die das Problem nicht sehen wollen - sie sind einfach nur diejenigen, die heute schon sehen was morgen auf uns zukommen wird. Und es ist erschreckend, das wir nur noch recht unzureichend durch das oberste Verfassungsgericht geschützt werden - unzureichend deshalb, weil selbst deren Entscheidungen von Politikern angefeindet und ignoriert werden.

Die Mahnung vor dem übermächtigen Staat ist keine Paranoia, das ist Realismus. Wir hatten den übermächtigen Staat schon häufiger - und eine Inkarnation davon haben wir vor noch garnicht so langer Zeit einfusioniert. Funktioniert hat keiner dieser übermächtigen Staaten wirklich, alle sind zusammengebrochen. Nur mussten die Menschen in diesen Staaten darunter leiden.

Django Paste - Ian ist starting to integrate Django with paste (and paste deploy). I for one will most definitely try to support that, so his list of related tickets is already down by one. Paste deploy might even be taken as the future default FCGI/SCGI solution - because it uses the same FLUP lib, it is as capable as my scripts, but due to the structure of Paste, installation should be much easier (and might even be standard in the future with Python hosters).

Europäisches Schulterklopfen auf Kosten der Bürgerrechte

EU-Parlamentarier rechtfertigen massive Telekommunikationsüberwachung - und können vor lauter Stolz über ihre eigene tolle Leistung kaum ihre Füsse sehen. Nur komisch, das dann immer wieder Kritiker sowas abgeben:

Den Elmshorner Juristen Patrick Breyer, einen der Köpfe der Bürgerrechtsbewegung gegen die Vorratsdatenspeicherung, stellen die Rechtfertigungen nicht zufrieden. Er bezeichnet die vom Parlament erreichten Einschränkungen für "wertlos". Über den Rückgriff auf eine andere Datenschutzrichtlinie dürften die gespeicherten Informationen sehr wohl für andere Zwecke wie Spionage durch Geheimdienste, ungezielte Suche nach Straftaten oder Marketing freigegeben werden, begründet er seine Ansicht. Nachweise dafür, dass durch den Rückgriff auf teilweise schon gespeicherte Verkehrsdaten die Kriminalitätsrate gesunken sei, gebe es nicht. Insgesamt stelle die Richtlinie eine "gravierende Verschlechterung gegenüber der jetzigen Rechtslage" dar.

Aber natürlich sehen wir das sicherlich alle falsch, denn schliesslich:

Reul betrachtet derweil mit dem abgenickten Gesetzesentwurf alle Bedenken der Bürger vor einer langen und untransparenten Vorhaltung ihrer persönlichen Daten für "ausgeräumt".

Also wenn die das als ausgeräumt sieht, dann dürfen wir ja garnicht mehr widersprechen. Wozu wählt man das Pack eigentlich, wenn es einem dann in den Rücken fällt? Putzig auch die wirklich informierten Vergleiche:

Gebhardt begründet die Zustimmung zur pauschalen Überwachung zudem mit zwei Vergleichen: So gebe jeder, der heute einen Brief verschicke, damit auch die dazu gehörenden "Verkehrsdaten" in Form von Absender und Empfänger etwa an den Postboten preis. Jeder Autofahrer müsse sich ferner bewusst sein, dass seine Fahrzeughalterdaten immer schon gespeichert und etwa beim Blitzen an einer roten Ampel ermittelt und für eine Untersuchung herangezogen werden dürften. Dies seien "ausschließlich rechtsstaatliche Praktiken", derer sich die Behörden auch bei der Vorratsdatenspeicherung bedienen würden.

Soso. Also wenn ich das mal auf einen realistischen Vergleich bringen würde: jede Bewegung des Fahrzeuges wird am Startort und Ankunftsort registriert und gespeichert. Jedes Gespräch in der Kneipe wird bezüglich der beteiligten Personen notiert. Jeder Brief wird zentral in einer Datenbank bezüglich Absender und Empfänger gespeichert. Und die Zugriffe können - vorausgesetzt halbwegs zielgeführte Argumentation der Behörden - für fast jeden Zweck erfolgen. Ohne richterlichen Beschluss. Und die Daten müssen auf zwei Jahre aufgehoben werden - ohne Verdachtsmomente.

Komischerweise ist das in der Realität nicht mal mit den Briefen so. Ja, das Postgeheimnis kann per richterlichen Beschluss aufgehoben werden - aber trotzdem gibts da keine zwei Jahre lange Historie, die nur auf Verdacht aufgenommen wird. Bei Fahrzeugen wird zwar der Halter festgehalten - und bei Verstößen auch entsprechend notiert - aber nicht zwingend auf zwei Jahre für fast jede Behörde zugänglich gespeichert. Und es werden eben nur die Verstöße gespeichert - aber nicht jede Bewegung.

Die Internet-Verbindungs-Daten gehen weit über das hinaus, was mit normalen Abhörerlaubnissen verbunden sind. Filesharing-Clients bauen unter Umständen Verbindungen zu x-beliebigen Rechnern auf - mit denen der Besitzer teilweise nichts zu tun hat. eMail-Kommunikationen, die nur auf Absender und Empfänger aufbauen, können von Spam oft nicht unterschieden werden - Viren und Spam fälscht aber nunmal Adressen, weshalb in diesen Datensümpfen Müll ohne Ende stehen wird.

Übrigens fallen auch bei keiner der bisherigen Datensammelanfälle dermaßen gigantische Datenmengen voller Schrott an, wie bei dem jetzt beschlossenen Angriff auf die Privatsphäre.

Und vor allem: wer schützt den Bürger vor der Fehlinterpretation dieser Datensümpfe?

Products - Flip4Mac WMV - vielleicht nicht ganz so buggy wie der Spielzeugplayer von MS. Andererseits - ich brauch eigentlich so gut wie nie einen WMV-Player.

Apples Photocast Format

Apple unterstützt ja jetzt PhotoCasting - und Dave Winer kommentiert das Format. In diesem Fall bin ich absolut seiner Meinung: das Format ist ganz grosse Scheisse. Zum Einen haben sie schon wieder was neues erfunden, anstelle einfach Enclosures zu benutzen (die in RSS ja genau für solche Zwecke da sind), zum Anderen ist der Feed auch noch von vorne bis hinten defekt. Was soll so ein Quatsch?

Jetzt mal ganz ehrlich ...

... wenn ihr euch eine Software installiert, die Musik abspielt. Und diese Software hat eine Funktion, mit der sie euch zu einem gerade laufenden Titel Vorschläge aus dem zur Software gehörigen Internet-Shop Vorschläge für andere Musik macht. Seid ihr dann wirklich darüber erstaunt, wenn ihr hört, das diese Software dazu die Daten des gerade laufenden Songs an den Store übertragt? Egal wie die Software nun heisst?

Sorry, aber diese etwas seltsame Aufregung versteh ich wirklich nicht. Die Funktion, um die es geht, ist ohne Kommunikation mit dem Store doch garnicht realisierbar - es ist zu erwarten, das dafür Daten übermittelt werden, schliesslich kommen ja auch Daten zurück.

Würde iTunes immer die Daten übermitteln, auch wenn dieses alberne Vorschlagsfenster nicht offen ist, dann gäbs Grund zur Aufregung. Aber so halte ich das ganze für reichlich albern - darüber, das eine Funktion das macht, was draufsteht, darüber regt ihr euch auf. Kauft aber eure Musik in einem Store, der eure Kreditkarte, euren generellen Musikgeschmack, eure Bewegung aufzeichnet - und euch für eure gekaufte Musik nur eingeschränkte Rechte einräumt. Aber das ist ja wurscht - hauptsache er überträgt nicht euren gerade gespielten Titel - den ihr warscheinlich per Script sowieso auf eure Webseiten knallt.

Aber sonst gehts noch, ja?

MoinMoin Release 1.5 - hui, das neue MoinMoin sieht ja richtig slick aus.

Das kalte Grausen packt einen ...

... wennn man sich anschaut, wie Blair "antisoziales Verhalten" ausrotten will. Klingt eher nach faschistischem Staatsunwesen als nach freier Demokratie. Ich mein, fehlt doch nicht viel: einfach z.B. politische Linke oder Ökos als antisozial abstempeln und unabhängiges Denken als nicht erwünschtes Verhalten einstufen. Überwachung und Bespitzelung gibts demnächst ja schon:

Dass das alles natürlich auch mehr Überwachung bedeutet, macht nicht zuletzt ein Modellversuch in Shoreditch, einem Stadtteil von London, klar. Hier wird ein Kabelfernsehkanal [extern] eingerichtet, der eine breitbandige Internetverbindung, ein digitales Fernsehprogramm und zahlreiche andere Dienste für eine wöchentliche Gebühr von 5 Euro anbietet. Eines der Hauptangebote ist der Zugang zu den lokalen 400 (!) Überwachungskameras. Ab März wird die vom Staat geförderte [extern] Shoreditch Digital Bridge für 1000 Bewohner von zwei Straßen zum Testen geöffnet. Am Ende sollen 20.000 Haushalte angeschlossen sein.

Feeds auf diesem Server

Mal ein paar Anmerkungen zu Feeds auf dieser Kiste - manch einer hat vielleicht noch nicht gemerkt, was meine Software alles so tolles macht

  • Jede Suche, jede Sammlung und jede Übersichtsseite - also Listen getaggter Beiträge, Suchergebnisse, Startseite, Linkdump, Fotoblog - hat einen eigenen RSS Feed.
  • der passende RSS-Feed ist immer in den link-Tags hinterlegt, aber zusätzlich auch unten am Bildrand mit dem kleinen XML-Icon erreichbar
  • Mediendateien enthalten die Mediendatei als Enclosure - also sozusagen integriertes Podcasting (wenn ich es denn täte) und Photocasting (was theoretisch iPhoto 06 User freuen sollte).
  • Tag-Seiten können übrigens mehre Tags zusammen aktivieren: einfach die Tags mit + trennen in der URL. Dann kann man sich auch nur für ein Spezialthema subscriben
  • Die Ergebnisse des Zeitgeistgeklicke - also das Zusammenstellen von Inhaltstypen und Tags - liefert einfach nur eine Suche, daher auch dafür einen eigenen Feed
  • Kommentare sind nicht nur an den Artikeln zu finden, sondern auch über das Forum. Und natürlich haben die auch einen eigenen Feed.

Übrigens hab ich vor kurzem auch den Linkdump und das Photoblog direkt oben im Menü verlinkt - wer also die aktuellen (und älteren) Bilder sehen will, einfach da hinklicken. Der Kalender ist leider noch nicht überall synchron mit dem angezeigten Inhalt - nur die Listen getaggter Beiträge und die Kommentare zeigen schon im Kalender korrekt nur die Tage an, bei denen auch ein entsprechend getaggter Beitrag oder eben ein Kommentar ist. Bei den anderen wird der Kalender immer noch genauso wie auf der Hauptseite angezeigt.

Microsoft behält FAT-Patente

Na klasse, das US-Patentamt bestätigt das Microsoft-Patent auf das FAT Dateisystem:

Im Rahmen seiner Überprüfung (Re-Examination) hatte das Patentamt die Patente wegen "Prior Art" tatsächlich zunächst für vorläufig ungültig erklärt (Non-Final-Ruling). Die jetzt erfolgte Entscheidung ist hingegen endgültig und Microsoft erhält vom USPTO für beide Patente ein so genanntes "Patent Re-Examination Certificate". Das Patentamt habe abschließend festgestellt, dass das FAT-Dateisystem eine Neuentwicklung gewesen und deshalb patentierbar sei, teilte Microsoft weiter mit.

Wir können also abwarten, wann Microsoft das Patent einsetzen wird, um gegen Open Source Software anzugehen, die FAT-Dateisysteme verwendet oder unterstützt.

ProGraph für OS X

Erinnert sich noch jemand an die Dataflow-Language ProGraph? Die, bei der man einfach nur Kästchen verdrahtet hat, aber keinen normalen Code gechrieben hat? Die, bei der Spaghetti-Code noch aus echten verdrehten Bändern besteht? Gabs mal für das alte, klassische Mac OS.

Jetzt gibt es eine Version von Andescotia Software für Mac OS X. Mit 60 Dollar vielleicht nicht gerade ein Schnäppchen für ein obskures Teil Programmiersprachengeschichte, aber irgendwie gefällts mir trotzdem. Mal gucken ob ich da mal Geld für über habe.

Wer mal ProGraph in Aktion sehen will, es gibt ein recht brauchbares Tutorial online. Und natürlich gibt es bei der Wikipedia ein bischen zur Geschichte und Entwicklung.

Nachtrag: natürlich hab ich das Geld über. War ja klar. Bischen zäh, der Download, aber er läuft.

Die Open-Source-Ansätze sind übrigens ausgesprochen verhärmt bisher - und bestehen auf den Webseiten zu einem grösseren Teil aus Geschimpfe, Gejammer und Konfusion.

/sandbox/spam-filter - The Trac Project - Trac - Trac-Branch der einen Spamfilter enthält, der über verschiedene Module Spam an allen möglichen Stellen erkennen kann. Die bisherigen Trac-Versionen habe ja leider keine Spamfilter.

Was man so mit Arbeitslosen machen kann

Zeigt sich derzeit in Mainz: Mützen auf und durch:

In der Tatsache, daß die neuen Servicekräfte der MVG auch noch eine gelbe Mütze und ein Namensschild tragen sollen, sieht er eine Diskriminierung der Betroffenen, die sich ohnehin in einer Notlage befänden und dann noch gezwungen seien, sich entsprechend öffentlich als Hartz-IV-Opfer zu »outen«.

Es werden also erstmal Menschen zu einer Arbeit gezwungen. Diese Arbeit besteht darin, Service zu bieten - was eigentlich eine normale Aufgabe für die Verkehrsbetriebe wäre und mit normalen Arbeitskräften abgewickelt werden müsste. Es ist also definitiv Konkurrenz zum normalen Arbeitsmarkt, was mit Ein-Euro-Kräften ja eigentlich verboten sein soll. Und dann kriegen diese Kräfte auch noch einen optischen Stempel aufgedrückt, damit sie weithin sichtbar sind. Denken manche Leute auch ab und an mal nach, was sie da treiben?

Mit der sichtbaren Kennzeichnung von Menschen die als "minderwertig" angesehen werden hatte Deutschland ja schon mal Erfahrungen gemacht ...

DotMac nervt

Warum? Weil ich keins hab. Und den Sinn nicht einsehe, als Selberhoster. Aber Apple andauernd Sachen rausbringt, die nur mit DotMac zu benutzen sind - und bei den meisten Programmen nur rudimentäre Export-Features ohne DotMac implementiert. Ich kann ja verstehen, das sie auch mitverdienen wollen - aber DotMac ist mir einfach zu verhärmt, das meiste davon kann ich selber deutlich besser implementieren. Also gebt mir verdammt noch mal eine einfache SFTP-Upload-Möglichkeit und gut is ...

Efficient Editing With vim - Jonathan McPherson - nette Referenz von mehr advanced Tastenbefehlen in vi. Ich benutz auch nicht mal alle davon - sollte mir da auch mal den einen oder anderen angewöhnen.

Farbenfroh

Farbenfroh

Farbenfroh

Dieses Bild hatte ich schon auf hugoesk.de (site gibts nicht mehr) aber ich hab es mal mit Lightroom umgewandelt. Das hochgeladene Bild (einfach auf das Bild selber klicken, dann kommt das) ist ein 90% JPEG vom RAW-Bild mit einfacher Nachbearbeitung mit Lightsource.

Freie Alternative zu Flash?

Gnash ist ein GNU-Projekt zur Implementierung eines Flash-Clients unter GPL. Sehr interessante Sache - besonders interessant wird, wie die Reaktion von Adobe darauf aussehen wird. Ich hätte ja nix gegen ein bischen Vielfalt in dem Bereich einzuwenden, auch wenn ich normalerweise nicht so der Flash-Fan bin.

Gerade einen Schreck gekriegt ...

... aber ist nur halb so schlimm. der neue Core Duo Mac ist ein iMac, nicht ein Mac Mini. Watt schert mich das Stromfressende Display mit eingebautem Rechner, ich steh auf stromsparende Keksdosen. Puh. Nochmal Glück gehabt, dachte schon mein Standardproblem - ich kauf was und kurze Zeit später ist es besser, schneller oder billiger zu haben - hat wieder zugeschlagen

Das MacBook mit Core Duo klingt übrigens richtig gut.

Kann mir bitte mal jemand erklären ...

... wieso ich immer bei irgendwelchen GUI-Editoren für Websites das dringende Bedürfnis habe, es auszuprobieren? Ich mein, das ist doch hochgradig bescheuert - ich programmiere Content Management Systeme. Ich baue Portalsysteme. Ich verdien mein verdammtes Geld mit solchem Kram. Und trotzdem - wenn sich sowas wie SandVox oder iWeb zeigt, will ich es ausprobieren. Scheitere dann natürlich grundsätzlich daran, das ich selber nicht GUI-kompatibel denke und komme mir blöd vor.

Man sollte meinen, mit fast 40 Jahren müsste ich mitlerweile kapiert haben, das ich von Design und Layout keinen blassen Schimmer habe und in GUI-Editoren für Content grundsätzlich immer an mir selber scheitere. Also könnte ich doch einfach mal aufhören, mir jeden Mist runterzuladen und auszuprobieren. Aber nein, was läuft im Hintergrund? Der SandVox Download ...

Nunja, zumindestens hab ich nicht das Problem von Karelia, die zum zweiten Mal wohl von der Dampflock Apple überrollt werden mit ihrem neuesten Produkt

open sword - pixen - bei kniebes.net gefunden: Pixelschubser-Software. Sieht ganz nett aus.

Adobe Lightroom Beta: Digital Photography Review - Adobes Antwort auf Apples Aperture? Jedenfalls gibts ne Public Beta - also mal ausprobieren.

Introducing Sandvox | Karelia Software - Web-Editor der zur Abwechslung mal neben dem WYSIWYG-Editing auch Standard-Compliance, Accessibility und sogar Uploads mittels SFTP unterstützt. Klingt so, als hätte da jemand seine Hausaufgaben gemacht.

Lightroom - erste Tests

Ich hab mir mal von Adobe die public Beta von Lightroom heruntergeladen und sie ausprobiert. Wow. Ich muss sagen, ich bin begeistert. Dieser Beitrag liefert einen ersten Eindruck von mir über diese Software. Wobei ich schon vorweg sagen kann: aufgrund der frei zugänglichen Beta sollte sich jeder Digi-SLR-Besitzer mit Mac das Teil mal holen und einen Testflug machen.

Das für mich wichtigste: die Software ist selbst auf einem Mac Mini gut benutzbar - zwar sind manche Aktionen etwas träger als man sich vielleicht wünscht, andererseits muss man ja nunmal berücksichtigen, das RAW-Bilder life bearbeitet werden.

Was mir auf Anhieb gefällt: man kann Fensterrahmen und Menü wegblenden, kann die Bedienelemente dimmen und sich so voll auf die Bildinhalte konzentrieren. Dazu gibt es eine ganze Reihe Werkzeuge die einen sehr guten ersten Eindruck machen - besonders angetan hat es mir der Graustufenmixer, mit dem man sehr einfach die Kontrasverteilung auf die verschiedenen Farbbereiche einstellen kann. Wesentlich einfacher als mit dem Kanalmixer im Photoshop. Schade, das man den gewünschten Modus für die Anzeige nicht in den Einstellungen festlegen kann - das Programm startet immer mit dem Standardlayout.

Trotzdem macht das ganze Programm an vielen Stellen den Eindruck, als ob sich da endlich mal jemand mit der streckenweise doch ziemlich garstigen Useability von Photoshop auseinandergesetzt hat. Lichter und Schatten einstellen ist zum Beispiel deutlich einfacher, ohne das man gleich Gefahr läuft, das Bildergebnis zu schrotten. Das Histogramm ist endlich mal wirklich seinen Namen wert und liefert prompte und sinnvolle Informationen zu Veränderungen (und es lügt nicht so stark wie das Histogramm von Aperture).

Der Browser für die Bildersammlungen ist recht anständig - die Features von iView Media Pro sind zwar teilweise vollständiger, aber Lightroom ist schon deutlich besser als mit dem Browser von Photoshop oder manchem anderen eher einfachen Tool (z.B. die Mac-Version von ACDSee) an die Bilder zu gehen. Allerdings ist die Schlagwortvergabe doch noch recht verhärmt - man legt ein neues Schlagwort an, ohne Vervollständigung oder ähnliches, und weist das dann per zieh-und-plumps einem oder mehreren Bildern zu. Da kann iView Media Pro wirklich deutlich mehr bieten. Ausserdem wird neben Schlagwörtern keine Anzahl von zugewiesenen Bildern angezeigt, obwohl an allen anderen Stellen Anzahlen stehen.

Sehr nett ist auf jeden Fall die Wahlfreiheit beim Bildimport: man kann Ordner indizieren, die dann am alten Fleck liegen bleiben, oder Bilder in eine zentrale Bildablage verschieben oder kopieren (und somit gleich einen Backup zu machen). Und das wirklich nette: beim Übernehmen in die zentrale Ablage kann man gleich die Bilder nach DNG konvertieren lassen, so das man die herstellerspezifischen Formate loswird - aber eben ohne Informationsverluste. Und man kann das ganze gut mixen - man kann also Teilweise Bilder auf externen Platten belassen, oder auch in die zentrale Ablage ziehen. Blöd ist allerdings, das man die Bilder nicht zwischen den Ablagen über Lightroom verschieben kann - ein Bild das wo liegt bleibt besser dort liegen, sonst guckt Lightroom blöd.

Die Geschwindigkeit ist nicht nur bei der Bearbeitung ok, auch das Importieren und Exportieren geht mit anständiger Geschwindigkeit von statten. Allerdings sollte man die Speicheranforderung berücksichtigen - auf einem Mac Mini bietet es sich an möglichst andere Programme zu beenden, um den mit 1 GB doch recht knappen Speicher der kleinen Keksdose komplett für Lightroom nutzen zu können. Es wird es einem danken!

Natürlich fehlt noch einiges - ist ja schliesslich eine Beta. Was mir spontan fehlte: es gibt kein Tool, mit dem man Ausschnitte aus dem Bild ziehen könnte. Das wird aber sicherlich noch kommen, sowas nicht mit einzubauen wäre dann doch arg peinlich. Ebenfalls wäre es sehr schön, wenn Lightroom eine Downsizing/Upsizing Funktion bekommen würde, mit der man Bilder dann qualitativ brauchbar auf Druckformate umsetzen kann. Damit würde Lightsource potentiell bei mir iView Media Pro, Raw Developer und Size Fixer ablösen können.

Auf jeden Fall ist es eine knallharte Konkurrenz zu Aperture und iView Media Pro - von daher ist zu erwarten, das da endlich mal ein bischen mehr Bewegung in die Bildverwaltungen speziell für Fotografen kommt. Bleibt noch die Frage, was der Spaß kosten wird, wenn er Ende des Jahres als Produkt erhältlich sein wird. Und wie sich die Betas in der Zwischenzeit entwickeln.

Mancher Abmahnwahnsinn wird verständlich ...

... wenn man sich mal die Diskussion im law blog um die Registrierung von "Law Blog" als Marke für das Weblog von Udo Vetter anguckt. Und zwar ganz besonders die Argumente von Robert Basic und die Reaktionen von Udo darauf. Roberts Argument, das es schon etwas seltsam anmutet einen Begriff eintragen zu lassen, der im allgemeinen Blog-Sprachgebrauch sich durchaus verbreitet hat, begegnet Udo mit dem Argument, das wäre ja ein englischer Begriff und deshalb kein Gattungsbegriff und überhaupt gelte ja das Markenrecht eh nicht im englischen Sprachraum. Deshalb will er das "law blog" als Titel für juristische Weblogs für sich reklamieren.

Sorry, aber exakt diese Argumentation bringen auch ständig irgendwelche Markenhansel aus Firmen - Microsoft versucht wegzudiskutieren das Windows ein allgemeiner Begriff ist. Die Geschichte um die Explorer-Marke - gleicher Unfug. Wenn selbst im Internet durchaus bewanderte Anwälte so seltsame Anwandlungen haben, braucht man sich nicht zu wundern, wenn andere Anwälte da einen Weg sehen, Kohle zu machen.

Wobei ich keinesfalls Udo Vetter unterstelle, das er mit der Marke Geld machen will - zumal es eh nur seine Kollegen treffen würde, und eine Krähe hackt ja bekanntlich der anderen kein Auge aus - es geht einfach nur um die sehr seltsame Argumentation an der Kritik vorbei. Um das totale Unverständnis eines Anwalts, zu erkennen wo genau der juristisch unverdorbene Blogger da seine Probleme mit hat.

Juristen und normale Menschen denken definitiv anders. Und das meine ich jetzt absolut nicht im positiven Sinne.

Mexico Bars Canadian over U.S. No-Fly List

Amerikanische Kampfjets blockieren einen Flug von Kanada nach Mexiko - weil ein Passagier auf der No-Fly-Liste steht. Der Kanadier, der auf der Liste steht, ist nie eines Verbrechens beschuldigt worden. Und der Flug hatte keinen einzigen Zwischenstopp in den USA. Und gestoppt wurde er erst bei Erreichen der mexikanischen Grenze. Wie viel idiotischer gehts noch?

Wann kapieren andere Staaten und deren Politiker endlich, das Amerika bei der derzeitigen Administration alles andere als ein normal agierendes Land ist, auf keinen Fall eines, mit dem man kooperieren kann?

nadamac CamiScript - AppleScript Menü für Camino

nadamac CamiScript - Script Repository - nützliche Scripts für Camino, zur Benutzung in CamiScript

PictureSync » Photo-sharing for Mac OS X - Batch-Upload von Bildern zu verschiedensten Diensten. Könnte eventuell ganz interessant sein, wenn man da auch neue Dienste zudefinieren könnte - z.B. für meine eigenen Sites.

Polaris: OpenSolaris für den PowerPC - nicht das ich da unbedingt hin will, aber zum Rumspielen allemal interessant.

Billy's Band - polnische Rock-Polka

Bin gerade über den Film Reality Shock auf Billy's Band gestoßen - die liefern in dem Film einen Teil der Musik. Wow. Ich bin ja ein Fan von Musik mit Polka-Elementen und finde das Arkodeon ein schönes Instrument, für mich absolut geniale Musik

Und jeder, der jetzt meckern will: einfach mal reinhören. Sind wirklich nette Sachen dabei. Nur wie man deren CDs bestellen soll, wenn man nicht Russisch spricht, ist mir ein echtes Rätsel ...

Und ja, ich weiss, Rock-Polka ist nicht ganz richtig - das ist halt alles mögliche, manche Sachen erinnern mich sehr stark an Tom Waits, manche sind recht rockig, andere wieder erinnern an französische Chansons. Mir gefällts jedenfalls.

Loading a ZX Spectrum from an iPod - da hat doch tatsächlich jemand .tzx Support in das iPod-Linux eingebaut, so das man den iPod jetzt als Massenspeicher für den ZX Spectrum benutzen kann.

Gambit Scheme - eine neue Beta

Vom drittbesten Scheme der Welt - Gambit Scheme System - gibt es eine neue Beta für die Version 4.0. Besonders interessant an Gambit-C ist - neben der hohen Performance des Codes - die wirklich geniale Threading-Implementation. Es werden normale Scheme Continuations benutzt und darauf dann ein Dispatcher aufgesetzt. Als Ergebnis brauchen Threads unter Gambit-C fast keinen Speicher (in einer 2G Maschine kann man ohne Probleme über eine Million Threads laufen haben) und Resourcen (und ja, das Switchen bei der Million von Threads ist ebenfalls recht ordentlich). Als Ergebnis ist Gambit-C für massives Multithreading auf Single-Prozessor-Systemen die absolute Nummer 1 - und Webserver lieben viele Threads.

Und bevor jemand fragt: das beste Scheme ist natürlich PLT Scheme (Dr. Scheme) und das Zweitbeste ist Chicken Scheme - denn Chicken Scheme hat immer noch nach PLT Scheme die beeindruckendste Library an mitgelieferten Code. Gambit-C könnte sich da gut einiges abgucken und mehr Libraries mitliefern, denn Libraries sind erst das, was die Sprache wirklich benutzbar macht. Im Moment ist es da bei Gambit-C doch noch arg duster.

Übrigens ist auch die Lizenz endlich gelöst: man kann jetzt bei Gambit-C zwischen LGPL und Apache Lizenz wählen, was wirklich alle Lizenzdiskussionen erübrigen sollte.

Impotenz per Funk diagnostizierbar

Demnächst ist dann also aus 10 Metern Entfernung ohne Kenntnis des Besitzers feststellbar, das er Potenzschwäche hat - oder meint sie zu haben. Klasse Idee, machen wir doch gleich alle Krankheiten per RFID über Funk ferndiagnostizierbar, setzen ein paar Ärzte in die Strassencafees und schon werden sie geholfen.

US-Medien zufolge erlaubt Pfizers RFID-Applikation es bislang allerdings noch nicht einmal, den Vertriebsweg der Pillen vom Hersteller zu den Apothekern und Großhändlern korrekt nachzuverfolgen.

Oh, dann ist ja gut. Wenn die totale Überwachung noch nicht erfolgt ist, ist das ja alles halb so schlimm. Bei manchen Sätzen der professionellen Journalisten fragt man sich schon, ob sie überhaupt über das nachdenken, über das sie da gerade berichten ...

Nazi und SS-Mann Harrer verstorben

Erstaunlich - in all der Lobhudelei gibt es gerade mal diesen kleinen Absatz zu dem nicht ganz unproblematischen Thema Harrer und Nationalsozialismus:

Harrers Vergangenheit in der Zeit der Nazi-Diktatur wurde Ende der neunziger Jahre ein Thema. Nach Medienberichten musste er eingestehen, dass er Mitglied der NSDAP und der SS gewesen war. Dies bewertete er im Nachhinein als Irrtum. Im Jahr 2002 erschien seine Autobiografie "Mein Leben".

Ansonsten nur Lobhudelei und Hochjubeln. Was ist denn auch schon die Tatsache, das er in der SS war (in die man ja nun wirklich nicht ausversehen geraten ist - abgesehen davon, das er auch vorher schon in der SA war, die ja auch nicht wirklich eine rein passive Organisation der Nazis war) gegen die Bergbesteigungen und die Kuschelei mit dem freundlich lächelnden Absolutisten aus Tibet.

Die Blindheit der Medien bei bestimmten Themen ist wirklich erschreckend. Riefenstahl wird ja auch dauernd wegen ihrer "Kunst" bewundert ...

Nur die besten Absichten ...

... verfolgt die Bundesregierung bei der Verschärfung des Zuwanderungsrecht:

Nach den Plänen sollen Ehepartner beim Familiennachzug erst ab dem 21. Lebensjahr eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, um so "junge Ausländer vor Zwangsehen zu schützen". Ausdrücklich untersagt wird eine Aufenthaltserlaubnis bei Scheinehen. Dadurch will die Bundesregierung dem Missbrauch "insbesondere zu illegalen Zwecken wie der Zwangsprostitution" entgegenwirken.

Aus Erfahrung im persönlichen Umfeld kann ich aber sagen, das die Auslegung der Ämter da schon deutlich konkreter sind. Scheinehe wird einfach mal eben unterstellt - um zu versuchen die lästige Ausländerin rauszukriegen. Selbst direkte leibliche Kinder aus der Ehe werden da nicht automatisch als Beleg für eine echte Ehe betrachtet. Aber natürlich gehts garnicht darum, lästige Ausländer abzuschieben, es geht nur darum, Scheinehen und Zwangsehen zu beschränken.

Bei den Änderungen im Steuerrecht gehts ja auch nicht darum, denen die schon viel haben noch mehr zukommen zu lassen, sondern nur um die Förderung der Steuerehrlichkeit. Und die Hartz IV Änderungen mit den anhängenden Unverschämtheiten gegenüber Arbeitslosen dienen ja auch nicht der Schikane und dem Mobbing derer, die eh schon nix haben, sondern nur der Motivation von Langzeitarbeitslosen.

Klar. Und Schweine können fliegen.

Wahrung der Interessen des Senats?

Fragt sich, wie hoch die Interessen des Senats sind, die beim Stufenweisen Verkauf der Hochbahn und des Hafens an die Bahn gewahrt werden sollen:

Dem Bericht zufolge schreibt das Papier als Ziel fest, "das Erreichen einer Mehrheit in Stufen unter Wahrung der Interessen des Senats" voranzutreiben.

Nunja, abgesehen von den "Turbolenzen":

Noch laufen die Verhandlungen zwischen Senat und Bahn begleitet von heftigen Turbolenzen. So sprach sich nicht nur die Bundesregierung dafür aus, den Sitz der Bahn-Zentrale in Berlin zu belassen. Auch die Belegschaften und zahlreiche Witschaftsvertreter richteten sich in jüngster Vergangenheit gegen einen Wechsel des Hauptsitzes der Bahn von der Spree an die Elbe. Genau diesen sieht aber der Plan von Beusts vor, im Gegenzug der Beteiligung der Bahn an HHLA und Hochbahn. Die HHLA-Beschäftigten fürchten den Verlust von rund 300 Arbeitsplätzen.

Hey, da werden ja nicht nur die Berliner Arbeitnehmer verkauft, sondern gleich noch die von Hochbahn und Hafen mit. Und das ganze für den Umzug der Bahnverwaltung nach HH - was natürlich ganz strategisch wichtig für den Arbeitsmarkt ist. Scheiss auf die Arbeitsplätze in Berlin, hauptsache HH bekommt welche. Dafür verkaufen wir dann auch locker die anderen.

Am Anfang dachte ich noch, bei der rechten SPD in Hamburg kanns mit einem Unionssenat nicht viel schlimmer werden. Ich gebe zu, das war ein übersteigerter Optimismus meinerseits. Es geht immer schlimmer/dämlicher/unfähiger.

Wiedereinführung des Schuldturms

Hartz-IV-Empfänger sollen Bedürftigkeit beweisen - denn nur die Tatsache, das sie vielleicht mal eingezahlt haben und jetzt Arbeitslos sind, ist ja nicht ausreichend.

Der Staatssekretär im bayerischen Sozialministerium, Jürgen Heike, unterstützte Clevers Vorstoß. "Wer Leistungen vom Staat will, soll beweisen, dass er Anspruch darauf hat", sagte Heike im "Focus". Dies hätte den Nebeneffekt, dass das Erschleichen von Zahlungen durch Fehlangaben den Tatbestand des Betrugs erfülle. "Diese Menschen können dann zu einer Rückzahlung und einer Geldstrafe verurteilt werden", sagte er. Wer kein Geld habe, müsse "mit einer Haftstrafe rechnen".

Genau. Werft sie ins Gefängnis. Oder stellt sie doch gleich an den Pranger, wie es die Bildzeitung immer mal wieder gerne vormacht. In was für einer perversen Gesellschaft sollen wir eigentlich noch leben?

Wovon soll eigentlich ein Hartz IV Empfänger den Anwalt bezahlen, den er dann demnächst braucht, um seine Ansprüche durchzusetzen?

AES (Rijndael) Verschlüsselungstest in JavaScript - AES-Verschlüsselung in JavaScript

FUDMachine SCO

Man sollte meinen, SCO kapiert irgendwann die Zeichen der Zeit - aber dem ist nicht so.