Archiv 2.9.2005 - 28.9.2005

Doch kein deutscher Boxweltmeister heute

Brewster war dann doch das kleine bischen besser als Luan Krasniqi in der 8. und 9. Runde. Schwergewicht heisst eben auch eine Sekunde nicht aufpassen und schon kommt die Dampframme. Und er hat sich ja auch noch gleich zwei davon eingesteckt. Wirklich spannender Kampf. Da war in den ersten 7 Runden wirklich noch alles offen. Seinen Weltmeistertitel musste Brewster wirklich verteidigen.

HH-CDU und Demokratie? Is nich.

Denn die CDU ändert Wahlrecht und Zuschnitt der Bezirke - und zwar gegen ein Votum der Bürger:

SPD, GAL und die Initiative "Mehr Demokratie" reagierten empört auf die Unionspläne, die in der Bürgerschaft mit einfacher Mehrheit beschlossen werden können. Das Votum der Hamburger beim Volksentscheid sei eindeutig gewesen, sagte SPD-Landeschef Mathias Petersen. Der SPD-Innenexperte Andreas Dressel sprach von einem "erneuten moralischen Verfassungsbruch". Volksentscheide würden offenbar nur noch befolgt, "wenn die Herren von Beust und Fischer keine Einwände dagegen haben". Der Senat hatte zum Jahreswechsel bereits die städtischen Kliniken gegen den Willen eines Volksentscheids verkauft.

Macht ist eben wichtiger als Demokratie und Bürgerwille. Da koaliert man mal mit dem rechten Auswurf oder trampelt eben auf demokratischen Entscheiden herum, wie es einem gefällt ...

Open Dylan

Open Dylan ist ex-Harleqin-Dylan, ex-Functional Developer - eine integrierte Umgebung für Dylan-Programmierung und eine Library von diversen Klassen für verschiedenste Zwecke - vor einiger zeit open-sourced und jetzt als erste Beta zum Download für Linux und Windows verfügbar.

Mir wärs ja noch lieber wenn Apple das Apple Dylan freigeben würde, denn dessen Entwicklungsumgebung war wirklich um Welten weiter als alles was sonst so auf dem Markt ist, aber das wird wohl nie kommen - eher wirds von Open Dylan eine OS X Version geben. Auch ganz nett.

EU-Parlament lehnt Plan des EU-Rates zur Vorratsdatenspeicherung endgültig ab

Das EU-Parlament lehnt Plan des EU-Rates zur Vorratsdatenspeicherung endgültig ab - aber ist das ein Grund zu feiern?

Im Sicherheitsbereich haben die Abgeordneten bislang noch kein Mitentscheidungsrecht, weshalb ihre wiederholte Ablehnung des Rahmenbeschlusses für die Mitgliedsstaaten nicht bindend ist.

Der Gegenvorschlag der Kommission ist nicht viel besser - zwar sind die Zeiten kleiner und die Entschädigung der Wirtschaft wird angesprochen - aber die Rechte der Bürger werden auch dort mit Füssen getreten, für einen mehr als zweifelhaften Zweck.

Und wir wissen ja vom Kampf um die Softwarepatente wie sehr wir uns auf unsere Regierung verlassen können - die werden uns schon im Namen Schilys oder seines Nachfolgers verkaufen ...

Routes für Python

Sehr interessant: Ben Bangert hat Routes für Python portiert. Routes ist der Kern des Mappings von URLs auf Funktionen und zurück der in Ruby on Rails benutzt wird. Also ein allgemeiner Mechanismus mit dem aus einer URL ein Python-Objekt und aus einem Python-Objekt seine URL ermittelt werden kann - flexibel konfigurierbar.

Könnte auch als Element in Django interessant sein, als Alternative zum derzeitigen URL Pattern System. Das derzeitige System liefert ja recht elegant aus einer URL die aufzurufende Funktion - aber leider gibt es nicht diesen gleichen Weg zurück vom Objekt oder der Funktion zurück zur URL.

Ausserdem könnte Routes auch innerhalb von WSGI-Projekten interessant sein - es löst elegant einen kleinen Teilbereich und das so abstrakt, das es gut mit Sachen wie Python Paste(Ian Bickings Meta-Framework für WSGI-Anwendungen) harmonieren müsste.

Warum ich so bei Rails meine Zweifel habe

könnte klar werden, wenn man sich den Artikel hier durchliest: Choose a single layer of cleverness (Loud Thinking) - ja, genau, seine Meinung ist, raus mit Referentieller Integrität, Stored Procedures und Triggern aus der Datenbank, weil er die alle in seinem Code halten will. Wie wärs mit "das Kind mit dem Bade ausschütten"?

Das ist sowas von peinlich, das ich schon fast nicht mehr weiss ob ich nicht drüber lachen sollte - aber eines werd ich sicherlich nicht: meine Karten auf so ein Pferd setzen ...

Hemdsärmelige Ansätze mit einfachen, pfiffigen Lösungen die auch mal gegen Konventionen verstossen sind ok (und wichtig - sonst würden wir alle bei Java und J2EE landen ...) - aber wenn die Programmierung nur noch aus aneinandertackern von halbgaren Lösungen besteht, dann halt ich mich da lieber raus. Da könnte ich ja auch gleich PHP benutzen ...

PocketMod - Mini-Papier-Organizer

Der PocketMod Mini Organizer ist nicht nur als Idee faszinierend - auch als Ausführung als Webanwendung ist er es. Eine Java-Script-Anwendung, die eine Seitengestaltung für einen einfach faltbaren Miniorganizer aus einer A4-Seite erzeugt. Nicht nur einfach eine witzige Idee, das ganze ist sogar richtig praktisch.

Korrektur aus den Kommentaren: nix Java-Script, sondern Flash.

Dusseliges Frage-Spiel aktiviert

Weil im Moment mal wieder die Spammer meinen Server bombardieren und ich keine Lust habe in der Moderationsqueue haufenweise Spam zu sehen, hab ich mal wp-questionnaire aktiviert. Im Moment gibts also eine mehr oder minder blöde Frage die man beantworten muss, damit ein Kommentar auch auf den Seiten auftaucht. Sorry, ist leider im Moment einfach notwendig - das sind so 30-40 Spam-Kommentare am Tag die kommen. Ja, die landen nur in der Moderation, aber trotzdem ist es schlicht und einfach nervig.

Wenn sich die Lage bezüglich der Spammer wieder beruhigt hat, werd ich das dann wohl wieder abschalten. Wenn jemandem was komisches auffällt bezüglich der Kommentarfunktion, einfach melden (dann aber besser über die Feedback-Seite und nicht über die Kommentare )

TC Trustcenter insolvent

Das TC Trustcenter hat Insolvenz angemeldet - autsch. Da hatte sich ja garnichts in den Medien zu angekündigt - auf einmal futsch. Ziemlich ärgerlich, denn in .de gibts nicht so viele Stellen wo man Serverzertifikate bekommt, die auch in Browsern mit Standardauslieferung akzeptiert werden ...

Weiterer Spam-Fallout - kein Trackback und Pingback mehr bei mir

Als weitere Aktion wegen der anhaltenden Spam-Welle hab ich bei mir Trackbacks und Pingbacks deaktiviert. Ich halte von Trackbacks eh nicht viel - das technische Konzept ist hirnrissig. Pingbacks sind zwar technisch besser gelöst - durch die stärkere Fokussierung auf das Rücklinken - aber sind optisch einfach grauenhaft: die technisch erzeugten Excerpte sehen einfach nur Scheisse aus.

Wer kommentieren will kann kommentieren - und ein Kommentar kann ja auch einen Link zurück enthalten. Und für alles andere gibts eh die gewohnten Neugiertools - und deren Link-Suche funktioniert recht brauchbar (wobei ich auch da schon bergeweise Link-Spam gefunden habe - irgendso ein dummes Spammer-Pseudo-Blog hatte eine ganze Zeit lang haufenweise Links auf mich und landete dadurch in meinen Technorati-Auswertungen).

Da ich konsequent bin, werde ich auch keine Trackbacks und Pingbacks mehr rausschicken, wenn ich sie denn auch selber nicht akzeptiere. Sorry, aber meine Zeit ist mir dafür einfach zu schade um ein technisch unausgegorenes Protokoll manuell von Müll zu befreien ...

Weil ichs für ein Firmenprojekt gesucht habe: InformixDB ist ein Python-DBAPI1-Client für die Informix Datenbanken. Funktioniert auch mit Informix SE.

Feigheit oder Faulheit?

Joschka macht den Oskar:

Besonders verwerflich: Seine gönnerhafte Anmerkung, wenn es denn irgendwo ein Ministeramt zu vergeben sei, könne man ihn ja anrufen. Deutlicher kann man sich nicht disqualifizieren.

Jau, der Spinnkram von Turnschuh-Joschka war wirklich mehr als deplaziert. Minister - da macht er mit. Aber Oppositionsarbeit? Ach ne danke, lieber nicht, da nehm ich nur mein Mandat wahr und die Oppositionsarbeit sollen mal die anderen Machen.

peinlicher Spiegel

Es ist wirklich lächerlich wie der Spiegel immer wieder seine politischen Tendenzen nicht verstecken kann. Vor allem lächerlich, weil der Spiegel mal als Magazin mit Linkstendenz betrachtet wurde. So ist er, der Qualitätsjournalismus - völlig unparteiisch, gut recherchiert - und kackendreist.

Arme, unverstandene Medien

Sie können einem schon leid tun, die Medien, bei der grossen Medienschelte. Und Nowotny - als öffentlich-rechtlicher Obermedienfuzzi - war von Schröder peinlich berührt:

Nowottny: Ich habe die Sendung gesehen, und ich muss sagen, dass ich peinlich berührt davon war. Wie der einstige Medienkanzler da zum Medienschelter wurde, das war schon einmalig. Mein Kompliment geht an die beiden Moderatoren der Sendung, die sich diesen Vorwurf nicht gefallen ließen.

Tja, er hätte sich aber auch mal vorher das Programm der Medien (Print wie Rundfunk) angucken können - massives Herbeireden der Wende und des Wechsels, ich hab keine Ahnung wie oft am Tag da einem der zwingende Wechsel eingebläut werden sollte. Eigentlich bin ich eher peinlich berührt von der Amateurhaftigkeit der Medien im Umgang mit dem einzig interessanten Detail dieser Wahl: die ach so hochgelobten und ach so unfehlbaren Demoskopen haben kollektiv verschissen.

Von daher, die Peinlichkeit in Person sind Leute wie Nowottny, die sich über die einzige brauchbare Aussage von Schröder echauffieren - an Schröder war eher sein "ich bin Kanzler" Gehabe peinlich, aber nicht die Medienschelte. Aber so sind die Mimosen des professionellen Journalismus halt - was wagen es denn auch die Bürger ihnen da in den Pool zu pinkeln, da wird man halt mal dünnhäutig ...

Aber das Unterhaltungsprogramm in den Nachrichten ist echt klasse, das muss man dem Wahlergebnis lassen

Wahlergebnisse oder Qualergebnisse?

Irgendwie ziemlich bescheuert - nix halbes und nix ganzes. Und Stoiber droht auch noch nach Berlin zu gehen - wer will das? Naja, wenigstens die Verhandlungen über mögliche Koalitionen könnten putzig werden:

  • Stoiber will keiner, aber die Union will unbedingt
  • Schröder will Kanzler bleiben, egal was kommt - hat aber nicht die stärkste Fraktion
  • Grün will an der Macht kleben, aber ob die mit Schwarz?
  • Ampel mit und ohne kaputter roter Leuchte will die FDP nicht - aber nur in einer Ampel hat die FDP überhaupt die Chance auf eine Beteiligung
  • Rot-Rot-Grün wäre die logische Konsequenz, aber Schröder und Lafontaine - das geht nicht. Und SPD+PDS - das auch nicht.

Eigentlich haben alle Politiker so viele Ausschlüsse was nicht ginge geäußert, das wir keine Regierung kriegen können - vorgezogenen Neuwahlen wären eine Lösung

Da es aber nur Wahlgewinner gab, könnte man auch zusammenfassend sagen: "wir sind Kanzler"

Microsoft-Schleichwerbung beim NDR

Über die Schleichwerbung (naja, von Schleichen kann eigentlich nicht mehr die Rede sein) für Microsoft bei der Wahlberichterstattung wurde ja schon öfter geschrieben. Aber krass ist schon die Begründung des NDR, warum Microsoft genannt werden müsse:

Laut einer Mitteilung des Linux-Verbandes habe der NDR vor Gericht argumentiert, dass Infratest Dimap für die Hochrechnungen urherberrechtlich geschützte Datenbanken und Grafiken der Firma Microsoft verwende.

Tja, dann sollten sie einfach mal auf freie Software umsteigen, denn was an urheberrechtlich geschützten Datenbanken oder Grafiken bei der Wahlberichterstattung dabei sein soll ist mir echt schleierhaft - schliesslich werden da nur banale Tortendiagramme und Balkendiagramme gezeigt. Und ich will ja mal nicht hoffen das die Wahl selber von Microsoft gesponsort ist - und die deshalb da irgendwelche Nennungsrechte haben. Das ganze ist mal wieder absolut bananig, was sich der öffentliche Rundfunk da erlaubt.

What has Trusted Computing to do with Trust?

Klar, kennt schon jeder und ist durch alle Blogs gegangen, aber der Film ist so nett gemacht, den muss man öfter linken: A movie about Trusted Computing. Denn der Film nennt genau den zentralen Punkt: wenn die Industrie entschieden hat, das sie dem Benutzer nicht vertraut - warum sollen die Benutzer der Industrie vertrauen?

wxWindows Buch

Es gibt ein Buch über wxWindows/wxWidgets: Cross-Platform GUI Programming with wxWidgets - allerdings Schwerpunkt auf den wxWidgets und damit primär für die C++-Programmierer, die wxPython-Bindings sind dort aussen vor. Trotzdem sicherlich interessant wenn man wxWindows in irgendeiner Form benutzt, da die Bindings für andere Sprachen ja immer auf der originalen Bibliothek aufbauen.

Medienkompetenz ala CSU

Söder: 300.000 Mails sind kein Spam - und mit Kritik weiss man auch umzugehen:

Allerdings ist die CSU offenbar zumindest von der Kritik auf ihrer eigenen Wahlkampfseite verunsichert. Im offiziellen Partei-Blog «blog4berlin.de» waren mehr als 100 zum Teil sehr kritische Kommentare zu der Mail-Aktion gepostet worden. Daraufhin hatte die CSU am Dienstagnachmittag zunächst einige der Kommentare gelöscht. Am Donnerstag schließlich wurde die für Blogs wesentliche Kommentar-Funktion ganz abgeschaltet.

Oh ja. Erst die Leute spammen wollen - und sorry, aber dieses Rausreden das die sich ja eingetragen hätten ist in Anbetracht der weiteren Planung sich von diesen Leuten weitere Nummern geben zu lassen ziemlich absurd - und dann mit der Kritik auf bayrisch umgehen und sie einfach abschalten. Klasse.

verwirrtes Gesicht

Nachschub für Astronomie-Freaks

Diesmal ist es eine Japanische Raumsonde die mit ihrer Landung auf einem Asteroiden für hoffentlich viele interessante Bilder und Daten sorgen wird. Cool. Und weitaus interessanter als alberne Reparatur-Touren der Spaceshuttles ...

Noch mehr Medien-Inkompetenz - diesmal CDU

Denn auch die CDU lässt Spam verschicken:

Etwa 300.000 bis 400.000 Deutsche bekommen in diesen Tagen eine E-Mail von dem Gewinnspiel-Anbieter «Play and Win». Dieser wirbt dafür, bei der Bundestagswahl am Sonntag CDU zu wählen. Doch das stimmt nicht ganz: Bei genauerem Lesen handelt es sich schlicht um Wahlwerbung der Union.

Bei genauerem Lesen des Kommentares des Spammers handelt es sich schlicht um Spam. Dreckspack.

Peter Lustig hört auf?

Peter Lustig geht in den Ruhestand:

Löwenzahn, die Serie, die einem den sonntäglichen Besuch bei Freunden mit Kindern - oder eigene Kinder - versüßt, läuft aus! Peter Lustig zieht sich zur wohlverdienten Ruhe zurück (vermutlich macht er eher eine Erfinderwerkstatt auf).

Echt schade. Irgendwie war dieses Überbleibsel der Hippies und Ökos immer putzig anzuschauen - und so schön gemütlich. Auch wenn es für mich damals natürlich uninteressant war, da ich selbstverständlich eiserner Maus-Fan war. Aber ich hab mit Peter Lustig durch meine Neffen so die eine oder andere Begegnung in Form von Spielen und Büchern gemacht - und hat mir recht gut gefallen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das sowas nochmal neu aufgelegt werden kann - die Fernsehmacher sind viel zu blöd dazu so einer eher seltsamen Konzeption eine Chance einzuräumen. Schade eigentlich - besser als die albernen amerikanischen Konzepte und amerikanisierten Kindersendungen die man heute so beim Zappen im Urlaub sieht war es allemal.

RFID im Reisepass kein Sicherheitsmerkmal

Tobias Straub über RFID in Reisepässen:

Straub, der als Mitarbeiter der Firma FlexSecure damit beschäftigt war, die Signatur-Architektur für den neuen Reisepass zu entwickeln, beurteilte die Sicherheitseigenschaften der Basic Access Control mit 56-Bit-Keys und einer Passlebensdauer von 10 Jahren als unsicher und das Konzept einer nicht abhörsicheren Funkschnittstelle generell als untauglich. Erst die Extended Access Control, die mit der Einführung von Fingerabdrücken spätestens Ende 2007 kommen soll, sei ein kryptografisch sicheres System möglich. Unter Verweis auf BSI-Versuche, bei denen Pässe aus 2 Meter Abstand bitgenau, mit Fehlerkorrektur und Zusatzantennen aus 10 Metern ausgelesen werden können, erklärte Straub: "Wenn ich RFID einsetze, habe ich schon damit eine Bedrohung". Im Vergleich mit einer kontaktbehafteten SmartCard sei RFID kein Sicherheits-, sondern ein Unsicherheitsmerkmal, so Straub, der mittlerweile am Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie arbeitet.

Aber uns wird der Mist von Otto Orwell als grosse Sicherheitseinrichtung verkauft.

Sie machen die gleiche Scheisse wie in den USA

Auch hier gibt der Staat einem Wahlmaschinenhersteller Rückendeckung und hält die Prüfberichte wegen angeblichem Know-How-Schutzes unter Verschluss:

Dass das BMI die Prüfberichte unter Verschluss hält, wiege vor dem Hintergrund eines Verzichts auf eine zusätzliche, von der Elektronik unabhängige Stimmenerfassung, besonders schwer, kritisiert Wiesner: "Welche Software im Wahllokal tatsächlich zum Einsatz kommt und wie manipulationssicher die eingesetzten Geräte sind, ist weder vom Wähler noch vom Wahlvorstand im Wahllokal zu ermitteln." Das Formular für die Wahlniederschrift sehe konsequenterweise auch gar nicht vor, dass auch nur die vorgebliche Programmversion protokolliert wird.

Für mich ist das genauso dubios wie der gleiche Mist in den USA. Wahlcomputer müssen - wenn sie vertrauenswürdig sein sollen - einer öffentlichen Diskussion standhalten. Der angebliche Know-How-Schutz des Herstellers darf nicht höher bewertet werden als das Recht des Bürgers auf Information wie die Stimmenzählung vonstatten geht. Das ist schlicht absurd, was das BMI sich da leistet - aber was erwartet man von der Behörde von Otto Orwell auch anderes

Und urplötzlich fühlt man sich wieder jung

Denn Kate Bush plant ein Comeback. Ok, es wird wohl nie ein zweites "Babooshka" geben, aber trotzdem.

Yep, passt.

And onwards:

Nur dann merkte ich: es ist mir vollständig egal. Mir ist es - schon länger - komplett wurscht, was Patalong oder die anderen Pfeifen da schreiben: ich weiss, wie der Hase bei denen läuft, ich habe erlebt, wie sie klauen, beeinflussen und tricksen, ich habe mit angehört, daß sie keine Eier haben, ich habe es lange genug verfolgt und ein Jahr lang aufgeschrieben. Es spielt keine Rolle mehr. SpOn spielt keine Rolle mehr, jedenfalls bei mir.

SPOn ist schon lange aus dem Feedreader raus bei mir, taucht nur noch indirekt über andere Blogs und manchmal über Google-News-Suchen auf. Aktuelle Informationen über das Tagesgeschehen liefern Tagesschau und Netzzeitung. Und all die vielen Blogs, die ich lese und die mir die nötigen Pointer geben, wo ich noch lesen sollte ...

DjangoScgi - Django-Projekte - Trac

Django mit Apache und SCGI und Django mit Apache und FCGI sind zwei überarbeitete Dokumentationen, wie man Django mit sowohl FCGI als auch SCGI unter Apache zum Laufen bringt. Ich verwende dieselben Teile wie bei meinen vorherigen Howtos, nur dass jetzt auch SCGI unterstützt wird.

Meine Galerie läuft derzeit mit der Apache+SCGI-Konfiguration, es ist ganz schön. Die Konfiguration in Apache ist viel schöner und sauberer als mit der FCGI-Konfiguration.

Seit 2007 funktionierten die Links auf dieser Seite nicht mehr, daher habe ich sie entfernt.

Gaspreiskalkulationen müssen offengelegt werden

E.ON muss Gaspreise transparent machen:

Der Gasversorger E.ON Hanse muss nach einer vorläufigen Einschätzung des Hamburger Landgerichts seine Preiskalkulation offen legen. Das Unternehmen müsse nachweisen, dass drei Preiserhöhungen seit vergangenem Oktober um insgesamt 25 Prozent gerechtfertigt waren, teilte die Kammer mit. Der schlichte Hinweis auf die Kopplung des Gaspreises an den gestiegenen Ölpreis reiche nicht aus.

Ok, noch kein Grund zum Jubeln, aber vielleicht hilft es etwas die doch recht seltsame Gaspreisentwicklung zu kontrollieren.

Security by complete Stupidity

Jetzt ist klar, wie man an die Telefonnummer von Paris Hilton kommt:

Die Hacker riefen in einem T-Mobile-Laden an und gaben sich als Mitarbeiter der Firmenzentrale aus. Es gebe Netzwerkprobleme, sagten sie, und ließen sich die nicht öffentlich bekannte Internet-Adresse der T-Mobile-Kundendatenbank geben sowie die nötigen Login- und Password-Informationen.

Autsch. Autsch. Autsch.

Google Blog Search

Google macht jetzt auch eine Google Blog Suche - aber warum muss jemand der als letzter ins Rennen geht so blöd (arrogant?) sein, diese Blogsuche nur als HTML auszuliefern und nicht auch alternativ als eigenes RSS, so das man mit den Suchergebnissen auch was tun könnte? Ich mein, eine performante Alternative zu Technorati oder Feedster wäre ja ganz nett, die sind einfach zu oft down. Aber was bringt das, wenn ich da alle Suchen immer selber und von Hand machen muss?

Korrektur: gibt XML-Links für die Suchergebnisse.

Doppelt blöd hält besser?

Als ob Kirchhoff alleine nicht schon Drohung genug wäre, jetzt will er auch noch mit Merz Tandem fahren - mir fallen dazu nur der verrückte Hutmacher und der Märzhase ein ...

Lügen-Linssen und die Finanzen

Tja, so stellt sich Linssen den Sparkurs vor - mit einem Haufen neuen Stellen, unter andrem Redenschreibern. Denn die brauchen wir ja ganz dringend in NRW, damit die Schwarz-Gelbe Peinlichkeit weggelabert werden kann.

Denn um die Wahlversprechen gehts doch überhaupt nicht - es geht nur drum an die Macht zu kommen und dran zu kleben und dann möglichst schnell möglichst viel abzuzocken.

Hirnfürze

Bayerns Hirnfurzproducer No 1 (ja, der schlägt sogar Scatman Eddy) fordert Internetfilter für Bombenbauanleitungen:

Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat die Wirtschaft aufgefordert, Lösungen für ein seiner Meinung nach sehr gravierendes Sicherheitsproblem zu finden: Bauanleitungen für Bomben im Internet.

Das viel grössere Sicherheitsproblem: durchgeknallte und inkompetente Innenminister. Kann man leider nicht einfach per Filter aus der Welt schaffen. Ok, kann man mit Bombenbauanleitungen auch nicht - die stehen ja eh in Büchern, die müsste man dann gleich mit verbrennen. Eine Lösung die sich vielleicht auch für Politikerauswurf anbietet ...

Die Träumer von der BfA

Aus meiner Renteninformation:

Sie können davon ausgehen, dass die errechnete Altersrente in Höhe von X.XXX,XX EUR aufgrund künftiger Rentenanpassungen tatsächlich höher ausfallen wird. Allerdings können auch wir die Entwicklung nicht vorhersehen. Deshalb haben wir - ohne Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes - zwei mögliche Varianten für Sie gerechnet. Beträgt der jährliche Anpassungssatz 1,5 Prozent, so ergäbe sich ab dem 65. Lebensjahr eine monatliche Rente von Y.YYY EUR. Bei einem jährlichen Anpassungssatz von 2,5 Prozent ergäbe sich eine monatliche Rente von etwa Z.ZZZ EUR.

Ehm. Sorry, aber wenn ihr wirklich von 1.5 Prozent oder 2.5 Prozent Rentenanpassung pro Jahr träumt, dann könnt ihr die Entwicklung wirklich überhaupt nicht vorhersagen ...

Witzig: Die Ankündigung von iTunes 5 aus der Perspektive eines anthropomorphisierten gebürsteten Metall-Benutzeroberflächendesigns

Common Scheme

Common Scheme ist eine Implementation eines gemeinsamen Modul-Standards für verschiedene Scheme-Implementationen inklusive eines Paketinstallers der seine Sachen aus dem Netz holen kann. Dazu kommen eine Reihe von ersten Modulen die darüber verteilt werden. Könnte sowas wie CPAN für Scheme werden.

Ähnliche Ansätze gabs schon öfter, aber leider immer nur für einzelne Schemes (z.B. MZScheme hat sowas). Eine Scheme-übergreifende Lösung könnte auf Dauer doch einiges einfacher machen - und Scheme etwas aus der akademischen Ecke holen. Verdient hätte die Sprache es.

Und das beste: Gambit-C und Chicken sind bei den unterstützten Schems dabei

Leider fehlt MZScheme in der Liste der unterstützten Schemes - es wäre schon ziemlich cool seine Programme mit DrScheme zu entwickeln und dann hinterher einfach durch Chicken zu jagen um sie schnell zu bekommen ...

I want one!

Erste Lebenszeichen von Open Genera auf PowerMac - das wäre echt ein Hammer, wenn Open Genera nicht mehr nur auf seltsamen OpenVMS Kisten liefe, sondern auch auf einem PowerMac - da würd ich mir glatt doch noch einen Desktop-Rechner für kaufen

Beware the Monster Chick!

Dass Dinosaurier gefedert waren - geteert wurden sie erst beim Asteroideneinschlag (ok, sorry, blöder Witz) - ist ja schon lange in Diskussion, zumal es ja passende Funde gibt. Aber das hier war mir schon neu:

“The way these creatures are depicted can no longer be considered scientifically accurate,” he said. “All the evidence is that they looked more like birds than reptiles. Tyrannosaurs might have resembled giant chicks.”

Chicks? Wohl eher Chickens, oder?. Ausser die Chicks in der Heimatstadt des Schreiberlings sind overly impressed by feathers

Qualitätsjournallie

Im WDR wars vor kurzem noch korrekt im Morgenmagazin, aber die Tagesschau ist sich nicht zu blöd den dummen Witz nochmal auszuwalzen:

Den Straßburger Abgeordneten sei es gedankt, wir sind noch einmal davongekommen, an diesem sonnenverwöhnten Septembertag: Die EU-Richtlinie "zum Schutz vor optischer Strahlung am Arbeitsplatz" ist gekippt und bleibt somit für hoffentlich immer im Dunkel der Archivschränke verschwunden.

Liebe Journaillie: bei der Verordnung ging es primär um künstliche optische Belastung, nicht um die Sonne. Es ging keinesfalls darum irgendwen zu verhüllen der Bierseidel schleppt - es ging darum, das Arbeitgeber verpflichtet würden, Mitarbeiter auf Belastung durch UV-Strahlen aktiv hinzuweisen und darüber zu informieren. Der Hinweis hier: >Nackte Oberkörper auf der Baustelle, tiefe Dekolletés im Biergarten, Bademeister ohne Vermummung.

ist also kompletter Mumpitz.

Man mag sich fragen ob so eine Verordnung Sinn macht - aber dieses dumme Rumgereite auf etwas das nicht Ziel der Verordnung war ist eigentlich nur peinlich und lächerlich. Peinlicher und lächerlicher als jede EU-Verordnung jemals sein könnte ...

Erster Fallout von Schwarz-Gelb

Schwarz-Gelb auf dem ideologischen Kreuzzug gegen Windenergie:

Das Bundesumweltministerium sieht in der Initiative der Landesregierung eine "frontale Kampfansage" an die Windenergie. "Dies bedeutet, dass in NRW keine Windkraftwerke mehr gebaut werden dürfen", sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag zu wdr.de. Wenn das Beispiel Nordrhein-Westfalen Schule mache, seien die deutschen Klimaschutzziele nicht mehr zu erreichen. CDU und FDP kämpften "aus ideologischen Gründen" gegen die Windenergie.

War ja klar, die Union muss ja fleissig den Energie-Monopolisten in den Arsch kriechen, da stört das Flattern der Windrotoren ...

Alles nur geklaut

CDU gesteht: Merkel schrieb bei Reagan ab:

Ja, das Schluss-Statement von Unions-Kanzlerkanidatin Angela Merkel beim TV-Duell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder war an eine Rede des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan angelehnt.

Soso, nicht mal das eigene Lobhudeln und Rumblähen kann sie selber. Darf sowas Kanzler werden?

Django-Galerie-Status

Erneut Neuigkeiten von meinem Galerie-Projekt - es macht gute Fortschritte, auch wenn einige meiner neuesten Arbeiten nicht direkt sichtbar sind. Ich habe viel an dem Code gearbeitet und viele Änderungen an der Admin-Oberfläche vorgenommen. Dinge im Quellcode, die für andere Djangonistas interessant sein könnten:

  • Ich habe immer noch eine vollständig dateisystembasierte Galerie - aber ich habe einen im Datenbank gespeicherten Cache hinzugefügt. Wenn nun Inhalte vom Dateisystem geladen werden, prüft der Code direkt seinen Datenbank-Cache und aktualisiert diesen entsprechend. Dies führte zu einer umfangreichen Überarbeitung des Codes, so dass nun tatsächlich alles durch Modellobjekte gesteuert wird - die Cache-Einträge sind nur Teil des Django-Modells. Dadurch wird der Code viel einfacher und ermöglicht die nächsten beiden Änderungen.
  • Ich habe eine automatische Sitemap für Galerien hinzugefügt. Die ersten Versionen durchsuchten das Dateisystem, aber jetzt verwendet es einfach den Datenbank-Cache, um eine Ordnerhierarchie mit Miniaturansichten zu erstellen.
  • Ich habe RSS-Unterstützung hinzugefügt. Die Hauptgalerie-Auswahl verweist auf einen RSS-Feed über alle Galerien und die Ordner- und Bildansichten innerhalb einer Galerie verweisen auf einen RSS-Feed nur für Bilder innerhalb dieser Galerie. Dies macht von dem RSS-Framework von Django Gebrauch.
  • Die Ansicht, die Galerie-Ordner und Bilder anzeigte, wurde überarbeitet, um viel mehr von Django-ähnlichen Dingen Gebrauch zu machen: anstatt von Lazy Closures, die an die Vorlage übergeben werden, verwende ich nun benutzerdefinierte Vorlagen, die helfen, den Code der Ansicht drastisch zu reduzieren (ok, der Code wird in die Taglib verschoben, aber das ist eine viel bessere Entkopplung als zuvor).

Das Ergebnis: Die Galerie ist viel schneller, ich habe RSS laufen und habe automatische Sitemaps. Der Code selbst ist viel einfacher, da er modellgetriebener ist - der frühere Konflikt zwischen Bildordner-Modell-Dingen auf der einen Seite und FSObject-Instanzen auf der anderen Seite ist verschwunden - und die Cache-Wartung ist automatisch. Und die XMLRPC-Integration ist auch viel schneller. Alles in allem einige sehr nützliche interne Änderungen.

Andere Änderungen gibt es in der Verwaltungs-Oberfläche, wo Sie nun nicht nur die AJAX-Funktionen zum Ändern von Objektnamen und dem versteckten Zustand haben, sondern dies auch über einen Dateimanager tun können. Dieser Dateimanager wird auch um einfache Verwaltungsfunktionen wie Verschieben, Löschen usw. erweitert. Er kann bereits neue Ordner erstellen.

Manchmal spinnen die Debianistas

Aus der Antwort auf einen Bugreport von mir über eine völlig falsche Version von mod_perl 2:

I'm afraid you will be out of luck here, if I understand the issues correctly. The official release of mod_perl 2.0 never made it to Sarge, the 1.999.21-1 packages in Sarge is a pre-release. The problem was that shortly before mod perl2 went stable, the upstream developers decided to rename lots of things in the API, and Sarge shipped the old API. Thus, mod perl 2.0 as shipped with Sarge won't run in the rest of the world, and vice-versa. Also, the documentation will be confusing. [...] So, well, this isn't a good situation, but it is something we have to live with.

Bitte was? Die haben ja wohl ein Rad ab. Nochmal zum Mitmeißeln: die mod perl 2 Version in Debian Sarge - die aktuelle stabile Debian - ist weder mit der alten mod perl 1 Version noch mit der wirklichen mod perl 2 Version kompatibel, weil es eine 1.99sonstwas ist, die ein ziemlich an deres API hat. Anwendungen die darauf aufbauen sind nicht portabel von der alten Version und nicht portabel zur neuen Version. Wer mit der Debian Sarge und Apache2 und mod perl arbeiten will, muss sich erst einen Backport besorgen, denn die Version da drin ist einfach nur völlig falsch.

Sowas ist doch hirnrissig. Klar, gut, die mod perl 2 ist nicht rechtzeitig zum Release fertig geworden, aber die derzeitig in Sarge befindliche Version ist schlichtweg Müll. Und anstatt die rauszuwerfen wird so eine Zwischenversion reingepackt und jedem der mod perl Anwendungen auf Apache 2 portieren will das Leben schwer gemacht - und zwar gleich doppelt, denn mit dem nächsten Release darf man dann nochmal portieren.

Und heute nacht dann der Hammer:

The only valid complaint in this bug report is the fact that we don't include pre-2.0 API docs in sarge. Debian makes absolutely no guarantees that the version of a package shipped in a stable release will match whatever the current API is on its upstream website.

Zusammenfassung: wir haben nichts verstanden und bestehen darauf uns wie Vollidioten zu verhalten. Statt die schrottige Release - die auch von Upstream als "don't use" eingeordnet ist - wenigstens rauszuwerfen wird jetzt einfach nur als Wishlist-Bug die fehlende Dokumentation gelistet.

Nacht der Museen in Münster

Wie jedes Jahr war wieder mal die lange Nacht der Museen in Münster. Irgendwas muss aber gegenüber letztem Jahr passiert sein. Letztes Jahr war das Interesse zwar gross, aber man konnte es noch als durchaus erträglich bezeichnen. In den Museen konnte man sich - zwar mit mehr Besuchern also sonst - durch die Räume bewegen. Nur das Picasso-Museum war auch letztes Jahr schon überfüllt und wurde nur Grüppchenweise zum Betreten freigegeben.

Diesesmal war daran nicht zu denken - das Landesmuseum für Kunst und Kultur ist ja nicht gerade klein. Trotzdem kam man in manche Räume nicht mehr rein vor lauter Leuten - die dann auch noch mit Führungen zu regelrechten Besucherpfropfen ganze Teile des Museums unerreichbar machten.

Absolut irre das ganze. Wahre Menschenhorden wälzten sich da durch die Stadt und bliesen zum gesammelten Angriff auf die Museen. Irgendwie leicht surreal das ganze

Parser für Python-ähnliche Konfigfiles

Philip J. Eby hackt mal wieder. Diesmal einen Parser für Konfigurationssprachen deren Syntax an Python angelehnt ist. Besonders interessant: mit dem Parser kann man sehr schön abstrakte Sprachen aufbauen die in Teilen einfach Python für Code benutzen - man kann enthaltene Python-Blöcke nämlich von der Token-Form wieder in sauber formatierten und eingerückten Python-Code umwandeln. Der Parser kennt natürlich all die Randfälle der Sourceformatierung in Python und kommt mit denen auch klar.

Interessant ist das ganze deshalb, weil man mit Python ja leider keine Makrosprache hat und deshalb eigene Syntaxerweiterungen und Sprachen mit domain-spezifischer Syntax und Semantik nicht direkt in Python abbildbar sind - aber man kann über diesen Parser einen Translator für solche DSLs bauen und diese dann wieder in Python wandeln. Dazu dann noch ein bischen Import-Magic und man hätte sowas wie poor-mans-macros für Python ...

Prioritäten

Eigentlich wollte ich mir ja jeden Kommentar zu New Orleans verkneifen - schliesslich weiss man nicht was das Denken mehr bestimmt, die Trauer über die unnötigen Opfer oder die Wut auf die Stümperhaften Aktivitäten der Regierung dort, aber wenn ich sowas wie bei Rogers Cadenhead lese: Go to the Back of the Bus Line dann wird mir echt übel. Denn das ist nicht mehr nur noch stümperhaftes Vorgehen, das ist Rassismus pur (und bevor mir wieder Antiamerikanismus und anders vorgeworfen wird: guckt euch die Hautfarbe der Mehrheit derer an, die in New Orleans komischerweise nicht evakuiert werden konnten).

Es ist schlicht zum Kotzen. Und jetzt kommt auch noch die religiöse Rechte und gibt Schwulen und Abtreibungskliniken die Schuld am Hurrican.

Und der Präsident? Macht einen Abstecher nach Biloxi und lässt von Hilfskräften vorher genau die Stelle räumen, die er besucht - und nach dem Besuch verschwinden die Hilfskräfte wieder. War übrigens in der Tagesschau - die Reporterin konnte das selber nicht ganz fassen was da abgegangen ist ...

ID ist grober Unfug

Intelligent Design ist keine Wissenschaft:

Sie speist sich aus Denkfaulheit und Arroganz: »Ich bin ein kluger Kerl, und ich kann nicht verstehen, wie das alles durch Evolution entstehen konnte. Also konnte es nicht durch Evolution entstehen.«

Ein sehr guter (weil ehrlich verärgerter) Artikel in der Zeit über den Mumpitz mit dem Kreationisten immer wieder ihre Hirnfürze an die Schulen zwingen wollen. Ein Thema, das eigentlich schon seit Darwin zu den Akten gelegt worden sein sollte - und leider trotzdem immer wieder von Religionsspinnern hochgekocht wird.

Es wäre ja mal an der Zeit das die grossen Kirchen klare Stellung zu dem Thema beziehen und die Spinner als das deklarieren was sie sind - aber zu sowas kann man sich dort nicht durchringen. Immerhin verdient man mit den simplen Antworten auf komplexe Probleme ja einen Haufen Geld. Und wen schert da schon die Realität ...

MochiKit Tutorial Teil 1

Es ist der erste Teil des MochiKit Tutorial online. Sehr interessante Lektüre - einige der Punkte sind durchaus bedenkenswert. Und MochiKit hat sich bei mir im Echteinsatz auch schon bewehrt - und ja, ich benutze fast ausschließlich JSON dabei.

Und sie laufen immer noch

Unsere kleinen Freunde auf dem Mars sind immer noch unterwegs. Spirit hat jetzt einen Berg erstiegen und geniesst die Aussicht auf die Landschaft.

Neben Cassini-Huygens ist die Mars-Geschichte mit dem Mars-Explorer und den beiden sympatischen Fernlenkrobbis eines der für mich spannendsten Raumfahrt-Projekten. Viel spannender als veraltete Space-Shuttles zu langweiligen Routine-Aktionen mit ausgedehnten Reparatureinlagen zu schicken ...

Von der Mars-Sorte hätte ich gerne noch ein paar mehr.

Wahlkampfbeitrag?

Achne, die Ausstellung ist ja Schmarotzer in Bonn - und der Bundestag liegt ja jetzt in Berlin ...